02.März 1943, Operation SCHWERTHIEB
KALKUTTA/HQ INDIAN ARMY (HQ 2nd AREA ARMY)
LGEN INOUE lehnte sich zufrieden zurück und genoß eine Tasse Tee. Zum ersten Mal seit Wochen fühlte er die schwere Last auf seinen Schultern nicht. Zu oft hatte ihn der Schlaf in letzter Zeit gemieden, allzu oft war die Anspannung zu groß gewesen. Aber der heutige Wochenbericht zerstreute viele seiner Befürchtungen. Nicht, dass Wachsamkeit und Sorgfalt jetzt nachlassen würden. Im Gegenteil war INOUE davon überzeugt, dass die BRITEN und ihre Verbündeten zurückschlagen würden, aber die bisherigen Versuche waren alle gescheitert. Nicht ein Gefecht hatte die Armee verloren in den letzten Tagen. Selbst die kleine, durch den Angriff der CHINESEN ausgelöste, Krise in BURMA scheint überwunden. Die Nachschublage war aufgrund der hervorragenden Planung weiterhin exzellent, sowohl in BENGALEN, als auch in BURMA und seit gestern stieg auch die Anzahl der einsatzbereiten Maschinen im Großraum KALKUTTA erstmalig wieder soweit an, dass abgekämften Geschwader ausgetauscht werden konnten. Selbst Hafen und Werft waren wieder einsatzbereit.
24.02. Luftangriffe auf beiden Seiten - NSTR
25.02. 70 HURRICAN in mehreren Wellen fordern unsere Jäger über KALKUTTA. Verluste auf beiden Seiten etwa 10-15. Während wir einige feindl. Piloten gefangen nehmen können, werden etwa die Hälfte unserer eigenen Piloten verwundet geborgen. Über BHAMO kommt es erstmalig seit Monaten zu einem Zusammenstoß mit chinesischen Luftstreitkräften. 1 Dutzend P40-WARHAWK zeigen sich über BHAMO(zwischen LASHIO und MYITKYINA). Trotz sehr geringer Vorwarnzeit stellen sich einige unserer Jäger zum Kampf. 12:4 unterlegen verlieren wir 1 Maschine. Beim anschließenden Bodenangriff von einem Dutzend BLENDHEIM-Bomber sind unsere Jäger schneller und schießen die Hälfte der Staffel ab. Aber diese Angriffe auf BHAMO werden ab jetzt nicht mehr aufhören. Am Nachmittag greift eine chinesische Division unsere Fallschirmjäger in BHAMO an, die Stellung hält jedoch noch. Am selben Tag setzen die BRITEN Teile einer CHINDIT-Brigade in MEIKTILA ab, die sofort unter Feuer gerät und sich nicht durchsetzten kann. Die Stellung wird gehalten.
26.02. Erneut fordern einige HURRICAN unsere TOJO über KALKUTTA. Heute jedoch geht der Sieg in der Luft mit 12:3 Verlusten deutlich an uns.
In BENGALEN wird DACCA im Sturm genommen. Damit sind 7.Division(IND) und die 267.Armoured Brigade(GBR) (eingekreist westlich DACCA) von der Versorgung abgeschnitten. Einer Abteilung der 25.Division(IND) gelingt südlich DARJEELING der Übergang über den Fluß, bevor unsere eigenen Truppen in Stellung sind.
27.02. Die 25.Division südlich DARJEELING wird unter schweren Verlusten aus ihren Stellungen gedrängt und über den Fluß zurückgeworfen. Ein eigener Gegenangriff Richtung TEZPUR wird befohlen. Nordwestlich MANDALAY hat sich die 15.Garnision(JAP) eingegraben und hält gegen die 36.Division(CHN) und das 8.Corps(CHN). Hier kommen die CHINESEN mit den eingesetzten Kräften nicht weiter. In BHAMO sieht das Anders aus. Unsere Fallschirmjäger ermüden und Entsatz ist noch weit. Die BRITEN versuchen die CHINDITs in MEIKTILA aus der Luft zu versorgen. Dank einiger Schlachtflieger aus MANDALAY bleibt es bei dem Versuch. Mindestens 2 Transportmaschinen werden abgeschossen.
28.02. In Vorbereitung des geplanten Bodenangriffs auf die Basis CHITTAGONG soll ab heute beginnend laufende Luftangriffe gegen Bodentruppen und Infrastruktur geflogen werden. Nach den vorliegenden Aufklärungsergebnissen haben die BRITEN den Flughafen aber instand gesetz und sowohl Jäger, als auch Bomber und Transportflugzeuge dort stationiert. 2 Staffeln junger Marineflieger starten und fordern die HURRICANs heraus. Ein fataler Fehler, wie sich herausstellt. Von 40 Maschinen kehren 15 nicht zurück. Der Gegner wird aber soweit geschwächt, das die nachfolgenden Armeejäger und die einfliegenden Bomber auf keine Gegenwehr mehr treffen. Die Landebahn wird schwer getroffen, mehrer Transportmaschinen gehen in Flammen auf. Die Hoffnung die gemeldeten Bomber am Boden zu erwischen erfüllt sich hingegen nicht. COMILLA (nord-ostwärts CHITTAGONG) wird im Sturm genommen. Damit ist die Bahnlinie nach CHITTAGONG unterbrochen. Die geschlagenen Versorgungseinheiten (die bereits aus DACCA herausgejagt wurden) fliehen Richtung CHITTAGONG. Erneuter Angriff der CHINESEN bei BHAMO. Noch hält die letzte Verteidigungsstellung.
01.03. Das 4.unabhängige gemischte Regiment(JAP) trifft aus der Reserve kommend in MEIKTILA ein und geht zum Angriff gegen die Rest der CHINDIT vor. Damit ist der Angriff auf MEIKTILA vorerst gescheitert.
Lagebewertung und Kurzzeitplanung: Bisher konnten alle Angriffsversuche des Gegners erfolgreich abgewehrt oder durch Gegenangriffe bereinigt werden. Nachwievor ist jedoch die Stärke immens. In CHITTAGONG wartet eine eingegrabene Verteidigungstruppe in noch nicht genau bekannter Zusammensetzung. Der Angriff auf die Stadt wird in den nächsten Tagen, wenn nicht Wochen, starke Kräfte binden. Die Armeeführung erwartet hier zähen Widerstand und entsprechend schwere eigene Ausfälle. Zuvor gilt es die beiden Verbände hinter der Front (zwischen JESSORE und DACCA) zu vernichten. (
Anm: Hier muss jetzt sauber taktiert werden. Beide Verbände stellen keine Bedrohung mehr dar. Luftangriffe, 2 Bodenangriffe und die Eroberung DACCAs bedeuten das Ende der Offensivkraft. Um die Verbände aber aufzulösen, muss ihnen jede Möglichkeit zur Flucht genommen werden, bedeutet von allen 6 Seiten kommend einschliessen.)
Gleichzeitig muss sobald als möglich das Strassennetz in, bzw. aus dem Gebirge heraus unterbrochen werden, um die Bewegungsmöglichkeiten zu minimieren und den Gegner im Gebirge zu halten, bis Kräfte frei sind diese "Bergfestungen" anzugreifen und aufzulösen.
Operation "SCHWERTHIEB" ist erst dann beendet, wenn alle BRITISCHEN, INDISCHE und (so vermute ich) AUSTRALISCHEN Truppenteile des Gegners östlich des BRAHMAPUTRA vernichtet und die CHINESEN wieder über die Grenze aus BURMA heraus gedrückt worden sind.