For the Glory 1.2, Very Hard, Normal, mit BB-Kriegen und Bürgerkriegen.
Land der Wahl ist Kastillien.
Das BB-Limit soll dabei nicht dauerhaft überschritten werden, sondern gen Spielende bei 0 liegen. Temporäre BB-Kriege gönne ich mir aber zwischendurch.
Die Strategie:
Ich bin ein Wirtschaftsspieler, Haudrauferoberungen tun mir in der Seele weh. Und wenn, dann sollen sie wenigstens schnell und mühelos vonstatten gehen. Die Basis dieser Welteroberung wird daher eine Hypertechstrategie sein. Danach werde ich eine Exploits vorführen, die es ermöglichen, beinahe beliebig viel BB zu sparen.
Der Start:
Hypertech hin oder her: Ohne vernünftige Armee wird das mit Kastillien nichts. Also werden zu Spielbeginn die Geldleiher aufgesucht: 2 Steuereintreiber in Kastillien und Kantabrien werden ernannt, 10.000 Reiter rekrutiert und in allen Häfen des Reiches Galeeren in Auftrag gegeben. Dafür werden 15.000 Fußsoldaten zurück auf die Felder geschickt um das Supportlimit mit diesen und den weiteren geplanten Aushebungen nicht zu überschreiten. Moslems und Christen werden gleichermaßen toleriert, das Budget wird gerecht auf alle Forschungsprojekte verteilt. Allianz mit Aragon. Die Armee geht in Erstremadura in Stellung.
Nun ist das Ziel des Spiels, als liiieeeb durchzugehen. Daher muss zunächst eine neue Definition von lieb her: Der erste Diplomat beleidigt den portugiesischen König mit aus dem ersten Kredit übriggebliebenen Mitteln - lieb, oder?
Ein weiterer Kredit wird im November für eine weitere Beleidigung und nochmals 10.0000 Reiter ausgegeben.
Am 1.1.1420 wird Zentralisierung erhöht (wollte mir höhere Kreditkosten ersparen).
Dann wird ein bisschen spioniert, wie der portugiesische Krieg gegen die Nordafrikaner läuft: Offensichtlich ganz gut, denn anders als in anderen Anläufen landet Tlemcem keine Truppen in Portugal. Und die ganze portugiesische Armee samt Perreira ist in Nordafrika. Herrlich. Zeit für weitere Liebkosungen Portugals.

Meine Galeere agiert als Spion: Man sieht, dass Portugal Truppen an Bord hat. Ich warte mit der Kriegserklärung, bis diese in Nordafrika angelandet sind.
Hierzu waren die Beleidigungen gedacht: In FTG kosten Kriegserklärungen ohne Kriegsgrund 2 BB, wenn die Beziehungen <100 sind und 4 BB, wenn sie >100 sind. (Genau andersherum als in EU2). Diese Kriegserklärung kostet daher nur 2. Von Erstemadura aus strömt die kastillische Armee in die portugiesischen Provinzen und bringt 90 Dukaten an Plünderungseinnahmen nach Hause.
Das Ziel dieses Kriegs ist, das CoT in Tago zu kontrollieren, um die Monatseinnahmen zu erhöhen, sowie den portugiesischen Startstaatsschatz abzugreifen. Portugal wehrt sich unerwartet doch noch und schickt seine Armee in 3 Tranchen über Murcia zum Entsatz der Heimat. Doch den 25.000 kastillischen Reitern in der Ebene hat selbst Perreira nichts entgegen zu setzen.

Hier sieht man den verzweifelten Anlauf der Portugiesen, ihre Hauptstadt zu befreien. Meine Kavallerie in Oporto und Algarve wartet noch ein wenig, um keinen Verschleiß über den Monatsanfang zu erleiden.

Und hier sieht man, wie so etwas endet.
Die französische Frage:
Frankreich ist in FTG nochmals deutlich stärker als in EU2. Und es ist aggressiv. In jedem meiner Kastillienspiele hat es nach dem Friedensschluss mit England früher oder später Aragon angegriffen. An sich ist ein Defensivkrieg ja eine nette Sache. Allerdings nicht, wenn man plant, einen langen, langen Krieg zu führen und daher Kriegsmüdigkeit vermeiden will - also nicht rekrutieren möchte. Das ist schwierig, wenn Frankreich 80K unter Richemonet unter Waffen hat und man keine Kontrolle über den Kriegsbeginn hat. Also fasse ich spontan den Beschluss, Frankreich zuvor zu kommen: Wiederum bereiten Diplomaten mit Beleidigungen mein Werk vor. Die Kavallerie lädt in der Picardie ab und macht sich sofort an die Belagerung von Paris. Lieb, nicht wahr?
Bis Frankreich seine Truppen gesammelt hat (50K) und zum Angriff ansetzt, ist allerdings Alvaro da Luna an die Spitze der Reconquistadores getreten: Die 50.000 werden beim Übergang über die Seine unter geringen eigenen Verlusten vernichtet. Da Luna vernichtet auch die übrigen Franzosen und überredet Lothringen zu einem billigen Separatfrieden (was eigentlich Blödsinn war, da ich deren Truppen auch schon vernichtet hatte).

Frankreich zieht seine Truppen bald in Orleans zusammen.

Ich versuche, die Provinzen möglichst im Takt mit den portugiesischen zu plündern, um in der Lage zu sein, 1424 die beiden Kredite zurückzuzahlen.
Die angefangenen Level 2 techs sind nun alle fast fertig. Nach jeder abgeschlossenen Belagerung wird die Infanterie aufgelöst, denn Spanien hat vor, sein Supportlimit noch weiter zu senken: Am 1.11.1426 werden nämlich Asturien und Leon in die Unabhängigkeit entlassen. Alle angefangenen Techs bis auf Land 2 werden mit einem Schlag fertig:

Zeit genug, um vorher Stufe 4 des Hypertechplans zu bewältigen. Spanien ist ja nun Zweiprovinzer: Wer so klein ist, hat geringe Forschungskosten. Und: Geringe Stabkosten. Zufälligerweise haben Spione herausgefunden, dass es die Erzbischöfe von Köln und Trier, die beide mit 2 Stimmen in der Kaiserwahl haben, einen unstillbaren Hunger nach andalusischen Prinzessinnen haben. Also werden regelmäßig frische Mädels hingeschickt und wieder abgezogen, was die Beziehungen zu beiden Kurfürsten recht flott auf 200 hebt. Das ist doch nun wirklich lieb, oder? Auch in die anderen deutschen Häuser werden Prinzessinen geschickt. Erst ab 1435 weden zusätzlich noch die unterdurchschnittlichen rhetorischen Künste des Königs in Anspruch genommen, um die Wahl mit persönlichen Geschenken samt Begleitbrief zu sichern.
Und tatsächlich: Als Kaiser Sigismund Ende 1437 stirbt, erinnern sich die deutschen Kurfürsten der kastillischen Großzügigkeit und wählen Juan II. zum Kaiser.

Netterweise steigt auch das Supportlimit durch die Kaiserwahl von 20 auf 60 K: Kastillien ist nun in der Lage, größere Projekte in Angriff zu nehmen. Zudem legt der spanische Bürgerkrieg (RR +5) nahe, den Krieg zu beenden.
Doch wohin soll sich Spanien als nächstes wenden? Was soll es im Frieden fordern?
Mehrere Möglichkeiten stehen zur Auswahl:
1. Sofort anfangen, groß zu werden. Frankreich könnte etwa zur Abtretung einiger Provinzen überredet werden. Dann ist's jedoch vorbei mit Hypertech. Das möchte ich daher nicht.
2. Den Krieg einfach fortsetzen: Das synchronisierte Plündern bringt über 400D jährlich in die Kassen - ich könnte dieses Geld auch in die Forschung für Handel 3 stecken, und mein Monatseinkommen durch den Handel schon früh noch höher zu pushen. Ist allerdings nicht schön, zudem ich meine Manpowerbasis nicht unendlich lange plündern möchte.
3. Jetzt anfangen, Aragon anzufüttern. Italien 1516 bequem zu erben hätte schon was. Allerdings ist dafür noch genügend Zeit.
Daher tendiere ich zu:
4. Frieden machen, Frankreich vasalliseren (Portugal wohl auch) Armee ausbauen und ein weiteres Plünderungsziel angreifen. Ich werde die südspanischen Provinzen (die ich leicht wieder entlassen kann, um die Techkosten punktgenau zu senken) nehmen, dort weitere Raffinerien platzieren Kriegsmüdigkeit abbauen, Armee auf Limit bringen und nach Nordafrika marschieren. Die Flotte ist glücklicherweise bereits groß genug für ein solches Unternehmen (knapp 40 Galeeren) und nach Handel 3 und Infra 4 mache ich Frieden und fange an, zu konvertieren. Bis dahin ist auch die Bevölkerung in Nordafrika reduziert, sodass die Bekehrungen dort bezahlbar sein werden.
























