"Up to your Post" (Ein AACW AAR der Konföderation)

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George Pickett
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"Up to your Post" (Ein AACW AAR der Konföderation)

"Up to your Post"

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Washington, 05. Oktober 2009
"14. Straße Ecke Constitution Avenue, wie gewünscht." Der Taxifahrer drehte sich um. "Behalten Sie den Rest." Ashley Wilcox drücke dem Mann 10 Dollar in die Hand und stieg aus dem Taxi. Die Washingtoner Architektur hatte sie schon immer beeindruckt und entsprechend begeistert schaute sie an diesem gewaltigen Bauwerk, dem "Smithonian National Museum of American History" hoch. Viele Menschen nannten diese Bauten hässlich, aber für Ashley Wilcox strahlten sie Kraft und Stärke aus.

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Hier also würde sie die nächsten 6 Monate als Praktikantin verbringen. Der Job war unter Studenten heiß begehrt aber der Dekan der Universität von Richmond, wo sie studierte, hatte seine Beziehungen spielen lassen damit sie in die engere Auswahl für die 3 Planstellen gelangte. Ihr Hauptfach war die "Amerikanische Geschichte des 18. und 19. Jahrhunderts" und viele ihrer Freunde gähnten demonstrativ, wenn sie über ihr Studium sprach. Aber das kümmerte sie nicht. Für Ashley war die Geschichte lebendig und spannend, noch lange nicht vollständig enthüllt!

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Sie betrat die Halle und wandte sich an den Mann an der Information. "Guten Morgen, meine Name ist Ashley Wilcox. Ich habe einen Termin bei Professor Durning." Der Mann hinter dem Schalter versuchte erfolglos, sich ein Grinsen zu verkneifen. "Ah, eine der neuen Fachkräfte. Na, dann kommen Sie mal mit, Miss Wilcox." Er führte sie durch die Halle in den Verwaltungstrakt des Museums durch lange Gänge bis zum Vorzimmer des Professors. Sie klopfte und trat ein. Eine mürrische Frau in den Endfünfzigern bedeutete ihr sich zu setzen, während sie Ashley beim Professor anmeldete.

Nach einigen Minuten durfte sie eintreten und saß nun, leicht eingeschüchtert, vor einem massiven, verschnörkelten Schreibtisch aus Eiche. "Nun, Miss Wilcox" eröffnete Professor Durning das Gespräch in einem leicht dozierendem Stil. "Dieses Praktikum bietet Ihnen große Möglichkeiten für Ihr Studium und für Ihre Reputation. Ein entsprechend wohlwollendes Praktikumszeugnis, von mir persönlich unterschrieben, hat Gewicht." "Ich bin mir dessen bewußt, Professor. Gerade deswegen bin ich sehr glücklich, diese Stelle erhalten zu haben. Ich werde mich Ihrer würdig erweisen." Ein leises Lächeln überkam den Professor, bevor er das Gespräch wieder aufnahm. "Das Smithonian muss sparen. Auch wir, besser gesagt unsere Gönner, spüren den kalten Hauch der Wirtschaftskrise. Das hier ist kein Stipendium, für Ihren Lebensunterhalt müssen sie selber aufkommen." Ashley nickte, denn das hatte ihr schon der Dekan im Vorfeld berichtet. Sie kam aus einer relativ wohlhabenden Familie, die ihr das Studium finanzierte. Das war also kein Problem und das musste der Professor eigentlich wissen. Er kannte ihre Vita. Nach einer Kunstpause fuhr er fort. "Um unser Budget zu entlasten haben wir es den Praktikanten zur Pflicht gemacht, im ersten Monat ihres Praktikums für allgemeine Tätigkeiten zur Verfügung zun stehen, für die sonst externe Kräfte beschäftigt wurden."

Nun war die Katze aus dem Sack und Ashley wartete auf den nächsten Dämpfer. "In den Kellern dieses Gebäudes lagern tausende von Kisten ungesichteten Materials. Vieles liegt bereits seit Jahrzenten hier ohne dass wir wissen, um was es sich handelt. Ihre Aufgabe wird sein, einen Teil dazu beizutragen diesen Berg abzubauen." Muffige Keller und Spinnenweben. Eine großartige Aussicht für die nächsten 30 Tage. Aber da musste sie durch. Der Nutzen würde die Unannehmlichkeiten überwiegen...
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George Pickett
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"Up to your Post"

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Ashley Wilcox schaute sich, halb angewidert, halb staunend in den Katakomben des Museums um. Teilweise bis an die Decke türmten sich Kisten, Kartons, ja teilweise lose Blattsammlungen. Als angehende Historikerin drehte sich ihr der Magen um wenn sie sah, wie hier mit Geschichte umgegangen wurde. "Raum 7c" sie schaute vom Zettel hoch und ging weiter den Gang entlang. "7a...7b...7c...hier ist es!" Sie öffnete die Tür und suchte den Lichtschalter. Was sie sah lies sie blass werden. Etwa 50 Kisten stapelten sich in diesem Raum, ohne Beschriftung, ohne weitere Hinweise. Professor Durning hatte ihr erklärt, dass in diesem Räumen viele Nachlässe aus den Jahren 1900 - 1940 lagerten. Viele Familien vermachten damals einen Teil des Nachlasses dem Smithonian, wenn sie dachten, dass es sich um Gegenstände oder Schriftstücke von geschichtlichem Wert handelte. Aber im Laufe der Jahre kam so viel herein, dass man der Flut nicht mehr Herr wurde und die Stapel immer größer wurden.

Sie seufzte, stellte ihren Kaffeebecher zur Seite und begann mit der ersten Kiste. Vieles war im wahrsten Sinne des Wortes Müll, nur wenig davon würde einem geschichtlichen Relikt auch nur annähernd gerecht. Doch dann stutzte sie. In einer Kiste fand sie einen dicken Stapel Papiere, welche sorgfältig durch über Kreuz gebundene Schnüre zusammengehalten wurden. Das Papier war stark vergilbt und die Feuchtigkeit hier unten hatte das Seine dazu beigetragen. Sie hielt den Stapel näher ans Licht und betrachtete das oberste Blatt:

"William Berrenger, Verleger, Charleston South Carolina, 1831 - 1897"

Sie blätterte weiter und auf einmal erweckte ein Papier ihre Aufmerksamkeit. Je mehr sie las, desto aufgeregter wurde sie...

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Sie legte den Brief zur Seite und betrachtete das Bild. "Das ist eine Sensation!" dachte sie. "Es gibt praktisch keinen eigenen Aufzeichnungen von George Pickett aus der Zeit des Bürgerkrieges. Viel von dem, was man weiß, oder glaubt zu wissen, stammt aus zweiter Hand. Von dem Mann, der den Bürgerkrieg als sein persönliches Duell mit dem Norden betrachtete." Sie blätterte weiter, versuchte die Seiten vorsichtig zu sortieren und begann zu lesen...
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Beitrag von Longstreet »

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Guter Einstieg teurer George! Ihr macht uns neugierig!
[indent]Das Glück kommt nur zu dem, der warten kann.

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Beitrag von George Pickett »

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George Pickett
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von Falkenhayn hat geschrieben:Guter Einstieg teurer George! Ihr macht uns neugierig!
Das ist erst mal ein Platzhalter. Wie in meinem Unions-AAR wird erst einmal ausschweifend eine Vorgeschichte erzählt. Gegen wen ich antreten werde, steht noch gar nicht fest, das hat auch noch ein paar Wochen Zeit. Während meines täglichen Büroschlafes hatte ich wieder eine Vision. Ein grelles Licht erleuchtete den Raum und eine erhabene Stimme sagte zur mir: "George, du must schreiben, einen AAR schreiben!!!" "Na gut" murmelte ich verschlafen. "Hab zwar keinen neuen Zug bekommen, aber ich sauge mir irgendetwas aus den Fingern..." "Nicht der Unions-AAR, du Depp!!! Du musst einen neuen AAR beginnen!!!" polterte es. Dann wurde die Stimme wieder ruhiger. "Hier ist die Story..."
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Beitrag von H34DHUN73R »

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Auf diese Stimme solltet Ihr unbedingt hören, werter Pickett :)

Einerseits wissen Wir nicht, welchen Gefahren Ihr Euch aussetzen würdet, falls Ihr sie ignoriert, andererseits möchten Wir natürlich
auch einen weiteren AAR aus Eurer Feder lesen :D
Man sollte nie das Schicksal herausfordern. Das Schicksal kann alles ertragen, nur keine Herausforderung.
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Beitrag von Longstreet »

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Hoffen wir, dass Ihr Euren Chef nicht missverstanden habt :rolleyes: .

Spass beiseite, Ihr habt einen wirklich guten Einstieg gewählt. Zumal wir selbst im Archiv tätig sind, können wir die Gemütsverfassung von Ms Wilcox gut nachvollziehen :D
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Beitrag von Lewis Armistead »

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Wann gibts die Ashley Wilcox - Affäre mit dem Professor? (bei der sie selbstverständlich die ganze Zeit nur an den wohlduftenden Pickett denkt :D ) ;) :P
In Schützengräben gibt es keine Atheisten.
Die Chroniken des Lewis Armistead

Beitrag von George Pickett »

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Lewis Armistead hat geschrieben:Wann gibts die Ashley Wilcox - Affäre mit dem Professor? (bei der sie selbstverständlich die ganze Zeit nur an den wohlduftenden Pickett denkt :D ) ;) :P
Der Professor ist Ende 60 und riecht schon muffig. Da muss Ashley zwangsläufig an den wohlduftenden Pickett denken um sich abzulenken. Außerdem hat sie dafür überhaupt keine Zeit. Pickett´s Memoiren sind viel zu interessant! :D
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Beitrag von George Pickett »

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George Pickett
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"Up to your Post"

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Vorwort

Manch ein Mensch, der die Ehre und das Vergnügen hatte mich kennenzulernen, hielt mich für borniert, überheblich, narzistisch und extrovertiert. Ich sage, dass das alles die herausragenden Eigenschaften sind, die einen Virginier ausmachen. Nur Selbstvertrauen, Ergeiz und der Glaube an die eigenen Fähigkeiten haben unser Land groß gemacht, zu der Perle die aus den anderen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten heraussticht. Den Widrigkeiten muss getrotzt werden, ihnen die Stirn zu bieten ist oberstes Gebot! Die Männer aus Virginia mögen etwas verrückt sein, aber das ist es, was unsere Frauen an uns lieben. So sagte es einmal mein alter Freund James Longstreet. Dieses Credo und diese Eigenschaften sollten mein ganzes Leben bestimmen und letztendlich auch mein Schicksal sein!


I. Kapitel

Meine Jugend

Als Erstgeborener meiner Eltern, Robert und Mary Pickett, erblickte ich am 16. Januar 1825 in Richmond das Licht der Welt. Wir gehörten zu den ersten Familien Virginia´s mit Einfluß und Geld. Einer meiner Cousins war der spätere konföderierte General Henry Heth. Meine Kindheit war unbeschwert doch erlitt meine Familie auch herbe Schickalsschläge. 5 meiner 7 Geschwister starben während ihrer Kindheit an verschiedenen Krankheiten. Im Alter von 16 Jahren entschied mein Vater, dass ein Jurastudium für mich die richtige berufliche Perspektive wäre und er schrieb mich in der Universität von Springfield, Illinois ein. Jedoch sah ich für mich andere Interessen und nach nur 2 Semestern brach ich mein Studium ab und begann 1842 meine Ausbildung in der Militärakademie von West Point, Virginia.
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Jedoch musste etwas nachgeholfen werden um die entsprechenden Entscheidungsträger von meiner Qualifikation zu überzeugen. Der Kongressabgeordnete von Illinois, John T. Stuart, ein Freund meines Onkels, nominierte mich. Ironischerweise führte mein Onkel zu dieser Zeit eine Anwaltspraxis mit einem Partner, einem gewissen Abraham Lincoln. In den nächsten 3 Jahren tat ich nur das nötigste, um meinen Abschluss zu schaffen. Andere Klassenkameraden, wie George Mc Cellan oder Thomas Jackson waren mir mit ihren schulischen Leistungen weit voraus. Jedoch war ich äußerst beliebt und bei so mancher Prüfung erfuhr ich diskrete Hilfe.

Im Jahre 1846 schloss ich als 59. von 59 Kadetten die Akademie ab und erhielt den Rang eines 2nd. Lieutenant. Wohin mich die Armee schicken würde wusste ich nicht aber es würde mich weg von meiner Heimat, Virginia führen...
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Verehrter George, Ihr und Euer gleichnamiger Protagonist könnt wirklich als Idealbilder des typischen Virginiers gelten ;) .

Eure AARs sind wirklich toll gestrickte Erzählungen. Leider dürfen wir Euch keine Rep vergeben.
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George Pickett
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"Up to your Post"

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II. Kapitel

Die erste Bewährung
Ich wurde als Brevet 2nd Lieutenant zum 8. Infanterieregiment versetzt. Kaum hatte ich meinen Dienstposten angetreten, brach im April 1846 der Mexikanisch-Amerikanischen Krieg aus an dem mein Regiment teilnahm. Unser Regiment gehörte zur 2. Brigade der 1. Division. Nach über 1 Jahr des Kampfes stand unserer Regiment vor den Toren von Mexiko-Stadt, die nach Westen hin von der "Chapultepec-Festung", welche sich drohend über einem Hügel erhob, gesichert wurde. Am 12. September 1847 begann unsere Artillerie mit einem Trommelfeuer, welches den ganzen Tag anhielt. Um 08.00 Uhr am Morgen des 13. September griff unser Regiment als Teil eines 3.500 Mann starken Verbandes den Hügel in 3 Wellen an. Es war ein gerade zu berauschendes Gefühl, durch den Kugenhagel des Gegners bergauf zu stürmen und der Gefahr zu trotzen. Denn eines lernte ich an diesem 13. September 1847: Nur wer die Angst besiegt, kann seine Pflicht erfüllen. Der Sieg über die Angst ist der größte Sieg, den ein Mensch erringen kann!

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An meiner Seite stürmte mein Freund, James Longstreet, den Hügel hinauf. Ich werde niemals seinen entschlossenen Gesichtsausdruck vergessen. In der Linken unsere Fahne, in der Rechten seinen Säbel feuerte er unsere Jungs an welche mit wildem Gebrüll voranstürmten. Auf halben Wege zu den Stellungen der Mexikaner wurde Pete verwundet und am Boden liegend reckte er seinen Arm in die Höhe um mir die Fahne zu geben. Ich nahm sie und stürmte weiter bergauf an der Spitze meiner Männer. Viele wurden verwundet, viele getötet aber nichts konnte uns aufhalten!

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Wir erreichten die Wälle der Chapultepec und nahmen die Stellungen der Mexikaner ein. Ich fühlte mich unbesiegbar, gar unsterblich als ich auf dem Gipfel unsere Fahne schwenkte und die Männer wie von Sinnen weiter zur Festung stürmten. Auch die Festung wurde eingenommen und der mexikanische General Nicolas Bravo ergab sich mit dem Rest seiner Männer. Wir hatten fast 900 Männer an Toten und Verwundeten zu beklagen, der Gegner sogar über 2.600 Mann.

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Nach weiteren Kämpfen gegen die Armee Santa Anna´s zogen wir am 14. September in die Mexikanische Hauptstadt ein. An der Spitze General Scott, der Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte.

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Für meine Verdienste und Leistungen während der Schlacht von Chapultepec wurde ich in den Rang eines Brevet-Captains erhoben, welches im eigentlichen Sinne kein Rang war, sondern eine Auszeichnung. Die Ereignisse der letzten 18 Monate hatten mir gezeigt, dass ich meine Berufung gefunden hatte...
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Bravo George, nur weiter so! Wir haben ja auch schon einen Auftritt :D ! (Naja, eher unser Avatar, aber was soll's)
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Die Chronologie des Krieges




Die Schlacht von Chapultepec




Viele spätere Helden der Konföderation erhielten hier ihre Feuertaufe...
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III. Kaptiel

Nach dem Krieg
Nach Beendigung des Krieges, der den Vereinigten Staaten einen gewaltigen Flächengewinn und Einfluß sicherte, wurde das 8. Regiment Anfang 1848 nach Missouri verlegt. Es war ein eintöniger Dienst, der sich auf allgemeinen Dienst und Patroullien beschränkte. Kaum hatten sich die Männer halbwegs eingelebt wurde das Regiment 1849 zurück nach Fort Gates, Texas verlegt, da es immer wieder zu Zwischenfällen an der mexikanischen Grenze gekommen war. Im November 1850 reißte ich nach Franklin, Louisiana, um meine zukünftige Frau Sally Harrison Minge kennenzulernen. Die Ehe wurde von beiden Familien arrangiert, da sie für beide Seiten vorteihaft erschien. Ihre Eltern waren wohlhabende Plantagenbesitzer aus der Nähe von Richmond. Nach einer kurzen Zeit des Kennenlernens heirateten wir am 28. Januar 1851 in der St. Mary´s Episcopal Church in Richmond, Virginia.

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Sally Harrison Minge

Nach der Hochzeitsreise, die wir, einer Familientradition folgend, in New Orleans verbrachten, kehrte ich mit meiner Frau zurück nach Fort Gates um meinen Dienst wieder aufzunehmen. Schon kurze Zeit später war Sally schwanger und unser Glück war perfekt. Die Schwangerschaft verlief normal und wir fieberten der Geburt unseres 1. Kindes entgegen. Anfang November rückte meine Einheit zu einem Einsatz gegen die Indianer aus und ich befürchtete, bei der Geburt nicht dabei sein zu können. Als ich Mitte November wieder Fort Gates erreichte, musste ich vom Tod meiner Frau und des Kindes, eines Jungen erfahren. Beide starben während der Geburt am 13. November. Ich war wie betäubt! Eine unglaubliche Leere erfüllte mich. Ich wurde vom Dienst freigestellt und überführte Frau und Kind nach Richmond, wo sie neben unserem Familiengrab beigesetzt wurden.

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Ich flüchtete mich in den Dienst und versuchte, mit mir ins Reine zu kommen. In den nächsten 3 Jahren wurde das Regiment mehrmals innerhalb von Texas verlegt, so nach Camp Johnston, Fort Chadbourne, Fort Clark und Fort Bliss. Am 03. März 1855 erhielt ich meine Beförderung zum Captain und wurde zum 9. Regiment nach Fort Monroe, Virginia versetzt. Ich war wieder in meiner Heimat...
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IV. Kapitel

Eine neue Herausforderung

Leider war mir kein langer Aufenthalt in meiner Heimat vergönnt. Nur wenige Monate nach meiner Versetzung nach Fort Monroe wurde das 9. Regiment mit der von mir kommandierten "D-Company" nach Fort Steilacoom im Washington-Territorium verlegt um die dortigen Siedler gegen Indianerangriffe zu schützen. Nach erfolgreichem Kampf gegen die Indianer erhielt ich 1856 den Auftrag an der Pazifik-Küste den Bau von Fort Bellingham zu überwachen, welches den Übergriffen kanadischer Indianer auf dieses Gebiet Einhalt gebieten sollte.

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Hier nahm mein Leben eine unerwartete Wendung. Ich verliebte mich in eine Indianerin, Morning Mist, und ich heiratete sie vom Fleck weg. Im darauffolgenden Jahr gebahr sie mir einen Sohn, James Tilton Pickett. Doch wieder schlug das Schicksal unbarmherzig zu, denn nur wenige Wochen nach der Geburt meines Sohnes starb meine 2. Frau. Ich haderte mit mir und Gott, warum er mir diese Bürden auferlegte, welchen Sinn diese Prüfungen haben sollten. In diesen Tagen lernte ich, nicht nur auf Gott, sondern auch auf meine Fähigkeiten und Eigenschaften zu vertrauen. Entgegen anderslautender Meinungen stammt das Zitat "Ich glaube nicht an Gott, sondern nur an mich selbst!" nicht von mir, denn trotz der Schickalsschläge war ich ein gottesfürchtiger Mensch.

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James Tilton Pickett (1857 - 1889)

In den nächsten 2 Jahren kümmerte ich mich allein um meinen Sohn in dem Haus, welches ich für meine Familie im Städtchen Whatcom erbaute.

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Doch schließlich wurde ich abermals versetzt und dieser Abschnitt meines Lebens endete...
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V. Kapitel

Der "Schweine-Krieg"
Dieses Kapitel in meinem Leben ist ein Paradebeispiel wie aus einer Bagatelle, nennen wir es einen Nachbarschaftsstreit, ein Konflikt zwischen 2 Nationen werden kann. Der "Oregon-Vertrag" von 1846 regelte die Besitzverhältnisse der Inseln östlich Vancouver Island zwischen den Vereinigten Staaten und England. Leider ließen die Formulierungen Spielraum für Interpretationen der jeweiligen Einflussphären. Trotz alle dem kam es in den nächsten 13 Jahren zu keinerlei Zwischenfällen. Bis zum 15. Juni 1859!

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Der amerikanische Farmer Lyman Cutlar entdeckte auf seinen Feldern zum wiederholten mal ein freilaufendes Schwein, welches sein Gemüse fraß. Seine Geduld war am Ende und so griff er seine Flinte und erschoß das Schwein. Jenes Schwein gehörte einem Iren namens Charles Griffin, welcher für die Hudson Bay Company in der Schafzucht arbeitete und sich ein paar Schweine hielt, die er immer frei laufen ließ. Beide kannten sich und wohnten bereits seit Jahren friedlich nebeneinander. Nun jedoch eskalierte die Situation. Cutlar bot Griffin 10 Dollar als Schadenersatz an, was ihm jedoch zu gering erschien. Griffin forderte dreist 100 Dollar! Nun war auch Cutlar mit seiner Geduld am Ende und zog sein Angebot mit der Begründung zurück, dass das Schwein auf seinem Grund und Boden eingedrungen sei und er damit rechtens gehandelt habe.

Griffin wandte sich an die lokalen britischen Behörden, welche Cutlar daraufhin arrestieren wollten. Daraufhin kam es zu Tumulten und Handgreiflichkeiten zwischen Amerikanern und Engländern, worauf die amerikanischen Behörden offiziell die US-Armee um militärische Unterstützung ersuchten. General Harney, der Kommandeur des Oregon-Departements, erteilte mir den Befehl mit meiner Kompanie auf die Insel San Juan überzusetzten, die amerikanischen Staatsbürger zu schützen und eine Landung britischer Truppen auf der Insel zu verhindern. Kurz nach meinem Eintreffen erreichte mich die Meldung, das sich 3 britische Kriegsschiffe der Insel näherten. Während einer Versammlung entkam mir der Satz "Dann bereiten wir Ihnen ein weiteres Bunker Hill" welcher landesweit zum geläufigem Satz wurde.

Im Laufe der nächsten Wochen verschärfte sich die Lage. Inzwischen versuchten 5 britische Kriegsschiffe mit 70 Kanonen und über 2.000 Mann, die Insel abzuriegeln. Trotzdem erhöhte sich das amerikanische Kontingent auf der Insel bis zum 10. August 1859 auf 461 Mann und 14 Kanonen, welche nunmehr von Colonel Casey befehligt wurden. Es kam einem Wunder gleich, dass in dieser aufgeheizten Atmosphäre in der ganzen Zeit kein einziger Schuß fiel. Der britische Governor James Douglas forderte Admiral Robert Baynes ultimativ auf, unverzüglich Truppen auf San Juan zu landen und die amerikanischen Truppen anzugreifen. Zu unser aller Glück war der Admiral ein besonnener Mann. Er erwiderte "Zwei große Nationen sollen Krieg führen wegen eines dreckigen Schweines?"

Bis zu diesem Zeitpunkt war der Konflikt noch nicht einmal bis Washington und London durchgedrungen. Aufgeschreckt durch die rasante Eskalation bemühten sich beide Seiten um eine diplomatische Lösung des Konfliktes. Beide Seiten kamen überein, zur Aufrechterhaltung der jeweiligen Interessen und zur Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung jeweils 100 Mann auf der Insel zu stationieren. Die Briten im Norden der Insel, die Amerikaner im Süden der Insel. Der Konflikt war beendet. Es ist nicht überliefert, ob Mr. Griffin für den Verlust seines Schweines entschädigt wurde.
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VI. Kapitel
Die Differenzen wachsen

Obwohl ich schon seit einigen Jahren fernab meiner Heimat Virginia im Washington-Territorium meinen Dienst versah, erreichten natürlich auch mich, wenn auch mit einiger Verzögerung, die Nachrichten aus dem Osten der Vereinigten Staaten. Ich war Zeit meines Lebens ein Verfechter des "starken Staates" der sowohl militärisch als auch politisch mit dem "alten Europa" auf Augenhöhe auftreten konnte. Jedoch waren der Norden und der Süden in zenralen Fragen der Innenpolitik und des Verhältnisses zwischen den einzelnen Bundesstaaten derart unterschiedlicher Meinung, dass eine Lösung dieser Differenzen nur auf dem Rücken einer der beiden Parteien erfolgen konnte.

Im Laufe des Jahres 1860 mehrten sich die Anzeichen dafür, dass der innenpolitische Konflikt zwischen beiden Parteien unlösbar war. Die Wahl Abraham Lincoln´s zum 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten im November dieses Jahres bescherte dem Konflikt eine neue Qualität. Als ausgesprochener Gegner der Sklaverei warf er dem Süden den Fehdehandschuh vor die Füße.

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Abraham Lincoln

So oft er auch beteuerte, dem Süden in der Frage der Sklaverei entgegen kommen zu wollen, allein der Glaube fehlte mir, und so ging es auch wohl vielen Menschen in den südlichen Bundesstaaten. Wir sind ein stolzes Volk. Stolz auf unseren Traditionen, unsere Lebensart und auf das, was wir in den letzten Jahrzenten erreicht haben. Niemand wird uns das nehmen! Wir werden uns wehren! Aber noch gab es eine kleine Chance auf eine Lösung, die den Gordischen Knoten durchschlagen könnte. Auch ich wollte die Hoffnung auf eine Lösung nicht aufgeben.
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Verzeiht mir den kleinen Rüffel, werter George, aber richtig heisst es Fehdehandschuh, nicht Federhandschuh...

herzliche grüsse

Hohenlohe... :smoke:

edit: bitte weiter so, ich lese gerne mit...
In memoriam Stauffenberg, jota und CJ...
YouTube - ‪St. Michael, the Archangel‬‏

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Wir lernen immer gerne hinzu, werter Hohenlohe :) Wird sofort korrigiert.
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Großkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungRitterkreuz des Sankt Nikolaus-OrdensCrusader Cross

Ach, hättet Ihr lassen können.
Bis zur Abschaffung der Sklaverei war das doch nur Federstreicheln.

Ein echter Fehdehandschuh löst das Problem gleich :teufel:
http://www.youtube.com/watch?v=BtSgp1iXJVc
Wünsche Deinem Feind nichts Schlechtes.
Plane es.
Nassauern für Anfänger (Stand 10.7.2014)
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