Irgendwie verlieren wir die Lust.
Schwer zu fassen wieso, jedoch fühlt es sich eben nicht mehr wie UFO an. Klar, bezüglich Darstellung, quadratischem Spielfeld usw. ist Xenonauts der beste Klon von XCom, der bisher gemacht wurde.
Die uns störende Tatsache ist eine andere: Das Spiel, so haben wir es jedenfalls stets verstanden, war immer humoristisch. Das haben wir oben beschrieben, und auf dieser Grundlage funktionierte der AAR "Alte Besen kehren am besten".
Doch das ist jetzt vorbei und zum ersten Mal beschweren wir uns über zu gute KI. Der Feind nimmt und behält Deckung und all die letztlich humorig überzeichneten Waffen aus XCom bleiben uns verwehrt, der Blaster z.B. wird als zu unrealistisch und zu einfach abgebügelt. Das ist absur.
In diesem Fall hätten wir z.B. einfach Jesse Owens nochmal um die Ecke geschickt, jedoch mit abgezogenem Brisanzsprengstoff. Doch das funktioniert hier nicht. Also Bismarck mit dem Raketenwerfer:
Wieso hat er auf diese Entfernung eine Trefferwahrscheinlichkeit von 9%?
Derweil feuern Aliens, die wir nicht sehen können munter auf die Wand des Nachbarraumes.
Diese können sich das erlauben, denn sie haben unbegrenzte Munition.
Aber es passt alles nicht zusammen, auch wenn wir uns vom Vorsatz eines lustigen Spiels trennen.
Wer kann mir diese Trefferwahrscheinlichkeiten erklären? Und so weiter und so fort.
Aus Ufo - Enemy Unknown ist auf diese Weise ein unfair schweres Taktikspiel geworden.
Natürlich sind wir in der Beta, und vieles wird sich noch ändern können.
Aber der Funke ist erstmal erloschen.
Man hätte aus dem Thema "kalter Krieg" soviel mehr machen können, aber bisher haben wir nur Hammer und Sichel in Leningrad entdeckt.