Der Verlust des Großmachtstatus
Wir Spanier sind 1837 in der ganzen Welt präsent. So besitzen wir in Übersee bereits Kolonien, z.B. die Philippinen, Kuba und Puerto Rico. Dadurch haben wir direkten Zugriff auf zum Teil exotische Resourcen, wie z.B. Tabak, Baumwolle, Tropenholz und etwas weniger exotisch, philippinischen Stahl. Gemeinsam mit den spanischen Gütern, allen voran Kohle und Stahl neben unzähligen Regionen in denen Getreide bzw. Obst angebaut werden werden diese in Zukunft das Rückgrat der spanischen Industrie bilden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt existiert auf der iberischen Halbinsel leider noch keine Fabrik. Das soll sich aber in naher Zukunft ändern...
Am ersten März verkündet die internationale Presse den Verlust des Großmachtstatus Spaniens! Belgien ist im Großmachtranking an den Spaniern vorbei gezogen. Somit ist das eingetroffen, was schon letztes Jahr befürchtet wurde.
Die fortschrittliche Industrialisierung der Belgier gibt den Ausschlag zu deren Gunsten. Belgien (10/43/5, Prestige, Industrie, Militär) hat uns gegenüber (30/0/18) nun 10 Punkte Vorsprung, die es schnellstmöglich aufzuholen gilt! Der spanische König denkt über militärische Aktionen zu Erniedrigung unseres Nachbarn Marokko nach. Marokko hat gegenwärtig keine Verbündeten, was ein großes Plus für diesen Schachzu bedeutet, sind sie uns selbst doch hoffnungslos unterlegen! Zuerst sollen aber die letzten Rebellenhochburgen Bilbao, Pamplona und Gerona gesäubert werden, was aber nur eine Frage der Zeit sein wird.
Anfang Juni sind alle ehemaligen Rebellengebiete wieder unter rein spanischer Kontrolle. Umgehend wird der Militäretat erhöht um die Truppen wieder auf eine volle Stärke zu bringen. Auch werden die ersten Infanteristen nach Melilla verschifft. Die Beziehungen zum afrikanischen Nachbarn sind in der Zwischenzeit merklich abgekühlt seit wir unseren Großmachtstatus verloren haben. Dies kann aus unserer Sicht also durchaus einen Krieg rechtfertigen. In den militärischen Kreisen wird noch über das bessere Kriegsziel diskutiert. Marokko zu erniedrigen bringt uns Spaniern 5 Prestigepunkte, sollten wir uns dazu entscheiden den Afrikanern auch Provinzen abzunehmen, dann können gar 10 Punkte Prestige herausspringen. Der spanische Infamie-Wert steigt hierbei um 1,6 bzw. 11 Punkte. Das Marokko angegriffen wird steht nun aber nicht mehr zur Debatte. Die Frage lautet nur noch wann...
Während die militärischen Pläne ausgearbeitet werden verbessern wir unser außenpolitisches Verhältnis zu unserem Nachbarn Portugal Zug um Zug. Wer weiss, vielleicht kann uns dies bei unseren militärischen Kriegsplänen ja nützlich sein.
Am 26. August 1838 sind unsere politischen Bemühungen von Erfolg gekrönt und wir schließen ein Bündnis mit unseren portugiesischen Nachbarn.
Der Rest des Jahres verläuft ereignislos.
Der spanische König ist ziemlich unzufrieden über den kulturellen Fortschritt im Land! Gerade mal 5 Forschungspunkt generieren wir pro Tag. Die Alphabetisierung geht nur sehr schleppend voran und der nationale Fokus auf die Förderung der Geistlichen hat auch erst 0,03 Prozentpunkte Zuwachs bekommen. Für die kommenden Jahre wird hier deutlich mehr erwartet, sonst kommen wir im Großmachtranking weit in Rückstand den wir nur schwer aufholen werden können.