Kapitel 7: Rache für Lyonesse
Im Jahr 1107 trommelt der 'Zauberer' die kornischen Truppen zusammen, und auch jene der Vasllen in Exeter, Devon und Somerset. Der Angriff auf die Ulaidh aus Nordirland soll endlich eingeleitet werden. Schon zuvor (kurz vor Gwyneks sechszehntem Geburstag) haben die Vasallen gefordert, einen
Feudalvertrag mit dem Herzog abzuschließen. Sie sind ja alle gute Jagdfreunde des jungen Gwynek. Und natürlich rät der 'Zauberer' dem Herzog zur Unterschrift. Loyale Grafen kann man in den nächsten Jahren gut brauchen ...
Und hier sehen wir sie… die unberührte Landschaft von
Ulster, ein ruhiges Fleckchen am Rande des keltischen Christentums. Die friedfertigen Menschen, allesamt Gälen, haben nie ein Wort über Meryasek, Gwynek oder Kaye Pendragon gehört.
Noch nicht ...
Auch der
Herzog von Ulster und sein Vasall und Verbündeter, der
Graf von Ulaid,, haben keine Ahnung, dass sich im Süden Englands eine feindliche Armee zusammenrottet.
Vor dem Feldzug gibt Meryasek überraschend den Marschallsposten auf und erklärt den inzwischen erwachsenen
Kaye Pendragon zu seinem Nachfolger..
“Ich bin zu alt für die Schlacht”, verteidigt sich der 'Zauberer'.
“Aber seht den jungen Pendragon, Mylord! Sein militärisches Talent ist noch größer als das meine. Lasst ihn eure Truppen nach Irland führen."
Gwynek gehorcht und ernennt den Heiden Kaye zu seinem Marschall und erstem Feldherrn.
Der Krieg beginnt … [
Karte siehe unten]
Um den Feind in Sicherheit zu wiegen (1), landet der junge Pendragon mit seiner Armee zunächst in Dublin, südlich von Ulaid (2). Kurz darauf trifft eine Kriegserklärung am Hof zu Ulster ein. Panisch trommeln die Iren ihre Truppen zusammen ... und Kaye marschiert schnurstrackts nach Ulaid, um die Streitmacht des Grafen zu zerstreuen.3). Am 23. Dezember 1107, ein Tag vor Weihnachten, treffen die Armeen aufeinander - und Kaye trägt einen glorreichen Sieg davon (4). Das feindliche Heer flieht ... aber Pendragon setzt ihnen nach. Im Krieg bei Tir Eoghan am 8. Februar 1108 schlägt, Kaye die zahlenmässig überlegene Armee von Ulster (5) und belagert die Provinz. Die Schutzmauern fallen bis zum Jahresende 1108. (6). Somit können Kayes siegreiche Truppen auch in Tir Connail einfallen, um Ulsters Widerstand völlig zu brechen.
Erneut trägt der heidnische Feldherr den Sieg davon!
Aber Kaye unterschätzt den Feind. Am 4. Januar 1109 kehrt Ulsters Regiment nach Tir Connail zurück - und die kornischen Truppen werden wie von einem Sturm auseinandergefegt. Wie konnte das geschehen? Nun, der Graf von Exetrer,
Glastenen Cerniw, hat plötzlich seine Truppen aus der Schlacht zurückgezogen! Seine Ratgeber haben ihm eingeflüstert, mit Gwyneks Herrschaft zu brechen, da dieser ein "Heretiker" sei. Und da alle sonstigen Truppen in Irland zusammenstehen, muss Gwynek den verräterischen Knaben ziehen lassen.
Ach, was für ein Rückschlag! Kayes Heer ist auseinandergefallen; einige Truppenteile ziehen sich in das irische Hinterland zurück, andere müssen nach Cornwall zurückkehren, um neue Kämpfer anzuwerben.Erst im Juni 1109 kann Cornwall eine zweite Angriffswelle wagen.
Diesmal greift Kaye seinen Feind direkt in Tir Eoghain an (Ulster hat diese Provinz inzwischen zurückerobert) (7). Ein harter Zusammenprall, bei dem Kayes eigenes Kommando feige flieht. Zum Glück kann der Marschall des Verbündeten Somerset, ein Mann namens
Cerball, den Kampf doch noch für Cornwall entscheiden. (8) Nach dem Sieg bietet der Graf von Ulaid den weißen Frieden an. Gwynek akzeptiert dies, denn so kann er den Herzog zu Ulster entscheidend schwächen.
Nun stehen also Ulsters Truppen allein gegen die einfallenden Kornen. Verball und die anderen Heerführer setzen ihnen ach und belagern Tir Connail. (9)
Aber Ulster gibt nicht auf! Im September wagen sie eine neue Attacke (10) – doch Cerball zwingt sie in die Knie. Um sie endgültig zu vernichten, bricht er die Belagerung ab und setzt den fliehenden Feinden nach Tir Eoghain nach. Ein Fehler! Die Hunde sind stärker als erwartet. Eine blutige Schlacht bricht aus, die sich bis in die Nacht hinzieht (11) … die Kornen sind schon bald rettungslos in der Defensive und drohen zu unterliegen!
Zum Glück hat der Lehnsherr Cornwalls, König Adhemar von England, der Großenkel William des Eroberers, ein paar Truppen nach Irland geschickt. Nur mit ihrer Hilfe wird der Krieg von Tir Eoghain am Ende doch noch gewonnen (12). Die Normannen belagern die Provinzen von Ulster (13), weshalb Gwynek schon bald einen Friedensvertrag mit dem störrischen Herzog unterzeichnen kann. Dieser gibt den Herzogtitel auf, bleibt aber unabhängig.
Macht nichts. Denn mit dem Titel ist auch die Grafschaft Ulaid als Vasall unter Gwyneks Herrschaft geraten. Der glücklose Graf wird verjagt, und so fällt Ulaid an Cornwall.
Rache für Lyonesse!
Der Krieg um Ulster ist gewonnen! Gwynek freut sich wie ein Kind über Ulaids Eroberung, auch wenn die kornischen Truppen nicht gerade eine Glanzleistung hingelegt haben.
“Am Ende haben wir diese miesen Zerstörer von Lyonesse doch für ihre Untaten bestraft! Meryasek, das ist herrlich! Wir haben das Schicksal erfüllt!”
“Nicht ganz, Mylord”, flüstert Merasek.
“Ulaid muss von dem wahren Erben von Lyonesse beherrscht werden. Dem Erwählten der Alten Götter. Jenem, den das Schicksal auserkoren hat, Aertens Sohn, der wiedergeborne Drache ...”
Gwynek wirkt frustiert.
“Wie? Iich soll die Früchte unseres Feldzugs einfach aus der Hand geben?”
“Ihr MÜSST, Mylord! Wir dürfen das Schicksal nicht herausfordern!"
So kommt es, dass am 2. Dezember 1109 der Heide
Kaye Pendragon die Grafschaft Ulaid als Lehen zugesprochen bekommt. Meryaseks langgehegter Traum ist in Erfüllung gegangen:
PENDRAGONS ERBE KEHRT ZURÜCK!
Und dunkle Wolken ziehen über Tintagel hinweg ...
