Hearts of Iron 2 - Blitzkriegs-AAR: In drei Jahren zur Weltherrschaft
Hearts of Iron 2 - Blitzkriegs-AAR: In drei Jahren zur Weltherrschaft
Werte Foristen! Werte Hearts-of-Iron-Grognards! Und vor allem werte Freunde aus dem untergegangenen Hearts-of-Iron-Forum (Wilhelm Klink, Studti)!
Auf einem alten Datenspeicher habe ich meine Urschrift meines allerersten AARs wieder entdeckt. Die Frage ist, welche ich an das Publikum stellen möchte ist, habt Ihr Interesse am Wiederaufbau dieses AARs? Es wartet eine Menge Arbeit auf mich, da ich die damals veröffentlichte Endversion stark von der Urschrift abwich. Alte Screenshots außer den letztlich im AAR verwendeten Bildern stehen mir auch nicht mehr zur Verfügung, um meinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen. Ich würde diese Sysiphosarbeit nur auf mich nehmen, wenn es genügend wohlmeinende Ermunterungen dazu gibt. Eines kann ich jedenfalls versprechen: auf Euch warten 211 Din-A4-Seiten Skript und 178 Bilder.
Also - der Ball liegt nun bei Euch.
Aktivist
Auf einem alten Datenspeicher habe ich meine Urschrift meines allerersten AARs wieder entdeckt. Die Frage ist, welche ich an das Publikum stellen möchte ist, habt Ihr Interesse am Wiederaufbau dieses AARs? Es wartet eine Menge Arbeit auf mich, da ich die damals veröffentlichte Endversion stark von der Urschrift abwich. Alte Screenshots außer den letztlich im AAR verwendeten Bildern stehen mir auch nicht mehr zur Verfügung, um meinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen. Ich würde diese Sysiphosarbeit nur auf mich nehmen, wenn es genügend wohlmeinende Ermunterungen dazu gibt. Eines kann ich jedenfalls versprechen: auf Euch warten 211 Din-A4-Seiten Skript und 178 Bilder.
Also - der Ball liegt nun bei Euch.
Aktivist
- Allenthalben
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- Wilhelm Klink
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+4
Ich kann nur noch einmal mit Nachdruck wiederholen, den AAR hier zu rekonstruieren! Ihr würdet SI um einen sehr außergewöhnlichen AAR bereichern.
An alle anderen:
Dies ist bislang der einzige AAR, den ich kenne, der nicht nur mit einer großen Zielstrebigkeit geschrieben und beendet wurde, sondern in dem der Autor zu Beginn zudem Grand Ouvert ansagt!
Ich bitte um einen Shitstorm "wohlmeinender Ermunterungen"
An alle anderen:
Dies ist bislang der einzige AAR, den ich kenne, der nicht nur mit einer großen Zielstrebigkeit geschrieben und beendet wurde, sondern in dem der Autor zu Beginn zudem Grand Ouvert ansagt!
Ich bitte um einen Shitstorm "wohlmeinender Ermunterungen"

Blitzkriegs-AAR: In drei Jahren zur Weltherrschaft
Blitzkrieg: Ist eine Form der Kriegführung des kombinierten, koordinierten Einsatzes verschiedener Teilstreitkräfte. Plötzliche, schnelle und unerwartete Vorstöße sollen dem Gegner im Idealfall keine Möglichkeit geben, eine stabile Verteidigung zu organisieren.
Der eigene Schwerpunkt liegt auf von konzentrierten Panzerstreitkräften vorgetragenen Attacken - unterstützt von eigenen taktischen Fliegerkräften -, die operativ fähig sind, unabhängig von anderen Einheiten tief im Feindesland die Initiative zu erlangen.
Der Blitzkrieg ist Stärke und Schwäche zugleich: Wäre die Nation stark, würde sie bereits in Friedenszeiten über ein ausreichendes Bedrohungspotential verfügen, um ihre Interessen durchzusetzen. Wäre sie schwach, könnte sie ihre Macht nicht auf den Punkt konzentrieren. Wenn man Blitzkrieg überhaupt als Doktrin begreift, dann nur im Verbund mit der Politik. Nur wer auch Blitzfrieden schließen kann, wird Vorteil aus Blitzkriegen ziehen.
Hier entsteht der eintausendste After-Action-Report über Hearts-of-Iron-Deutschland; und ich bin wahrhaftig nicht stolz darauf. Eine Kleinigkeit jedoch hebt diesen AAR ab: die konsequente Ausnutzung der „Blitzkriegs“-Events: Ziel und Legitimation ist es, alle erdenklichen Gegner 1942 ausgeschaltet und/oder gleichgeschaltet zu haben. Dies wird nur über die HoI-Events bzw. über die HoI-Diplomatie durchgeführt.
Wäre dies ein Skat-Spiel, sage ich Schneider-Schwarz an: 1940 fallen Frankreich und Großbritannien, 1941/2 fällt die UdSSR, 1942 fällt die USA – alle per HoI-Kapitulationsevents.
Für die Hintergrundstimmung verwende ich meine geliebte Marine, für die technischen Voraussetzungen HoI2-Armageddon 1.2. Ich bin gezwungen, die historische Ereigniskette zu verlassen, werde allerdings keine völlig unbegründeten Kriegsschauplätze eröffnen. Dies gilt auch für Forschung und Rüstung.
Zur weiteren Erklärung: Diplomatie, Forschung, Rüstung und der Krieg an sich sollen sich relativ eng an die historischen Ereignisse anlehnen. Es gibt einige Ausnahmen, die zwingend erforderlich sind. Der zweite Weltkrieg wird pünktlich am 1. September beginnen und am spätestens am 30. August 1942 enden. Die Frontberichte bleiben unverändert. Was den History Line-Teil angeht, rate ich jedem Leser zur Vorsicht. Ich habe diesen fünf Jahre alten AAR damals in einem Tempo verfasst, dass mir umfangreiche Recherchen verweigerte. Aus der Nachlese weiß ich noch, dass viele Informationen falsch sind oder Sachverhalte verfälscht wieder gegeben wurden. Ich bitte das zu entschuldigen. Ich werde dennoch keine gezielte Nachbearbeitung vornehmen. Sollte sich meine Erinnerung melden, korrigiere ich die Fehler on-the-fly.
Und nun, viel Vergnügen!
Der eigene Schwerpunkt liegt auf von konzentrierten Panzerstreitkräften vorgetragenen Attacken - unterstützt von eigenen taktischen Fliegerkräften -, die operativ fähig sind, unabhängig von anderen Einheiten tief im Feindesland die Initiative zu erlangen.
Der Blitzkrieg ist Stärke und Schwäche zugleich: Wäre die Nation stark, würde sie bereits in Friedenszeiten über ein ausreichendes Bedrohungspotential verfügen, um ihre Interessen durchzusetzen. Wäre sie schwach, könnte sie ihre Macht nicht auf den Punkt konzentrieren. Wenn man Blitzkrieg überhaupt als Doktrin begreift, dann nur im Verbund mit der Politik. Nur wer auch Blitzfrieden schließen kann, wird Vorteil aus Blitzkriegen ziehen.
Hier entsteht der eintausendste After-Action-Report über Hearts-of-Iron-Deutschland; und ich bin wahrhaftig nicht stolz darauf. Eine Kleinigkeit jedoch hebt diesen AAR ab: die konsequente Ausnutzung der „Blitzkriegs“-Events: Ziel und Legitimation ist es, alle erdenklichen Gegner 1942 ausgeschaltet und/oder gleichgeschaltet zu haben. Dies wird nur über die HoI-Events bzw. über die HoI-Diplomatie durchgeführt.
Wäre dies ein Skat-Spiel, sage ich Schneider-Schwarz an: 1940 fallen Frankreich und Großbritannien, 1941/2 fällt die UdSSR, 1942 fällt die USA – alle per HoI-Kapitulationsevents.
Für die Hintergrundstimmung verwende ich meine geliebte Marine, für die technischen Voraussetzungen HoI2-Armageddon 1.2. Ich bin gezwungen, die historische Ereigniskette zu verlassen, werde allerdings keine völlig unbegründeten Kriegsschauplätze eröffnen. Dies gilt auch für Forschung und Rüstung.
Zur weiteren Erklärung: Diplomatie, Forschung, Rüstung und der Krieg an sich sollen sich relativ eng an die historischen Ereignisse anlehnen. Es gibt einige Ausnahmen, die zwingend erforderlich sind. Der zweite Weltkrieg wird pünktlich am 1. September beginnen und am spätestens am 30. August 1942 enden. Die Frontberichte bleiben unverändert. Was den History Line-Teil angeht, rate ich jedem Leser zur Vorsicht. Ich habe diesen fünf Jahre alten AAR damals in einem Tempo verfasst, dass mir umfangreiche Recherchen verweigerte. Aus der Nachlese weiß ich noch, dass viele Informationen falsch sind oder Sachverhalte verfälscht wieder gegeben wurden. Ich bitte das zu entschuldigen. Ich werde dennoch keine gezielte Nachbearbeitung vornehmen. Sollte sich meine Erinnerung melden, korrigiere ich die Fehler on-the-fly.
Und nun, viel Vergnügen!
Verzeichnis des Inhalts
8. Januar 1936 - Ein neues Zeitalter
Torpedoboot "Tiger"
Juni 1936 - Personakte M.P. Rech
Almirante William Brown - der Gründer der Armada de la República Argentina
18. Juli 1936 - Vortrag zur Lage in Spanien
Das deutsch-englische Flottenabkommen von 1935
15. Oktober 1936 - Operation Kamerun
Die Geschichte des Panzerschiffs Deutschland
3. Januar 1937 - Vortrag zur Lage in Spanien
Schlachtschiff "Jaime I" (Spanien)
Mai 1937 - Neues Kommando, neues Glück
9. Mai 1937 - Unternehmen Eiserner Besen
Vigo
14. Mai 1937 - Die Seeschlacht von Cap de Formentor
Großadmiral Erich Raeder
12. Dezember 1937 - Eine faustdicke Überraschung
Der Z-Plan
1. August 1939 - Operation Entwicklungshilfe
Bata - Äquatorial-Guinea
24. August 1939 - Operation Westmarsch
Marineplanquadrate
14. September 1939 - Rückmarsch nach Königsberg
Das Shanty
21. Oktober 1939 - Lagebericht zur Schlacht
Uboot-Klasse II - Die "Einbäume"
22. Nobember 1939 - Zeit für Heldentaten
Die Geschichte des Magnetkompasses
22. Dezember 1939 - Unternehmen Westmarsch II
Queen Elizabeth - Klasse (1912)
31. Oktober 1939 - Expedition Braunschweig
Die Schlacht um Wake Island
22. Januar 1940 - Operation Braunschweig II
4. Februar 1940 - Eilmeldung
Die Royal Marines und die Operation Chariot
22. Februar 1940 - Fliegeralarm!
Cadiz - das Tor zur Neuen Welt
25. Februar 1940 - Unternehmen Donauübung II
Die Nacht von Tarent
16. März 1940 - Der Angriff aus den Wolken
Die Dornier Do-217
17. März 1940 - Operation Daedalus
Saltatio Mortis
4. April 1940 - Ein geheimnisvoller Befehl
Der Zerstörer Z5 "Paul Jacobi"
4. April 1940 - Abschlussbesprechung Operation Ikarus
Operation Fork - Die Invasion Islands
Mitte April 1940 - Der schwärzeste Tag
26. April 1940 - X minus 3 Stunden
Bericht über die Schlacht auf der Doggerbank
29. April 1940 - Operation Seelöwe
Dover
11. Mai 1940 - Die Exekutive Gottes
Der Bunker von Mimoyecques
8. Juni 1940 - Unternehmen Rubin
Fall Grün - Die Invasion Irlands
12. Juni 1940 - Urlaubsregelung
Energie Cottbus
26. Juli 1940 - Kommandeursmusterung
Das Eiserne Kreuz
21. August 1940 - Amtliche Versenkungszahlen
Admiral
4. September 1940 - Unternehmen Südflanke
Die Chronik des Seekriegs im Roten Meer und am Horn von Afrika
10. Oktober 1940 - Kriegsberichterstattung von der Kongo-Front
Die SMS Seeadler - des Seeteufels Schiff
6. November 1940 - Reisegedanken
Die Focke-Wulf Fw 200
10. November 1940 - Unternehmen Kosmos
Subhash Chandra Bose - der vergessene Freiheitsheld
28. November 1940 - Der Sessel des Kommandanten
Zerstörer Z17 "Diether von Roeder"
15. Dezember 1940 - Deutschland, Deutschland über alles
Das Lied der Deutschen
19. Dezember 1940 - Unternehmen Narwal
Das Schlachtschiff "Richelièu"
22. Dezember 1940 - Unternehmen Blauwal
Operation Menace
1. Januar 1941 - Unternehmen Schwertwal
Die Konferenz von Casablanca
Januar 1941 - Unternehmen Pottwal und Unternehmen Killerwal
Die VMA-214 - The Black Sheep Squadron
Die Weltkarte Anfang 1941
20. April 1940 - Kein Grund zum Feiern
Die Seeschlacht bei Narvik
25. April 1940 - Unternehmen Neiade
Die Operation Albion auf Ösel, Dagö und Moon
27. April 1941 - Unternehmen vorschlaghammer
Die Seeschlacht bei Pola
19. Mai 1941 - Unternehmen Spitzhacke
Die Seerepublik Ragusa
1. Juli 1941 - Wie einst Napoleon
Die baltische Flotte
12. Juli 1941 - Unternehmen Fuchsbau
Cornelius Cruys
25. Juli 1941 - Der nördlichste Punkt Europas
Durch das Eismeer nach Japan - der Hilfskreuzer "Komet"
15. August 1941 - Unternehmen Alaska II
Archangelsk, die Stadt des Erzengels
26. August 1941 - Heimatpost
Die Schlacht in der Barentsee - Unternehmen Regenbogen
2. Oktober 1941 - Werftliegezeit
Deutsche Schiff- und Maschinenbau Aktiengesellschaft
3. November 1941 - Tagesbefehl des OBM
Lager Koralle
29. November 1941 - Das Ende eines Traums
Die Azoren im Zweiten Weltkrieg
2. Dezember 1941 - Ritterkreuzler
U-Jagd
27. Dezember 1941 - Protokoll des Ehrenausschusses
15. Januar 1942 - Unternehmen Tigersprung
Operation Bolero
März 1942 - Bericht zur Lage der Vereinigten Staaten
Die USS "Reuben James" (DD-245)
24. März 1942 - Bericht zur Lage in Brasilien
Dreadnought "Minas Gerais" der Marinha do Brasil
16. April 1942 - A World Of Darkness
Hans Paul Oster
1. Mai 1942 - Unternehmen Nordsternbreite
Die Nordsternbreite
17. Mai 1942 - Wie in einem schlechten Film
Rum
6. Juni 1942 - Unternehmen Rheingold
Coro - die Kolonie der Welser
11. Juni 1942 - Tag der Schande
12. Juni 1942 - Die Flamme springt über
"A Date That Will Live In Infamy" Speech - Franklin Delano Roosevelt
13. Juni 1942 - Das Taubenschiessen von Key West
Die große Havarie von 1715
14. Juni 1942 - Die Seeschlacht bei Padre Island
Die USS "Colorado" (BB-45)
27. Juni 1942 - Wo sind die Flugzeugträger?
27. Juni 1942 - Unternehmen Siegfried
Die Schlacht von St. George's Caye
8. Juli 1942 - Die Ruhe nach dem Sturm
Sir Henry Morgan
11. Juli 1942 - Flusskampf-Flottille Amazonas
Forca Expedicionaria Brasileira
21. Juli 1942 - Die Seeschlacht vom 25. Breitengrad
Der Laconia-Befehl
27. Juli 1942 - Unternehmen Brunhilde
30. Juli 1942 - Unternehmen Lohengrin
Die Kontinental-Marine
10. August 1942 - Rückflug erster Klasse
Der Panama-Kanal
13. August 1942 - Volle Deckung!
14. August 1942 - Unternehmen Walküre
Das Winki-Alphabet
15. August 1942 - Schwarze Wolken am Horizont
5. September 1942 - Epilog
8. Januar 1936 - Ein neues Zeitalter
Torpedoboot "Tiger"
Juni 1936 - Personakte M.P. Rech
Almirante William Brown - der Gründer der Armada de la República Argentina
18. Juli 1936 - Vortrag zur Lage in Spanien
Das deutsch-englische Flottenabkommen von 1935
15. Oktober 1936 - Operation Kamerun
Die Geschichte des Panzerschiffs Deutschland
3. Januar 1937 - Vortrag zur Lage in Spanien
Schlachtschiff "Jaime I" (Spanien)
Mai 1937 - Neues Kommando, neues Glück
9. Mai 1937 - Unternehmen Eiserner Besen
Vigo
14. Mai 1937 - Die Seeschlacht von Cap de Formentor
Großadmiral Erich Raeder
12. Dezember 1937 - Eine faustdicke Überraschung
Der Z-Plan
1. August 1939 - Operation Entwicklungshilfe
Bata - Äquatorial-Guinea
24. August 1939 - Operation Westmarsch
Marineplanquadrate
14. September 1939 - Rückmarsch nach Königsberg
Das Shanty
21. Oktober 1939 - Lagebericht zur Schlacht
Uboot-Klasse II - Die "Einbäume"
22. Nobember 1939 - Zeit für Heldentaten
Die Geschichte des Magnetkompasses
22. Dezember 1939 - Unternehmen Westmarsch II
Queen Elizabeth - Klasse (1912)
31. Oktober 1939 - Expedition Braunschweig
Die Schlacht um Wake Island
22. Januar 1940 - Operation Braunschweig II
4. Februar 1940 - Eilmeldung
Die Royal Marines und die Operation Chariot
22. Februar 1940 - Fliegeralarm!
Cadiz - das Tor zur Neuen Welt
25. Februar 1940 - Unternehmen Donauübung II
Die Nacht von Tarent
16. März 1940 - Der Angriff aus den Wolken
Die Dornier Do-217
17. März 1940 - Operation Daedalus
Saltatio Mortis
4. April 1940 - Ein geheimnisvoller Befehl
Der Zerstörer Z5 "Paul Jacobi"
4. April 1940 - Abschlussbesprechung Operation Ikarus
Operation Fork - Die Invasion Islands
Mitte April 1940 - Der schwärzeste Tag
26. April 1940 - X minus 3 Stunden
Bericht über die Schlacht auf der Doggerbank
29. April 1940 - Operation Seelöwe
Dover
11. Mai 1940 - Die Exekutive Gottes
Der Bunker von Mimoyecques
8. Juni 1940 - Unternehmen Rubin
Fall Grün - Die Invasion Irlands
12. Juni 1940 - Urlaubsregelung
Energie Cottbus
26. Juli 1940 - Kommandeursmusterung
Das Eiserne Kreuz
21. August 1940 - Amtliche Versenkungszahlen
Admiral
4. September 1940 - Unternehmen Südflanke
Die Chronik des Seekriegs im Roten Meer und am Horn von Afrika
10. Oktober 1940 - Kriegsberichterstattung von der Kongo-Front
Die SMS Seeadler - des Seeteufels Schiff
6. November 1940 - Reisegedanken
Die Focke-Wulf Fw 200
10. November 1940 - Unternehmen Kosmos
Subhash Chandra Bose - der vergessene Freiheitsheld
28. November 1940 - Der Sessel des Kommandanten
Zerstörer Z17 "Diether von Roeder"
15. Dezember 1940 - Deutschland, Deutschland über alles
Das Lied der Deutschen
19. Dezember 1940 - Unternehmen Narwal
Das Schlachtschiff "Richelièu"
22. Dezember 1940 - Unternehmen Blauwal
Operation Menace
1. Januar 1941 - Unternehmen Schwertwal
Die Konferenz von Casablanca
Januar 1941 - Unternehmen Pottwal und Unternehmen Killerwal
Die VMA-214 - The Black Sheep Squadron
Die Weltkarte Anfang 1941
20. April 1940 - Kein Grund zum Feiern
Die Seeschlacht bei Narvik
25. April 1940 - Unternehmen Neiade
Die Operation Albion auf Ösel, Dagö und Moon
27. April 1941 - Unternehmen vorschlaghammer
Die Seeschlacht bei Pola
19. Mai 1941 - Unternehmen Spitzhacke
Die Seerepublik Ragusa
1. Juli 1941 - Wie einst Napoleon
Die baltische Flotte
12. Juli 1941 - Unternehmen Fuchsbau
Cornelius Cruys
25. Juli 1941 - Der nördlichste Punkt Europas
Durch das Eismeer nach Japan - der Hilfskreuzer "Komet"
15. August 1941 - Unternehmen Alaska II
Archangelsk, die Stadt des Erzengels
26. August 1941 - Heimatpost
Die Schlacht in der Barentsee - Unternehmen Regenbogen
2. Oktober 1941 - Werftliegezeit
Deutsche Schiff- und Maschinenbau Aktiengesellschaft
3. November 1941 - Tagesbefehl des OBM
Lager Koralle
29. November 1941 - Das Ende eines Traums
Die Azoren im Zweiten Weltkrieg
2. Dezember 1941 - Ritterkreuzler
U-Jagd
27. Dezember 1941 - Protokoll des Ehrenausschusses
15. Januar 1942 - Unternehmen Tigersprung
Operation Bolero
März 1942 - Bericht zur Lage der Vereinigten Staaten
Die USS "Reuben James" (DD-245)
24. März 1942 - Bericht zur Lage in Brasilien
Dreadnought "Minas Gerais" der Marinha do Brasil
16. April 1942 - A World Of Darkness
Hans Paul Oster
1. Mai 1942 - Unternehmen Nordsternbreite
Die Nordsternbreite
17. Mai 1942 - Wie in einem schlechten Film
Rum
6. Juni 1942 - Unternehmen Rheingold
Coro - die Kolonie der Welser
11. Juni 1942 - Tag der Schande
12. Juni 1942 - Die Flamme springt über
"A Date That Will Live In Infamy" Speech - Franklin Delano Roosevelt
13. Juni 1942 - Das Taubenschiessen von Key West
Die große Havarie von 1715
14. Juni 1942 - Die Seeschlacht bei Padre Island
Die USS "Colorado" (BB-45)
27. Juni 1942 - Wo sind die Flugzeugträger?
27. Juni 1942 - Unternehmen Siegfried
Die Schlacht von St. George's Caye
8. Juli 1942 - Die Ruhe nach dem Sturm
Sir Henry Morgan
11. Juli 1942 - Flusskampf-Flottille Amazonas
Forca Expedicionaria Brasileira
21. Juli 1942 - Die Seeschlacht vom 25. Breitengrad
Der Laconia-Befehl
27. Juli 1942 - Unternehmen Brunhilde
30. Juli 1942 - Unternehmen Lohengrin
Die Kontinental-Marine
10. August 1942 - Rückflug erster Klasse
Der Panama-Kanal
13. August 1942 - Volle Deckung!
14. August 1942 - Unternehmen Walküre
Das Winki-Alphabet
15. August 1942 - Schwarze Wolken am Horizont
5. September 1942 - Epilog
Story Line

Bild 2: Am 8. Januar 1936 wird das Panzerschiff "Admiral Graf Spee" in Wilhelmshaven in Dienst gestellt
Ein neues Zeitalter
Mit einem Knistern entzündet sich das Phosphorhölzchen, als ich es über die raue Oberfläche der Rückseite seiner Verpackung streichen lasse. Vorsichtig schirme ich die Flamme vor dem leichten Windzug ab, sie flackert kurz auf und klettert dann rußend am Espenholz empor. Ich führe das Feuer an die Spitze der Zigarre und ziehe ein paar Mal. Als sich auf dem Tabak feuerrote Glut bildet, atme ich zufrieden ein und lasse den heißen, aromatischen Dunst durch meine Lungen wandern. Ich bin Kapitänleutnant Meinhardt Peter Rech, ich war bis gestern Kommandant des Torpedoboots „Tiger“ und ich bin stolz auf Deutschland. Ich bin stolz auf eine weitere Meisterleistung deutscher Ingenieure, als sich das neueste Panzerschiff, die „Admiral Graf Spee“, langsam durch das Hafenbecken an die Hipper-Brücke schiebt und sein mächtiges Typhon ertönen lässt.
Ich reiche die Phosphorhölzchen an meinen Nachbarn weiter, doch der hat bereits ein Feuerzeug gezückt. Sein Name ist Capitán de Corbeta Ernesto Aráoz de Peronéz und er ist seit gestern Kommandant des Torpedoboots „Tiger“. Und er ist mein Freund.
Seit einiger Zeit interessierte sich die argentinische Marine für den Ankauf eines deutschen Linienschiffs und eines deutschen Torpedoboots. Mit dem Abschluss des Deutsch-Englischen Flottenabkommens 1935 wurden die Verhandlungen auch von deutscher Seite her ernsthafter geführt und kulminierten schließlich in dem Verkauf des Linienschiffs „Schlesien“ und des Torpedoboots „Tiger“.
Ich reiche die Phosphorhölzchen an meinen Nachbarn weiter, doch der hat bereits ein Feuerzeug gezückt. Sein Name ist Capitán de Corbeta Ernesto Aráoz de Peronéz und er ist seit gestern Kommandant des Torpedoboots „Tiger“. Und er ist mein Freund.
Seit einiger Zeit interessierte sich die argentinische Marine für den Ankauf eines deutschen Linienschiffs und eines deutschen Torpedoboots. Mit dem Abschluss des Deutsch-Englischen Flottenabkommens 1935 wurden die Verhandlungen auch von deutscher Seite her ernsthafter geführt und kulminierten schließlich in dem Verkauf des Linienschiffs „Schlesien“ und des Torpedoboots „Tiger“.

Bild 2: Am 8. Januar 1936 wird das Panzerschiff "Admiral Graf Spee" in Wilhelmshaven in Dienst gestellt
Der „Tiger“ ist meine letzte Kommandantenzeit und ich geriet wohl aufgrund meiner Spanischkenntnisse an diesen Auftrag. Ich habe die Werftaufsicht bei der Umrüstung für die argentinische Marine ausgeübt. Ich war verantwortlich für die Ausbildung der argentinischen Erstbesatzung. Und nebenbei bin ich Verbindungsoffizier für die argentinische Delegation zur Indienststellung der „Graf Spee“. Doch vor allen Dingen bin heute stolz, stolz auf mein Vaterland und stolz auf die Marine.
History Line

Bild 3: Torpedoboot "Tiger"
Torpedoboot „Tiger“ – Raubtier-Klasse

Bild 3: Torpedoboot "Tiger"
Torpedoboot „Tiger“ – Raubtier-Klasse
Der „Tiger“ war das vierte von sechs Booten der so genannten Raubtier-Klasse – einer Weiterentwicklung der Raubvogel-Klasse. Die Kiellegung fand am 2. April 1927 in der Marinewerft Wilhelmshaven statt. Stapellauf war am 15. März 1928, am 15. Januar des Folgejahres wurde der „Tiger“ in der 6. Torpedoboot-Flottille von der Reichsmarine in Dienst gestellt.
Mit einer Wasserverdrängung von 1320 ts, einer Länge von 92,60 m und einer Besatzung von 129 Mann gehörte der „Tiger“ zu den größeren Vertretern seiner Art. Die beiden Brown & Boverie Dampfturbinen konnten eine Geschwindigkeit von über 35 kn erreichen – Ende der zwanziger Jahre ausreichend, um den stärker bewaffneten britischen Zerstörern zu entkommen. Dennoch verfügte die Raubtier-Klasse neben der Hauptbewaffnung von 6 Torpedorohren (53,5 cm) auch über drei 10,5 cm L/45 C/32 Geschütze zur Überwasserzielbekämpfung, zwei 2cm-Flakgeschütze, sowie eine Minenlegekapazität von 30 Seeminen. Artilleriebewaffnung und Funkmessortungsanlage der „Raubtiere“ wurde während des Krieges mehrfach angepasst.
Der erste Kommandant des „Tiger“ war OLt zS Hans-Joachim Gadow, der später auch „Möwe“ führte und als Chef der 3. Z-Flottille in Narvik kämpfte. Zuletzt war er, mittlerweile Konteradmiral und Träger des Deutschen Kreuzes in Gold, Chef des Stabes der Marinestation Ostsee. Der letzte Kommandant war KptLt Neuss. Auch die späteren Ritterkreuzträger Max-Eckart Wolff (als Kdt. Z 2) und Günther Gumprich (als Kdt. HSK Thor) dienten als Kommandanten auf „Tiger“. „Tiger“ sank am 25. August 1939 nach einer Kollision mit „Max Schultz“ in der Nähe von Bornholm.
Mit einer Wasserverdrängung von 1320 ts, einer Länge von 92,60 m und einer Besatzung von 129 Mann gehörte der „Tiger“ zu den größeren Vertretern seiner Art. Die beiden Brown & Boverie Dampfturbinen konnten eine Geschwindigkeit von über 35 kn erreichen – Ende der zwanziger Jahre ausreichend, um den stärker bewaffneten britischen Zerstörern zu entkommen. Dennoch verfügte die Raubtier-Klasse neben der Hauptbewaffnung von 6 Torpedorohren (53,5 cm) auch über drei 10,5 cm L/45 C/32 Geschütze zur Überwasserzielbekämpfung, zwei 2cm-Flakgeschütze, sowie eine Minenlegekapazität von 30 Seeminen. Artilleriebewaffnung und Funkmessortungsanlage der „Raubtiere“ wurde während des Krieges mehrfach angepasst.
Der erste Kommandant des „Tiger“ war OLt zS Hans-Joachim Gadow, der später auch „Möwe“ führte und als Chef der 3. Z-Flottille in Narvik kämpfte. Zuletzt war er, mittlerweile Konteradmiral und Träger des Deutschen Kreuzes in Gold, Chef des Stabes der Marinestation Ostsee. Der letzte Kommandant war KptLt Neuss. Auch die späteren Ritterkreuzträger Max-Eckart Wolff (als Kdt. Z 2) und Günther Gumprich (als Kdt. HSK Thor) dienten als Kommandanten auf „Tiger“. „Tiger“ sank am 25. August 1939 nach einer Kollision mit „Max Schultz“ in der Nähe von Bornholm.
Story Line

Bild 4: Nach ein paar Geschenken, vorteilhaften Handelsverträgen und zwei-drei Versuchen tritt Argentinien einem Militärbündnis mit dem Reich bei
Von: WZ-Abt/IV
An: Amt Canaris/II
z.Hd. KptLt Lohse
Hansi, hier hast Du Deine Aktenabschrift. Bestätigungsschreiben dann wie immer über Bürkner zurück. Ach sag mal, klappt das am Wochenende mit dem Fußballstadion? Und grüß' die Familie!
Tschüß, Zinken
Oberkommando der Wehrmacht
Wehrmachts-Zentral-Abteilung
Referat IV – Personalangelegenheiten –
Dossier: Meinhardt Peter Rech
Zur Verfügung gestellt durch das Marinepersonalamt
Geboren am 08.01. 1900 in Thalheim als 3. Sohn des Tischlers Lothar Rech und Marie Rech, geb. Lindner. Besuch des Carl-Anwandter-Gymnasiums in Bitterfeld, 1917 Erlangung der höheren Reife. 1931 tritt Meinhardt Rech in die Partei ein.
17.07.1917 Eintritt in die Kaiserliche Marine als Offizieranwärter
20.04.1918 Fähnrich zur See
26.08.1918 Eisernes Kreuz II.-Klasse (auf Torpedoboot A 59)
31.10.1918 Leutnant zur See
03.02.1919 3. Marine-Brigade unter KKpt Loewenfeld
23.07.1920 I WO Torpedoboot V 152
01.04.1924 Oberleutnant zur See
01.09.1926 Indienststellungsbesatzung Torpedoboot „Seeadler“
01.04.1930 Kapitänleutnant; Kommandant „Seeadler“
12.08.1932 2. Torpedoboots-Fltl., Sachgebietsleiter 3 – Einsatz –
09.06.1935 Kommandant „Tiger“
Letzte Aufgaben:
- Werftkommando „Tiger“: Umrüstung und Ausrüstung für die argentinische Marine
- Ausbildung der argentinischen Erstbesatzung
- Verbindungsoffizier zur argentinischen Delegation anlässlich feierlichen Indienststellung der „Admiral Graf Spee“
Vermerk:
R. wird seit dem 03.01.1936 beim Führer der Zerstörer zur besonderen Verwendung geführt, bis sich ein neues Aufgabengebiet findet. R. wurde von Abteilung Ausland - Gruppe II - des militärischen Nachrichtendienstes der Wehrmacht angefordert. Die Sicherheitsüberprüfung Stufe 3 ergab keinerlei Einschränkungen.

Bild 4: Nach ein paar Geschenken, vorteilhaften Handelsverträgen und zwei-drei Versuchen tritt Argentinien einem Militärbündnis mit dem Reich bei
An: Amt Canaris/II
z.Hd. KptLt Lohse
Hansi, hier hast Du Deine Aktenabschrift. Bestätigungsschreiben dann wie immer über Bürkner zurück. Ach sag mal, klappt das am Wochenende mit dem Fußballstadion? Und grüß' die Familie!
Tschüß, Zinken
Oberkommando der Wehrmacht
Wehrmachts-Zentral-Abteilung
Referat IV – Personalangelegenheiten –
Dossier: Meinhardt Peter Rech
Zur Verfügung gestellt durch das Marinepersonalamt
Geboren am 08.01. 1900 in Thalheim als 3. Sohn des Tischlers Lothar Rech und Marie Rech, geb. Lindner. Besuch des Carl-Anwandter-Gymnasiums in Bitterfeld, 1917 Erlangung der höheren Reife. 1931 tritt Meinhardt Rech in die Partei ein.
17.07.1917 Eintritt in die Kaiserliche Marine als Offizieranwärter
20.04.1918 Fähnrich zur See
26.08.1918 Eisernes Kreuz II.-Klasse (auf Torpedoboot A 59)
31.10.1918 Leutnant zur See
03.02.1919 3. Marine-Brigade unter KKpt Loewenfeld
23.07.1920 I WO Torpedoboot V 152
01.04.1924 Oberleutnant zur See
01.09.1926 Indienststellungsbesatzung Torpedoboot „Seeadler“
01.04.1930 Kapitänleutnant; Kommandant „Seeadler“
12.08.1932 2. Torpedoboots-Fltl., Sachgebietsleiter 3 – Einsatz –
09.06.1935 Kommandant „Tiger“
Letzte Aufgaben:
- Werftkommando „Tiger“: Umrüstung und Ausrüstung für die argentinische Marine
- Ausbildung der argentinischen Erstbesatzung
- Verbindungsoffizier zur argentinischen Delegation anlässlich feierlichen Indienststellung der „Admiral Graf Spee“
Vermerk:
R. wird seit dem 03.01.1936 beim Führer der Zerstörer zur besonderen Verwendung geführt, bis sich ein neues Aufgabengebiet findet. R. wurde von Abteilung Ausland - Gruppe II - des militärischen Nachrichtendienstes der Wehrmacht angefordert. Die Sicherheitsüberprüfung Stufe 3 ergab keinerlei Einschränkungen.
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Bild 5: "Guillermo" Brown im letzten Abschnitt seines Lebens - er wurde 79 Jahre alt
Almirante William Brown – der Gründer der Armada de la República Argentina

Bild 5: "Guillermo" Brown im letzten Abschnitt seines Lebens - er wurde 79 Jahre alt
Almirante William Brown – der Gründer der Armada de la República Argentina
William Brown, der Vater der argentinischen Marine, wurde am 22. Juni 1777 in Foxford, Irland geboren. Seine Familie emigrierte 1786 in die Vereinigten Staaten, die zu diesem Zeitpunkt noch mitten im Unabhängigkeitskrieg steckten. Bereits als Jugendlicher fuhr William Brown als Kabinenjunge auf Handelsseglern zur See und erlernte das Seemannshandwerk von der Pike auf. Zehn Jahre später, mittlerweile selbst Kapitän, wurde Brown von der Royal Navy zum Kriegsdienst gezwungen. Während der Napoleonischen Kriege wurde sein Schiff von den Franzosen gekapert und er zu Festungshaft verurteilt. Nach zwei Fluchtversuchen gelangte er zurück nach England, wo er Elizabeth Chitty in Kent heiratete. 1809 wanderten beide nach Monte Video in Uruguay aus, Brown beteiligte sich an einer Schiffsunternehmung und gelangte schnell zu Wohlstand. Sein Schiff, die „Eliza“ verkehrte hauptsächlich zwischen Uruguay und Argentinien. Nach einer Havarie ging das Schiff verloren – Brown, mittlerweile vermögend genug, gründete die erste reguläre Postschifflinie Südamerikas mit dem Schoner „Industria“ als Frachtschiff.
Als 1810 der argentinische Unabhängigkeitskrieg begann, beendete die spanische Marine auf recht drastische Weise seine Unternehmung: die „Industria“ wurde versenkt. Immerhin beschloss Argentinien, nun eigene Seestreitkräfte zum Schutz der Küsten und Schifffahrt aufzustellen – mit William Brown als Lieutenant Colonel und Flottenchef. Browns kleines Geschwader griff am 8. März 1814 die spanische Festungsinsel Isla Martin Garcia an, welche die Flussmündungen des Paraná und des Uruguay kontrollierte. Nach 48 Stunden lief Browns Flaggschiff, die „Hercules“, arg zerschossen auf Grund, doch der Kampfeswillen der unterlegenen argentinischen Soldaten beeindruckte die Spanier. Bereits eine Woche später griff Brown erneut an, wieder auf der „Hercules“ – diesmal gelang es, das „Gibraltar des Rio Plata“ zu erobern, außerdem jagte Brown die überlegene spanische Flotte nach Monte Video. Um sie zum Ausbruch zu bewegen, täuschte er einen Rückzug vor und griff die Spanier 2 Tage später im Rio de la Plata an. Während des Gefechts verlor er ein Bein, führte das Gefecht aber dennoch weiter und besiegte die spanische Flotte schließlich. Die Bedrohung der Küste Argentiniens war ausgeschaltet und Monte Video erobert.
Am 14. Dezember 1825 brach Krieg zwischen Argentinien und Brasilien aus. Brasilien verfügte bereits über eine starke Marine und begann umgehend eine Seeblockade. Dessen ungeachtet griff Browns Geschwader brasilianische Häfen und Stützpunkte an, jagte Handelsschiffe und zwang die Brasilianer schließlich zu ruinösen Seeschlachten. Am 24. Februar 1827 zerstörte oder eroberte sein 15 Schiffe starkes Geschwader (davon nur 7 bewaffnet) in der Seeschlacht von Juncal alle 17 brasilianischen Gegner und nahm den brasilianischen Kommandeur gefangen. Am 11. Juni 1827 gelang es 11 argentinischen Schiffen bei Los Pozos, die gesamte brasilianische Hauptflotte von 31 Schiffen zu besiegen – eine Niederlage, von der sich Brasilien nicht mehr erholte.
Während des Uruguayanischen Bürgerkriegs unterstützte Argentinien die „Blancos“ und Browns Flotte besiegte die vom italienischen Nationalhelden Guiseppe Garibaldi befehligte Flussflotte Uruguays. Aus Angst vor der Intervention europäischer Mächte wurden bis 1845 die Zufahrten zum Rio de la Plata nicht blockiert. Als Argentinien den Zugang zu Paraguay schließlich doch sperrte, griffen Brasilien und Frankreich in den Konflikt ein und erzwangen schließlich den Rückzug Argentiniens.
Am 3. März 1857 verstarb William „Guillermo“ Brown – nunmehr argentinischer Volksheld – in Buenos Aires, wo er mit allen Ehren bestattet wurde.
Als 1810 der argentinische Unabhängigkeitskrieg begann, beendete die spanische Marine auf recht drastische Weise seine Unternehmung: die „Industria“ wurde versenkt. Immerhin beschloss Argentinien, nun eigene Seestreitkräfte zum Schutz der Küsten und Schifffahrt aufzustellen – mit William Brown als Lieutenant Colonel und Flottenchef. Browns kleines Geschwader griff am 8. März 1814 die spanische Festungsinsel Isla Martin Garcia an, welche die Flussmündungen des Paraná und des Uruguay kontrollierte. Nach 48 Stunden lief Browns Flaggschiff, die „Hercules“, arg zerschossen auf Grund, doch der Kampfeswillen der unterlegenen argentinischen Soldaten beeindruckte die Spanier. Bereits eine Woche später griff Brown erneut an, wieder auf der „Hercules“ – diesmal gelang es, das „Gibraltar des Rio Plata“ zu erobern, außerdem jagte Brown die überlegene spanische Flotte nach Monte Video. Um sie zum Ausbruch zu bewegen, täuschte er einen Rückzug vor und griff die Spanier 2 Tage später im Rio de la Plata an. Während des Gefechts verlor er ein Bein, führte das Gefecht aber dennoch weiter und besiegte die spanische Flotte schließlich. Die Bedrohung der Küste Argentiniens war ausgeschaltet und Monte Video erobert.
Am 14. Dezember 1825 brach Krieg zwischen Argentinien und Brasilien aus. Brasilien verfügte bereits über eine starke Marine und begann umgehend eine Seeblockade. Dessen ungeachtet griff Browns Geschwader brasilianische Häfen und Stützpunkte an, jagte Handelsschiffe und zwang die Brasilianer schließlich zu ruinösen Seeschlachten. Am 24. Februar 1827 zerstörte oder eroberte sein 15 Schiffe starkes Geschwader (davon nur 7 bewaffnet) in der Seeschlacht von Juncal alle 17 brasilianischen Gegner und nahm den brasilianischen Kommandeur gefangen. Am 11. Juni 1827 gelang es 11 argentinischen Schiffen bei Los Pozos, die gesamte brasilianische Hauptflotte von 31 Schiffen zu besiegen – eine Niederlage, von der sich Brasilien nicht mehr erholte.
Während des Uruguayanischen Bürgerkriegs unterstützte Argentinien die „Blancos“ und Browns Flotte besiegte die vom italienischen Nationalhelden Guiseppe Garibaldi befehligte Flussflotte Uruguays. Aus Angst vor der Intervention europäischer Mächte wurden bis 1845 die Zufahrten zum Rio de la Plata nicht blockiert. Als Argentinien den Zugang zu Paraguay schließlich doch sperrte, griffen Brasilien und Frankreich in den Konflikt ein und erzwangen schließlich den Rückzug Argentiniens.
Am 3. März 1857 verstarb William „Guillermo“ Brown – nunmehr argentinischer Volksheld – in Buenos Aires, wo er mit allen Ehren bestattet wurde.
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Oberkommando der Wehrmacht, Wünsdorf
Lagevortrag am 18.07.1936 zur Situation in Spanien
„Sehr geehrte Herren, nachdem Staatssekretär Rossmann seine Einschätzung der Lage in Spanien vorgetragen hat, möchte ich ohne Umschweife zum nächsten Tagesordnungspunkt überleiten. Einige von Ihnen haben bereits Bekanntschaft mit Korvettenkapitän Rech gemacht, dennoch stelle ich ihn noch einmal kurz vor: KKpt Rech ist Referent in Admiral Canaris Auslandsamt und arbeitet als Dezernatsleiter Gruppe II für Amtschef Vizeadmiral Bürkner. Herr Rech trägt uns heute zur veränderten Rahmensetzung Deutschlands militärischer Perspektive vor.“

Bild 6: Bürgerkrieg in Spanien
„Vielen Dank, Herr Oberst. Zunächst die Ausgangslage: Das Ziel, Deutschland aus der politischen und militärischen Isolation des Versailler Vertrages zu führen, wurde in den letzten Jahren schrittweise verwirklicht, wenngleich Deutschland immer noch weit entfernt davon ist, eine souveräne und gleiche Nation unter Europas Souveränen und Gleichen zu sein. Als Meilensteine der Revision seien hier genannt: der deutsch-polnische Freundschaftsvertrag von 1934, die deutsch-italienischen Freundschaftsabkommen von 1934, das deutsch-englische Flottenabkommen von 1935, die Wiedereinführung der Wehrpflicht 1935 und zuletzt die Aufkündigung der Locarno-Verträge sowie die Remilitarisierung des Rheinlandes. Gerade letzteres hat zu einer Verschärfung der Beziehungen zu Frankreich und England geführt, die neuerliche Erweiterung des Maginot-Gesetzes spricht da eine deutliche Sprache.
Auf die bereits erreichten militärischen Abkommen kann kein Verlass mehr sein, Frankreich hat bereits offen ausgesprochen, dass es sich an keiner neuen Abrüstungskonferenz beteiligen wird, in Amerika fordert man unverhohlen Ausnahmebestimmungen für die Londoner Flottenkonferenz und Japan erkennt die Washingtoner Bestimmungen offensichtlich nur zum Scheine an. Über kurz oder lang wird das Flottenabkommen mit England obsolet werden – und darauf müssen wir vorbereitet sein. Insbesondere Frankreich erneuert gerade die Beistandsverträge mit der Tschechei und Polen, bereits zum 2. Mal ist in diesem Jahr eine Regierungsdelegation nach Moskau gereist. Es wird immer deutlicher, dass das Deutsche Reich auf rein friedlichem Wege keine Revision des Versailler Vertrages wird erreichen können – und schon gar keine Gleichstellung mit England und Frankreich. Der Aufbau der Wehrmacht trägt dem englisch-französischen Bedrohungspotential Rechnung. Unser Hauptgegner zu Lande ist Frankreich, geschützt durch eine Festungslinie kann es die mittel- und osteuropäischen Partner auf uns hetzen. Auch zur See sind uns die Franzosen überlegen. Eingezwängt in der Deutschen Bucht haben wir keine Chance gegen die Blockadegeschwader der britischen Heimatflotte.
Die Entwicklung in Spanien kann das Kriegsrisiko mittel- und langfristig senken. Während England und Frankreich noch abwarten, hat sich Italien bereits zur nationalistischen Seite bekannt, ein Schritt, der auch in der Reichskanzlei diskutiert wird. Mit Spanien an unserer Seite würden die Karten völlig neu gemischt: zu Lande ist nun Frankreich in die Zange zwischen Deutschland, Italien und Spanien eingeklemmt. Über die spanischen Marinestützpunkte hat die deutsche Flotte Zugang zu Atlantik und Mittelmeer, eine englische Blockade kann leicht unterlaufen werden und gleichzeitig können wir offensive Marineaktionen an jedem Punkt des nordatlantischen Bereichs starten. England und Frankreich sind nicht mehr unangreifbar – und das wird sie verhandlungsbereiter machen.
Ich schließe mich der Position Staatssekretär Rossmanns an, wir sollten General Sanjuro* unterstützen und seine Regierung anerkennen. Es steht zu erwarten, dass wir offiziell um Beistand gebeten werden, und darauf sollten wir uns vorbereiten. Nachschubgüter, Waffen, Landmaschinen und Treibstoffe, vielleicht sogar ein Expeditionskorps – wir hätten die Möglichkeit, die faschistische Revolution in Spanien in unserem Sinn zu beeinflussen. Gleichzeitig wird Italien im Völkerbund mögliche Sanktionen unterbinden. Eines möchte ich noch einmal deutlich machen: wir können Spanien nur nutzen, wenn wir eine schlagkräftige Marine aufbauen. Dazu wird jetzt Konteradmiral Carls ein Strategiepapier vortragen. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.“
*Der Zufallsgenerator wollte es, dass Franco nicht die neue Regierung bildete.Lagevortrag am 18.07.1936 zur Situation in Spanien
„Sehr geehrte Herren, nachdem Staatssekretär Rossmann seine Einschätzung der Lage in Spanien vorgetragen hat, möchte ich ohne Umschweife zum nächsten Tagesordnungspunkt überleiten. Einige von Ihnen haben bereits Bekanntschaft mit Korvettenkapitän Rech gemacht, dennoch stelle ich ihn noch einmal kurz vor: KKpt Rech ist Referent in Admiral Canaris Auslandsamt und arbeitet als Dezernatsleiter Gruppe II für Amtschef Vizeadmiral Bürkner. Herr Rech trägt uns heute zur veränderten Rahmensetzung Deutschlands militärischer Perspektive vor.“

Bild 6: Bürgerkrieg in Spanien
Auf die bereits erreichten militärischen Abkommen kann kein Verlass mehr sein, Frankreich hat bereits offen ausgesprochen, dass es sich an keiner neuen Abrüstungskonferenz beteiligen wird, in Amerika fordert man unverhohlen Ausnahmebestimmungen für die Londoner Flottenkonferenz und Japan erkennt die Washingtoner Bestimmungen offensichtlich nur zum Scheine an. Über kurz oder lang wird das Flottenabkommen mit England obsolet werden – und darauf müssen wir vorbereitet sein. Insbesondere Frankreich erneuert gerade die Beistandsverträge mit der Tschechei und Polen, bereits zum 2. Mal ist in diesem Jahr eine Regierungsdelegation nach Moskau gereist. Es wird immer deutlicher, dass das Deutsche Reich auf rein friedlichem Wege keine Revision des Versailler Vertrages wird erreichen können – und schon gar keine Gleichstellung mit England und Frankreich. Der Aufbau der Wehrmacht trägt dem englisch-französischen Bedrohungspotential Rechnung. Unser Hauptgegner zu Lande ist Frankreich, geschützt durch eine Festungslinie kann es die mittel- und osteuropäischen Partner auf uns hetzen. Auch zur See sind uns die Franzosen überlegen. Eingezwängt in der Deutschen Bucht haben wir keine Chance gegen die Blockadegeschwader der britischen Heimatflotte.
Die Entwicklung in Spanien kann das Kriegsrisiko mittel- und langfristig senken. Während England und Frankreich noch abwarten, hat sich Italien bereits zur nationalistischen Seite bekannt, ein Schritt, der auch in der Reichskanzlei diskutiert wird. Mit Spanien an unserer Seite würden die Karten völlig neu gemischt: zu Lande ist nun Frankreich in die Zange zwischen Deutschland, Italien und Spanien eingeklemmt. Über die spanischen Marinestützpunkte hat die deutsche Flotte Zugang zu Atlantik und Mittelmeer, eine englische Blockade kann leicht unterlaufen werden und gleichzeitig können wir offensive Marineaktionen an jedem Punkt des nordatlantischen Bereichs starten. England und Frankreich sind nicht mehr unangreifbar – und das wird sie verhandlungsbereiter machen.
Ich schließe mich der Position Staatssekretär Rossmanns an, wir sollten General Sanjuro* unterstützen und seine Regierung anerkennen. Es steht zu erwarten, dass wir offiziell um Beistand gebeten werden, und darauf sollten wir uns vorbereiten. Nachschubgüter, Waffen, Landmaschinen und Treibstoffe, vielleicht sogar ein Expeditionskorps – wir hätten die Möglichkeit, die faschistische Revolution in Spanien in unserem Sinn zu beeinflussen. Gleichzeitig wird Italien im Völkerbund mögliche Sanktionen unterbinden. Eines möchte ich noch einmal deutlich machen: wir können Spanien nur nutzen, wenn wir eine schlagkräftige Marine aufbauen. Dazu wird jetzt Konteradmiral Carls ein Strategiepapier vortragen. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.“
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Bild 7: Der schwere Kreuzer "Admiral Hipper" wurde unter den Bestimmungen des Londoner Flottenabkommens konstruiert
Das deutsch-englische Flottenabkommen von 1935
Mit einer britischen Note vom 18. Juni 1935 gestattete die britische Regierung der deutschen, ihre Marine auf 35% gemessen an der britischen auszubauen, womit de facto die Bestimmungen des Versailler Vertrags umgangen wurden.
Die Ausgangslage
Um ein neuerliches Wettrüsten zu vermeiden, welches Großbritannien vor Ausbruch des ersten Weltkriegs wirtschaftlich beinahe ruiniert hätte, versuchte die britische Regierung ein weltweites Rüstungsbegrenzungsabkommen mit den wichtigsten Seemächten zu vereinbaren. Ergebnis dieser komplizierten Diplomatie war das Washingtoner Flottenabkommen von 1922. Jedoch war bereits wenige Jahre später klar, dass bis auf Großbritannien kaum ein Vertragspartner Interesse an einer Einhaltung der Bestimmungen hatte. Japan und Italien fühlten sich übervorteilt und nutzten Lücken im Vertragswerk für Kreuzerneubauten. Die USA zogen postwendend nach und Deutschland, ohnehin nicht zur Konferenz eingeladen, legte die ersten Panzerschiffe auf, was wiederum in verstärkten französischen Rüstungen gipfelte. Dennoch gelang es England, 1930 eine weitere Flottenkonferenz auszurichten, in welcher Japan Zugeständnisse gemacht wurden und die Kreuzerlücke geschlossen wurde.
Da Deutschland 1933 aus Völkerbund und Genfer Abrüstungskonferenz ausgetreten war und seit 1935 unverhohlen Luftwaffe und Uboot-Waffe ausbaute, war Großbritannien bemüht, Deutschland in ein Rüstungsbegrenzungsabkommen auf Basis der Flottenkonferenzen einzubeziehen. Auf der anderen Seite wollte auch Deutschland keine unnötige Provokation Englands und strebte nach vertraglich legitimierter Aufrüstung.
Das Abkommen
Im März 1935 konnte Außenminister Simon die deutsche Seite überzeugen, direkte Verhandlungen aufzunehmen, welche im Juni 1935 begannen. Während Deutschland eine Stärke von 50% der Royal Navy anstrebte, wollte Großbritannien Deutschlands Marine maximal auf Höhe der französischen und italienischen (gemäß Washingtoner Abkommen 1922) begrenzen. Schließlich einigten sich die Verhandlungsführer auf eine 35% Begrenzung der Gesamttonnage und der Tonnage der einzelnen Schiffsklassen mit der Möglichkeit auf 100% Tonnage bei Ubooten. Dafür erklärte sich Deutschland bereit, Großbritannien bei der Flottenkonferenz 1936 zu unterstützen und die vertraglich vereinbarten Obergrenzen auch bei einem Aufrüsten anderer Mächte (Frankreich, Italien) nicht zu überschreiten.
Die Folgen
Das beiderseitige Flottenabkommen konnte ein neuerliches Wettrüsten nur kurz aufhalten. Frankreich ließ sch trotz starken britischen Drucks nicht davon abhalten, neue und größere Kriegsschiffklassen gegen Italien und Deutschland aufzulegen. Japan kündigte die vorhergehenden Abkommen fristgerecht 1936 auf. Zwar gelang es Großbritannien 1936 in London, noch einmal einige Rüstungsbeschränkungen durchzusetzen, doch Japan unterzeichnete das Abkommen gar nicht erst und Deutschland wurde nicht eingeladen. 1938 lag das umfangreiche britische Vertragswerk in Scherben. Immerhin unterzeichnete Deutschland 1937 ein weiteres bilaterales Flottenabkommen mit England und verpflichtete sich seit November 1936 zum Ubooteinsatz nach Prisenordnung. In der Realität lagen die geplanten Neubauten der Marine bereits über den Grenzen des deutsch-englischen Flottenabkommens und konsequenterweise wurde der Vertrag am 27. April 1939 durch Hitler gekündigt.
Die Ausgangslage
Um ein neuerliches Wettrüsten zu vermeiden, welches Großbritannien vor Ausbruch des ersten Weltkriegs wirtschaftlich beinahe ruiniert hätte, versuchte die britische Regierung ein weltweites Rüstungsbegrenzungsabkommen mit den wichtigsten Seemächten zu vereinbaren. Ergebnis dieser komplizierten Diplomatie war das Washingtoner Flottenabkommen von 1922. Jedoch war bereits wenige Jahre später klar, dass bis auf Großbritannien kaum ein Vertragspartner Interesse an einer Einhaltung der Bestimmungen hatte. Japan und Italien fühlten sich übervorteilt und nutzten Lücken im Vertragswerk für Kreuzerneubauten. Die USA zogen postwendend nach und Deutschland, ohnehin nicht zur Konferenz eingeladen, legte die ersten Panzerschiffe auf, was wiederum in verstärkten französischen Rüstungen gipfelte. Dennoch gelang es England, 1930 eine weitere Flottenkonferenz auszurichten, in welcher Japan Zugeständnisse gemacht wurden und die Kreuzerlücke geschlossen wurde.
Da Deutschland 1933 aus Völkerbund und Genfer Abrüstungskonferenz ausgetreten war und seit 1935 unverhohlen Luftwaffe und Uboot-Waffe ausbaute, war Großbritannien bemüht, Deutschland in ein Rüstungsbegrenzungsabkommen auf Basis der Flottenkonferenzen einzubeziehen. Auf der anderen Seite wollte auch Deutschland keine unnötige Provokation Englands und strebte nach vertraglich legitimierter Aufrüstung.
Das Abkommen
Im März 1935 konnte Außenminister Simon die deutsche Seite überzeugen, direkte Verhandlungen aufzunehmen, welche im Juni 1935 begannen. Während Deutschland eine Stärke von 50% der Royal Navy anstrebte, wollte Großbritannien Deutschlands Marine maximal auf Höhe der französischen und italienischen (gemäß Washingtoner Abkommen 1922) begrenzen. Schließlich einigten sich die Verhandlungsführer auf eine 35% Begrenzung der Gesamttonnage und der Tonnage der einzelnen Schiffsklassen mit der Möglichkeit auf 100% Tonnage bei Ubooten. Dafür erklärte sich Deutschland bereit, Großbritannien bei der Flottenkonferenz 1936 zu unterstützen und die vertraglich vereinbarten Obergrenzen auch bei einem Aufrüsten anderer Mächte (Frankreich, Italien) nicht zu überschreiten.
Die Folgen
Das beiderseitige Flottenabkommen konnte ein neuerliches Wettrüsten nur kurz aufhalten. Frankreich ließ sch trotz starken britischen Drucks nicht davon abhalten, neue und größere Kriegsschiffklassen gegen Italien und Deutschland aufzulegen. Japan kündigte die vorhergehenden Abkommen fristgerecht 1936 auf. Zwar gelang es Großbritannien 1936 in London, noch einmal einige Rüstungsbeschränkungen durchzusetzen, doch Japan unterzeichnete das Abkommen gar nicht erst und Deutschland wurde nicht eingeladen. 1938 lag das umfangreiche britische Vertragswerk in Scherben. Immerhin unterzeichnete Deutschland 1937 ein weiteres bilaterales Flottenabkommen mit England und verpflichtete sich seit November 1936 zum Ubooteinsatz nach Prisenordnung. In der Realität lagen die geplanten Neubauten der Marine bereits über den Grenzen des deutsch-englischen Flottenabkommens und konsequenterweise wurde der Vertrag am 27. April 1939 durch Hitler gekündigt.

Bild 7: Der schwere Kreuzer "Admiral Hipper" wurde unter den Bestimmungen des Londoner Flottenabkommens konstruiert
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Bild 8: Ein Bündnisangebot an Spanien

Bild 9: Spanien nimmt das zweite oder dritte (meiner Erinnerung nach) Bündnisangebot an. Die Lage ist für die Nationalspanier verzweifelt.

Bild 8: Ein Bündnisangebot an Spanien
15. Oktober 1936
Operation ‚Kamerun’
1. Lage
Am 17. Juli 1936 brach in Ceuta und Melilla in Spanisch-Marokko ein Militäraufstand aus, seit dem 21. Juli spricht man von einem Bürgerkrieg. Armeeeinheiten unter General Franco haben nach dem Lufttransport aus Marokko wichtige Städte und Positionen auf dem Festland eingenommen. Am 26. Juli ersuchte die nationalspanische Regierung offiziell um Hilfe. Dem Ersuchen wurde stattgegeben, seit August laufen die Waffenlieferungen.
Aufgrund der besseren militärischen Ausgangslage und sowjetischer Waffenhilfe konnte die republikanische Seite in den vergangenen Monaten das Kriegsgeschehen umdrehen: der Machtbereich der nationalen Regierung Arrondo wurde faktisch gespalten und Francos Truppen geraten in die Defensive. Am 8. Oktober 1936 wurde unser Botschafter in Burgos vom spanischen Außenminister offiziell um militärischen Beistand gebeten. Im Gegenzug bot die deutsche Regierung Spanien ein umfassendes Bündnisabkommen an, welches am 15. Oktober angenommen wurde.
2. Ziele
Das Luftwaffenkorps ‚Legion Condor’ befindet sich bereits vor Ort. Weitere Truppen, insbesondere Heereseinheiten, müssen unverzüglich nach Spanien in Marsch gesetzt werden, bevor die Gegenseite Vorteile aus der militärischen Situation ziehen kann.
Ziel von ‚Kamerun’ ist der schnelle Seetransport von deutschen Truppen nach Spanien. Nach dem Erreichen der nordspanischen Häfen wird der Deckungsverband vor Ort bleiben, um republikanische Angriffe zu vereiteln. Die Aufnahme offensiver Aktionen ist untersagt, solange nicht die gesamte Armeegruppe versammelt und einsatzbereit ist.
3. Durchführung
Die nationalspanischen Truppen sind insbesondere an Panzern und Flugzeugen unterlegen. Die Überführung der Luftstreitkräfte wird von der Luftwaffe gesondert durchgeführt. Die Seetransportgruppe ‚Theseus’ unter KAdm Marschall wird mit der Verschiffung der 1., 2. und 3. Panzer-Division nach Oviedo und Bilbao beginnen. GAdm Raeders Kreuzergruppe ‚Deutschland’ übernimmt den Begleitschutz.
Die nächsten Transporte sollen durch die spanische Marine, soweit möglich, unterstützt werden. Zu diesem Zweck wird ein deutsch-spanisches Marinebüro mit weitreichenden Kompetenzen aufgebaut.
Wenn möglich, soll die Provinz Huelva in Südspanien als Brückenkopf verstärkt und gehalten werden.
Die Einschiffung beginnt heute in Wilhelmshaven, mit der Ankunft der ersten Heerestruppen wird in 7-8 Tagen gerechnet.
4. Kräfteansatz
Heer:
Schritt 1: 3 Panzer-Divisionen
Schritt 2: 2 Infanterie-Divisionen und der HG-Stab ‚Legion Condor’
Schritt 3-6: je 3 Infanterie-Divisionen
Luftwaffe:
3 Jagdgeschwader (ausgerüstet mit He 51)
8 Bombergeschwader (ausgerüstet mit Ju 52 und Do 17)
Marine:
Seetransportgruppe ‚Theseus’ mit 3 Truppentransportern mit MS Mücke, MS Libelle und MS Fliege
Kreuzergruppe ‚Deutschland’ mit 3 Panzerschiffen und 5 leichten Kreuzern
Spanische Wehrmacht:
An einer genauen Aufstellung der nationalspanischen Truppen wird noch gearbeitet. Die Möglichkeiten zur Unterstützung ‚Kameruns’ sind aufgrund des republikanischen Drucks als gering einzuschätzen.
5. Feindlage
Die republikanische Marine und Luftwaffe könnte versuchen, das deutsche Expeditionskorps noch vor Erreichen der Zielhäfen anzugreifen. Meldungen unserer spanischen Verbündeten zu Folge verfügt die Regierung in Valencia unter anderem über 1 Schlachtschiff und 4 leichte Kreuzer. Außerdem ist die republikanische Luftwaffe in der Lage, Seeziele auch auf große Entfernung anzugreifen.
Ausländische Mächte: zur Zeit wird die Republik Spanien nur von der Sowjetunion unterstützt, dies aber sehr effektiv. Es besteht die Gefahr, dass die republikanische Regierung infolge eines kommunistischen Putsches zu einem Beistandsabkommen mit der Sowjetunion gedrängt wird. Dies wird allerdings jede potentielle Unterstützung seitens Englands und Frankreichs verhindern.
Eine aktive Beteiligung der Sowjetunion steht aufgrund der zu erwartenden internationalen Isolation nicht im Raum. Gefährlicher sind Sanktionen des Völkerbundes, vertreten und ausgeführt von England und Frankreich. Insbesondre bei Frankreich muss von einer Abkehr der Nichteinmischungspolitik gerechnet werden, da seit kurzer Zeit auch in Paris eine Volksfrontregierung an der Macht ist. Deswegen sollen die deutschen Truppen zunächst nur den Status quo erhalten.
Operation ‚Kamerun’
1. Lage
Am 17. Juli 1936 brach in Ceuta und Melilla in Spanisch-Marokko ein Militäraufstand aus, seit dem 21. Juli spricht man von einem Bürgerkrieg. Armeeeinheiten unter General Franco haben nach dem Lufttransport aus Marokko wichtige Städte und Positionen auf dem Festland eingenommen. Am 26. Juli ersuchte die nationalspanische Regierung offiziell um Hilfe. Dem Ersuchen wurde stattgegeben, seit August laufen die Waffenlieferungen.
Aufgrund der besseren militärischen Ausgangslage und sowjetischer Waffenhilfe konnte die republikanische Seite in den vergangenen Monaten das Kriegsgeschehen umdrehen: der Machtbereich der nationalen Regierung Arrondo wurde faktisch gespalten und Francos Truppen geraten in die Defensive. Am 8. Oktober 1936 wurde unser Botschafter in Burgos vom spanischen Außenminister offiziell um militärischen Beistand gebeten. Im Gegenzug bot die deutsche Regierung Spanien ein umfassendes Bündnisabkommen an, welches am 15. Oktober angenommen wurde.
2. Ziele
Das Luftwaffenkorps ‚Legion Condor’ befindet sich bereits vor Ort. Weitere Truppen, insbesondere Heereseinheiten, müssen unverzüglich nach Spanien in Marsch gesetzt werden, bevor die Gegenseite Vorteile aus der militärischen Situation ziehen kann.
Ziel von ‚Kamerun’ ist der schnelle Seetransport von deutschen Truppen nach Spanien. Nach dem Erreichen der nordspanischen Häfen wird der Deckungsverband vor Ort bleiben, um republikanische Angriffe zu vereiteln. Die Aufnahme offensiver Aktionen ist untersagt, solange nicht die gesamte Armeegruppe versammelt und einsatzbereit ist.
3. Durchführung
Die nationalspanischen Truppen sind insbesondere an Panzern und Flugzeugen unterlegen. Die Überführung der Luftstreitkräfte wird von der Luftwaffe gesondert durchgeführt. Die Seetransportgruppe ‚Theseus’ unter KAdm Marschall wird mit der Verschiffung der 1., 2. und 3. Panzer-Division nach Oviedo und Bilbao beginnen. GAdm Raeders Kreuzergruppe ‚Deutschland’ übernimmt den Begleitschutz.
Die nächsten Transporte sollen durch die spanische Marine, soweit möglich, unterstützt werden. Zu diesem Zweck wird ein deutsch-spanisches Marinebüro mit weitreichenden Kompetenzen aufgebaut.
Wenn möglich, soll die Provinz Huelva in Südspanien als Brückenkopf verstärkt und gehalten werden.
Die Einschiffung beginnt heute in Wilhelmshaven, mit der Ankunft der ersten Heerestruppen wird in 7-8 Tagen gerechnet.
4. Kräfteansatz
Heer:
Schritt 1: 3 Panzer-Divisionen
Schritt 2: 2 Infanterie-Divisionen und der HG-Stab ‚Legion Condor’
Schritt 3-6: je 3 Infanterie-Divisionen
Luftwaffe:
3 Jagdgeschwader (ausgerüstet mit He 51)
8 Bombergeschwader (ausgerüstet mit Ju 52 und Do 17)
Marine:
Seetransportgruppe ‚Theseus’ mit 3 Truppentransportern mit MS Mücke, MS Libelle und MS Fliege
Kreuzergruppe ‚Deutschland’ mit 3 Panzerschiffen und 5 leichten Kreuzern
Spanische Wehrmacht:
An einer genauen Aufstellung der nationalspanischen Truppen wird noch gearbeitet. Die Möglichkeiten zur Unterstützung ‚Kameruns’ sind aufgrund des republikanischen Drucks als gering einzuschätzen.
5. Feindlage
Die republikanische Marine und Luftwaffe könnte versuchen, das deutsche Expeditionskorps noch vor Erreichen der Zielhäfen anzugreifen. Meldungen unserer spanischen Verbündeten zu Folge verfügt die Regierung in Valencia unter anderem über 1 Schlachtschiff und 4 leichte Kreuzer. Außerdem ist die republikanische Luftwaffe in der Lage, Seeziele auch auf große Entfernung anzugreifen.
Ausländische Mächte: zur Zeit wird die Republik Spanien nur von der Sowjetunion unterstützt, dies aber sehr effektiv. Es besteht die Gefahr, dass die republikanische Regierung infolge eines kommunistischen Putsches zu einem Beistandsabkommen mit der Sowjetunion gedrängt wird. Dies wird allerdings jede potentielle Unterstützung seitens Englands und Frankreichs verhindern.
Eine aktive Beteiligung der Sowjetunion steht aufgrund der zu erwartenden internationalen Isolation nicht im Raum. Gefährlicher sind Sanktionen des Völkerbundes, vertreten und ausgeführt von England und Frankreich. Insbesondre bei Frankreich muss von einer Abkehr der Nichteinmischungspolitik gerechnet werden, da seit kurzer Zeit auch in Paris eine Volksfrontregierung an der Macht ist. Deswegen sollen die deutschen Truppen zunächst nur den Status quo erhalten.

Bild 9: Spanien nimmt das zweite oder dritte (meiner Erinnerung nach) Bündnisangebot an. Die Lage ist für die Nationalspanier verzweifelt.
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Bild 10: Das Panzerschiff "Deutschland"
Die Geschichte des Panzerschiffs „Deutschland“
Baubeginn war der 5. Februar 1929 in den Deutschen Werken Kiel, genau wie die beiden Schwesterschiffe sollte „Deutschland“ vertragsgemäß die alten Linienschiffe der Lothringen-Klasse ersetzen. Am 19. Mai 1931 fand der Stapellauf statt, am 1. April 1933 wurde „Deutschland“ in Dienst gestellt.
Voll ausgerüstet verdrängte die „Deutschland“ damals bereits 14.503 ts, weit mehr als die vertragliche 10.000 ts-Grenze. Zum Zeitpunkt der Planung, aber auch noch 1933 erschütterte „Deutschland“ die maritime Welt. Die sechs 28cm-Kanonen waren allen schnelleren Gegnern überlegen (bis auf die englischen Schlachtkreuzer „Repulse“ und „Renown“), mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 28 kn schneller als alle stärker bewaffneten Kriegsschiffe. Der für Großkampfschiffe revolutionäre Dieselantrieb ermöglichte einen Fahrtbereich von 17.400 sm (bei 13 kn) – damit war Deutschland in der Lage, im gesamten atlantischen und indischen Ozean Kreuzerkrieg zu führen, ohne in Landstützpunkten nachbunkern zu müssen.
Nach umfangreichen Erprobungen wurde „Deutschland“ am 10. Dezember 1933 dem Befehlshaber der Linienschiffe unterstellt. Zwischen 1934 und 1936 unternahm das Schiff mehrere Ausbildungsreisen (unter anderem nach Brasilien und zu den Azoren) und nahm an umfangreichen Manövern teil. Am 24. Juli 1936 traf „Deutschland“ vor San Sebastian (Spanien) ein, wo Flüchtlinge evakuiert wurden. Die aus 28 deutschen Schiffen bestehende Flotte brachte 9300 Flüchtlinge aus 41 Nationen in Sicherheit. Nach den Aktionen in San Sebastian, Bilbao, Santander, Gijon und La Coruna wurden auch nationalspanische und republikanische Häfen angelaufen. Bei einigen Konfrontationen wurden deutsche Schiffe durch die republikanische Flotte behindert und sogar aufgebracht, was im Spätsommer 1936 zu einer Positionierung Deutschlands auf Seiten der Faschisten führte.
Im Rahmen der internationalen Seekontrolle war „Deutschland“ an 6 Einsätzen vor der spanischen Ostküste beteiligt. Während der 4. Fahrt wurde das Panzerschiff am 29. Mai 1937 vor Ibiza auf Reede liegend von republikanischen Flugzeugen angegriffen, wobei 31 Besatzungsmitglieder getötet wurden. Während der Sudetenkrise steuerte „Deutschland“ am 27. September 1938 den spanischen Hafen Vigo an, britische Fühlungshalter konnten beim Wiederauslaufen abgeschüttelt werden und man nahm unbehelligt eine Warteposition zwischen den Kanaren und Azoren ein.
Voll ausgerüstet verdrängte die „Deutschland“ damals bereits 14.503 ts, weit mehr als die vertragliche 10.000 ts-Grenze. Zum Zeitpunkt der Planung, aber auch noch 1933 erschütterte „Deutschland“ die maritime Welt. Die sechs 28cm-Kanonen waren allen schnelleren Gegnern überlegen (bis auf die englischen Schlachtkreuzer „Repulse“ und „Renown“), mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 28 kn schneller als alle stärker bewaffneten Kriegsschiffe. Der für Großkampfschiffe revolutionäre Dieselantrieb ermöglichte einen Fahrtbereich von 17.400 sm (bei 13 kn) – damit war Deutschland in der Lage, im gesamten atlantischen und indischen Ozean Kreuzerkrieg zu führen, ohne in Landstützpunkten nachbunkern zu müssen.
Nach umfangreichen Erprobungen wurde „Deutschland“ am 10. Dezember 1933 dem Befehlshaber der Linienschiffe unterstellt. Zwischen 1934 und 1936 unternahm das Schiff mehrere Ausbildungsreisen (unter anderem nach Brasilien und zu den Azoren) und nahm an umfangreichen Manövern teil. Am 24. Juli 1936 traf „Deutschland“ vor San Sebastian (Spanien) ein, wo Flüchtlinge evakuiert wurden. Die aus 28 deutschen Schiffen bestehende Flotte brachte 9300 Flüchtlinge aus 41 Nationen in Sicherheit. Nach den Aktionen in San Sebastian, Bilbao, Santander, Gijon und La Coruna wurden auch nationalspanische und republikanische Häfen angelaufen. Bei einigen Konfrontationen wurden deutsche Schiffe durch die republikanische Flotte behindert und sogar aufgebracht, was im Spätsommer 1936 zu einer Positionierung Deutschlands auf Seiten der Faschisten führte.
Im Rahmen der internationalen Seekontrolle war „Deutschland“ an 6 Einsätzen vor der spanischen Ostküste beteiligt. Während der 4. Fahrt wurde das Panzerschiff am 29. Mai 1937 vor Ibiza auf Reede liegend von republikanischen Flugzeugen angegriffen, wobei 31 Besatzungsmitglieder getötet wurden. Während der Sudetenkrise steuerte „Deutschland“ am 27. September 1938 den spanischen Hafen Vigo an, britische Fühlungshalter konnten beim Wiederauslaufen abgeschüttelt werden und man nahm unbehelligt eine Warteposition zwischen den Kanaren und Azoren ein.

Bild 10: Das Panzerschiff "Deutschland"
Einige Tage vor Beginn des 2. Weltkrieges wurde „Deutschland“ erneut in den Nordatlantik entsandt, wo man seit dem 26. September 1939 recht erfolglos Handelskrieg führte. Am 15. November erfolgte die Rückkehr nach Gotenhafen, bald darauf unterzog man das Schiff einer Grundüberholung und taufte es in „Lützow“ um. Ausgerüstet für Handelskrieg im indischen Ozean nahm „Lützow“ zunächst an der Besetzung Oslos (9.-10. April 1940) im Rahmen der Operation 'Weserübung' teil. Im norwegischen Abwehrfeuer wurde der Kreuzer „Blücher“ versenkt und auch „Lützow“ erhielt 3 Granattreffer. Auf dem Rückmarsch wurde das Schiff bei einem Torpedoangriff des englischen Ubootes „Spearfish“ schwer beschädigt. Mehrere Stunden trieb „Lützow“ manövrierunfähig und hilflos auf die dänische Küste zu, bevor Verstärkung eintraf. Die Besatzung wurde größtenteils evakuiert, das Panzerschiff schließlich nach Kiel in die Werft geschleppt, wo es bei einem Fliegerangriff von einem Blindgänger getroffen wurde.
Erst 11 Monate später wurde die Gefechtsbereitschaft wieder hergestellt und „Lützow“ erneut für den Kreuzerkrieg im indischen Ozean ausgerüstet. Der Durchbruchsversuch am 12. Juni 1941 schlug fehl: britische Torpedoflugzeuge hatten das nunmehr zum schweren Kreuzer umklassifizierte Kriegsschiff in Norwegen entdeckt und griffen am Folgetag an. Nach einem Torpedotreffer mittschiffs rettete sich „Lützow“ mit Schlagseite zurück nach Kiel. Die Reparatur dauerte bis Januar 1942, im Mai lief die „Lützow“ erneut nach Norwegen (Narvik) aus. Bei Operation ‚Rösselsprung’ (3. Juli) auf einen englischen Geleitzug hatte das Schiff im Tieldsund Grundberührung und kehrte nach Kiel zurück, wo es erneut in die Werft kam. Erst Mitte Dezember 1942 gehörte das Schiff wieder zur Kampfgruppe II in Norwegen und nahm am erfolglosen Unternehmen ‚Regenbogen’ teil. An weiteren Operationen beteiligte sich die „Lützow“ nicht (‚Wunderland’, Wunderland 2’) und wurde schließlich aufgrund der desolaten Antriebsanlage im September 1943 zurück nach Deutschland geschickt. Nach erneuter Werftliegezeit und Ausbildungsfahrt verblieb „Lützow“ seit Sommer 1944 in der Ostsee. Einsätze im Rigaer Meerbusen, der Aalandsee und dem Memelgebiet folgten, gleichzeitig wurde die Flakbewaffnung stark ausgebaut. Von November 1944 bis zum April 1945 unterstützte „Lützow“ mit der Schiffsartillerie die Abwehrkämpfe in Ostpreussen und Hinterpommern. Am 16. April wurde das Schiff schwer von britischen Bombern getroffen und konnte nur noch behelfsmäßig einsatzbereit gemacht werden. Seit dem 22. April feuerte „Lützows“ Hauptartillerie wieder zur Unterstützung der Abwehrkämpfe bei Pasewalk und Dievenow. Der geplanten geordneten Selbstsprengung kam ein Feuer zuvor: am 4. Mai sank der Kreuzer nach Sympathiezündung der Sprengladungen vor Stettin.
Erst 11 Monate später wurde die Gefechtsbereitschaft wieder hergestellt und „Lützow“ erneut für den Kreuzerkrieg im indischen Ozean ausgerüstet. Der Durchbruchsversuch am 12. Juni 1941 schlug fehl: britische Torpedoflugzeuge hatten das nunmehr zum schweren Kreuzer umklassifizierte Kriegsschiff in Norwegen entdeckt und griffen am Folgetag an. Nach einem Torpedotreffer mittschiffs rettete sich „Lützow“ mit Schlagseite zurück nach Kiel. Die Reparatur dauerte bis Januar 1942, im Mai lief die „Lützow“ erneut nach Norwegen (Narvik) aus. Bei Operation ‚Rösselsprung’ (3. Juli) auf einen englischen Geleitzug hatte das Schiff im Tieldsund Grundberührung und kehrte nach Kiel zurück, wo es erneut in die Werft kam. Erst Mitte Dezember 1942 gehörte das Schiff wieder zur Kampfgruppe II in Norwegen und nahm am erfolglosen Unternehmen ‚Regenbogen’ teil. An weiteren Operationen beteiligte sich die „Lützow“ nicht (‚Wunderland’, Wunderland 2’) und wurde schließlich aufgrund der desolaten Antriebsanlage im September 1943 zurück nach Deutschland geschickt. Nach erneuter Werftliegezeit und Ausbildungsfahrt verblieb „Lützow“ seit Sommer 1944 in der Ostsee. Einsätze im Rigaer Meerbusen, der Aalandsee und dem Memelgebiet folgten, gleichzeitig wurde die Flakbewaffnung stark ausgebaut. Von November 1944 bis zum April 1945 unterstützte „Lützow“ mit der Schiffsartillerie die Abwehrkämpfe in Ostpreussen und Hinterpommern. Am 16. April wurde das Schiff schwer von britischen Bombern getroffen und konnte nur noch behelfsmäßig einsatzbereit gemacht werden. Seit dem 22. April feuerte „Lützows“ Hauptartillerie wieder zur Unterstützung der Abwehrkämpfe bei Pasewalk und Dievenow. Der geplanten geordneten Selbstsprengung kam ein Feuer zuvor: am 4. Mai sank der Kreuzer nach Sympathiezündung der Sprengladungen vor Stettin.
- Wilhelm Klink
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Oberkommando der Wehrmacht, Wünsdorf
Lagevortrag am 03.01.1937 zur Lage in Spanien im Beisein des Führers

Bild 11: Die Spionageinformationen sind fehlerhaft. Rotspanien verfügt über mehr Truppen, insbesondere einige Panzerdivisionen.

Bild 12: Die Schrittfolge der "Rotations-Offensive". Leider erinnere ich mich nicht mehr an die Bildunterschriften
Oberkommando der Wehrmacht, Wünsdorf
Lagevortrag am 03.01.1937 zur Lage in Spanien im Beisein des Führers
„Meine Herren, bitte nehmen Sie wieder Ihre Plätze ein, die Zigarettenpause ist beendet. Bitte, kommen Sie wieder herein, der Führer hat heute noch weitere Termine. So – meine Herren, viele kennen sicherlich noch KKpt i.G. Rech vom Auslandsamt. Nun, mittlerweile ist er dem gemeinsamen Deutsch-Spanischen Generalstab beigestellt. Herr Rech ist dort Adjutant des Chef’s Marinestation Spanien, Adm Conrad Albrecht. Also – Herr KKpt Rech – bitte sehr.“
„Vielen Dank für die einleitenden Worte. Mein Führer, meine Herren, ich werde Sie in den nächsten fünf Minuten über die militärische Situation in Spanien und den Stand von ‚Kamerun’ in Kenntnis setzen."
„Vielen Dank für die einleitenden Worte. Mein Führer, meine Herren, ich werde Sie in den nächsten fünf Minuten über die militärische Situation in Spanien und den Stand von ‚Kamerun’ in Kenntnis setzen."
Unternehmen Kamerun I – Seeverlegung der Wehrmacht
Die ersten Seetransporte begannen am 15. Oktober 1936 mit der Verschiffung der 1., 2. und 3. Panzer-Division. Anders als geplant, wurden die Einheiten nicht auf Oviedo und Bilbao verteilt, sondern am 18. Oktober konzentriert in Oviedo ausgeladen. Anschließend begannen sich die Truppen sofort nach Süden in Marsch zu setzen, um ihre Bereitstellungsräume zwischen Leon und Burgos zu erreichen. Hintergrund war die Eroberung Huelvas seitens der Roten, die damit acht spanische Division in Südwestspanien einschlossen.
Während dessen wurden im rollenden Einsatz weitere Truppen nach Nordspanien geführt. Ab Anfang November beteiligte sich auch die spanische Marine an der Verschiffung deutscher Truppen in die Zielhäfen La Coruna, Vigo, Ferrol, Oviedo, Santander, Gijon, San Sebastian und Bilbao. Bis Anfang Dezember konnte die Überführung ohne Eigenverluste abgeschlossen werden.
Kräfteverhältnis nach Kamerun I
Nationalspanien:
InfD: 9
MilD: 8
GebD: 1
PzD: 3
TakB: 1
AbJ: 1
BB: 1
CL: 1
SS: 2
LST: 4
Legion Condor:
InfD: 36
PzD: 3
HQ: 1
TakB: 8
AbJ: 3
BC: 3
CL: 5
LST: 4
Rotspanien (nach Kenntnisstand des spanischen Geheimdiensts):
InfD: vermutlich 26
Marine: 2 Uboote
Die ersten Seetransporte begannen am 15. Oktober 1936 mit der Verschiffung der 1., 2. und 3. Panzer-Division. Anders als geplant, wurden die Einheiten nicht auf Oviedo und Bilbao verteilt, sondern am 18. Oktober konzentriert in Oviedo ausgeladen. Anschließend begannen sich die Truppen sofort nach Süden in Marsch zu setzen, um ihre Bereitstellungsräume zwischen Leon und Burgos zu erreichen. Hintergrund war die Eroberung Huelvas seitens der Roten, die damit acht spanische Division in Südwestspanien einschlossen.
Während dessen wurden im rollenden Einsatz weitere Truppen nach Nordspanien geführt. Ab Anfang November beteiligte sich auch die spanische Marine an der Verschiffung deutscher Truppen in die Zielhäfen La Coruna, Vigo, Ferrol, Oviedo, Santander, Gijon, San Sebastian und Bilbao. Bis Anfang Dezember konnte die Überführung ohne Eigenverluste abgeschlossen werden.
Kräfteverhältnis nach Kamerun I
Nationalspanien:
InfD: 9
MilD: 8
GebD: 1
PzD: 3
TakB: 1
AbJ: 1
BB: 1
CL: 1
SS: 2
LST: 4
Legion Condor:
InfD: 36
PzD: 3
HQ: 1
TakB: 8
AbJ: 3
BC: 3
CL: 5
LST: 4
Rotspanien (nach Kenntnisstand des spanischen Geheimdiensts):
InfD: vermutlich 26
Marine: 2 Uboote

Bild 11: Die Spionageinformationen sind fehlerhaft. Rotspanien verfügt über mehr Truppen, insbesondere einige Panzerdivisionen.
Die Informationen des spanischen Geheimdiensts sind definitiv falsch: es wurden wiederholt Panzer russischer Bauart in den Kämpfen gesichtet und abgeschossen, des weiteren entwickelt die rote Luftwaffe eine rege Tätigkeit über Kantabrien und Zentralspanien. Aus dem letzten Gefecht der Kreuzergruppe ‚Deutschland’ südlich Sevilla wissen wir, dass die rote Marine mindestens über 1 einsatzbereites Schlachtschiff der Espána-Klasse verfügt.
Unternehmen Kamerun II – der Aufmarsch der Legion Condor
Die Panzergruppe Condor erreichte am 23. Oktober den Bereitstellungsraum zwischen Leon und Burgos. Die Divisionen begannen umgehend mit Attacken gegen die bei Valladolid eingegrabenen roten Divisionen. Unterstützt durch rollende Einsätze der Luftwaffe konnte der feindliche Widerstand bis zum 25.10. gebrochen werden und der Feind über den Rio Duero geworfen werden. In scharfer Verfolgung fielen auch Zamora, Salamanca und Segoria an die vorrückenden Panzertruppen. Die vier roten Infanterie-Divisionen hatten sich nach dem Fall Segorias bis auf die Außenbezirke Madrids zurück gezogen und befestigten ihre Stellungen. Noch bevor republikanische Verstärkung die Linien erreichen konnte, entschloss sich GenM Guderian zum Frontalangriff auf Madrid. Diesmal stießen die deutschen Truppen auf entschlossenen Widerstand der Verteidiger, der nur durch pausenlose Bombardierungen gebrochen werden konnte. Nach kurzer Reorganisation setzte die Panzergruppe auch noch über den Rio Henares und Rio Tajo, hinter dessen Ufer sich mittlerweile 6 rote Divisionen verschanzt hatten. Nach Sicherung der Brückenköpfe erwehrten sich die deutschen Truppen heftigsten Gegenangriffen von bis zu 10 Divisionen, konnten die Stellungen aber behaupten.
In der Zwischenzeit waren weitere deutsche Divisionen in Bilbao und Oviedo an Land gesetzt worden. Es gelang den deutschen Truppen, die starke Verteidigung der Roten entlang des Rio Ebro bis Saragossa aufzurollen. Der Vormarsch von Burgos und Valladolid nach Soria, der Hauptstadt der Siguenza, rundete den Aufmarsch in Nord- und Zentralspanien ab.
Unternehmen Kamerun III – Die Rotations-Offensive
Anfang Dezember rückten 7 deutsche Divisionen, darunter 3 Panzer-Divisionen über den Rio Guadiana nach Cuidad Real und Albacete vor. Weitere 8 Divisionen griffen am 22. Dezember die rote Südfront bei Huelva an und warfen den Gegner auch bei Sevilla und Cadiz. Damit haben wir die Ausgangsstellung für ‚Offensive Rotation’ erreicht, die ich Ihnen im folgenden erläutern möchte:
Unsere spanischen Verbündeten haben den Wunsch geäußert, möglichst schonend mit republikanischem Material zu verfahren, da die rote Regierung den Großteil des Goldschatzes Spaniens für den Einkauf von Waffen und Gerät ausgegeben hat. Daraufhin entwickelte Gen Rundstedt, Oberbefehlshaber Legion Condor, einen Operationsplan flankierender Angriffe auf die roten Linien, um die Verteidiger schließlich von Süden nach Norden hin aus den Stellungen zu werfen und nach Katalonien zu treiben. Frontalangriffe auf die Stellungen der Roten werden vermieden und nach erfolgreichem Abschluss der Offensive dürfte das gesamte republikanische Material nahezu vollständig in die Hände des Caudillo fallen.
Das stärkt einerseits einen eher schwachen Verbündeten, festigt andererseits die deutsch-spanischen Beziehungen und verschafft der Legion Condor die für die Taktikschulung benötigten Einsätze und realen Bedingungen.
Ausblick
Rotspanien steht außenpolitisch isoliert da, England und Frankreich haben eine Unterstützung abgelehnt und Sanktionen gegen Nationalspanien durch den Völkerbund konnten durch Italien wirksam bekämpft werden. Wir haben nun alle Zeit der Welt, den Spanienfeldzug siegreich zu beenden. Überstürzte Operationen gefährden den Gesamterfolg, wir sollten daher Schritt für Schritt auf republikanisches Territorium vordringen – ein Ansatz, den auch unsere spanischen Verbündeten unterstützen.
Unternehmen Kamerun II – der Aufmarsch der Legion Condor
Die Panzergruppe Condor erreichte am 23. Oktober den Bereitstellungsraum zwischen Leon und Burgos. Die Divisionen begannen umgehend mit Attacken gegen die bei Valladolid eingegrabenen roten Divisionen. Unterstützt durch rollende Einsätze der Luftwaffe konnte der feindliche Widerstand bis zum 25.10. gebrochen werden und der Feind über den Rio Duero geworfen werden. In scharfer Verfolgung fielen auch Zamora, Salamanca und Segoria an die vorrückenden Panzertruppen. Die vier roten Infanterie-Divisionen hatten sich nach dem Fall Segorias bis auf die Außenbezirke Madrids zurück gezogen und befestigten ihre Stellungen. Noch bevor republikanische Verstärkung die Linien erreichen konnte, entschloss sich GenM Guderian zum Frontalangriff auf Madrid. Diesmal stießen die deutschen Truppen auf entschlossenen Widerstand der Verteidiger, der nur durch pausenlose Bombardierungen gebrochen werden konnte. Nach kurzer Reorganisation setzte die Panzergruppe auch noch über den Rio Henares und Rio Tajo, hinter dessen Ufer sich mittlerweile 6 rote Divisionen verschanzt hatten. Nach Sicherung der Brückenköpfe erwehrten sich die deutschen Truppen heftigsten Gegenangriffen von bis zu 10 Divisionen, konnten die Stellungen aber behaupten.
In der Zwischenzeit waren weitere deutsche Divisionen in Bilbao und Oviedo an Land gesetzt worden. Es gelang den deutschen Truppen, die starke Verteidigung der Roten entlang des Rio Ebro bis Saragossa aufzurollen. Der Vormarsch von Burgos und Valladolid nach Soria, der Hauptstadt der Siguenza, rundete den Aufmarsch in Nord- und Zentralspanien ab.
Unternehmen Kamerun III – Die Rotations-Offensive
Anfang Dezember rückten 7 deutsche Divisionen, darunter 3 Panzer-Divisionen über den Rio Guadiana nach Cuidad Real und Albacete vor. Weitere 8 Divisionen griffen am 22. Dezember die rote Südfront bei Huelva an und warfen den Gegner auch bei Sevilla und Cadiz. Damit haben wir die Ausgangsstellung für ‚Offensive Rotation’ erreicht, die ich Ihnen im folgenden erläutern möchte:
Unsere spanischen Verbündeten haben den Wunsch geäußert, möglichst schonend mit republikanischem Material zu verfahren, da die rote Regierung den Großteil des Goldschatzes Spaniens für den Einkauf von Waffen und Gerät ausgegeben hat. Daraufhin entwickelte Gen Rundstedt, Oberbefehlshaber Legion Condor, einen Operationsplan flankierender Angriffe auf die roten Linien, um die Verteidiger schließlich von Süden nach Norden hin aus den Stellungen zu werfen und nach Katalonien zu treiben. Frontalangriffe auf die Stellungen der Roten werden vermieden und nach erfolgreichem Abschluss der Offensive dürfte das gesamte republikanische Material nahezu vollständig in die Hände des Caudillo fallen.
Das stärkt einerseits einen eher schwachen Verbündeten, festigt andererseits die deutsch-spanischen Beziehungen und verschafft der Legion Condor die für die Taktikschulung benötigten Einsätze und realen Bedingungen.
Ausblick
Rotspanien steht außenpolitisch isoliert da, England und Frankreich haben eine Unterstützung abgelehnt und Sanktionen gegen Nationalspanien durch den Völkerbund konnten durch Italien wirksam bekämpft werden. Wir haben nun alle Zeit der Welt, den Spanienfeldzug siegreich zu beenden. Überstürzte Operationen gefährden den Gesamterfolg, wir sollten daher Schritt für Schritt auf republikanisches Territorium vordringen – ein Ansatz, den auch unsere spanischen Verbündeten unterstützen.

Bild 12: Die Schrittfolge der "Rotations-Offensive". Leider erinnere ich mich nicht mehr an die Bildunterschriften
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Bild 13: Ein Modell des spanischen Dreadnought "Jaime I"
Schlachtschiff „Jaime I“ (Spanien)

Bild 13: Ein Modell des spanischen Dreadnought "Jaime I"
Namesgeber der „Jaime I“ war Jaime der Eroberer, König von Aragon (1208-1276), der das Königreich Aragon im Rahmen der Reconquista weit nach Süden (bis Valencia) ausdehnte und die sogar die Balearen, Sizilien, Sardinien und Süditalien bis Neapel eroberte. Baubeginn war der 5. Februar 1912 in der staatlichen Schiffswerft SECN in El Ferrol, der Stapellauf fand am 21. September 1914 statt. Aufgrund von finanziellen Problemen und Rohstoffengpässen während des 1. Weltkriegs wurde das Schiff erst am 20. Dezember 1921 fertig gestellt.
Die „Jaime I“ ist wie ihre Schwesterschiffe „Alfonso XIII“ und „Espana“ ein Dreadnought der Espana-Klasse. Diese Schiffe waren die einzigen je in Spanien gebauten Dreadnoughts und außerdem die kleinsten Dreadnoughts weltweit. Die „Jaime I“ verdrängte bei einer Länge von 140 m und einer Breite von 24 m gerade einmal 15.452 ts, nicht viel mehr als die deutschen Panzerschiffe. Die vier Parsons-Dampfturbinen beschleunigten das Linienschiff auf 19,5 kn Höchstgeschwindigkeit, der maximale Einsatzradius bei 10 kn lag bei gerade einmal 5000 sm. Die Hauptbewaffnung bestand aus 8 x 305 mm Geschützen in 4 Türmen (einer vorn, einer achtern, einer Backbord, einer Steuerbord), weiterhin 20 x 102 mm Geschützen als mittlere Artillerie, sowie einige Geschütze kleineren Kalibers zur Fliegerabwehr. Die Panzerung war bemerkenswert schwach (am Panzergürtel z.B. zwischen 102-203 mm gegenüber z.B. 230 mm der Linienschiffe der Deutschland-Klasse von 1906) und das Freibord für ein Schlachtschiff viel zu gering (4,6 m mittschiffs).
Insgesamt kann der Entwurf nur als unglücklich betrachtet werden – und wie ihre Schwesterschiffe hatte „Jaime I“ auch keine besonders erfolgreiche Einsatzzeit. Obwohl zu ihrer Indienststellung bereits veraltet, galt die „Jaime I“ als Stolz der spanischen Marine. Während der Rif-Kriege in Marokko Anfang der zwanziger Jahre wurde das Schlachtschiff im Mai 1924 von landgestützten Batterien beschädigt. Bei Ausbruch des spanischen Bürgerkriegs kämpfte die „Jaime I“ auf der Seite der Republik. Bereits kurze Zeit nach Ausbruch der Feindseligkeiten wurde das Schiff im August 1936 durch einen Luftangriff auf der Reede vor Malaga beschädigt. In Cartagena sollte das Schiff repariert werden, doch die Kriegslage verzögerte die Instandsetzungsarbeiten. Am 17. Juni 1937 brach im Innern des Kolosses eine heftige Explosion aus, infolge dessen das Schiff im Dock sank. Sie wurde wieder gehoben, aufgrund der schweren Schäden war eine Reparatur jedoch niemals Gegenstand der Planungen. Am 3. Juli 1939 wurde das Schiff der Verschrottung zugeführt.
Die „Jaime I“ ist wie ihre Schwesterschiffe „Alfonso XIII“ und „Espana“ ein Dreadnought der Espana-Klasse. Diese Schiffe waren die einzigen je in Spanien gebauten Dreadnoughts und außerdem die kleinsten Dreadnoughts weltweit. Die „Jaime I“ verdrängte bei einer Länge von 140 m und einer Breite von 24 m gerade einmal 15.452 ts, nicht viel mehr als die deutschen Panzerschiffe. Die vier Parsons-Dampfturbinen beschleunigten das Linienschiff auf 19,5 kn Höchstgeschwindigkeit, der maximale Einsatzradius bei 10 kn lag bei gerade einmal 5000 sm. Die Hauptbewaffnung bestand aus 8 x 305 mm Geschützen in 4 Türmen (einer vorn, einer achtern, einer Backbord, einer Steuerbord), weiterhin 20 x 102 mm Geschützen als mittlere Artillerie, sowie einige Geschütze kleineren Kalibers zur Fliegerabwehr. Die Panzerung war bemerkenswert schwach (am Panzergürtel z.B. zwischen 102-203 mm gegenüber z.B. 230 mm der Linienschiffe der Deutschland-Klasse von 1906) und das Freibord für ein Schlachtschiff viel zu gering (4,6 m mittschiffs).
Insgesamt kann der Entwurf nur als unglücklich betrachtet werden – und wie ihre Schwesterschiffe hatte „Jaime I“ auch keine besonders erfolgreiche Einsatzzeit. Obwohl zu ihrer Indienststellung bereits veraltet, galt die „Jaime I“ als Stolz der spanischen Marine. Während der Rif-Kriege in Marokko Anfang der zwanziger Jahre wurde das Schlachtschiff im Mai 1924 von landgestützten Batterien beschädigt. Bei Ausbruch des spanischen Bürgerkriegs kämpfte die „Jaime I“ auf der Seite der Republik. Bereits kurze Zeit nach Ausbruch der Feindseligkeiten wurde das Schiff im August 1936 durch einen Luftangriff auf der Reede vor Malaga beschädigt. In Cartagena sollte das Schiff repariert werden, doch die Kriegslage verzögerte die Instandsetzungsarbeiten. Am 17. Juni 1937 brach im Innern des Kolosses eine heftige Explosion aus, infolge dessen das Schiff im Dock sank. Sie wurde wieder gehoben, aufgrund der schweren Schäden war eine Reparatur jedoch niemals Gegenstand der Planungen. Am 3. Juli 1939 wurde das Schiff der Verschrottung zugeführt.
Story Line
Neues Kommando – neues Glück
Seit Unterzeichnung des deutsch-spanischen Bündnisvertrages bin ich persönlicher Adjutant des Chefs der deutschen Marinestation Spanien, Admiral Albrecht, in Vigo und Verbindungsoffizier zur Armada Espanola. Nun bekomme ich wieder ein Bordkommando auf dem leichten Kreuzer „Nürnberg“. Der Torpedooffizier erkrankte während der letzten Fahrt an Malaria und der Kommandant Kpt zS Riedel hat mich persönlich als Nachfolger beim Marinepersonalamt angefordert. Vor zwei Tagen landete die Fw 200 Kondor aus Madrid in Köln-Wahn, doch für einen Heimaturlaub bleibt leider keine Zeit. Laut den Versetzungspapieren werde ich mich heute in Kiel beim Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte melden, doch ich weiß bereits, dass mein nächstes Kommando in Wilhelmshaven ausgerüstet wird. Gerüchten zu Folge plant die Seekriegsleitung einen Kampfvorstoß ins Mittelmeer, streng geheime Sache – nicht einmal im deutsch-spanischen Generalstab sind Einzelheiten bekannt. Angeblich gibt es undichte Stellen und es wird befürchtet, dass das Missionsziel nicht erreicht werden kann.
Die rote Marine hat in den letzten Monaten wieder erfolgreiche Operationen im Mittelmeer durchgeführt und insbesondere den Handelsverkehr im Seegebiet zwischen Ibiza und Algeciras gestört. Offiziell hat Deutschland die Nichteinmischungsgruppe verlassen, aber eine Bedrohung des freien Seehandels im Mittelmeer werden wir nicht zulassen.
Für mich bedeutet die Rückkehr auf ein Bordkommando eine neue Chance – eine Karriere in der Marine ohne Einsatz auf Dickschiffen ist heutzutage kaum mehr möglich. Der Spanienkrieg liegt in seinen letzten Zügen und mein Posten hier verwandelt sich mehr und mehr in ein Abstellgleis. Meine eigentliche Stellung bei der Gruppe II des Auslandsamts ist längst neu besetzt und zu Vorträgen im OKW oder in der Reichskanzlei wurde ich nur anfangs angefordert. Mehr noch als die Kommandierung zum Flaggoffizierlehrgang strebe ich aber wieder ein Bordkommando an, es ist die Freiheit des Meeres, dieser unglaublich weite Horizont, der mich reizt.
Es gibt nichts Größeres auf der Welt: Morgendämmerung, ein Schiff schiebt sich langsam aus der Schleuse der 2. Einfahrt in Wilhelmshaven, die Schleppleinen werden los geworfen und der Schlepper verabschiedet sich mit einem letzten Gruß aus der Signalpfeife, sein aufgewirbeltes Heckwasser spült kleine Fische an die Wasseroberfläche und sofort findet sich ein gutes Dutzend Möwen am Frühstücksbuffet ein. Die Decksmannschaft steht in Formation auf der Manöverstation, bis das Signalhäuschen des Hafenkommandanten passiert ist. Nebelschwaden ziehen vorbei, Kinder auf dem Weg zur Schule winken uns zu und Landsknechte halten in der Arbeit inne, schieben die Schiffermütze in den Nacken und blicken uns hinterher, wie wir auf der Jade seewärts gleiten. Kurs 352°, der Leuchtturm Arngast mit seinen rot-weißen Streifen liegt hinter uns, die Minsener Og vor uns. Wir passieren Mellum, ein flaches Eiland, auf dem tausende Seevögel nisten. Unser Typhon reißt sie aus ihrer Lethargie, und ganze Scharen erheben sich laut kreischend und schrauben sich elliptischen Bahnen gen Sonne. Wir peilen die Wassertiefe – alles „im Lot“, nur noch drei Kursänderungen und wir haben die offene Nordsee vor uns. Und wenn Wangerooge, Spiekeroog und Langeoog im Küstendunst versinken, wenn die Sonne höher und höher über die Schaumkronen der Wellen steigt und wenn der Navigationsmeister eine Zigarette in der Lee-Nock raucht, dann weißt Du, was Seefahrt bedeutet, was Freiheit bedeutet, dann spürst Du die Faszination, die das Meer seit je her auf die Menschheit ausübte. Gott, was bin ich glücklich, endlich wieder an Bord zu sein!
Die rote Marine hat in den letzten Monaten wieder erfolgreiche Operationen im Mittelmeer durchgeführt und insbesondere den Handelsverkehr im Seegebiet zwischen Ibiza und Algeciras gestört. Offiziell hat Deutschland die Nichteinmischungsgruppe verlassen, aber eine Bedrohung des freien Seehandels im Mittelmeer werden wir nicht zulassen.
Für mich bedeutet die Rückkehr auf ein Bordkommando eine neue Chance – eine Karriere in der Marine ohne Einsatz auf Dickschiffen ist heutzutage kaum mehr möglich. Der Spanienkrieg liegt in seinen letzten Zügen und mein Posten hier verwandelt sich mehr und mehr in ein Abstellgleis. Meine eigentliche Stellung bei der Gruppe II des Auslandsamts ist längst neu besetzt und zu Vorträgen im OKW oder in der Reichskanzlei wurde ich nur anfangs angefordert. Mehr noch als die Kommandierung zum Flaggoffizierlehrgang strebe ich aber wieder ein Bordkommando an, es ist die Freiheit des Meeres, dieser unglaublich weite Horizont, der mich reizt.
Es gibt nichts Größeres auf der Welt: Morgendämmerung, ein Schiff schiebt sich langsam aus der Schleuse der 2. Einfahrt in Wilhelmshaven, die Schleppleinen werden los geworfen und der Schlepper verabschiedet sich mit einem letzten Gruß aus der Signalpfeife, sein aufgewirbeltes Heckwasser spült kleine Fische an die Wasseroberfläche und sofort findet sich ein gutes Dutzend Möwen am Frühstücksbuffet ein. Die Decksmannschaft steht in Formation auf der Manöverstation, bis das Signalhäuschen des Hafenkommandanten passiert ist. Nebelschwaden ziehen vorbei, Kinder auf dem Weg zur Schule winken uns zu und Landsknechte halten in der Arbeit inne, schieben die Schiffermütze in den Nacken und blicken uns hinterher, wie wir auf der Jade seewärts gleiten. Kurs 352°, der Leuchtturm Arngast mit seinen rot-weißen Streifen liegt hinter uns, die Minsener Og vor uns. Wir passieren Mellum, ein flaches Eiland, auf dem tausende Seevögel nisten. Unser Typhon reißt sie aus ihrer Lethargie, und ganze Scharen erheben sich laut kreischend und schrauben sich elliptischen Bahnen gen Sonne. Wir peilen die Wassertiefe – alles „im Lot“, nur noch drei Kursänderungen und wir haben die offene Nordsee vor uns. Und wenn Wangerooge, Spiekeroog und Langeoog im Küstendunst versinken, wenn die Sonne höher und höher über die Schaumkronen der Wellen steigt und wenn der Navigationsmeister eine Zigarette in der Lee-Nock raucht, dann weißt Du, was Seefahrt bedeutet, was Freiheit bedeutet, dann spürst Du die Faszination, die das Meer seit je her auf die Menschheit ausübte. Gott, was bin ich glücklich, endlich wieder an Bord zu sein!