Sinn des Spiels

Die Göttin kehrt zu uns zurück!
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SEPPI
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Sinn des Spiels

Beitrag von SEPPI »

Also ich hatte vor vielen Jahre Victoria 1 und da dachte ich mir man könnte den zweiten Teil mal versuchen, ich bin damals mit Teil 1 schon nicht sonderlich klar gekommen aber der Teil 2 !?!?!

In 100 Jahre Spielzeit kann man da überhaupt etwas bewirken ?
Es geht das meiste Automatisch ob sich Fabriken lohnen oder nicht bauen wir welche da es uns langweilig wird.
Nun man kann seine Bevölkerung lenken ob es Fabrik Arbeiter gibt oder sonstiges , und wirkt es sich aufs Spiel aus ?
Ich kann in Bildung Invetieren in 100 Jahre Spielzeit können dann 20 % mehr lesen und ich forsche eine halbe Technolgie mehr.
Die Diplomatie ist doch irgend wie sehr Flach Preusen macht mich bei Bayern schlecht und im gegenzug kann ich mich wieder bei Ihnen verbessern, das nervt wiso geht das nicht Automatisch ?


Wie ist den eure Meinung mache ich etwas im Spiel falsch ? verfehle ich den Sinn im Spiel ?
DU Suchst Ein Hoi 3 MP ?
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sheep-dodger
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Beitrag von sheep-dodger »

Wollt Ihr eventuell etwas klarer sein wen Ihr spielt und was Ihr tut, bzw was Eure Ziele sind?
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Thomasius
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Beitrag von Thomasius »

Für uns liegt der Sinn des Spieles darin nach den 100 Jahren im Spiel mit dem gespielten Land besser abzuschneiden als es historisch war.
Ein kleines deutsches Land wie Bayern spielen und sich wundern das man eigentlich keine wirklichen Optionen hat ist schon wieder "verwunderlich". Welche Optionen hatte den Bayern im 19. Jahrhundern bis zur deutschen Einigung? keine, es war einfach zu klein und nur ein Spielball zwischen den Großmächten.
Vieleicht solltet ihr euch einfach ein Land suchen das mehr Entwicklungspotential hat. Entweder gleich eine Großmacht oder eine Mittelmacht wie Belgien, Niederlande, Schweden usw.
Kaiserjaeger

Beitrag von Kaiserjaeger »

Für mich liegt ähnlich wie beim werten Thomasiusonair der Sinn des Spiels, das gespielte Land nach den 100 Jahren besser dastehen zulassen als es historisch war.
Bei Teil 2 kann man die Entwicklung des Landes mit den Technologien und den Fokus sehr gut Steuern, doch der Hauptanteil macht in meinen Augen die Diplomatie aus. Ständig verändert sich die diplomatische Situation und wenn man nicht aufpasst steht man schnell in einem Mehrfrontenkrieg.

Da man aber nur als Großmacht wirklich Einfluß ausüben kann, sollte das erste Ziel natürlich das erreichen oder halten des Großmachtstatus sein.
Aber auch andere Ziele wie bestimmte Länder in die Eunflußsphäre zu bringen oder einen bestimmten Wert in Prestige, Militär oder Industrie zu erreichen kann sehr motivierent sein.

In meinem aktuellen Spiel mit Österreich war es von Beginn an mein Ziel, Industriemacht Nr. 1 zu werden und Prestigeobjekte wie den Suez- und Panamakanal zu bauen und natürlich auch zu kontrollieren, außerdem strebte ich eine Kolonie in Indien an.
Aktuelle stehe ich im Jahr 1892 und bin in der Industriewertung Nr.2 mit 5928 Punkten, Nr. 1 ist noch GB mit 5973 Punkten, Nr. 3 sind die USA mit 5756 Punkten. Bald habe ich mein Ziel also erreicht, auch den Suezkanal habe ich bereits gebaut, der panamakanal steht noch aus ist aber auch nur mehr eine Frage der Zeit. Indien fällt auch immer weiter in meine Hand und das fast ohne Krieg, langsam aber sicher dränge ich GB zurück und gewinne immer mehr der Kleinstaaten für meine Sphäre.

Man sieht also es gibt viele Möglichkeiten sich einen Sinn oder auch einfach nur immer neue Spielziele zu suchen.
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Cfant
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Beitrag von Cfant »

Vielleicht erschließt sich das, wenn man länger spielt. Ich kann dem werten Seppi seine Bedenken nachfühlen. Hab das Spiel am Freitag gekauft (Gamersgate-Angebot :D ) und einen ersten Versuch mit Österreich gestartet. Ich greife in die Wirtschaft kaum ein (kein Wunder, blick da ja auch nicht durch :D ) und schwimme trotzdem (oder grade deshalb) im Geld. Bin stinkreich, wohl die stärkste Landmacht der Welt, aber kann kaum expandieren. Eine Region zu erobern kostet 10-14 Infamy, abgebaut wird rund 1,2 Infamy pro Jahr. Erobern-Kriegsgrund hab ich bis 1890 einen einzigen bekommen.
Dieses Sphären-Gemurkse ist grausam - alle 2 Sekunden entfernen andere Mächte Länder aus meiner Sphäre und ich muss mühsam 2mal klicken, um sie wieder einzugliedern ;) Bei den meisten hab ich resigniert - die werden dauernd gegen mich aufgebracht, während ich das nicht kann (alle möglichen Optionen sind grau). Ganz zu schweigen davon, dass ich nicht weiß, was mir die Sphäre bringt. Was hab ich denn davon?
Immer gleiche negative Events kommen alle paar Minuten, was aber wurscht ist, weil die Aufstände genau wie in EU 3 sind - unglaublich lästige Klickarbeit, ohne irgendwas zu bringen. Wenn man nicht grad mitten in einem schweren Krieg ist, sind die auch nicht gefährlich. Für den Menschen. Der Zar wurde schon zweimal von Ösi-Truppen auf dem Thron gehalten, nachdem sein halbes Land besetzt und seine Armee von Rebellen vernichtet war :D
Wobei das Spiel durchaus Laune macht, und in der Hälfte der ersten Partie kann man ja auch nicht viel sagen. Aber ich würde mir wünschen, dass das Handbuch nicht nur no-na-net Sachen beschreibt (eine halbe Seite "klicken Sie auf Flotte, um die Flotte bewegen zu können" aber kein Wort, wie zum Geier ich an Eroberungs-Kriegsgründe komme oder ob ich ziviliserte Länder friedlich an mein Reich anschließen kann).

Resüme: Ich glaube, dass das Spiel sehr viel kann. Aber der Einstieg wird einem nicht leicht gemacht. Zumindest hab ich Spaß dran, Italiener und Preussen zu verprügeln :D
Kaiserjaeger

Beitrag von Kaiserjaeger »

Ja es erschließt sich mit der Zeit. Am Anfang ist Victoria einfach ein Frustspiel, doch wenn man sich etwas damit beschäftigt wird es sehr tiefgründig und sehr Spaßig.

Kriegsgründe bekommt ihr in dem ihr welche in der Diplomatie schafft. Es gibt dort die Auswahlmöglichkeit, einen kriegsgrund zu "erzeugen" also ein Vorwand wie in auch die Amerikaner in der Realität gerne einsetzen :D

Die Sphäre bringt dir vor allem Verbündete und spart dir Geld. Du kannst es dir vorstellen wie eine Zollfreie Zone, holst du dir eine Nation die Rohstoffe produziert die du nicht produzierst in die Sphäre bekomsmt du diese Waren so billiger, also ohne Zoll. Das kann aber auch nach hinten lsogehen wenn du deinen Staat über Zolleinnahmen finanzierst, dann bricht mit jedem neuen Land in deiner Sphäre ein Teil deiner Zolleinnahmen weg.

Friedlich kannst du leider die Länder nicht angliedern, doch die Sphäre ersetzt dies eigentlich, da du volle Einsicht in die Länder in deiner Sphäre hast und auch Durchmarschrecht ;)

Die Wirtschaft kann ich dir nicht wirklich erklären, da liegt schon ein großer Unterschied vor ob man Vici2 oder AHD spielt. Bei AHD sit die Wirtschaft jedenfalls um einiges leichter und zugänglicher. Ich kann dir nur den Tipp geben, setzte den Fokus ein um die Kapitalisten dazu zu bringen Fabriken bauen zu wollen, dann stelle ihnen das Geld zur verfügung um diese bauen zu können und schon wächst deine Wirtschaft. Zur Wirtschaft zählt übrigens auch der Ausbau der Eisenbahn und diese ist Militärisch auch ziemlich wichtig.

Am besten probierst du aber einfach einmal alles aus, die Erkenntnisse kommen dann von alleine. Es kann aber auch helfen AAR zu lesen, bei Vici1 haben mir die AAR von Nebu sehr geholfen.
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Cfant
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Beitrag von Cfant »

Vielen Dank :) Ich werde mich mal auf die Suche nach dem vermissten "Erfinde Kriegsgrund"-Button machen. Die Wirtschaft lasse ich bei meinem ersten Versuch mal ein wenig abseits. Auf dieses Sphären-Dauergeklicke verzichte ich wohl auch. Gewinn machen und Feinde töten sind die Ziele meiner Monarchie :D
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sheep-dodger
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Beitrag von sheep-dodger »

Habt Ihr nur Vicky2 oder auch AHD? AHD bietet nämlich imho viele gute Verbesserungen die das Spielen weitaus bequemer machen.
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Cfant
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Beitrag von Cfant »

AHD? Ist das ansteckend? :D Nein, im ernst: Dürfte wohl nur Vicky2 Vanilla sein. War das Wochenendangebot um 5 Euro, da konnte ich einfach nicht nein sagen ;) Bei näherer Betrachtung wäre die Sphäre doch nett, zwecks billiger Rohstoffe. Aber man kann doch keine Wirtschaft auf eine Sphäre gründen, die alle 5 Mikrosekunden wieder ausgehobelt wird. Wobei ich wie gesagt der Industrie noch nicht soviel Aufmerksamkeit geschenkt habe. Das machen eh die Kapitalisten (auch wenn ca. 2/3 der Betriebe defizitär laufen. Deppen.) Naja, Papa Staat macht dennoch hohe Gewinne.
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Thomasius
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Beitrag von Thomasius »

Cfant hat geschrieben:Vielen Dank :) Ich werde mich mal auf die Suche nach dem vermissten "Erfinde Kriegsgrund"-Button machen. Die Wirtschaft lasse ich bei meinem ersten Versuch mal ein wenig abseits. Auf dieses Sphären-Dauergeklicke verzichte ich wohl auch. Gewinn machen und Feinde töten sind die Ziele meiner Monarchie :D
Die Einflußsphären sind zu wichtig um sie zu ignorieren. Als Minimum müsst ihr als Östereich verhindern das der Norddeutsche Bund entsteht.
Das mit den Sphären ist so schwierig garnicht. Ihr müsst euch auf wenige euch wichtige Länder konzentrieren. Ihr habt nur einen begrenzen Einfluss, der sich auf die Anzahl der beeinflussten Länder verteilt. Dazu gibt es dann noch Boni und Mali usw. Bei hardumkämpften Ländern immer die anderen Länder mit im Auge haben und wenn möglich diese in Verruf bringen oder am besten gleich den Botschafter rauswerfen lassen.
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sheep-dodger
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Beitrag von sheep-dodger »

Cfant hat geschrieben:Dürfte wohl nur Vicky2 Vanilla sein. .
Da liegt Euer Problem, mit AHD wird das Sphärensystem deutlich einfacher zu betreuen, da man nicht mehr alles manuell machen muss und man in umkämpfte Länder Geld investieren kann um den Einfluss der anderen Großmächte langsamer steigen zu lassen.
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Beitrag von Cfant »

Ist AHD ein MOD oder ein Patch? Mit anderen Worten: Wo bekommt man ihn her, lohnt er sich und kostet er was? Danke übrigens für die freundliche Hilfe, werte Regenten!
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sheep-dodger
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Beitrag von sheep-dodger »

AHD ist A House Divided, das offizielle Addon, zu kaufen zB bei Gamersgate.
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Beitrag von Jorrig »

Ich besitze AHD auch, hab es aber nun seit langem zum ersten Mal überhaupt gespielt. Das Sphärenmanagement ist tatsächlich leichter. Bei Vanilla war es noch so, wer China in seine Sphäre bringt, der druckt Geld ohne Ende (und gewinnt damit auch), weiss nicht, ob das immer noch so ist. Aber die Aussenpolitik finde ich wirklich schwer. Wenn man versucht, als Preusse Deutschland zu einen, hat man wirklich etwas zu tun. Österreich ist praktisch dauerverbündet mit Frankreich bei mir, und obwohl ich GB im Bündnis habe und das im Krieg sogar mitzieht, sehe ich kein Land. GB bringt die Truppen einfach nicht ins Feindesland, während Österreicher und Franzosen auf allen Fronten Preussen angreifen. Dazu war Österreich dauernd im Krieg mit Dänemark wegen Holstein. Wollte ich auch Dänemark angreifen und besetze etwas Land, schliesst DK Frieden mit Ö und gibt ihm Holstein! Er hat es am Ende auch so bekommen. Auch ein Angriff auf Württemberg, das mit Ö verbündet war, brachte nichts, denn Ö zog nicht mit. Die Lösung brachte schliesslich ein Bündnis mit Dänemark GEGEN Österreich. Etwas seltsam, aber es hat funktioniert. Alleine gegen mich hatte der Ösi dann keine Chance.
Nun habe ich den Norddeutschen Bund und Süddeutschland in meiner Sphäre, aber wie soll ich Krieg gegen Frankreich führen? Selbiges ist erstmal stärker und zweitens immer noch verbündet mit Österreich.
Dazu muss ich wohl auch noch etwas über Wirtschaft lernen, denn da bin ich auch nur Dritter. Ich finde es etwas ahistorisch und schade, dass Frankreich so eine starke Bevölkerung hat. Historisch hatten sie ja geringeres Wachstum und irgendwann weniger als Deutschland.
Naja, eine Herausforderung ist es auf jeden Fall. Das immer noch exponentielle Forschungssystem ignoriere ich jetzt mal in meiner Wahrnehmung. Solange man die Grossen spielt, macht das ja nicht so viel aus.
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Beitrag von sheep-dodger »

Iirc haben die Franzosen einen Modifier der ihr Wachstum deutlich reduziert, dadurch werdet Ihr auf Dauer wahrscheinlich aufholen.
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Montesquieu
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Beitrag von Montesquieu »

Trotz aller Schönmalerei ist es trotzdem leider ein schwaches Spiel (vielleicht keine schwache Simulation). Was der erste Teil an Mikromanagement zu viel hatte, hat Vicky2 zu wenig. Auch AHD hat nach ein paar Partien keine große Verbesserung am Grundpoblem des Spiels gebracht: Vicky 2 ist ein Aquarium. Wer das mag, soll's spielen. :)
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Beitrag von Cfant »

Langfristig zweifle ich ein bisschen an der KI. Ich bin ja in meinem ersten Spiel und daher nur auf Schwierigkeit normal. Hab mit Österreich Italien angegriffen, Frankreich hat Italien geholfen - also zwei KI-Großmächte gegen eine HI-Großmacht. Die KI hat zwar einmal eine 450.000 Mann Armee in die Schlacht geschickt, aber letztlich liefen doch hauptsächlich 20-40.000 Mann Armeen durch die Gegend, die von meinen - zwar wenigen, aber vorhandenen - 100.000 Mann Armeen langsam aber sicher aufgerieben wurden. Das ist wie in EU 3 (und auch zB wie in AJE von AGEOD) - letztlich schafft es die KI nicht besonders gut, große Armeen zusammenzuhalten. Der Norddeutsche Bund (auf den ich regelmßig einprügle) kann schon froh sein, wenn er mal für ein paar Monate 80.000 Mann zusammenziehen kann. Wenn ich jetzt auch noch gut spielen würde, säh es für die KI gar nicht gut aus :D
Mir kommt auch vor, dass die Milizen zu stark sind (also wenn ich die arme Bevölkerung verheize). Die Jungs haben zwar manchmal recht hohe Verluste, aber mein erster Eindruck ist doch, dass sich das durch massive zahlenmässige Übermacht dennoch sehr lohnt.
Was mir gut gefällt: Armeen auflösen geht nicht so schnell wie in EU 3. Aber seit ich den "mobilize"-Button gefunden habe, hatte ich im Krieg keine Probleme mehr ;)
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Jorrig
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Beitrag von Jorrig »

Montesquieu hat geschrieben:Trotz aller Schönmalerei ist es trotzdem leider ein schwaches Spiel (vielleicht keine schwache Simulation). Was der erste Teil an Mikromanagement zu viel hatte, hat Vicky2 zu wenig. Auch AHD hat nach ein paar Partien keine große Verbesserung am Grundpoblem des Spiels gebracht: Vicky 2 ist ein Aquarium. Wer das mag, soll's spielen. :)
Das ist insofern richtig, als man nur indirekt in die Mechanismen eingreifen kann. Ich denke aber, es gibt immer noch genug zu tun. Selbst wenn man keine Fabriken bauen darf, muss man dafür sorgen, dass die richtigen gebaut werden, dass ordentlich Bauern zu Facharbeitern mutieren, dass man gut Bürokraten und Angestellte hat und dass man darüber hinaus noch Aussenpolitik macht. Dann schaut man auf seine Industriesubventionen, auf die Anzahl Soldaten, Forschungspunkte und Alphabetisierung, da hat man schon einiges zu tun. Ich kann auch in EU3 Schweden spielen und sagen, das ist ein Aquarium. Wenn man so spielt, spielt man meistens nicht besonders gut oder hat einfach keinen Ehrgeiz. :) Ich habe mein Preussenspiel gestern auf Stufe 2 oder 3 laufen lassen, weil es mir sonst zu schnell ging. Und dabei habe ich noch gar nicht auf WM-Preise, Investitionen im Ausland oder die Politik der anderen geachtet.
Ich finde, die Schwächen des Spiels sind woanders, u.a. im Forschungssystem. Oder in der Diplomatie. Wenn es immer reiner Zufall und nicht berechenbar ist, wer in Kriegen mitzieht und wer nicht, dann muss man vor jeder Kriegserklärung speichern. Und die KI führt entweder 100% Krieg oder 0%. Es gibt nichts, wo sie sagt, was soll ich dort?, die haben nichts, was ich brauche!, da halt ich mich also raus oder schick nur so ein bisschen Unterstützung. In der Kriegführung ist sie auch nicht so schlau, aber das macht ja nichts, man spielt ja auch, damit man ein Gratiserfolgserlebnis bekommt. :) Und trotz allem, für die Epoche der Industrialisierung habe ich noch nichts Besseres gefunden. Es braucht auch nicht allzu viel, um es richtig gut zu machen. Vielleicht dann in Victoria 3. :)
Kaiserjaeger

Beitrag von Kaiserjaeger »

Cfant hat geschrieben:Langfristig zweifle ich ein bisschen an der KI. Ich bin ja in meinem ersten Spiel und daher nur auf Schwierigkeit normal. Hab mit Österreich Italien angegriffen, Frankreich hat Italien geholfen - also zwei KI-Großmächte gegen eine HI-Großmacht. Die KI hat zwar einmal eine 450.000 Mann Armee in die Schlacht geschickt, aber letztlich liefen doch hauptsächlich 20-40.000 Mann Armeen durch die Gegend, die von meinen - zwar wenigen, aber vorhandenen - 100.000 Mann Armeen langsam aber sicher aufgerieben wurden. Das ist wie in EU 3 (und auch zB wie in AJE von AGEOD) - letztlich schafft es die KI nicht besonders gut, große Armeen zusammenzuhalten. Der Norddeutsche Bund (auf den ich regelmßig einprügle) kann schon froh sein, wenn er mal für ein paar Monate 80.000 Mann zusammenziehen kann. Wenn ich jetzt auch noch gut spielen würde, säh es für die KI gar nicht gut aus :D
Mir kommt auch vor, dass die Milizen zu stark sind (also wenn ich die arme Bevölkerung verheize). Die Jungs haben zwar manchmal recht hohe Verluste, aber mein erster Eindruck ist doch, dass sich das durch massive zahlenmässige Übermacht dennoch sehr lohnt.
Was mir gut gefällt: Armeen auflösen geht nicht so schnell wie in EU 3. Aber seit ich den "mobilize"-Button gefunden habe, hatte ich im Krieg keine Probleme mehr ;)
Passt aber auf das ihr nicht zuviele mobilisierte Truppen verheitzt, im Gegensatz zu den asugebildeten Armeen werden deren Verluste nämlich direkt in der Bevölkerung sichtbar und auch spürbar. Sichtbar dadurch das eure Bevölkerungszahl sinkt und spürbar durch weniger Steuereinnahmen und schlussendlich auch durch weniger Arbeiter in den RGOs und Fabriken.
Damit kann ein Land schon sehr stark ausgeblutet werden wenn man nicht aufpasst.
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Thomasius
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Wenn es immer reiner Zufall und nicht berechenbar ist, wer in Kriegen mitzieht und wer nicht, dann muss man vor jeder Kriegserklärung speichern.
Es war es historisch doch auch so, dass man nie genau wusste wie sich Bündnispartner und andere Großmächte im Kriegsfall verhalten.

- Österreich hat im Krimkrieg seinem Bündnisparter Russland nicht beigestanden, obwohl Russland erst 1-2 Jahre zuvor in Österreich die Revolution niedergeschlagen hat
- Preußen konnte sich 1866 nie sicher sein wie Frankreich sich verhält, Bismark hat versucht Frankreich hinzuhalten in dem Luxenburg angeboten wurde, hätte der Krieg länger gedauert hätte Bismark Farbe bekennen müssen und Frankreich hätte wahrscheinlich eingegriffen
- 1870/71 ha Preußen und seine Verbündeten etwa 1/3 der Kräfte immer für Österreich bereit gehalten, weil man nie sicher war wie sich Österreich verhält, dass wurde beibehalten obwohl die Militärs immer wieder gefordert haben die Truppen für Frankreich freizugeben
- 1914 war die Beiteiligung von GB nicht zwingend vorherzusehen, es gab in GB starke Kräfte die sich aus dem Krieg heraushalten wollten, erst der Angriff auf Belgien gab den Ausschlag
- usw
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