Wahlkampfthema Steuererhöhung

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Sigmund
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Beitrag von Sigmund »

Pilo hat geschrieben:Ihr scheint das Konzept der kalten Progression wirklich nicht zu verstehen... Das macht mich etwas traurig.
Vielleicht tröstet euch, dass es zu der Annahme keinen Anlass gibt. Lest einfach noch mal was ich geschrieben habe und ihr werdet feststellen das es keinerlei Widerspruch zu eurem Post gibt.
Eine Anmerkung: Die Behauptung, die Steuereinnahmen stiegen automatisch mit ist falsch. Die Löhne gleichen sich der Teuerung deutlich verzögert an, zT auch gar nicht. Ich erinnere mich an eine Disskussion in der ihr Inflation als Mittel zur Verringerung der Löhne befürwortet hattet. ;)
Gegen die führenden Kreise und die falschen Propheten:
Ihr werdet noch zum HERRN um Hilfe schreien, doch er wird euch nicht hören. Er wird sich von euch abwenden, weil ihr eure Macht so missbraucht habt. Micha
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Jorrig
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Beitrag von Jorrig »

Wirklich? Angenommen, die Steuerklassen würden genauso mit der Inflation steigen, wäre dann die Inflation nicht komplett aus dem Steuersystem rausgerechnet? Wenn die Steuerklassen aber statisch bleiben, gibt man doch bei höherem Nominaleinkommen einen höheren Prozentsatz ab, also überproportional mehr. Ideal wäre es, wenn man immer für die gleiche Arbeit den gleichen Steuersatz zahlen müsste. Wie man das aber hinbekommen soll, ist mir schleierhaft. Kalte Progression gibt es ja auch bei Beförderung oder Jobwechsel, das ist also nicht nur ein Inflationsphänomen.
Von mir aus kann man aber den Kirchhof gern wieder auspacken, die Idee ist eigentlich gut gewesen.
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Sigmund
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Beitrag von Sigmund »

Genau deshalb schrieb ich doch es wäre eleganter die Steuerklassen von Zeit zu Zeit anzupassen?
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Jorrig
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Beitrag von Jorrig »

OK, dann war der Satz wohl etwas verwirrend:
Sigmund hat geschrieben:Entsprechend muss auch die Besteuerung der Teuerung angepasst werden, so dass die Realeinnahmen des Staates gleich bleiben.
"Besteuerung der Teuerung" klingt aber gut. :)
Die Anpassung danach schien mir eher wie eine Alternative, nicht wie Eure originäre Idee. Aber macht ja nichts, wir diskutieren hier ja nur. :)
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Beitrag von gelöschter Benutzer »

Steuerklasse ist ein Terminus des Lohnsteuerrechtes und sicher nicht gemeint ..... :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:
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Busse
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Beitrag von Busse »

Sigmund hat geschrieben: Das sich die Gesellschaft spaltet stellen im übrigen Menschen fest die erheblich mehr Ahnung von der Materie haben als ihr oder ich .
Das sich die "Gesellschaft zunehmend spaltet" propagiert aber tendenziell eine bestimme politische Richtung (in diesem Fall rot-grün-pink-Gewerkschaften-Wohlfahrtsverbände)
und diese hat sehr wohl das Interesse, dieses Thema in ihrem Sinne als Wahlkampfthema aufzubereiten.
Von daher Zweifel ich viele dieser Menschen die erheblich mehr Ahnung von der Materie als ich haben als wirkliche Experten an.

Zumal einige von denen nicht einmal Millionen und Milliarden unterscheiden können, dass nur am Rande.

Im Umkehrschluss bedeutet das ja, das jeder der fleißig arbeitet und Überstunden macht und nicht zu Hause rumhängt, den Armen statistisch
ärmer macht.

Das kann es auch nicht sein.

Deswegen und auch weil die Staatseinnahmen seit Jahre gigantisch angestiegen sind, lehne ich Steuererhöhungen ab und
stelle die Frage: Wo bleiben eigentlich die ganzen Einnahmen ?

Bild

Der Staat sollte lieber sparen und die wenigen Ressourcen sinnvoll ausgeben.
Man schlägt jemanden mit der Faust, nicht mit gespreizten Fingern !
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Sigmund
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Beitrag von Sigmund »

Gebannter User hat geschrieben:Steuerklasse ist ein Terminus des Lohnsteuerrechtes und sicher nicht gemeint ..... :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:
Richtiger und guter Hinweis. :)
Gegen die führenden Kreise und die falschen Propheten:
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Beitrag von Monty »

Deswegen und auch weil die Staatseinnahmen seit Jahre gigantisch angestiegen sind, lehne ich Steuererhöhungen ab und
stelle die Frage: Wo bleiben eigentlich die ganzen Einnahmen ?
Das ist die falsche Frage ? Die richtige lautet, wieso steigen die Ausgaben proportional an ?
http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-u ... e-finanzen
( ehemaliger )Kurfürst von Gamershall.de
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dooya
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Beitrag von dooya »

Gebannter User hat geschrieben:Einfach googeln ...
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Relative_A ... mutsgrenze

~edit~
Zitat gekennzeichnet und Quelle eingefügt.
mfg, dooya
Werter Zardoz,
bitte kennzeichnet Zitate und fügt die entsprechenden Quellen an.

mfg, dooya
Nobody exists on purpose. Nobody belongs anywhere. Everybody’s gonna die. Come watch TV?
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Beitrag von Anton »

Monty hat geschrieben:Das ist die falsche Frage ? Die richtige lautet, wieso steigen die Ausgaben proportional an ?
http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-u ... e-finanzen
In absoluten Zahlen. Sie steigen langsamer als die Inflation. Also sinken sie. :)
Und als den Feind ich warf in Staub und Sand,
Dem Tränen Blutes aus den Augen rannen,
Da sprach er leis: Du, der mich überwand,
O hebe, eh du fällst, dich doch von dannen!
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Nebukadnezar
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Beitrag von Nebukadnezar »

Gebannter User hat geschrieben:Erbschaftsteuer von 80 % ; das nennt man "Enteignung"

Die Erbschaftsteuer ist doch jetzt schon ein erhebliches Problem des Mittelstandes; die Steuer muß durchaus häufig durch Kredite finanziert werden, weil die Mittel für sowas nicht da sind.

Das Bundesverfassungsgericht hat mal in den Entscheidungen über die Verfassungswidrigkeit der Vermögenssteuer was vom "Halbteilungsgrundsatz" erzählt ...
Diese Antwort hatte ich übersehen, Entschuldigung :)

"Enteignung" ist eure Meinung und sonst erstmal nichts.

Das, worauf ihr euch beruft (BVFG) (markiert mit ***** )

"Aus dem Eigentumsgrundrecht lässt sich keine allgemein verbindliche,
absolute Belastungsobergrenze in der Nähe einer hälftigen Teilung
(„Halbteilungsgrundsatz̶) ableiten. Der Wortlaut des Art. 14 Abs. 2
Satz 2 GG („Der Gebrauch des Eigentums soll zugleich dem Wohle der
Allgemeinheit dienen̶) kann *****nicht***** als ein striktes, grundsätzlich
unabhängig von Zeit und Situation geltendes Gebot hälftiger Teilung
zwischen Eigentümer und Staat gedeutet werden."

aus http://www.bundesverfassungsgericht.de/ ... 6-019.html

Ich bin im Übrigen aus dem (sehr kleinen) Mittelstand (Firma meiner Familie) und mir ist das Problem nicht prinzipiell unbekannt :)
Vics[thread=4667]Die Landhändler 1.02[/thread] Preussen. [thread=5147]Die Welteroberer 1.03[/thread] Schweden [thread=6498]1 Million Siegpunkte[/thread] Korea 1.03b
EUII[thread=9372]Osmanenpower 1.08[/thread] [thread=16966]Chimú 1.09[/thread]
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Beitrag von Nebukadnezar »

Gebannter User hat geschrieben:Einfach googeln ...

Ihr habt hier eine Betrachtung der Forderungsseite.
Die alleine sagt wenig aus.
Die notwendigen Schulden für das Vorhandensein von Geld werden dabei weggelassen.

Nehmt einen Reichen (Schuhmacher, Becker) oder ein Unternehmen.
Die ziehen aus einem Land weg, weil ihnen die Steuern nicht passen.
Zurück bleiben alle übrigen mit den Schulden, die das Gegenstück zu seinen Geldforderungen darstellen.

Betrachtet man nur die eine Seite der Medaille (Geld) und ignoriert die andere (Schulden) dann habt ihr natürlich Recht, dass es völlig egal wäre, wer was mit seinem Geld macht oder wer wie viel verdient. Niemand bräuchte sich zu fragen wieviel Geld der andere hat. Ginge niemanden was an.
Gäbe es z.B: nur Goldmünzen und keinen Kredit könnten alle anderen Gold ignorieren. Braucht ja niemand.
In so einer Welt leben wir aber nicht.

Geld=Schulden.

Hier der gegoogelte Link
http://de.wikipedia.org/wiki/Geldverm%C3%B6gen
Vics[thread=4667]Die Landhändler 1.02[/thread] Preussen. [thread=5147]Die Welteroberer 1.03[/thread] Schweden [thread=6498]1 Million Siegpunkte[/thread] Korea 1.03b
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Beitrag von Nebukadnezar »

Ruppich hat geschrieben:Zu dem Theme "Reichtumsschere" bekommen wir von den Medien in regelmäßigen Abständen absolut widerstprüchliche Aussagen geliefert. Deswegen auch die verschiedensten Meinungen der Forumsteilnehmer.
Hat jemand mal aussnahmsweise valide Taten?

Link?
Könntet ihr nennen, wo widersprüchliche Aussagen geliefert wurden ?

Es gibt eine ganze Reihe von möglichen Aussagen, die auf den ersten Blick widersprechen könnten z.B., dass die LohnEinkommensunterschiede nicht weiter zunehmen, sondern sich sogar verringern. So was in der Art ?
Vics[thread=4667]Die Landhändler 1.02[/thread] Preussen. [thread=5147]Die Welteroberer 1.03[/thread] Schweden [thread=6498]1 Million Siegpunkte[/thread] Korea 1.03b
EUII[thread=9372]Osmanenpower 1.08[/thread] [thread=16966]Chimú 1.09[/thread]
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Beitrag von Ruppich »

Nebukadnezar hat geschrieben:Könntet ihr nennen, wo widersprüchliche Aussagen geliefert wurden ?
Es gibt eine ganze Reihe von möglichen Aussagen, die auf den ersten Blick widersprechen könnten z.B., dass die LohnEinkommensunterschiede nicht weiter zunehmen, sondern sich sogar verringern. So was in der Art ?
Unsere letzte "Meldung" dazu fanden wir auf n24:
die-schere-geht-nicht-weiter-auf
Dagegen hatten wir im Märza uf n24 genau das Gegenteil gelesen:
kluft-zwischen-arm-und-reich-gewachsen
und Ende 2012 gabs folgende "Meinungsäußerung":
kraft--schere-zwischen-arm-und-reich-bedroht-gesellschaft
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Nebukadnezar
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Beitrag von Nebukadnezar »

Der erste Artikel behandelt Einkommen.

Bsp:

Person 1: Konsum 60 K, Vermögensaufbau 40
Person 2: Konsum 10 K, Vermögensaufbau 0

Ihr könnt von Person 1 auf Person 2 etwas mehr umverteilen, aber Person 2 wird wohl eher etwas mehr konsumieren.
Selbst bei nicht wachsender Einkommensungleichheit reicht die bestehende Ungleichheit hier aus, dass Person 1 ein hohes Vermögen aufbauen wird und Person 2 nix hat, egal was er macht in seinem Leben, wenn es so bleibt.
D.h. insbesondere *nicht*, dass die Vermögenssituation gleicher werden würde, sondern dass sie jedes Jahr ungleicher wird, wenn die Einkommensverteilung konstant bliebe.



Es gibt absolut keinen Widerspruch zwischen diesen 3 Quellen.
Sie haben alle 3 dieselbe Kernaussage (es liest sich bei 1. aber anders und das dürfte beabsichtigt sein ;) )

Jetzt nehmt dazu die Spielregel Nr.1 in unserer Welt : Geld=Schulden.
Dann Steuerflucht und praktisch nicht vorhandene Vermögenssteuer und jede Gesellschaft (nicht nur unsere) läuft Gefahr sich innerhalb kurzer Zeit egal mit welcher Startverteilung in eine erbliche Aristokratie basierend auf Schuldknechtschaft zu verwandeln. Uraltes Spielprinzip :)

Ob euch das tangieren muss ist eine ganz andere Frage.
Gibt Person 1 im Ruhestand z.B. fast sein ganzes Geld auch *hier* aus und kauft Waren/Dienstleistungen von Person 2, dann ist m.E, alles im Lot.
Werdet ihr wie jetzt dagegen zur Haftung für Vermögenserhalt herangezogen (Bankenrettung), dann habt ihr ein großes Problem. Unsere Gesellschaft auch.

Ihr könnt euch auch fragen, wer so freundlich ist, die notwendigen Schulden auf sich zu nehmen, damit Person 1 überhaupt Vermögen aufbauen kann.
Und ihr könnt darüber politisch mitbestimmen was basierend auf unserem Spielprinzip käuflich sein darf und was nicht.
Vics[thread=4667]Die Landhändler 1.02[/thread] Preussen. [thread=5147]Die Welteroberer 1.03[/thread] Schweden [thread=6498]1 Million Siegpunkte[/thread] Korea 1.03b
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