ALRON - AAR Thread

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Moses
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ALRON - AAR Thread

Beitrag von Moses »

Habsburg 1492


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Prolog


Das Rad der Zeit dreht sich, Zeitalter kommen und gehen, und hinterlassen Erinnerungen, die zu Legenden werden. Legenden verblassen zu Mythen und selbst die sind laengst vergessen, wenn das Zeitalter wiederkehrt, das an ihrem Ursprung stand.


In einem dieser Zeitalter, manche nennen es das Zeitalter der Entdeckungen, das einst kommen wird, das schon lange vergangen ist, erhob sich ein Wind in den Alpen. Der Wind stand nicht am Beginn. Es gibt keinen Beginn und kein Ende wenn sich das Rad der Zeit dreht. Doch zumindests setzte der Wind etwas in Bewegung…


Unter den ewigen Wolkendecken der schneebedeckten Gipfel wurde er geboren und von dort wehte der Wind nach Osten und nach Sueden in eine Bucht in der sich eine maechtige Stadt erhebt, Wasser ist ihre Mauer und eine Armee von Segeln erstrahlt im weltberuehmten Arsenal. Ruestungen schimmern und ein Mann blickt vom Admiralsdeck seiner Galeere nach Westen, Anton, mit der Vision seine Republik zur ersten des Landes zu machen…


Der Wind zieht weiter nach Osten und Norden, einen grossen Strom entlang zu einer maechtigen Festung unter der sich eine andere strahlende Stadt ausbreitet. Auf der Terasse schreitet ein Ritter des Ordens, Moses, geruestet und mit dem Kreuz auf seiner Brust, 3 Maedchen spielen im Garten, sein Blut, wie es am besten zu nutzen das schwache Geschoepf fragt sich der Vater? Besorgniserregend wendet er seinen Blick gen Osten, ein Sturm braut sich dort langsam zusammen…


Der Wind verharrt nicht sondern weht weiter nach Norden ueber weite fruchtbare Ebenen zu einer Militaerakademie. Reiter exerzieren verschiedenste Formationen, Angriff, Verteidigung, Flankenwechsel, unter ihnen ein Kriegerfuerst, Implicht, bereit an der Spitze seiner Armee den Traum eines einigen Deutschlands zu leben…


Ueber eine grosses Binnenmeer weht der Wind zu einer Stadt an dessen Kueste, in der sich der Stadthalter, TEF, auf den Besuch seines Lehnsherren vorbereitet. Verrat liegt in seinem Blick und der kalte Stahl des Dolches prickelt auf seiner Haut, zu lange schon muss er die Schmach erdulden nicht Herr im eigenen Hause zu sein...


Der Wind dreht wieder nach Osten, wird schneller und wilder, ueberfliegt eine geschaeftige Metropole, ein riesiges Zentrum fuer Haendler verschiedenster Art und erreicht schlieslich eine kleine Mark, ein besseres Dorf umgeben von hoelzernen Mauern. Ein Mann, Michi, in Pelze gehuellt haelt Kriegsrat mit seinen Getreuen. Truppen werden auf einem Brette verschoben, die grosse, reiche Stadt auf der Karte gekesselt…


Gen Sueden strebt unser Wind, wir der stetige Begleiter, karge Steppen, hungernde Menschen und ueber ein weiteres Binnenmeer weht er zu einer praechtigen Metropole. Ueber 2 Kontinente erstreckt sich die Perle, strahelnd in allen Farben des Regenbogens, mit spitzen Tuermen ueberall. In einem gewaltigen Gebilde aus Stein mit der groessten Kuppel des Abend- und des Morgenlandes versehen kniet ein Streiter Gottes, Suo, auf seinem Teppich, die Augen im Gebet gen Osten gerichtet, zu seinem Schoepfer flehend ihm die Kraft zu geben die Unglaeubigen zu Strafen und den Islam endlich zu Einen…


Der Wind dreht wieder nach Osten, kreuzt ein fruchtbares Land mit 2 Stroemen, ueberquert ein weiteres Gebirge und erreicht ein Zeltlager in einer Ebene. Bunte Wimpel wehen auf Standarten, Krieger ueben sich him Bogenschiessen, Frauen werden gewaltsam genommen. Im Koenigszelte sitzt Eichendorf mit seinem Eunuchen in ein Spiel Schah vertieft, seine Gedanken rasen, wohin soll er seine hungernden Horden lenken, gen Westen Persien? Oder gen Osten Indien? Wo liegt sein Schicksal...


Der Wind peitscht weiter Richtung Osten und ueberquert den grossen Subkontinent, maechtige Tiere erscheien selbst aus der Hoehe noch gewaltig und kein Ende des Lands ist in Sicht. Schliesslich erreicht er eine gewaltige Mauer, wie eine Schlange liegt sie unter ihm, eine Karawane ruht an ihrem Fusse. Hunderttausend Diener bereiten ein Festmahl vor, ihren Kaiser und Gott, Duke of York, zu ehren. Der Gottkaiser selbst wirkt entrueckt in seinem Palastzelt, eine Pfeife im Munde, den suessen Duft des Opiums verspruehend, was interessiert mich die Welt mag er sich denken….


Unser Wind zieht weiter, einen Ozean ueberquerend den noch nie ein Mann zuvor befahren hat. Hin zu einem neuen Kontinent, unberuehrt liegt es unter ihm, zur Eroberung bereit und am Horizont erkennt er 3 Segel, westwaerts wandernd, suchend, hoffend, verzweifeld und wenn unser Wind laecheln koennte wuerde er dies tun...so nah denkt er sich...


Letztlich kommt der Wind wieder an im alten Kontinent wo er seine reise begonnen hat, eine Stadt an einer Flussmuendung erwartet ihn, stolze Hochseeschiffe streben aus ihrem gewaltigen Hafen in alle Richtungen der Welt. Maximilian I hat sie ausgesandt, neue Laender zu entdecken, neue Schaetze heimzubringen, den Ruhm seines Namens zu mehren…


Der Wind weht immer noch gen Osten, ins Binnenland hinein, Menschen schwitzen ob der drueckenden Hitze. Kanonendonner empfaengt unseren Wind im Herzen des Landes waehrend ein stolzer Herrscher, Stoertebecker, den Eid seiner Soldaten abnimmt. Bald wird er jeden von ihnen brauchen, Herausforderungen und Gefahren fuer sein junges, geeintes Land liegen in jeder Richtung und er muss in seinem Glauben stark bleiben um sein von Gott gegebenes Schicksal zu erfuellen…


Weiter weht der Wind ueber ein anderes Gebirge. Das Klima wird milder und er biegt behutsam nach Norden ab. Ein weiterer Fluss, eine weitere Stadt, fast so praechtig wie die grosse Stadt im Osten, doch in ihrem Kerne faul. In einem praechtigen Schlosse vor den Toren Stadt auf edlen Laken stoehnen zwei maennliche Koerper vor Lust, einer ist Diener, einer ist Herr und Herrscher zugleich. Boron, sich seinem ketzerischen Verhalten bewusst ist doch nur ein Sklave seines Verlangens. Seien Plaene sind bereits geschmiedet und der Traum eines neuen "Charlemagne" schwebt in seinen Gedanken…


Der Wind erreicht eine Kueste und er folgt ihrem Verlauf, Fluesse und Deiche kann er erkennen und einen Herzogssitz im Zentrum des Landes. Im Hof eine Horde von Frauen alte Banner vernichtend und andere naehend in den Farben einer neuen Nation, die sich stolz erheben soll, ihren Reichtum selbst zu verwalten. In seiner Schatzkammer ueber Truhen gebeugt steht Doc, eine Graue Emminenz, als Haendler geboren, sich sein Herzogtum erkauft, will er nun seinen Traum fuer sich und seine Erben beginnen…


Unser Wind wird schwaecher als er nach Norden abdreht und eine Flussmuendung erblickt, er folgt ihr landeinwaerts, Schafe blaeken unter ihm als er den Tower in der Ferne erkennt. Er throhnt ueber einer stinkenden Stadt voller Metzger und Faerber. Im inneren liest ein Mann versunken ueber die Geschichte seiner Ahnen, Jorrig, im Herzen ein Normanne, Henry V sein Idol. Kann er das ewige Ringen um das Land seiner Ahnen neu entfachen und das Reich Henrys neu aufleben lassen oder liegt die Bestimmung seines Landes doch in den Planken seiner Schiffe wie es ihm seine Traeume voraussagen?…ist er verrueckt oder nur auf dem besten Wege dorthin…?


Unser Wind hat genug gesehen fuer heute, ein letzter Stoss und er erlischt, sich fragend was dieses Zeitalter wohl bringen mag fuer all diese stolzen Herrscher und wer von Ihnen wohl das Morgen noch erleben darf…
I don't know anything about Angola, but Angola is in trouble
("Sir" Charles Barkley, Dream Team I, Barcelona 1992)
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Jorrig
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Beitrag von Jorrig »

Lordsiegelbewahrer Jorrig berät sich mit dem französischen Gesandten am Hofe Londons, ob der Habsburger Regent nur seinem unfähigen Spionagenetz zum Opfer gefallen ist oder völlig von Sinnen ist. Der Gesandte konnte sich jedenfalls davon überzeugen, dass Jorrig keinesfalls im Londoner Gefängnis sitzt, sondern weiterhin in seinem Londoner Haus, welches keinesfalls stinkt oder von Schafen, Metzgern oder ähnlichem bevölkert wird. Man wird uns noch um unsere Wolle beneiden! Man beschliesst, ein Fass Starkbier und eine gute Portion Riechsalz für den empfindlichen, aber recht stattlichen Kolben der Habsburger gen Wien zu schicken.
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Stoertebeker
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Beitrag von Stoertebeker »

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Prolog: Der eilige Kronrat von Madrid

Ein Windstoß weht durch den Palast. In einer spärlich beleuchteten Schreibstube flucht ein übernächtigter Kronrat: Seine Unterlagen, all seine mühsam erdachten Pläne liegen nun durcheinander auf dem Boden. Morgen muss er sein Konzept doch Isabella und Fernando vortragen. Und wie immer hatte er spät, sehr spät, mit der Ausarbeitung begonnen, dementsprechend unter Druck steht er jetzt. Es war aber auch eine undankbare Arbeit: Das übermächtige Frankreich zäumen, der sich überdeutlich anbahnenden Allianz zwischen dem Sultan des osmanischen Reiches und der Republik Venedig den Wind aus den Segeln nehmen, den portugiesischen Verbündeten bei Laune halten, die Entdeckungszüge des Kolumbus planen, dabei aber ja den Staatsschatz nicht strapazieren und, bitte, bitte, die Untertanen nicht aufbringen. Nebenbei „natürlich“ Heer und Flotte vergrößern und modernisieren, dabei aber den wirtschaftlichen Aufbau „selbstverständlich“ nicht vernachlässigen, Iberien christianisieren und die Vasallen bei Laune halten. Wie die hohen Herrschaften sich das wohl vorstellen?

Nun ja, er hat es so gewollt. Die Geschicke der Welt verändern, sie zu einer besseren, also einer katholischeren und spanischeren machen, das war schließlich ein lohnenswertes Ziel. Viele schlaflose Nächte hatte er dazu Pläne ersonnen, tagsüber Gesandtschaften verschickt und empfangen. Und nun, da er endlich soweit war, das Ersonnene zu Papier zu bringen, bringt dieser plötzliche Windstoß alles durcheinander.

Ärgerlich denkt er an seinen Vetter in Wien. Bestimmt steckte der dahinter: seine gigantischen Fürze sollen kürzlich gar die Zugspitze ins Wanken gebracht haben. Und der faulige Geruch, der sich in der Kammer breitmacht, kommt ihm irgendwie bekannt vor. Doch mit dem Gestank verzieht sich sein Zorn. Schließlich ist Vetter Moses trotz seiner Neigung zur Flatulenz doch ein ausgesprochen tapferer Recke, dessen Hilfe im weltweiten Ringen um Macht und Reichtum zudem unentbehrlich sein würde.
Die Gedanken geraten ins Schweifen. Sie bleiben bei der Erinnerung an eine Gesandtschaft des osmanischen Sultans hängen. Ein Grinsen breitet sich auf dem müden Gesicht aus: Nach bravouröser Meisterung des strengen spanischen Audienzprotokolls hatten sie eine Botschaft verlesen, die die stolzen Herrscher Spaniens in lapidarem Tonfall „verhasste Katholiken“ nannte, während im gleichen Atemzug ein weitreichendes Friedensangebot gemacht wurde, das auch die Ansprüche Österreichs auf Ungarn garantierte. Der Sultan mochte ein widerlicher Ketzer, ein hinterlistiger Diplomat und die gewaltigste Bedrohung des Abendlandes seit Dschingis Khan sein, doch Sinn für Humor hatte er. Wenn die Apokalypse kommt, denkt der Kronrat, kommt sie immerhin mit Ironie. Das würde sie schon erträglich machen.

Beschwingt von diesen Gedanken sammelt er die Unterlagen wieder zusammen und macht sich daran, einen Plan zu Papier zu bringen, der die Welt in Staunen versetzen würde. „Hoffentlich“. denkt er, „kriege ich das noch rechtzeitig fertig.“
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suo
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Beitrag von suo »

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Die Gedanken des Großwesirs
Warum nur, sind die gavur so gierig nach dem Tod? Hätten sie diese Eigenschaft nicht, wären sie wie Kinder. Sie laufen Ideen nach, ohne sie zu begreifen. Leicht begeistert, für jede neue Sache. Sie balgen sich um Land, wie Kinder um Spielzeug. Sie halten einen Propheten, der von Liebe und Frieden gepredigt hat, für den Messias und doch treten sie seine Lehren mit Füßen und führen in seinem Namen Krieg.

Lange haben wir Rechtgläubigen versucht, Ihre Seelen zu Retten und Ihnen Mohammeds Worte als Ergänzung der Lehren ihres Propheten zu erklären. Womit haben Sie uns gedankt? Krieg, Mord, Verrat, Hass. Sollen die gavur doch dumm sterben! Wenn es Allahs Wille ist, so wird er sie eines Tages erleuchten!

Aber wir Osmanen, wir müssen uns zuerst um den Schutz und das Gedeihen aller Rechtgläubigen kümmern! Denn nur die Söhne Osmans haben die Kraft, den Islam im Westen wieder zu einen. Das Kalifat liegt darnieder, die Horde der weißen Hammel herrscht in Bagdad. Die heiligen Stätten von Mekka und Medina können durch die degenerierte Herrschaft der Mameluken in Ägypten nicht länger vor Wüstenräubern geschützt werden. Im Osten der arabischen Halbinsel breiten sich der Irrglauben der Shia aus, im Westen Afrikas bedrohen die großkotzigen Eroberer der Ispanyol und Portekizce die jahrhundertealte Herrschaft der Mauren. Mögen sie es als Erfolg verkaufen, dass wir ihrem Eroberungsdrang hier Einhalt gebieten konnten, ohne auch nur einen Schuss abzufeuern! Und dann dieser Doge. Nennt sich vermählt mit dem Meer aber kommt zum Schafezählen auf den Balkan. Soll er mal machen. Schäfer ist immerhin ein genauso guter Beruf wie Krämer.

Eine alte Prophezeiung verspricht jedoch Hilfe. In den Bergen Afghanistans soll ein Tiger geboren sein, der die Flamme des Islam auch in den Osten tragen soll...
Der Wanderer muß nicht nur den Weg, sondern auch den Horizont dahinter sehen.
TheEvilForce

Beitrag von TheEvilForce »

Die Geschichte Schwedens
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Die Frühgeschichte
Das Gebiet Schwedens ist bereits seit dem Jahre 11000 vor Christus besiedelt.
Doch traten diese Bewohner noch nicht in das Bewusstsein Europas. Das änderte sich erst mit der Zeit der Wikinger. Die Wikinger waren nur ein kleiner Teil der schwedischen Bevölkerung, aber ihre Raubzüge versetzten Europa in Angst und Schrecken. Diesen gestählten Kriegern war zu dieser Zeit keiner gewachsen, weder an Mut/Tapferkeit noch an Kampftaktik.
Als Normannen beeinflussten die Schweden die Geschichte des Mittelmeeres, selbst in Frankreich ist noch immer der Einfluss der Schweden zu spüren. Die Normandie erhielt ihren Namen durch die Normannen, welche sich dort ansiedelten. Auch in England und Irland wurden viele Schweden heimisch und trugen zum Aufschwung dieser Länder bei.
Auch im Osten Europas war der kulturelle Einfluss gewaltig. Die Oberschicht der Kiewer Rus bestand aus Schweden. So wurde Rus zum Namen für alle Bewohner dieses Staates und später zum Namen aller Slawen, die sich heute Russen nennen.
Die Normannen errichteten ausserdem in Süditalien, besser gesagt den Gebieten Apulien, Kalabrien und Sizilien ein grosses Reich. Sie trugen dazu bei, den wirtschaftlichen Verfall dieser Gebiete dank ihres Fleißes und ihrer Arbeitsmoral zu stoppen und sogar umzukehren. Mittlerweile gehören Neapel und Sizilien zu den reicheren Gebieten Europas.


England, Moskau (alle Russen), Irland, Italien und Frankreich verdanken einen mehr oder minder grossen Anteil ihrer heutigen Grösse den mutigen schwedischen Pionieren der Frühzeit. Im Moment jedoch herrschen die Dänen über Schweden. Das darf nicht ewig so weitergehen. So wurde Bengt Tefesson zum grossen Berater der Regierung ernannt.

Ersteinmal wurde die aussenpolitische Lage neu geordnet. Es gab einige grosse Mächte.

Spanien unter dem ehemaligen Piraten Stoertebecker erscheint als moment grösste Macht Europas. Doch bereitet dies Schweden keine Sorgen, erfreut man sich doch wohlwollender Neutralität.

Dann wäre da noch Holland unter der grauen Eminenz, Doc genannt. Holland wird wohl ein grosser Konkurrent zur See werden. Schweden hat ja mittlerweile neue Kontinente entdeckt (Island/Grönland) und Hollands Gier scheint unersättlich zu sein.

Im Osten ist Michi der Berater Russlands. Obschon Russland viel seiner heutigen Grösse schwedischen Auswanderern und Pionieren verdankt, hat man im Moment kaum Kontakt zu den alten Volksgenossen. Schweden wünscht natürlich, dass man sich friedlich einigt, obschon Kola und Karelien urschwedische Gebiete sind.

In Deutschland ist Österreich die größte Macht, geführt von Moses, der dem Kaiser weise Entscheidungen ins Ohr flüstert. Noch hat Schweden wenig mit den Wienern zu tun, sind die Interessensphären doch weit voneinander entfernt. Doch könnte sich das bald ändern?

In Frankreich ist Boron der grosse Berater. Man sagt sich, dass dieser ein grandioser Feldherr und Taktiker ist. Auch munkelt man, dass Frankreich zu Lande nur von Spanien und Österreich zusammen zu schlagen ist. Zwar hat Schweden noch keine Botschaft in Paris, wird dies aber nachholen. Viele Schweden leben ja in der Normandie, die ja auch nach diesen schwedischen Siedlern benannt ist.

In Portugal herrscht Maximilian I. und gilt als Seefahrer. Er will wohl, so munkelt man, Afrika zum richtigen christlichen Glauben bekehren. Soll er dies ruhig machen, ist es Schweden doch egal, was in Afrika passiert.

In England steht Jorrig an der Spitze. Da auch die Engländer von schwedischen Pionieren abstammen, sind diese exzellente Schiffsbauer. In Stockholm hofft man, dass dies natürlich in Erinnerung bleibt. Man ist aber sehr an einer Einigung mit England interessiert?

In Brandenburg ist ImpLicht der Große an der Macht. Dieser scheint kein Interesse an Schweden zu zeigen. Man munkelt, dass Brandenburg als Stossrichtung den Süden auserkoren hat und somit in Konflikt mit Österreich geraten wird.

In Venedig sitzt Anton, der wohl im Namen Venedigs neue Handelsniederlassungen gründen will. Wahrscheinlich wird er dies in Afrika machen und dadurch in Konflikt mit Portugal geraten.

Doch auch eine ungläubige Grossmacht gibt es : Das osmanische Reich unter Sultan Suo. Dieser herrscht über Asien, wobei noch nicht klar ist, wie gross dieses Asien wirklich ist. Schweden hat natürlich Entdecker ausgesant, die dieses herausfinden sollen.

Gerüchteweise gibt es noch 2 weitere Grossmächte in Asien. Einmal die Timuriden, die über Persien und Indien herrschen sollen und wo ein angeblich flüchtiger österreichischer Berater Eichendorff, dem dortigen Herrscher geholfen haben soll. Zum anderen gibt es viele Gerüchte, dass in China ein wegen Hochverrats verbannter englischer Adeliger, Duke of York am Hofe die Fäden ziehen soll. China nennt sich angeblich auch das Reich der Mitte. Erstmal gilt es, die Existenz dieser Länder zu beweisen.
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Anton
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Beitrag von Anton »

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Venedig, Ein Kaffeehaus am St. Markusplatz, 6. Dezember 1491
"Also, mit dieser Kolonialkonferenz, da habt Ihr mir einen ganz schönen Brocken eingebrockt", sagte Agostino Barbarigo, der in seiner roten Dogenmütze und seinem weißen Bart an den an jenem Tag verehrten Heiligen erinnerte. "England, Frankreich und Geldern boykottieren die Initiative gänzlich! Sowohl Portugal als auch das Osmanische Reich melden sich widersprechend zu Wort. Spanien meint umgekehrterweise, wir seien den Osmanen verfallen! Eurem Ruf als Diplomat wird dieses faux pas mal überhaupt nicht gerecht."
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Doge Agostino Barbarigo
"Vertraut mir, Serenissimo Principe", antwortete Anton, an seinem Latte Macchiato nippend. "Es war anzunehmen, dass die offiziellen Reaktionen durchweg negativ ausfallen würden"

"Freilich! Und warum habt Ihr mir das dann empfohlen?!", fiel ihm der wutschnaubende Doge ins Wort, "Denkt daran, junger Mann, dass vom Vertrauen gebrauch machen dieses verbraucht."

"Der Sinn und Zweck der Konferenz ist allerdings voll erfüllt, Serenissimo Principe.", antwortete Anton. Das verdutzte Gesicht des Dogen sagte mehr als eine lange, emotionale Rede auf Italienisch. Anton beschloss, dieselbige nicht abzuwarten, so offensichtlich wie Erklärungsbedarf bestand.

"Wir haben es damit geschafft, die europäischen Machthaber aus der Reserve zu locken. Denn was interessiert uns, ob England uns die von den Portugiesen erkundete Ostküste Afrikas zugesteht? Dafür haben wir einiges über das Selbstverständnis der verschiedenen Monarchen Europas erfahren, die uns mit allen möglichen Ideen und Vorhaben bedrängten."

Sodann erzählte Anton dem Dogen seine Gedanken. Etwa, dass der Franzose sich nur um Rekruten für seine gigantische Armee schert, oder dass der Herzog von Geldern gerne Gelder zählt. Die Spanier sind (welch Überraschung!) hochmütig, die Osmanen gar nicht so blutrünstig wie man sie immer darstellt. In England wurde der Herzog von York mit der Regentschaft für den erkrankten König betraut. Man sagt, er liest gerne die Werke von Marco Polo und ist von der Schilderung Chinas begeistert. Sollte er seinen Einfluss auf den Thron noch erhalten können, wird England gewiss einen Seeweg dorthin suchen.

Damit war Agostino Barbarigo erstmal besänftigt. Aber Anton wusste: einen weiteren Schnitzer darf er sich nicht erlauben. Nicht nur die Zukunft der Republik steht auf dem Spiel. Auch seine politische.
Und als den Feind ich warf in Staub und Sand,
Dem Tränen Blutes aus den Augen rannen,
Da sprach er leis: Du, der mich überwand,
O hebe, eh du fällst, dich doch von dannen!
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Anton
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Beitrag von Anton »

Venedigs Kriegspläne geleakt!

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Und als den Feind ich warf in Staub und Sand,
Dem Tränen Blutes aus den Augen rannen,
Da sprach er leis: Du, der mich überwand,
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suo
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Beitrag von suo »

Seit wann gibt es im Mittelmeer Walfische?
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Duke of York
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Beitrag von Duke of York »

Der Drachenthron
Geschichten eines Europäers am Kaiserhof in China



Prolog




Dies ist die Geschichte einer Nebenlinie des Hauses York. Wir flohen aus England in der finsteren Zeit der mörderischen Rosenkriege, als sich die Häuser York und Lacaster einen erbitterten Machtkampf um den englischen Thron lieferten. In Venedig entdeckten wir in einer Bibliothekt die verstaubten Reiseberichte eines gewissen Marco Polo, von denen offenbar niemand Notiz zu nehmen schien.
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Mit Erstaunen und Bewunderung lasen wir diesen Reisebericht und uns wurde offenbar, dass es weit im Osten eine riesige kultivierte Zivilisation geben müsse. So beschlossen wir also, dass wir dort hin reisen wollten, um dem Herrscher dort unserere Dienste anzudienen.

Es war eine lange und beschwerliche Reise. Zuerst ging es auf einem venezianischen Seelenverkäufer übers Mittelmeer und bis ans Ende des Schwarzen Meeres nach Trebizond. Es ist nur schwer vorstellbar, dass diese Nußschalen den Gewalten offener Meere trotzen würden.
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Bei dem Gedanken daran, dass nach unbestätigten Gerüchten zu Folge just in diesem Moment das Königshaus von Spanien ausgerechnet einen Italiener zur Erkundung der Meere aussendet, kann man sich eines süffisanten Lächelns nicht erwehren.


Die Reise ging immer weiter, tief nach Zentralasien hinein. Die Strapazen waren unerträglich und wenn uns nicht eine freundliche Karawane aufgenommen hätte, hätten wir das Ziel wohl nie erreicht.
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Dann endlich, nach monatelangen Strapazen schienen wir endlich am Ziel der Reise. Vor uns türmte sich eine gigantische Mauer, die sich endlos durch die Gebirgsketten zu ziehen schien.
Uns stand der Mund offen.
Welche Bedrohung muss das wohl sein, das ein so starkes Volk dazu veranlasst, eine solche Wehranlage zu bauen?
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Unsere Begleiter bedeuteten uns, dass hinter diesen Mauern das legendäre Ming-Reich liegen würde, das leider für Fremde verschlossen sei. Doch wir ließen uns davon nicht entmutigen. Des Nachts erklommen wir die Mauer und durchstreiften die dahinter liegenden Gebiete, bis wir von einer Patroullie aufgegriffen und in die Reichshauptstadt gebracht wurden.
Die Nachricht von der Ankunft "Fremder" muss sich wie ein Lauffeuer verbreitet haben. Denn jeden Tag kamen immer mehr und immer hochrangigere Beamte, um uns zu sehen. Nach einigen Wochen waren wir der Sprache der Einheimischen zumindest so weit mächtig, dass wir einfache Konversationen führen konnten.

Dieses Volk, die Chinesen, ist erstaunlich. Trotz ihrer rigorosen und selbstgewollten Isolation interessieren sie sich durchaus auch für Geschehnisse, die ausserhalb ihrer Großen Mauer stattfinden. Doch sie nennen sich selbst nicht ohne Grund das "Reich der Mitte" und daher ist zu vermuten, dass ihr Interesse für fremde Völker nur soweit geht, dass sie in Erfahrung bringen wollen, zu welchen Tributzahlungen diese fähig sein werden. :D


Wir schließen den Bericht für heute, denn morgen werden wir wahrscheinliche eine Audienz beim Herrscher dieses Volkes, dem Kaiser, erhalten.
Marc Bloch: "Misunderstanding of the present is the inevitable consequence of ignorance of the past."
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Stoertebeker
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Beitrag von Stoertebeker »

Die Causa Fatma


Zur Vorgeschichte:

Während langwieriger Verhandlungen über die Abgrenzung spanischer, portugiesischer, venezianischer und osmanischer Ansprüche auf dem afrikanischen Kontinent war es bei einem Treffen der Gesandten in Istanbul zum Eklat gekommen: Zunächst wurde der portugiesische Gesandte mit der Begründung nicht vorgelassen, er sei nur ein spanischer Lakai. Daraufhin hatte ein zornentbrannter spanischer Gesandte den Sultan wissen lassen, dass es für Portugal sicherlich kein Problem sein würde, dem Sultan „Forunkel an den Arsch zu heften“ und die ehrenvolle Aufnahme des portugiesischen Gesandten zur Bedingung für weitere Verhandlungen gemacht. Die Gastgeber waren von diesem Vorschlag jedoch nicht begeistert.

Danach trägt sich folgendes zu:
Auf dem Weg zurück aus Istanbul sitzen der kochende portugiesische Gesandte Don Maximilian und ein finster entschlossener spanischer Gesandter auf Deck einer Karavelle und beratschlagen die Lage, die sich aus dem Zerwürfnis mit dem Sultan ergeben hat. Da meldet der Ausguck aufgeregt Schiffe am Horizont. Beim Näherkommen wird deutlich: Es handelt sich um einen Piratenüberfall. Das überfallene Schiff segelt unter osmanischem Hoheitszeichen.

"Zu den Waffen, Männer!" Die kleine Deckkanone wird geladen, der portugiesische Gesandte lässt sich eilig auf sein eigenes Schiff bringen. Derweil erschüttert eine Explosion das mächtige osmanische Schiff. Kurz bevor die Iberer den Kampfplatz erreichen, dreht das Schiff der Piraten ab und hält in voller Fahrt auf die Barbarenküste zu. Während die Spanier auf das sinkende Schiff des Sultans zuhalten, um christliche Rudersklaven zu retten, schneidet das kleinere und wendigere Schiff der Portugiesen den fliehenden Piraten den Weg ab. Das Manöver gelingt und mit wütendem Gebrüll entern die Portugiesen die Schebecke. Die meisten Piraten sind bereits erschlagen, ins Meer gesprungen oder haben sich ergeben, als Don Maximilian selbst unter Deck stürmt. Dort erblickt er:

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Doch die Schönheit zittert vor Angst, denn an ihrem Hals blitzt die Klinge des schmierigen Piratenanführers. Der war fast ganz entkleidet - offensichtlich im Begriff, sie zu schänden. Seine verschlagenen Augen fixieren höhnisch den Gesandten. Dieser nähert sich vorsichtig und sagt auf arabisch: "Gib sie frei Schurke. Du wirst ohnehin sterben. Auch Deinen Gott stimmst Du mit dem Mord an unschuldigen Frauen nicht gnädiger." Der Pirat jedoch brüllt: "Scheiß auf Allah!" und holt mit dem Säbel aus, um der Holden den Kopf abzuschlagen. Gedankenschnell lässt der Gesandte sein eigenes Schwert fallen und fällt dem Piraten mit bloßen Händen in den Arm. Es knackt: Die Schulter ist gebrochen. Brüllend vor Schmerz lässt der Bösewicht den Säbel fallen. Inzwischen haben schweißüberströmte und blutverschmierte portugiesische Seemänner die Szene erreicht: "Bringt die Dame raus, sie soll nicht mit ansehen, was nun geschieht", ächzt Don Maximilian, dem der Pirat auch einarmig noch einen wilden Kampf liefert. Die Männer geleiten die schluchzende Frau hinaus. Hinter sich hören sie wilde Schreie der Kombattanten. Dann ein weiteres Knacken. Und Stille. Mit grotesk verdrehtem Kopf bleibt der Bösewicht liegen, während sich der Portugiese mit einem zufriedenen: „So“, erhebt.

Es stellt sich heraus, dass es sich bei der Dame um die Tochter des marrokkanischen Sultans handelt, die für den Harem des osmanischen Sultans bestimmt war. Die christlichen Sklaven, die das spanische Schiff geborgen hatte, berichteten, wie es dazu kam, dass ein so wertvoller Passagier fast ungeschützt vor der gefährlichen Barbarenküste unterwegs war: Der Kapitän des Flaggschiffs hatte sich offenbar von den Piraten bestechen lassen. Während mehrere kleine Piratenschiffe die Begleitschiffe des Konvois in Kämpfe verwickelten, hatte er sich davongemacht und sein Schiff damit den Piraten ausgeliefert.

Inzwischen sind die Schiffe der Gesandten in Sevilla bzw. Lissabon eingetroffen. Gespannt wartet man darauf, was der König von Portugal entscheiden wird: Wird er die Kränkung durch den Sultan, der ihn als Herzog verspottet und von den Verhandlungen ausgeschlossen hatte, vergessen können und die Schönheit in ein Schiff nach Istanbul setzen? Das wäre ein Zeichen wahrhaft königlicher Großmut, die auch der Sultan als solche anerkennen müsste. Oder nimmt er in Kauf, sich in eine blutige Fehde mit dem Sultan zu verstricken?

Fatma, so heißt die Prinzessin, derweil fragt stündlich, wie es ihrem Retter, dem edlen Don Maximilian, gehe und bittet darum, seine Wunden pflegen zu dürfen.
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Beitrag von suo »

Dreistes Schurkenstück der Iberer vor der algerischen Küste?
Ein Schnellsegler aus Algier trifft im Hafen von Istanbul ein. Schon während die Matrosen ihn eilig an der Hafenmauer vertäuen, erhebt sich ein großes Geschrei und der Ruf nach dringender
Botschaft für den Palast. Die recht armseligen Gestalten, die die Algerier "Gesandtschaft" nennen, scheinen es sehr eilig zu haben und stolpern mehr von Bord. Ein denkbar schlechtes Zeichen, ist doch bereits für die osmanischen Wachen sicher, dass hier getretene Köter erscheinen, die etwas ausgefressen haben. So werden sie dann auch gebremst, dem Hafenmeister vorgeführt, gewaschen, entlaust und in anständige Gewänder gesteckt, ehe sie zum Großwesir vorgelassen werden.

Nach unzähligen Verbeugungen und Entschuldigungen und Anrufungen Allahs, kommen sie schließlich auch dazu, ihre ungeheurliche - aber nach dem letzten Auftreten der Iberer nicht unmögliche - Nachricht vorzutragen:
Vor der algerischen Küste wurde ein marokkanisches Schiff aufgebracht, dass zusätzlich die osmanische Flagge aufgezogen hatte. Offensichtlich müssen die Angreifer dem Piratenpack aus Rhodos zugerechnet werden, dass schon seit Jahren das ganze Mittelmeer heimsucht. Möge der Kapudan Pascha endlich ihre Nester ausräuchern, ihre Schiffe auf den Grund des Meeres schicken und ihre Knochen den Hunden zum Fraß vorwerfen!
Doch als algerische Schiffe in den Kampf eingreifen wollten, tauchte eine zweite Flotte am Horizont auf! Spanier und Portugiesen. Eins der Schiffe griff sofort die Algerier an, das andere nahm Kurs auf die im Kampf befindlichen Marokkaner. Der Feuerkraft der iberischen Karacken waren die algerischen Piraten Freibeuter nicht gewachsen, die - im Namen des Allmächtigen und überhaupt ihre Ohren mögen abfaulen, ihre Zähne schwarz werden und ihre Zunge verdorren so sie lügen würden - ihr möglichstes getan haben, aber fliehen mussten.
Über den Verbleib und die Ladung des marokkanischen Schiffes haben sie keine Ahnung und das sei nichts als die Wahrheit!

Der Großwesir aber hat eine Ahnung, doch gefällt ihm die ganze Geschichte nicht. Wenn diese Algerier nicht wissen, welchen Kampf sie hier beobachtet haben - warum hatten sie es so eilig nach Istanbul zu gelangen? Nur um einen weiteren Überfall der Piraten aus Rhodos zu melden? Das ist zwar ärgerlich, aber weder neu noch besonders Besorgnis erregend. Kemal Reis hat bereits Order, sich bei Zeiten ein für alle Mal darum zu kümmern.
Doch was machen die Spanier und Portugiesen in diesem Spiel? Ob der "Lieferung", die der Sultan erwartet, und des kürzlichen Auftretens der Spanier könnte er sofort zu den Waffen rufen. So ist es wohl besser, die Algerier eine Zeit lang unter Verschluss zu halten.
Der Wanderer muß nicht nur den Weg, sondern auch den Horizont dahinter sehen.
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Moses
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Beitrag von Moses »

Konstantinopel, 1492, Eutherios Hafen.

Zwei Männer stehen auf dem Balkon eines exklusiven Bordelles nahe am Hafen und blicken auf die natürliche Bucht des Eutherios Hafen zu Konstantinopel. Einer praechtig in der neuesten Mode aus Paris und Wien gekleidet, einer in schlichter osmanischer Dienerkluft.

"Ist das der Segler Jusuf?"
"Ja Herr Graf, das sind die Algierer, pünktlich auf die Stunde"

Graf von Sundgau, Besitzer des Etablissements lächelt still in sich hinein.

"Nach dem Aufruhr den sie verursachen hier am Hafen ist der Plan der Kanzlei aufgegangen"

"Ja Herr Graf, das denke ich auch"

Langsam löst Sundgau einen schweren Beutel von seinem Gürtel und wirft ihm zu seinem Begleiter.

"Gib nicht wieder alles gleich hier bei Natalja aus, deine 7 Kinder von denen du mir immer erzaehlst wollen schleisslich auch essen"

"Sehr wohl Herr Graf, aber ich bin auch nur ein Mann"

Jusuf packt die Börse und verschwindet schnell mit einem glücklichen Lächeln hinter dem schweren Vorhang.

Soweit so gut denkt sich Sundgau, zum Glück sind die Venezianer nicht waehlerisch wenn es um Gold geht, egal ob Christ oder Muslim aufgepraegt wurde.
Die "edlen" Spanier haben den Köder also geschluckt und die Ehre hat es ihnen wie erwartet nicht gestattet einem hilflosen Segler der von Schurken bedraengt wird auszuweichen und die "zufälligen" algerischen Zeugen sind auch pünktlich eingetroffen. Zu spät als das eine osmanische Flotille die Spanier noch einholen kann, und noch bevor die habsburgische Delegation der Verhandlungen zwischen Madrid, Lissabon, Venedig, Wien und der Hohen Pforte abgereist ist, nachdem die Spanier die Verhandlungen haben platzen lassen.
Die Prinzession sollte jetzt schon auf dem Weg nach Lissabon und Madrid sein und bei ihrer Anmut wird einer der Herzöge an einem der beiden grossen Höfe sich die Chance nicht entgehen lassen sie und was schwerer wiegen dürfte, mit ihr den Thron von Marokko zu heiraten. Der osmanische Thronprinz der ihr versprochen war wird toben...

Madrid, Lissabon und Istanbul werden sich zerfleischen und sollte doch jemand reden so enden alle Wege bei den Pfeffersaecken in Venedig und Fontaine, dem mittellosen Comte aus Lyonais einem Strohmann der Kanzlei. Den Venezianern traut schließlich jeder sowieso alles zu für nicht mehr als 30 Silberlinge.

Habsburg kann also nur gewinnen, Spanien wird die kleindeutschen Mächte nicht vor einer österreichischen Hegemonie schützen können und sich mit der osmanischen Bedrohung noch enger an Wien ketten. Die Osmanen sind abgelenkt und Ungarn sollte uns kampflos in die Haende fallen, und wenn die Hohe Pforte oder Madrid einen Schuldigen sucht führen alle Wege nach Venedig oder wenn einer wirklich tief gräbt nach Paris.

Wenn Friedrich jetzt noch alte Herrscher für seine jungen Töchter findet kann ein neues glorreiches Jahrhundert für Habsburg beginnen.

Mit einem letzten Blick auf die in den Hafen rückenden Janitscharen unter königlichem Banner wendet sich auch Sundgau wieder seinen vielfaeltigen Vergnügungen zu.
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Moses
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Habsburg 1492 - 1513

Beitrag von Moses »

Habsburg 1492 - 1513: The Rise of an Empire


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Wien, Januar 1492 Hofkanzlei:
(Karl, Herzog der Steiermark und Friedrich Herzog von Tyrol)



„Also ist es offiziell Friedrich“

„Ja Karl, der Schweizer Botschafter hat die Allianzverträge soeben in der Hofburg mit seiner Majestät gezeichnet“

„Ausgezeichnet, die Schweizer haben das modernste Militär in Europa, die Böhmen mögen es nicht mögen, aber jetzt können wir das Militär aufbauen das wir uns vorgestellt haben und das nötig sein wird unsere Ziele zu erreichen. Wie stets um die Bayern und Württemberger?“

„Du kennst doch die Bayern, sie wollen auch noch andere Optionen erwägen, aber das ist Taktik, sie wollen noch ein paar Dukaten mehr aus seiner Majestät pressen, und die Württemberger wollen Handelsprivilegien in Flandern. Salzburg ziert sich noch etwas um es ihnen nicht zu einfach zu machen aber im Endeffekt haben sie keine andere Wahl als zu uns zu kommen.“

„Fortschritte bei seiner Majestät Lieblingsprojekt, seine Töchter und Cousinen unter das Volk bringen?“

Friedrich grinst

„Ja Karl, das ist so gut wie vereinbart. Bei der Mitgift kann ja keiner der Herzöge da nein sagen und auch die Schweizer nicht. Mögen die Mädels auch noch so unansehnlich sein, die Pfeffersäcke in Flandern füllen die Schatullen seiner Majestät so sehr, er weiß gar nicht was er alles mit dem Gold machen soll“

„Nun ich hätte da schon ein paar Ideen, z.B seine treuen Vasallen die seine Politik umsetzten zu belohnen.“

Beide lachen lauthals und wenden sich wieder einer großen Europakarte zu....

January 1, 1492 : Helvetia entered a Military Alliance with Austria and Bohemia."
March 6, 1492 : Bavaria entered a Military Alliance with Austria, Bohemia and Helvetia."
May 13, 1492 : Wurtemberg entered a Military Alliance with Austria, Bohemia, Helvetia and Bavaria."


Einige Monate später, derselbe Raum. Steiermark und Tyrol sind anwesend dazu Ives, Graf Luxembourg, der Oberbefehlshaber der habsburgischen Streitkräfte.


„Meine Herren, wie konnte das passieren, die Armee war noch nicht bereit für einen Konflikt“

„Ruhig Ives, das wissen wir aber du weist doch selbst wie das in der Politik ist, man kann nicht alles genau voraussagen.“

„Das ist mir klar Karl aber erkläre es noch einmal für mich wie es dazu kam“

„Sicher, Otto, der Schlächter wie sie ihn heute auf den Straßen nennen hat ohne Not Strassburg überfallen und wie die Hunnen oder Osmanen in den besetzten Dörfern gewütet. Charles von Strassburg hatte gar keine andere Wahl als zu kapitulieren und das Palatinat hat Strassburg dann einfach annektiert. Als Kaiser konnte seine Majestät das nicht hinnehmen, das hätte ihn zu viel Ansehen im Reich gekostet und bei seinem Fortgeschrittenen Alter musste er auch an Kronprinz Maximilian denken und die Kurfürsten. Uns blieb also keine Wahl als dem Palatinat und Otto selbst den Krieg zu erklären und das zurechtzurücken.“

„Und dann haben sich die Ereignisse leider überschlagen“

Tyrol schüttelt bei seiner Aussage nur den Kopf und füllt sich seinen Becher mit Wein nach.

„Ja leider Friedrich, während Ives Truppen und die verbündeten Württemberger und Schweizer noch Ottos Festungen belagerten ist seine Majestät leider an einer Lungenentzündung wie die Ärzte sagen erlegen. Ich denke es wahr eher die französische Krankheit, aber das muss unter uns belieben meine Herren.“

Friedrich und Ives schmunzeln leicht.

„Maximilian wurde natürlich sofort in Wien gekrönt und die Kurfürsten nach Frankfurt geladen. Durch die unklare militärische Lage haben die Fürsten gezögert Maximilian zum Kaiser zu ernennen. Ich konnte ihnen noch so oft versichern das Habsburg kein Interersse an weiteren Gebieten im Reich hat, sie wollten entweder nicht hören oder sie wurden bezahlt um nicht zuzuhören. Die Anwesenheit des spanischen Gesandten am Hofe war mir gleich suspekt, hat Isabella doch kein Stimmrecht im Reiche. Ja und dann hat der Brandenburger Spanien als Kaiser vorgeschlagen um den gordischen Knoten zu sprengen wie er so schön erklärte. Und sie konnten gar nicht schnell genug nicken, die anderen Fürsten. Elendes käufliches Pack. Maximilian wollte Habsburg glatt aus dem Reiche führen, das konnte ich zum Glück noch verhindern, er ist ein schöner Hitzkopf unsere Majestät, aber nach diesem Affront konnten wir uns wenigsten die militärische Situation dank Ives perfekten Feldzug zu Nutze machen. Warum auch auf die Fürsten Rücksicht nehmen nachdem sie Wien so brüskiert haben? So haben wir Otto wie er es verdient hat geköpft und sein Reich aufgeteilt. Die Pfalz ging an die Württemberger, Elsass an die Schweiz und Mainz wurde unser Vasall.“

„Danke für die Erklärung Karl, so konnten wir also aus der schlechten Situation zumindest noch das Beste für uns heraus holen“

„Genau und Maximilian war auch besänftigt, kontollierten wir defacto doch ganz Süddeustchland.“

August 19, 1492 : Strassburg accepted peace with The Palatinat on the following terms : Full Annexation of Strassburg by The Palatinat"
November 11, 1492 : Austria declared war upon The Palatinat."
August 21, 1493 : Maximilian I rose to the throne in Austria."
August 21, 1493 : The Holy Roman Empire has elected Isabel y Fernando of Spain as emperor.."
February 26, 1494 : The Palatinat accepted peace with Austria on the following terms : Pfalz to Wurtemberg & Alsace to Helvetia. The Palatinat will become a vassal."

Erneut vergingen einige ereignisreiche Jahre im habsburgischen Reich und an einem Samstag Abend sitzen ein paar alte Bekannte, Karl, Herzog der Steiermark und Friedrich, Herzog von Tyrol mit einigen neuen Protagonisten, Georg Graf von Frundsberg und Otto Graf von Kärnten bei einem guten Glas Wein in einer privaten Residenz südlich von Wien.

„Auf seine Majestät Maximilian von Österreich meine Heeren“

Karl erhebt sein Glas

„Auf seine Majestät“

antworten die anderen im Chor

„Nun Otto, ich muss dir noch einmal zu diesem Husarenstreich gratulieren, die Böhmen wissen denke ich immer noch nicht warum sie eigentlich die Polen angegriffen haben und die Polen denken es war ihre Schuld und die ihres schwachen Königs.“

„Danke Karl, es war nicht gerade leicht für mich als Botschafter in Prag da die Kriegsstimmung nach aussen hin zu beschwichtigen und nach innen hin zu schüren nach dem äußerst unglücklichen Ableben ihrer Majestät bei ihrem Besuch in Krakau.“

Otto schmunzelt leicht

„Vladislav hat nach meinen ersten unbedarften Äußerungen jedenfalls nie mehr an einen Unfall geglaubt, und die Polen hatten zwar nichts damit zu tun das ihre Kutsche in die Schlucht stürzte, konnten es aber auch nicht beweisen. Und die Stimmung im Reich nach ihren Annektionen in Norddeutschland mit Bremen und Mecklenburg war sowie auf Revanche angelegt. So hat dann Vladislav auch die Allianz angerufen und Bayern, Württemberg und Schweizer sind marschiert nach Polen und Georg musste hier gar nichts groß machen außer ein paar Belagerungen unterstützen und Flagge zeigen.“

„Ja Otto, meine Männer haben es mir gedankt das ich sie nicht in die polnischen Sümpfe geführt habe wie die Schweizer und die Bayern es getan haben. Aber ein bischen echtes Training hätte ihnen schon gut getan, die neuen Doktrinen klappen zwar hervorragend im Manöver, aber ihr wisst ja eine echte Schlacht lässt sich so nicht simulieren.“

„Keine Sorge Georg, ich denke deine Männer bekommen schon noch etwas zu tun für den großzügigen Sold den seine Majestät ihnen zahlt unsere weiteren Pläne stehen fast vor der Vollendung und ein Puzzelteil wird sich in das andere Fügen.“

Friedrich nimmt einen tiefen, befriedigenden Schluck aus seinem Weinglas.

„Außerdem haben wir selbst gar kein Interesse an Polen, warum also guten Söhne Österreichs Opfern für dieses karge Land“

„Da stimme ich dir zu Friedrich, und wie ihr vorausgesehen habt ist der gierige Brandenburger natürlich direkt auch über die polnischen Garnisonen in Mecklenburg und Bremen hergefallen nachdem Vladislav zu den Fahnen gerufen hat. Unserer Übermacht waren die Polen wie erwartet auch trotz ihrer litauischen Verbündeten nicht gewachsen. Sie haben ja auch mehr Bauern zur Schlachtbank geführt als richtige Soldaten. Die Bayern haben Krakau geplündert und im Frieden haben wir dann den Schweizern noch das reiche Wielkopolska zugeschanzt, das hat sie glücklich gemacht und den Brandenburger defacto von Südpolen abgeschnitten, so das er uns da nicht in die Quere kommt.“

„Ja und die Schweizer waren nach ihren territorrialen Zugewinnen nach den Kriegen an unserer Seite so glücklich das sie kurz nach dem Krieg in die offenen Arme seiner Majestät geflüchtet sind um einen noch engeren Beistandsvertrag zu unterschreiben, der sie praktisch zu unseren Vasallen macht.“

Die Runde stösst noch einmal auf seine Majestät und sich selbst an bevor sie sich wieder auflöst.
April 9, 1495 : Bohemia declared war upon Poland."
April 9, 1495 : Helvetia joined the war on the same side as Bohemia in their war against Poland."
April 9, 1495 : Bavaria joined the war on the same side as Bohemia and Helvetia in their war against Poland."
April 9, 1495 : Wurtemberg joined the war on the same side as Bohemia, Helvetia and Bavaria in their war against Poland."
April 9, 1495 : Lithuania joined the war on the same side as Poland in their war against Bohemia, Helvetia, Bavaria and Wurtemberg."
April 9, 1495 : Hungary dishonored a Military Alliance she had with Poland and Lithuania."
April 18, 1495 : Austria joined the war on the same side as Bohemia, Helvetia, Bavaria and Wurtemberg in their war against Poland and Lithuania."

July 5, 1495 : Brandenburg declared war upon Poland."

May 2, 1498 : Poland accepted peace with Austria on the following terms : Poland pays 75$ in indemnities. Wielkopolska to Helvetia. "

May 13, 1498 : Helvetia became Vassals of Austria."

Weitere Jahre vergehen und anno 1513 liest ein greiser Karl von Steiermark, ehemals Erster Kanzler von Österreich in den persönlichen Feldaufzeichnungen des bisher größten Feldherrn seines Landes Georg von Frundsberg.


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Georg von Frundsberg, Feldherr in Diensten seiner Majestät

Kapitel V – Der kurze siegreiche Krieg

„Ist es also doch passiert, Habsburg erneut im Kriege. Was hat sich der Badenser da gedacht? Einen Vasallen Wiens anzugreifen und zu annektieren. Hat er auf die Hilfe der Kaiserin in Madrid gehofft? Weiß er nicht das sie diesen Titel nur aus Eitelkeit angestrebt und angenommen hat und nicht um wirklich im Reiche zu regieren? Und dann seine Truppen, mehr Bauern als Soldaten, es war fast wie als würde man Schafe abschlachten. Die neuen Taktiken haben sie bewährt und Baden hatte nichts hinzuzusetzen. Gustav von Baden wurde nur ins Exil geschickt. Das war wieder clever von Karl gemacht, vorher durfte Gustav noch der Vasallisierung zustimmen und sein Land in die Wiener Allianz bringen und Mainz durfte der neue Regent von Karls Gnaden auch gleich behalten. Für Karl ist das Reich ein großes Schachbrett und die Herzöge darin nur seine Figuren. Was wird Österreich nur ohne ihn machen? Und dann sein Husarenstück mit Mailand anno 1500. Soweit ich weiß wurde der Kärtner von Prag abberufen und als Botschafter nach Mailand geschickt und dann wirft sich das stolze Mailand zu Maximilans Füssen. Natürlich gab es die französische Bedrohung aber war sie wirklich so akut? Der Armeegeheimdienst sah die frz. Armee erst in einigen Jahren kriegsbereit. Zu veraltet ist ihre Ausrüstung, zu unmodern ihre Doktrin um gegen die hochgerüsteten deutschen und italienischen Truppen zu bestehen.
Und nach Mailand wurde der Druck auf dem Württemberger immer größer den gelichen Vertrag wie die Schweizer zu unterschreiben. Ich weiß das Karl ihm jahrelang in den Ohren lag und den Druck stetig erhöht hat, zuletzt hat er dann doch zugestimmt. Ob es daran lag das ich bei Stuttgart gerade ein Manöver mit 10.0000 Österreichern durchführte? In Sichtweite des Palastes.“

December 4, 1499 : The Palatinat accepted peace with Baden on the following terms : Full Annexation of The Palatinat by Baden"

January 2, 1500 : Milan went with Let the Habsburgs Inherit in The Inheritance of Milano. "
January 5, 1500 : Austria went with Rule as part of Austria in The Habsburg Inheritance of Milano. January 5, 1500 : Austria annexed Milan."

June 9, 1500 : Austria declared war upon Baden.

March 3, 1502 : Baden accepted peace with Austria on the following terms : Return to Status Quo."
March 3, 1502 : Baden became Vassals of Austria."
April 23, 1502 : Baden entered a Military Alliance with Austria, Helvetia and Wurtemberg.

January 6, 1506 : Wurtemberg became Vassals of Austria."

Kapitel XXII - Der Krieg der keiner war.

„Was war das für ein turbulenter Sommer 1507. Der Brandenburger etablierte so etwas wie eine Hegemonie in Norddeutschland nach seinen Siegen gegen die Polen und wird immer dreister, man munkelt er sollte selbst nach der Krone greifen, undenkbar. Wahrscheinlich hatte er die Kaiserin auf seiner Seite die einen weiteren Verbündeten beim Kampf gegen Franzosen und Türken gerne auf ihrer Seite wüsste. Und wenn man sieht das es der Brandenburger war der Isabella bei der Kaiserwahl vorgeschlagen hat. Maximilian und Karl haben das nicht vergessen. Nachdem sich Brandenburg also einen weiteren Fürsten zum Vasallen gemacht hat war es Karl zu viel. Unser Strohmann in Württemberg hat den Krieg erklärt und ist sofort einmarschiert. Der Brandenburger Botschafter zu Wien ist aus allen Wolken gefallen hat mir Friedrich erzählt. Auf den Knien soll er um Frieden gewinselt haben, waren seine Truppen doch von der ersten Stunde an schon ausmanövriert in Unterzahl und schlecht gerüstet. Ich habe die Verträge nicht gesehen die unterzeichnet wurden und ich denke keiner außer Maximilian, Karl und Anton, der Abgesandte des Brandenburgers werden sie je zu Gesicht bekommen. Zumindest konnten meine Männer dann wieder in die Kasernen rücken“

May 26, 1507 : Wurtemberg declared war upon Brandenburg."
May 26, 1507 : Helvetia joined the war on the same side as Wurtemberg in their war against Brandenburg."
May 26, 1507 : Baden joined the war on the same side as Wurtemberg and Helvetia in their war against Brandenburg."
May 29, 1507 : Saxony joined the war on the same side as Brandenburg in their war against Wurtemberg, Helvetia and Baden."
May 29, 1507 : Cologne joined the war on the same side as Brandenburg and Saxony in their war against Wurtemberg, Helvetia and Baden."
May 30, 1507 : Saxony joined the war on the same side as Brandenburg in their war against Hessen."
May 30, 1507 : Saxony broke the Royal Marriage she had with Hessen."
May 30, 1507 : Cologne joined the war on the same side as Brandenburg and Saxony in their war against Hessen."
May 30, 1507 : Austria joined the war on the same side as Wurtemberg, Helvetia and Baden in their war against Brandenburg, Saxony and Cologne."

June 28, 1507 : Brandenburg accepted peace with Austria on the following terms : Return to Status Quo."


Kapitel XL - Die Augsburger Krämer und der Griff nach Süddeutschland


„Als Soldat werde ich es nicht verstehen aber warum soll man gutes Gold in unsichere Schiffe und Karawanen stecken? Die man dann nicht einmal selbst befehligt? Wo ist da die Kontrolle? Aber was weiß ich schon, jedenfalls wurde es ab 1506 immer deutlicher das die Augsburger Fugger Maximilians Geld verwalteten und ihm wohl auch welches liehen. Zumindest ihrem Gold war es zu verdanken das die Schweiz 1508 friedlich dem österreichischen Reiche anschloss nachdem der letzte Schweizer Regent verstorben war und er keine eigenen männlichen Nachkommen hatte, so viel sein Reich an seine Frau, eine Habsburgerin. Die Fugger kauften das Einverständnis der Stände und Habsburg und die Fugger übernahm die Kontrolle über die Reichen Mienen in der Schweiz. Im selben Jahr wurden sie auch dafür geadelt und waren defacto die Schatzmeister seiner Majestät. Ich kann nicht sagen ob es daran lag oder den Grenzstreitigkeiten um Istrien oder ob Karl den Konflikt mit Venedig nur genutzt hat um Zugriff auf Bayern und Würzburg zu bekommen, die mit Venedig verbündet waren. Zutrauen würde ich es ihm. Der Konflikt mit dem Dogen schwoll immer mehr an und im Sommer 1509 erklärte seine Majestät den Krieg. Mein Plan sah vor erst die Verbündeten Venedigs auszuschalten. Vornehmlich die Bayern und Würzburger und die Böhmen sollten sie auch zu Venedig halten. Kärnten war zurück in Prag und setzte sicherlich alle Hebel in Bewegung aber er konnte wohl nichts tun und die Böhmen marschierten auch gegen mein Vaterland. Lange habe ich mich auf diesen Konflikt vorbereitet, meine Truppen geschult, die Landknechte organisiert und ich wurde von meinen Kindern nicht enttäuscht. Die Würzburger Truppen wurden ausmanövriert und in Tyrol vernichtend von mir geschlagen, die Stadt selbst von einem Kontingent Landsknechte belagert mit Würtembergischer Unterstützung. Bayern auch überrant und die Armee des Bayern vor Stuttgart endgültig geschlagen, nachdem ich vor Ulm noch zurückziehen musste. Venezianer erstürmten die Steiermark die aber umgehend wieder zurückgewonnen wurde und das Gross der venezianischen Truppen wurde ebenfalls in Tyrol ausgelöscht. Böhmische Bauern waren die mit Abstand am schlechtesten ausgebildeten Kriegsteilnehmer und die Entscheidungsschlacht in Schlesien wurde von mir entschieden. Durch den Kessel gab es keine Überlebenden und nur geringe Verluste auf unserer Seite. Wer hätte gedacht das Hannibals Taktik von Cannae sich auch in unserer Zeit noch bewähren würde.
Meine Truppen entschieden die Schlachten und Karl gestaltete die Karte Süddeutschlands neu.
Nach der Würzburger und der bayrischen Kapitulation wurden beide Länder vasallisiert und unserer Allianz eingegliedert. Böhmen musste gewaltige territoriale Zugeständnisse machen für ihr einschrieten in diesem Konflikt zu Gunsten der verhassten Venezianer.
Venedig kaufte sich daraufhin von Maximilian frei, der das Geld gut gebrauchen konnte, war er doch inzwischen hoch bei den Fuggern verschuldet wie man in ganz Wien munkelte.

February 2, 1508 : Austria went with Let the Fuggers run our Finances in The Fuggers. "

June 2, 1508 : Austria annexed Helvetia."

August 23, 1509 : Austria declared war upon Venice."
August 23, 1509 : Bohemia joined the war on the same side as Venice in their war against Austria."
August 23, 1509 : Bohemia broke the Royal Marriage she had with Austria."
August 23, 1509 : Bavaria joined the war on the same side as Bohemia and Venice in their war against Austria."
August 23, 1509 : Bavaria broke the Royal Marriage she had with Austria."
August 23, 1509 : Würzburg joined the war on the same side as Bohemia, Venice and Bavaria in their war against Austria."
August 23, 1509 : Würzburg broke the Royal Marriage she had with Austria."
August 24, 1509 : Wurtemberg joined the war on the same side as Austria in their war against Bohemia, Venice, Bavaria and Würzburg."
August 24, 1509 : Baden joined the war on the same side as Austria and Wurtemberg in their war against Bohemia, Venice, Bavaria and Würzburg."

April 11, 1511 : Bavaria accepted peace with Austria on the following terms : Bavaria pays 150$ in indemnities. Bavaria will become a vassal."

July 11, 1511 : Bavaria entered a Military Alliance with Austria, Wurtemberg and Baden."

September 16, 1512 : Austria accepted peace with Venice on the following terms : Venice pays 200$ in indemnities. "

November 16, 1512 : Würzburg accepted peace with Austria on the following terms : Würzburg pays 100$ in indemnities. Würzburg will become a vassal."

December 21, 1512 : Würzburg entered a Military Alliance with Austria, Wurtemberg, Baden and Bavaria."

January 6, 1513 : Austria accepted peace with Bohemia on the following terms : Erz to Austria, Silesia to Austria & Sudeten to Austria. "
Habsburg und seine angeschlossenen Gebiete anno 1513

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Stoertebeker
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Beitrag von Stoertebeker »

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Ein Kronrat auf der Kippe


Ein gekrümmter Mann sitzt in seiner Schreibstube in Madrid. Sein Plan war gut gewesen, sehr gut, fand er. Isabella und Fernando hatten ihn zwar skeptisch beäugt, doch letztlich zugestimmt.
Zunächst hatte die Granada-Frage gelöst werden müssen. Die Kleriker im Lande plädierten für eine sofortige Annexion. Allen voran: Thomas de Torquemada, der Großinquisitor Spaniens. Er witterte die Chance, sein Amt noch mächtiger zu machen, als es ohnehin schon war. Er hatte sich von der Krone bereits Vollmachten ausstellen lassen, die ihm das Recht verschafft hätten, die die verbliebenen Mauren und die Juden in Spanien nach Belieben zu drangsalieren. Der Kronrat hatte statt dessen durchgesetzt, dass Granada einen gnädigen Frieden bekam: Es erhielt sogar seine alte Besitzung Murcia zurück. Der mächtige Inquisitor tobte, doch die Wirtschaftskraft und Kreativität der Mauren und Juden im Süden schienen unentbehrlich. (So hat sich Spanien -2 Innovation, einen Stabverlust und Bevölkerungsverlust in Toledo erspart.)

Das zweite Husarenstück war gewesen, Fernando zum deutschen Kaiser krönen zu lassen: Prunkvoll war sie gewesen, die Krönugnszeremonie. Das Ansehen Spaniens in aller Welt wuchs und auch gewisse innenpolitische Maßnahmen ließen sich so leichter bewältigen. (Stabkosten billiger, Forschungskosten niedriger, Armeesupport höher.)

In der neuen Welt errang Spanien große Siege für die Christenheit: Gegen die Indianerstämme Nordamerikas, gegen das mächtige Reich der Atzteken und gegen das noch mächtigere Reich der Inca. Auch wurde die Reconquista gegen die Ungläubigen Nordafrikas erfolgreich fortgesetzt und Marrokko annektiert.

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Doch, oh weh: Gleich zwei mal war in zwischen 1500 und 1504 zu heftigen politischen Krisen in Spanien gekommen: Die Inquisition hatte sich heftig gegen ihre faktische Entmachtung gewehrt. (2*das einzige Event zu bekommen, das -3 Stab gibt ist schon übel). Es war eine Zeit tiefster Unruhe, durch die Spanien ging. Nicht selten fluchten Isabella und Fernando über ihren Kronrat. Hätten sie die Inquisition nur machen lassen: So hätten sie sich nicht nur viel Ärger gespart, sondern auch über gute Christen in Südspanien geherrscht, die leichter zu besänftigen gewesen wären als die immer noch aufsessigen Mauren. (Seit 1500 hatte Spanien immer nur kurzfristig Stab>-2, sonst Stab -3: Das mit frisch annektierten Pagans und eroberten Moslems im Reich ist kein Pappenstiel.) So hatte Spanien immer wieder mit Aufständen zu kämpfen, viele Eroberungen zahlten nur widerwillig Steuern.

Das zweite große Problem war die Abhängigkeit von den Geldverleihern, in die man gekommen war: Ein boshafter Mensch namens Don Lagloane hatte es immer wieder geschafft, dem Königspaar Kredite zu ungeheuren Konditionen aufzuschwatzen. 2/3 der Silberlieferrungen aus Mexiko hat die Krone inzwischen dafür verpfändet. (Tatsächlich sind die Zinsen für die Kredite – natürlich alle bei Stab -3 aufgenommen, so hoch wie die Einnahmen der 3 Goldprovinzen Jalisco, Saltillo und Michoacan zusammen.) Auch dafür gaben die Majestäten die Schuld ihrem Kronrat: Wusste er denn nicht, dass die Hofhaltung eines Kaiserpaares teuer sein würde? Hatten sie ihm nicht befohlen, er solle stets einen Vorrat in der Schatzkammer belassen?

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Nun denn. Die Kreditfrage würde das erste sein, womit er sich beschäftigen würde.

Die zweite Frage wird die nach Portugal sein: Der enge Verbündete war in Chaos versunken, Don Maximilian wälzte sich, nachdem die Entscheidung des Königs, sich großmütig zu zeigen und Fatma nach Istanbul zu schicken, gefallen war, in tiefstem Liebeskummer. Ohne seinen weisen Rat war Portugal zu einem unsicheren Kantonisten geworden. (Leider KI-Führung, nachdem Max abgeschmiert war.) Man hofft, dass der Tapfere die Fassung zurückgewinnt.

Dennoch stellte sich die allgemeine Lage so schlecht nicht da. Die Rebellen hatte man im Griff, die Christianisierung Amerikas machte große Fortschritte, Spaniens Wissen über die Welt wuchs, seine Wissenschaft war, auch dank der Juden und Mauren in Südspanien, führend. Das stolze Land hat eine große Zukunft vor sich.
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Beitrag von suo »

Von lieben Portugiesen und bösen Spaniern
Die Jahre 1492 bis 1513
Nach ersten Bedenken des Großwesirs erwies sich Portugal als erfreulich weitblickend. Nicht nur schickte Don Maximilian seine marokkanische "Beute" auf schnellstem Wege gen Istanbul und vereitelte so die Pläne der österreichischen Schergen und ihrer mutmaßlich venezianischen oder französischen Spießgesellen. Nein, kurzerhand entschied sich Don Maximilian auch, mit portugiesischer Abwesenheit in Ostafrika zu glänzen. Hervorragend. Guten Beziehungen zur Hohen Pforte steht nun nichts mehr im Wege. An Fatmas Vorliebe für Bacalhau müssen sich die Haremsköche allerdings noch ein wenig gewöhnen. Ausserdem liegt sie seit einiger Zeit dem Sultan in den Ohren, ihre Verwandten in Marokko hätten vielleicht nichts gegen Portugiesen, aber sicher wollten sie keine Spanier sein und dazu gezwungen werden, Schweinebraten zu essen, wie die Franken es ja zu jeder unmöglichen Tageszeit zu tun pflegten.

Die Spanier hingegen, dreist wie immer, erklären vor aller Welt, sie würden eine "Reconquista" führen. Nun, in Istanbul ist man der Auffassung, das ließe sich mit "Rückeroberung" übersetzen - allerdings bleibt der Nachweis zu erbrigen, wann denn christliche Iberer jemals über Marokko geherrscht hätten? Dann reden sie von der Freiheit der Mauren in ihrem Reich, doch drängen sie alle Untertanen, vom rechten Glauben abzukommen und den Gekreuzigten als Sohn Gottes anzubeten.

Noch ist dieses Problem aber kein Problem des Sultans und die spanischen Raubzüge finden in einiger Entfernung zu den Grenzen des osmanischen Reiches statt. Zum Misbehagen vieler Nachbarn, war der Sultan sehr umsichtig in der Expansion des Reiches und hat einigen Aufwand getrieben, die Irrlehren der Schia in Arabien zurückzudrängen und das Wort des Propheten in Griechenland zu verbreiten. Mögen andere nur an schnödem Mammon interessiert sein, so ist es auch immer Aufgabe des Sultans, für das Seelenheil seiner Untertanen einzutreten. Auch deshalb nahm er schließlich schweren Herzens die Bürde des Kalifats auf seine Schultern. In der Forschung mussten angesichts der "spanischen Gefahr" zunächst die Schweizer als "beste Soldaten der Welt" übertroffen werden.

Warum trotzdem eine politische Krise das Reich zwischenzeitlich lahmlegte, kann man nur vermuten. Vielleicht sind tatsächlich zu viele venezianische, habsburgische und französische
Spione im internationalen Viertel von Istanbul, die ihre Ränke spinnen. Vielleicht hat Bayezid sich an einem trockenen Stück Bakalhau verschluckt.

Wie es auch sei. Im Jahre 1512 verschied er. Sein Nachfolger Selim muss nun zeigen, was er kann und hat bereits begonnen, seine Finger nach dem ostafrikanischen Handel in Sansibar auszustrecken.
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Anton
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Beitrag von Anton »

Wo waren wir stehen geblieben? Ah, ja. Kaffeehaus, St.Marco. Nach einem weiteren außenpolitischen Lapsus wollte Anton seinen Termin mit dem Dogen nicht mehr nachkommen, da die Garotte nach ihm rief. Frankreich würde Genua, Österreich Lombardia und Mantua besetzen. Das macht jeden Dogen eher wütend. Und wenn der Doge wütend ist, wartet auf den unfähigen Diener die Garotte.

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Schon hatte Anton Arrangements getroffen, nach denen er mit einigen wichtigen Dokumenten von Venedig nach Istanbul flüchten würde, wo er diese zu einem angemessenen Preis verkauft hätte. Schon war das Schiff gebucht und das bescheidene Hab und Gut verstaut, als eine plötzliche Wendung im fernen, gottvergessenen Norden Anton eine neue Karriereoption eröffnete:

In der aktuellen Ausgabe der Gazeta stand, dass Baron von und zu Implicht, ein in allen Dingen hervorragender Berater des Markgrafen von Brandenburg, aufgrund von einer Affäre mit einer Hofdame von sämtlichen Ämtern zurücktreten musste. Wenn das nicht ein Fingerzeig Gottes war! Schnell wurden die Habseligkeiten vom Bord der osmanischen Yacht ab- und in eine Postkutsche eingeladen, mit der es dann über die verschneiten Habsburgerlande in den Norden ging. Schon bald durfte sich der Markgraf auf die Nachricht freuen:

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...und dies war der Anfang einer ganz anderen Geschichte.

Wie man's nicht macht
Brandenburgs Starttaktiken

Bei seinem neuen Arbeitgeber aufgenommen, gab es sofort eine Menge zu tun. Zuerst die Innenpolitik: Man beschloss, Zentralisierung zu erhöhen, statt die eigene Stellung als Landmacht zu verstärken. Böser Fehler: machte die verstärkte Zentralgewalt doch die Kriegsmüdigkeit im folgenden fast 20-jährigen Krieg nur schlimmer. Übrigens, zu diesem Krieg. Es kam folgendermaßen:

Polen und Litauen überfielen die Hansestädte und standen schon bald in Hinterpommern. Brandenburg, so Antons Rat, möge ein Bündnis mit Sachsen und Hannover schließen und sich in einen Krieg gegen die Hanseaten begeben, die zwar reich, aber durch den Krieg mit Polen so gut wie wehrlos seien.

Gesagt getan. Brandenburg erklärte Bremen und Mecklenburg jeweils einen Krieg. In Kriege gegen Vorpommern, Kleve, Köln und Schottland ist man dann irgendwie reingeschlittert. Als Ergebnis der Kriegshandlungen war die Armee Brandenburgs weitgehend vernichtet, Berlin und Magdeburg waren geplündert worden, über Bremen und Lübeck wehte die polnische Flagge, Hannover annektierte Oldenburg und Vorpommern... und Brandenburg stand wieder ohne Verbündete, dafür aber mit 200 Dukaten Schulden und einer durch 2 Kriegserklärungen ramponierten Reputation da.

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das Ergebnis nach einem Jahr

Und was sagte der Berater dem Kurfürsten, nachdem er sich ob der Gewinne erkundigte?

"Wir haben viel zu wenig Krääg geführt, Milord", sagte Anton, "wir sollten die treulosen Verbündeten in Hannover für ihren Verrat bestrafen".

"Mit welche Armee? Wa ham doch keene mehr.", merkte der Kurfürst zurecht an.

"Mit der sächsischen, Euer Durchlaucht", antwortete Anton "Euer ergebenster Diener erlaubte sich in Eurem Namen eine entsprechende Allianz zu schließen. Auch hatten wir noch 129 Dukaten vom Kredit, nicht? Davon lassen sich einige Tausend Reiter anheuern."

"Na jut", meinte der Kurfürst.

Hannover wurde tatsächlich schon bald besetzt. Vorpommern ging an die Sachsen. Oldenburg an uns. Münster, das inzwischen von Hannoveranern besetzt wurde, wurde von Kleve erobert, das eine riesige Armee hatte und mit dem wir immer noch im Krieg waren. Schottland landete immer wieder irgendwo Truppen an... Nachdem Hannover seiner vielen Eroberungen beraubt wurde, wurde es von Hessen annektiert.

Da erwischte uns eine hervorragende Gelegenheit, eine zweite Front zu eröffnen. (Denn Brandenburg wäre nicht Brandenburg ohne Zweifrontenkrieg.) Dem Kaiser in Wien wurde nämlich die Eroberungswut der Polen zu bunt. Mit seinen bayrischen, böhmischen und schweizerischen Verbündeten stürzte er sich auf das Land im Osten. Im Windschatten kaiserlicher Armeen erwies sich die Eroberung Posens, Danzigs und Hinterpommerns zwar als nicht sonderlich schwer, aber der Krieg im Westen wurde dafür verschleppt, sodaß Oldenbourg und die formell noch polnischen Provinzen Bremen und Mecklenburg von Kleve und Köln erobert wurden. Sachsen indessen sicherte sich Münster. Damit war es so groß wie Brandenburg, nur reicher. Preußen war zwischenzeitlich auch Verbündeter Brandenburgs wurde aber schon bald zwischen Litauen und dem Deutschen Orden aufgeteilt.

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die Lage 1499

1499 wurde Casimir Anführer der brandenburgischen Streitkräfte. In dieser seiner Eigenschaft versuchte er Polen zum vernünftigen Frieden zu zwingen, indem er litauisch-Ukraine besetzte. Bei diesem Abenteuer verlor er wieder die gesamte Armee Brandenburgs, konnte sich aber mit Mühe und Not retten. Da boten Litauer 170 Dukaten für den Frieden an. Anton empfahl dem Kurfürst, anzunehmen. Mit Polen musste auch Frieden geschlossen werden, nachdem die Schweizer Wielkopolska besetzten, sodaß unsere tapfere Armee nicht nach Südpolen einfallen konnte. Die Bedingungen waren eher großzügig. Brandenburg "erhielt" die von Polen längst nicht mehr besessenen, kürzlich von Köln und Kleve zurückeroberten Städte Bremen und Lübeck, und zog sich dafür aus Danzig, Pommern und Posen zurück.

Nun waren Köln und Kleve an der Reihe. Gleich stürzte sich Kasimir mit 20 Tausend reitern auf die gegnerischen Truppen, die in der menschenleeren Ebene zwischen der Abtei Essen und der malerischen Kleinstadt Bochum Lager bezogen hatten.

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Brandenburgische Kavallerie, wie sie vor Bochum zusammengeschossen wird

Es kam nicht ganz, wie Casimir es sich vorgestellt hatte. Der Feind hatte nämlich das als Schießpulver bezeichnete Teufelszeug bei sich, wodurch die brandenburgische Reiterei abermals dezimiert wurde. Knapp zehn Tausend konnten sich zurückziehen.

Es wurde beschlossen, keine weiteren offenen Gefechte mit den feindlichen Hauptstreitkräften zu suchen, und griff statt dessen die dreitausend Mann an, die vor Köln wache hielten. Es war wegen des Schießpulvers wieder eine knappe Schlacht, und wäre den Kölnern die Munition nicht eher ausgegangen, als Casimir die Reiter, wäre es wieder eine beschämende Niederlage für die Märker. So aber konnte Köln schon bald zur Aufgabe gezwungen werden, wodurch es zum brandenburgischen Vasallen wurde und gegen seine einstingen Verbündeten in Kleve ziehen musste. Die riesige Armee von Kleve machte sich sofort an die Strafaktion gegen Köln, wodurch Kleve selbst problemlos von Brandenburg erobert und annektiert werden konnte.

"Endlich Frieden!", dachte sich der Kurfürst. Pustekuchen! Hessen, Württemberg, die Schweiz, Bayern, Würzburg und Österreich erklärten dem Kurfürst den Krieg! Gegen eine solche Übermacht konnte sich Brandenburg auf keinen Fall zur Wehr setzen.

Sofort machte sich Anton auf den Weg nach Wien, tanzte mit den richtigen Damen Walzer, trank mit den richtigen Männern Kaffee mit einem Schuß Obstler, spielte in den richtigen Runden Skat und bestach alle und jeden (mit seinem charmanten Lächeln und seinem Hundeblick, denn Geld hatte Brandenburg keins). Schon bald konnte mit dem Kaiser und all seinen Vasallen Frieden geschlossen werden, was Anton vom österreichischen Außenminister in Begleichung von dessen Kartenschulden gern akzeptiert hatte.

Allein Hessen wollte nichts davon wissen, und besetzte dreist Kleve und Münster. Letzteres war ein Fehler, da Münster sächsisch war. Die riesige Armee Sachsens und die bescheidenen Truppen Brandenburgs machten mit den Hessen kurzen Prozess, wodurch auch Hessen zum Vasallen Brandenburgs wurde, welches darüberhinaus Hannover annektierte.

Da gelang Anton ein weiterer Coup. Er konnte den Kurfürsten von Sachsen überzeugen, dass das Anwachsen der kaiserlichen Macht eine Bedrohung für die noch freien deutschen Kurfürstentümer darstellte, sodaß sich Sachsen unter den Schutz des Kurfürsten von Brandenburg stellen möge. Dies geschah auch.

Ein einziges Problem blieb. Casimir. Dieser mit allen möglichen Würden bedachte Feldherr hatte nichts zu tun, und fing aus nichtstun an, an Antons Stuhl zu sägen. Er meinte, er könne die Belange der Kanzlei des Kurfürsten doch so viel besser führen und sei ohnedem besser geeignet als dieser "Itaker" aus Venedig.

Um sich dieser Lästigkeit zu entledigen und zugleich die Deutschen in Pommern und Danzig von polnischer Unterdrückung zu befreien, empfahl Anton dem Kurfürsten, mal wieder einen Krieg anzufangen. Nun saß Casimir mit 27 Tausend Mann in Küstrin und überlegte sich, was er gegen die knapp 80 Tausend Polen und Litauer im Norden so anstellen konnte. Genau dort wollte ihn Anton auch haben.

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Und als den Feind ich warf in Staub und Sand,
Dem Tränen Blutes aus den Augen rannen,
Da sprach er leis: Du, der mich überwand,
O hebe, eh du fällst, dich doch von dannen!
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Duke of York
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Beitrag von Duke of York »

Der Drachenthron
Geschichten eines Europäers am Kaiserhof in China



Kapitel 1 - 1492 - 1513


Heute war endlich der große Tag gekommen! Heute werden Wir das kaiserliche Viertel von Beijing sehen. Und mit etwas Glück vielleicht auch ein Mitglied der Kaiserlichen Familie oder gar ihn selbst. Doch darauf wagten Wir nicht wirklich zu hoffen.

Schon früh am Morgen holte Uns eine Eskorte an Unserer bescheidenen Unterkunft ab. Unser Weg führte Uns zu Fuß zuerst durch die Gassen und später dann durch immer größere Straßen bis hin zu riesigen Alleen quer durch diese gigantische Stadt. Überall herschte emsige Betriebsamkeit doch nirgends erschien Uns diese auch nur eine Spur unkontrolliert. Alles schien seinen Sinn und sein Ziel zu haben. Jeder Untertan hatte und kannte seinen Platz.

Nach mehr als 2 Stunden Fußmarsch kamen wir endlich an. Wir standen am Eingang einer riesigen Anlage, die von so unglaublichen Ausmaßen war, dass sie selbst London in den Schatten stellen würde.
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Dies war sie also. Die Verbotene Stadt. Der Sitz des Kaisers, Regierungsviertel und Herz dieses riesigen Reiches.
Direkt am Eingang wurden Wir von einem Hofeunuchen genauestens über die höfischen Protokolle informiert, insbesondere über die korrekte Ausübung des Kotau gegenüber dem Kaiser, einem dreimaligen Niederwerfens mit je dreimaligem Berühren des Fußbodens mit der Stirn. Nach der Vollführung des Kotau blieb man in kniender oder sitzender Körperhaltung.
Nachdem man sich vergewissert hatte, dass Wir alles verstanden hatten, wurde Uns der Zugang gewährt.
Nach einer weiteren Weile kamen wir endlich im Kaiserhaus selbst an - gerade rechtzeitig vor Begin der Audienzen.
So hatten Wir Gelegenheit, ihn in Ruhe zu bestaunen: den Drachenthron!
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Dann kam der Kaiser, eskortiert von seinem riesigen Gefolge und alle Anwesenden warfen sich augenblicklich auf den Boden - Wir natürlich auch.
Das war er nun - der Kaiser von China.
Hongzhi
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Also Mensch eigentlich keine sonderlich beeindruckende Person und leider nur ein mittelmäßig begabter Diplomat und Heerführer, wie Wir später noch feststellen sollten. Jedoch war seine Aura und das gesamte Hofzeremoniell derart beeindruckend, dass man sich der Größe und Macht dieser Dynastie, die sich Ming nennt, nicht entziehen konnte.

Die Audienzen begannen und Wir konnten aus dem Hintergrund verfolgen, wie eine schier endlose Reihe ausländischer Würdenträger aus Ländern, von denen Wir noch nie ein Wort gehört hatten, ihre Geschenke und Tribute dem Kaiser darboten.
Es waren Geschenke von so ungeheurem Wert, dass man davon in Europa ganze Fürstentümer hätte kaufen konnen. Doch den Kaiser schienen sie eher zu lanmgweilen, sodass er alsbald nach "dem Fremden" fragte und so wurden Wir aufgerufen.
Nachdem Wir den Kotau wie einstudiert ausgeübt hatten, befragte Uns der Kaiser. Er schien sehr wissbegierig über Unser Heimatland zu sein und schien wohl besonders daran interessiert, welcher Art Tribute er wohl aus Unserer Heimat zu erwarten hatte. Sodann hieß er Uns eine "Weltkarte" zeigen, auf dass Wir ihm den Ort Unserer Herkunft erklären sollten.
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Wir waren ein wenig ratlos und zeigten weit über den Kartenrand hinaus nach Westen. Der Kaiser ließ von einem der Eunuchen einen kleinen Punkt am Rande der Karte markieren und nickte zufrieden. Weiterhin schien er großen Gefallen an Unseren Erzählungen zu haben, denn er befahl Uns, Uns dauerhaft zu seiner Verfügung zu halten, falls er wieder mal eine kleine Zerstreuung zwischen den endlosen Geschenkeorgien bräuchte. Wir kamen diesem Wunsch gern nach, bot sich so doch die Gelegenheit, dieses Land uns den Kaiser ausgiebig zu studieren.

Es gingen nun einige Jahre ins Land, ohne dass etwas aussergewöhnliches passierte.
Dann jedoch verweigerte aus unbekanntem Grund der Herrscher des Vasallen Myanmar seinen Tribut. Der Kaiser - ohne zu wissen, wo dieses Land überhaupt liegt, befahl sofort eine Strafexpedition.
Leider jedoch hatte er übersehen, dass Myanmar bereits mit seinen Nachbarn Ayutthaya, Vientiane und noch jemandem den niemand am Hofe kannte, im Kireg lag und diese hatten bereits die Hauptstadt und mehrere Provinzen erobert. So blieb den chinesischen Truppen n ur, eine Provinz zu erobern, jahrelang zu warten und dann mit dem gesamten Staatschatz von Myanmar wieder abzuziehen.
Verluste waren kaum zu beklagen.

Der Kaiser jedoch hatte in dieser Zeit so gigantische Inflation angehäuft, dass er darüber in tiefe Trübnis verfiel und letztendlich 1505 verstarb.

Neuer Kaiser wurde einer seiner Söhne, Zhengde:
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Der verstorbene Kaiser selbst hatte über Zhengde gesagt: Er ist sehr intelligent, aber liebt Leichtigkeit und Vergnügen.
Und dies schien sich auch zu bewahrheiten. Denn der noch sehr junge Kaiser langweilte sich sehr schnell mit den täglichen Regierungsgeschäften und so suchte er zuerst Zerstreuung bei den vielen Konkubinen, später dann - als ihm auch dies überdrüssig wurde - beim Alkohol.
Und so gab er den Befehl, die neuesten Raffinierungstechnologieen, deren Erforschung noch sein Vater verannlasst hatte, in entsprechenden Manufakturen umzusetzen. Doch baute er icht eine Raffinerie - nein, es mussten derer gleich 5 sein. Er hatte offenbar größte Bedenken, dass ihm irgendwann mal der Reisschnaps ausgehen würde. :rolleyes:
Der Kaiser ließ es sich auch nicht nehmen, durchs Land zu reisen und jede einzelne dieser Raffinerien mit einem zünftigen Gelage selbst einzuweihen.

Bei einer dieser Veranstaltungen jedoch passierte etwas völlig unerwartetes: ein Bote aus dem im Norden gelegenen Manchu erschien und er berichtete davon, dass ein Volk, das sich selbst Russen nannte, direkt an deren Nordgrenze siedeln würde.
Der Kaiser war darüber höchst erbost, hatte er doch niemandem erlaubt, sich dort hiederzulassen.
Er befahl einem der zufällig nutzlos dastehenden Eunuchen namens Lim:
Nimm dir ein paar Tausend Mann und reite nach Norden, um die Lage zu erkunden!
Und erstatte Bericht!
Und mache diesen Russen klar, dass Wir Geschenke erwarten!

Code: Alles auswählen

name = "October 27, 1507 : Conquistador happened to us."
Lim eilte sofort davon und schon wenige Monate später wurden seine ersten Berichte bekannt:
Der Kaiser war darüber "not amused" wie wir Briten sagen würden - war doch der Russe gerade dabei, die gesamte Region zu besiedeln. Doch der tüchtige Lim handelte auftragsgemäß und brannte einige dieser Handelsposten nieder. In Enkan - einem Gebiet reich an Gold - gründete er einen eigenen Handelsposten. Dann machte er sich auf den Weg nach Westen, um die Herkunft der Russen zu erkunden. Sein letzter Bericht stammt aus einer Region, die von dem riesigen Strom Ob durchflossen wird.
Nun fasste der Kaiser einen letzten klaren Gedanken befür er sich wieder der nächsten Raffinerie zuwandte. Er befahl Uns :

Du da! Nimm dir ein Pferd und reite in dieses Barbarendorf, das von seinen Einwohnern Moskau genannt wird. Rede mit dem Ältesten dort und erfragen den Grund, warum sie ausgerechnet die Ländereien ab der Grenze Unseres Reiches zu besiedeln trachten.
Vielleicht ist es ja nur ein Missverständnis.
Vielleicht wollen sie aber auch gerne unter dem Schutz Chinas in Frieden leben, doch in dem Falle haben sie auch für diesen Schutz ihren Tribut zu entrichten.


Und so taten Wir wie Uns geheißen und reisten nach Moskau ...
Marc Bloch: "Misunderstanding of the present is the inevitable consequence of ignorance of the past."
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Jorrig
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Beitrag von Jorrig »

Als sich die Nebel der Nacht lichten, hebt Jorrig seinen schweren Kopf. Mann, was für ein Kater! Wie spät ist es? Und welcher Tag? Mal schnell auf den Maya-Kalender... ääh, den gibt's ja noch gar nicht, also aus dem Fenster geschaut: Was? Winternebel in London? War nicht eben noch Sommer? Und wieso steht da ein Mayakalender in der Ecke? Welches Jahr? Das Jahr des Herrn 1513? Ich muss schon sagen, das muss gewesen sein eine recht unterhaltsame Feier. In der Tat. Oh, drei Meter hohe Pergamentstapel in meinem Büro, eigentlich alles steht voll Pergamentstapel. Lass uns sehen... Datum... 1513... WAS??? Ein freies Irland?? Die Rebellen haben gemacht sich selbständig und unser König hat geduldet das? Gut, immerhin man hat unterworfen die Schotten, das tut sehen aus etwas besser. Der Schafkönig hatte aufgeregt uns schon genug. Neues Land im Westen? Wo ist denn die blutige Karte, wenn man braucht sie? Wo ist der Kartograph? Ich werde geben ihm Haggis für seine arme Leistung!
Aufgebracht stürmt Jorrig aus dem Raum. Jetzt erst einmal eine Rede vor dem Haus der Gewöhnlichen zum Abreagieren.

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Zurück zu den Pergamentstapeln.
Es ist die Wirtschaft, Dummkopf! Wo ist die Wirtschaft? 6% Inflation? Ein Einkommen kaum über dem einen von Schweden? Das ist schockierend, in der Tat. Wir müssen uns wahrlich fassen an den Kopf. Ich werde suchen eine Schaftziege und werfe sie in den Turm.
Ach, die Aussenpolitik. Ist da noch Leben auf der anderen Seite des Kanals? Oh, in Calais gibt es noch wahre Engländer. Man sollte zur Verbindung vielleicht bauen einen Tunnel.
Da ist noch das diplomatische Dossier... Ah, dafür wir müssten öffnen diese riesige schwere Kiste, genannt "Speicherwild". Nein, nein, das klingt zu gefährlich. Lasst uns erst gehen zum König Henry. Eure Majestät? Jawohl, Eure Majestät. Jawohl, Eure Majestät. Es ist mir ein Vergnügen, Eure Majestät. Ich erbitte Euer Pardon? Das ist eine glänzende Idee, Eure Majestät, ich hätte da auch schon eine kleine Idee, wenn Ihr so freundlich wäret... (an dieser Stelle blendet der Gedankenstrom aus)
TheEvilForce

Beitrag von TheEvilForce »

Die Geschichte Schwedens
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Die Jahre 1492 bis 1519


Schweden ist immernoch Vasall von Dänemark. Allerdings mehren sich die Stimmen, die diesen Umstand ändern wollen. Grosse Tumulte gibt es, als am Mai 1492 (26ter) die Vasallisierung Holsteins durch Dänemark mit der Kriegserklärung der Dänen endet.

In der schwedischen Nationalversammlung kommt es zu grossen Diskussionen. Dänemark-treue Abgeordnete wählten Christian von Wulffsson zu ihrem Sprecher. Man sagte ihm enge Verbindungen zum dänischen König nach. Angeblich soll er seine Reisen, sein Haus und viele Feiern durch den dänischen König bezahlt bekommen haben. Hier ein Ausschnitt aus seiner Rede. Grosse Tumulte gab es, als dieser Abgeordnete dem Verlag der grössten schwedischen Tageszeitung, Stockholmer Bilt genannt offen mit Krieg drohte und den Rubikon überschritten sah. Seine Entschuldigung hierzu

Es tut mir leid. Ich habe mich direkt nach meiner Rückkehr aus Dänemark beim Chefredakteur entschuldigt. Ich bin ein grosser Freund der Meinungsfreiheit, wie auch der König von Dänemark. Ich habe mich im Moment, als die Berichterstattung über die Finanzierung meines Schlosses in Malmö durch den dänischen König behauptet wurde als Opfer gesehen. Immerhin wurde mir Bestechlichkeit vorgeworfen. Dabei bin ich mit dem dänischen König seit Kindertagen befreundet und meine Meinung, dass Schweden durch die Vasallenschaft grosse Vorteile hat, ist meine persönliche Überzeugung.

Wir müssen an Dänemarks Seite bleiben, immerhin hat uns der dänische König einen wirtschaftlichen Aufschwung durch den Sundhandel gebracht.

{ Es folgt ein Zwischenruf, der auf die Hungersnot durch die Verteuerung aller Importe seit dem Sundhandel hinweist }


Der Sundzoll ist sehr transparent und erfüllt einen guten Zweck. Womit sollen wir sonst die Armee zur Verteidigung Schwedens bezahlen?

{ Ein erneuter Zwischenruf nennt die Hälfte der Steuereinnahmen des Landes, welche als Tribut an Dänemark geleistet werden}


Nichtsdestotrotz müssen wir zu unserem Versprechen stehen und unser Wort halten. Dänemark braucht unsere Hilfe. Wir müssen mobilisieren und Dänemark bei der Eroberung der deutschen Küste helfen. Immerhin kommt das auch unserem Land zugute. Ich hoffe, ich kann auf die Abgeordneten zählen.


Als Reaktion auf diese schlimmen Verfehlungen blieb Schweden nichts anderes übrig. Es erklärte Dänemark den Krieg. Völlig unvorbereitet war Schweden, grosse Teile der Armee waren aufgelöst, um finanzielle Mittel für den Aufbau des Landes und die Tributzahlungen an Dänemark aufzubauen. Die verbliebenen Regimenter der guten schwedischen Kavallerie konnte jedoch erstaunliche Erfolge erzielen. Die eilig ausgehobenen Infanterieregimenter konnten so recht schnell mit der Belagerung von Norwegen beginnen.
Erwähnenswert sind die grossen schwedischen Niederlagen in den Seeschlachten am Skagerak.
Es dauerte Jahre bis die Belagerungen erfolgreich waren. In der Zwischenzeit erklärte im Oktober 1498 Jutland die Unabhängigkeit von Dänemark, worauf dieses natürlich mit Krieg antwortet. Keine 2 Jahre später wurde Jutland wieder durch Dänemark annektiert. Ein paar Monate später erklärte sich Holstein wieder unabhängig. Im ersten Krieg fielen grosse Teile Norwegens an Schweden, sowie Gotland und Skane. Im zweiten Krieg, der ein paar Jahre später folgt, wurde auch Jutland und Holstein erobert. Freudig schlossen sich diese Länder Schweden an.
Sonst ist bei Schweden nicht viel passiert, man ist noch ein wenig technologisch zurück und will diesen Rückstand natürlich aufholen, um in Europa wieder im Konzert der Grossmächte mitspielen zu können, wie es Schwedens Bestimmung ist.
Maximilian I.

Beitrag von Maximilian I. »

Memoiren des portugiesichen Königreichs
Anno Domini 1523


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Wir schreiben das Jahr 1523. Es ist ein warmer Wintertag. Die Sonne scheint über der Praca de Figueira. Doch das Land steht in Trauer, die Banner auf Halbmast gehisst. Der König von Portugal und Statthalter Lisboa´s ist verschieden. Begraben und gelobt findet er seine letzte Ruhe auf den Hügeln des Monsanto. Sein erstgeborener Sohn trauert, doch wurde genau dieser die letzten Jahre auf das Geschick des Regierens geschult. Noch am selben Tag wird genau dieser, Maximilian I. von Porto, unter Gottes Gnaden König von Portugal. Wie wird er regieren?...eine Macht- oder eine Realpolitik?...wird er die Blüte des Vaters vorrantreiben? Nur eins ist Gewiss sein Volk steht hinter ihm.
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Zahlreiche Gerüchte kursieren am Hofe. Doch eins steht, fest zum Narren halten wird sich der junge König nicht. So lies er sich in der ersten Amtssitzung die Karten Ostafrkias vortragen. Sein steifer Blick verfing sich an einer kleinen Insel, welche ihn Chronisten als strategisch als auch wirtschaftlich bekunden konnten. Zansibar war ihr Name. Wütend blickte er drein, er erfuhr das Muslime aus Istanbul ihre Überseeschiffe santen, bestückt mit Kanonen und Soldaten. So jedenfalls der Bericht des Grafen von Vidigueira ,
auch genannt Dom Vasco da Gama.
Antworten

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