Auf Mansteins Spuren: Kharkov '43 - Plankalkül gg. Amman

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oberst_klink
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Beitrag von oberst_klink »

Hier die Änderungen im Stenogramm (wurden schon im Cfant AAR erwähnt):

Meine werten Tester!

Nachdem ich mir Nippe's 'Last Victory in Russia' nochmals durchgelesen habe wurden folgende kleine aber wichtige Änderungen in meiner letzten aktuellen Version von Kharkov '43 implementiert:

Alle sowjetischen Rfl.Div. wurden auf, 40-60% ihres Solls reduziert. Generell habe ich die Gds.Rfl. um die 55-60% reduziert, manche anderen Sch.Rgt. auf 40%.

Tank Stärken der Sowjets wurden bei allen Tank.Bde. gemäß folgender Aussage im Buch angepasst:

Voronezh Front mit 315 Tanks in 12 Tank.Bde, plus 300 Reserve (2 x TC). Die Verstärkungen, also 2 Tank.Corps haben 90% ihres Solls. Der Rest 50% oder weniger.
SW Front, Mobile Gruppe Popov 212 Tanks, aufgeteilt auf 4 Tank.Corps, ca. 21 Tanks (40% des Solls) pro Tank.Bde. Reserve von 300 (2 x TC). Auch hier haben die 2 TC ein Soll von 90%.

GD.Pz.Rgt., der Liebling der "Block die Russen nördlich Belgorod" Fraktion hat zu Beginn... 17 einsatzbereite Panzer :D Dafür befinden sich aber die Reste und Tle. der 23.Ung.le.Div und der 1.Ung.Pz.Div mit 40% des Solls im Gebiet um Belgorod...
168.Inf.Div auf 40-50% des Solls, KG.88.Inf.Div. auch auf 40-50% des Solls.
Im Süden wurde die 382.Feld.Ausb.Div mit 33% Einsatz und 40% des Solls mehr oder weniger aus der Front geholt und historisch auch am 25.2.1943 abgezogen. Erwartet also keine Heldentaten mehr von dieser Truppe. 320.Inf.Div & 298.Inf.Div auch auf 50-60% des Solls angepasst.
Alle Pz.Rgt. der 1.PA auf 30-50% der Pz.Stärke heruntergeschraubt; auch hier muss man jetzt ein bisserl weiser damit umgehen...
Der Rest alles wie gehabt, die Verstärkungen aus Frankreich in den meisten Fällen bei 80-90% des Solls.

Wer sich noch über den relativ "hohen" Ersatz wundert... Replacements bedeuten nicht immer neue Panzer oder Ausrüstung sondern auch Material, Mannschaften, usw. das aus den Depots oder den Reparaturwerkstätten, FE Einheiten, usw. kommt. GD.Pz.Rgt. hatt z.B. 14 Panzer in Reparatur die in 14 Tagen alle wieder einsatzbereit waren. Genaue und verlässliche Zahlen habe ich leider keine, aber die Verluste sind bei einem Spiel ja auch nicht immer 100% historisch, so das es dadurch, bzw. dem Spielverlauf, kompensiert wird.

Klink, Oberst
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plankalkül
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Beitrag von plankalkül »

Runde 4 - 4. Februar 1943

Bei Belgorod geht der holprige Rückzug der 168. ID weiter. Zwar kann die als taktische Reserve eingesetzte StuG.-Abt. der GD Div. einen sowjetischen Angriff zunächst abwehren, muss aber dem gegnerischen Folgeangriff letzten Endes doch weichen. So erkaufte die Abteilung immerhin eine Kampfphase, was den Feind davon abhielt von Norden her die Rückzugsstrasse zu erreichen. Die Division ist immer noch recht zersplittert, aber der Rückzug kann weitergehen. Nördlich von Belgorod sind jetzt 3 Schützendivisionen im Anmarsch; deswegen und weil der feindliche Vormarsch weiter südlich schnellen Fortschritt macht bzw dieser erwartet wird muss sich die 168. beeilen möglichst schnell die Stadt zu erreichen. Ein ursprünglich geplantes langsames Zurückfallen ist somit vom Tisch.

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Im Raum Kharkov ist uns der Feind hart auf den Fersen. Den gepanzerten Elementen der Division "Das Reich" droht die Verwicklung in Kämpfe mit überlegenen Feindkräften. Weiter südlich zieht sich die 298. ID planmässig zurück... wenn man von der Tatsache absieht, dass das Gren.Regt. 526 bei Kupyansk vom Gegner gestellt und vernichtet wurde:

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Der Pechengi-Übergang wird bereits von Elementen der Division befestigt. Auf dem Screenshot kann man bei Kharkov auch die Großdeutschland Division auf dem Weg in die Reserve sehen:

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Im Süden geht der sowjetische Vorstoss in die Tiefe des Raumes weiter. So erzielt Amman zwar viel Geländegewinn, zersplittert aber seine Kräfte, was ich für einen Fehler halte. Der Rückzug der 320. ID entlang des Nordufers des Donets mündet langsam in ein mittleres Desaster. Die Einheiten der Division sind zersplittert und vom Feind gebunden. Zwei Regimenter, die schnelle Abteilung und das Ersatzbataillon hängen immer noch nördlich Izyum fest. Aufgrund des nach Osten eingeschwenkten unidentifizierten Tank Korps, das auf die vom Gren.Regt. 587 gehaltenen Savintsky-Brücke marschiert und der von Osten heranwalzenden Übermacht muss man diese Einheiten wohl abschreiben :(

Endlich aber zu den guten Nachrichten: Die 1. Pz.Armee tritt zum Angriff auf die vom Feind nur mit Infanterie gesicherte Eisenbahnverbindung Slavyansk - Barvenkovo - Luzovaya an und kann diese an mehreren Stellen unterbrechen. Wir dringen auch in die südlichen Stadtteile von Slavyansk ein. Die 19. Pz.Div. soll nächste Runde auf Barvenkovo vorstossen. Ich glaube, wir haben Amman hier ganz schön überrumpelt..

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Die Luftlage:

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Verluste, Pool (Reparatur & Ersatz) und einsatzbereite Flugzeuge:

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Ich setze - trotz der schlechten Wetterverhältnisse - zunächst auf Abriegelung (das Wetter ist nicht immer schlecht, es gibt auch die ein oder andere Runde mit klarem Himmel). Das nimmt die Geschwader nicht so mit wie taktische Bodenunterstützung. Später, wenn die 4. Pz.Armee zum Angriff antritt soll die Luftwaffe feindliche Artillerie bekämpfen.
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plankalkül
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Beitrag von plankalkül »

Runde 5 - 5. Februar 1943

Im Norden bei Belgorod hat sich die Lage bei der 168. ID als auch nördlich der Stadt etwas entspannt. Die 168. konnte sich ohne grössere Probleme vom Feind lösen und ein zersplittertes Regiment konnte wieder zusammengeführt werden. Bei Belgorod selber sind jetzt endlich die Korpstruppen des Korps Raus frei geworden (aus der Reserve) und weitere wurden im Eisenbahntranspot herangeschafft, dabei handelt es sich um verschiedene Infanterie Kampfgruppen, Artillerie und eine Stug Abteilung. Eine sehr willkommene und benötigte Verstärkung für die Verteidigung der Stadt.
Im (weit gedehnten) Sektor der Division "Das Reich" konnten sich Teile der vom Feind bedrängten Truppen lösen und sich hinter das westliche Donetsufer zurückziehen. Für die Pz.-Aufklärungs-, die Panzerjäger- und die Kradschützenabteilung ist die Gefahr jedoch noch nicht gebannt. Vor allem die Pz.Aufkl.Abt. steht bedenklich isoliert, vor allem da jetzt eine gepanzerte sowjetische Kampfgruppe Volchansk eingenommen hat.

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Südlich und südöstlich Kharkov: Die 320. ID ist wenigstens de Fakto noch im Spiel. Dem Feind gelang es nur eine Kompanie der Ersatzabteilung zu vernichten und die Brücke von Savintsky zu nehmen, der Rest der Truppen wurde vom Feind durch Angriffe vor sich hergetrieben ohne ihren Zusammenhalt zu verlieren (also ohne zu "evaporieren"). Das jedoch kann natürlich noch kommen, ein Teil der Einheiten ist in Reorg und kann sich deshalb nicht weiter absetzen. Die schnelle Abteilung und III./Gren.Regt.586 (Ein Drittel des zersplitterten Regts, aber so schreibt es sich schöner ;) )) müssen sich abseits der Strassen bewegen, was natürlich wesentlich langsamer vonstatten geht. Unterdessen hat die Leibstandarte eine unüberwindbare Riegelstellung gegen das nahende 3. Tk Korps errichtet. Es ist auch ein bisschen Show of Force.. Wir rechnen damit, dass Ammanov seine Panzer abdrehen lassen wird, sonst droht ihm eine Kesselung und die sichere Vernichtung. Er könnte allerding auch das 10. Tk Korps umdrehen lassen um das 3. zu verstärken. Wäre auch gut, das nähme Druck von den südöstlichen Zugängen nach Kharkov.

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Popov hält weiterhin auf Pavlograd zu, bewegt sich aber nicht entlang der Strasse, sondern entlang der Eisenbahnlinie was seine Geschwindigkeit wesentlich reduziert und für uns den Vorteil hat, dass die 333. ID (jetzt per Eisenbahn herangebracht) die Verteidigung der Stadt doch noch übernehmen kann. Wahrscheinlich wäre der Gegner vor der Division in der Stadt gewesen hätte er sich entlang der Strassen fortbewegt. Popovs Absicht entlang der Eisenbahn-Versorungslinie vorzurücken statt des schnellen Vorankommens entlang der Strasse wurde durch die Offensive der 1. Pz.Armee ja schon konterkariert, aber er befand sich schon Anfang Runde 4 vor der Unterbrechung der Eisenbahnlinie abseits der Strasse.

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Und damit zur 1. Pz.Armee. Jetzt kann ich's ja verraten, ich hatte ein ETE nach der 3. Kampfrunde (bei 50%). Das ist trotz der von den 4 Panzerdivisionen erreichten Erfolge sehr schlecht, denn keines der Artillerie-Regimenter im Operationsgebiet der Armee ist eingegraben oder befindet sich in taktischer Reserve. Bleibt nur zu hoffen dass Amman keine frischen Tanks heranschafft und dass unser Angriff soviel Schaden angerichtet hat, dass ein Gegenangriff nicht möglich ist...
Ich bin auch zugegebenermassen überrascht vom durchschlagenden Erfolg des Angriffs denn die 1. Pz.Armee war nicht gerade frisch. Jedenfalls solls uns recht sein. Als Ziel ist ausgegeben die Übergänge bei Kramy Liman zu nehmen und hier dann zur Verteidigung überzugehen, Einnahme von Slavyansk (bereits erreicht) und Festsetzen in der Stadt sowie Einnahme von Barvenkovo um sich hier ebenfalls festzusetzen. Je nach Entwicklung könnte dann noch auf Izyum und Mahia Veremovka vorgegangen werden, aber eine Einnahme der dortigen Übergänge bzw das Erreichen dieser halte ich angesichts der noch kommenden sowj. Verstärkungen zunächst für nicht durchführbar - die Brücken südlich von Kramy Liman zu nehmen und zu halten allerdings schon.

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Dem Oberst könnten sich allerdings die Haare sträuben... wie historisch plausibel ist denn diese Entwicklung? Und warum war es historisch nicht zu diesem Zeitpunkt möglich? Hat Amman zu schwach gesichert im Vergleich zu seinem historischen Gegenpart?
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plankalkül
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Beitrag von plankalkül »

Hier mal ein Überblick über die Stärke der deutschen Panzerregimenter (Anfang Runde 5). Der Oberst hat deren Ist-Stärke im Vergleich zur vorigen Szenarioversion reduziert, die Einheiten sind trotzdem immer noch stärker als ihre Gegenstücke, die Tank Brigaden der roten Armee.

Die zwei Panzerabteilungen der SS Pz.Gren.Div. "Das Reich":

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Die zwei Panzerabteilungen der SS Pz.Gren.Div. "Leibstandarte":

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Die 27. Pz.Div. verfügt nur über eine Abteilung:

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Das Panzerregiment "Großdeutschland":

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Panzerregiment 6 der 3. Pz.Div.:

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Panzerregiment 15 der 11. Pz.Div.:

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Panzerregiment 25 der 7. Pz.Div.:

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Panzerregiment 27 der 19. Pz.Div.:

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Beitrag von oberst_klink »

Das Problem von Popov war schon zu Beginn ganz simpel - keine ausreichende Infanterie Unterstützung; später (zu spät) wurden dann 2 x Ski.Bde von der Frontreserve freigegeben. Der ganze Plan mit einem Panzer-Raid die 1.Pz.Armee abzuschneiden war sowieso schon Makulatur. Generell bin ich zufrieden wie ich das nach 18 Monaten zusammengebastelt habe. Ich habe jetzt das Rüstzeug für noch g*ilere Szenarien im Format 2.5/Hex und 12Std oder sogar 6Std pro Zug. Die ersten Tests im Sandkasten laufen sehr vielversprechend :D

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Klink, Oberst
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Cfant
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Beitrag von Cfant »

Jaja, hätte doch nur irgendjemand irgendwann mal drauf hingewiesen, dass die Russen einfach zu schwach sind, um deutschen Gegenstößen standzuhalten und dass die 1. Panzerarmee viel zu viele Truppen bindet, wenn man das verhindern will. Oder hätte doch irgendjemand irgendwann zweimal gezeigt, dass ein zu weites Vordringen der Russen in deren Vernichtung endet. Aber leider hat das niemand, oder? ;)

Ok, Ende des Sarkasmus-Einschubs. Wie dem auch sei, dieses Vorstoßen in den freien Raum bringt wenig und halte ich - wie ja Plankalkül auch schon gesagt hat - für einen Fehler. Sogar für einen entscheidenden. Denn diese Truppen werden vernichtet. Vielleicht nicht gleich, aber irgendwann. Und sie fehlen im Süden gegen die 1. Panzerarmee, die - wie seit gefühlten 10 Jahren gesagt - den Russen massiv gefährdet, um es harmlos zu formulieren. Im Gegenzug können sie eigentlich gar nichts erreichen - der Süden wird vom Supplypunkt Stalino versorgt, der Norden und die Mitte vom Supplypunkt Kharkov. Das einzige, was Amman erreichen kann, ist, dass die 1. Panzeramee keine Truppen an andere Frontabschnitte abgeben kann, wenn er die Bahnverbindung blockiert. Im Gegenzug erledigt die 1. Panzerarmee aber die russische Südfront. War in beiden Blitzpartien gegen den Oberst so. Es würde nur dann Sinn machen, wenn der russische Vorstoß irgendein strategisches Ziel erreichen könnte, etwa Kharkov den Supply zu nehmen oder deutsche Verstärkungen zu blockieren. So schwächt sich Amman wohl nur selbst :(

Wobei meine Erfahrungen natürlich von den vorigen Versionen stammen. Eventuell ist der Deutsche hier genug geschwächt worden, dass der Russe auch mittelfristig Chancen hat. Das zu testen sind die momentanen Spiele ja da :)
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