
18.09.1983
Europas Trauer
Massarró. Geschockt zeigte sich der Kontinent von der Nachricht des tragischen Ablebens des
Deutschen Kaisers Leopold IV. Der Hisberische König Enrique III., die herrschenden Häuser der
hisberischen Bundesfürsten, die Bundesregierung unter Felipe Redondo und die Regierungen der
Bundesstaaten sprachen dem Klerikalen Reich ihre Trauer aus. Der hisberische Botschafter in
Amsterdaam trug sich im Namen Seiner Majestät dem König in das Kondolenzbuch ein.
Ein Sprecher des Königshauses teilte mit, dass die königliche Familie in ihren Gedanken bei der
deutschen Kaiserfamilie sei.

Das Königreich Katalonien und das Autonome Gebiet Katalanisch-Mormontland
Volksabstimmung in Mormontland
Massarró/Barcelona/Pertà. Die Verhandlungen zwischen der hisberischen Bundesregierung, der
Regierung des Königreichs Katalonien und der Regierung des Autonomen Gebiets Katalanisch-Mormontland,
bezüglich des zukünftigen Status des westaustralischen Gebietes sind erfolgreich beendet worden.
Der hisberische Innenminister Carlos Figueras, der katalanische Regierungspräsident Valentí Cornet und
der Erste Minister von Mormontland Robert Carles stellten auf einer Pressekonferenz gemeinsam das
weitere Vorgehen vor, dass auch die unterschiedlichen Interessen der jeweiligen Gebiete aufzeigt.
Die Bevölkerung Mormontlands wird in einer Volksabstimmung über den genauen Status entscheiden
können. Zur Wahl stehen dabei verschiedene Modelle.
Vorschlag A kommt von der hisberischen Bundesregierung. Katalonien soll demnach neu organisiert und
zu einem föderalen Gebilde umstrukturiert werden. Diesem Vorschlag müssten deshalb auch die Bürger
Kataloniens zustimmen. Mormontland würde ein Teilgebiet dieses föderalen Kataloniens werden und
somit auch vollständig zu Hisberien gehören.
Der Vorschlag B der katalanischen Regierung ist die vollständige Aufnahme Mormontlands in den
Bundesstaat Katalonien. Mormontland würde damit ebenfalls vollständig hisberisches Gebiet werden.
Die Autonomie, die das australische Gebiet derzeit hat, würde aber stark zurückgehen, stattdessen
würden zwei bis vier Departements in Mormontland entstehen.
Von der mormontländischen Regierung favorisiert wird der Vorschlag C, die Aufnahme Mormontlands in
den hisberischen Bund als 23. Bundesstaat. Mormontland wäre damit gleichberechtigt gegenüber den
anderen Bundesstaaten, könnte eigene Abgeordnete in das Parlament schicken und würde seine
weitgehende Autonomie beibehalten.
Als vierte Option steht auch die Unabhängigkeit Mormontlands auf dem Wahlzettel. Insbesondere die
seperatistische Partei für ein Freies Australien setzt sich für diesen Vorschlag ein.
Vorschläge A bis C erfordern auch ein Eingreifen des Hisberischen Parlaments, ohne das Mormontland
kein vollständiges hisberisches Gebiet werden kann.
Derzeit ist die Position Mormontlands innerhalb Hisberiens äußerst komplex. De jure ist Mormontland ein
Gebiet Kataloniens, das jedoch bundesfrei ist und deshalb nicht dem Königreich Hisberien angehört. Die
katalanische Regierung hat allerdings nur noch wenige außenpolitische Kompetenzen, weshalb die
Bundesregierung die außenpolitische Vertretung Mormontlands übernimmt, ebenso wie die Sicherheitspolitik.
Katalonien verabschiedete ein Autonomiestatut, das Mormontland weitreichende innere Autonomie
zugesteht. Dieser komplexe Status soll aber nun aufgelöst werden um die Bürger Mormontlands besser
integrieren zu können.

Das Ordensland Beider Sizilien
Welche pelagischen Inseln genau?
Palermo. Fra’ Silvio, Großmeister des Ordens Beider Sizilien und Bundesfürst des zugehörigen
Ordenslandes, zeigte sich verdutzt über den Antrag der pelagischen Inseln bei der Mittelmeergemeinschaft.
"Mir sind nur die pelagischen Inseln bekannt, die zum Ordensland Beider Sizilien gehören. Diese sind
jedoch bereits Teil der Mittelmeergemeinschaft und müssten daher keinen Antrag stellen", so der
Großmeister.
Damit reiht sich der Großmeister in eine Reihe von sizilianischen Politikern, die ihre Verwunderung ob dem
Autonomen Gebiet Pelagische Inseln kund taten. Dazu gehören auch der sizilianische Regierungspräsident,
mehrere hohe Ordensmitglieder und Abgeordnete des parlamentarischen Rates.
Mittlerweile fordert auch das hisberische Außenministerium die Republik Maraña auf, aufzuklären was das
Autonomen Gebiet Pelagische Inseln nun sei, denn schließlich handle es sich bei den pelagischen Inseln
eindeutig um hisberisches Territorium.


