24.Dezember 1991, Lagebericht Zug 30:
Diese Runde beginnt mit einer unangenehmen Überraschung. Frankopan startet seine Weihnachtsoffensive in Westslawonien und in der Krajina bei Sisak. Vor allem die Offensive bei Sisak hat uns überrascht. Unsere Verluste lagen bei 2 Infanteriebataillonen und 2/3 eines Panzerabwehrregiments. Die Verluste waren deswegen so hoch weil mehrere Einheiten sich auf dem Rückzug aufteilten und so aufgrund von Platzmangel aufgerieben wurden. Die Verluste konnten aber ohne Probleme ausgeglichen werden und die vernichteten Einheiten werden in den nächsten 5 Zügen alle wiederaufgestellt. Bis auf einige Panzerabwehrgeschütze sind nur leichte Infanteriewaffen verloren gegangen, welche wir noch in großen Mengen in unseren Arsenalen liegen haben. An Mörsern, Panzerabwehrraketen und Mgs mangelt es uns wirklich nicht.

Diese Runde bekommen wir folgende Einheiten als Verstärkung: Ein Pionierbataillon, zwei Flakbatterien, ein motorisiertes Infanteriebataillon, eine Artilleriebatterie und ein HQ der Krajinaserben. Teile der Einheiten werden jedoch in Ostslawonien aufgestellt. Dort werden sie auf Dauer die Panzer und Mechanisierten Brigaden der serbischen Armee, als Fronteinheiten ersetzen.
Auch misfällt der UNO das Vorhandensein unserer Söldner. Naja zusammen mit der Eroberung Dubrovnikssind wir jetzt eh auf die Badboy-Rolle festgelegt.
Die Ostslawonienfront:
Mit schwerer Artillerieunterstützung stürmen unsere infanterieverbände unter geringen eigenen Verlusten Otok, welche allerdings auch nur von einem Polizeibataillon verteidigt wurde. Da Frankopan aber einige schlagkräftige Einheiten, darunter anscheinend alle modernen Panzer, abgezogen hat, werden wir wohl weiter in die Offensive gehen.
Die Krajinafront:
Westlich von Sisak haben die Kroaten zu einer Gegenoffensive angesetzt. Die Speerspitze wurde dabei von dem Panzerbataillon der Tiger-Gardebrigade geführt. Dieses Panzerbataillon wurde allerdings schon in der Vergangenheit von unseren Kampfhubschraubern so übel zusammengeschossen dass es sich auflöste. Aber anscheinend haben die Kroaten momentan genug Panzer im Forcepool, so dass sie die Einheit neu aufstellen konnten. Die Kampfstärke dieser Einheit erklärt auch den Misserfolg unserer nichteingegrabenen Einheiten in der Verteidigung. Da sind wir eiskalt erwischt worden und unsere Offensive auf Sisak und Zagreb wird zuerst eingestellt und unsere Truppen werden auf gut ausgebaute Stellungen zurückgenommen und eingegraben. Artillerie im Hinterland dürfte weitere kroatische Angriffe im Keim ersticken und in der neuen Verteidigungslinie sind mehr als genug Panzerabwehrgeschütze vorhanden.
Die Westslawonienfront:
Die kroatische Weihnachtsoffensive in Westslawonien hat begonnen!
Zuerst einmal eine Übersicht über die Lage. Unsere Verbände in Westslawonien:
- 13. Infanteriebrigade (nur 2 Infanteriebataillone stark)
- 51. Infanteriebrigade (knapp unter Sollstärke)
- 98. Infanteriebrigade(auf Sollstärke)
- 63. Fallschirmjägerbrigade der serbischen Armee (Elite)
- 262. Panzerbrigade der JNA(nur noch ein knappes Infanteriebataillon stark)
- 3 Milizbataillone der Serben aus Westslawonien (nur für Verteidigungsaufgaben geeignet)
- Korpstruppen des 17. Korps: ein Pionierregiment, Militärpolizei und mot. Flak sowie ein HQ mit dem Kampfwert von einem Inf- Bataillon.
- 2 Eisenbahnpionierbataillone der JNA
Diese Einheiten reichen aus um eine durchgehende Frontlinie aufzubauen. Unsere strategischen Reserven sind aber eher überschaubar, reichten aber aus um den Einbruch erfolgreich abzuriegeln. Die in Novska eingegrabene Artilleriebatterie mit 42 schweren Artillerie Geschützen kann die gesamte Front mit Abwehrfeuer unterstützen. Wir haben aber schon vom Oberkommando in der Krajina weitere Verbände angefordert um die Situation wieder komplett unter Kontrolle zu bringen. Seit unserem Sieg in Gospic sind mehrere Einheiten frei geworden die jetzt an anderen Brennpunkten eingesetzt werden können.
Allerdings hat Frankopan sehr viel Infanterie aufgefahren und hat in diesem Bereich bestimmt eine 3 zu 1 Überlegenheit. An schweren Waffen konnten wir bis dato aber nur wenig ausmachen. Neben obligatorischen Mörserbatterien die die einzige Artillerie Unterstützung ausmachen war nur weit hinter der Front eine einzige Artillerie Batterie zu erkennen. Ansonsten gab es noch weitere Pionierbataillone und ein Bataillon Sturmgeschütze welches aber noch nicht zum Einsatz kam. Die größte Überraschung waren jedoch zwei Gardepanzerbataillone mit hohem Kampfwert. Allerdings konnten diese beiden Panzerbataillone keinen Durchbruch erzwingen. Dazu muss aber erwähnt werden dass selbst ein Panzerangriff auf eine gut versorgte, komplett eingegrabene Infanterieeinheit mit ausreichend Panzerabwehrwaffen keine so große Erfolgschance hat wenn er frontal und ohne ausreichende Artillerieunterstützung durchgeführt wird. Die zahlenmäßige Überlegenheit kann aber zu einem ernsten Problem werden wenn erst einmal ein größeres Loch in die Front geschlagen wurde. Allerdings konnten wir den Durchbruch im Süden ohne größere Probleme abriegeln. Aber ohne weitere Verstärkungen auf unserer Seite kann hier schnell eine Krise entstehen. Leider können wir über die kroatischen Verluste nur spekulieren.
Die Schlacht um Dubrovnik:
Frankopan hat einige Infanterie und Mörsereinheiten über den Seeweg herangebracht. Das werden wir aber in Zukunft mit unserer Flotte zu unterbinden wissen. Wir haben die absolute Seeherrschaft. 2 alten kroatischen Zerstörern und 8 Torpedobooten stehen 5 alte Zerstörer, 3 Raketenfregatten und 18 Torpedoboote gegenüber. Vor allem die Raketenfregatten haben einen sehr hohen anti shipping Wert. Dazu haben wir nach dem Ausschalten der kroatischen Mig-21 Jäger wieder die absolute Luftüberlegenheit.
Unsere Marineinfanterie auf Korcula wurde zwar von kroatischen 120mm Mörsern beschossen, aber der Erfolg war sehr gering. Dazu dürfte den Granatwerfern auch bald die Munition ausgehen. Ein angriff über die Brücke wird gegen die Eingegrabene Marineinfanterie wohl in einem Blutbad enden. Ansonsten hat sich die Besetzung und das anschließende Plündern der kroatischen Versorgungslager, die Nachschubsituation in Süddalmatien deutlich entspannt. Wir sind den Kroaten deutlich überlegen und unsere Seeblockade wird diese Situation weiter Zementieren. Allerdings ist der Besitz von Süddalmatien nicht Kriegsentscheidend.
Zusätzlich konnten wir über den Seeweg noch ein motorisiertes Infanteriebataillon der JNA und ein Pionierbataillon auf Korcula bringen. Allerdings haben diese Einheiten deutlich Unterstärke.