Courage. Honor. Loyalty. Sacrifice. _ A Pbem vs L. Armisteads feat. controversial POV

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Jörg von Frundsberg
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Beitrag von Jörg von Frundsberg »

Hallo ?? Hallo ?? Jemand da ?? hat der Süden nur gewonnen ? oder nicht ? oder ist der AAR tot ?? wäre schade drum ?
Merde perdu encore ! letzte Worte des Marquis Montcalm bei der Schlacht bei Quebec 1759
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Aktivist
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Beitrag von Aktivist »



Vorneweg: Um meine Abwesenheit zu erklären; ich war die letzten vier Monate auf See. Kann ja mal passieren. Seit vorgestern bin ich wieder im Lande – und wie das so ist mit den kleinen Dingen des Lebens..., auf die freut man sich am meisten. So auch auf die Aussicht, die Partie gegen den werten Armistead weiter zu führen. Und den AAR.


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New York, 1. April 1863 - Ist das alles?
Nach der langen Pause ist es nicht leicht, sich wieder in alles hinein zu denken. Das geht dem werten Leser sicher genau so wie dem Spieler hier. Ich werde deswegen zum Ende des Beitrags noch einmal eine Maßstabskarte der Vereinigten Staaten anfertigen.

Okay, jetzt aber geschwind zur Situation. Wie erinnerlich, plante ich wegen des überraschend guten Wetters und der ansonsten nicht wirklich viel versprechenden Alternativen, mit General Grant auf dem Kampfschauplatz Mississippi einen großen Sprung nach vorne zu machen. Zur Hand hatte er drei Divisionen und die Unterstützung seines Chefs der Reserveartillerie Lt.Col. Longstreet. Die Geschütze wurden diesmal übrigens in die Divisionen integriert – aus dem Schlamassel von Dix hatte ich gelernt. Rosecrans und Whipple sollten eine Zeitlang mit je einer Division Schützenhilfe leisten und die Kavallerie die Bahnlinien aus Richtung Vicksburg blockieren. Und so setze sich Grant dann auch gemächlich in Bewegung. Man kann sich meine Erschütterung gar nicht vorstellen, als in der Replayansicht SÄMTLICHE Unionsstacks genau auf seine Zielprovinz zusteuerten. Häh?! Ja, monatelang rühren sich Johnston, Beauregard und Co. Überhaupt nicht vom Fleck. Und dann, aus heiterem Himmel, steigt alles was Gewehre hat in Züge und sammelt sich westlich des Tombigbee River. In Worten:

- Aus Memphis TN: Lt.Gen. Winder mit den Divisionen Breckinridge und Zollicofer. Er stellte sich in Henry MS auf – zusätzlich den Oberbefehl über Hindmans Division übernehmend - das ist gleich südlich von Corinth. In Memphis zurück blieben neben der Stadtgarnison drei Milizen und eine Partisaneneinheit.
- Aus Bolivar TN: Gen. Beauregard mit den Divisionen Hardee und Stewart. Er nahm ebenfalls in Henry MS Platz. In Bolivar zurück blieb ein Regiment Marineinfanterie.
- Aus Corinth MS: Gen. Johnston mit den Divisionen W.H.F. Lee und Cantey. Er stellte sich südlich von Beauregard und Winder an dessen rechte Flanke – dort, wo auch der Flussübergang Grants erfolgte. In Corinth zurück blieb ein Regiment Staatsmiliz.

Damit ist die gesamte Nordfront völlig entblößt. Wo seit Mitte 1862 acht bis zehn Divisionen die breite Front zwischen Memphis und Corinth hielten, stehen jetzt eine Handvoll Regimenter. Ist das alles? Nein!

- Aus Wayne MS: Lt.Gen. Forney mit den Divisionen Pemberton, Taliaferro und Whiting. Er nimmt jetzt den rechten Flügel dieser Nord-Süd-Riegelstellung ein. In seinen alten Stellungen lässt er nichts zurück. Er zerstört nicht einmal die Eisenbahnlinie (welche von Mobile nach Meridian führt) vor seiner Abfahrt, so eilig bricht er auf. Damit steht südlich von Meridian eigentlich nur noch Morgans Kavallerie. Und in Meridian selbst befindet sich die immer noch schwer angeschlagene Division von Wharton, sowie die Division Pat Cleburnes, welcher auch das Kommando führt. Allerdings ist sein Stack nicht in das Korpssystem der Army of Mississippi (CS) eingebunden.
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Zentral: Schlamm behindert Grant beim der Überquerung des Tombigbee.
Rechts oben: Doubleday's Division ist arg mitgenommen.
Unten: Grant's Armee hat fast die Hälfte Ihrer Truppen verloren.
Alle drei Flügel der Armee konzentrieren sich um Grants vermutliches und tatsächliches Marschziel herum – in Zahlen: ZEHN Divisionen mit 80-90.000 Mann und hunderten Geschützen, gegen Grants 25.000 Union Trooper. Tja, und so ging's dann auch aus:
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Wie man sieht, sind die Verluste des Gegners auch hoch, viel höher, als man nach Lage der Dinge hätte annehmen können. Um den Verlust von ca. 11.000 Mann einschließlich der Retreat Hits hat Grant durchaus mit zäher Verbissenheit gekämpft. Was ihm zu gute kam – er hat sich nach dem ersten Schock relativ schnell zurück gezogen, sodass die große Materialüberlegenheit des Feindes gar nicht lange zur Geltung kam. Der Feind hatte deutlich mehr Truppen und Geschütze zur Hand, als er in der Gefechtslinie formieren konnte. Und Forney und Winder marschierten mit ihren insgesamt sechs Divisionen zwar zum Donner der Geschütze, aber griffen augenscheinlich nur in der letzten Kampfrunde ins Gefecht ein. Gerade ihre frischen Brigaden drückten mit solcher Schnelligkeit gegen die Unionslinie, dass sie von einem Augenblick zum anderen völlig zerbröselte und in schnellen Rückzug überging. Breckinridge, Pemberton und Co. konnten den fliehenden Yankees nur noch ein paar vereinzelte Gewehrsalven hinterher schießen, bevor sich ihre Regimenter überhaupt in Doppellinie formiert hatten.


Tja, was soll man da sagen? Grants Streitmacht ist … useless, die können von Glück sagen, wenn sie vor dem Feind auf der anderen Flußseite stehen. Dort warten Rosecrans und Whipple, aber der Nachschubvorrat geht schon zu Neige. Rosecrans hat immerhin Gleisanschluss und könnte aus Osttennessee rasch verstärkt werden. Aber Whipple? Da ist nichts zu machen, denn Regen und Matsch haben seine Zulaufwege fest im Griff. Ist vielleicht auch gut so. Wenn der Gegner dort angreifen sollte, um noch vor Grant auf der anderen Flussseite zu sein, muss er zunächst einen angeschwollenen Fluss überqueren und dann seine erschöpften Einheiten bei strömenden Regen zur Kampflinie formieren. Nicht, dass Armistead jetzt keine Truppen frei hätte. Die ganze Wucht von Grants Initialangriff trugen die Divisionen von Cantey und Lee, Ersterer ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Aber der Rest – die Korps Winder, Beauregard und Forney – sind allesamt beinahe unangetastet. Armistead wird eher die Qual der Wahl haben: welches der vielen plötzlich schwach erscheinenden Ziele in seiner Umgebung soll er auslöschen?

- Da wären natürlich die Reste von Ulysses Grants Armee. Dafür müsste er entweder Whipple oder Rosecrans vom Platz fegen. Und ich schicke eiligst Sperrschiffe in den Fluss, egal in welcher Verfassung sie dort ankommen.
- Da wäre Humboldt in West-Tennessee. Momentan nur schwach verteidigt. Gewinnt der das Depot zurück, kann er anschließend ganz Tennessee und Süd-Kentucky besetzen.
- Da wäre Shermans Sperrfront vor New Orleans. Bislang nicht ärgerlicher als ein Moskitostich für Armistead, könnte er ein für alle mal mit der Bedrohung seiner Hauptnachschublinie aufräumen.
- Da wäre Mobile selbst, mit Butlers reduziertem Kommando. Tja, das wäre wahrscheinlich zwecklos, die Truppen dort sind zu gut eingegraben.
- Oder er kämpft sich seinen Weg nach Alabama frei (allerdings nur, wenn seine Versorgungssituation tatsächlich sehr problematisch ist).
- Oder er besetzt einfach wieder alle Stellungen und wartet auf meinen nächsten Versuch.
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In welche Richtung wird sich der Gegner wohl wenden?
Ansonsten hat sich in diesem Zug wirklich nicht viel ereignet. Dupont hat die Festungsgeschütze sicher nach Mobile gebracht (nicht ohne unterwegs beschossen zu werden). Damit verfüge ich nun am Tombigbee über genug Feuerpower, um mehrere Artilleriestellungen an der Küste einzurichten, welche Armisteads Panzerschiffe unter schwerstes Feuer nehmen können, wenn sie versuchen, meine Blockadeschiffe anzugreifen. Porters Panzerflotte ist zu 90% einsatzbereit und brennt dank der aufopferungsvollen Arbeit der „Werftis“ und CWO Rawolls Mannen darauf, dem Feind in den Allerwertesten zu treten. Und Butler hält Mobile bzw. das Vorfeld mit insgesamt sechs bis zu den Nasenlöchern eingegrabenen Yankee-Divisionen – da wird auch in Zukunft nichts anbrennen.

In Arkansas sind Hunter und Willich trotz winterlich weißer Bedingungen je ein Feld weiter auf Little Rock bzw. Madison vorgerückt. Jetzt hemmt Matsch ihre Bewegung, aber Hunter wäre trotzdem in einer Woche in Schlagdistanz zur nur schwach verteidigten Staatshauptstadt. Willich ist zu angeschlagen, müsste erst einmal eine Runde pausieren.

In Texas ist der arme Cheatham immer noch auf dem Weg von Laredo nach Dallas – und wenn er dort je ankommen sollte, wird ihm der kürzlich in den Red River verlegte McCall gehörig den Hosenboden versohlen.

In Virginia hat meine Absetzbewegung störungsfrei geklappt; Fremont steht nun sehr kompakt zwischen Petersburg und Suffolk.

In Maryland halten beide Seiten die Fronten und bemühen sich, ein paar Verstärkungen an die Front zu schaffen. Armistead bringt da nicht wirklich viel auf den Weg, aber es ist erfreulich zu sehen, dass er seine Stellungen dort immer noch für „zu schwach“ hält.

In Philadelphia stünden ab dem nächsten Zug zwei neue Divisionen bereit, welche eigentlich (verstärkt um eine Division Fremonts) eine neue Seelandung bei Savannah GA unternehmen sollten. Nach Lage der Dinge könnten sie eventuell erst einmal im Westen eingesetzt werden.

Vor Chattanooga ist nicht viel passiert – und wird auch nicht mehr. Obwohl ich jetzt in sehr guter Position für einen Vorstoß auf Knoxville bin, würde ich die dortigen Divisionen erst einmal in grobe Richtung General Grant ansetzen.

Naja, und bei New Orleans, ich hatte es schon angedeutet, hat Sherman die Lücke zwischen Mississippi River und Lake Pontchartrain geschlossen, hat die Eisenbahngleise hinter sich abgerissen und mit einer kleinen Brigade die Staatshauptstadt Baton Rouge erobert. Theoretisch wäre New Orleans damit vom Rest des westlichen Kampfschauplatzes abgeschlossen, und die geschätzt 250 erwirtschafteten Supplypunkte je Runde stapeln sich in Zukunft in den örtlichen Lagerhallen. Aber wie gesagt, die Linien sind recht dünn und würden einem massiven Gegenangriff nicht standhalten.

Was sähe also der Generalplan vor? Transfer der Arkansas-Divisionen nach Tennessee. Transfer von Grants angeschlagenen Divisionen nach Maryland. Transfer von Maryland-Divisionen nach Mobile. Transfer von Mobile-Divisionen nach New Orleans. Die Philadelphia-Divisionen kommen erst mal in den Westen, bald ist dort Sommer und dann kann man eventuell weiter sehen. Gelänge es mir, den Kordon um New Orleans dauerhaft zu halten, könnte man auch über offensive Maßnahmen dort nachdenken. Zur Zeit steht dort nur eine (fertige) Division, eine andere wird ausgebildet und bei Springfield besetzt McCulloch mit einer Division das Gefechtsvorfeld. Mit einer garantierten Übermacht von 4:1 würde ich dort attackieren. Oder ich setze die Armee nach Jackson in Bewegung und lasse Butler auf Meridian marschieren. Die Wirkung für meinen Feldzug ist dieselbe.

Ich sollte noch erwähnen, dass sowohl die feindlichen Depots von Memphis, als auch Meridian leer sind. Absolut leer. Meine Truppen graben sich am Mississippi ein und die Bahnlinie aus New Orleans befindet sich in meiner Hand. Meine Kavallerie kann die Gleise zwischen Vicksburg und dem Norden des Staates nahezu nach Belieben aufreißen. Aus Alabama wird dank Porters zehn Panzerschiffen und den Sperrbooten nichts mehr durchkommen. Bald schon wird Fort Saint Philip an der Mündung des Mississippi fallen und Admiral Farragut wird an der Spitze einer gigantischen Unionsflotte bis vor die Tore New Orleans' fahren (um auch wirklich auf Nummer sicher zu gehen). Wenn Armistead nicht größtflächig in Infrastrukturmaßnahmen investiert, seine Nachschublinien öffnet oder meine prallen Depots erobert, werden die Attritionverluste ab Sommer/Herbst 1863 seine zur Verfügung stehenden Reserven übersteigen. Das wären 20+ Divisionen! Die Hälfte seiner Armee!


Tja, normalerweise käme jetzt die Befehlsausgabe. Aber wer unter den Lesern Picketts AAR verfolgt hat, weiß was nun kommt: Armistead befindet sich nicht mehr im Besitz seines Laptops, mit all den darauf gespeicherten Spielständen. Und weil er das Spiel gehostet hat, kann ich da keine Abhilfe mehr schaffen. Das bedeutet, dass unser Kampf an dieser ausgesprochen interessanten Stelle seine Ende gefunden hat. Wie der Ausgang nächstes oder übernächstes Jahr ausgesehen hätte, bleibt der Spekulation der werten Regenten überlassen.

War es das dann schon? Oder um es mit den Ärzten zu sagen: Ist das alles? Nein, versprochen! Pfadfinder- und Indianerehrenwort! Neben dem hierunter angefügten Punktstand und der großen Karte des Kampfgebietes, werden Armistead und ich uns Euren Fragen und Anmerkungen widmen. Armistead wird Euch gerne Auskunft darüber geben, warum er manchmal zum grandios richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle stand und wann ich ihn echt in der Bredouille hatte, ohne es überhaupt zu merken. Armistead wird sicherlich auch Einzelheiten zu seinem Bauprogramm äußern und für den geneigten Südstaatenspieler eine kleine Strategie-Blaupause darlegen. In welcher Form Armistead und ich das in den AAR einfließen lassen, tüfteln wir gerade aus. Es könnte ein „behind the scenes“ werden, ein „directors commentary“, vielleicht bringen wir eine „gag reel of awkward moments“, mal sehen. Ihr, werte Leser, könnt Euch ja schon mal dazu – oder zu anderen Sachen äußern.

In diesem Sinne, und wie gehabt:

Gez.

Der Captain
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Nachtrag: Danke an alle Mitwirkenden!

Danke an Cfant für seinen hintergründigen Humor.
Danke an Sol für seine unerschütterliche Einstellung im Angesicht meiner schweren Inkompetenz (z.B. damals in Texas oder bei Norfolk).
Danke an Longstreet für die wirklich tollen rollenspielerischen Einlagen in seinen Beiträgen.
Danke an Hohenlohe für die gleichbeibend hohe Motivation trotz erfolg- und sinnloser Jagdeinsätze.
Danke an Rawoll für seine Eisen- und Stahlrhetorik.
Danke an Pickett für aufmunternden Posts.
Danke an Frundsberg für sein nach-oben-kicken des Threads im Forum.
Danke auch an die anderen Leser, stellvertretend ehre ich Frankenland.
Und danke an Armistead, für ein schönes und spannendes Spielchen.
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Admiral Hipper
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Beitrag von Admiral Hipper »

Schön das es hier weiter geht. :)

Aus reinem Interesse würde es Uns allerdings interessieren was es mit den vier Monaten auf See auf sich hat. Seid Ihr bei der Seefahrt?
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Hohenlohe
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Beitrag von Hohenlohe »

Werter Aktivist, das Dankeschön kann ich an euch zurückgeben, da ihr mich entsprechend motiviert habt, mich gut einzubringen. Dafür sage ich euch meinen herzlichsten Dank... :top:

herzliche grüsse

Hohenlohe... :smoke: :)
In memoriam Stauffenberg, jota und CJ...
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Frankenland
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Beitrag von Frankenland »

Vielen Dank an beide Seiten für dieses super spannende Spiel! :top:
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Cfant
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Beitrag von Cfant »

OOOOOOOchhhhh..... Naja, der Weg ist das Ziel, und der Weg bis zum Spielabbruch war amüsant, lehrreich und vor allem sehr, sehr spannend. Beiden Kontrahenten daher ein herzliches Dankeschön! :)
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George Pickett
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Beitrag von George Pickett »

Schade schade....aber wir hatten so etwas schon befürchtet, da unsere Speicherstände ja auch futsch waren. Ein großes Dankeschön und ein dickes Lob für diesen spannenden und sehr detaillierten AAR. Zu so einem enormen Aufwand konnten wir uns nie aufraffen. :)
General Lee, ich habe keine Divison mehr!

George Pickett´s AAR´s
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Jörg von Frundsberg
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Beitrag von Jörg von Frundsberg »

Also hat der Süden gewonnen ?? :D na wenigstens siegt der werte Lo :rolleyes: und werter Aktivist ein ganz großes Lob zu euren Karten !!! endlich konnte man das durcheinander halbwegs durchblicken !! Dafür meinen größten Dank !!
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Admiral Hipper
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Beitrag von Admiral Hipper »

Wir fordern ein Rematch, das bis zum letzten Blutstropfen aufgefochten wird!!

:fecht: :ph: :fiedel: :geistlicher: :fiedel: :ph: :fecht:

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Jörg von Frundsberg
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Beitrag von Jörg von Frundsberg »

Ach geliebte Kindheit ^^
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Beitrag von Aktivist »

@Hipper: Siehe Pn

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behind the scenes - Der Arkansas-Feldzug
Das Spiel ging gleich mit einem Paukenschlag los, wobei ich in Zukunft aber dringendst von solchen Himmelfahrtskommandos abrate. Eine Segelfahrt in den Nebel des Krieges kann verheerende Konsequenzen nach sich ziehen, wenn sie schief geht. Trotzdem möchte ich ein paar der Hintergründe aus meiner Sicht bzw. der Sicht Armisteads beleuchten. Ich tue dies in Form eines fiktiven Dialogs, wobei die zur Sprache gebrachten Infos alle korrekt sind. Viel Spaß!

Hallo Armistead!
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Hallo Aktivist, wieder im Lande?
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Ja, bin seit ein paar Tagen wieder zu Hause. Sehr bedauerlich, dass unsere Partie nicht mehr weiter geht. Ich hatte mich ehrlich gesagt schon sehr darauf gefreut.
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Wem sagt Ihr das? So spannend habe ich ACW selten erlebt. Schon zu Beginn Euer Einmarsch in Arkansas - da habt Ihr mich komplett überrumpelt.
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*lach. Danke für das Kompliment. Ich habe auch vorher gegen die KI geübt. Hauptsächlich, wie lange es dauert, bis eine Invasionsstreitmacht vor Ort sein kann und wie teuer das ganze wird. Um ausreichend Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Normalerweise würde ich nicht so spielen, aber für eine alternative Unionsstrategie war das ein schöner Start - wenn's klappt. Es gibt ja da im Mississippi eine Hintertür, ist allerdings kein Geheimnis.
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Ihr meint die Flussprovinz zwischen Mississippi und Red River? Eastern Branch heißt die, glaube ich - ja, das ist ein alter Hut für mich. Ich sah darin immer eher eine Möglichkeit, nach New Orleans zu segeln, ohne an den beiden Forts im Süden vorbei zu müssen. Allerdings kommt man nicht mit schweren Kriegsschiffen dorthin und das Ihr es mit einer Handvoll Segelschiffen versuchen würdet, war einfach nur total unwahrscheinlich. Dann war das wohl Euer Plan von Anfang an?
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Ja, als ich wegen des Pbems an Euch heran trat, hatte ich das schon "trainiert". Und ich wusste, wie viele Truppen und Schiffe ich brauchen würde bzw. ab wann ich selbige bereit zu stellen hatte. Aber ab Ende Mai 1861 verließ mich meine Zuversicht.
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Das müsst Ihr mir erklären! Es ist doch alles prima gelaufen.
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Nun ja, ich wollte der Invasionstruppe unbedingt einen Sanitätszug mitgeben. Gerade in dem zerklüfteten Gelände des Transmississippi ist der kleine Bonus auf die Reorganisation unbezahlbar. Aber dann zögerte sich die Fertigstellung immer weiter hinaus. Auch bei der Artillerie hat die Produktions-KI getrödelt. Inzwischen hatte ich die Flotte schon in Philadelphia versammelt - aber da war einfach nichts zu machen. Vielleicht war es gar nicht mal so schlimm - denn als meine Strategie südlich des Potomac im Desaster endete, war ich froh, noch ein paar schlagkräftige Reserven in der Hinterhand zu haben, solltet Ihr bei Washington zu zudringlich werden.
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Nein, da habt Ihr Euch umsonst Sorgen gemacht. Meine Truppen waren von den Kämpfen erledigt und ich war froh, dass Ihr das Manassas-Event nicht abwenden konntet und ich meine Wunschverteidigungslinie in Virginia einnehmen konnte. Dasselbe habe ich dann ja auch in Kentucky versucht...
. . .
Ja genau! 'Tschuldigung, jetzt bin ich Euch in's Wort gefallen. Ende Juli habt Ihr die Option gezogen und Anfang August seid Ihr einmarschiert. Ich hatte bis auf die Starttruppen kaum konzentrierte Streitkräfte in der Gegend. Ich dachte mir: Wenn Armistead jetzt dort vorstoßen würde, könnte ich ihn erst bei Cincinnati stoppen. Dazu kam die mangelhafte Perfomance meiner Einheiten bei Leesburg am Potomac. Damals habe ich mir sehr viele Gedanken darüber gemacht, ob ich die Arkansas-Invasion nicht abblase.
. . .
Und warum habt Ihr Eure Meinung nicht geändert?
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Ich hatte ja ein paar Aufklärer in das Gebiet geschickt. Da gingen keinerlei Alarmsirenen los. Little Rock und Fort Smith in Arkansas waren praktisch feindfrei. Die Flussmündung bei Berwick frei. Und die Küste bzw. das Landesinnere von Texas schienen auch nur schwach verteidigt zu werden. Aber damit war ich noch nicht beruhigt.
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Was war denn noch?
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Eure Kanonenboote. Mir war der Standort Eurer Flussflotte absolut unbekannt. Falls Ihr z.B. nur die Hälfte Eurer Kanonenboote in dieser Flussprovinz - wie hieß sie gleich, Eastern Branch - stationiert hättet, wären meine schwachen Segelschiffe ein leichtes Fressen geworden. Aber als sich die Lage am Potomac, in Kentucky und in Missouri gegen Ende August stabilisierte und vor allem der Sanitätszug endlich fertig wurde, beschloss ich, auf jeden Fall los zu fahren. Umdrehen kann man später immer noch.
. . .
Meine Flussflottille lag in Memphis. So stark ist die anfangs ja nicht und ich hatte auch nicht vor, sie 1861 zu verstärken. In Missouri wollte ich bis zum Winter nur hinhaltenden Widerstand leisten. Texas, nun ja, da muss man schon mit Invasionen rechnen. Aber ich hatte keine Ressourcen frei, um den Staat zu verteidigen. Und da bis dahin in Kentucky und am Potomac alles wie am Schnürchen lief, hätte ich den Verlust von Texas auch nicht ausführlich bejammert. Nur mit Arkansas hatte ich nicht gerechnet. Juli, August, September - und immer noch blieb alles ruhig dort. Ab Oktober kommt's dort schon zu Schneefall! Nein, da habe ich mich sicher gefühlt.
. . .
Ja, meine Flotte lief Anfang September aus, wenn ich mich nicht irre. Habt Ihr die eigentlich gesehen?
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Die Flotte? Im Replay habe ich sie gesehen, als sie an der Ostküste entlang segelte. Da allerdings nicht angezeigt wird, ob sich Truppen auf den Schiffen befinden, habe ich eher mit neuen Blockadeschiffen gerechnet. Südlich von Savannah verschwand sie dann aus meinem Blickfeld.
. . .
Jedenfalls habe ich unterwegs die schweren Kriegsschiffe abgekoppelt, um bis hinauf an die Quelle des Ouachita in Arkansas und des Neches Rivers bei Dallas zu fahren. Die Landung erfolgte noch einmal einen Zug später und auch bei Fort Smith schien alles nach Plan zu laufen. Lyon marschierte an Price in Fayetteville vorbei und bezog zwischen Fayetteville und Fort Smith Stellung. Aus Dallas sollte Schurz nach Norden marschieren, Hunter und McCall sollten erst einmal die Staatshauptstadt sichern. Aber dann wurde ich übermütig.
. . .
Ihr meint Euren Vormarsch auf Madison? Ja, das war vielleicht des Guten zuviel. Habt wahrscheinlich darauf gewettet, dass ich Price über den Fluss evakuiere? Nein, darin sah ich keinen Gewinn. Und zu Fuß wäre es ein Hungermarsch geworden. Die Chancen, sicher nach Fort Smith zu kommen, waren ja gar nicht so schlecht: sowohl die Provinz südlich von Fayetteville, als auch Fort Smith waren noch mehrheitlich unter meiner Kontrolle - Stichwort Zone of Control. Also konnte ich mit Price durchmarschieren, ohne ein Gefecht auszulösen. Ich war mir daher sicher, Fort Smith als letzten Außenposten im fernen Westen halten zu können - und hoffte darüber hinaus auf einen frühen und langen Winter. Das es dann allerdings so gut klappt, hätte selbst ich nicht zu träumen gewagt. Wallace ohne Kampf wieder aus Fort Smith vertrieben - die Stadt mit dem wichtigen Depot zurück erobert - und schlussendlich Lyon wieder über den Fluss gejagt. Damit war ich dann sehr zufrieden.
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Ja, bei mir ging auch wirklich alles schief. Die Dallas-Kolonne war meistens durch Inaktivität des Führers und das Wetter behindert, Lyon war abgekämpft und McCall habe ich bei Little Rock eigentlich in die falsche Richtung geschickt. Aber als kurze Zeit darauf eine stabile Nachschublinie aufgebaut wurde, hatte ich Hoffnung, hier zu überwintern.
. . .
Und warum habt Ihr es nicht getan? Ich hätte doch eh nichts mehr machen können.
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Nun ja, ich hatte schon wieder Pläne für das nächste Frühjahr und die Divisionen in Arkansas spielten eine wichtige Rolle dabei. Daher wollte ich Fremonts Truppen egal unter welchen Kosten rechtzeitig am Mississippi haben. Also habe ich mich für einen Winterangriff entschieden. Anstatt die Streitmacht aber erst einmal zu sammeln und dann als ein gemeinsamer Stack anzugreifen, habe ich die Divisionen einzeln nach Fort Smith geschickt. Schon das hätte ein viel schlimmeres Ende haben können. Fazit: Das war dumm und würde nicht wieder vorkommen.
. . .
*lach Und ich werde meine wichtigen Zielstädte nicht mehr so entblößen.

Ich weise nochmals auf die künstlerische Freiheit bei der Darstellung des Gesprächs hin. Wohl haben Armistead und ich uns auch schon während des Pbems über so manchen Spielzug ausgetauscht, doch diese Form der Gesprächsführung ist bis auf die zur Sprache gebrachten Hintergründe nicht real.

Was wollt Ihr denn mal von Armistead wissen? Schreibt's in die Kommentare! Und wer von Euch hatte eine bestimmte Lieblingsschlacht? Da es unter den Stabsoffizieren ja eine Menge sprachlich begabter Regenten mit viel Fantasie und Einfühlungsvermögen für ihre Rolle im AAR gab, äußere ich an dieser Stelle mal einen Wunsch:
Beschreibt doch mal eine Schlacht/eure Lieblingsschlacht aus dem AAR aus Rolle Eures Charakters/oder einer anderen fiktiven Gestalt/oder eines Geschichtslehrers/... Es muss ja kein seitenlanger Text sein. Falls gewünscht, kann ich die Spieldatei des jeweiligen Zugs per Mail zusenden. Also - was haltet Ihr davon? Falls mich die werten Regenten hängen lassen, bleibt mir nichts anderes übrig, als hiermit den werten Armistead um eine stilvolle Kampfbeschreibung zu bitten.


Gez.

Der Captain
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Beitrag von Aktivist »

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Ich habe Eure Bild- und Videobeiträge im Inhaltsverzeichnis verlinkt. Wenn Ihr darüber hinaus noch der Meinung seid, bestimmte Leserbeiträge seien der Verlinkung im Inhaltsverzeichnis wert, einfach nur melden.
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Jörg von Frundsberg
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Beitrag von Jörg von Frundsberg »

Leider ist das alles zu lang her ......... ^^ Ich weiß nur das es extremst spannend :D und kann ich nur dem Admiral zustimmen !! da hilft nur ein neues Spiel :^^:
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George Pickett
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Beitrag von George Pickett »

Da können wir dem werten Jörg nur zustimmen. Der Bürgerkrieg kommt in diesem Forum zur Zeit viel zu kurz. Das müssen die beiden besten Strategen ändern und einen neuen Bürgerkrieg anzetteln. :D
General Lee, ich habe keine Divison mehr!

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SolInvictus202
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Beitrag von SolInvictus202 »

schön, dass es weitergeht :)
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Beitrag von Aktivist »

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...und treffen uns dann wie verabredet.
Wer kennt das nicht aus dem Leben 1.0? Man will mit ein paar Freunden einen gemeinsamen Abend in der Stadt verbringen, sagen wir mal, in der Club-Disco „Metropolis“. Keine Chance, dass alle zur selben Zeit am selben Ort eintreffen, aber dank menschlicher Intelligenz und moderner Kommunikationstechnik ist das ja kein Hindernis. Manche Leute werden sich vielleicht gemeinsam auf den Weg machen, manche einzeln. Manche treffen sich bereits vorher, weil sie etwas unternehmen wollen, andere können erst zu später Stunde zur Runde stoßen. Und manche können bis zur letzten Minute keine feste Zusage geben. Und mitunter können sich Zeiten oder Orte ganz spontan ändern, ohne dass jeder Beteiligte davon informiert wird...

Dieses Gefühl war in unserem Pbem nichts Seltenes. Aber ein perfektes Beispiel für organisiertes Chaos war der Mitte-November-1862-Zug. Aus Gründen der Ausgewogenheit konnte ich damals nicht in der Ausführlichkeit auf die Zugplanungen eingehen, wie ich sie eigentlich für notwendig hielt. Immerhin war damals eine Menge Bewegung im Spiel: nicht nur die Ausgangssituation wurde damals von Zug auf Zug fundamental geändert, auch meine taktischen Planungen wechselten ständig hin und her. Schon möglich, dass ich da unterwegs so manchen Mitleser verlor...

Anyway, Mitte November 1862 öffnete sich bei Washington noch einmal ein sehr kleines Fenster der Hoffnung. Das Wetter spielte mir in die Karten, der Gegner hatte im letzten Zug nicht entschlossen genug gehandelt und ich hatte theoretisch genügend Truppen für einen massiven Gegenschlag zur Hand. Ich sage theoretisch, denn die meisten Einheiten waren noch mehrere Tage Eisenbahntransports entfernt und standen außerdem in der Befehlskette von General George B. McClellan. In der Zugplanung für die „Entscheidungsschlacht 1862“ zog ich damals alle Register meines Könnens – bzw. ich stieß damals an die Grenzen meines Könnens. Ich werde die Marschrouten noch einmal für die geneigte Leserschaft nachzeichnen und erklären. Gewissermaßen ein Preludium zur Schlacht von Washington...
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Okay – werfen wir einen Blick auf die große Karte. Wie man sieht, herrscht in Washington allerbestes Wetter. Daneben – in Montgomery – haben Regen und Matsch den Zustand der Straßen und Wege verschlimmert. Was bedeutet das? Nun – ein Stack kann von Annapolis aus (das ist nördlich von Washington) innerhalb von sechs Tagen nach Washington marschieren, selbst wenn sein Kommandeur inaktiv ist. Das ist Fremonts Marschroute – er ist inaktiv und er fährt zunächst per Eisenbahn nach Annapolis. Auf der anderen Seite dauert es ebenfalls mindestens sechs Tage Marschzeit, um nach Montgomery MD zu gelangen. Mehr, wenn man einen Fluß überqueren muss (etwa 8-9 Tage). Mehr, wenn man inaktiv ist. Mehr, wenn die Truppen nicht die volle Kohäsion oder Kampfstärke haben. Weniger, wenn man per Gewaltmarsch marschiert. In jedem Fall aber können die feindlichen Stacks unter General Lee und Major General Jackson nicht früher als in sechs Tagen einen Schlacht eröffnen. Wenn ich also nach fünf Tagen meine Armee in dem betreffenden Gebiet versammelt hätte und meine Stacks unter dem Kommando von Kommandeuren stünden, die alle zu Fremonts Armee gehören, habe ich einen Vorteil.

Man sieht ebenfalls, dass nur ein einziger Stack auf Washington vorrücken soll, nämlich Fremonts Armeestack selber. Er muss also unterwegs genügend „Truppen einsammeln“, um stark genug zu sein, den Initialangriff gegen General Lee durchzuführen. Ist er zu schwach, zieht sich die KI möglicherweise von alleine wieder zurück. Und dann hängt es von den Korpskommandeuren in den umgebenden Provinzen ab, ob sich weitere Truppen am „March to the sound of the guns“ beteiligen.

Für diesen Zug habe ich jeden Stack im Großraum Ostküste auseinander gerupft und neu geordnet – selbst einzelne Divisionen habe ich z.T. neu sortiert. Die Beschreibung der Marschbefehle gliedere ich nach Korps bzw. Stacks:
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Erstens:
Pope's Corps
Pope bekam Pratts Division, die während der vergangenen Kämpfe angeschlagen war und daher ohnehin keinen entscheidenden Punch hätte austeilen können. Pope's Auftrag war es, die Verteidigungsgräben in Frederick MD zu halten, sollte sich Longstreet zu einem Angriff entschließen. Unterstützung hätte er von Fitzjohn Porter oder Phil Kearny erhalten.

Zweitens:
Porter's Corps
Porter sollte Leesburg südlich des Potomac besetzt halten, damit Longstreet nicht auf schnellem Wege zu Jackson aufrücken konnte. Zu schwach, um einem konzentrierten Angriff der beiden südstaatlichen Korpsführer zu widerstehen, hätte er auf die Unterstützung durch Pope und Kearny vertrauen müssen. Seine Division unter Morell war in relativ guter Verfassung.

Drittens:
Kearny's Corps
Kearny war bereits seit letztem Zug auf dem Weg nach Montgomery MD und hatte dadurch einen entscheidenden zeitlichen Vorsprung vor Jackson oder Lee. Aber ähnlich wie Pope litt auch er unter einem Handycap. Slocum's Division war ersatzgeschwächt und müde; unter den Infanterietruppen befanden sich zudem viele Milizen. Asboth andererseits war immer noch zu zwei Dritteln kampfbereit und kommandierte erfahrene Regimenter.
Kearny hatte einen zentralen Auftrag: er sollte Montgomery besetzen und gegen den unvermeidlichen feindlichen Gegenangriff verteidigen. Er verfügte immerhin über einen Fluß als Barriere gegen Stonewall Jackson, aber würde sich nicht mehr eingraben können. Sowohl Pope, Porter und Fremont könnten ihn unterstützen – und eventuell sogar die Masse der Divisionen, welche im letzten Zug aus Virginia nach Delaware gebracht worden waren, wenn sie rechtzeitig in Annapolis eintreffen würden. Im Prinzip aber steht es Spitze auf Kopf: um erfolgreich zu sein, muss er Asboth's Division klug einsetzen und darf sich nicht zurückziehen.
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Viertens:
Meade's Corps
George Meade hatte den kleinsten Beitrag zu leisten. Ich konnte ihn nicht abtransportieren und seine Truppen waren zu erschöpft, um bis nach Annapolis zu marschieren. Allerdings waren er und sein Divisionskommandeur Reynolds aktiv, was die Kampfstärke der Division auf etwa 75% hob. Wenn Fremont den Kampf bei Washington beginnt, wird er hoffentlich in das Gefecht eingreifen.
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Fünftens:
Fremont's Army
Als sich Fremont in Richtung Washington auf den Weg machte, um Lee's Belagerungsring zu durchbrechen, verfügte er nur über Brigade. Er sollte durch zwei Stacks mit drei Divisionen „auf dem Marsch“ verstärkt werden; und zwar durch Joe Hooker mit den zu 90% einsatzfähigen Divisionen Sedgewicks und Sheridans, sowie durch Negley's Division (100% Kampfstärke), welche vorher in Milroy's Corps war. Fremont selber ist innerhalb von zwei Tagen in Annapolis und beginnt seinen Marsch nach Washington. Am nächsten Tag „schluckt“ er Negley's Division und noch einmal zwei Tage später die Divisionen von Hooker. Jedes mal muss er seinen Marsch von neuem beginnen – er kann also erst am fünften Tag aufbrechen und benötigt sechs Tage. Das heißt, er ist am 11. Tag in Washington.
Er kann natürlich früher in einen Kampf verwickelt werden – und zwar, sollte Jackson Kearny bei Montgomery angreifen. Jackson kann aber nicht vor Tag sechs in Montgomery sein – und da hat Fremont bereits drei Divisionen unter seinem Kommando. Gemeinsam verfügen Fremont, Pope, Kearny und Porter über etwa gleich viele Truppen wie Jackson und Lee. Und sie würden in der Verteidigerrolle kämpfen. Einen sicheren Sieg würden sie aber nur erringen, wenn sie noch über zusätzliche Unterstützungskräfte verfügen könnten...
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Sechstens:
Corcoran's Stack – McDowell's Stack und Keyes' Corps

Michael Corcoran ist das Zentrum aller Bewegungen: Mit seiner Irish Legion steht er in Chester PA und wird per Eisenbahn nach Annapolis gebracht – Dauer zwei Tage. Am dritten Tag schließt sich ihm Humphreys an – er stammt wie Negley aus Milroy's Corps. Gemeinsam sind Humphreys und Corcoran so stark wie eine normale Unions-Division. Da sie aber jeweils als eigene Division organisiert sind, verbrauchen sie alleine bereits 8 Kommandopunkte. Am fünften Tag rauscht General McDowell mit den Divisionen Lyon und Reynolds nach Annapolis. McDowell ist aber keiner von Fremonts Korpsführern. Um das zu werden, muss er eines dieser Korps „übernehmen“ - und das ist der Stack von Keyes. Keyes erscheint am sechsten Tag in Annapolis und übernimmt den Stack Corcoran/Humphreys, wird aber im gleichen Zug von McDowell „geschluckt“ (der ist ja schon vor Ort). Wegen der höheren Rangfolge ist General McDowell damit Kommandeur des vormals unter Keyes organisierten „Corps“ und gehört nun zu Fremont's Army.
Das erhoffte Ergebnis: Am sechsten Tag – dem frühesten Tag, an dem ich ungewollt in Kampfhandlungen verstrickt werden kann – kommandiert McDowell nominell vier Division (alle fast zu 100% kampfbereit) und ist Korpskommandeur unter Fremont. Einen Tag früher hat Fremont mit dem Marsch in Richtung Washington begonnen. Sollte der Kampf durch Jacksons Angriff auf Kearny eröffnet werden, stünden etwa 70.000 Truppen bereit, um sich gegen 45.000 Mann aus Jacksons und Lees Kommandos zu verteidigen. Kommt Fremont bis nach Washington, verfügt er über etwa 63.000 Mann, wohingegen Lee (der nun alleine kämpfen muss), nicht mehr als 28.000 Mann aufbringen dürfte.


Tja – der werte Frundsberg hatte den Braten damals schon gerochen. Zu kompliziert. Zuviel hätte-wäre-wenn. Nicht konzentriert genug. Anstelle beide Aufgaben zu erfüllen: die Verteidigung Montgomerys durch Kearny UND den Angriff auf Washington – hätte ich mich damals nur auf eine Mission konzentrieren sollen. Dann wäre sicher kein totaler Sieg heraus gesprungen, aber ich hätte Washington vermutlich relativ zeitnah zurück erobert.


Gez.
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Beitrag von SolInvictus202 »

Edler Captain,

nach einer langen Absenz, bedingt durch die schwere Verwundung im südlichen Kampfabschnitt, melden wir uns wieder an der Front zurück und bitten um sofortige Einteilung für neue Aufgaben!

gez. Lt.Col Invictus
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Beitrag von Aktivist »

Werter Sol, das hängt davon ab... Wie Ihr wahrscheinlich schon wisst, kann das aktuelle Spiel nicht fortgeführt werden, da dem werten Armistead die Spieldateien fehlen. Einen "Reboot" der Serie wird es geben, allerdings wird diesmal eher Armistead Executive Producer & Director sein. Da uns das klassische AACW aber zu "ausgelutscht" schien, beschäftigen wir uns beide momentan mit einem "getunten" AACW. Sprich - wir modden.

Primär beschäftigen wir uns derzeit mit den Leadern. Die CSA-Leader sind im Prinzip fertig (jetzt mit 50% mehr Inhalt) und für die USA-Leader sammele ich schon mal Daten. Wenn Ihr um eine Mod-bezogene Aufgabenzuteilung bittet, dann hätte ich da durchaus ein Betätigungsfeld für Euch.

- Und zwar geht um die Leaderpics. Armistead und ich möchten die schnuckligen AACW-Style-Bilder durch echte Fotos ersetzen. Ich bräuchte also jemanden, der diese Bildchen sammelt, benamst und sie mir zuschickt.

Wenn das was für Euch wäre, können wir das per PN bequatschen.

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Beitrag von George Pickett »

Was verändert Ihr denn, werter Aktivist? Abgesehen von dem Ersetzten der Bilder durch echte Fotos (gute Idee übrigens). Verändert Ihr die Leader-Werte oder erweitert Ihr Sie? Gibt es noch andere geplante Veränderungen am Spiel?

Nicht, dass wir neugierig wären... :D
General Lee, ich habe keine Divison mehr!

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Beitrag von Aktivist »

Weil ich grade wieder an den Leadern sitze, werde ich nur sehr stichpunktartig antworten. Vergebt mir, dass ich mir nicht mehr Zeit nehme.

- Die Leader werden mehr an die historische Realität angepasst. Das gilt insbesondere für die vielen 3-1-1er, bei welchen den Entwicklern wohl die Zeit ausgegangen ist. Aber auch alle anderen Leader werden überprüft und Ihre Zwei/Dreisternmodelle unterscheiden sich von den Einsternwerten
- Für bestimmte Leader werden Autobeförderungen eingefügt oder korrigiert, ebenfalls mit Blick auf den historischen Record. Das ist einerseits sicherlich schön (Stonewall, Stuart, Kirby Smith), andererseits aber auch painful (Bragg, APHill)
- die Traits werden nach Auswirkungen im Spiel vergeben: bestes Beispiel Quick_Angered - im Spiel wird dadurch die Kommandoeffizienz gesenkt, sprich diese Offiziere können weniger Truppen ohne Abzüge kommandieren. Deswegen verteilen wir dieses Trait extrem großzügig unter all den Offizieren, die vielleicht eine Stufe zu hoch befördert wurden (Polk, Pickett) - trifft im Prinzip die meisten hinzugefügten Zwei- oder Dreisternmodelle
- Erscheinungsdatum und Erscheinungsort bzw. Erscheinungskonditionen werden der historischen Realität angepasst (es gibt keine Januar-Generalsevents mehr)
- die Bilder, okay ist schon genannt worden
- manche Leader werden gelöscht (Bonham, Parsons, Colston)
- manche Leader kommen dazu (Maxey, Lovell, Churchill) --> für die CSA haben wir derzeit etwa 130 Leader mit vielen neuen Modellen für Zweisterner oder Dreisterner; sprich etwa 50% mehr als im Normalspiel
- es gibt Stabsoffiziere mit 1-0-0er Werten und einem besonderen Trait (Alexander, Pendleton, Sorrel)
- der Bewertungsmaßstab für die Leaderwerte wurde verändert (es gibt z.B. kaum noch 5er oder 6er-Werte bei Att/Def, dafür viel mehr 0er)
- die Todeswahrscheinlichkeit im Gefecht wird erhöht

Was wir darüber hinaus noch machen, muss man sehen. Auf keinen Fall werden wir die Karte anrühren - das ist zuviel Arbeit. Ich füge auch keine neuen Abilities hinzu, weil ich nicht weiß, wie ich das machen soll. Also allerhöchstens murkseln wir vielleicht bei den Events noch ein bisschen rum. Oder kümmern uns um ein paar leicht zu editierende Flaws. Mal sehen, wenn ich mit den US-Leadern halbwegs durch bin, habe ich vielleicht einen etwas freieren Kopf.

A.
Aktivist für Deutschland -Wahlprogramm-
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