Irland - Der Kampf um die Freiheit beginnt

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Managarm
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Beitrag von Managarm »

Ein hervorragender AAR, werter Dreadan. :top:

Nicht nur, daß er vorzüglich und spannend geschrieben ist, er spornt Uns zudem an, selbst die Geschicke einer der zahlreichen Nationen ernsthaft in die Hand zu nehmen. :)

Gespannt warten Wir auf Eure weiteren Berichte über die Geschichte Irlands.
:prost:
Viel von sich reden kann auch ein Mittel sein, sich zu verbergen. (Friedrich Nietzsche)

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Hohenlohe
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Beitrag von Hohenlohe »

Slontchaire, auf euer wohl grosser Kaiser :gluck: :prost: .
Aber warum habt ihr euch nicht die Provinzen eurer schottischen Verwandten geholt, das hätte England noch mehr gedemütigt... :D
Dreadan

Beitrag von Dreadan »

Nun werte Regenten. Wir schreiben das Jahr 1668. Obgleich kein Krieg in den letzten Jahren unser Land bedrohte, gibt es dennoch einiges zu berichten.

Denn gar erstaunlicher Segen fiel auf das Herrscherhaus Irlands. Doch der Reihe nach.

Da der Krieg deutlich den Nutzen einer mächtigen Flotte untermauert hatte, erhob Kaiser Gearoid I die Weiterentwicklung der Marine zur obersten Priorität. Ich denke nicht das man seine Worte missverstehen kann, aber urteilt selbst.

Am 6. Juni 1638 wandte der Kaiser sich mit folgenden Worten an die Würdenträgerschaft des Reiches:

" Nun meine Herren, sehen sie auf die Karten, betrachten sie unser Reich. Was sehen sie? Ein grosses Reich? Wie profan, andere Reiche sind grösser. Ein Reich mit ergiebigen Schätzen? Natürlich, ihr werter Schatzmeister seht ein Reich mit ergiebigen Schätzen. Warum nur wundert mich dies nun nicht. Aber ergiebige Schätze haben auch andere. Ihr wollt wissen was ich sehe? Ich sehe ein Reich das nur über den Seeweg ernsthaft angreifbar ist. Das wiederum heisst, wenn wir die See kontrollieren, können wir jeden Angriff abwehren. Und um mich ganz deutlich auszudrücken meine Herren. Ich wünsche die See nicht zu kontrollieren, ich wünsche sie zu BEHERRSCHEN. Ihre Aufgabe ist klar , die Audienz ist beendet."

So sprach er und liess die völlig überrumpelten Edlen einfach stehen. Liebenswürdig wie immer unser werter Kaiser Gearoid I, aber so war er eben, und um der Wahrheit den Vorzug zu geben, so mochten ihn die Edlen am liebsten. Ohne Schnörkel und Intrigen, mit lauter Ecken und Kanten, ein Ire eben.

Also wurden die Anstrengungen im Bereich der Flotte noch mehr verstärkt. Ansonsten kümmerte man sich weiter um den Ausbau der Provinzen und sonstige Notwendigkeiten des Friedens.

Schliesslich, im August des Jahres 1638 verstarb der alte Kaiser, und sein Enkel Feidlimidh VI folgte ihm auf den Thron. Auch dieser wurde zum Kaiser gekrönt. Er war nicht ganz so eckig wie sein Grossvater, konnte doch aber manchesmal seine Herkunft nicht verleugnen. Ganz besonders deutlich wurde dies nach einem ganz bestimmten Becher Wein ( nämlich dem berühmten Becher zuviel ), und man muss nicht ohne Neid anerkennen, das er beachtliche Mengen des Traubensaftes vertilgte. Einige Scherzbolde machten seinen Verbrauch hinter vorgehaltener Hand sogar direkt für die Teuerungsrate des Getränkes verantwortlich. Aber dies war sicher nur im Scherz gemeint.

Seine Leistungen als Herrscher waren durchaus beachtlich. Unter seiner Regentschaft wurden 2 Königliche Werften gebaut, 2 Schiffsausstattungsmanufakturen entstanden, unzählige Provinzen auf modernsten Stand gebracht, die Inflation sank auf Null. Und zum Ende seiner Amtszeit, im Jahre 1660 gründete er sogar eine königliche Admiralität in unserer Hauptstadt. Irland war wahrlich auf dem besten Wege zur Seemacht.

Und obgleich das Reich im Frieden schwelgte, so starb er doch im Kampf, heldenhaft, wie es einem Kaiser nun einmal eigen ist. Es begab sich eines abends im Juli 1661 , das auf dem Weg aus dem Keller sich plötzlich ohne Vorwarnung ein Weinschlauch auf ihn stürzte und ihn würgte. Tapfer wehrte sich der Kaiser, doch der Weinschlauch hielt sich völlig regelwidrig an seiner roten dicken Nase ( Was für eine Nase, aber dies gehört nicht hierher ). Der Kaiser kämpfte wahrlich heldenhaft. Doch als er die Oberhand zu gewinnen schien, warf ihn plötzlich auch noch die hinterhältige Kellertreppe ab. Der Kaiser brach sich daraufhin den Hals und der Weinschlauch wurde ob seines feigen Mordanschlages umgehend hingerichtet.

Im selben Monat wurde dann sein Sohn, Muiris I inthronisiert und erhielt ebenfalls die Kaiserwürde. Gemäss den Vorgaben seiner Vorgänger bemühte sich dieser Kaiser ebenfalls sehr um die Flotte und den Ausbau.

Doch das bisher erstaunlichste an seiner Amtszeit , welche glücklicherweise noch andauert und noch lange währen möge, war bisher folgende Begebenheit.

Als Kaiser Muiris I im Januar 1665 gerade mit seinen Admiralen die neuen Schiffsentwürfe berät, ist plötzlich Lärm vor der Tür zu hören. Fast unmerklich hebt der Kaiser die linke Augenbraue. Für jeden der ihn kennt ein klares Zeichen, das ernsthaft Ärger ins Haus steht. Kein Zweifel, der Kaiser ist nicht erfreut.

Nur Augenblicke später fliegt die Tür auf und der alte Kanzler des Reiches stürmt herein, ordnet hastig seine Perücke, wedelt aufgeregt mit einem Blatt Papier und ruft " Verzeiht Majestät, doch Ihr habt geerbt."
"Nun, wenn ich nicht geerbt hätte wäre ich ja wohl kaum irischer König, meint ihr nicht?" erwidert darauf ruhig der Kaiser, was der alte Kanzler ersteinmal prompt mit herunterklappender Kinnlade quittiert. Doch schnell fängt er sich wieder und erklärt. " Nun Majestät, Das Bayerische Königshaus, welches mütterlicherseits mit dem Euren verbunden , verstarb vor Kurzem ohne einen Erben zu hinterlassen. Ihr habt den Thron Bayerns geerbt sowie die Kurfürstenwürde, welche Bayern trug. Ebenso zum Erbe gehören die Provinzen Mailand, Salzburg und Böhmen , welche der bayerischen Krone unterstanden."


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"Soso, Bayern" murmelt der Kaiser. " Nun , wir haben keinerlei Interresse am europäischen Festland. Also wählt unter den dortigen Edlen würdige aus und gewährt ihnen die Krone. Danach entlasst sie als unsere Vasallen in die Unabhängigkeit. Also Bayern, Böhmen und wie hiess noch mal der Ort da in der Nähe des Papstes?" " Mailand Euer Majestät" " Ja wie auch immer, gewährt auch ihnen Unabhängigkeit." Etwas verdutzt schaut der Kanzler auf das Dokument. Er hatte offenbar anderes erwartet. doch der Kaiser hat gesprochen und sein Wort ist Gesetz. Also verbeugt sich der Kanzler und begibt sich zur Tür um die Boten anzuweisen.
"Ach Kanzler " "Ja Majestät?" "Die Kurwürde.. die behalten wir selbstverständlich." "Sehr wohl Majestät."


So begibt es sich, das Irland selbst zum Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation wird und überdies der irische König die Kurfürstenwürde erhält sowie Irland 3 Vasallen gewinnt. Böhmen, Bayern und Mailand. Als im Laufe der nächsten 3 Jahre auch noch Castille, Polen und Litauen dem Heiligen Römischen Reich beitreten, herrscht der Kaiser plötzlich über ein Reich gewaltigen Ausmasses. Von Novgorod bis nach Nordafrika und über weite Teile Amerikas gehören unzählige Volker dazu. Das Ansehen des Kaisers speziell unter den Kurfürsten ist im Jahre 1668 beachtlich.

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Als dann auch noch zu Beginn des Jahres 1668 stolz die Entwicklung des 2 Deckers bekanntgegeben wird, und der jährliche Kassensturz die 350 Dukaten übersteigt, ist selbst dem grössten Schwarzseher klar: Das Reich steht in voller Blüte.

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Möge dies noch lang andauern.
Dreadan

Beitrag von Dreadan »

Nun werter Hohenlohe, dies hätte nur weitere Kriege zur Folge gehabt. Und das vorrangige Ziel Irlands ist die Freiheit. Schottland hätte da nur gestört :)
Dreadan

Beitrag von Dreadan »

Nun werte Regenten, wie gern würde ich Euch Kunde geben von einer Zeit des Friedens und des Wohlstandes. Doch leider ist mir dies nicht vergönnt. Das Reich wird von unzähligen Aufständen erschüttert. Unsere Sicherheit liegt in den Händen ausländischer Söldner, denn längst bleichen die Knochen unserer irischen Armee auf unzähligen Schlachtfeldern. Nur die Flotte trägt noch den Stolz irischer Waffen, und ihr Ruhm hat sich unauslöschlich in das Gedächtniss des Volkes gebrannt. Doch lasst mich berichten wie es dazu kam.

Erst sah alles nach Frieden aus. Kaiser Muiris I hatte keinen Krieg im Sinn. Norwegen jedoch, welches Ansprüche auf Island besass, sehr wohl. Zweimal griff Norwegen an. Zu beiden Kriegen gibt es nicht viel zu sagen. Norwegen besass keinerlei Armee oder Flotte, die Kriege waren dementsprechend schnell und kurz und brachten uns Orkney als zusätzliche Provinz, sowie einen neuen Vasallen ein. Norwegen.

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Dementsprechend unbeeindruckt wandte man sich wieder den üblichen geschäften zu. Jedoch kurz nach dem Friedensschluss 1687 starb plötzlich Kaiser Muiris I. Da sein Nachfolger noch nicht in regierungsfähigem Alter war, fiel die Kaiserkrone an unseren Vasallen Mailand und ein Regentschaftsrat regierte einstweilen. Im Juli 1689 endlich bestieg der junge Aonghus III den irischen Thron. Die Kaiserkrone verblieb zwar weiterhin in Mailand, doch betrachtete man dies nicht als wichtig.

Im Dezember 1690 jedoch verschluckte sich der junge König an einem Kirschkern und erstickte. Sein junger Bruder war noch nicht fähig das Amt anzutreten, also übernahmen erneut die Edlen des Reiches in einem Regentschaftsrat die Pflichten der Krone. Es sollte der Anfang vom Unglück werden.

Im Januar 1691 ereilte den Hof , ohne Angabe von Gründen, die Kriegserklärung der Portugiessen, gefolgt von den Botschaften der Briten, sowie der Castiller, welche gleiches Ansinnen vorbrachten. Die Lage war ernst.

So setzten sich also erneut die irischen Truppen in Marsch, marschierten in Essequhibo, Cumana und Guayana ein. Landeten in Seminole an, setzten nach Western Isles über. Unsere Flotten begannen erneut Feindschiffe zu jagen. In all unseren Provinzen wurden die Männer zu den Waffen gerufen. Bereits im März des Jahres 1692 bestieg Conchobhar III den Irischen Thron.

Anfangs verlief der Krieg hervorragend. Unsere Armee in Western Isle belagerte völlig ungestört, da Grossbritannien es nicht einmal für nötig hielt , eine Entsatzarmee zu senden. Auch Portugal gab keinerlei Gegenwehr. Es verliess sich auf den Schutz der Castillier, deren Versuche , Entsatzarmeen anzulanden, jedoch immer wieder an der Standhaftigkeit und dem Mut der 2. Flotte scheiterten.

Da vorerst keinerlei Gegenwehr stattfand fielen bis Februar 1693 die Festungen Western Isles, Esseqhibo, Cumana sowie Guayana in unsere Hand. Doch wie gross war die Überraschung König Conchobhar III, als die Portugiesen im März 1693 in einem Friedensangebot eine irische Provinz forderten?

König Conchobhars Reaktion war eindeutig.

Zu oft hat Portugal unser Volk mit Krieg überzogen, zu oft Beleidigungen ausgesprochen. Meine Herren, die Anwesenheit Portugals in Südamerika und der Karibik ist nicht länger akzeptabel. Wir sind nicht länger bereit, Portugal als Nachbarn unseres Reiches zu dulden.

Also wurde die 2. Flotte beauftragt, die Regimenter aus Surinam nach Havanna überzusetzen. Dort angelandet begannen diese auch sofort mit der Belagerung, nachdem sie die beiden anderen Provinzen Kubas dem portugiesischen Kolonialreich entrissen hatten. Daraufhin wurden die Regimenter aus St. Kitts sowie St. Thomas nach Norden verschifft und in Pensecola angelandet, wo auch diese mit der Belagerung begannen.

Die 1. Flotte segelte derweil nach Island , um die dortigen Regimenter aufzunehmen. Danach wurden diese nach Cumbria verschifft und angelandet.

Zehn weitere Regimenter wurden aus Irland ebenfalls nach Cumbria verbracht, worauf 5 von ihnen sich nach Northumberland, weitere 5 sich nach lothian wandten. Die in Western Isles angelandete Armee begann mittlerweile die Belagerung der Highlands.

Die 2. Flotte verschiffte im Dezember 1693 die Regimenter Pernambucos und verbrachte sie nach den Azoren, wo diese sofort angriffen.

Doch die portugiesischen Festungen waren gut ausgebaut, und so zog sich die Belagerung hin. Erst im März 1696 ergaben sich endlich die Azoren unseren Truppen. Jene wurden dann verzugslos nach Madeira gesandt welches sie bis August 1698 einnehmen konnten. Danach setzte die 2. Flotte sie zu den zu Grossbrittanien gehörenden kanarischen Inseln über. Kaum angelandet, mussten die Truppen zuerst eine Rebellenarmee zerschlagen. Sie hatten schon arg gelitten. Nur 4 Regimenter von ehemals 10 waren noch am Leben, dennoch begannen sie unverdrossen ihr Werk. Jedoch sollte es bis Dezember 1700 dauern, bis die Kanaren sich endlich geschlagen gaben. Sofort wurden sie nach Portugal selbst verschifft.

Auch Havanna war mittlerweile gefallen. Doch Seminole hielt sich noch immer . Das tropische Klima dort vertrugen die irischen Truppen nicht , Krankheiten wüteten und dezimierten sie stark. Auch wuchs die Gegenwehr der Briten, unterstützt durch Castillische Truppen, an.

Schon über 47.000 wackere Iren hatten in Nordamerika ihr Leben gelassen. Zu allem Überfluss wurden unsere Truppen auch noch von Indianern bedrängt, welche die Zeit für gekommen hielten, sich gegen Grossbrittanien und Castillien aufzulehnen. Ständig musste Nachschub geliefert werden. Die Kapazitäten unseres Reiches an Wehrfähigen waren schon längst aufgebraucht. Und die Männer kamen nur sehr langsam vorran. Auch in Grossbrittanien selbst, wo unsere Männer mittlerweile die Oberhand gewonnen hatten, stand es schlecht.

Ständige Angriffe britischer Truppen hatten unsere Männer langsam aber sicher zermürbt. 90% von ihnen waren nicht mehr kampffähig. Sie hatten zwar das Land unter Kontrolle gebracht, waren jedoch meist nicht mehr fähig die eingeschlossenen Festungen zu belagern. Wir mussten für den Rest des Krieges auf Söldner zurückgreifen, derer derart viele benötigt wurden, das König Conchobhar III befahl, jeden Söldner in Dienst zu nehmen, welcher verfügbar war. Wir konnten uns nicht mehr leisten wählerisch zu sein.

Unter all diesen schlechten Nachrichten erreichte uns endlich im Januar 1701 eine gute. Seminole war unser und Portugal kapitulierte zu unseren Bedingungen.

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Die Truppen, welche in Portugal angelandet waren, wandten sich daraufhin nach Cordoba.

Da Castille und Grossbritannien mittlerweile von Aufständen erschüttert wurden, und die Rebellen sich auch gegen Irische Truppen wandten, stiegen die Verluste rapide an. Der Vormarsch wurde noch schwieriger als er ohnehin schon war.

Die Leistungen der Flotte können dabei gar nicht hoch genug bewertet werden. Sie musste ständig Nachschub transportieren, feindliche Schiffe jagen, Invasionsversuche vereiteln. Klaglos tat sie ihre Pflicht und allein ihr ist zu verdanken, das im Verlaufe des gesamten Krieges nie der Stiefel eines Feindes irischen Boden berührte.

Der Krieg in Nordamerika war längst zum Stellungskrieg geworden. Ständige Aufstände der besetzten Indianer sowie Gegenangriffe der Feinde machten ein Vorrankommen unmöglich. Als dann auch noch im Februar 1703 König Conchobhar III einem britischen Attentäter zum Opfer fiel und erneut ein Regentschaftsrat seine Pflicht antreten musste, war der Glaube des Volkes an die Krone zerstört.

Leinster rebellierte. Andere Provinzen folgten. Und alsbald waren mehrere Södnereinheiten nur noch damit beschäftigt, die Ordnung im Reiche wiederherzustellen.

Unter diesen Bedingungen trat im August 1704 der erst 12jährige Feidlimidh VII ein schweres Erbe an.

Zwar meldete die Armee aus Castillien die Eroberung von Cordoba, Granada und Toledo, sowie marschierte sie auf Madrid, jedoch war Castille zu keinem Frieden bereit.

Bis Juli 1708 sollte dies so weitergehen. Zwischenzeitlich boten mehrfach britische Diplomaten Frieden.

Doch König Feidlimidh VII sprach:

Der einzige Frieden mit Grossbritannien, den wir akzeptieren, ist ein Frieden , den WIR diktieren.

Und so wurden weiter Söldner unter Vertrag genommen, rebellierten weiter Provinzen, starben weiter unzählige Iren.

Und dann endlich am 12. Juli 1708 tritt der Kanzler vor den König.

" Majestät, London ist in irischer Hand. Die Gesandten der britischen Krone erwarten Eure Bedingungen." Müde schaut Feidlimidh VII von seinen Karten auf. Er wirkt übernächtigt und blass. Man müsste schon genau hinschauen um seine Jugend zu erkennen. Doch in seinen Augen blitzt unbändiger Zorn. Er hat nie Frieden gekannt. Seit er in diese Welt geboren wurde herrschte Krieg. Und mit wutbebender Stimme flüstert er "Kein Mitleid". Dann wendet er sich wieder den Karten zu ohne den Kanzler weiter zu beachten.

Dieser tritt daraufhin vor die britische Gesandtschaft und legt schweigend die Kapitulationsurkunde auf den Tisch. Der britische Unterhändler fragt leise " Die Bedingungen? " Der Kanzler sieht ihn an, und seine Antwort ist wie ein Peitschenhieb.

"SCHOTTLAND"

Der britische Unterhändler zuckt zusammen..... unterschreibt, und verlässt mit steinerner Miene den Raum.


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Durch die Nachricht der britischen Kapitulation beflügelt, verstärken daraufhin die Truppen ihre Bemühungen in Castille. Und endlich , im November 1708 , unterzeichnen auch sie. Die Bedingungen Feidlimidh VII sind hart. Castille wird gezwungen Granada und Fez freizugeben sowie deren Unabhängigkeit anzuerkennen.

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Nun endlich, nach über 17 Jahren Krieg, herrscht wieder Frieden. Die Aufgabe, welche vor unserem König liegt, ist gewaltig. Wohl wissend um die britischen Ansprüche kann er Schottland nicht in die Freiheit entlassen. Sie würden diese nicht lang behalten. Also muss er dafür sorgen, das sich unsere schottischen Brüder in unserem Reich geborgen fühlen. Er muss die Armee wiederaufbauen und das Vertrauen des Volkes zurückgewinnen. Und er muss unsere angeschlagene Reputation ins Reine bringen.

Eine wahrlich erdrückende Pflicht. Möge der Herr seine Hand über ihn halten.
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Hohenlohe
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Beitrag von Hohenlohe »

Möge der heilige Patrick mit euch sein.... :D :smoke: :gluck: :prost:
Dreadan

Beitrag von Dreadan »

Nun werte Regenten, es ist Zeit, den Bericht fortzusetzen.

König Feidlimidh VII wandte sich also voller Elan der schweren Aufgabe zu, und der Rest seiner recht langen Regierung sollte ganz in deren Zeichen stehen. Jedoch gab es in dieser Zeit noch 2 durchaus erwähnenswerte Ereignisse.

Am Morgen des 12. Mai 1714 betritt Kapitän O`Donell, Kapitän der schweren Fregatte Lothian, das Vorzimmer der Admiralität.

Nach kurzer Wartezeit dann bittet ihn der Adjutant des Admirals in dessen Amtszimmer.

"Nun Kapitän O`Donell, was will er" poltert der alte Admiral als er des Kapitäns ansichtig wird. Dieser dreht nervös seinen Hut in seinen Händen und beginnt dann:

"Also Herr Admiral, laut Euren Befehlen sollte ich die Kolonisten für die kubanischen Kolonien sicher dorthin geleiten. Nunja, die Überfahrt verlief ohne Probleme, wir erreichten die Insel, die Kolonisten gingen an Land und begannen sofort mit dem Aufbau...."

"Gut gut" unterbricht der Admiral, "Neue Befehle habe ich im Moment nicht, warte er solang im Vorzimmer."

Kurze Zeit später : "räusper"... Der Admiral schaut auf " Er steht ja immer noch hier. Was gibt es noch."

Darauf O`Donell "Nunja.. *hüstel* also der weite Weg.. *räusper* .. dieses portugiesische Gesöff namens Portwein..." "Nun lasse er sich doch nicht alles aus der Nase ziehen. Raus damit !" "Ähem, ist ja auch ein schönes Städtchen geworden auf Jamaika..." " MOMENT, vorhin sagte er doch noch Kuba , ja was denn nun" . Der Admiral wird langsam ungehalten.

Darauf O`Donell recht kleinlaut " Nunja *ähem* Kuba, ja so lautete der Befehl " und wird immer leiser als er fortfährt, so das alles weitere nur noch bruchstückhaft zu verstehen ist. " *murmel* ..Portwein..*weitermurmel*... Karte falsch herum *noch mehr murmel*... falsche Insel...*murmel* Jamaika...*murmel* ...erst auf Rückweg gemerkt ...*Abschlussgemurmel*"

Totenstille während die Gesichtsfarbe des Admirals langsam aber sicher in Richtung eines äusserst ungesunden Rot wechselt, was einen durchaus sehenswerten Kontrast zu O`Donells kreidebleichem Äusseren darstellt.

Dann poltert der Admiral los " WAAAAAAAS??? Er hat sich verfahren? Und es nicht einmal gemerkt????" Der Admiral schnappt nach Luft wie ein Karpfen auf dem Trockenen. "Postdienst von Meath nach Western Isles wird er ab jetzt fahren. DEN Weg wird er ja wohl noch finden! RAUUUUS !!!"


Tja, so kam der bemittleidenswerte Kapitän O`Donell zu einem neuen Kommando und Irland zu einer neuen Kolonie.

Das zweite erwähnenswerte Ereigniss fand 1726 statt. Cornwall hatte endlich seine Unabhängigkeit erlangt.

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König Feidlimidh VII sandte daraufhin sofort Boten nach Cornwall um sie zu beglückwünschen, und versicherte ihnen auf diesem Wege auch, wer immer Cornwalls Unabhängigkeit antasten wolle, würde sich irischen Waffen stellen müssen. Denn er , Feidlimidh VII, König von Irland , garantiere mit seiner Ehre für diese.

Die Botschaft wurde ausgesprochen erfreut angenommen und es entwickelten sich bemerkenswert gute Beziehungen zwischen beiden Herrscherhäusern.

Bis zum Jahre 1744 sollte der König noch die Geschicke des Landes lenken. Dann, im Januar 1744, entschlief er sanft, und hinterliess seinem Sohn Muireadhach III, ein gefestigtes Reich mit guten Beziehungen zum Ausland.

Dieser vermochte das Werk seines Vaters fortzusetzen. Er reformierte die Armee sowie die Flotte , und 3 Ereignisse fielen in seine Herrschaft.

Das erste nennenswerte Ereigniss war die Rückkehr der Kaiserkrone im November 1749.

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Das Zweite folgte im Oktober 1753. Die unablässigen Bemühungen der irischen Krone um Wiederherstellung ihrer Reputation gipfelte in der Ernennung zum Kontrolleur der Kirche.

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Und schlussendlich im Januar 1755 entschieden sich die Bewohner Cornwalls, die Erbschaft ihres Thrones durch Kaiser Muireadhach III anzuerkennen.

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Schliesslich, im Juni 1757 wurde auch Kaiser Muireadhach III zu unserem Herrn gerufen und übergab beide Kronen an den zukünftigen Kaiser Muchadh I.
Morenga

Beitrag von Morenga »

Sehr schön, werter Dreadan!

Jetzt gilt es nur noch, die Waliser und Bretonen einzusammeln - und der Weg ist frei für eine neue keltische Großmacht!

Darauf ein alkoholhaltiges Erfrischungsgetränk! :prost:
Seelensturm

Beitrag von Seelensturm »

Keine Ahnung wie das funktionieren soll.
Für die Vasselierungen der anderen Irländische Nationen hab ich dank "vielleicht"-Chance im Durchschnitt 3 Versuche gebraucht.
Bis 1465 hatte ich es geschafft dann einen zu annektieren. Meath dachte garnicht daran zu revoltieren.
Dann griff England an und ich hatte in jeder Provinz 4000 Mann stehen bevor auch nur meine Truppen und Söldner die nötige Kampfmoral gesammelt hatten.
Dreadan

Beitrag von Dreadan »

Glaubt mir werter Seelensturm, ich kann euch gut verstehen.
Ihr wollt gar nicht wissen wie oft ich vorher mit Irland scheiterte :)

In den ersten Jahren ist bei Irland leider sehr viel Glück nötig. Und mehr als einmal genügte nicht einmal das. Einmal schaffte ich es bis zur Entstehung Grossbrittaniens und scheiterte dann doch.

Dieser AAR ist mein erster wirklich erfolgreicher Versuch, und wenn ihr diesen genau verfolgt habt, erkennt ihr sicher, das ich ohne die ( für mich glückliche ) Einmischung Frankreichs auch dieses Mal gescheitert wäre :D

Nach mehreren Versuchen bin ich mir sogar mittlerweile sehr sicher , das der Verlauf des Frankreich-England-Krieges, der zu Beginn des Spieles bereits läuft, und jedesmal anders verläuft,( in Dauer und Erfolg ), für den Startbeginn mit Irland entscheidend ist, da er direkt die Chance von Meath zu revoltieren, sowie Englands Fähigkeit diese zu unterbinden , beeinflusst.

Nach meinen mittlerweile zahllosen Versuchen bin ich überzeugt, das man mit Irland nur dann eine Chance hat, wenn man es schafft England von Irland runterzubekommen, denn nur dann kann man mit 2000-3000 Mann erfolgreich alle Anlandungen zurückwerfen im ersten grossen Krieg. :)
Didiherz

Beitrag von Didiherz »

Ich habe es soeben auch mal mit einem Irischen Minor probiert und der bisherige Spielverlauf ist schon etwas absurd...
Gestartet bin ich mit Tyrone. In erster Linie, weil Ulster die höchste Basissteuer (5) hat. Gleich zu Beginn konnte ich Connaught vasallisieren (Wahrscheinlichkeit "vielleicht"; ich vermute weil meine Wirtschaft Basetax:5 , der ihren von Basetax:3 so gnadenlos überlegen war :tongue: ) und ein Bündnis mit Munster und Leinster eingehen (Vasallisierungschance war auf "unwahrscheinlich"; also habe ich es nur bei Leinster versucht und bin kläglich gescheitert).
Überraschenderweise konnte ich den Engländern Militärzugang gewähren, woraufhin ich mich schon in etwas mehr Sicherheit gewähnt hatte, weil sie bei einem Angriff auf mich ordentlich Stab verlieren würden.
Nun zum eigentlich merkwürdigen Verlauf:
England erklärt erst Connaught (meinem Vasallen) den Krieg (ohne CB, Stabhit -3), greift aber nicht an.... Nach einigen Monaten Waffenstillstand. Anschließend erklärt es Leinster den Krieg (ohne CB, Stabhit -3 :D ) und greift wieder nicht an... Nach einigen Monaten Waffenstillstand. ;)
Einige Zeit später erhebt es Anspruch auf meinen Thron (jaja ich weiß, ich hätte die Queen nicht ehelichen sollen :gluck: ). Der anschließenden Kriegserklärung (wieder mit rieseigem Stabhit), folgt kein Angriff. Wieder Frieden. England dümpelt im Moment mit -3 Stab vor sich hin und kann auch erstmal niemandem den Krieg erklären.
Ich selbst war nach Kriegsende politisch auch ein wenig isoliert und hatte nur noch Connaught als Allianzgefährten.
Es dauerte also nicht lange da erklärte mir ein Bündnis aus Munster, Leinster, Bretagne den Krieg (ohne CB, bei guten Beziehungen). Von den Bretonen habe ich nie etwas zu Gesicht bekommen und die anderen beiden hatten keine Truppen. Ich musste also nur mein letztes Geld zusammen kratzen 1000 Mann ausheben und habe beide ohne Gegenwehr vasallisieren können. Auch dieses KI-Verhalten kann ich nicht nachvollziehen.
Mittlerweile befinde ich mich im Jahre 1468 habe 100 auf dem Konto (Munster und Leinster sei dank), die irischen Kleinstaaten als Vasallen und Bündnispartner und 15 Händler in Europas COTs untergebracht und ein monatl. Einkommen von fast 9,0 und könnte sogar 2 Darlehen aufnehmen.
Habe ich da einen bösen Absturz der KI erlebt? Schwierigkeit ist auf "normal", aber das Verhalten meiner Nachbarn in diesem Spiel ist mir wirklich ein Rätsel :smoke: Besser konnten sie mir zwar nicht in die Hände spielen, nur habe ich keine Antwort auf das "Wieso und Warum?"
Naja :prost:
Es scheint im Spiel auf jeden Fall sehr abwechslungsreiche Wendungen mit den Iren zu geben :)
Seelensturm

Beitrag von Seelensturm »

England greift nicht an? Also allein in Meath standen allein immer so 3-4k Truppen, die sich sofort auf meinen Vasallen Leinster (denn sie hatten bei mir auch Militärzugang usw.) gestürzt hatten. Normalerweise bin ich es gewohnt, dass die KI immer nur 1000 Mann auf einmal anlandet, aber offenbar hatten sie sehr viele einzelne Koggen :rolleyes: Meine Kogge hatte ich vorsichtshalber nach Island evakuiert.
2k Reiter, 1K Infantrie und nochmal 3k Söldner konnten da absolut nix reißen.
England und Frankreich waren zu Beginn sehr lange im Krieg, nachdem Frankreich die Engländer rausgeschmissen hat, ist aber nix mehr passiert. Wie in fast jedem Krieg zwischen Großmächten.
In nem anderen Spiel waren Frankreich und England ununterbrochen 30 Jahre im Krieg, die einzigen Aktionen waren allerdings auch nur den Rebellen wegen der Kriegsmüdidkeit nachzurennen. Was sie auch geschafft haben, da hat sich absolut nix abgespalten.
Didiherz

Beitrag von Didiherz »

Bei mir hatten die Engländer lediglich 1000 Mann Kav in Meath, die ich dann bei ihrer zweiten Kriegserklärung vernichtet habe... Mehr kam auch nicht mehr. Allerdings ist mir in diesem Spielstand so stark wie noch nie aufgefallen, wie die KI bei den Stabkosten cheaten muss. Bis 1470 haben die Engländer mind. 8 Mal Kriege erklärt ohne CB, bei meist guten Beziehungen und gegenüber Religionspartnern. Trotzdem haben sie nach kürzester Zeit immer wieder positive Stab und liegen sogar im Forschungsbereich unter den Top 5 (also kann es auch nicht sein, dass sie Geld aus den Monatseinnhamen in die Stab pumpen)
Aus eigener Erfahrung mit England, weiß ich, wie lange es normalerweise dauert die Stab wieder hoch zu bekommen :rolleyes:
schmoemi

Beitrag von schmoemi »

Schon fertich?
jota

Beitrag von jota »

sieht so aus, das waren 300 Jahre 1453 - 1753, lt screenshots
Dreadan

Beitrag von Dreadan »

Nein werte Regenten, es kommen noch die Jahre bis 1793. Allerdings muss ich ein wenig um Geduld bitten , da ich im Moment etwas eingeschränkt bin und auch ein wenig Entspannung bedarf. Aber den Abschluss werde ich euch definitiv nicht vorenthalten :)
Flummi

Beitrag von Flummi »

Sehr, sehr schöner Bericht. Bin wirklich beeindruckt, hoffentlich meinen es die Schicksalsgötter und die vorzüglichen Weine weiterhin so gut mit den irischen Kaisern.
Dreadan

Beitrag von Dreadan »

Nun werte Regenten, ich wollte bekanntlich die restliche Geschichte Irlands nachreichen. Jedoch zwang mich ein kapitaler Generalstreik meines Rechners mit geradezu unnachgiebiger Einstellung zur fristlosen Kündigung des aktuellen Betriebssystems.

Damit ist dieser AAR zu meinem grossen Bedauern nicht nur beendet ( was ja nun einmal die Frage, ob Irland frei bleibt, deutlich unbeantwortet lässt ), sondern es hat sich ein neues Problem ergeben. :mad:

Und zwar installierte ich Windows XP neu ( zwangsläufig ), danach EU3. Jedesmal wenn ich dieses nun starten möchte, bekomme ich lapidar die Meldung " Launcher Problem festgestellt" , selbstverständlich gekoppelt mit vollständiger Arbeitsverweigerung des Spieles. Offenbar habe ich bei der Kündigung des Betriebssystems versäumt, die Betriebssystem-Gewerkschaftsbosse gleich mit vor die Tür zu setzen. Auch mehrfache Deinstallation mit erneuter Installation vermochte diesen Umstand nicht zum Besseren zu wenden. :(

Jedenfalls finde ich den verantwortlichen Fehler nicht. Mit dem Betriebssystem selber scheint sonst soweit alles in Ordnung zu sein. Mittlerweile bin ich wirklich am verzweifeln, und kann mich nur für den unverhofften AAR-Abbruch entschuldigen.

Jedenfalls bin ich mittlerweile mit meinem Latein am Ende. Falls jemand also Rat weiss. Hilfe ist willkommen.
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