V. Sirtaki, Spagetti und Mămăligă (1939-1940) - Teil I: Es ist früh morgens. Der Kaiser sitzt in seinem Stuhl und sinniert über den Sinn des Lebens. Leidvolle Tage und Wochen liegen vor ihm, aber er muss, allein schon aus strategischen und politischen Beweggründen heraus, nun endlich Taten folgen lassen. Bisher lief alles gut für Wien: Ungarn, Kroatien und Slowenien, Tschechien und die Slowakei, der Norden Siebenbürgens, alles ist wieder vereint im großen Hause Habsburg. Er denkt laut und führt sich die aktuelle politische Situation vor. Auch die französische Seite darf man nicht außen vor lassen. Der verhasste Nachbar Italien liegt wie ein Stein im Magen: Es tut nicht wirklich weh, aber es stört einfach. Gemeinsam mit Frankreich sind sie nicht zu schlagen für Österreich-Ungarn. Ein anderes Problem sitzt im Osten. Es ist der Russe, aber dazwischen hat man noch den Polen, der, wie man nun durch die Zeitung erfahren hat, nach der Annektierung Litauens nun Danzig und zudem noch Memel zurück haben möchte. Berlin steht felsenfest hinter Wien, wie schon zuletzt. Diesmal haben weder die Amerikaner, noch die Russen irgendeinen Antrieb, hier sich einzumischen.
In den frühen Morgenstunden... ja, der Kaiser weiß, wie man seien Feinde erwischt: nackt im Bett mit der Frau des Nachbarn! Italiener und Franzosen, dieses verlotterte Pack von Nichtsnutzen! Man will sie hart und feste schlagen. Der österreichische Botschafter in Rom lässt einen Boten mit der ultimativen Aufforderung, Südtirol an Österreich zurückzugeben, zum König von Italien senden. Er packt seine Sachen und verlässt seine Villa in Richtung Vatikanstaat. Er wird diesen für die nächsten Monate nicht verlassen. In einem anschließenden Telefonat, das er nun von dort führt, wird vom Monarchen die Forderung harsch zurückgewiesen. Im Grunde ist diese Entscheidung zweitrangig, da bereits eine halbe Stunde vorher schon Panzereinheiten aus Prag (dort steht die Panzerreserve!) die Grenze überschritten hatten und die ersten italienischen Ortsschilder gegen deutsche austauschten.
Der Irak gründet die arabische Liga, in die alle vorher als Marionettenstaaten freigelassenen Länder eintreten und dem Krieg somit abschwören.
In Dünkirchen landet das BEF und wird an die belgische Grenze verlegt.
Spanien tritt auf Seiten der Italiener in den Krieg ein.
Deutschland schickt seine Ubootflotte auf Feindfahrt. Otto erwartet hier nicht allzu viel.
Die Kavallerie der Mexikaner ist ohne Problem in der Lage, weite Teile der CSA zu besetzen. Wenig kann die Regierung in Richmond den Faschisten aus Mexiko-Stadt entgegen werfen.
Nach 14 Tagen kann ein Ring um Radom geschlossen werden, nachdem Warschau in die Hände Deutschlands fällt. Die polnische Regierung wird ab sofort von London aus gegen das Reich kämpfen. An allen Fronten im Osten ergeben sich zu tausenden die Soldaten der Polen. Sie werden nach Hause geschickt, nachdem ihnen die Waffen weggenommen wurden. Zwei Tage später ist das Land befriedet und wird gemäß Wilhelm-Stalin-Pakt aufgeteilt. Die Russen erhalten Sicherheit, die Deutschen einen Teil ihres unter Napoléon verlorenen Kerngebietes zurück. Der Rest wird - abzüglich der österreichischen Anteile - unter Selbstverwaltung gestellt.
Großbritannien landet mit einer ganzen Armee in Rotterdam, unterstützt von republikanischen Wehrkraftzersetzern aus den Niederlanden. Otto hat andere Sorgen. Seine aus seiner Sicht gut ausgebildete Truppe sieht sich nicht in der Lage, die vorgegebenen Ziele zu erreichen: Südtirol, die Lombardei und Venetien zu besetzen. Nur durch den Einsatz von Deutschen und Schwedischen Truppen können zwei der drei Ziele erreicht werden. Italien wehrt sich weiter, in Rom will man nicht einsehen, dass die Verträge, die 1918 ff. geschlossen wurden, allesamt falsch waren. Als wenn das noch nicht genug wäre, die Schmach, auf die Deutschen angewiesen zu sein, schon wieder, versuchen die Rumänen ein Husarenstück. Sie verlangen die abgetretenen Gebiete zurück. Wien widersetzt sich, vor allem dem Umstand Rechnung zu tragen, dass sich im Grenzgebiet weitere Soldaten auf den Einmarsch in Rumänien vorbereitet haben und sich als Bauern versteckten. Die Unterstützung der Rumänen durch die Russen trägt komische Blüten. Während Rumänien nun also eine funktionierende Wirtschaft im Osten abgibt, will es von Österreich ein paar Bauerndörfer zurück haben. Hier sieht man ganz klar die Handschrift Stalins. Der österreichische Gesandte in Moskau steht vor verschlossenen Türen. Das Zeichen ist klar. Während Wien protestiert, erhält Berlin weitere Siedler aus dem Osten zurück, hält daher still und sendet weitere Truppen nach Italien. Aus Wien werden nun erste Vorschläge nach Bukarest gesendet. Man will nun Siebenbürgen komplett von den Rumänen haben. Auch hier gibt es keine Antwort.
Ein absolut Wahnsinniger, aber grandioser Stratege den man als Mischung aus Jesus, Walther Rathenau, Prinz Eugen von Savoyen und Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein anerkennen muss, übernimmt die Regierungsgeschäfte und bringt seine kleine aber feine Privatarmee mit. Es sind gut ausgebildete Söldner aus aller Welt. Sie haben die neuesten Waffen und sind im Gebirgskampf ausgebildet. Die Panzertruppe ist in der Lage, ohne Hilfsmittel die Donau zu überqueren. Nun wird die Welt erzittern!
Während im Osten der Kampf erst beginnt, sind die Deutschen schon bis Turin vorgestoßen. Der Kaiser will das nicht, ihm würde schon Südtirol und vielleicht die anderen Gebiete in Italien zusagen, die irgendwann mal einer seiner Inzest-geplagten Familie irgendwann einmal ausgebeutet hat. Die Engländer setzen aufs falsche Pferd: Sie schicken Expeditionstruppen nach Sofia und Bukarest während an der Front die Rumänen reihenweise niedergemacht werden. Nach zwei Wochen von eher dürftigen Kämpfen und ständigem Zurückziehen der Rumänen bietet Österreich an, die verlorenen Gebiete zu annektieren und dafür auf die völlige Vernichtung Rumäniens zu verzichten. Die Regierung in Bukarest lässt über Moskau ausrichten, dass man mit den Konditionen nicht einverstanden sei, aber diese vorerst akzeptieren wird.
Der Kaiser ist zufrieden. In Budapest werden tausend weiße Tauben entlassen. Abends gibt es Taubensuppe, Alfried Krupp ist zu Besuch und soll sich heimisch fühlen. Zu Besuch ist auch der türkische Botschafter. Im Vorfeld des Krieges haben Deutsche Diplomaten in Ankara für gute Luft gesorgt. Man ist sich nun über ein Bündnis einig und in Wien wird es beschlossen. Ab sofort ist die Donau Grenze, falls es wieder zu einem Waffengang der beiden gegen Bulgarien und Rumänien gehen sollte.
In Italien scheint es zu einer Wiederauflage von Verdun zu werden: 148 Divisionen mit fast 150.000 Mann, stürmen auf 17.000 Italiener, Franzosen und Spanier an. Am Ende der Schlacht sind auf Seiten der Mittelmächte 10.000 Mann gefallen oder verwundet, auf Seiten der Italiener ist fast 90% der Front entzogen. Auch der kurz darauf fortgeführte Angriff auf Bologna führt zu doppelten Verlusten auf Feindesseite. Der Kaiser ist beunruhigt. Eigentlich will er diese Massenabschlachtungen nicht mehr, aber seine Militärs, die die deutsche Taktik übernommen haben und mit an vorderster Front stehen, raten ihm zum schnellen Vormarsch. Lange Abnutzungsschlachten kann sich Österreich nicht leisten.
Mitten im Krieg wird die Produktionsseite gestützt. Durch Zugaben von der Regierung siedeln sich weitere Unternehmen an.
So geht das Jahr 1939 zu Ende und Österreich steht nur noch wenige hundert Kilometer vor Rom. Der Sieg soll ein perfekter sein.
V. Sirtaki, Spagetti und Mămăligă (1939-1940) - Teil II: Der Mann für die Abwehr, Andorka, muss gehen. Dem Kaiser sind ein paar Prozentpunkte in der Forschung nicht so wichtig wie die Industrieleistung. Während man in Wien noch über die Einführung von Csia spricht, wird in Italien weiter gekämpft. Österreicher und Deutsche sind es gewohnt zu kämpfen, obs stürmt oder schneit, ob die Sonne ihren lacht. Am 7. Januar startet Deutschland den Sichelschnittplan. Hier werden Truppen der Franzosen und Engländer nach Belgien gelockt, um sie dann durch die französische Grenze schneidend zu trennen. Es sollen durch eine GIGANTISCHE ZANGENBEWEGUNG ein gewaltiger Kessel aufgebaut werden, wodurch der Feind seiner Soldaten und Kampfkraft beraubt werden soll. Um die Friedensverhandlungen schnell durchführen zu können, werden schon die Verträge fertiggestellt. Flandern soll als eigenes Land auferstehen und als Marionettenstaat dem Reich dienen. In Wien ist man uneins. Eigentlich hätte man gern die österreichischen Niederlande, also Belgien, zurück. Otto beschwichtigt aber, dass es nur einen Feind gibt: Italien.
Die Spaltung von Atomen: eine faszinierende Frage, die sich hier stellt. Österreich entscheidet sich, in die Atomwaffenforschung einzusteigen. Die gleiche Frage stellen sich auch Deutschland und die CSA. Deutschland hält sich nicht lange mit der Frage auf und anstatt den Sichelschnitt durchzuführen, plündert man lieber Brüssel, eine der dreckigsten Städte der westlichen Hemisphäre. Die Briten schicken weitere Truppen auf den Kontinent. Der Befehl kommt vom neu eingesetzten Regierungschef: Sir Winston Churchill. Aus allen Richtungen des nun erstarkenden Reiches kommen junge Männer, um gegen Italien zu kämpfen. Der Kaiser lässt die Bauernlümmel in der Landwirtschaft und der Industrie arbeiten. Bald werden - so die Hoffnung seines Regierungschefs - Wunderwaffen von absoluter Schönheit vom Band laufen. Deutschland kämpft zu Land, zu Luft und auf dem Wasser gegen die Engländer. Wilhelm hat zwar nicht den Hass seines Vaters auf die Briten geerbt, aber die Flotte ist ihm heilig. Die Doppelträgerflotte Zeppelin unter der Führung des Flaggschiffs der Deutschen Hochseeflotte SMS Bismarck, kämpft an der Themsemündung gegen einen überlegenen Feind. Tausende Marinesoldaten und Matrosen werden hier ihre letzte Ruhestätte finden. Angespornt durch die Deutschen werden nun auch in Splitt Marineinfanteristen ausgebildet. Man will über die Adria setzen um Rom niederzubrennen! Transportflieger werden ausgerüstet, um im Bedarfsfall Nachschub und eventuell Fallschirmspringer landen zu können. Ebenfalls für den Kaiser ist nun wichtig, dass die Panzerwaffe aufgebaut wird. Die deutschen Pioniere haben bei der Überquerung des Pos gezeigt, wozu moderne Technik in der Lage ist. Die Kavallerieoffiziere sind skeptisch, aber der Kaiser entscheidet sich für die Zukunft. Für viel Geld wird der größte Feldherr aller Zeiten Österreich überstellt: Erwin Rommel.
Auf der anderen Seite der Welt kämpft die CSA ums Überleben. Die mexikanischen Truppen erobern langsamer aus als zuvor, ihre Fronten sind zu überdehnt, im Hinterland kann die Kavallerie nun nicht mehr durchgehend für Ordnung sorgen. Die Bunawerke Hüls schicken ganze Anlagen nach Österreich, so dass Wien bald nicht mehr auf Lieferungen aus Deutschland angewiesen sein wird. Durch die bisherigen Verluste Englands gegen das Reich in Frankreich und auf dem Balkan, wird aus London bekannt, dass das Herr modernisiert werden wird. Das heißt konkret für das Reich: das Fenster, in dem man Seelöwe hätte durchführen können, hat sich fast komplett geschlossen. Britannien ist nun eine Festung, uneinnehmbar. Das Heereskommando in Berlin hat aktuell andere Sorgen. Die Franzosen weigern sich aufzugeben! Wilhelm erhält dafür aus Prag neue Reserven! Panzer rollen gegen Frankreich. Während in Königsberg noch die strategische Ausrichtung auf die Panzerwaffe diskutiert wird, fällt Belgien und Deutschland steht in Dünkirchen. Öl wird ein entscheidender Faktor in diesem Krieg sein, daher werden weitere Raffinierungsanlagen hergestellt. Das Reich entscheidet sich nun, den Regierungschefposten an Raeder zu übergeben, der für seine Affinität zur Flotte bekannt ist. Für Otto ist das ein Fehler, aber wer ist er schon, dass er sich in die internen Angelegenheiten Berlins einmischt. Die strickte Ausrichtung der Franzosen auf die Maginot-Linie ist ihr Untergang. Deutsche Truppen schneiden sich durch die flandrische Ebene wie ein heißes Messer durch Butter. Die Spanier haben nun ein Problem: nationale Kräfte unter Francisco Paulino Hermenegildo Teódulo Franco y Bahamonde Salgado Pardo stürmen das Regierungsgebäude, können aber aufgehalten werden und fliehen. In Spanien braut sich ein Bürgerkrieg zusammen. Deutschland ist großzügig und akzeptiert einen weißen Frieden. Sieben Tage später bricht in Spanien die Hölle los, denn ab sofort ist Bürgerkrieg. Dafür erstarkt ein anderer Feind im Osten: Die Russen bauen weiter ihre Infrastruktur aus und können nun industrietechnisch mit Österreich mithalten.
V. Sirtaki, Spagetti und Mămăligă (1939-1940) - Teil III: Es ist für die Franzosen nicht einfach, die Würde zu bewahren. Zuerst wird die Maginotlinie von beiden Seiten eingekreist und durchdrungen, nun werden auch noch heranrückende Reserven von deutschen Fallschirmjägern gestellt. Während die Franzosen noch den Süden gegen Österreich halten, und das ist für beide Seiten keine Freude, wird in Flandern bereits die neue Freiheit zelebriert. Der Bürgerkrieg in Spanien setzt neue Akzente bei der Frage, wo das Reich steht und wer sein politischer Gegenspieler ist. Auf Seiten der Republikaner stehen die Sowjets, auf Seiten der Nationalisten und Royalisten das Reich. Nun gibt es also auch schon den ersten Stellvertreterkrieg. Am 23. Juni 1940 kapituliert Frankreich bedingungslos. Die Regierung unter Petain hat ihren Regierungssitz vorerst in Afrika, bis die "Spanische" und die "Italienische" Frage geklärt ist. Am anderen Ende der Welt übernehmen die Japaner die französischen Besitzungen in Indochina. Bei einem Truppenurlaub in Bangkok kommt es zu einer Kneipenschlägerei, bei der japanische Truppen von der Polizei eingesperrt werden. Japan erklärt daraufhin den Kriegszustand - ohne vorher Verhandlungen anzustrengen.
Offenbar kommt die Kapitulation Frankreichs dem Reich gerade recht, denn der schwerfällige Riese im Osten hat es offenbar nicht so mit Verträgen. Die neutale Zone zwischen dem Reich und der Sowjetunion wird kurzerhand angegriffen. Die Begründung aus Moskau folgt ungefragt:
"Die in Brest-Litovsk operierenden Faschisten bedrohnen den Weltfrieden. Unterstützt von Deutschen, Österreichischen und Englischen Geldern wird hier der Angriff auf die Sowjetunion geplant. Wir nehmen uns das Recht heraus, den Säbel zu ziehen und mit erhobenen Hauptes diesem Ungeziefer den Gar auszumachen."
Ungeziefer, die Sprüche Stalins werden immer derber. Das kommt halt davon, wenn man zu viel Vodka und zu wenig Bier trinkt. Das Reich hat aber ganz andere Problem. England ist mit Panzern nur schwerlichst zu erreichen, also setzt man auf die Luftwaffe. In Österreich-Ungarn hingegen sind weitere Truppen bereit und erhöht die Produktion von künstlichem Gummi. Und während sich das Reich noch auf einen strategischen Sieg ausrichtet, werden in London Nägel mit Köpfen gemacht. De Gaule gibt auf und lässt Großbritannien noch weiter wachsen, die Personalunion ist perfekt. Zu allem Überfluss werden auch neue Maschinen der RAF zur Verfügung gestellt. Auf Antwort auf die französisch-britische Anbandelung entlässt das Reich Kaschubien in die Unabhängigkeit. Als Zeichen der Abrenzung zur imperialistischen Welt der Engländer und zur kommunistischen Menschenfresserallianz der Sowjets formieren sich das Reich, die Habsburger und das japanische Kaiserreich und schließen den Dreimächtepakt. Die Forschung des Landes erlaubt nun verbesserte Maschinenwerkzeuge in der Gewinnung von seltenen Materialien im Bergbau einzusetzen.
Die heißen Julisonne in Rimini ist für viele italienische Soldaten ein Grund zu desertieren. Österreichische Bomber werden Flugblätter ab mit der Darstellung der neusten Lage in Frankreich: Nicht mehr existent. Die Italienischen Offiziere schaffen es nicht, die Truppen auf so engem Raum einen anstürmenen Gegner zu konzentrieren. Es dauert keine drei Wochen, da ist Italien am Ende. Durch die Unterstützung der deutschen Gebirgs- und Panzertruppe kann Rom im Handstreich genommen werden. ITALIEN KAPITULIERT!