Binnen einiger Turns würden die Russen genug neue Truppen aufstellen, um solche Überlegungen im Keim zu ersticken. Am Ende gelänge es ihnen wieder eine geschlossene HKL zu etablieren. Ich denke hier muß man leider am Ball bleiben und die Zaristen niederhalten, bis sie endlich mal von innen zerbrechen.
Turn 55
20.07.1916
Neue Entwicklungen gibt es erst nächste Runde wieder, dafür streicht Rumänien aber endlich die Segel.
Österreich-Ungarn
Die kuk Flotte ist auf dem Weg aus der Adria heraus, um das britische Geleit bei Gelegenheit zu bekämpfen. Die kuk Jasta fliegt einen Angriff auf das Flugfeld der frz. Jäger, die deutschen Zeppeline legen mit einem Bombardement des Flugfelds nach. Zwei zusätzliche Batterien treffen bei Triest per Bahn ein.
Ein kuk U-Boot kann 2 Frachter aus dem britischen Geleit heraus versenken. Zusätzliche Boote werden herangeführt. Die kuk Überwassermarine durchfährt gerade die Straße von Otranto und kann wahrscheinlich ab nächster Runde den Kreuzer angreifen.
Rumänien ist gefallen. Die bulgarische Armee ist immer noch vor Ort. Die Artillerie befindet sich schon bei Triest und ein Korps ist immer noch im Kaukasus, um die Türken zu unterstützen. Die bulg. Kavallerie wird an die Sinaifront gehen. Es gibt drei Möglichkeiten diese Streitmacht einzusetzen: Auseinanderreißen, um die mit den Einheiten hier und da andere Formationen zu verstärken. Als Einheit nach z.B. Südrussland zu verlegen. Vor Ort belassen, als Garnision für den Balkan und als Absicherung gegen die Griechen, zu denen sich die Beziehungen extrem eintrüben. Bis zur Kriegserklärung der Griechen wird es aber noch dauern, die ist nicht mal auf dem Plan. Das Problem ist hier aber die Bahnkapazität des kleinen Landes: 1 Einheit kann pro Runde per Bahn bewegt werden. Eine Verlegung der bulgarischen Armee wäre also extrem langfristig und nicht schnell rückgängig zu machen.
Die Osmanen, die Bulgaren und die Österreicher bauen jeweils eine neue Munitionsfabrik.
Deutsches Reich
In Tallin wird ein dt. Korps eingeschifft und liegt auf Reede in Bereitschaft. Helsinki wird von der Kaiserlichen Marine bombardiert, leider ohne jedes Ergebnis. Das russische Korps ist gut verschanzt (Stufe 9) und der Bombardierungswert des Geschwaders liegt nur bei 2. Somit verpufft der Beschuss recht leicht, wenn man Pech hat. Ein landgestützes Artilleriekorps mit aktueller Technologie hat einen Bombardierungswert von 9 und ist damit gegen verschanzte Einheiten wesentlich wirksamer. Früher oder später wird die Flotte aber Erfolg haben, der Küstenbeschuss wird fortgesetzt.
An der Ostfront geht es nach der Einnahme Gomels weiter vorwärts. Der Stoß zielt teils auf Bryansk und teils an der Stadt vorbei, direkt in die Frontlücke zwischen Bryansk und Smolensk. Ziel ist es den Riegel vor Smolensk zu umgehen und vor allem die Ari von hinten zu packen. Die zaristische Batterie ist nördlich von Smolensk in Stellung gegangen. Ein Feuerschlag gegen die Division wäre verheerend, daher wird die ID zurückgenommen. Unsere verbliebene Jasta steigt auf, um die russischen Geschütze mit Tiefangriffen zu bekämpfen. Die zaristischen Morane-Saulniers steigen auf, um unseren Raid abzufangen: Bei den Luftkämpfen können unsere Eindecker aber zwei feindliche Flugzeuge abschießen, bei nur einem Verlust. Als die Jasta über dem Ziel ist, kann sogar die Batterie noch erfolgreich angegriffen werden. Die kleine Garnision bei Bryansk wird durch einen Sturmangriff vernichtet.
In Südrussland rücken die Mittelmächte weiter vor. Dnepropetrowsk wird mit Erfolg angegriffen. Ernsthafter Widerstand ist noch nicht in Sicht. Da sich die Lage auf der Krim verkompliziert hat, wird diese erst einmal isoliert, bis ausreichende Kräfte herangeführt werden.
An der Westfront nutzt General von Falkenhayn die neue Lage aus und läßt an zwei exponierten Frontstellen angreifen. Bei Calais verliert das ungeschützte frz. Korps 4 SP, die Portugiesen verlieren 3 SP. Das Kaiserliche Heer verliert bei den Sturmangriffen insgesamt 4 SP, gegenüber den 7 vernichteten GesamtSP. Kein sehr gutes Verhältnis, zieht man die Manpowerpotentiale der Entente-Mächte in Betracht. Das ist eben die Straße, die direkt zur Novemberrevolution führt. Unsere Truppen sind nicht mehr so überlegen, wie sie es 1914 noch waren. Reine Sturmangriffe sind einfach keine Sache auf die wir noch bauen können. Wir werden an der Westfront so etwas nicht mehr machen, es gibt schlicht nichts zu gewinnen. Die Kaiserschlacht wird aber kommen.
Das britische Unterseeboot kann versenkt werden, leider werden einige unserer Schiffe dabei beschädigt.
Osmanisches Reich
Auf dem Sinai versuchen die Osmanen eine britische Division zu zerschlagen, mit gutem Eingangserfolg.
Im Kaukasus starten wir unser Flankenmanöver: Das verlegte russische Korps ist nun sicher weit genug entfernt. Wir sind gespannt wie das den Zaristen schmeckt. Wenn die russ. Norddivision nach vorne geht, wird sie einfach abgeschnitten, geht sie zurück können wir die Räume besetzen, bleibt sie in der Stellung ist sie von Kesselung bedroht. Außerdem versuchen wir die schlagkräftigen Armeekorps weiter nach Norden zu verlegen.
Am Ende noch eine diplomatische Zusammenfassung: Belgien, Serbien und Rumänien wurden niedergerungen, trotzdem ist die Phalanx unserer Gegner noch lang. Frankreich, Russland, das British Empire, Italien, die USA und Portugal. Griechenland wird auch irgendwann zur Entente stoßen, die Beziehungen zu dem Land verschlechtern sich Runde um Runde.
Persien und Arabien stehen noch klar im grünen Bereich, da sind die Beziehungen noch recht gut. Ein Aufstand der arabischen Stämme mit ihren Wüstenreitern würde den Verlust der isolierten osmanischen Garnisionen auf der Halbinsel bedeuten.