Wie Rom ins Wanken gebracht wird - ein RTW Barbarian Invasion AAR

General Olbricht

Beitrag von General Olbricht »

Schlechte Zeiten...

Es ist Nacht im Lager. Als Palacus in den Himmel schaut, funkeln die Sterne. Eine schöne Nacht. Der Mond scheint hell, alles sieht so friedlich aus. Und doch: Es steht schlecht um das Volk der Sarmaten, weiß Palacus. Die drei Horden unter Palacus, Rumo und Scyles sind abgekämpft, Hunger breitet sich aus. Zwar haben die Sarmaten einen riesigen Schatz von über 35 000 Denaren angehäuft; doch wer verkauft schon durchziehenden Plünderern Lebensmittel? Insgesamt ziehen wohl nur noch ca. 800 Sarmaten mit ihren Anführern nach Westen, der Rest ist bei den Schlachten um Ctesiphon und Arsakia umgekommen. Palacus weiß: Er muss jetzt schnell eine Bleibe für sein Volk finden, sonst sind sie verloren. Doch die römischen Garnisonen sind stark befestigt; die Römer führen sehr gut ausgerüstete Soldaten ins Feld.
Jetzt liegt das Schicksal der Sarmaten in den Händen der Götter...

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Nur sie können die Sarmaten jetzt retten. Sie haben die Sarmaten hart genug bestraft: Erst das Attentat auf Aramu, dann die Horden der Roxolanen, schließlich den Tod von Boz, Haldita und Tigran...
Mögen sie ein einziges Mal Gnade haben!
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hohe_Berge
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Beitrag von hohe_Berge »

Ahhh, mak kurz nicht vorbei geschaut und schon wieder eine Horde verpasst. Sehr sehr gut, dieses gibt diesem AAR etwas von einer UNTERGANGSSTIMMUNG. Jetzt kommen auch schon die Götter ins Spiel, mache Er so weiter.

Glück Auf
Klaus Täuber (Der Boxer): Wenn du Profi wirst und nur bei einem Verein spielen kannst, dann musst du nicht in Barcelona, nicht in München, nicht in Dortmund spielen. Sondern auf Schalke.
General Olbricht

Beitrag von General Olbricht »

hohe_Berge hat geschrieben:Sehr sehr gut, dieses gibt diesem AAR etwas von einer UNTERGANGSSTIMMUNG.
Ist das in einem AAR gut oder schlecht? :tongue:
General Olbricht

Beitrag von General Olbricht »

So, wir machen mal weiter. Leider ist die "Untergangsstimmung" nicht ganz unbegründet. Es sieht wirklich nicht sehr gut für uns aus... :nein:

Ein fremdes Reich

Im Sommer des Jahres 383 überqueren wir schließlich die Grenze zum Oströmischen Reich. Kurz darauf überbrachte ein römischer Bote Palacus eine Kriegserklärung.

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Unsere Horde ist nun in die heutige Türkei gezogen. Leider haben wir keinen Spion mehr, wissen also nicht, was vor uns liegt. Ein unbekanntes Land...

Winter, 383 n. Chr.: Wir marschieren an der ersten römischen Stadt, Caesarea, vorbei. Die Garnison dort ist ziemlich stark, und es wäre zu gefährlich, anzugreifen. ;) Wir ziehen weiter in den Westen der Türkei.

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Es ist ein warmer Tag im Jahre des Herrn 384 n. Chr. Zwar brennt die Sonne, aber es ist zumindest angenehmer als im heißen Sassanidenreich. Palacus, Scyles und Rumo haben sich im Kommandozelt mit ihren Hauptmännern zusammengefunden. Gestern erreichte ein Kundschafter der Sarmaten, der vorausgeritten war, Palacus, und brachte eine erschreckende Neuigkeit: Nur wenige Kilometer westlich marschiert eine Oströmische Armee. Geschätzte Truppenstärke: 1200 Männer. Der Oberbefehlshaber heiß Ioannes Varius.
Die Männer beraten darüber, was zu tun ist. Ein schneller Rückzug ist ausgeschlossen, die Mannen der Sarmaten sind erschöpft und hungern. Rumo will verhandeln, der Vorschlag wird aber schnell von Scyles zurückgewiesen: Die Römer werden jetzt nie und nimmer verhandeln wollen. Einer der Hauptmänner, dessen Name Scylurus ist, schlägt vor, es mit Bestechung zu versuchen. Aber wir haben keinen fähigen Diplomaten dabei. :doh:
Im Kampf hätten die Sarmatischen Horden keine Chance: 800 völlig erschöpfte, überwiegend unausgebildete und unmotivierte Sarmaten gegen ca. 1200 schlagkräftige, hochmotivierte römische Elite-Soldaten. Das wäre ein Massaker.

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Schließlich, nach langem herumdiskutieren, kommen die Anführer zu einem Schluss: Das Schicksal des Volkes der Sarmaten hängt von einem einzigen Mann ab:
Ioannes Varius

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Was wird er seinen Soldaten befehlen? Wird er angreifen, oder nach Westen abziehen?

In dieser Nacht schlafen so ziemlich alle Sarmaten schlecht. Einige liegen einfach nur auf dem nackten Boden, und schauen zu den Sternen; die meisten aber beten zu den Göttern. :geistlicher:
Zum Gott des Feuers, Agni. Zum Gott des Himmels, Pai. Zum Gott der Reiter, Kolaksay.
Doch die Götter scheinen erzürnt zu sein. Es wird sich zeigen, ob sie Gnade walten lassen werden. Ob sie Varius beeinflussen werden.
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Teutates
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Beitrag von Teutates »

Die "Untergangsstimmung" passt bestens :D das verleiht dem ganzen eine gewisse "würze" :D
Könnt ihr uns bitte den vorgang des plünderns genauer erläutern :???: sind dann noch feindtruppen in der stadt oder ist die dann wie leergefegt? weil dann könntet ihr doch einfach KEHRT WENDUNG MARSCH! zurück und die städte besetzen ... das hab ich doch nicht so ganz verstanden ^^

weiterhin glück auf, das die götter gnädig sein mögen :) :gluck:
"Ein Mann der sein Wort nicht hält, ... das isn Kackvogel." - Tony Montana
General Olbricht

Beitrag von General Olbricht »

Teutates hat geschrieben:Könnt ihr uns bitte den vorgang des plünderns genauer erläutern :???: sind dann noch feindtruppen in der stadt oder ist die dann wie leergefegt? weil dann könntet ihr doch einfach KEHRT WENDUNG MARSCH! zurück und die städte besetzen ... das hab ich doch nicht so ganz verstanden ^^
Also, das ist so: Um eine Stadt mit einer Horde zu plündern, muss man zunächst die Stadt ganz normal einnehmen. (Plündern kann man übrigens nur, wenn man eine Horde ist.) Dann kann man wählen: Siedlung besetzen oder Siedlung plündern. Wenn man die Siedlung besetzt, lässt man sich mit der Horde nieder. Wenn man sie allerdings plündert, :teufel: passiert folgendes:
So ziemlich alle Bewohner werden niedergemetzelt. Alle öffentlichen Gebäude wie Märkte, Kasernen, etc. werden zerstört. Die Horde holt sich aus der Stadt so viel Geld, wie sie kriegen kann. :) Es gibt die Stadt zwar dann noch, aber sie ist auf Jahrzehnte gezeichnet, und man kann mit ihr nicht mehr viel verdienen. Nach einer Plünderung wird die Stadt IMMER von einer größeren Rebellenarmee besetzt. Sicher, die Sarmaten hätten die Städte gleich wieder einnehmen können. Doch wor haben uns wegen folgenden Punkten dagegen entschieden:
-Wir hätten hohe Verluste bei den Finanzen gemacht, weil wir keine hohen Steuern erheben können. (Es gibt ja so gut wie keine Bewohner mehr.)
-Die Sassaniden hätten uns sofort überrollt.
-Zu dem Zeitpunkt, als wir unsere zweite Wanderung begannen, waren noch die Roxolanen-Horden in unseren Gebieten.

Es wäre äußerst unklug gewesen, sich in lauter ausgeplünderten Städten niederzulassen. Am besten ist, (Zumindest wenn man eine Horde bilden kann) sich eine neue Heimat zu suchen. ;)

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Leider sieht die Zukunft der Sarmaten im Moment nicht sehr rosig aus...



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Sigmund
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Beitrag von Sigmund »

Das klingt nach einer Kehrtwende. Oströmer und Sassaniden zusammen ist ungesund, zieht wohin wo ihr es nur mit einem Gegner zu tun habt.
Gegen die führenden Kreise und die falschen Propheten:
Ihr werdet noch zum HERRN um Hilfe schreien, doch er wird euch nicht hören. Er wird sich von euch abwenden, weil ihr eure Macht so missbraucht habt. Micha
General Olbricht

Beitrag von General Olbricht »

Sigmund hat geschrieben:Das klingt nach einer Kehrtwende. Oströmer und Sassaniden zusammen ist ungesund, zieht wohin wo ihr es nur mit einem Gegner zu tun habt.
Nein, die Sassaniden sind in der Türkei nicht das Problem. Die leben nur weiter im Osten, von denen sind wir jetzt weit genug weg. Aber eine 1200-Mann starke oströmische Armee... Wir wissen nicht, ob wir das überstehen. (Wenn sie denn angreift...)

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Cfant
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Beitrag von Cfant »

Gen. Ludendorff hat geschrieben:Ist das in einem AAR gut oder schlecht? :tongue:
Es ist viiiiiel spannender zu lesen als "ich färbe die Karte in Rekordzeit ein" :) Aus Sicht Eurer Leser also: Gut :D
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Bassewitz
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Beitrag von Bassewitz »

Das Spiel soll Euch ja auch herausfordern und an die Grenzen eurer Fähigkeiten treiben, auf dass die Schweissperlen nur so über eure Stirn rinnen und die Spannung in diesem Bericht in ungeahnte Höhen schnellt. ;)
General Olbricht

Beitrag von General Olbricht »

So, es kann weitergehen.
Cfant hat geschrieben:Es ist viiiiiel spannender zu lesen als "ich färbe die Karte in Rekordzeit ein" :) Aus Sicht Eurer Leser also: Gut :D
Das freut uns, edler Cfant. :)
Das Spiel soll Euch ja auch herausfordern und an die Grenzen eurer Fähigkeiten treiben, auf dass die Schweissperlen nur so über eure Stirn rinnen und die Spannung in diesem Bericht in ungeahnte Höhen schnellt. ;)
Oh, das tut es, edler Bassewitz, da macht euch keine Sorgen! :tongue:
(So manch ein Total War Gamer wird sich vielleicht denken: Wasn des für einer, schaffts auf mittlerer Schwierigkeit nicht, zu gewinnen. Hier sei jedoch gesagt: Die Erweiterung Barbarian Invasion gehört zu den anspruchsvollsten Spielen der Total-War Reihe. Und die Sarmaten sind -unserer Meinung nach- das schwerste Volk in BI. Urteilt also nicht vorschnell. :D )

Die Götter waren mit uns!
Aber was jetzt?

Winter des Jahres 385 n. Chr.: Unsere Gebete wurden erhört! Ioannes Varius ist mit seiner Armee nach Westen gezogen, und hat uns nicht angegriffen! Wir führen natürlich sofort unsere Truppen weiter nach Osten, weg von der römischen Armee. In wenigen Wochen werden wir wieder an Caeserea vorbeikommen.

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Doch kein einziger der Sarmaten hat eine Ahnung, was jetzt zu tun ist. Im Osten steht eine große römische Armee, die wir vorerst nicht besiegen können. Wenn wir aber gen Westen ziehen, kommen wir wieder ins Sassanidenreich. Außerdem können unsere Horden keinesfalls einen weiteren, unnötigen Kampf riskieren. Das würde die Männer (und Frauen) vollens zermürben.
Was sollen wir nur tun?

Im Jahre des Herrn 386 n. Chr. treffen wir schließlich unsere alten "Freunde", Agni möge sie alle verbrennen, :teufel: wieder: Die Roxolanischen Horden. Leider sind wir nicht scharf auf ein Wiedersehensfest. :D Doch als wir uns aus dem Staub machen wollen, bemerken wir, dass sich eine andere römische Armee südlich von uns postiert hat. Östlich vonuns befindet sich die Stadt Caeserea, an der wir auch nicht vorbei können.
Wir sitzen in der Falle.

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Die obersten Kommandanten Palacus, Scyles und Rumo entscheiden sich dafür, an Ort und Stelle zu verweilen, und abzuwarten.

Im Winter des selben Jahres ist die Römische Armee weiter nach Süden gezogen. Die Roxolanen aber haben versucht, uns anzugreifen, jedoch konnten wir uns schnell genug zurückziehen. Allerdings haben sie uns gezwungen, wieder weiter nach Westen zu ziehen. Wir befinden uns jetzt praktisch mitten in der Türkei, die Roxolanen im Rücken, wahrscheinlich einige Oströmische Super-Armeen vor uns. Einmal sind wir einer Römischen Armee entkommen, dann den Roxolanen. Doch beide zugleich? Man wird sehen...

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Leider verschlimmert sich unsere Lage eher, als das sie sich bessert. Nun sind auch noch diese sch... XXX Roxolanen in die Türkei gezogen. :doh: Bisher hatten wir Glück, und sind nicht angegriffen worden.
Aber Fortuna ist bekanntlich launisch... (Wobei sie uns eigentlich genug gestraft hat.:heul :)
Ein wahres Katz-und Mausspiel. Bei dem wir wohl die Maus spielen müssen...
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Rantanplan
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Beitrag von Rantanplan »

Warum geht Ihr nicht zurück in Eure Heimat? :D

Wirklich ein feiner AAR!
General Olbricht

Beitrag von General Olbricht »

Rantanplan hat geschrieben:Warum geht Ihr nicht zurück in Eure Heimat? :D

Wirklich ein feiner AAR!
Kommt drauf an, welche Heimat ihr meint: Die bei den Sassaniden, oder die, wo wir am Anfang waren, und bei der unsere Wanderung begann. Welche meint ihr? :???:
Freut uns, dass euch der AAR gefällt. :tongue:

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Beitrag von Rantanplan »

Gen. Ludendorff hat geschrieben:Kommt drauf an, welche Heimat ihr meint: Die bei den Sassaniden, oder die, wo wir am Anfang waren, und bei der unsere Wanderung begann. Welche meint ihr? :???:
Freut uns, dass euch der AAR gefällt. :tongue:

Ludendorff
Wir meinen den Beginn Eurer Wanderung die anderen Gebiete waren zu kurz in Eurer Hand um sie Heimat zu nennen :tongue:
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Beitrag von Bassewitz »

Aber in der Urheimat der Sarmaten wüten doch mittlerweile die Mongolen oder nicht? Deshalb machen wir den ganzen Kram mit diesem Exodus doch erst. ;)
General Olbricht

Beitrag von General Olbricht »

Bassewitz hat geschrieben:Aber in der Urheimat der Sarmaten wüten doch mittlerweile die Mongolen oder nicht? Deshalb machen wir den ganzen Kram mit diesem Exodus doch erst. ;)
Eben, da gibts Vandalen, Hunnen, und vieles andere Ungeziefer. :mad:
Außerdem können wir jetzt nicht mehr umckehren, da müssten wir durchs ganze Sassanidenreich wandern! Und wer weiß, was uns dann in unserer früheren Heimat erwartet... Nein, viel zu gefährlich. Wir müssen uns hier durchbeißen.

Ludendorff
General Olbricht

Beitrag von General Olbricht »

So, wir machen dann mal weiter. (Und hoffen, dass wir noch einen Tag länger überleben. :D )

Die Entscheidung steht bevor

387 und 388 n. Chr.: Wir marschieren weiter nach Westen. Im Winter 388 melden unsere Kundschafter schließlich: Römische Stadt einige Kilometer westlich! Auf dem ganzen Marsch sind wir keiner einzigen römischen Armee begegnet. :) Auch die Roxolanen scheinen sich nach Osten bewegt zu haben.
Die Garnison der Stadt ist stark an Männern, jedoch sind die meisten unausgebildete Bauern. Wir denken, dass eine Einnahme durchaus möglich wäre, wenn keine Verstärkungen geschickt werden.

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Palacus ist besorgt. Er hat am Morgen eine folgenschwere Entscheidung getroffen: Die Stadt Ephesus soll angegriffen werden. Zwar hat sie hohe Mauern aus Stein, doch die Garnison ist nicht so stark wie beispielsweise in Caesarea. Doch trotzdem macht er sich Sorgen: Was, wenn die Römer unerwartet Verstärkungen schicken? Was, wenn zu viele Männer an der Mauer der Stadt fallen, um sie noch einnehmen zu können?
Doch hauptsächlich macht er sich wegen einem Sorgen: Die Römer führen unter anderem drei Einheiten von "Comitatenses" in die Schlacht. Diese sind die Elite der römischen Legionen. Der Rest der Armee dürfte kein Problem sein, doch diese Männer sind hartgesotten, brutal und übermotiviert. Doch wenn die Sarmaten jetzt nicht zuschlagen, werden sie ewig umherziehen. :( Und es gibt Versorgungsengpässe: Einige Kinder sind schon gestorben, weil sie nicht genug zu essen bekamen, und die Eltern sind unzufrieden mit seiner Führung. Die Moral seiner Soldaten erreicht einen Tiefpunkt...
Er muß handeln.

Sommer, 389 n. Chr.: Heerlager des Rumo, südlich von Ephesus.
Im Lager ist es laut, alles ist auf den Beinen. Zelte werden aufgeschlagen, Kinder schreien, einige Männer und Frauen üben den Schwertkampf. Rumo läuft, flankiert von einigen Wachen, durch das überschaubare Lager. Er führt nur einen kleinen Teil der Armee an.
Palacus hat sich mit seinen Mannen nördlich, Scyles östlich, und Rumo südlich der Stadt postiert. Auf Drängen von Rumo und Scyles und den meisten Hauptmännern befahl Palacus, dass die Stadt belagert und eingenommen werden soll.
So es die Götter wollen. :geistlicher:

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Rumo hält nicht viel von den beiden anderen Anführern. Palacus ist ein unsicherer Idiot, Scyles ein dummer alter Griesgram. Beide sind total unsicher, und sie sind leicht zu beeinflussen. Gerade Palacus ist noch viel zu unerfahren, um schon Anführer der Sarmaten zu sein, denkt sich Rumo im Stillen. Doch seine Zeit wird schon noch kommen... (Hofft er jedenfalls. :D )
Wenn die Belagerungsmaschinen, Belagerungstürme und Leitern, fertig gebaut sind, soll angegriffen werden. Und das wird nicht mehr lange dauern. Der Ansturm steht bevor.
Möglicherweise die letzte Heldentat aller Sarmaten, sicher aber von einigen von ihnen...
General Olbricht

Beitrag von General Olbricht »

Oströmisches Heer

An dieser Stelle möchten wir euch kurz die römischen Truppen zur Zeit der Völkerwanderungen vorstellen. Hier ein Screenshot von allen Oströmischen Einheiten.

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Die römischen Truppen haben sich im Lauf der Jahrhunderte verändert. Nun, um 400 n. Chr., ist die Infanterie hauptsächlich in zwei Einheiten aufgeteilt: Den Soldaten, die in der Garnison dienen, (Limitanei) und den Grenzsoldaten (Comitatenses). Daneben gibt es noch die Kavallerie, Bogenschützen und einige Sondereinheiten wie Plumbatarii. Die Comitatenses werden meist in der Schlacht eingesetzt, die Limitanei sind eher defensive Soldaten für die Verteidigung, und sind leichter ausgerüstet als Comitatenses. (Die Limitanei ist auf dem Screenshot die dritte Einheit von links. ;) )
Auch die Größe des römischen Heeres hat sich verändert: Man fand heraus, dass es billiger ist, ein kleines, gut ausgebildetes Heer zu unterhalten, als ein großes, aber schlecht ausgebildetes. Das römische Heer ist also kleiner geworden. (Kann man wohl mit der Bundeswehrreform vergleichen. :D )
Aber die römischen Legionen sind nicht mehr so schlagkräftig wie in den frühen Jahren des Imperiums. Der Untergang Westroms ist absehbar, und auch das Oströmische Reich wird von allen Seiten bedroht. Das Heer ist den wachsenden Aufgaben nicht mehr gewachsen. Immer wieder fallen "Barbaren" in die Gebiete ein, und plündern. Die Schlinge zieht sich zu.
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Sigmund
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Beitrag von Sigmund »

Kleiner Tipp: Wer Reitereinheiten vorausschickt tappt nicht so blind über die Karte. ;)
Gegen die führenden Kreise und die falschen Propheten:
Ihr werdet noch zum HERRN um Hilfe schreien, doch er wird euch nicht hören. Er wird sich von euch abwenden, weil ihr eure Macht so missbraucht habt. Micha
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Beitrag von Teutates »

da scheinen die oströmer aber viel schwere kavallerie ins feld zu schicken.
"Ein Mann der sein Wort nicht hält, ... das isn Kackvogel." - Tony Montana
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