HOI4: Alle Wege führen nach Rom

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H34DHUN73R
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Beitrag von H34DHUN73R »

Azrael hat geschrieben:Wird es denn italienische Stukas geben?
Nun, falls man sich der Produktion derselben zuwenden sollte, werter Azrael, würde man dies natürlich unter der knappen originalen Bezeichnung dieser ur-italienischen Erfindungen tun: Tempesta Battaglia Bombardiere

- - - - - - - - - - AUTOMATISCHE ZUSAMMENFÜHRUNG - - - - - - - - - -
Taurus hat geschrieben:Wir sind hoch erfreut über die fortgeführte Berichterstattung vom Schicksal Italiens, mögen die kommenden Monate und Jahre von den weisen Entscheidungen des Duce geprägt werden. :)
Seit unbesorgt, werter Taurus, der Duce hat alles im Griff :)


Die werten Regenten Hohenlohe und Ruprecht wollen Wir an dieser Stelle vor übereilten Spekulationen warnen.
Niemand hat vor, in Nizza zu landen :)
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Man sollte nie das Schicksal herausfordern. Das Schicksal kann alles ertragen, nur keine Herausforderung.
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Hohenlohe
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Beitrag von Hohenlohe »

H34DHUN73R hat geschrieben:Die werten Regenten Hohenlohe und Ruprecht wollen Wir an dieser Stelle vor übereilten Spekulationen warnen.
Niemand hat vor, in Nizza zu landen :)
Aber, aber, dies stand in einer abgefangenen Funkmeldung der Briten... :D *grins*

herzlichste grüsse

Colonelló Hohenlohe... :top:
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Djambo
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Beitrag von Djambo »

Mein herzlicher Dank für die neuesten Nachrichten aus Italien. :top:
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H34DHUN73R
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Beitrag von H34DHUN73R »

Wie üblich behelfen Wir Uns mit dem Vorsatz, regelmäßiger Updates zu liefern, werter Djambo.
Wie üblich dürften Wir damit scheitern, aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt ;)
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Hohenlohe
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Beitrag von Hohenlohe »

H34DHUN73R hat geschrieben:Wie üblich behelfen Wir Uns mit dem Vorsatz, regelmäßiger Updates zu liefern, werter Djambo.
Wie üblich dürften Wir damit scheitern, aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt ;)
Nicht dass der Duce den deutschen Angriff auf Frankreich nicht mitbekommt, weil er in den Armen seiner Geliebten liegt... :D

herzlichste grüsse

eine anonymer Informant... :D :tongue:
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Beitrag von H34DHUN73R »

Äh - welcher genau?
Wir müssen hier doch um Präzision bitten, schließlich geht es um wichtige Themen :)
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thrawn
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Beitrag von thrawn »

Wieder ein Meisterwerk werter H34DHUN73R.
Die Geschichten sind allen wartens Wert.
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was lange währt, wird endlich böse.
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Beitrag von H34DHUN73R »

Wir danken, werter Thrawn, bleiben jedoch hinsichtlich Steigerungsmöglichkeiten noch optimistisch ;)
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H34DHUN73R
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Beitrag von H34DHUN73R »

Alle Wege führen nach Rom - XXXVII

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Übersicht der Kriegsfreiwilligen

Esercito Italiano

Capitano Clone
aktuelle Verwendung: 3° Compania / I Battaglione / 1° Reggimento Celere / 1a Divisione Celere "Eugenio di Savoia"
Auszeichnungen:
Medaglia commemorativa della campagna di Spagna
Medaglia Di Bronzo Al Valore Militare, verliehen in der Schlacht um Teruel

Maggiore Deltadagger:
aktuelle Verwendung: III Battaglione / 5° Reggimento Alpino / 3a Divisione Alpina "Julia"
erste Verwendung: 4° Compania / III Battaglione / 5° Reggimento Alpino / 3a Divisione Alpina "Julia"

Capitano Tex Murphy:
aktuelle Verwendung: 1° Compania / II Battaglione / 3° Reggimento Celere / 3a Divisione Celere "Principe Amedeo Duca d'Aosta"
Auszeichnungen:
Medaglia commemorativa della campagna di Spagna
Medaglia D'Argento Al Valore Militare, verliehen in der Schlacht um San Sebastián de los Reyes
Mutilato In Guerra, verliehen in der Schlacht um San Sebastián de los Reyes

Tenente Headhunter:
aktuelle Verwendung: 1° Batteria / Gruppo Artiglieria Leggera / 3a Divisione Fanteria "Ravenna"

Tenente Maestro Privato:
aktuelle Verwendung: 3° Compania / II Battaglione / 3° Reggimento Alpino / 2a Divisione Alpina "Tridentina"

Tenente Colonnello Hohenlohe:
erste Verwendung: Reparto Operativo / Stato Maggiore Esercito
zweite Verwendung: Lehrer an der Accademia Militare di Modena, Spezialist für Ausbildung, Ausrüstung und Taktiken der Fanteria di Marina
aktuelle Verwendung: 2° Reggimento Fanteria del Marina

Capitano Von Retterling:
aktuelle Verwendung: Agent des Servizio Informazioni Militare (SIM), Gruppo 23
Medaglia Di Bronzo Al Valore Militare, verliehen nach der Eliminierung des Verräters Mancini in Ägypten

Capitano Hjalfnar:
aktuelle Verwendung: 3° Compania / III Battaglione / 2° Reggimento Celere / "Emanuele Filiberto Testa di Ferro"
Auszeichnungen:
Medaglia commemorativa della campagna di Spagna
Medaglia D'Argento Al Valore, verliehen in der Schlacht um Barcelona

Capitano Frisiercreme:
aktuelle Verwendung: 2° Compania / Battaglione Poggio Rusco / 185º Reggimento Ricognizione Acquisizione Obiettivi "Folgore"

Tenente Oertyzulu:
aktuelle Verwendung: 2° Compania / I Battaglione Indigeni "Turitto" / 1° Gruppo Battaglioni Eritrei / 2a Divisione Coloniale "Eritrea"

Maggiore Evilbeagle:
aktuelle Verwendung: Verbindungsoffizier im Forschungsministerium

Tenente Æxit:
aktuelle Verwendung: 2° Compania / I Battaglione / 4° Reggimento Celere / 3 Divisione Celere

Tenente HEF:
aktuelle Verwendung: 3° Compania / II Battaglione / 53° Reggimento 27a Divisione die Fanteria "Sila"

Regia Aeronautica

Tenente Bushi:
aktuelle Verwendung: 1° Squadriglia / I Gruppo / 4° Stormo "Amedeo d'Aosta"

Tenente Luigi Armistado
aktuelle Verwendung: 2° Squadriglia / III Gruppo / 14° Stormo "Rex"

Tenente Azrael:
aktuelle Verwendung: 3° Squadriglia / II Gruppo / 53° Stormo "Borea"

Tenente Spiegelfechter:
aktuelle Verwendung: 2° Squadriglia / I Gruppo / 1° Stormo "Aquila"

Aviazione Ausiliaria per la Marina

Tenente Litle-Man:
aktuelle Verwendung: 3° Squadriglia / II Gruppo / 46° Stormo "Pegaso"

Regia Marina

Tenente di Vascello Ritter Kunz:
aktuelle Verwendung: Caccia RM Freccia / Squadra di Tarento


Kriegskabinett

Benito Mussolini: Ministerpräsident, Oberkommandierender der Streitkräfte

Gian Galeazzo Ciano, Graf von Cortellazzo und Buccari: Außenminister

Ammiraglio Domenico Cavagnari: Oberkommandierender der Regia Marina

Ferrucio Lantini: Korporationsminister

Ugo Cavallero: Kriegsminister, Kommandeur der Armata di Riserva, Oberkommandierender des Esercito Italiano

Guglielmo Marconi: Forschungsminister

Italo Balbo: Luftfahrtminister, Oberkommandierender der Regia Aeronautica

Bruno Fornaciari: Innenminister

Generale Mario Roatta: Leiter des SIM

Generale Giovanni Messe: Kommandeur der Panzer-Armee, Oberbefehlshaber der Heeresgruppe "Frankreich"

Conte di Bassewitz: Staatsekretär im Propaganda-Ministerium



26. März 1939

Capitano Hjalfnar lässt über seine linke Schulter einen prüfenden Blick durch den gut gefüllten Gastraum der Kneipe schweifen.

Natürlich war das Esercito Italiano hier unter sich.

Nach einigen recht handfesten Konflikten zwischen Angehörigen der Regia Aeronautica und des Esercito Italiano samt erhehblichem Kollateral-Schaden hatten die Stäbe beschlossen, die Teilstreitkräfte zu trennen.
Jedenfalls im Urlaub.

Seither gab es in Turin Kneipen und Restaurants für Heeres-Angehörige und andere, die dem Luftwaffen-Personal vorbehalten blieben.
Die Marine hatte in Turin nichts verloren, was die Situation immerhin nicht zusätzlich verkomplizierte.

Natürlich hatten diese Maßnahmen nur dazu geführt, dass sich die Leute auf die Unterschiede innerhalb der eigenen Teilstreitkraft fokussierten.

Für Panzermänner wie Hjalfnar war es völlig klar, dass man schon wirklich strohdumm sein musste, um als Infanterist seine blanke Haut zu Markte zu tragen.
Jeder mit etwas Grips würde sich natürlich der Panzertruppe anschließen, bei der Infanterie landeten also nur die Gipsköpfe, die keinen klaren Gedanken fassen konnten oder halt schlicht zu doof waren, um es zu den Panzern zu schaffen.
Da die meisten Panzermänner das ähnlich sahen, war das Verhältnis innerhalb des Heeres durchaus reichlich gespannt.

Daneben gab es ja auch noch die Alpinista, die sich von je her als die natürliche Auslese des Heeres ansahen.
Sie blickten gleichermaßen auf die Panzertruppe, die in ihren Augen aus einer Horde von faulen Feiglingen bestand - ersatzweise aus feigen Faulenzern - wie auf die gemeinen Infanteristen herab.
In letzterem Punkt wussten sie sich immerhin weitgehend einig mit den Panzermännern.

Da die Infanterie aber nun einmal zahlenmäßig mit Abstand die meisten Männer der Gruppo d'Armata di Franca stellte, die es ihrerseits überhaupt nicht schätzten, von diesen Schnöseln herabgewürdigt zu werden,
stellte sich ein heikles Gleichgewicht ein.

Auch wenn sich Alpinista und Panzersoldaten nicht leiden konnten, zwangen sie doch die Machtverhältnisse wenn schon nicht im Felde, so doch in den Kneipen zur Zusammenarbeit.
Ein fragiles Bündnis, das jederzeit brechen konnte.
Insbesondere, wenn gerade mal keine Infanteristen zur Hand waren.

Zur Zeit befindet man sich in der von Hjalfnar frequentierten Lokalität aber noch in der Sammlungs-Phase.

Man gießt sich ein Bier nach dem anderen in den Hals und unterhält sich mit Kameraden.
Am späteren Abend mag sich das durchaus ändern.
Mit genügend Alkohol im Blut mochte der eine oder andere den Wunsch nach einer handfesteren Form der Unterhaltung in sich aufsteigen spüren.
Dann hieß es, sich zu entscheiden: mitmischen oder sich rechtzeitig abseilen?

Hjalfnar wendet sich wieder der betont leise an einem Tisch in einer Ecke des Gastraumes geführten Unterhaltung zu.
Nach der Rückkehr aus Spanien hatten sich einige Absolventen der Accademia Militare zu einer Art Stammtisch zusammengefunden, um in Erinnerungen zu schwelgen.
Neben Hjalfnar waren heute Tex Murphy und Clone zugegen.

Wie so oft geht es im vertraulich geführten Gespräch um Weltlage und globale Strategie, also durchaus ambitionierter Stoff, wie es sich für Offiziere des Königs ziemt.

Hjalfnar streicht sich nachdenklich durch den feuerroten Bart.
"Mussolini hat uns mit der Münchner Konferenz endgültig in die Scheiße geritten!", zischt er schließlich verächtlich halblaut über das halbgefüllte Bierglas hinweg.

Im Allgemeinen verbreitet man sich in der Öffentlichkeit nicht groß über Politik.
Schon gar nicht, wenn man derartig exponierte Ansichten pflegt.
Das kann in Italien schnell ungesund werden, auch für Offiziere und sogar für ausgewiesene Kriegshelden wie sie selbst.

Hjalfnar blickt sich herausfordernd um.
"Der will uns doch nur so schnell wie möglich in den nächsten Krieg stürzen, der dann wieder auf unserem Rücken ausgetragen wird!"

Tex Murphy runzelt bedenklich die Stirn.

Wenn er auch kein Anhänger der Faschisten ist, sieht er doch die großen Leistungen, die Mussolini für Italien erbracht hat.
"Der Duce hat doch als Einziger in München tatsächlich den Frieden bewahrt!", widerspricht er energisch, wenn auch in ebenso gedämpften Ton wie Hjalfnar.
"Solange er an der Spitze steht, wird er keine Verwicklung Italiens in einen großen Krieg zulassen !"

Nun beugt sich Clone verschwörerisch vor.
"Es liegt doch alles an diesem verdammten Hitler !", lässt er wissen.
"Der will nichts anderes als die Weltherrschaft und wird uns darüber alle ins Verderben stürzen! Und unsere Führung lässt sich doof wie Brot am Nasenring in den Untergang zerren!"

Nun ist es an Hjalfnar, die Stirn in zweifelnde Falten zu legen.

Clone bedenkt seine beiden Kameraden mit bedeutsamen Blicken.

"Meine Schwägerin hat eine Freundin und deren Schwiegervater kennt einen, der im Außenministerium arbeitet", eröffnet er den staunenden Kollegen.
"Und der hat gesagt, dass Hitler in München vor lauter Wut in den Teppich gebissen hat !"

Clone lehnt sich zufrieden über diese vollendete Beweisführung in seinen Stuhl zurück und befeuchtet seine Kehle triumphierend mit einem weiteren Schluck Bier.

"In den Teppich gebissen ?", echot Hjalfnar verwirrt.
"Warum sollte er denn in den Teppich beißen ?"

Clone sieht ihn irritiert an.
Zweifelt man etwa hier im engsten Kreis an seinem Wort?

"Das ist eine Metapher!", eilt Tex Murphy zur Hilfe.

Nun starren beide Kollegen ihn verblüfft an.

"Ja, eine Metapher!", beschreitet Tex den einmal eingeschlagenen Weg kühn weiter.
"Der Teppich steht für ... nun, ja, für Frankreich natürlich!", lässt er siegessicher wissen.

Die Augen seiner Kameraden werden noch größer.

"... und Hitler schlägt also seine Zähne hinein ... also gewissermaßen direkt in Frankreich hinein, während die Briten nur hilflos zuschauen können, was ja nun bedeutet..."

"So ein Blödsinn !", braust Clone auf.

Hjalfnar zischt missbilligend ob der unziemlichen Lautstärke und peilt schnell mit einem weiteren Blick über die Schulter, ob die kleine Gruppe vielleicht unerwünschte Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Tex lehnt sich beleidigt zurück, betont gleichgültig ebenfalls nach seinem Glas greifend.

"So ein Quatsch!", wiederholt Clone noch einmal beträchtlich leiser.
"Er hat buchstäblich in den verdammten Teppich gebissen, nix Metapher !!"

"Aber warum sollte er das denn tun ?", fragt Hjalfnar wieder ungläubig nach.
"War es vielleicht ein französischer Teppich ?"

Tex brummt ablehnend, während sich Clone genervt die Rechte vor die Augen schlägt.

"Der spinnt halt einfach, verdammt noch mal !!", trompetet Clone schließlich empört heraus, erneut entschieden zu laut für die Erörterung heikler politischer Themen.
"Er hat sich derartig aufgeregt, dass er völlig ausgerastet ist und dann einfach in den Teppich gebissen, wer weiß warum, verdammte Scheiße, so war das eben, ist das jetzt klar !?!"

Erschrocken über die Vehemenz ihres Waffenbruders zucken Hjalfnar und Tex zurück.
Sie tauschen gerade einen Blick, um sich über den weiteren Umgang mit dem offenbar mental grenzwertigen Clone zu verständigen, als hinter ihnen Geschepper und das Klirren zerbrechender Gläser hörbar wird.

Alle drei sehen interessiert in die Richtung der Geräuschquelle, ihren weltpolitischen Disput kurz beiseite schiebend.

Offenbar hat ein Alpinista versehentlich im Vorbeigehen einen Infanteristen angerempelt der in seinem trunkenen Zustand einen Sturz auf den nächstgelegenen Tisch nicht vermeiden konnte.

Unversehens senkt sich bedrückende Stille auf den Gastraum herab.

Der Infanterist ist scheinbar bereits so Hacke, dass er sich selbst überlassen wohl einfach in seiner letzten Position liegen geblieben wäre.

Allerdings finden sich zahlreiche helfende Hände seiner Kameraden, die ihn wieder hoch zerren und in eine protokollarisch korrekte vertikale Haltung dem Sturzverursacher gegenüber bringen.

Schnell zählt Hjalfnar durch.
6 Gebirgsjäger einserseits, 11 Infanteristen auf der Gegenseite.

Nach den wohl ungeschriebenen, aber doch verpflichtenden Regeln der labilen Allianz steuerte die Situation sehr schnell auf den Bündnis-Fall zu.
Er nickt seinen Kameraden kurz zu.
Die hohe Politik wird noch etwas warten müssen, nun, wo die Lage offenkundig jeden Moment operativ werden kann.
Die drei erheben sich betont gelassen.

Indessen hat sich der volltrunkene Infanterist auf den formell korrekten nächsten Schritt besonnen, der nun in seiner Verantwortung liegt.
"Kannst Du nicht aufpassen, Du dummes Schwein !?!", lallt er schwer verständlich aber durchaus im Einklang mit den Statuten.

Die Gebirgsjäger formieren sich langsam zu einem Halbkreis mit der Theke im Rücken und nehmen schon mal Maß.
Stühlerücken und Dielenknarren signalisiert, dass auch die Infanteristen in Sturm-Ausgangsstellung gehen.

Der grobknochige, sehnige Sergente der Alpinista nickt gemessen, die Herausforderung offiziell zur Kenntnis nehmend.
Nun obliegt es ihm, diesen angetragenen Ehrenhändel mit einer gebührenden Erwiderung im Einklang mit Tradition und Ehre der Alpinista zu beantworten.

"Pass halt auf, wo Du hinläufst, Du Sohn einer räudigen Hündin !!", versetzt er schließlich mit einem leichten Lächeln.

Clone schnalzt anerkennend mit der Zunge, während er vorbeugend eine leichte Verspannung der Schultern lockert.

Es wäre durchaus nicht notwendig gewesen, auch noch die Frau Mutter des Infanteristen in dieser Angelegenheit zu strapazieren.
Dass der Sergente auch unter dem Druck der Situation diesen Aspekt noch bedacht hat, macht erfreulich deutlich, mit welch professionellem Anspruch diese wackeren Kameraden zu Werke gehen.

Für einen kurzen Moment noch herrscht unerträglich angespannte Stille, bis sich schließlich ein Sottotenente der Infanterie mit einem befreiten Jauchzer auf den nächsten Gebirgsjäger stürzt, während der Sergente bereits dem besoffenen Infanteristen seine stahlharte Faust unter das Kinn hämmert.
Womit dieser auch gleich endgültig aus dem Spiel ist, aber seine Pflicht hat er ja erfüllt.

Clone, Tex und Hjalfnar stürmen indessen in Deltaformation vor, um im kühnen Stoß die rechte Flanke der verbündeten Alpinista zu entlasten.

Inzwischen hat der Wirt mit einem schnellen Absetzmanöver nach hinten durch die Küche auf die Straße retiriert, um dort Ausschau nach einer Streife der MP zu halten, bevor ihm diese Wahnsinnigen das Lokal noch komplett zerlegen.

Den dort flanierenden Passanten zeigt der aus dem heimeligen, auf alt getrimmten Lokal mit den schön warm erleuchteten Scheiben dringende Lärm an, dass sich hier das Esercito Italiano wieder einmal intensiv im Kampfe übt.
Gott mochte den Franzosen und Briten beistehen, wenn man diese Meute erst von der Kette lassen würde !


04. April 1939

"Das ist nicht akzeptabel !", bellt Ferrucio Lantini gereizt ins Telefon, bevor er wütend den Hörer auf die Gabel knallt.

Vor sich hat er die Terminpläne für die genehmigten und priorisierten Baumaßnahmen, die ihm Tränen der Wut in die Augen treiben.

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Alles soll vorzugsweise gestern fertig sein, aber Arbeitskräfte, Maschinen und Ressourcen wachsen halt mal leider nicht auf den Bäumen.
Insbesondere diese ganzen Funkmess-Stationen, die nun praktisch überall aus dem Boden sprießen sollen, verstopfen gründlich die Pipeline.

Dabei müsste man eigentlich noch die Rüstungs-Industrie erweitern, um überhaupt eine Chance zu haben, bis zu dem vom Duce in Aussicht gestellten Kriegsausbruch im kommenden Winter oder Frühjahr die Streitkräfte auf das notwendige Niveau auszubauen.
Wobei die Versorgung mit synthetischem Treibstoff und vor Allem mit synthetischem Gummi eigentlich sogar noch wichtiger waren.
Zusätzliche Konsumgüter wären auch noch erforderlich, um den Handel mit dem Ausland auszuweiten.

Lantini weiß nicht mehr, wo ihm der Kopf steht!
Vielleicht sollte er einfach vom Dach springen, um die Sache hinter sich zu bringen.

Er greift in die Schreibtisch-Schublade, um sich erst mal einen ordentlichen Grappa zu genehmigen.


05. April 1939

Mit einem zufriedenen Nicken entlässt Benito Mussolini die Daniele-Brüder und den Vorstand von FIAT.

Als sich die Tür hinter den Unternehmensleitern - Chef war er im Grunde ja eh selber - wendet er sich dem neben ihm in einem bequemen Sessel sitzenden Guglielmo Marconi zu.
"Sehen Sie, mein lieber Marconi, es geht eben doch schneller, wenn man wirklich will!", belehrt er seinen Forschungsminister.

Wie üblich verzieht Marconi keine Miene, obwohl ihm die Bemerkung durchaus gegen den Strich geht.
Natürlich kann der Duce persönlich den Bossen der italienischen Industrie ordentlich den Kopf waschen, schließlich gebietet er ja über alle Machtmittel des Staates.
Als Forschungsminister kann er sich ein derartiges Vorgehen leider nicht erlauben.

Was solls, denkt sich Marconi, Hauptsache die Entwicklungszeiten verkürzen sich so wie in dieser Besprechung abgestimmt.
Das hält ihm schon mal Italo Balbo vom Hals, der in der Folge schneller an neue Maschinen kommt.
Sofern Lantini sie denn bauen kann, woran Marconi leichte Zweifel hegt, aber das kann ihm egal sein.

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"Wir sollten hinsichtlich der Bomber gleich das Eisen weiter schmieden, solange es noch heiß ist, Duce", regt er an.

"Hmm, da haben Sie natürlich recht - wen brauchen wir dafür ?", fragt Mussolini in Geberlaune zurück.

"Nun, hinsichtlich mittlerer Bomber und Flugboote wäre die CRDA der passende Partner", fördert Marconi aus seinem anscheinend unerschöpflichen Gedächtnis zutage.

Die renommierte ehemalige Cantiere Navale Triesto (CANT) hatte sich Anfang der dreißiger Jahre durch den Zusammenschluss mit der im Schiffbau aktiven Stabilimento Tecnico Triestino umorganisiert und firmierte seither unter Cantieri Riuniti Dell`Adriatico (CRDA).
Eigentlich hatte man ein Auge auf die ursprünglich ebenso lukrativen wie zahlreichen Bauaufträge der Regia Marina geworfen und sich sehr aussichtsreich positioniert.
Im Grunde waren die Verträge zum Bau neuer schwerer Kreuzer, U-Boote und sogar von Schlachtschiffen bereits unterschriftsreif gewesen, als Mussolini persönlich der Marine ein Moratorium aufs Auge drückte.

In der Folge kam die CRDA in ziemliche Schieflage und musste von der staatlichen IRI stabilisiert werden.
Immerhin bestand ja langfristig durchaus noch Interesse an einer deutlichen Erweiterung der Regia Marina, aber zur Zeit hatte noch das Esercito Italiano und die Regia Aeronautica Vorrang.
Bis es soweit war, musste man diese Firma also mit staatlichen Mitteln durchschleppen, ansonsten hätte man später keine Möglichkeit mehr, die Marine zügig zu erweitern.

In sofern käme ein Auftrag für Entwicklung und Produktion von Bombern und Flugbooten, dem zweiten Standbein der Firma, natürlich sehr gelegen.

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Entsprechend motiviert müsste man in Triest auch sein, spekuliert Marconi, so dass bei diesem Geschäft für jeden etwas abfallen sollte.

"Gut - sonst noch jemand ?", nickt Mussolini, nicht übermäßig interessiert.
Was auch immer dabei heraus kommt, für den vor der Tür stehenden Schlag gegen Frankreich käme es mit ziemlicher Sicherheit zu spät.
Und um alles Andere konnte man sich auch später noch Gedanken machen.

"Nun, Breda natürlich", fährt der Forschungsminister gelassen fort.
"Die könnten sich einige Gedanken über Schlachtflugzeuge machen, was der vom Luftfahrtministerium favorisierten Sturzkampf-Doktrin etwas mehr praktische Relevanz verleihen würde"

Die Società Italiana Ernesto Breda per Costruzioni Meccaniche oder kurz SIEB oder eben noch geläufiger nach ihrem Gründer schlicht "Breda" ist als großer Mischkonzern so ziemlich in jeder interessanten Sparte aktiv:

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Schiffe, Flugzeuge, Kriegsmateriel aller Art und auch einiges für den zivilen Sektor, wie zum Beispiel Lokomotiven.

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Hier hat man staatlicherseits eh schon eine Menge laufen, gerade auch Rüstungsprojekte.

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Nach Marconis Dafürhalten ist Breda ein durchaus brauchbarer Lieferant und ein wenig Wettbewerb zu FIAT und Macchi kann im Flugzeug-Bereich ja auch nicht schaden.

"Schön, dann werde ich die Herrschaften mal auf ein kleines Gespräch einladen", nickt der Duce erneut gönnerhaft, bevor er auch Marconi hinaus komplimentiert.

Es liegen schließlich noch entschieden dringlichere Themen an.


06. April 1939

Capitano Von Retterling nickt dem Schaffner auffordernd zu, der daraufhin von seiner Pfeife Gebrauch macht und erleichtert in einem Abteil verschwindet.

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Von Retterling geht neben dem anrollenden Zug noch weiter den Bahnsteig entlang, wobei er sich in alle Richtungen umsieht.

Einerseits könnte noch ein Nachzügler im letzten Moment panisch angerauscht kommen, um es auf den letzten Zug aus Prag heraus zu schaffen, andererseits könnten sich auch Ungelegenheiten in Form von bewaffneten Männern, ob nun Tschechen oder Deutsche einstellen.
Daher belässt er auch die ganze Zeit über die Rechte am Griff seiner unter der linken Schulter hängenden Browning.

Seine Befehle sind eindeutig:
Die auf einer leider recht umfangreichen Liste verzeichneten Personen sind samt familiären Anhang in den Zug zu verfrachten und dieser hat am Ende mit allen Passagieren Konstanza am Schwarzen Meer zu erreichen.
Von dort aus ginge es dann per Schiff nach Tarent.
In dem Flottenstützpunkt würde man dann schon dafür Sorge zu tragen wissen, unerwünschte Nachfragen oder gar Zeugen für die Einreise dieser geheimnisvollen Passagiere zu vermeiden.
Sie würden schlicht vom Antlitz der Erde verschwinden.

Aber hinkommen müsste man erst einmal !

Wobei natürlich der Weg bis zur Grenze der in Auflösung befindlichen Tschechoslowakai, oder wie die Deutschen es im Münchner Abkommen erreicht hatten, der Tschecho-Slowakai, den bei Weitem gefährlichsten Abschnitt der langen Reise darstellt.

Der Rauch der Dampflok nebelt den Bahnsteig zusehends ein, während der Zug mit gelegentlich durchrutschenden Antriebsrädern weiter Fahrt aufnimmt.

Nach einem weiteren Kontrollblick über die Schulter winkt von Retterling seinen gleich ihm noch neben dem Zug laufenden Leuten zu.
Die fünf mit offen getragenen Maschinenpistolen bewaffneten kantigen SIM-Agenten springen nach und nach auf, während ihr Kommandeur immer noch abwartet.

Für diese Aktion hat man seine Grupppo 23 mit fünf weiteren Agenten verstärkt, die nicht weniger schwer bewaffnet in dem langen Zug verteilt dafür sorgen, dass dort alles glatt läuft.

Bis vor wenigen Minuten war es auf dem Bahnhof zugegangen wie im alten Byzanz kurz vor dem Einmarsch der Türken.
Männer, Frauen, Kinder, Greise mit Gepäck aller Art und dazugehörigen Transportmitteln hatten sich in einem wilden Durcheinander auf dem Bahnsteig zusammengedrängt, um in letzter Minute aus Prag heraus zu kommen.

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Am heutigen Morgen hatte Deutschland verkündet, dass man die Tschechei kurzerhand als die Reichsprotektorat Böhmen und Mähren ins Deutsche Reich übernehmen würde, während die Slowakai wohl ein unabhängiger Staat werden sollte.
Nun ja, mit der Unabhängigkeit würde es sicher nicht weit her sein.
Jedenfalls ist die Tschechoslowakai damit liquidiert.

Der tschechische Ministerpräsident Emil Hácha war von Hitler derartig in die Mangel genommen worden, dass ihm faktisch nur eine bedingungslosen Kapitulation übrig blieb.

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Der Forschungsminister hatte sich schon seit längerer Zeit Gedanken über die Wissenschaftler gemacht, die vor Allem in Prag im Umfeld der Universität lebten.

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Die zu einem nicht geringen Teil zuvor aus Deutschland genau dort hin geflüchtet waren.
Und die die Deutschen gerne wieder eingesammelt hätten.
Aus den unterschiedlichsten Gründen, wozu auch eine jüdische Herkunft zählte.

Für Marconi hatte angesichts der Qualifikation der Leute keiner dieser Gründe irgendeine Bedeutung und offenkundig hatte er auch den Duce diesbezüglich überzeugt.
Andererseits benötigte Italien nämlich noch weit mehr Wissenschaftler, wollte man technologisch an der Weltspitze mitspielen.
Was dringend anzuraten war, wenn man ernstlich vor hatte, sich mit dem Westen anzulegen.

Mit der Billigung Mussolinis war man auf General Roatta zugegangen, der sich über die praktischen Details der Überführung dieser Wissenschaftler Gedanken machen sollte.
Vorzugsweise, ohne dass jemand davon etwas mit bekam.
Insbesondere die Deutschen nicht !
Roatta hatte daraufhin in Windeseile das Unternehmen Arcobaleno auf die Beine gestellt, was sich nicht zuletzt in der Entsendung von Retterlings und seiner Truppe niederschlug.

Forschungsministerium und lokale SIM-Agenten hatten bei der Erstellung der Liste der zu evakuierenden Personen zusammengewirkt, wobei man auch die Mitglieder der Kernfamilien bedacht hatte.
Schließlich sollten die Wissenschaftler sich ja an ihrer neuen Wirkungsstätte wohl fühlen, um produktiv zu arbeiten und dafür war es sicher besser, wenn sie sich keine Sorgen über das Schicksal ihrer nächsten Verwandten in deutschen KZs machen mussten.

So kamen schließlich knapp vierhundert Personen zusammen, die man nun samt weniger Habseligkeiten eiligst in diesen letzten Zug verfrachtet hat.
Auf dem Bahnsteig liegt immer noch alles mögliche Zeugs herum, dessen Mitnahme von Retterling verweigert hatte, weil schlicht und einfach kein Platz dafür vorhanden war.

Indessen rücken die deutschen Truppen zügig auf Prag vor und sind tatsächlich nur noch wenige Kilometer entfernt.

Also muss der Zug schleunigst aus der Stadt heraus, dann aus der untergehenden Tschechei und schließlich noch quer durch die Slowakai, ob nun selbständig oder nicht, um endlich die rumänische Grenze zu erreichen.
Während sich Ungarn und Polen ebenfalls noch um einige Fleischfetzen des abgenagten Kadavers der ČSR balgen.
Zu den Rumänen hatte man gute Kontakte, daher war dort alles vorbereitet.

Der SIM hatte von Retterling auch reichlich ausgestattet, um unterwegs Ungelegenheiten aus dem Weg zu räumen.
Waffen natürlich, jede Menge.

Diese durften aber nur im äußersten Notfall eingesetzt werden, hinterließen sie doch leicht auffindbare Spuren in Form von Leichen.
Stattdessen sollten britische Pfund den Weg bereiten, von denen von Retterling gleich einen ganzen Koffer voll zur Hand hat.
Neben anderer Aspekte gedenkt man so auch, den eigentlichen Urheber der Aktion wirksam zu maskieren.
Sollen sich die Nazis doch den Kopf über die Briten zerbrechen !

Nun wird es auch für den inzwischen rennenden von Retterling buchstäblich höchste Eisenbahn, das Ende des Bahnsteiges kommt unerfreulich nahe und der Zug wird allmählich zu schnell.
Die Rechte lässt die Browning los, die Linke greift nach einer Haltestange.
Mit einem Sprung lässt der SIM-Agent den gerade so eben noch tschechischen Boden hinter sich und zieht sich in die letzte offene Tür.

Unter schrillem Pfeifen verlässt der letzte Zug Prag, in dessen Vororte bereits deutsche Truppen einrücken.

Bild

Diesmal wehen keine deutschen Flaggen zur Begrüßung.
Wut und Fatalismus schlagen den deutschen Eroberern entgegen.

Bild

Von Retterling windet sich durch die auf den Gängen zusammengepferchten Flüchtlinge nach vorne, wo der SIM sein Hauptquartier im ersten Abteil aufgeschlagen hat.


10. April 1939

Benito Mussolini und Gian Galeazzo Ciano verfolgen in den bequemen Sesseln einer Sitzgruppe im Büro des Duce die im Rundfunk übertragene Rede Neville Chamberlains vor dem britischen Unterhaus.
Graf Ciano hatte seinem Schwiegervater geraten, sich diese Rede persönlich anzuhören, da er einige dunkle Erwartungen über deren Inhalt hegt.

Bild

Da beide fließend Englisch sprechen ist das kein Problem.
Nur die Störgeräusche erschweren es, den Ausführungen des britischen Premiers zu folgen.

"... versichern wir der polnischen Regierung jeden erforderlichen Beistand in jeglicher Form durch die britische Regierung und die britischen Streitkräfte, sollte sich die polnische Regierung zu einer militärischen Verteidigung der Souveränität Polen gezwungen sehen..."
Rauschender Beifall des Unterhauses unterbricht den Vortrag Chamberlains.

Natürlich lässt sich per Radio schwer beurteilen, wie groß der Anteil der Beifallspender ist.
Andererseits sind die britischen Abgeordneten dafür bekannt und gefürchtet, aus ihren Herzen keine Mördergruben zu machen - Missfallenskundgebungen sind jedoch nicht zu vernehmen.

Graf Ciano flucht leise vor sich hin, während Benito Mussolini die Stirn grübelnd in Falten legt.

Hitler umgarnte seit Jahren die Polen in dem Versuch, sie zu einem gemeinsamen Marsch nach Osten zu verleiten.
Was den entschiedenen Vorteil böte, zumindest vorübergehend ohne einen Zweifrontenkrieg auszukommen, falls man sich mit Frankreich messen müsste.
Auch könnte man einen entschieden größeren Teil der deutschen Truppen im Westen stehen lassen, falls man sich zuerst die Russen vorknöpfen wollte.

Wenn man aber gegen Polen marschieren müsste, hätte man im Westen die Franzosen und im Osten noch zusätzlich die Russen gegen sich.
Da die Briten ja nun offenbar auch gerne mitmischen würden, wäre das Resultat ein Untergangs-Szenario für das Deutsche Reich.
Und natürlich auch für Italien, wenn man denn dort dumm genug wäre, die geheimen Zusatz-Artikel des Stahlpaktes einhalten zu wollen.

Andererseits ist das genau die Lage, die Mussolini im Sinne hatte, um endlich einen ordentlich Schritt auf dem Weg zur Errichtung eines neuen Römischen Reiches zu machen.
Allerdings hatte er auf Hitlers Versicherungen vertraut, die ein verbündetes Polen in Aussicht stellten.

Wenn aber Briten und Franzosen eine Garantie für Polen aussprechen, gibt es für Polen keinen sonderlichen Zwang, sich mit den Deutschen zu einigen.
Die Russen konnte man eh nicht leiden.
Also würde dieser Oberst Beck einfach auf seinem Hintern sitzen bleiben, während Briten und Franzosen den Deutschen und Italienern entgegen träten.
Mit den Russen als dunkle Bedrohung im Hintergrund !

Mussolini schüttelt gereizt den Kopf.
Wie konnte der britische Premier so dämlich sein, den Polen einen Blanko-Scheck auszustellen?
Von britischen Bedingungen war nirgendwo die Rede !

"Sieh zu, dass Du umgehend einen Termin auf dem Obersalzberg bekommst !", weist er seinen Schwiegersohn an.
"Mich interessiert brennend, was dieser große Führer zu diesem Schlamassel zu sagen hat !"

Graf Ciano nickt schicksalsergeben, seine Zigarette im versilberten Aschenbecher auf dem Beistelltisch ausdrückend.
Schon wieder in das Reich des Bösen!
Zu diesen verdammten Deutschen!
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Beitrag von Setsches »

Schönes Update. Wir lieben Euren Schreibstil! :prost:
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Beitrag von H34DHUN73R »

Wir danken, werter Landsmann :)
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Taurus
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Beitrag von Taurus »

Setsches hat geschrieben:Schönes Update. Wir lieben Euren Schreibstil! :prost:


Dito, geht uns ganz genau so :top:
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Oerty
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Beitrag von Oerty »

Wie immer ein schönes Update.
Wir fiebern dem Kriegsbeginn entgegen um uns in der Wüste zu beweisen.
Weiter sooooo
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Hohenlohe
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Beitrag von Hohenlohe »

Unsere Marineinfanteristen warten bereits ungeduldig auf den ersten Einsatz...!! Schönes Update übrigens... :ph:

herzlichste grüsse

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Beitrag von H34DHUN73R »

Wir danken den werten Regenten :)
Ein Update soll in den nächsten Tagen folgen...
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Beitrag von Hohenlohe »

Werter H34DHUN73R, spielt ihr eigentlich noch mit der Version vor der Expansion WoT oder habt ihr schon gepatcht...?? Ansonsten freuen wir uns bereits auf das kommende Update... :ph:

herzlichste grüsse

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Beitrag von H34DHUN73R »

Nun, Wir sind mittlerweile auf Cornflakes 1.5.2, was leider auch ziemliche Probleme mit sich bringt.
So kann man die Saves früherer Games nicht mehr laden, wie Wir inzwischen festgestellt haben oder anders gesagt: der AAR wäre hier eigentlich plötzlich und unerwartet zu Ende.

Tatsächlich wollen Wir aber weitermachen und werden daher die Partie unter Cornflakes wieder auf einen vergleichbaren Stand bringen.
Dann wäre es, als wäre nix gewesen, sieht nur etwas anders aus.

Soweit der Plan.
Allerdings haben sich zwischenzeitlich auch noch mehr Änderungen im Gameplay ergeben, die Uns das Leben in Little Italy schwer machen.
Unter Anderem hat Paradox wieder mal das unselige Limit der Spezialeinheiten eingeführt, wie man es schon von HOI3 kennt.
Also Goodbye Gebirgsarmee, farewell to Marineinfanterie-Armee.

Immer noch zu verschmerzen, auch wenn Uns das schon unter HOI3 genervt hat.

Aber leider hat sich zusätzlich auch noch das Kampfverhalten geändert, was nun recht ernste Auswirkungen auf die Expansionspläne des Duce hat.

Das Kriegskabinett tagt in Permanenz, um einen Ausweg zu finden.
Soll hier das italienische Volk um seinen verdienten Platz an der Sonne betrogen werden ?
Die Augen der Massen richten sich bang auf den Palazzo Venetia, wo der Duce mit der Spitze des Esercito Italiano die Kriegspläne mit unbestechlichem Blick prüft...
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Beitrag von Oerty »

Vielen Dank für die Info,
wir hoffen das Ihr die Probleme so weit in den Griff bekommt, damit es hier in einer gewissen Ähnlichkeit weitergeht.
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Beitrag von Hohenlohe »

Wir haben auch schon schmerzlichst bemerkt, dass unsere bisherige Vorgehensweise mit dem Anschluss 1936 kaum noch so einfach funzt. Ansonsten sind wir gespannt, ob wir jetzt auch noch Probleme bekommen, wenn wir die Legion Condor bzw. die drei PDs unter Manstein nach Spanien schicken wollen. Daher spielen wir einstweilen lieber RTW 2 mit DEI...*seufz*
PDOX ist halt immer für gewisse Überraschungen gut.

herzlichste grüsse

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H34DHUN73R
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Beitrag von H34DHUN73R »

Nö, da gibts keine Probleme, werter Hohenlohe.
Man hat auch endlich mal das Manko beseitigt, nur Bodentruppen entsenden zu können.

Nun kann man auch die Luftwaffe zur Unterstützung sympathischer Leute einsetzen und damit auch sehr ansehnlich Erfahrung erwerben - für die Luftwaffe fast noch wichtiger als für das Heer,
da man dann umgehend in die Verbesserung von Flugzeugen investieren kann.
Die lohnt sich ja so richtig - bisher konnte man ja den vor '39 gebauten Krempel nach Verfügbarkeit neuerer Modelle so ziemlich in die Tonne treten.
Man sollte nie das Schicksal herausfordern. Das Schicksal kann alles ertragen, nur keine Herausforderung.
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