Ein paar Fragen
- Duke of York
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Noch ein Wort zur Truppenzusammensetzung:
EU2 kennt nur 3 Waffengattungen: Inf, Kav und Ari.
Bis ca. Heertech 20 spielt Ari bei Schlachten keine Rolle. Hier gilt: Kav in der Ebene nutzen (die bekommt dort einen Shock-Bonus), ansonsten Inf (Gebirge, Wald, Sumpf). Trotzdem niemals reine Inf-Armeen bilden, da sie sich sonst bei einer verlorenen Schlacht auflösen kann. Ich bilde meist Armeen mit 1/5 Inf und 4/5 Kav für die Ebene und 1/5 Kav und 4/5 Inf fürs Gebirge.
Ab Heertech 20 kommt dann immer noch 1/5 oder 2/5 Ari dazu.
Bei Belagerungen hingegen nützt Ari in Massen. Interessant dabei ist, dass Attrition zuerst die billige Inf betrifft. Daher haben meine Belagerungsarmeen meist die 1,5-fache Größe (verglichen mit dem Support-Wert der Provinz), wobei hiervon ca. 1/3 Inf buchstäblich als Kanonenfutter dabei ist.
EU2 kennt nur 3 Waffengattungen: Inf, Kav und Ari.
Bis ca. Heertech 20 spielt Ari bei Schlachten keine Rolle. Hier gilt: Kav in der Ebene nutzen (die bekommt dort einen Shock-Bonus), ansonsten Inf (Gebirge, Wald, Sumpf). Trotzdem niemals reine Inf-Armeen bilden, da sie sich sonst bei einer verlorenen Schlacht auflösen kann. Ich bilde meist Armeen mit 1/5 Inf und 4/5 Kav für die Ebene und 1/5 Kav und 4/5 Inf fürs Gebirge.
Ab Heertech 20 kommt dann immer noch 1/5 oder 2/5 Ari dazu.
Bei Belagerungen hingegen nützt Ari in Massen. Interessant dabei ist, dass Attrition zuerst die billige Inf betrifft. Daher haben meine Belagerungsarmeen meist die 1,5-fache Größe (verglichen mit dem Support-Wert der Provinz), wobei hiervon ca. 1/3 Inf buchstäblich als Kanonenfutter dabei ist.
Marc Bloch: "Misunderstanding of the present is the inevitable consequence of ignorance of the past."
- Duke of York
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+3
Definitiv!
Schon reine 20k Kav-Truppe kann in geeignetem Gelände hervorragend als "Staubsauger" eingesetzt werden. Sie ist in der Bewegung schneller als jede gemischte Armee und schlägt locker doppelt so große Inf-Heere. Wenn man dann nach gewonnener Schlacht sofort in die Rückzugsprovinz des Gegners zieht, ist man vor ihm da und kann ihn nochmal mit Verteidigerbonus niederknüppeln.
Schon reine 20k Kav-Truppe kann in geeignetem Gelände hervorragend als "Staubsauger" eingesetzt werden. Sie ist in der Bewegung schneller als jede gemischte Armee und schlägt locker doppelt so große Inf-Heere. Wenn man dann nach gewonnener Schlacht sofort in die Rückzugsprovinz des Gegners zieht, ist man vor ihm da und kann ihn nochmal mit Verteidigerbonus niederknüppeln.
Marc Bloch: "Misunderstanding of the present is the inevitable consequence of ignorance of the past."
- Stoertebeker
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+10
Werter Banane,
ich habe mal aus Spaß angefangen, einen EUII Einsteigerguide zu verfassen, und auch die Militärsektion schon entworfen.
2. Militär + Kriegsführung
Wenn die Wirtschaft als das Kernstück von EUII bezeichnet wurde, dann vor allem deshalb, weil nur eine starke Wirtschaft ein starkes Militär hervorbringen kann. Mit diesen Truppen kann man mehr oder weniger sinnvoll umgehen. m Folgenden ein paar Tipps, den Umgang sinnvoll zu gestalten.
2.1 Verschleiß vermeiden
Soldaten sind teuer. Deshalb sollte man sie vorsichtig einsetzen. Es ist erschreckend, wie hoch die Verschleißverluste der meisten Spieler im Verhältnis zu den Kampfverlusten sind. Ein Teil dieser Verluste lässt sich vermeiden, indem man darauf achtet, seine Truppen möglichst nicht über den Monatswechsel marschieren zu lassen. Jede Truppe, die am Monatswechsel in Bewegung ist, erleidet 1% Verschleiß. Das mag nicht nach viel klingen, läppert sich aber über die Jahre.
Auch ist auf das Support Limit (SL) in gegnerischen (und natürlich auch eigenen) Provinzen zu achten: hier gilt wiederum: der Verschleiß tritt am Monatsende ein. Die Berechnung, ob die eigene Truppe Verschleiß erleidet, schließt übrigens sämtliche anderen Truppen in der Provinz ein. Wie genau sich der Verschleiß berechnet, lässt sich in den FAQ’s nachlesen. Ein paar Faustregeln:
nicht mit mehr Männern als nötig belagern
nicht dauerhaft „Schneeprovinzen“ belagern
große Schlachten nicht in Provinzen schlagen, in denen man nicht ausreichend SL hat
große „Belagerungstapel“ der KI meiden
2.2 Den Gegner Verschleiß erleiden lassen
Eine der größten Schwächen von EUII ist das mangelnde Gespür der KI für Verschleiß: es ist ein häufiges Phänomen, dass riesige KI-Armeen eine einzelne Provinz belagern. Nicht selten schmelzen so jeden Monat 25% derselben dahin. Sobald man merkt, dass eine gegnerische Armee in einer eigenen Provinz hohen Verschleiß erleidet, sollte man sie zunächst unbehelligt lassen.
Eine andere Taktik besteht darin, einen Gegner auf heimischen Territorium gezielt am Monatsende anzugreifen: je höher die kumulierten Truppenstärken sein SL übersteigen, desto höher auch des Gegners Verschleiß (man muss natürlich aufpassen, dass sie das eigene Unterstützungslimit nicht übersteigen!). Es ist nett, wenn man dem Feind so innerhalb eines Tages um 25% seiner Truppen erleichtern kann. Man konsultiere diesen Thread, um die genauen Truppenbewegungszeiten zu kalkulieren.
2.3 Schlachten nur schlagen, wenn man sich des Ausgangs sicher ist
Besonders auf den höheren Schwierigkeitsstufen hat man es oftmals mit zahlenmäßig unglaublich großen KI.-Heeren zu tun. Die KI zahlt auf „Sehr Schwer“ nur einen Bruchteil dessen für 1000 Mann, wie der Spieler. Deshalb ist es wichtig, auch in der direkten Konfrontation sparsam mit Truppen umzugehen: man sollte sich lieber aus einer Schlacht zurückziehen (bzw. sie am besten vermeiden) wenn man es mit einem gleichwertigen Gegner zu tun hat. „Gleichwertigkeit“ hängt dabei nicht nur von den nominellen Truppenstärken ab, sondern auch von der Komposition der Heere (am Anfang ist Kavallerie um ein vielfaches stärker als Infanterie), Anführern, Technologie, Moral. Im „Schlachtfenster“ kann man an den Werten im Animationsfenster und am Moralbalken erkennen, welche Seite Oberhand hat. Wenn man merkt, dass sich das Blatt zur eigenen Ungust wendet: Rückzug. Lieber eine Schlacht verlieren, als viele tausend Soldaten zu opfern.
2.4 Die Wahl des Schlachtfelds
Wie bereits gesagt, ist Kavallerie zu Beginn sehr überlegen. Diese Überlegenheit tritt in Ebenen und Wüsten noch mehr hervor: daher sollte ein Großteil der Schlachten zu Beginn vor allem auf solchem Terrain ausgetragen werden.
Defensiv kämpft es sich in Bergen und hinter dem Schutz von Flüssen oder Meerengen am Besten.
2.5 Ausschwärmen für Belagerungen
Eine weitere Schwäche der EUII-KI ist, dass sich die Bemühungen, Provinzen zu belagern oft auf sehr wenige beschränken. Selten sieht man ein KI-Land 3 oder mehr feindliche Provinzen gleichzeitig belagern. Der erste Effekt, die höhere Chance auf Verschleiß, wurde schon diskutiert. Hinzu kommt, dass man, während der Gegner 2 Provinzen belagert, 6 von dessen belagern kann, auch wenn man zahlenmäßig nicht überlegen ist. Zwar macht selbst die KI Versuche, ihre Festungen zu entsetzen, doch meistens ist es problemlos möglich, dem Gegner mit gleicher Truppenzahl sehr viel mehr Provinzen abzunehmen als dieser einem selber.
2.6 Rekruten metzeln
Neben der Eroberung von Provinzen bestimmt eine weitere Variable den „Warscore“: geschlagene Schlachten. Eine gute Taktik ist es deshalb, in Provinzen, wo der Gegner Truppen aushebt, relativ kleine Trupps zu stationieren und des Gegners Rekruten zu schlagen, solange sie noch mit niedriger Moral kämpfen.
ich habe mal aus Spaß angefangen, einen EUII Einsteigerguide zu verfassen, und auch die Militärsektion schon entworfen.
2. Militär + Kriegsführung
Wenn die Wirtschaft als das Kernstück von EUII bezeichnet wurde, dann vor allem deshalb, weil nur eine starke Wirtschaft ein starkes Militär hervorbringen kann. Mit diesen Truppen kann man mehr oder weniger sinnvoll umgehen. m Folgenden ein paar Tipps, den Umgang sinnvoll zu gestalten.
2.1 Verschleiß vermeiden
Soldaten sind teuer. Deshalb sollte man sie vorsichtig einsetzen. Es ist erschreckend, wie hoch die Verschleißverluste der meisten Spieler im Verhältnis zu den Kampfverlusten sind. Ein Teil dieser Verluste lässt sich vermeiden, indem man darauf achtet, seine Truppen möglichst nicht über den Monatswechsel marschieren zu lassen. Jede Truppe, die am Monatswechsel in Bewegung ist, erleidet 1% Verschleiß. Das mag nicht nach viel klingen, läppert sich aber über die Jahre.
Auch ist auf das Support Limit (SL) in gegnerischen (und natürlich auch eigenen) Provinzen zu achten: hier gilt wiederum: der Verschleiß tritt am Monatsende ein. Die Berechnung, ob die eigene Truppe Verschleiß erleidet, schließt übrigens sämtliche anderen Truppen in der Provinz ein. Wie genau sich der Verschleiß berechnet, lässt sich in den FAQ’s nachlesen. Ein paar Faustregeln:
nicht mit mehr Männern als nötig belagern
nicht dauerhaft „Schneeprovinzen“ belagern
große Schlachten nicht in Provinzen schlagen, in denen man nicht ausreichend SL hat
große „Belagerungstapel“ der KI meiden
2.2 Den Gegner Verschleiß erleiden lassen
Eine der größten Schwächen von EUII ist das mangelnde Gespür der KI für Verschleiß: es ist ein häufiges Phänomen, dass riesige KI-Armeen eine einzelne Provinz belagern. Nicht selten schmelzen so jeden Monat 25% derselben dahin. Sobald man merkt, dass eine gegnerische Armee in einer eigenen Provinz hohen Verschleiß erleidet, sollte man sie zunächst unbehelligt lassen.
Eine andere Taktik besteht darin, einen Gegner auf heimischen Territorium gezielt am Monatsende anzugreifen: je höher die kumulierten Truppenstärken sein SL übersteigen, desto höher auch des Gegners Verschleiß (man muss natürlich aufpassen, dass sie das eigene Unterstützungslimit nicht übersteigen!). Es ist nett, wenn man dem Feind so innerhalb eines Tages um 25% seiner Truppen erleichtern kann. Man konsultiere diesen Thread, um die genauen Truppenbewegungszeiten zu kalkulieren.
2.3 Schlachten nur schlagen, wenn man sich des Ausgangs sicher ist
Besonders auf den höheren Schwierigkeitsstufen hat man es oftmals mit zahlenmäßig unglaublich großen KI.-Heeren zu tun. Die KI zahlt auf „Sehr Schwer“ nur einen Bruchteil dessen für 1000 Mann, wie der Spieler. Deshalb ist es wichtig, auch in der direkten Konfrontation sparsam mit Truppen umzugehen: man sollte sich lieber aus einer Schlacht zurückziehen (bzw. sie am besten vermeiden) wenn man es mit einem gleichwertigen Gegner zu tun hat. „Gleichwertigkeit“ hängt dabei nicht nur von den nominellen Truppenstärken ab, sondern auch von der Komposition der Heere (am Anfang ist Kavallerie um ein vielfaches stärker als Infanterie), Anführern, Technologie, Moral. Im „Schlachtfenster“ kann man an den Werten im Animationsfenster und am Moralbalken erkennen, welche Seite Oberhand hat. Wenn man merkt, dass sich das Blatt zur eigenen Ungust wendet: Rückzug. Lieber eine Schlacht verlieren, als viele tausend Soldaten zu opfern.
2.4 Die Wahl des Schlachtfelds
Wie bereits gesagt, ist Kavallerie zu Beginn sehr überlegen. Diese Überlegenheit tritt in Ebenen und Wüsten noch mehr hervor: daher sollte ein Großteil der Schlachten zu Beginn vor allem auf solchem Terrain ausgetragen werden.
Defensiv kämpft es sich in Bergen und hinter dem Schutz von Flüssen oder Meerengen am Besten.
2.5 Ausschwärmen für Belagerungen
Eine weitere Schwäche der EUII-KI ist, dass sich die Bemühungen, Provinzen zu belagern oft auf sehr wenige beschränken. Selten sieht man ein KI-Land 3 oder mehr feindliche Provinzen gleichzeitig belagern. Der erste Effekt, die höhere Chance auf Verschleiß, wurde schon diskutiert. Hinzu kommt, dass man, während der Gegner 2 Provinzen belagert, 6 von dessen belagern kann, auch wenn man zahlenmäßig nicht überlegen ist. Zwar macht selbst die KI Versuche, ihre Festungen zu entsetzen, doch meistens ist es problemlos möglich, dem Gegner mit gleicher Truppenzahl sehr viel mehr Provinzen abzunehmen als dieser einem selber.
2.6 Rekruten metzeln
Neben der Eroberung von Provinzen bestimmt eine weitere Variable den „Warscore“: geschlagene Schlachten. Eine gute Taktik ist es deshalb, in Provinzen, wo der Gegner Truppen aushebt, relativ kleine Trupps zu stationieren und des Gegners Rekruten zu schlagen, solange sie noch mit niedriger Moral kämpfen.