China 1492: Es kann einfach nicht mithalten, oder?

Benutzeravatar
Nebukadnezar
Rang 15
Beiträge: 3394
Registriert: Do 27.11.2003, 12:00
Hat sich bedankt: 59 Mal
Danksagung erhalten: 230 Mal
Großkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungPour le MériteQueen Victoria Orden+4

Beitrag von Nebukadnezar »

Sultan Suleyman hat geschrieben:aber wenn Nebukadnezar schreibt:
...kann das auch nicht einfach ignoriert werden.
Geschrieben war das von mir damals im Kontext eines üblichen 1419er-MP-Spiels mit eben dem isolierten 1419-China dazu (daher auch der Begriff der Allianz gegen China). Nicht mit nur 1 Spieler in Europa und dem Chinesen.
Der gravierende Vorteil des Chinesen in 1419 besteht ja gerade aus der Kombination von quasi-SP für lange Zeit mit sehr reichen Provinzen und Topforschungsslidern (Nach Zheng He).

Ein einzelner Europäer könnte das im Quasi-SP in Europa ebenfalls hinbekommen bzw nahezu jeder Europäer kann es übertreffen: eine Goldmine + Handelszentren erobern, alle übrigen Provinzen außer HS loswerden (den ganzen Ballast), ein paar Vasallen holen und dann mit Megaforschung bis 1500 rasen und schliesslich per Diploannex die Manpower holen und zwischendurch Dauerplündern. Das wäre keine Kunst, hätte aber wenig mit der Situation zu tun: wie würde ein 1419-MP aussehen wenn man China noch dazu erlaubt.

Würde man versuchen das innerhalb eines 1 vs 1 die Situation zu simulieren bräuchte man Hausregeln wie sich ein Land dementsprechend verhalten würde wenn es die Mitspieler in Europa gäbe. Dazu gehört z.B. eine halbwegs angemessene Armee und das schnelle Fressen der Minors - langes Plündern gibt es kaum (gilt als verpönt das so zu machen wie im SP)
Für China gäbe es m.E. keine Regeln (mit Ausnahme des Plünderns und des Verbots des Provinzenverlierens ? ) es sei denn der Mogul soll auch noch simuliert werden.
Vics[thread=4667]Die Landhändler 1.02[/thread] Preussen. [thread=5147]Die Welteroberer 1.03[/thread] Schweden [thread=6498]1 Million Siegpunkte[/thread] Korea 1.03b
EUII[thread=9372]Osmanenpower 1.08[/thread] [thread=16966]Chimú 1.09[/thread]
Benutzeravatar
Nebukadnezar
Rang 15
Beiträge: 3394
Registriert: Do 27.11.2003, 12:00
Hat sich bedankt: 59 Mal
Danksagung erhalten: 230 Mal
Großkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungPour le MériteQueen Victoria Orden+4

Beitrag von Nebukadnezar »

Stoertebeker hat geschrieben: 1419-China könnte vermutlich schon vorher aktiv werden, so ab 1600, schätze ich. Auch der schnellste bisher gehabte 1419-Techer mit Flotte, nämlich England im RaidersVII, hat bis 1600 gebraucht, um eine ausreichend schnelle und große Flotte zu haben, um auch nur eventuell was gegen ein MP-Monster wie China zu machen.

Ich sehe es übrigens wie Kharon: China im SP, mit MP-Hausregeln und ein paar MP-mäßigen Beschränkungen, genügt eigentlich, um den Beweis zu führen. Wenn's um 1600 1000 Kriegsschiffe und See 18 hat, ist China der Nabel der Welt. Am liebsten würde ich den Beweis natürlich im nächsten MP führen. :D
1567:
Land 16
See 18
Handel 6
Infra 5
Cash 8700
0 Infla

Nichts erobert. Insbesondere kein Cot. Nichts abgetreten. Kein Vasall (Schnelldurchlauf)
Kachin ist mir leider zugelaufen (Fremdkultur, Fremdreligion mit 1 Basetax :tongue: )
5 Kolonien gegründet (ohne besonderen Zweck)
11 Manufakturen (4 abgebrannt, 2 Eventmanus), wäre leicht gewesen noch weitere zu bauen.
1000 Schiffe kosten 29K. (Nur) 2700 Jahreseinkommen (wie gesagt: Schnelldurchlauf) : 8*2700 + 8700 (Cash) = 30300....da sind die 1000 Schiffe in 8 Jahren :)
(Kann man natürlich noch deutlich optimieren insbesondere was das Einkommen angeht. Habe ab und zu gehandelt)
Vics[thread=4667]Die Landhändler 1.02[/thread] Preussen. [thread=5147]Die Welteroberer 1.03[/thread] Schweden [thread=6498]1 Million Siegpunkte[/thread] Korea 1.03b
EUII[thread=9372]Osmanenpower 1.08[/thread] [thread=16966]Chimú 1.09[/thread]
TheEvilForce

Beitrag von TheEvilForce »

1680 kommen dann die Revoltenevents. 3 Seemächte nutzen dies und erobern jeweils 1 CoT (Shanghai/Guangzhou und Ganges). Das wird China niemals zurück erobern können, da er nicht nach Europa kommt mit seiner riesigen Manpower. Epic Fail. 200 Jahre SP und danach gerupft. ;)
Benutzeravatar
Stoertebeker
Rang 17
Beiträge: 5329
Registriert: Mi 08.09.2004, 12:00
Danksagung erhalten: 1 Mal
SI-VerdienstordenGroßkreuz des VeteranenordenRitterkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+10

Beitrag von Stoertebeker »

Danke für den Test, Nebu. Kamt Ihr bei den Handelseinnahmen je an diesen Chinesen ran?

Natürlich: 1419 bedeutet für China sehr viel länger reines SP als 1492. Für unseren DoY beispielsweise wäre es gar nichts. (Er war aber vehementer Befürworter eines 1419-Starts).
TheEvilForce hat geschrieben:1680 kommen dann die Revoltenevents. 3 Seemächte nutzen dies und erobern jeweils 1 CoT (Shanghai/Guangzhou und Ganges). Das wird China niemals zurück erobern können, da er nicht nach Europa kommt mit seiner riesigen Manpower. Epic Fail. 200 Jahre SP und danach gerupft. ;)
Öhm: China hat schon um 1580 1000 Kriegsschiffe und die weltweit führende Navaltech. Wieso sollte der noch mal nicht nach Europa kommen? :D

Und natürlich: Eine Allianz aus allen Europäern könnte dem Chinesen was wegnehmen. Das ist aber kein Europa Universalis dann. Sondern ein Koop-MP mit gemeinsamem Endgegner.
TheEvilForce

Beitrag von TheEvilForce »

Stoertebeker hat geschrieben:Danke für den Test, Nebu. Kamt Ihr bei den Handelseinnahmen je an diesen Chinesen ran?

Natürlich: 1419 bedeutet für China sehr viel länger reines SP als 1492. Für unseren DoY beispielsweise wäre es gar nichts. (Er war aber vehementer Befürworter eines 1419-Starts).



Öhm: China hat schon um 1580 1000 Kriegsschiffe und die weltweit führende Navaltech. Wieso sollte der noch mal nicht nach Europa kommen? :D

Und natürlich: Eine Allianz aus allen Europäern könnte dem Chinesen was wegnehmen. Das ist aber kein Europa Universalis dann. Sondern ein Koop-MP mit gemeinsamem Endgegner.
Meine Navaltech war höher...^^ Und ich würde heutzutage nicht mehr so ein schwaches Spanien haben. 1000 Kriegsschiffe klingt ja immer toll. Aber bei gleicher Naval Tech und die werden die Seemächte haben kann China in Europa nichts reissen. Er müsste erstmal die Schiffe nach Europa bringen. Dann müsste er die Flotte besiegen die noch einen Leader hat (fast immer bei den klassischen Seemächten). Und dann müsste er landen und die Landtruppen besiegen bei extrem langen Nachschubrouten.

Und jede Seemacht hat einen Grund, China kleinzuhalten, wenn der so spielt wie von euch vorgeschlagen. China könnte natürlich mit einer Seemacht zusammenarbeiten und genau das tut Duke of York. Und er ist damit erfolgreich. Erfolgreicher zumindest als ein Solo-China, dem alle Seemächte seine CoTs wegnehmen möchten.
Der Vorteil der Europäer 1680 : China ist durch Events gelähmt und kann nur wenig ausheben. Da reicht dann eine Kolonie um dort Truppen zu stationieren. Da macht China nichts mehr nach 1680. Die Seemächte sind dann in der Naval Tech zu weit vorne. Und mit einem Handelsverbot in ihren CoTs hauen die China auch den Handel weg, wenn der keine eigenen mehr hat.
Benutzeravatar
Stoertebeker
Rang 17
Beiträge: 5329
Registriert: Mi 08.09.2004, 12:00
Danksagung erhalten: 1 Mal
SI-VerdienstordenGroßkreuz des VeteranenordenRitterkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+10

Beitrag von Stoertebeker »

TheEvilForce hat geschrieben:Meine Navaltech war höher...^^
Welches Eurer Länder hatte um 1567 Naval 18 (nebst ordentlichen anderen Techs)? Welches Land hatte gegen 1580 1000 Kriegsschiffe? (Das sind die Eckdaten aus Nebus Test, in dem er deutlich geringere Einnahmen hatte, als etwa der werte Mao mit seinem RaidersV-China.)
Benutzeravatar
Nebukadnezar
Rang 15
Beiträge: 3394
Registriert: Do 27.11.2003, 12:00
Hat sich bedankt: 59 Mal
Danksagung erhalten: 230 Mal
Großkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungPour le MériteQueen Victoria Orden+4

Beitrag von Nebukadnezar »

Stoertebeker hat geschrieben:Danke für den Test, Nebu. Kamt Ihr bei den Handelseinnahmen je an diesen Chinesen ran?
Ihr meint nicht den Chinesen, sondern euren Engländer?
EDIT: Ihr meint anscheinend doch den Mao-Chinesen.
Nein, ich habe einen Schnelldurchlauf gespielt, 1567 nur 737 Tradeeinnahmen gehabt und auch keine Lust gehabt dauernd Händler zu senden. Kutch z.B. hatte ich gar nicht entdeckt :D
Handelseffizienz war mit 2 Monopolen bei 86%, aber es wäre wie gesagt kein Problem gewesen ein paar Manufakturen mehr zu bauen.
Vics[thread=4667]Die Landhändler 1.02[/thread] Preussen. [thread=5147]Die Welteroberer 1.03[/thread] Schweden [thread=6498]1 Million Siegpunkte[/thread] Korea 1.03b
EUII[thread=9372]Osmanenpower 1.08[/thread] [thread=16966]Chimú 1.09[/thread]
Benutzeravatar
Nebukadnezar
Rang 15
Beiträge: 3394
Registriert: Do 27.11.2003, 12:00
Hat sich bedankt: 59 Mal
Danksagung erhalten: 230 Mal
Großkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungPour le MériteQueen Victoria Orden+4

Beitrag von Nebukadnezar »

TheEvilForce hat geschrieben:Meine Navaltech war höher...^^
Könntet ihr ein 1419-Spiel zeigen, wo jemand bessere Techs hat als mein schlecht geführtes Schnelldurchlauf-China?
Ihr meint vermutlich (?) ein 1492er-Spiel.
TheEvilForce hat geschrieben: Der Vorteil der Europäer 1680 : China ist durch Events gelähmt und kann nur wenig ausheben. Da reicht dann eine Kolonie um dort Truppen zu stationieren. Da macht China nichts mehr nach 1680.
Wo soll denn jemand eine Kolonie haben in Asien? :tongue:
Das Ding bei Kolonien ist ja: sie sind lange Zeit nicht so wahnsinnig profitabel aus der Sicht eines normalen 1419er. China ist mit deutlichem Abstand zu jedem sowohl in der Lage aus dem Zensustax jeden Kolonisten zu senden als auch (dank Forschung+Slidern) von dem eigentlichen Gewinn zu profitieren: Produktion+Trade..äh...dings. Und hat nebenbei auch noch die Handelszentren unter Kontrolle *bevor* ein Europäer überhaupt die Gegend kennt (ganz zu schweigen von unterlegenen Techs)
Als Bonus bekommt China sogar noch mehr Manpower durch die Kolonien (in Asien).

TheEvilForce hat geschrieben: Die Seemächte sind dann in der Naval Tech zu weit vorne.
Könntet ihr sagen, weshalb ihr meint, dass China in irgendeiner Tech nicht am Ahead-of-time-Malus kratzt ?
Ich vermute, dass ihr ein 1492er-China meint, aber das ist etwas ganz anderes.
Man kann natürlich in 1419 auch als Chinese eine Menge falsch machen, z.B. könnte man auf die Idee verfallen, dass man Südostasien erobern müsste oder ähnliches. In dem Fall würde man m.E. nicht meine schlecht geführten Schnelldurchlaufwerte erreichen und ein richtig *mieses* 1419er-China hinplumpsen lassen.
Soweit kenne ich Stoertebeker aber genug, um zu wissen, dass er derartigen Unfug nicht machen würde - oder wenn, dann erst spät, falls er sich mit dem 1419-China langweilt :)


Ich hatte nicht gesagt (aber ihr führt ja auch eine Diskussion mit Stoertebeker, der noch weiter gehende Aussagen getroffen hat ? ), dass China jedem seinen Willen aufzwingen könnte - EDIT: aber einigen. Ich kann aber nicht erkennen, wie jemand China seinen Willen aufzwingen könnte, es sei denn (das war meine Aussage: ) in Form einer Koalition in der China keinen Partner hat.
Vics[thread=4667]Die Landhändler 1.02[/thread] Preussen. [thread=5147]Die Welteroberer 1.03[/thread] Schweden [thread=6498]1 Million Siegpunkte[/thread] Korea 1.03b
EUII[thread=9372]Osmanenpower 1.08[/thread] [thread=16966]Chimú 1.09[/thread]
Benutzeravatar
Stoertebeker
Rang 17
Beiträge: 5329
Registriert: Mi 08.09.2004, 12:00
Danksagung erhalten: 1 Mal
SI-VerdienstordenGroßkreuz des VeteranenordenRitterkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+10

Beitrag von Stoertebeker »

Nebukadnezar hat geschrieben:Könntet ihr ein 1419-Spiel zeigen, wo jemand bessere Techs hat als mein schlecht geführtes Schnelldurchlauf-China?
Ihr meint vermutlich (?) ein 1492er-Spiel.
Gab's beides nicht. RaidersVII-England war schon der schnellste Techer, in den bisherigen SI-MP's, und das hätte auch die gleichen Techs erreichen können (sogar trotz niedriger Inno).

Ich habe den Durchlauf nun auch mal gemacht, ganz ähnliches Ergebnis, sogar etwas schneller das Ganze (auch in Isfahan und Kutch gehandelt, Sichuan abgetreten). Viel schneller geht wegen ATM auch gar nicht.

Das Resultat ist also nachgewiesenermaßen, dass China, wenn es will, bis 1560 technologisch wenigstens so weit ist, wie der bisher schnellste MP-Techer in Europa und danach mit Sicherheit nicht Gefahr läuft, abzusinken, Handelsverbote oder 2-3 verlorene CoT's hin oder her.

Und das selbst ohne die "normalen" Sachen, die man mit China machen kann: also Japan erobern, Cores holen, 2 weitere COT's, 10 Vasallen, viel mehr handeln und generell vernünftig spielen (also Zensustax am Jahresanfang auf den Kopf hauen, Armeen halbwegs günstig gegen Rebellen positionieren, Empty Slot Methode zum Handeln nutzen ...). Ein guter Spieler kann schon um 1550 1000 Kriegsschiffe haben, ohne dass seine Wirtschaft das groß juckt.

Zum Vergleich: 1590 hatte RaidersVII-England, wegen dessen Stärke das MP später abgebrochen wurde, 250 Kriegsschiffe.

Dazu gibt's ja noch ganz andere Möglichkeiten: Atzteken und Incas zum Beispiel. Oder Sansibar und Seekarten bis nach Europa.


Wo soll denn jemand eine Kolonie haben in Asien? :tongue:
Das Ding bei Kolonien ist ja: sie sind lange Zeit nicht so wahnsinnig profitabel aus der Sicht eines normalen 1419er. China ist mit deutlichem Abstand zu jedem sowohl in der Lage aus dem Zensustax jeden Kolonisten zu senden als auch (dank Forschung+Slidern) von dem eigentlichen Gewinn zu profitieren: Produktion+Trade..äh...dings. Und hat nebenbei auch noch die Handelszentren unter Kontrolle *bevor* ein Europäer überhaupt die Gegend kennt (ganz zu schweigen von unterlegenen Techs)
Als Bonus bekommt China sogar noch mehr Manpower durch die Kolonien (in Asien).
Schiffsupport nicht zu vergessen. :) Wenn man ab 1560 Inno senkt und kolonisiert/erobert/missioniert, müsste man ziemlich leicht auf 1500 zu supportende Schiffe kommen.
Dann ist man die führende Seemacht mit gleichzeitig sehr hoher MP (außer, Ihr seid der Osmane, vermutlich :D ).
Man kann natürlich in 1419 auch als Chinese eine Menge falsch machen, z.B. könnte man auf die Idee verfallen, dass man Südostasien erobern müsste oder ähnliches. In dem Fall würde man m.E. nicht meine schlecht geführten Schnelldurchlaufwerte erreichen und ein richtig *mieses* 1419er-China hinplumpsen lassen.
Soweit kenne ich Stoertebeker aber genug, um zu wissen, dass er derartigen Unfug nicht machen würde - oder wenn, dann erst spät, falls er sich mit dem 1419-China langweilt :)
Ach, seid Euch nicht zu sicher. Ich würde es bestimmt irgendwie hinkriegen, ein Bankrottevent, das es für China gar nicht gibt, doch triggern zu lassen. Das habe ich ja auch mit Spanien geschafft. :D Bisher noch kein MP ohne ganz grobe Klötze gespielt.
Ich hatte nicht gesagt (aber ihr führt ja auch eine Diskussion mit Stoertebeker, der noch weiter gehende Aussagen getroffen hat ? ), dass China jedem seinen Willen aufzwingen könnte - EDIT: aber einigen. Ich kann aber nicht erkennen, wie jemand China seinen Willen aufzwingen könnte, es sei denn (das war meine Aussage: ) in Form einer Koalition in der China keinen Partner hat.
Theoretisch unbesiegbar ist China deshalb noch nicht. Aber es verändert auf jeden Fall den Charakter des Spiels, da alle Machtverschiebungen in Europa ganz lange sekundär sind, gegenüber der gelben Bedrohung. Und es ist doch scheiße, wenn niemand einen starken Osmanen attackieren darf, weil dieser als Gegengewicht zu China gebraucht wird. Oder Spanien, England und Schweden 300 Jahre zusammen arbeiten müssen, um nicht gegen China zu verlieren.

1492-China, hat, wie gesagt, auch die Option auf eine beachtliche Seemacht und ist ein sehr starkes Land. Man sieht ja schon an DOYs China, dass das nicht mal eben aus dem Weg zu räumen ist. Wer will, kann da für später deutlich mehr rausholen und dann als globale Macht agieren. Finde ich okay und macht das Spiel spannend. Bei 1419-China habe ich da meine Zweifel.
Benutzeravatar
Anton
Rang 16
Beiträge: 4934
Registriert: So 19.02.2006, 10:07
Danksagung erhalten: 2 Mal
Großkreuz des VeteranenordenSI-Korpsorden

Beitrag von Anton »

Werter Stoerte,

die Chinesen von Mao und DoY profitierten meines Erachtens stark davon, dass Euer jeweiliges Land als eine extreme Bedrohung angesehen wurde, sodaß Ihr Euch bei jedem Expansionsversuch direkt einer Front von Beijing über Istanbul bis nach Stockholm gegenübersehen müsstet. Dadurch wäre ein Krieg in Asien natürlich eine Einladung an den Schweden, Euer Mutterland zu verwüsten.

Würden da mehrere Seemächte auf Augenhöhe agieren, müsste sich China eine Schutzmacht suchen, die bei ihm die HZs monopolisieren darf - wie es eben Russland mit Spanien getan hat. ;)
Und als den Feind ich warf in Staub und Sand,
Dem Tränen Blutes aus den Augen rannen,
Da sprach er leis: Du, der mich überwand,
O hebe, eh du fällst, dich doch von dannen!
Benutzeravatar
Stoertebeker
Rang 17
Beiträge: 5329
Registriert: Mi 08.09.2004, 12:00
Danksagung erhalten: 1 Mal
SI-VerdienstordenGroßkreuz des VeteranenordenRitterkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+10

Beitrag von Stoertebeker »

Anton hat geschrieben:Werter Stoerte,

die Chinesen von Mao und DoY profitierten meines Erachtens stark davon, dass Euer jeweiliges Land als eine extreme Bedrohung angesehen wurde,
Von der Stärke Englands/Spaniens profitierten jeweils die Schweden. ;) Im RaidersVII war ja China Schutzmacht des Schweden - nicht umgekehrt. Und das, obwohl der werte Mao viel dafür tat, langsam zu forschen.
Würden da mehrere Seemächte auf Augenhöhe agieren, müsste sich China eine Schutzmacht suchen, die bei ihm die HZs monopolisieren darf - wie es eben Russland mit Spanien getan hat. ;)
Ich weiß ja nicht, ob Ihr gelesen habt, was Nebu und ich hier schrieben: Ein gut ausgerichtetes und sonst passabel gespieltes 1419-China wäre selbst Seemacht und dabei technologisch fast so stark wie England im RaidersVII. Mit dem Unterschied, nebenbei noch 300-500 MP zu haben und doppelt so viele Schiffe unterhalten zu können. ;)

Und zum dritten Mal: Wenn alle anderen einträchtig auf China einprügeln, muss es vermutlich was abgeben. Ich finde es aber traurig für ein MP, wenn man da ständig 3:1 spielen muss.
Benutzeravatar
Anton
Rang 16
Beiträge: 4934
Registriert: So 19.02.2006, 10:07
Danksagung erhalten: 2 Mal
Großkreuz des VeteranenordenSI-Korpsorden

Beitrag von Anton »

Ich rede nicht vom hypothetischen China, sondern von den beiden konkreten Versionen. Und die sind für sich gesehen durchaus angreifbar gewesen.
Und als den Feind ich warf in Staub und Sand,
Dem Tränen Blutes aus den Augen rannen,
Da sprach er leis: Du, der mich überwand,
O hebe, eh du fällst, dich doch von dannen!
Benutzeravatar
Duke of York
Rang 19
Beiträge: 12345
Registriert: Do 25.11.2004, 12:00
Hat sich bedankt: 1913 Mal
Danksagung erhalten: 1194 Mal
SI-VerdienstordenStauffenbergordenGroßkreuz des Veteranenorden+3

Beitrag von Duke of York »

Hat das alles jetzt noch irgendeinen Bezug zu unserem 1492er MP? :rolleyes:

Ausser, dass ein beiden Fällen das Land den Namen China trägt, de facto es jedoch 2 grundverschiedene Länder sind? ;)
Marc Bloch: "Misunderstanding of the present is the inevitable consequence of ignorance of the past."
Benutzeravatar
Duke of York
Rang 19
Beiträge: 12345
Registriert: Do 25.11.2004, 12:00
Hat sich bedankt: 1913 Mal
Danksagung erhalten: 1194 Mal
SI-VerdienstordenStauffenbergordenGroßkreuz des Veteranenorden+3

Beitrag von Duke of York »

TheEvilForce hat geschrieben:1680 kommen dann die Revoltenevents. 3 Seemächte nutzen dies und erobern jeweils 1 CoT (Shanghai/Guangzhou und Ganges). Das wird China niemals zurück erobern können, da er nicht nach Europa kommt mit seiner riesigen Manpower. Epic Fail. 200 Jahre SP und danach gerupft. ;)
Die Events beginnen bereits 1620 und enden erst 1680. In diesem Zeitraum ist China komplett handlungsunfähig. Am angreifbarsten ist China von 1640 bis 1646, wo das RR je nach Entscheidung bei den Events um die 25% liegt.
Marc Bloch: "Misunderstanding of the present is the inevitable consequence of ignorance of the past."
Benutzeravatar
ImpLicht
Rang 11
Beiträge: 1078
Registriert: Fr 16.03.2007, 11:26
Großkreuz des Veteranenorden

Beitrag von ImpLicht »

Bin ich der einzige hier, dem es Kopfschmerzen bereitet, dass ein Land zur dominierenden Macht aufzusteigen vermag, sofern es 200 Jahre lang komplett die Füße still hält und sich auf das Vasallieren und den Handel beschränkt? Ein solcher MP-Spieler würde bei mir einen sehr schlechten Eindruck hinterlassen.

Natürlich mag man anmerken, dass auch andere Länder 200 Jahre zur Untätigkeit verdammt sind, allerdings möchte ich dagegenhalten, dass das meiner Meinung nach bisher kaum bis gar nicht vorgekommen ist. Immer wieder gibt es wenigstens kleinere Grenzscharmützel, Krisen, Meinungsverschiedenheiten.
Mit anderen Worten: Ereignisse, die den Reiz des MPs ausmachen.

Daher kann man als Zuschauer dem werten DoY sehr dankbar sein, dass er sein Land nicht in allen Belangen optimiert hat und schnell auf Konfrontationskurs zum Russen gegangen ist. Alles andere wäre auch dramatisch langweilig gewesen.

Wenn man diese Gedanken - ich ordne sie einmal in den Kontext "Perfektionismus" ein - weiterspinnt, könnte man auch direkt extremer vorgehen: 7 europäische Spieler-Zwergnationen, die nahezu ausschließlich auf CoTs hocken, um die Forschungsgeschwindigkeit zu maximieren.^^
Ich höre jetzt auf...mir wird schlecht! :facepalm: ;)
Benutzeravatar
suo
Rang 17
Beiträge: 6480
Registriert: So 11.01.2004, 12:00
Hat sich bedankt: 2433 Mal
Danksagung erhalten: 1339 Mal
SI-VerdienstordenGroßkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungVerdienstorden der Fremdenlegion

Beitrag von suo »

ImpLicht hat geschrieben: Wenn man diese Gedanken - ich ordne sie einmal in den Kontext "Perfektionismus" ein - weiterspinnt, könnte man auch direkt extremer vorgehen: 7 europäische Spieler-Zwergnationen, die nahezu ausschließlich auf CoTs hocken, um die Forschungsgeschwindigkeit zu maximieren.^^
Ich höre jetzt auf...mir wird schlecht! :facepalm: ;)
Hm... Was macht unser Niederländer eigentlich anderes? :D
Der Wanderer muß nicht nur den Weg, sondern auch den Horizont dahinter sehen.
Benutzeravatar
Duke of York
Rang 19
Beiträge: 12345
Registriert: Do 25.11.2004, 12:00
Hat sich bedankt: 1913 Mal
Danksagung erhalten: 1194 Mal
SI-VerdienstordenStauffenbergordenGroßkreuz des Veteranenorden+3

Beitrag von Duke of York »

suo hat geschrieben:Hm... Was macht unser Niederländer eigentlich anderes? :D
Der kann wenigstens Kolonien gründen oder KI erobern, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen. Ausserdem kann er seine Flotte vermieten o.ä., kann in Spielerkriege eingreifen.
Marc Bloch: "Misunderstanding of the present is the inevitable consequence of ignorance of the past."
Benutzeravatar
Stoertebeker
Rang 17
Beiträge: 5329
Registriert: Mi 08.09.2004, 12:00
Danksagung erhalten: 1 Mal
SI-VerdienstordenGroßkreuz des VeteranenordenRitterkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+10

Beitrag von Stoertebeker »

Duke of York hat geschrieben:Hat das alles jetzt noch irgendeinen Bezug zu unserem 1492er MP? :rolleyes:

Ausser, dass ein beiden Fällen das Land den Namen China trägt, de facto es jedoch 2 grundverschiedene Länder sind? ;)
Hier ging's ursprünglich überhaupt nicht um das aktuelle MP - nur, dass Ihr Euch merkwürdigerweise ziemlich angegriffen gefühlt habt, als ich schrieb, dass China langfristig durchaus mithalten kann.
Duke of York hat geschrieben:Die Events beginnen bereits 1620 und enden erst 1680. In diesem Zeitraum ist China komplett handlungsunfähig. Am angreifbarsten ist China von 1640 bis 1646, wo das RR je nach Entscheidung bei den Events um die 25% liegt.
Abgesehen von 20 Jahre Ruhe mittendrin sollte China in diesem Zeitraum sehr ausgedehnte Kriege vermeiden, ja. :)
ImpLicht hat geschrieben:Bin ich der einzige hier, dem es Kopfschmerzen bereitet, dass ein Land zur dominierenden Macht aufzusteigen vermag, sofern es 200 Jahre lang komplett die Füße still hält und sich auf das Vasallieren und den Handel beschränkt? Ein solcher MP-Spieler würde bei mir einen sehr schlechten Eindruck hinterlassen.

Natürlich mag man anmerken, dass auch andere Länder 200 Jahre zur Untätigkeit verdammt sind, allerdings möchte ich dagegenhalten, dass das meiner Meinung nach bisher kaum bis gar nicht vorgekommen ist. Immer wieder gibt es wenigstens kleinere Grenzscharmützel, Krisen, Meinungsverschiedenheiten.
Mit anderen Worten: Ereignisse, die den Reiz des MPs ausmachen.

Daher kann man als Zuschauer dem werten DoY sehr dankbar sein, dass er sein Land nicht in allen Belangen optimiert hat und schnell auf Konfrontationskurs zum Russen gegangen ist. Alles andere wäre auch dramatisch langweilig gewesen.
Habe ich irgendwo geschrieben, dass China 200 Jahre lang nichts tun soll? Die Möglichkeiten hat's, 1492 fast von Anfang an. Leute bestechen, um Handelsrechte feilschen, bestimmen, wer nach Indonesien und Indien kommt, sich als Gegengewicht zu einem starken Osmanen anbieten ... . Daran, dass die Europäer 100 Jahre brauchen, um eine ordentliche Flotte zu bauen, die was in China machen kann, kann China nichts ändern. Und danach stehen ja alle Türen zu bewaffneten Handelskonflikten offen. :)

Und wie gesagt, ich sage auch nicht, dass ich schlecht finde, was DoY gemacht hat. Aber sein entschlossenes Vorgehen in Sibirien ist eine unorthodoxe Entscheidung mit entsprechenden Folgen gewesen, die dazu führte, dass eine nennenswerte Flotte für China nicht mehr drin ist. Das ist vollkommen okay, aber eben kein Beweis dafür, dass China nicht mithalten kann.
Wenn man diese Gedanken - ich ordne sie einmal in den Kontext "Perfektionismus" ein - weiterspinnt, könnte man auch direkt extremer vorgehen: 7 europäische Spieler-Zwergnationen, die nahezu ausschließlich auf CoTs hocken, um die Forschungsgeschwindigkeit zu maximieren.^^
Ich höre jetzt auf...mir wird schlecht! :facepalm: ;)
Und wenn man Eure Gedanken weiterspinnt, ich ordne sie mal in den Kontext "künstliche Konflikte um Peanuts" ( ;) ) ein, könnte man auch (1492) von Schweden und Russland erwarten, sich zwischen 1510 und 1540 ausgedehnte Kriege um Kola und Karelien zu liefern, die einen guten Teil der künftigen Ressourcen verschlingen.
Benutzeravatar
Duke of York
Rang 19
Beiträge: 12345
Registriert: Do 25.11.2004, 12:00
Hat sich bedankt: 1913 Mal
Danksagung erhalten: 1194 Mal
SI-VerdienstordenStauffenbergordenGroßkreuz des Veteranenorden+3

Beitrag von Duke of York »

Stoertebeker hat geschrieben:Hier ging's ursprünglich überhaupt nicht um das aktuelle MP - nur, dass Ihr Euch merkwürdigerweise ziemlich angegriffen gefühlt habt, als ich schrieb, dass China langfristig durchaus mithalten kann.
Sorry, aber jetzt wirds nur noch peinlich mit so einer biligen Ausrede.
Wenn es ursprünglich nicht um Unser MP ging, müssen Wir aber Threadtitel und Euren Eröffnungspost völlig misverstanden haben. Und dass Ihr für Eure "Beweisführung" das ALRON-Startsave genommen habt, war wahrscheinlich auch purer Zufall, hm? :rolleyes:

Abgesehen von 20 Jahre Ruhe mittendrin sollte China in diesem Zeitraum sehr ausgedehnte Kriege vermeiden, ja. :)
Man hat, wenn man den "harten" Weg durch die Events wählt, um sich die Zentralisierung nicht zusammenhauen zu lassen, folgende RRs:

1615-1620: 5 RR
1622-1640: 10 RR
1640-1642: 20 RR
1642-1644: 10 RR
1644-1645: 30 RR
1645-1649: 10 RR
1649-1654: 5 RR
1674-1681: 10 RR
Marc Bloch: "Misunderstanding of the present is the inevitable consequence of ignorance of the past."
Benutzeravatar
Anton
Rang 16
Beiträge: 4934
Registriert: So 19.02.2006, 10:07
Danksagung erhalten: 2 Mal
Großkreuz des VeteranenordenSI-Korpsorden

Beitrag von Anton »

Stoertebeker hat geschrieben:Und wenn man Eure Gedanken weiterspinnt, ich ordne sie mal in den Kontext "künstliche Konflikte um Peanuts" ( ;) ) ein, könnte man auch (1492) von Schweden und Russland erwarten, sich zwischen 1510 und 1540 ausgedehnte Kriege um Kola und Karelien zu liefern, die einen guten Teil der künftigen Ressourcen verschlingen.
Sibirien is wichtiger als Karelia und Kola, und hat kaum was gekostet, oder? Ausgebaut hat er ja nur die Goldprovinz da hinten. Handelsposten in die Fell-Provinzen und Kolonien an die Grenze ist ja nicht verkehrt, an sich.
Und als den Feind ich warf in Staub und Sand,
Dem Tränen Blutes aus den Augen rannen,
Da sprach er leis: Du, der mich überwand,
O hebe, eh du fällst, dich doch von dannen!
Antworten

Zurück zu „Europa Universalis II“