Der erste Artikel behandelt Einkommen.
Bsp:
Person 1: Konsum 60 K, Vermögensaufbau 40
Person 2: Konsum 10 K, Vermögensaufbau 0
Ihr könnt von Person 1 auf Person 2 etwas mehr umverteilen, aber Person 2 wird wohl eher etwas mehr konsumieren.
Selbst bei nicht wachsender Einkommensungleichheit reicht die bestehende Ungleichheit hier aus, dass Person 1 ein hohes Vermögen aufbauen wird und Person 2 nix hat, egal was er macht in seinem Leben, wenn es so bleibt.
D.h. insbesondere *nicht*, dass die Vermögenssituation gleicher werden würde, sondern dass sie jedes Jahr ungleicher wird, wenn die Einkommensverteilung konstant bliebe.
Es gibt absolut keinen Widerspruch zwischen diesen 3 Quellen.
Sie haben alle 3 dieselbe Kernaussage (es liest sich bei 1. aber anders und das dürfte beabsichtigt sein

)
Jetzt nehmt dazu die Spielregel Nr.1 in unserer Welt : Geld=Schulden.
Dann Steuerflucht und praktisch nicht vorhandene Vermögenssteuer und jede Gesellschaft (nicht nur unsere) läuft Gefahr sich innerhalb kurzer Zeit egal mit welcher Startverteilung in eine erbliche Aristokratie basierend auf Schuldknechtschaft zu verwandeln. Uraltes Spielprinzip
Ob euch das tangieren muss ist eine ganz andere Frage.
Gibt Person 1 im Ruhestand z.B. fast sein ganzes Geld auch *hier* aus und kauft Waren/Dienstleistungen von Person 2, dann ist m.E, alles im Lot.
Werdet ihr wie jetzt dagegen zur Haftung für Vermögenserhalt herangezogen (Bankenrettung), dann habt ihr ein großes Problem. Unsere Gesellschaft auch.
Ihr könnt euch auch fragen, wer so freundlich ist, die notwendigen Schulden auf sich zu nehmen, damit Person 1 überhaupt Vermögen aufbauen kann.
Und ihr könnt darüber politisch mitbestimmen was basierend auf unserem Spielprinzip käuflich sein darf und was nicht.
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