Alternative für Deutschland - oder nicht?

Moderatoren: ulysses, Montesquieu

[Gast]

Beitrag von [Gast] »

Silem hat geschrieben:Ich ziehe einfach gern ein klares Fazit. "Zusammenhänge nicht erkennen" -> Zeichen von fehlender Intelligenz -> Dummheit. Gebe ich also gerne zurück.



Das Deligiertensystem fördert eigentlich nur eins. Die Verpflichtung gegenüber der Basis. Eine Abstimmung welche wirklich das Bild einer Partei offenbart. Bei den Piraten tanzen 100 Menschen an, diese 100 Menschen stimmen ab wie sie wollen, diese 100 Menschen bestimmen das Wahlprogramm, diese 100 Menschen repräsentieren nicht die Partei.



Folter? Habe ich mich etwa irgendwo verschrieben?
Eine Partei welche nicht aussagen kann was sie wirklich will aber dann gegen die "Alternativlosigkeit" kämpft hat irgendwie nicht kapiert um was es in der Politik gehen, sollte. Klare Positionen, ein klares Bekenntnis zu seinen Positionen und die Konsequente Umsetzung dieser. Wenn eine Partei aber nicht einmal ein Wahlprogramm aufstellen kann das klar ist wie will sie dann gegen die CDU anreden? Wie will man Merkels Kurs kritisieren wenn man selber nicht besser ist? Ja Merkel hat gegen ihr Grundsatzprogramm verstoßen. Aber die AfD hat nichteinmal eins. Sie fordert etwas ein was sie bei sich selbst nicht hat?

Die Partei tritt aber nicht so auf als würde es: "noch dauern". Es steht ziemlich viel muss und sofort im Programm.



Der Mensch der keine Kinder hat finanziert über höhere Steuern und Sonderbeiträge die Rente, Pflege und viele weitere Aufgaben des Staates. Er wird für seine Kinderlosigkeit gnadenlos abgestraft. Will er die Strafe los werden muss er Kinder bekommen.



Und wie löst man das Problem? Dafür hat die AfD keine Antwort. Man fordert: Gerechtes Asyl und ein neues Einwanderungsrecht nach kanadischem Beispiel. Man will das wirkliche Problem also gar nicht lösen. Man schiebt es vor sich her und stellt sich damit in die Reihe der "alternativlosen" Parteien. Wo ist die Alternative? Wo hilft uns ein neues Einwanderungsgesetz?



Ausländer raus? Keiner hat die Absicht eine Mauer zu bauen?

Es wanderten 2012 602.000 Menschen ein. Davon kommen 473.000 aus Europa.
1: Ich habe ein Oder geschrieben. Anpassung an Choleriks Anweisung.
2: Das Deligiertensystem fördert in keinem Fall die Verfplichtung gegenüber der Basis, sonst würden Steinbrück und Merkel nicht kubansische Stimmergebnisse erzielen.
3: Nein, ich wollte euch darauf hinweisen, dass eine neue Partei, die noch keinen Monat existiert, nicht zu jedem Punkt eine Meinung haben kann, weil die sich finden muss. Wann gab es in dieser Politik das letzte mal klare Positionen mit klaren Umsetzungen, zumindest bei der CDU und FDP. Darum geht es schon lange nicht mehr. Die AfD hat klare Positionen in den Bereichen, in denen sie sich auskennt und für die sie gewählt wird. Was erwartet ihr von einer neuen Partei? So lief das auch nicht bei den Grünen ab, über die ihr wohl damals genauso gesprochen hättet. Die AfD hat in entscheidenen Bereichen eine klare Linie. Zimlich viel muss und sofort steht dort? Habt ihr einmal ein Parteiprogramm einer anderen Partei gelesen? Dort steht auf 90 Seiten nur muss, soll, verbieten und sofort.
4: Wieso sollte er nicht abgestraft werden. Er profitiert entscheident von einer nachrückenden Generation. Achja, der Sonderbeitrag in der Pflege beträgt übrigends 0,5% und zusätlich wird er immer in einem Heim auf Kosten der Gesellschaft gepflegt, Eltern müssen von ihren Kindern gepflegt werden oder die Pflege von ihnen bezahlt werden, bis nichts mehr zu holen ist. Ich sehe daran keine Ungerechtigkeit Eltern zu Subventionieren und Kinderlose eben nicht, denn letztgenannte profitieren elementar von Kindern. Wenn sie die Strafe los werden wollen, sollen sie doch für immer auf jeden Beitrag verzichten, den die nachfolgende Generation zahlt. Fertig.
5: Wie würdet ihr das Problem lösen? Es gibt 2 Möglichkeiten, die eine ist Zwang gegenüber den Unintegrierten und die andere ist Anpassung der Mehrheit. Das eine ist Rechts und Böse, das andere akzeptieren wenige im Volk. Als neue Partei für eines von beidem einzustehen ist der Tod, denn Lösung zwei wird in der AfD nicht vertreten und mit Lösung 1: würde jede neue Partei fertig gemacht. Da ist das rechte Lüftchen, dass Herrn Lucke bisher von den Grünen und der FDP entgegengeweht hat, ein Witz gegen.
6: Wo habe ich Ausländer raus gesagt? Ausländer kontrolliert rein trifft es wohl eher. Und ihr solltet wissen, dass die Mauer nicht gebaut wurde um Einwanderer fernzuhalten. Wer aus der BRD in die DDR wollte, der konnte jederzeit dort einwandern. Sie wurde gebaut um die eigenen Menschen festzuhalten.

2012 sind 1,08 Millionen Menschen in Deutschland eingewandert. Die größen Einwanderungsursprünge sind Polen, Rumänen, Bulgaren und Ungarn. Wobei die Polen hauptsächlich Saisonarbeiter, die benötigt werden und ebenso wieder abwandern. Da gab es noch nie Probleme. Aus Rumänien und Bulgarien läuft die Auswanderung aber anders. Diese Länder wurden in die EU aufgenommen, obwohl sie selbst heute noch nicht bereit dazu sind. Ihre mieserable Wirtschaftliche Lage gepaart mit miserablen Minderheitenschutz und schlechtem Integrationswillen der Minderheiten führt zu einer Auswanderungswelle in "das gelobte Land". Aber es ist auf dauer schwer die dortig sozial ausgegrenzten hier aufzunehmen und zu integrieren. Vielmehr ist es die Aufgabe die Situation in den dortigen Ländern zu lösen. Die Folgen dieses Problems könnt ihr gerne bei mir beobachten, ich lade euch herzlich zu einem Rundgang in Duisburg Hochfeld, Marxloh und Rheinhausen ein. Besuch bei den Fachrkäfte auf dem Vulkan inklusive.
Benutzeravatar
Cholerik
Rang 17
Beiträge: 5967
Registriert: Di 12.12.2006, 12:48
Hat sich bedankt: 108 Mal
Danksagung erhalten: 167 Mal
Großkreuz des VeteranenordenBrillanten des RitterkreuzesRitterkreuz des Konventskreuzes+10

Beitrag von Cholerik »

Hmm ich verstehe hier aber noch immer nicht, wer die Zielgruppe der AfD sein soll. Also von der Eurothematik mal abgesehen, klingt vieles wie realpolitische Tagesthemen, welche sowieso diskutiert werden, worden sind und jetzt nicht wahlentscheidend sind.
Hätte man das ganze nicht auch als ein weiteren Seeheimer Kreis o.ä. intern klären können?
Also von den Eurohassern mal abgesehen, brauch die doch keiner? Für mich klingt das alles bitter nach Polemik, welche jetzt in Randthemen gewandet kurz den Bolko Hoffmann macht. Mag mich hier wer aufklären?
Kill all my demons, and my angels might die too.-Tennessee Williams-
123
Rang 16
Beiträge: 3623
Registriert: Do 04.08.2011, 10:04
Hat sich bedankt: 368 Mal
Danksagung erhalten: 1009 Mal
SI-Korpsorden

Beitrag von 123 »

Wutbürger-Partei
[Gast]

Beitrag von [Gast] »

Die Zielgruppe ist klar umrissen: Alle jene, die dem Kurs des Eurorettens mittels weiterer Kredite, Steuergeld uns sonstigen ( EZB Druckerpresse ) nicht mehr wollen. Die haben aktuell keine politische Heimat, sind aber in der Bevölkerung gut vertreten. Die einzige Alternative war bisher die Linkspartei, aber man muss nicht links sein um diese Europolitik zu hinterfragen und abzulehnen. Die Zielgruppe sind also all diejenigen, die die Europolitik der Reigerung und Opposition ablehnen sowie nicht die Linkspartei wählen wollen. Was hilft es etwas bei den Seeheimern zu klären, wenn man in einer fundamentalen Position völlig aneinander gerät? Die Grünen waren ebenso eine Einthemenpartei ( mit extremen Einspielungen ) und haben sich gewandelt, sehr stark gewandelt.

Von Eurohass zu sprechen ist ja auch nicht richtig. Eine Währungsunion, die ihren Mitgliedern extreme Probleme bereitet, langsam und ordentlich aufzulösen/verkleinern zu wollen, ist kein Hass. Ich sehe keine andere Möglichkeit, damit Ländern wie Griechenland und Spanien ( Jugendarbeitslosigkeit 60% bzw 55% ) wieder irgendwie auf die Beine kommen. Bei einer eigenen Währung wäre es nie soweit gekommen. Und da man jetzt nur über Löhne und Preise abwerten kann und nicht mehr über die Währung, wird es entweder zur Dauerdepression kommen oder zu Aufständen. Und zwar richtigen Aufständen.
An ProDm erinnert mich das eher weniger, da man einfach eine ordentliche Kompetenz in der Partei hat.
Und wenn die AfD nur dafür sorgt, dass die FDP und CDU ihre Politik und ihre Politikart überdenken, hat die AfD mehr erreicht als ein Fehlen ihrer selbigen.

Zur Not heute 23:45 Markus Lanz schauen und danach sagen, dass die AfD ein Windbeutelverein ist.
Benutzeravatar
Sigmund
Rang 17
Beiträge: 7143
Registriert: Mi 04.06.2008, 12:56
Danksagung erhalten: 1 Mal
VeteranenordenSI-Korpsorden

Beitrag von Sigmund »

Cholerik hat geschrieben:Hmm ich verstehe hier aber noch immer nicht, wer die Zielgruppe der AfD sein soll. Also von der Eurothematik mal abgesehen, klingt vieles wie realpolitische Tagesthemen, welche sowieso diskutiert werden, worden sind und jetzt nicht wahlentscheidend sind.
Die Themen sind vllt disskutiert worden, aber sie werden nicht repräsentiert. Zielgruppe sind -bisher- Menschen die sich überdurchschnittlich mit Politik und oder Wirtschaft befassen, deswegen auch der besondere Mangel an Damen. Da man die Populismusschiene schmäht wird es wohl erst mal dabei bleiben. Interessant wird in wieweit sich die Partei auf einer Links-Rechts-Achse festlegen wird. Die Frage "wofür braucht man das" finde ich etwas sonderbar. Wozu braucht man eine SPD? Wofür steht sie? Da erkenne ich in der jungen AfD bereits deutlich mehr Profil.
Gegen die führenden Kreise und die falschen Propheten:
Ihr werdet noch zum HERRN um Hilfe schreien, doch er wird euch nicht hören. Er wird sich von euch abwenden, weil ihr eure Macht so missbraucht habt. Micha
Benutzeravatar
Vernichter
Rang 19
Beiträge: 13362
Registriert: So 01.02.2004, 12:00
Danksagung erhalten: 7 Mal
Großkreuz des VeteranenordenVerdienstorden der Fremdenlegion

Beitrag von Vernichter »

Wir haben das Gefühl, dass die bisherige EU-Politik sich nur noch aus der Macht des Faktischen speist und keine anderen Begründungen mehr vorzuweisen hat. Man macht weiter, weil man weitermacht und danach schaut man mal. Wenn man den Kritikern vorwirft, sie würden die Folgen eines möglichen Austrittes aus dem Euro übersehen, so muss man sich umgekehrt fragen lassen, ob man tatsächlich daran glaubt, dass das Festhalten keine Folgen haben wird. Es wird ja nicht einmal das Szenario des "kleineren Übels" aufgemacht. Stattdessen das Gerede vom Friedensprojekt Europa, obwohl das mit den Kritikpunkten Nichts, aber auch gar nichts zu tun hat. Populismus würde ja unterstellen, dass die Befürworter rational und sachlich argumentieren würden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/muench ... 94861.html
Wenn ich gewusst hätte, dass es harmlos war, hätte ich es selber umgebracht.

(Phlipp K.Dick: "Der Dunkle Schirm")
Benutzeravatar
[B@W] Abominus
Beiträge: 52603
Registriert: Di 16.09.2003, 12:00
Hat sich bedankt: 14081 Mal
Danksagung erhalten: 17566 Mal
SI-VerdienstkreuzGroßkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungPour le Mérite+25

Beitrag von [B@W] Abominus »

Die FDP ist auch gegen die Rettung der Banken/Eurorettung. Leider haben die aber gegen Mutti keine Schnitte, weil eine Führungspersönlichkeit wie Otto Graf Lambsdorff, Kinkel oder auch Genscher fehlt. Guido würde ich jetzt mal auf die Plusseite stellen, aber der wurde ja vom putzigen Rösler rausgemobbt.
Stellaris Mods: Steam-Workshop
Crusader Kings II Mods: Steam-Workshop
Benutzeravatar
Vernichter
Rang 19
Beiträge: 13362
Registriert: So 01.02.2004, 12:00
Danksagung erhalten: 7 Mal
Großkreuz des VeteranenordenVerdienstorden der Fremdenlegion

Beitrag von Vernichter »

[B@W] Abominus;880751 hat geschrieben: Abominus;880751"]Die FDP ist auch gegen die Rettung der Banken/Eurorettung. Leider haben die aber gegen Mutti keine Schnitte, weil eine Führungspersönlichkeit wie Otto Graf Lambsdorff, Kinkel oder auch Genscher fehlt. Guido würde ich jetzt mal auf die Plusseite stellen, aber der wurde ja vom putzigen Rösler rausgemobbt.
In der Fraktion finden sich nur ein paar wirkliche Kritiker. Der Rest nickt einfach ab. Das Gleiche gilt für die Partei insgesamt. Nach der gleichen Logik könntet ihr behaupten, die SPD sei unter Schröder gegen die Agenda 2010 gewesen.
Wenn ich gewusst hätte, dass es harmlos war, hätte ich es selber umgebracht.

(Phlipp K.Dick: "Der Dunkle Schirm")
Benutzeravatar
[B@W] Abominus
Beiträge: 52603
Registriert: Di 16.09.2003, 12:00
Hat sich bedankt: 14081 Mal
Danksagung erhalten: 17566 Mal
SI-VerdienstkreuzGroßkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungPour le Mérite+25

Beitrag von [B@W] Abominus »

Das ist natürlich eine gewichtige Frage. Ich wäre z.B. gegen die Rettung von Opel etc. gewesen, ebenso gegen die Rettung von Griechenland. Sie können ja theoretisch aus der Union austreten, zumindest wirtschaftlich. Das die Parteien, die ich wähle, das anders sehen, steht auf einem anderen Blatt. Es kommt bei der Wahl darauf an, welche Partei für einen selbst gesehen den wenigsten Schaden anrichten kann. Der Schaden, den die CDU/CSU gesellschaftlich und ökologisch/ökonomisch anzurichten in der Lage ist, ist einfach für mich persönlich größer, als das, was die FDP oder die Grünen verzapfen können (in den Mehrheitsverhältnissen in etwa wie sie heute stehen). Die AFD ist für mich immer noch nicht so ganz klar definiert, ähnlich wie die Piraten mit ihrer Transparenz. Von der FDP hört man auch immer nur "Besserverdienendenpartei", was ich aber so nicht unbedingt unterschreiben würde.

Edit: Gebt mir gefälligst Recht, das ist ja anstrengend nachzudenken, bin das gar nicht mehr gewohnt!
Stellaris Mods: Steam-Workshop
Crusader Kings II Mods: Steam-Workshop
Benutzeravatar
Vernichter
Rang 19
Beiträge: 13362
Registriert: So 01.02.2004, 12:00
Danksagung erhalten: 7 Mal
Großkreuz des VeteranenordenVerdienstorden der Fremdenlegion

Beitrag von Vernichter »

Sagen wir es mal so. Die Piraten finden wir für uns persönlich sinnlos. In entscheidenden Punkten sind sie eine verjüngte Kopie der Grünen, und wir hasssen die Grünen. Die paar interessanten Punkte sind entweder nicht umsetzbar, oder werden sich sowieso durchsetzen, sobald eine jüngere Generation von Politikern in den anderen Parteien ans Ruder kommt. Die Benutzung der modernen Kommunikationsmittel innerhalb der Parteien werden zwangsläufig kommen. Wobei es lustiger gewesen wäre, wenn die Piraten im Angesichte des Untergangs zumindest in dem Punkt Pionierarbeit geleistet hätten und mit Onlineparteitagen experimentiert hätten. Aber Nein: http://www.taz.de/Parteitag-der-Piraten/!116119/

Von der AfD erhoffen wir uns eine Reorganisation der Konservativen und keine bloße Kopie der FDP, oder der momentanen Union. Sie soll das machen, was die Linke mit der SPD getan hat. Momentan sind die Konservativen ohne eine eigene Partei. Innerhalb der Union wird man entweder sofort gegangen, oder muss schweigen, weil die Führung um "Grosstadtbewohner" werben möchte. Die SPD ermöglichte das Aufkommen der Linken ja auch mit dem Kurs auf die "Neue Mitte" und der überheblichen Haltung, dass die Arbeiter und Unterschichtler sie sowieso wählen würden, um SchwarzGelb zu verhindern. Interessanter Weise hat die AfD auch Potenzial unter den Wählern der Linken, wie Umfragen belegen. Der ostdeutsche Rentner wählt die Linke ganz sicher nicht, weil er ihren Multikultarismus und andere grüne Späße toll findet. Das sieht er einfach als den Preis für andere Punkte der Partei, die er gerne umgesetzt sehen würde. Vornehmlich geht es uns vorerst um die Eroberung von Freiräumen für konservative Diskussion und nicht um eine Regierungsbeteiligung. Zu dieser konservativen Diskussion gehört die EU-Kritik.
Wenn ich gewusst hätte, dass es harmlos war, hätte ich es selber umgebracht.

(Phlipp K.Dick: "Der Dunkle Schirm")
Benutzeravatar
Friedrich III.
Rang 14
Beiträge: 2343
Registriert: Mi 01.08.2007, 16:28
Hat sich bedankt: 732 Mal
Danksagung erhalten: 221 Mal
Großkreuz des VeteranenordenQueen Victoria OrdenEichenlaub des Ritterkreuzes+5

Beitrag von Friedrich III. »

Toll, eine weitere konservative Partei. Als wäre man mit CDU/CSU nicht schon gestraft genug...

*duckundweg*
Victoria: Empires
Version 23. September 2016
Benutzeravatar
Vernichter
Rang 19
Beiträge: 13362
Registriert: So 01.02.2004, 12:00
Danksagung erhalten: 7 Mal
Großkreuz des VeteranenordenVerdienstorden der Fremdenlegion

Beitrag von Vernichter »

Friedrich III. hat geschrieben:Toll, eine weitere konservative Partei. Als wäre man mit CDU/CSU nicht schon gestraft genug...

*duckundweg*
Jetzt solltet ihr noch ausführen, was an der Union konservativ sein soll. ;)
Wenn ich gewusst hätte, dass es harmlos war, hätte ich es selber umgebracht.

(Phlipp K.Dick: "Der Dunkle Schirm")
Benutzeravatar
Sigmund
Rang 17
Beiträge: 7143
Registriert: Mi 04.06.2008, 12:56
Danksagung erhalten: 1 Mal
VeteranenordenSI-Korpsorden

Beitrag von Sigmund »

Die Union hat eine ganze Riege an Politikern die euch mit erhobenen Zeigefinger vom christlich-abendländischen Wertekanon fabulieren und damit nur ihr Bauchgefühl meinen, weil sie in ihrem Leben keine 10 mal in eine Bibel geschaut haben und das Abendland schwerlich auf einer Karte fänden. :)
Gegen die führenden Kreise und die falschen Propheten:
Ihr werdet noch zum HERRN um Hilfe schreien, doch er wird euch nicht hören. Er wird sich von euch abwenden, weil ihr eure Macht so missbraucht habt. Micha
Benutzeravatar
Private_S
Rang 19
Beiträge: 12578
Registriert: So 15.04.2012, 18:08
Hat sich bedankt: 8622 Mal
Danksagung erhalten: 4702 Mal
Großkreuz des Veteranenorden

Beitrag von Private_S »

Tja, das konservative Milieu präsentiert sich im neuen Jahrtausend in der Tat etwas verschwommen. Es fehlen einem alte Haudegen vom Schlage eines A. Dreggers, F.J. Strauß´ oder G. Löwenthals. Und sei es, um sich an ihnen abzuarbeiten.

Ach, schön dass Ihr wieder an Bord seid, Regent Sigmund!

Grüße
Benutzeravatar
Vernichter
Rang 19
Beiträge: 13362
Registriert: So 01.02.2004, 12:00
Danksagung erhalten: 7 Mal
Großkreuz des VeteranenordenVerdienstorden der Fremdenlegion

Beitrag von Vernichter »

Sigmund hat geschrieben:Die Union hat eine ganze Riege an Politikern die euch mit erhobenen Zeigefinger vom christlich-abendländischen Wertekanon fabulieren und damit nur ihr Bauchgefühl meinen, weil sie in ihrem Leben keine 10 mal in eine Bibel geschaut haben und das Abendland schwerlich auf einer Karte fänden. :)
Die Union ist weder links, noch rechts einzuordnen. Politisch befindet sie sich in der Nähe der Regierungsvera..ehe..vergabe, also in der Nähe der Futtertröge. Mehr ist da nicht. Der christlich-abendländische Kanon besteht darin, Leute die Bücher lesen zu verachten. Gut man muss sagen, dass es sich bei vielen Linken nur etwas komplizierter verhält. Man mag Leute, die Bücher lesen, schaut sich aber selbst lieber einen Film an. Daneben gibt es Bücher von denen man ganz genau weiss, dass sie Gift sind, ohne sie je gelesen zu haben.
Wenn ich gewusst hätte, dass es harmlos war, hätte ich es selber umgebracht.

(Phlipp K.Dick: "Der Dunkle Schirm")
Benutzeravatar
Private_S
Rang 19
Beiträge: 12578
Registriert: So 15.04.2012, 18:08
Hat sich bedankt: 8622 Mal
Danksagung erhalten: 4702 Mal
Großkreuz des Veteranenorden

Beitrag von Private_S »

Ihr haltet Euch offensichtlich für den einzigen lesenden Menschen auf diesem Planeten.
Benutzeravatar
Jerobeam II.
Rang 17
Beiträge: 6154
Registriert: Mi 28.06.2006, 10:30
Hat sich bedankt: 114 Mal
Danksagung erhalten: 275 Mal
Großkreuz des VeteranenordenRitterkreuz des Sankt Nikolaus-OrdensRitterkreuz des Konventskreuzes+7

Beitrag von Jerobeam II. »

Mit Verlaub, Vernichter, diese Unterscheidung ist ziemlich daneben. Ich wüßte nicht einmal, wo überhaupt getroffen wird.
Den Gaul des Zynismus sollte man auch nicht von hinten aufzäumen.
DILIGE ET QUOD VIS FAC.

Aurelius Augustinus.
Benutzeravatar
Werth
Rang 14
Beiträge: 2173
Registriert: Di 20.07.2010, 19:25
Hat sich bedankt: 615 Mal
Danksagung erhalten: 95 Mal
Großkreuz des VeteranenordenRitterkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens

Beitrag von Werth »

Zumindest Unsere Wenigkeit wäre für eine klare Definition von "Konservativ" bei der aktuellen CDU dankbar - und sei es nur aus Gründen der Abgrenzung.
Das christliche Fundament erodiert, demokratische Werte sind zumindest nicht das Markenzeichen der Angela Merkel. Und die soziale Fürsorge erstreckt sich anscheinend nur auf das eigene familiäre Umfeld der CSU.

Ein entsprechende Großereignis vorausgesetzt (z. B. in Italien), trauen Wir der "alternativlosen" Kanzlerin auch in Europa-Fragen 90- bis 180-Grad Drehungen zu.
Sie wird dann ihre eigene "Alternative für Deutschland". :wirr:
Lehre uns die Tage zu zählen, oh Herr, auf dass wir weise werden.
Denn das Leben ist öfter grausam als gerecht.
Benutzeravatar
Vernichter
Rang 19
Beiträge: 13362
Registriert: So 01.02.2004, 12:00
Danksagung erhalten: 7 Mal
Großkreuz des VeteranenordenVerdienstorden der Fremdenlegion

Beitrag von Vernichter »

Warum? Weil man das Gefühl hat, eine Roth würde lesen?
Wenn ich gewusst hätte, dass es harmlos war, hätte ich es selber umgebracht.

(Phlipp K.Dick: "Der Dunkle Schirm")
Benutzeravatar
Anton
Rang 16
Beiträge: 4934
Registriert: So 19.02.2006, 10:07
Danksagung erhalten: 2 Mal
Großkreuz des VeteranenordenSI-Korpsorden

Beitrag von Anton »

Vernichter hat geschrieben:Warum? Weil man das Gefühl hat, eine Roth würde lesen?
Die Linken (also bezahlte Funktionäre in der Partei "die Linke") sind in politischer Theorie ganz gut bewandert, fürgewohnt. Können oft bei Bedarf auch Jaspers und Schmidt zitieren.

Dass die CDU "nicht liest" liegt gerade daran, dass sie diffus "konservativ" sein möchte. Wenn man sich auf offenen Diskurs einlässt, macht man als Konservativer kein gutes Bild. Sieht schnell wie ein kleinlicher, spießiger Egoismus aus, der das Überleben der Zivilisation zugunsten 2 Cent weniger auf der Stromrechnung opfern möchte und Leute erfrieren lassen will, damit man selbst am Ende des Monats 20€ mehr Netto hat. Es ist ein Predigen des Hasses, der Missgunst, des nicht-Gönnens, des Eigennutzes vor Gemeinnutz. Der Konservative von heute ist nicht der Bewahrer, weil es gar nichts mehr gibt, was er bewahren möchte.

An Ideologie hat man da den alten, unzulänglichen Mises und Hayek, und der Gedanke, dass in Amerika alles besser ist bzw. in den 1950ern alles besser war - Bilder, die die Leute heute nicht mehr unbedingt ansprechen.
Und als den Feind ich warf in Staub und Sand,
Dem Tränen Blutes aus den Augen rannen,
Da sprach er leis: Du, der mich überwand,
O hebe, eh du fällst, dich doch von dannen!
Antworten

Zurück zu „Politik und Gesellschaft“