So, wir machen dann mal weiter. (Und hoffen, dass wir noch einen Tag länger überleben.

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Die Entscheidung steht bevor
387 und 388 n. Chr.: Wir marschieren weiter nach Westen. Im Winter 388 melden unsere Kundschafter schließlich: Römische Stadt einige Kilometer westlich! Auf dem ganzen Marsch sind wir keiner einzigen römischen Armee begegnet.

Auch die Roxolanen scheinen sich nach Osten bewegt zu haben.
Die Garnison der Stadt ist stark an Männern, jedoch sind die meisten unausgebildete Bauern. Wir denken, dass eine Einnahme durchaus möglich wäre, wenn keine Verstärkungen geschickt werden.
Palacus ist besorgt. Er hat am Morgen eine folgenschwere Entscheidung getroffen: Die Stadt Ephesus soll angegriffen werden. Zwar hat sie hohe Mauern aus Stein, doch die Garnison ist nicht so stark wie beispielsweise in Caesarea. Doch trotzdem macht er sich Sorgen: Was, wenn die Römer unerwartet Verstärkungen schicken? Was, wenn zu viele Männer an der Mauer der Stadt fallen, um sie noch einnehmen zu können?
Doch hauptsächlich macht er sich wegen einem Sorgen: Die Römer führen unter anderem drei Einheiten von "Comitatenses" in die Schlacht. Diese sind die Elite der römischen Legionen. Der Rest der Armee dürfte kein Problem sein, doch diese Männer sind hartgesotten, brutal und übermotiviert. Doch wenn die Sarmaten jetzt nicht zuschlagen, werden sie ewig umherziehen.

Und es gibt Versorgungsengpässe: Einige Kinder sind schon gestorben, weil sie nicht genug zu essen bekamen, und die Eltern sind unzufrieden mit seiner Führung. Die Moral seiner Soldaten erreicht einen Tiefpunkt...
Er muß handeln.
Sommer, 389 n. Chr.:
Heerlager des Rumo, südlich von Ephesus.
Im Lager ist es laut, alles ist auf den Beinen. Zelte werden aufgeschlagen, Kinder schreien, einige Männer und Frauen üben den Schwertkampf. Rumo läuft, flankiert von einigen Wachen, durch das überschaubare Lager. Er führt nur einen kleinen Teil der Armee an.
Palacus hat sich mit seinen Mannen nördlich, Scyles östlich, und Rumo südlich der Stadt postiert. Auf Drängen von Rumo und Scyles und den meisten Hauptmännern befahl Palacus, dass die Stadt belagert und eingenommen werden soll.
So es die Götter wollen.
Rumo hält nicht viel von den beiden anderen Anführern. Palacus ist ein unsicherer Idiot, Scyles ein dummer alter Griesgram. Beide sind total unsicher, und sie sind leicht zu beeinflussen. Gerade Palacus ist noch viel zu unerfahren, um schon Anführer der Sarmaten zu sein, denkt sich Rumo im Stillen. Doch seine Zeit wird schon noch kommen... (Hofft er jedenfalls.

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Wenn die Belagerungsmaschinen, Belagerungstürme und Leitern, fertig gebaut sind, soll angegriffen werden. Und das wird nicht mehr lange dauern. Der Ansturm steht bevor.
Möglicherweise die letzte Heldentat aller Sarmaten, sicher aber von einigen von ihnen...