Die Städte und Siedlungen des Ordenslandes
Marienhaven ist mit seinen knapp 6000 Einwohnern nicht nur die Hauptstadt des Ordenslandes, sondern auch gleichzeitig dessen größte Siedlung. Der einstige Landungsort, an dem vor 200 Jahren der frisch gegründete Schwertorden seine Eroberung des östlichen Heidenlandes begann, hat sich in dieser Zeit zu einem prächtigen Warenumschlagplatz mit eigenem Seehafen und sogar einer kleineren Werft gemausert. Hier treffen die Güter aus dem Ordensland auf Flußschiffen ein und werden für den Seehandel verladen; umgekehrt kommen Handelsschiffe von nah und fern, um ihre Luxusgüter für das (im Vergleich zu den Kernprovinzen) eher ländliche, rückständigere Ordensland an örtliche Zwischenhändler zu verkaufen. Die kleine Flotte des Ordens hat hier ihren Stützpunkt; der Bereich des Hafens, der als Kriegshafen dient, ist vom Handelshafen und vom Rest der Stadt durch je eine Mauer mit einem streng bewachten Tor abgetrennt.
Wenilstädt beherbergt etwa 3000 Einwohner; als Endpunkt der großen östlichen Reichsstraße (die aus dem Herzogtum Gaspelbrunn herführt) und deren Schnittpunkt mit dem
Großen Lond, auf dem die Waren aus dem gleichnamigen Herzogtum stromabwärts verschifft werden, sowie der
Schwarze, auf der die Erzeugnisse aus Schwarzenquell mit Flößen ankommen und die hier in den Großen Lond mündet, ist die Stadt Drehscheibe für regen Warenaustausch. Auch die Bauern und Imker aus der Umgebung sehen das zentral gelegene Wenilstädt als
den Marktplatz an, auf dem sie ihre Waren losschlagen können.
Zollbrück wurde -wie der Name schon verrät- einst als Zollstation vom Orden gegründet, um den Warenfluß aus Lond auf dem Fluß kontrollieren zu können. Immerhin 2500 Einwohner zählt die Ortschaft mittlerweile bereits, und in zahlreichen Wirtschaften werden die aus dem südlichen Herzogtum kommenden Flußschiffer und -händler mit Neuigkeiten aus dem Ordensland und leckerem Met versorgt.
Schwarzenquell schließlich trägt einen etwas irreführenden Namen, ist die eigentliche Quelle der
Schwarze (die in den Großen Lond fließt und somit die wichtigste Verkehrsverbindung der Ortschaft darstellt) doch viel weiter oben in den Bergen zu finden; weit genug, um in dem als Bergstadt gegründeten 200-Seelen-Ort immerhin das Flößen in der Umgebung geschlagener Stämme und das Verschicken von flachen Flußbooten gen Wenilstädt zu ermöglichen. Vornehmlich Bergarbeiter, aber auch Holzfäller und sonst im dichten Wald der Umgebung ihr Auskommen findende, handfeste Leute bewohnen diesen Ort, so daß man -wenn wieder einmal die durch die Wälder streifenden, feindlichen Heiden auf Beutezug ausgehen- nicht erst um Hilfe zur nahen Ordensburg "Heidentrutz" schickt, sondern die Dinge meist selbst in die Hand nimmt. So nimmt es nicht Wunder, wenn der Orden auch die wehrhaften Söhne Schwarzenquells besonders gern als Kämpfer in seine Dienste nimmt...