30. Juni 1944
Aufklärungsberichte:
- Bericht über Saipan: 31st Army gesichtet
- Bericht über Satawal: 5th South Seas Det. gesichtet
- Bericht über Palau: 53rd Ind.Mixed gesichtet
- Bericht über Yap: 49th Ind.Mixed Brigade gesichtet
- Bericht über Pagan: 9th Ind. Mixed Regiment gesichtet
- Bericht über Guam: 48th Ind.Mixed Brigade gesichtet
Kampfhandlungen:
- Noch in der Nacht kam es zu einem Zusammenstoß unsers Invasionsverbands "Guam", der inzwischen von den Kampfverbänden überholt worden war, und einem Japanischen U-Boot, der SS RO-42.
Bei dem darauffolgenden Kampf wurde die SS RO-42 zweimal getroffen und steht jetzt in Flammen.
- Der Morgen dämmerte noch nicht, als unsere Schlachtschiffe den Beschuss Guams aufnahmen.
Zwei Schwere Kreuzer und zwei Schlachtschiffe machten den Anfang, wurden dabei von lediglich einer Küstenbatterie beschossen, und zerstörte dabei sieben Geschütze und fügte der Japanischen Armee Verluste von 88 Mann bei.
- Der zweite Angriff wurde von zwei Schweren Kreuzern und fünf Schlachtschiffen geführt.
Diesmal feuerten bereits drei der Küstenbatterien zurück, konnten aber nicht verhindern, dass der Flughafen Guams einmal, und seine Rollbahnen zehnmal getroffen wurden.
An Material verlor die Japanische Armee ein Fahrzeug und 25 Geschütze, während 375 Personen als Ausfälle gezählt werden mussten.
Dann erreichte die Kommandanten der Flotten eine Meldung von den Aufklärern, die einschlug wie eine Bombe!
Ein Japanischer Trägerverband war westlich Guams gesichtet worden!
- Um die Stärke dieses Verbands auszutesten und um zu sehen wieviel Widerstand den eigenen Flugstreitkräften entgegenschlagen würde, entschieden sich die Offiziere einen schwächeren Flugzeugverband aufsteigen zu lassen.
Jeweils 19 TBM Avenger und 19 SB2C Helldiver starteten in die Lüfte, um auf die westlich gesichtete Trägergruppe der Kaiserlichen Japanischen Marine zuzusteuern.
Doch es rächte sich sträflich, dass keine Hellcats als Begleitschutz mitegeben wurden.
Die Offiziere fürchteten, dass diese im Falle eines Japanischen Gegenschlags von den Marianen die verbliebenen Hellcats nicht mehr ausreichen würden um die eigenen Träger entsprechend zu decken.
Und so flogen unsere 38 Flugzeuge in einen Abwehrschwarm der Japaner, bestehens auf 46 A6M5 Zekes.
Es wurde ein Gemetzel!
Insgesamt wurden 14 Helldivers und acht Avenger abgeschossen, während auf Seiten der Japaner lediglich drei Zeke Flugzeuge beschädigt wurden.
Doch eine Bombe traf die "Hiyo" (CV) direkt, sie fing daraufhin Feuer.
Noch während die verbliebenen Bomber den Rückzug antraten, erreichtete das Oberkommando eine weitere Nachricht:
Ein weiterer Japanischer Trägverband näherte sich von Südwesten!
- Um das Desaster von gerade eben nicht zu wiederholen entschied man sich nun dazu, etwas beherzter an die Sache heranzugehen.
Insgesamt starteten 39 FM-2 Wildcats, 75 F6F Hellcats, 15 SB2C Helldivers und 43 TBM Avenger.
Als sie in Richtung der Träger kamen schossen ihnen 25 A6M5 Zekes entgegen, die im Laufe des Kampfes jedoch noch Verstärkung erhielten.
Es wurde lange gefochten, doch am Ende war das Ergebnis mehr als eindeutig:
Insgesamt wurden 47 A6M5 Zekes abgeschossen, während wir neun Wildcats, zwei Hellcats, fünf Helldiver und vier Avenger verloren.
Im Gegenzug gelang es unseren Bomber sechs Bombentreffer und drei Torpedotreffer auf der "Junyo" (CV) anzubringen.
Sie verzeichnet schwere Schäden und steht in Flammen.
- Doch mit diesem Ergebnis gab sich das Oberkommando noch nicht zufrieden.
Eine zweite Welle wurde gestartet, bestehend aus neun Wildacts, 18 Hellcats, acht Helldiver und acht Avenger.
Bezeichnend bei diesem Angriff war, dass die Japaner keine Flugzeuge schickten um diese Welle abzufangen.
So hatten sie direkt Glück, dass die "Junyo" (CV) nur von einer Bombe getroffen wurde.
- Die dritte Welle wurde gestartet.
Insgesamt 40 FM-2 Wildacts, 15 F6F Hellcats, 24 SB2C Helldiver und 21 TBM Avenger. Auch diesmal trafen sie auf keine Abfangjäger, doch die Japaner verstkärkten diesmal ihre Luftabwehr. Doch lediglich zwei TBM Avenger wurden abgeschossen, während die "Junyo" (CV) erneut von sieben Bomben getroffen wurden, und inzwischen lichterloh in Flammen stand.
Im Oberkommando begann man sich zu fragen, wieviel dieses Schiff wohl noch aushalten würde. Als kleines Extra obendrauf, wurde auch die "Chiyoda" (CVL) von zwei Bomben mittschiffs getroffen, so dass auch sie in Flammen aufging.
- Die vierte Welle auf den südlichen Trägerverband der Japaner wurde von 14 Wild-, 92 Hellcats, 40 Helldivers und 46 Avenger geführt. Verluste waren keine zu verzeichnen, lediglich kleinere Schäden an insgesamt 14 Maschinen.
Die "Junyo" (CV) blieb diesmal verschont, doch die "Chiyoda" (CVL) wurde von zwei Bomben-, und zwei Torpedotreffern getroffen. Sie brennt inzwischen und hat naturgemäß schwere Schäden zu verzeichnen.
- Dann hatte sich das Japanische Oberkommando soweit erholt, und holte endlich zum erwarteten Gegenschlag aus. 26 A6M5 Zekes, sechs G4M2 Bettys und vier P1Y Frances warfen sich auf die aufsteigenden Verteidiger, 21 Wild-, 44 Hellcats, um zu den Trägern durchzubrechen.
Bei diesem Lufgefecht verloren wir vier Wild-, und drei Hellcats.
Die Japaner büßten 25 der 26 eingesetzten Zekes, eine Betty und drei Frances ein.
- Dann starteten die Flugzeuge der Geleitträger, die den Invasionsverband "Guam" begleiteten, ihre Maschinen gegen Guam: Drei F6F Hellcats, 22 SB2C Helldivers und 28 TBM Avenger warfen sich auf Guam, eine der Helldivers kam nicht mehr zurück.
Die Rollbahnen Guams wurden insgesamt zehnmal getroffen, während das Japanische 17 Mann Bodenpersonal als Verluste zu verzeichnen hat.
Dann entschied sich das Oberkommando dazu, einen neuerlichen Schlag gegen den westlichen Trägerverband der Kaiserlichen Japanischen Marine zu führen.
- Ein gewaltiger Flugzeugverband, bestehens aus 108 TBM Avenger, 73 Sb2C Helldivers, 181 F6F Hellcats und 87 FM-2 Wildcats warfen sich zuerst auf die 18 verteidigenden A6M5 Zekes, und dann auf die schutzlos daliegenden Träger.
Durch die Zekes und durch Flakfeuer verloren wir zwei Hellcats, sechs Helldivers und eine Avenger, während auf Seiten der Japaner sämtliche Zekes abgeschossen wurden.
Doch es gelang den Piloten fünf Bombentreffer auf der "Taiho" (CV) anzubringen. Neben der "Taiho" (CV), wurde auch die "Hiyo" (CV) von neun Bomben getroffen und ist nun mehr Flammenmeer als Schiff.
Auch die "Zuiho" (CVL) wurde von zwei Bomben und zwei Torpedos in Brand gesteckt und hat schwere Schäden zu verzeichnen.
Und auch die "Ryuho" (CVL) kam mit neun Bombentreffern und drei Torpedotreffern beleibe nicht ungeschoren davon!
Das Japanische Oberkommando geriet in Panik und versuchte das Gleichgewicht durch einen massiven Lufangriff auf unsere Trägerflotte wieder einigermaßen ins Gleichgewicht zu bringen!
- Sie schickten 13 A6M5 Zekes, 40 D4 Judys, und 52 B6N Jill in den Kampf gegen zwölf FM-2 Wildcats und 27 F6F Hellcats.
Es wurde ein Gemetzel!
Auf unserer Seite wurde lediglich eine einzige Wildcat beschädigt, während die Japaner sämtlich 13 eingesetzten Zekes, 38 D4 Judys und 33 B6N Jills verlor!
Der einzige Trostpreis für die Japaner mag sein, dass sie je einen Torpedotreffer auf der "Cabot" (CVL) und der "Bataan" (CVL) anbringen konnten. Doch lediglich die "Bataan" (CVL) meldete kleinere Brände, die das Schiff aber nicht daran hindern weiter an den Kampfhandlungen teilzunehmen.
- Die Japaner gaben nicht auf, und schickten eine zweite Welle los, diesmal gegen unsere Schlachtschiffe, die Guam bombardierten.
Sieben Zekes, fünf Bettys und eine Frances rangen verzweifelt mit acht Wild-, und 26 Hellcats. Wie verloren zwei Hellcats, während die Japaner fünf Zekes, drei Bettys und die Avenger verloren.
- Der dritte und vorletzte Japanische Angriff auf eine unserer Flottengruppen wurde von vier G4M2 Bettys geführt, die es sogar schafften bis zu den Schlachtschiffen vorzudringen.
Eine Betty wurde durch Flak abgeschossen, bevor die anderen den Rückzug antraten.
- Der vierte und letzte Japanische Angriff wurde von 23 G4M2 Bettys geführt.
Die "Alabama" (BB) wurde durch einen Torpedo getroffen, der aber zu keinen weiteren Schäden führte. Fünfzehn Bettys wurden durch Flakfeuer zerstört.
Damit endete die erste Phase der See-, und Luftschlacht bei Guam, und die Schlachtschiffe fuhren damit fort Guam selbst unter Beschuss zu nehmen!
- Zwei Schwere Kreuzer und vier Schlachtschiffe eröffneten als erste wieder das Feuer auf Guam, zerstörten dabei acht Geschütze und rissen 183 Japaner in den Tod.
- Der zweite Angriff wurde von zwei Schweren, drei Leichten Kreuzern und sieben Schlachtschiffen geführt.
Diesmal schossen zwei Küstenbatterien der Japaner zurück, und zwei ihrer Granaten erreichten die Außenpanzerung der "San Francisco" (BB).
Die Japaner hatten nach diesem Angriff den Ausfall von 1.072 Armeeangehörigen und den Verlust von 25 Geschützen zu verzeichnen.
Der Flughafen Guams wurde einmal, seine Rollbahnen 18mal getroffen.
Die Hafenanlagen wurden von zwei Bomben, das Versorgungslager von achtzehn und das Treibstofflager des Hafens von drei Bomben getroffen.
Sonstige Bemerkungen
- Am morgigen Tag, spätestens aber am 2.7.1944 wird die Invasion Guams eingeleitet.
- Aufklärer der TF 1005 beobachteten später am Abend, wie sowohl die "Junyo" (CV), als auch die "Hyio" (CV) von den Japanern aufgegeben wurden. Beide Schiffe sanken nur wenige Minuten später.
Gesamtstrategische Lage:
Dieser Tag war für das Japanische Kaiserreich wahrscheinlich mit einer der schwärzesten in seiner gesamten Geschichte.
Zwei der Flottenträger des Japanischen Kaiserreiches wurden versenkt, ein dritter ist schwer angeschlagen.
Zwei der Leichten Träger stehen und Flammen und kommen für den weiteren Verlauf der Kämpfe wohl nicht mehr in Frage.
Im Verlauf des heutigen Tages verloren die Japaner einen Großteil ihrer Trägermaschinen, insgesamt 203 Stück, während wir den Verlust von 89 Maschinen wesentlich besser kompensieren können.
Die Kido Butai wird im weiteren Verlauf der Operation "Foranger" keine derart große Gefahr mehr darstellen.
Eine die nach wie vor beachtet werden muss, ja!
Aber der heutige Tag hat der Kaiserlichen Japanischen Marine einen empfindlichen Teil ihrer Offensivkraft genommen.