Die Bundeswehr einsatzbereit ?

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Monty
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Die Bundeswehr einsatzbereit ?

Beitrag von Monty »

Heute in der FAZ folgenden Witz gelesen :
Obama ruft bei Mutti an und bittet um ein paar Tornados zum Einsatz gegen die IS.
Mutti antwortet : Sorry, sind alle durch den TÜV gerasselt.
Oder auch : Haben leider verstopfte Feinstaubfilter.
Am Besten : Die Ersatzteilversorgung ist schlechter als 1944.

Gott sei Dank sind im deutschen Museum in München und im deutschen Panzermuseum noch einige Gerätschaften einsatzbereit. Einige Veteranen werden sich sicherlich noch finden lassen, zur Einweisung. Dann können wir noch unseren Beitrag leisten. Und es gibt da noch Guderian`s Panzerfibel, die gilt vielleicht heute noch. :D
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Bigfish
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Beitrag von Bigfish »

Aber wir sind in Deutschland doch von Freunden umzingelt - wir brauche keine Armee!*



*Ironie Tags bitte selbst setzen
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Rasputin
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Beitrag von Rasputin »

Der alte Fritz würde wahrscheinlich in Ohnmacht fallen, wenn er den Zustand der deutschen Bundeswehr sehen dürfte.

Kommandiert von einer ehemaligen Familienministerin, die ihre Posten meist vor allem dazu nutzt, sich selbst ins Rampenlicht zu setzen und mit chronischem Materialmangel sowie eher dazu da, Versorgungen zu machen und Brünnlein zu bauen, ist diese "Armee" unserer Meinung nach ein schlechter Witz.
Gott sei Dank gibts keine Wehrpflicht mehr, sonst hätte ich jetzt um die Zeit dort dienen müssen. Da würd ich mich lieber einer Armee verpflichten, welche wenigstens etwas Ansehen geniest, Kampfkraft hat und ihre Soldaten nicht bei Fehlern im Ausland von der Staatsanwaltschaft besuchen lässt, z.B. Fremdenlegion oder sowas.
Vom linken Spektrum darf man sich dann als SOldat = Mörder bezeichnen lassen, auch kein Wunder, dass die Rekruten ausgehen. Hat halt keiner Lust, wirtschafts- und Ansehenskriege in Gebieten zu führen, die weiter weg sind, als Hitlers Wehrmacht und SS je kamen.
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Monty
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Beitrag von Monty »

Nachtrag : So langsam kann man, Putins Worte : Ich kann in zwei Tagen in Warschau sein, dem richtigen Kontext zuführen. Berlin wir schon am ersten Tag kapitulieren. :teufel:
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Frankenland
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Beitrag von Frankenland »

Deutschland ist eine der reichsten und wirtschaftsstärksten Nationen der Welt. Und was weckt Reichtum und Wohlstand? Genau Neid und Missgunst. Ich hoffe uns gehen die Freunde ringsum nicht aus.
Wir fragen uns auch wie weniger wirtschaftlich starke Nationen sich eine bessere Berufsarmee leisten können. Das sind auch die Folgen von 50 Jahren Pazifismus.


Si vis pacem, para bellum!
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Hjalfnar
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Beitrag von Hjalfnar »

Monty hat geschrieben:Nachtrag : So langsam kann man, Putins Worte : Ich kann in zwei Tagen in Warschau sein, dem richtigen Kontext zuführen. Berlin wir schon am ersten Tag kapitulieren. :teufel:
So verrückt es klingt: Das werden die Polen verhindern. Die haben kampffähige Leo2, insgesamt haben die Polen um die 1000 teils hervorragend technisch nachgerüstete Panzer. Zumindest könnte man sich auf unseren östlichen Nachbarn ganz gut verlassen...die werden sich mit Zähnen und Klauen gegen die Russen wehren. Wir würden sagen: Ja, bis Warschau, aber weiter kommt der Putin nicht mehr. Zumindest nicht in Polen. Die Tschechen werden auch den Teufel tun und den Russen nachgeben, sogar von den Rumänen erwarten Wir einigen Widerstand. Diese Länder waren zu lange im Warschauer Pakt und unter sowjetisch-russischer HErrschaft, als dass sie nochmal aufgeben würden.

Trotzdem ist die Bundeswehr natürlich im Moment schlecht gerüstet. Für ein Minimum an Abwehrbereitschaft müsste man mindestens ein bis zwei weitere Panzerdivisionen wiederaufstellen (die 1. gibts ja immerhin noch) und wieder ordentlich Geld investieren. Deutsche Waffentechnik und -technologie ist in der ganzen Welt gefragt, nur die deutsche Armee hat kaum etwas davon. Das ist doch ein Witz!
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Frankenland
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Beitrag von Frankenland »

Hjalfnar hat geschrieben:So verrückt es klingt: Das werden die Polen verhindern. Die haben kampffähige Leo2, insgesamt haben die Polen um die 1000 teils hervorragend technisch nachgerüstete Panzer. Zumindest könnte man sich auf unseren östlichen Nachbarn ganz gut verlassen...
Das muss wann sich mal, historisch betrachtet, auf der Zunge zergehen lassen. Deutschland muss auf die Gutmütigkeit der Polen und Tschechen hoffen!
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Bigfish
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Beitrag von Bigfish »

Das muss wann sich mal, historisch betrachtet, auf der Zunge zergehen lassen.
Ja aber das hängt direkt zusammen - so wurden wir erzogen (Edit: Von deutschem Boden soll kein Krieg mehr ausgehen). Und da sich einfach viel zu wenige Menschen emanzipieren und eine eigene Meinung erlauben, pflegen wir in Deutschland lieber das Gutmenschentum, auch wenn es unseren Interessen langfristig schadet, als das wir Stärke demonstrieren und diese auch Untermauern.

Wir sind ein Land voll von Menschen, dass die Veranwortung für das eigene Leben nach oben delegiert. Und die da oben wissen genau um hoch zu kommen und oben zu bleiben ist es kurzfristig nützlich "Gutes" zu tun, anstatt langfristig "kühl" zu agieren.

Platt ausgedrückt: Lieber kostenlose Kita Plätze, anstelle einer zusätzlichen Panzerdivision. Früher fand Erziehung in Familien statt - da Famillien ein Auslaufmodell sind, soll sich jetzt die Gemeinschaft darum kümmern und auch dafür bezahlen. Mal sehen wie lange das noch gut geht...
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Rasputin
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Beitrag von Rasputin »

Frankenland hat geschrieben:Das muss wann sich mal, historisch betrachtet, auf der Zunge zergehen lassen. Deutschland muss auf die Gutmütigkeit der Polen und Tschechen hoffen!
Als alter Hoi-Spieler macht einem das irgentwie traurig.
Schließlich waren diese beiden Staaten so ziemlich die schwächsten Gegner.
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DerStudti
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Beitrag von DerStudti »

Wir finden es etwas müßig, ohne klar definiertes Einsatzprofil über die Eignung der Bundeswehr-Ausrüstung zu debattieren. Es gibt seit der Wiedervereinigung und dem Ende des Warschauer Paktes kein politisch getragenes, eindeutiges Profil mehr. Mancher könnte argumentieren, dies läge daran, dass eine gewisse Profillosigkeit auch ein Kennzeichen der deutschen Außenpolitik sei. Jedenfalls könnte man auf dieser Grundlage auch der US Army mangelhafte Ausrüstung unterstellen, indem man als Einsatzszenario fordert, sie müsse zur Ausrichtung eines gigantischen Kinderfestes für alle Dreikäsehochs zwischen Seattle und Miami in der Lage sein. So viele Hüpfburgen haben die Amis vermutlich auch nicht auf Lager...

In Anbetracht der Tatsache, dass Militärausgaben wirtschaftlich gesehen zu den unrentabelsten Handlungen eines Staates gehören (eingeschränkte Nutzbarkeit als Investitionsgüter, fehlender Zinseszins-Effekt durch Reinvestition), ist es allerdings in der Tat skandalös, wenn das Gerät, für dessen Anschaffung man sich (egal unter welchem Einsatzprofil) entschlossen hat, nicht mal einsatzfähig ist.

Hier liegt der akute Handlungsbedarf. In der mittleren Frist muss sich dieses Land aber auch endlich mal zu einer außenpolitischen Richtungsdebatte durchringen, am besten in enger Abstimmung mit unseren Nachbarn und Verbündeten.
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Bigfish
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Beitrag von Bigfish »

In Anbetracht der Tatsache, dass Militärausgaben wirtschaftlich gesehen zu den unrentabelsten Handlungen eines Staates gehören
Das gilt nur solange man sicher davon ausgehen kann, niemals angegriffen zu werden. Können wir das? Jetzt? In 100 Jahren? In 1000 Jahren? Den wirtschaftlichen Wert einer Armee kann man nicht so pauschal ausrechnen und dagegen halten. Oder anders gesagt: Ohne eine Armee sind sämtliche anderen Investitionen nichts Wert. Somit stellt eine Armee die Gesamtheit aller Investitionen sicher - und das ist garantiert rentabler als es manchem scheint.
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Beitrag von Tordenskjold »

Wie zitierte doch ein Bekannter von Uns, der aktuell bei der Luftraumüberwachung dient, mal: Die Aufgabe der Bundeswehr sei es gemäß NATO-Doktrin ohnehin, den Feind nur solange hinzuhalten, bis eine echte Armee vor Ort sei. :D
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Monty
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Beitrag von Monty »

Die Aufgabe der Bundeswehr sei es gemäß NATO-Doktrin ohnehin, den Feind nur solange hinzuhalten, bis eine echte Armee vor Ort sei.
Also die Streitkräfte des IS ? ;)
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DerStudti
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Beitrag von DerStudti »

Militärausgaben sind - außer zum Zwecke der Vorbereitung auf einen politisch gewollten Krieg - eine Versicherung. Und die beste Versicherung ist jene, die man nie in Anspruch nehmen muss, die aber im Versicherungsfall komplikationsfrei leistet. Nur wird jeder Regent hier aus eigener Erfahrung bestätigen können, dass Versicherungen a) nur suboptimal zur Mehrung des eigenen Vermögens taugen und b) schnell unrentabel werden, wenn man zu viele Risiken absichern will.

Um den Bogen zurück zum Militär zu schlagen: Ziel einer defensiv-interventionistisch ausgelegten Streitmacht muss es unseres Erachtens sein, eine Grundabschreckung der denkbaren Gegner sicherzustellen und jene Einzeleinsätze leisten zu können, welche die Politik von ihr verlangt. Und dies dann zu den minimal möglichen Kosten, denn andere Staatsausgaben (oder nicht erhobene Abgaben) bringen der Gemeinschaft mehr, solange der Frieden hält.

Es ist genauso falsch, eine Armee in ihrer Bedeutung zu überhöhen und Bedrohungen von außen großzureden, wie es verhängnisvoll ist, die Notwendigkeit einer Armee oder das Vorhandensein eines Einsatzszenarios generell in Frage zu stellen. Auf das richtige Augenmaß kommt's an.
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Beitrag von Hohenlohe »

Das richtige Augenmass haben unsere Politiker schon längst vermissen lassen...Die Ausrüstung der Bundeswehr ist mangels Neuanschaffungen schon veraltet und die neuen Fahrzeuge passen nicht in den neuen Transportflieger.

herzliche grüsse

Hohenlohe... :smoke: :)
In memoriam Stauffenberg, jota und CJ...
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Beitrag von Vernichter »

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014 ... chlagkraft
Das alles kostet Geld. 32 Milliarden Euro steckt Frankreich derzeit jährlich in seinen Militärhaushalt, das sind 1,6 Prozent des Bruttosozialprodukts, wenn man die Rentenzahlungen der Armee herausrechnet. Der deutsche Verteidigungshaushalt ist mit 32 Milliarden Euro ähnlich groß, der Anteil am Bruttoinlandsprodukt ist aber mit 1,3 Prozent niedriger.
Wie wäre es wenn das Verteidigungsministerium im Westen nachfragt wie eine gute Armee für das gleiche Geld zu haben ist?
Wenn ich gewusst hätte, dass es harmlos war, hätte ich es selber umgebracht.

(Phlipp K.Dick: "Der Dunkle Schirm")
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Beitrag von Frankenland »

Vernichter hat geschrieben:http://www.zeit.de/politik/ausland/2014 ... chlagkraft


Wie wäre es wenn das Verteidigungsministerium im Westen nachfragt wie eine gute Armee für das gleiche Geld zu haben ist?
Ja wäre mal interessant zu wissen wie Frankreich und GB sich sowas leisten können. Flugzeugträger usw. Aber wahrscheinlich fehlt der Mut in der BRD unsere Armee komplett umzubauen. Von 130.000 sind gerade mal 6000 Kampftruppe. Was macht der Rest eigentlich??
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Monty
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Beitrag von Monty »

Was macht der Rest eigentlich?
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Admiral Yamamoto
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Beitrag von Admiral Yamamoto »

Bigfish hat geschrieben:Das gilt nur solange man sicher davon ausgehen kann, niemals angegriffen zu werden. Können wir das? Jetzt? In 100 Jahren? In 1000 Jahren? Den wirtschaftlichen Wert einer Armee kann man nicht so pauschal ausrechnen und dagegen halten. Oder anders gesagt: Ohne eine Armee sind sämtliche anderen Investitionen nichts Wert. Somit stellt eine Armee die Gesamtheit aller Investitionen sicher - und das ist garantiert rentabler als es manchem scheint.
Ein Politiker, dessen Name ich jetzt mal nicht nennen will, sagte einst (wie ich finde, zu Recht), dass die Kriege der von heute mit den Investitionen/Waffen aus dem letzten Jahrzehnt geführt werden. Vllt ein bisschen überspitzt, aber nicht zu sehr ...
Skyrim KurzAAR: Ulik Dareth - The Oblivion Conjurer
http://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=26747
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Silem
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Beitrag von Silem »

Vernichter hat geschrieben:http://www.zeit.de/politik/ausland/2014 ... chlagkraft


Wie wäre es wenn das Verteidigungsministerium im Westen nachfragt wie eine gute Armee für das gleiche Geld zu haben ist?
Frankreich hat eine Doktrin, Einsatzszenarien und eine politische Kaste die, die Armee nicht als absolutes Böse sondern wertvolles Werkzeug begreift. Solange es in der deutschen Politik und keine Gesellschaft keine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Streitkräften gibt muss man auch nicht nachfragen was die Franzosen besser machen. Da reicht es dann auch aus ins Jahr 1989 zu springen. Die Sowjetunion wurde nicht durch runde Tische abgeschreckt.
Es ist gefährlich immer die selben Neuigkeiten zu vernehmen - entweder man stumpft ab oder man radikalisiert sich.
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