Die Grünen, eine Partei im Wandel - wohin geht es?

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Thomasius
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Beitrag von Thomasius »

Performer hat geschrieben:Wird auf jeden Fall eine harte Woche für sie. Jetzt wird jedes Steinchen umgedreht. Aber wie gesagt, jetzt muss sie - Augen zu und durch - die Dinge auf sich einprasseln lassen. Immerhin kann sie jetzt Nehmerqualitäten beweisen. Wie man bei Laschet vs. Merz vs. Söder gesehen hat ist das ein wichtiges Stahlbad.
Wenn jetzt nicht mehr kommt als weitere geliehene Passagen im Buch (Häme, Häme, Häme) und ein nicht mit Promotion veredeltes Stipendium (Häme, Häme, Häme) läuft sich die Sache bis Ende der Woche tot. Falls nicht, ist sie fällig.
Es kommt noch viel härter.
Horst Seehofer nennt die Kritik an ihrem Buch übertrieben.
In der Sache hat er natürlich recht, aber wer will Unterstützung von Host Seehofer? :facepalm:
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[B@W] Abominus
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Beitrag von [B@W] Abominus »



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Private_S
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Beitrag von Private_S »

Alles extrem sommerlochig.

Nicht vorzustellen, was wäre, wenn die Diss fertig geworden wäre.
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Beitrag von Performer »

Thomasius hat geschrieben:Es kommt noch viel härter.
Horst Seehofer nennt die Kritik an ihrem Buch übertrieben.
In der Sache hat er natürlich recht, aber wer will Unterstützung von Host Seehofer? :facepalm:
Wenn man als Grüne von Horst Seehofer in Schutz genommen wird, müsste die Talsohle erreicht sein ... :schande:
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dooya
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Beitrag von dooya »

Performer hat geschrieben:Wird auf jeden Fall eine harte Woche für sie. Jetzt wird jedes Steinchen umgedreht. Aber wie gesagt, jetzt muss sie - Augen zu und durch - die Dinge auf sich einprasseln lassen. Immerhin kann sie jetzt Nehmerqualitäten beweisen. Wie man bei Laschet vs. Merz vs. Söder gesehen hat ist das ein wichtiges Stahlbad.
Wenn jetzt nicht mehr kommt als weitere geliehene Passagen im Buch (Häme, Häme, Häme) und ein nicht mit Promotion veredeltes Stipendium (Häme, Häme, Häme) läuft sich die Sache bis Ende der Woche tot. Falls nicht, ist sie fällig.
Ich glaube offen gesagt nicht so richtig, dass jetzt jedes Steinchen umgedreht wird. Viele Steinchen dürften schon gedreht sein und nun wird mit Wochenabstand eine Geschichte nach der anderen lanciert. Mal sehen, für wie viele Wochen noch Material da ist.
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Beitrag von Performer »

Es wirkt ja schon jetzt etwas albern ... oh, Stipendium bekommen, keine Promotion geschrieben ... teert und federt sie! :facepalm:

P.S.: Die taz springt schon wieder vom "Habeck-statt-Baerbock"-Zug ab: https://taz.de/Vorwuerfe-gegen-Annalena ... /!5782076/
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Sappho
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Beitrag von Sappho »

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Ioelet
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Beitrag von Ioelet »

Eine Grüne, die lang ergebnislos an der Uni rumhing? Skandalös... wenn das die Gründer der Grünen wüssten... die würden so heftig darüber debattieren, dass ein ganzes Semester dafür draufginge.

Ganz ehrlich: Uns überrascht bislang kein einziger der "Skandale", die da jetzt rausgezerrt werden. Das ist alles hochgradig unspektakulär. Dass Frau Baerbock nicht die allerhöchste Elite akademischer und intellektueller Standards ist; dass so ein Buch im Wahljahr nichts als hingeklatschte Eigenwerbung ohne literarischen oder sachlichen Mehrwert ist; dass man im Lebenslauf "im ersten Jahr hieß die Position beim selben Arbeitgeber X, ab dem zweiten Y" häufig zu "2+ Jahre als Y" zusmmengekürzt - wow, spektakulär.

Was kommt als nächstes?
  • AB hat als Kind mal ins Schwimmbecken gepinkelt?
  • AB hat letztes Jahr einen Strafzettel für Falschparken bekommen?
  • AB hat einen Joghurtbecher in den Hausmüll geworfen, statt das Plastik zu trennen?
Skandale über Skandale - wir sind erschüttert. :eek:
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dooya
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Beitrag von dooya »

Ein ziemlich langer, aber durchaus interessanter Twitter-Thread mit einigen Gedanken dazu, warum Baerbock derzeit so starke Kritik für vergleichsweise "gewöhnliche" Fehltritte entgegenschlägt.

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Montesquieu
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Beitrag von Montesquieu »

Und Laschet sagt gleichzeitig, dass die AfD ja manchmal recht hat, wenn sie sagt, dass Wissenschaft doof ist ... :rolleyes:

Ich hätte nicht gedacht, dass die Fraktion so schmierig werden könnte.
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[Gast]

Beitrag von [Gast] »

dooya hat geschrieben:Ein ziemlich langer, aber durchaus interessanter Twitter-Thread mit einigen Gedanken dazu, warum Baerbock derzeit so starke Kritik für vergleichsweise "gewöhnliche" Fehltritte entgegenschlägt.

Direktlink

Wir verstehen einfach nicht, wie bei jeder dieser Analysen so scheinheilig ausgeblendet wird, dass Frau Baerbock eben absolut keine Habenseite hat. Da muss man dann Laschet und Scholz mit Trump in einem Satz nennen, damit das Statusgebrabel irgendwie Sinn ergibt und mit Grab Them by the Pussy argumentiert werden.

Skandale und Skandälchen werden aufgewogen mit der politischen Habenseite. Das ergibt eine Bilanz. Baerbock hat dort nichts stehen. Sie ist eine politische Hinterbänklerin mit der klassischen Hörsaal, Böll Stipendium, Abgeordnetenmandat Karriere ohne jeh ein wichtiges Amt in einem Land oder im Bund oder im Bundestag zu haben. Also macht man sich dann das Bild, was denn sonst so bei Baerbock steht:

Da sieht man dann ich Völkerrechtlerin, du Schweinebauer zum Dr. Phil.

Da sieht man die Völkerrechtlerin, die sich als Mitglied von Organisationen ausgibt, die keine Mitglieder haben.

Die aus der Webseitenbetreuung in Potsdam und Berlin eine Büroleitung in Brüssel macht.

Die nach 40.000€ Steuergeld und selbsterklärtem Willen 2013 (und angeblichen Status als fast fertig) neben der Abgeordnetentätigkeit ihre Promotion durchzuziehen noch im selben Jahr aufgibt.

Die ihr Hingelunztes Ghostwriterbuch als eigenes geschriebenes Sachverbuch vor der Kamera präsentiert und dann, als ausfällt, dass der Ghostwriter oder sie selber die kopierten Passagen des Scriptes nicht mehr weiter verarbeitet, schwups erklärt, war doch kein Sachbuch.

Sind das riesige Fehler? Nein. Hat Frau Baerbock irgendeinen Erfolg aufzuweisen, der glauben lassen könnte, sie wäre eine gute Kandidatin? Nein. Was bleibt also übrig? Den Typus, den jeder Ingenieurs-, BWL- und Jurastudent sowie jeder, der mit diesen im Leben zu tun hatte kennt: Irgendwie nach oben, immer Plustern, auch wenn nix erreicht wurde.

Scholz und Laschet können sich wegducken und ihre Skandalseiten weiter wachsen lassen, weil ihre politische Habenseiten ebenfalls nicht klein sind. Ministerämter, Oppositionsführerschaft, Wahlsiege, Ministerpräsidentenämter.

Vom der Amateurhaftigkeit des Wahlkampf mal ganz zu schweigen. Nichts vorher durchgesehen. Das Buch war nicht nötig, liest eh keiner, dieses verzweifelte Klagen nach Inhalten (warum sollten andere das Geschenk machen). Dann wird immer alle Kritik als Propaganda gegen das Geschlecht abgetan. Wohlwissend, dass der einzige Grund für Baerbock über Habeck das Geschlecht ist.
Bundestagswahl ist immer auch eine Personenwahl und das muss die Person aushalten. Und vorbereitet sein. Und vielleicht, vielleicht irgendwas an Erfolg im (politischen) Leben haben.

Diese Analysen sind nicht ehrlich. Denn sie sollten nicht sein: Warum wird Frau Baerbock angegriffen. Antwort ist: Wahlkampf.

Die Analyse sollte sein: Warum funktionieren die Angriffe? Und wenn man ehrlich ist, dann weil die Kandidatin Baerbock weder aus der eigenen politischen Karriere noch die Grüne Partei aus der Wahlkampffähigkeit heraus geeignet für das Amt und die Wahl sind.

Der wichtigste politische Moment von Frau Baerbock laut Frau Baerbock war übrigens die Klimakonferenz in Paris. Was hat sie da gemacht? Zugeschaut.
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Montesquieu
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Beitrag von Montesquieu »

Da hat der clone auch recht.

Ist ja leider so:

Lange Politikerlaufbahn = große Skandale

Kurze Politikerlaufbahn = kleine Skandale

Aber ich glaube, hier wird AB ja auch eher die Reaktion vorgeworfen und dass nach Außen gerade wenig Attacke kommt. Zumindest außerhalb der Twitter-Grünen-Bubble.
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Beitrag von Performer »

Ihr Problem ist ja nun auch, dass ihre Mini-Skandale (die man zusammenfassen kann als Prahlerei einer Generation-Praktikum-geschädigten) ihren Wahlkampf lähmen. Das Büchlein war ja gedacht als Startschuss: "So will ich Deutschland verändern. Jetzt!". Das ging nun wirklich ordentlich nach hinten los. Sie kann (oder sollte) "jetzt" im Wahlkampf nicht mehr auf "ihre" Publikation verweisen. Das schwächt sie enorm.

Übrigens fiel Uns auf, dass ihr Co-PVender Habeck während der letzten Woche beharrlich geschwiegen hat. Zeugt wiederum nicht von menschlicher Größe bei ihm. Er wollte es halt schon gerne werden - er konnte aber nicht, da sich eine Kampfkandidatur wegen des Erstzugriffsrechts einer Frau bei den Grünen verbietet. Da hat Laschet nun einen klaren Vorteil: Er hat die Kämpfe gegen Merz und Söder schon hinter sich.

Die kurze Politikerlaufbahn sehe ich persönlich ja gar nicht als Nachteil an - wir haben ja gesehen, wie gerade im letzten Jahr altgediente Hasen keine bella figura gemacht haben. (Jemand hier im Forum sagte mal sehr treffend: "Ich habe seit langem den Eindruck, dass wir schlecht regiert werden.") Baerbock könnte also dies sogar zum Markenzeichen machen. Sie ist eben nicht die ministerial Erprobte, sie tritt als "neue Garde" an. Zumindest HÄTTE sie dies als Vorteil nutzen können. Leider hat sie es durch kleine "Aufwertungen" wettmachen wollen. Das zusammengeschusterte Buch finde ich persönlich übrigens den einzigen Fehltritt von Belang weil er - wie gesagt - ihre programmatischen Ideen ausbremst und sie als eitel/Aufschneiderin/Trommlerin in eigener Sache dastehen lässt.
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Sappho
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Beitrag von Sappho »

Solche Analysen sind Teil des Meinungskampf. Abgesehen davon ist Twitter insbesondere eine Nische von Journalisten und die tendieren eh eher in Richtung Baerbock. Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, kennt man den Mechanismus. irgendetwas an der eigenen Meinung als schlecht wahrzunehmen fällt schwer. Da greift man automatisch nach Strohhalmen. Das ist menschlich.

Viel interessanter ist der interne Meinungskampf auf der TAZ. Da scheint Streit in der Redaktion zu herrschen, ob man für Baerbock oder gegen sie sein soll. Ein bisschen so geht es auch auf dem Tagesspiegel hin- und her. SPON scheint sich dagegen entschlossen zu haben, Baerbock dadurch zu unterstützen, dass sie nicht mehr erwähnt wird.

Die Leser der TAZ empfinden das auch schon als Verrat an der guten Sache ("right or wrong, my party") und sind zumeist empört.

Da wirkt die TAZ weniger wie ein Sprachrohr der Grünen als SPON
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dooya
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Beitrag von dooya »

Performer hat geschrieben:Ihr Problem ist ja nun auch, dass ihre Mini-Skandale (die man zusammenfassen kann als Prahlerei einer Generation-Praktikum-geschädigten) ihren Wahlkampf lähmen. Das Büchlein war ja gedacht als Startschuss: "So will ich Deutschland verändern. Jetzt!". Das ging nun wirklich ordentlich nach hinten los. Sie kann (oder sollte) "jetzt" im Wahlkampf nicht mehr auf "ihre" Publikation verweisen. Das schwächt sie enorm.

Übrigens fiel Uns auf, dass ihr Co-PVender Habeck während der letzten Woche beharrlich geschwiegen hat. Zeugt wiederum nicht von menschlicher Größe bei ihm. Er wollte es halt schon gerne werden - er konnte aber nicht, da sich eine Kampfkandidatur wegen des Erstzugriffsrechts einer Frau bei den Grünen verbietet. Da hat Laschet nun einen klaren Vorteil: Er hat die Kämpfe gegen Merz und Söder schon hinter sich.

Die kurze Politikerlaufbahn sehe ich persönlich ja gar nicht als Nachteil an - wir haben ja gesehen, wie gerade im letzten Jahr altgediente Hasen keine bella figura gemacht haben. (Jemand hier im Forum sagte mal sehr treffend: "Ich habe seit langem den Eindruck, dass wir schlecht regiert werden.") Baerbock könnte also dies sogar zum Markenzeichen machen. Sie ist eben nicht die ministerial Erprobte, sie tritt als "neue Garde" an. Zumindest HÄTTE sie dies als Vorteil nutzen können. Leider hat sie es durch kleine "Aufwertungen" wettmachen wollen. Das zusammengeschusterte Buch finde ich persönlich übrigens den einzigen Fehltritt von Belang weil er - wie gesagt - ihre programmatischen Ideen ausbremst und sie als eitel/Aufschneiderin/Trommlerin in eigener Sache dastehen lässt.
Dem Schweigen von Habeck würde ich im Moment noch nicht allzu viel Bedeutung beimessen. Könnte sein, dass er sie -so wie von Euch vermutet- im Regen stehen lassen will, könnte aber auch sein, dass bewusst entschieden wurde, dass sie da allein ihre Frau stehen muss, weil das die bessere Außenwirkung hat. Man kann man in meinen Augen noch nicht abschätzen, was wahrscheinlicher ist.

Und bezogen auf Baerbocks unzweifelhaft geringe Erfahrung: Ja, ist sicher ein Minuspunkt. Aber gleichzeitig kann sie auch bestimmte "Erfahrungen" ihrer Konkurrenten auch nicht im Lebenslauf vorweisen und das ist in meinen Augen ein Pluspunkt.
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Beitrag von Kardinalinfant »

Performer hat geschrieben:Ihr Problem ist ja nun auch, dass ihre Mini-Skandale (die man zusammenfassen kann als Prahlerei einer Generation-Praktikum-geschädigten)
Es gibt sie, die Geschädigten dieser Generation. Baerbock gehört sicher nicht dazu, Stipendien und bezahlte Parteiposten lassen ein finanzielles Überleben durchaus zu, die ging es anderen, die das nicht hatten, deutlich schlechter. Ist nicht gegen sie gerichtet, aber ein "opfer" ist sie (auch) in diesem Punkt sicher nicht.
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Beitrag von Bigfish »

Baerbock könnte also dies sogar zum Markenzeichen machen. Sie ist eben nicht die ministerial Erprobte, sie tritt als "neue Garde" an. Zumindest HÄTTE sie dies als Vorteil nutzen können

Das würde funktionieren, wenn Sie als "Quereinsteigerin" in die Politik anderweitig richtig etwas vorzuweisen hätte (So was wie mit 20 eigene Firma aufgemacht, nach 5 Jahren 30 Angestellte die sich mit ökologischem Produktdesign beschäftigen und Großkonzerne beraten - das wäre ein Pfund). Hat Sie aber nicht. Und bei genauer Betrachtung hat Sie auch nur den üblichen Berufs-Politiker weg genommen. Das "Markenzeichen" ist also keines.
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Beitrag von dooya »

Bigfish hat geschrieben:Das würde funktionieren, wenn Sie als "Quereinsteigerin" in die Politik anderweitig richtig etwas vorzuweisen hätte (So was wie mit 20 eigene Firma aufgemacht, nach 5 Jahren 30 Angestellte die sich mit ökologischem Produktdesign beschäftigen und Großkonzerne beraten - das wäre ein Pfund). Hat Sie aber nicht. Und bei genauer Betrachtung hat Sie auch nur den üblichen Berufs-Politiker weg genommen. Das "Markenzeichen" ist also keines.
Das Markenzeichen wäre in Baerbocks Fall, dass sie -wie die Grünen als eher junge Partei insgesamt- im Vergleich zu anderen Kandidaten/Parteien eher "unverfilzt" sind, d.h. eben noch nicht durch über Jahrzehnte gewachsene Netzwerke, gewährte und erhaltene Gefallen und Parteispenden in ihnen Handlungen gebunden sind. Scholz und Laschet tragen einen persönlich und über ihre Parteien einen riesigen Rucksack an Verpflichtungen mit sich herum, den sie nicht einfach abwerfen können. Das hat aus Wähler:innensicht neben dem Nachteil einer (augenscheinlich) geringeren Handlungsfreiheit, allerdings auch den Vorteil einer höheren Berechenbarkeit ihres Handelns.
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Beitrag von Bigfish »

und über ihre Parteien einen riesigen Rucksack an Verpflichtungen mit sich herum

Aber genau das fällt ihr doch jetzt auf die Füße - die Grünen haben auch einen riesigen Rucksack - nämlich den des grünen Image und der "grünen" Erwartungshaltung - und exakt dem wird Sie nicht gerecht.
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Beitrag von Performer »

Nun ja, ich sehe das (noch!) nicht als Riesenproblem. Sie hat einen Dämpfer bekommen, sie muss jetzt an ihrem Image nacharbeiten. Aber ich habe den Eindruck, dass er "Anti-Baerbock-Kampagne" bereits die Luft ausgeht. (OK, was schwer ins Kontor schlägt sind mitleidsvolle Verteidigung von Seehofer und ... äh, Dingens ... wie heißt der von der SPD nochmal?).
Die Union sollte eher aufpassen, nicht zu sehr auf Baerbock drauzuschlagen (wie Michael Blume). Das könnte sonst als Backlash bumerangmässig interpretiert werden als "Nachtreten" und "jetzt reicht es aber auch". Klugerweise hält sich Laschet aber zurück (er hat sich nur gegen den absurden Vorwurf, er wäre im Alleingang für Klimatote verantwortlich, zurückgewiesen - ist aber auf Baerbocks Büchlein nicht eingegangen). Und er muss ja auch gar nichts sagen - die Grünen haben für den politischen Schaden ganz allein gesorgt. Je länger sie durch die Sache gelähmt bleiben, desto besser.
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