VUGG: Dominion of Canada
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Hesse
Heute traf Dr. Friedrich van Buyten, seines Zeichens Geheimer Kommerzienrat und Leiter der außereuropäichsen Standortentwicklung der Luftschiffbau Zeppelin GmbH, in Ottawa ein. Zunächst besuchte er Dr. Ingo Lenßen in der deutschen Botschaft. Lenßen, deutlich durch seinen Victor-Emanuel-Bart in dem Betrieb des Hauses zu erkennen, feierte gerade mit den Botschaftsangehörigen den Abschluß eines Handelsvertrages mit Kanada und eine damit verbundene deutliche Verbesserung der Beziehungen zwischen beiden Staaten.
Van Buyten, ein Mann ohne große Worte, kam im Begrüßungsgespräch mit Lenßen gleich zur Sache: "Der neue Luftschifftyp in unserer Geheimabteilung wird wohl erst in ein paar Jahren die komplette Strecke fahren können. Aber wir planen daher einen mit Zwischenstationen gelegten Weg über Island, Grönland nach Kanada. Dabei wollen wir vor allem zunächst einen amerikanischen Flugverkehr eröffnen, der uns hier neues Kapital bringt und auch die Luftschifffahrt in den USA und Kanada populär macht. Hierfür suchen wir dringend einen Stützpunkt in Kanada von dem wir zukünftig den Transatlantikverkehr, als auch diverse Kooperationen in die USA ausführen können..."
Lenßen unterbach den Redefluß von van Buyten. "Sachte, sachte, werter van Buyten. Das wird sich schon alles finden. Heute feiern wir erstmal ein bisschen und morgen kümmern wir uns um ihren Stützpunkt."
So dann setzte auch ein Grammophon ein und es kreisten neue Champagnergläser.
Van Buyten, ein Mann ohne große Worte, kam im Begrüßungsgespräch mit Lenßen gleich zur Sache: "Der neue Luftschifftyp in unserer Geheimabteilung wird wohl erst in ein paar Jahren die komplette Strecke fahren können. Aber wir planen daher einen mit Zwischenstationen gelegten Weg über Island, Grönland nach Kanada. Dabei wollen wir vor allem zunächst einen amerikanischen Flugverkehr eröffnen, der uns hier neues Kapital bringt und auch die Luftschifffahrt in den USA und Kanada populär macht. Hierfür suchen wir dringend einen Stützpunkt in Kanada von dem wir zukünftig den Transatlantikverkehr, als auch diverse Kooperationen in die USA ausführen können..."
Lenßen unterbach den Redefluß von van Buyten. "Sachte, sachte, werter van Buyten. Das wird sich schon alles finden. Heute feiern wir erstmal ein bisschen und morgen kümmern wir uns um ihren Stützpunkt."
So dann setzte auch ein Grammophon ein und es kreisten neue Champagnergläser.
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Hesse
Dr. Friedrich van Buyten war bereits sehr früh im Büro von Botschafter Lenßen. Geduldig wartete er mehrere Stunden, bis der schlechtgelaunte Lenßen endlich eintraf. Dieser war mürrisch, vor allem da ihn pochende Kopfschmerzen vom teilweise billigen Alkohol, welchen er unter anderem in den späten Abendstunden der Feier zu sich genommen hatte, plagte. Optisch schien er um Jahre gealtert zu sein, was wohl er an seinem zersausten Bart gelegen hat.
Er brummte van Buyten an: "Es tut mir Leid, mein lieber van Buyten. Aber gestern war ein harter Tag für mich. Sie müssen leider ohne mich zum kanadischen Außenminister gehen, es sei denn, sie warten noch einen Tag."
Van Buyten rollte die Augen. Er war gestern eilig vom feuchtfröhlichen Fest gegangen, er war einfach für solche Aktivitäten nicht geschaffen. Zahlenkolonnen, Wirtschaftsberichte, strategische Standortbestimmung, Bilanzen, Effektivitätsraten, ja das war seine Welt. Aber feiern? Nein, dafür war ein Van Buyten nicht geschaffen. Aber er wußte auch, daß es ohne diese Dinge nicht ging. "Eine Hand wäscht die andere!", hatter er schon früh im Waschraum seiner Internatsschule gelernt, als er dort seine Matheaufgaben gegen den Schutz des Klassenraudis eintauschte. So fügte er sich seinem Schicksal: "Ich weiß, daß es besser wäre, wenn sie mich persönlich mit dem Außenminister bekanntmachen würden. Daher warten wir bis es Ihnen morgen besser geht. Aber dann eilt es wirklich! Ich habe noch einen dichten Terminkalender."
Lenßen nickte und quälte sich ein Lächeln ab: "Normalerweise ist es auch nicht meine Art, solche Dinge warten zu lassen. Aber es war gestern wirklich ein ungünstiger Zeitpunkt für ihre Ankunft. Ich bitte sie abermals um Verzeihung."
Van Buyten erhob sich, nickte leicht und ging aus dem Büro. Lenßen wußte, daß ihn dieser Abend gestern nicht nur ein Stück seiner Gesundheit, sondern auch des Kredits bei Van Buyten gekostet hatte. Wenn er morgen versagte, dann könnte es für ihn hier im kühlen Ottawa noch sehr heiß werden.
Er brummte van Buyten an: "Es tut mir Leid, mein lieber van Buyten. Aber gestern war ein harter Tag für mich. Sie müssen leider ohne mich zum kanadischen Außenminister gehen, es sei denn, sie warten noch einen Tag."
Van Buyten rollte die Augen. Er war gestern eilig vom feuchtfröhlichen Fest gegangen, er war einfach für solche Aktivitäten nicht geschaffen. Zahlenkolonnen, Wirtschaftsberichte, strategische Standortbestimmung, Bilanzen, Effektivitätsraten, ja das war seine Welt. Aber feiern? Nein, dafür war ein Van Buyten nicht geschaffen. Aber er wußte auch, daß es ohne diese Dinge nicht ging. "Eine Hand wäscht die andere!", hatter er schon früh im Waschraum seiner Internatsschule gelernt, als er dort seine Matheaufgaben gegen den Schutz des Klassenraudis eintauschte. So fügte er sich seinem Schicksal: "Ich weiß, daß es besser wäre, wenn sie mich persönlich mit dem Außenminister bekanntmachen würden. Daher warten wir bis es Ihnen morgen besser geht. Aber dann eilt es wirklich! Ich habe noch einen dichten Terminkalender."
Lenßen nickte und quälte sich ein Lächeln ab: "Normalerweise ist es auch nicht meine Art, solche Dinge warten zu lassen. Aber es war gestern wirklich ein ungünstiger Zeitpunkt für ihre Ankunft. Ich bitte sie abermals um Verzeihung."
Van Buyten erhob sich, nickte leicht und ging aus dem Büro. Lenßen wußte, daß ihn dieser Abend gestern nicht nur ein Stück seiner Gesundheit, sondern auch des Kredits bei Van Buyten gekostet hatte. Wenn er morgen versagte, dann könnte es für ihn hier im kühlen Ottawa noch sehr heiß werden.
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Hesse
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Van Buyten führte die Planung seiner Firma aus:
"Wir entwickeln zur Zeit einen neuen Luftschifftyp, der wohl erst in ein paar Jahren die komplette Transatlantikstrecke fahren kann. Daher planen wir einen mit Zwischenstationen gelegten Weg über Island, Grönland nach Kanada. Dabei wollen wir vor allem zunächst einen transamerikanischen Flugverkehr eröffnen, der uns hier neues Kapital bringt und auch die Luftschifffahrt in den USA und Kanada populär macht. Hierfür suchen wir dringend einen Stützpunkt in Kanada von dem wir zukünftig den Transatlantikverkehr, als auch diverse Kooperationen in die USA ausführen können.
Wir erhoffen uns daher von der kanadischen Regierung Hilfe für einen geeigneten Standort an der Küste und der entsprechenden Erschließung."
Lenßen saß nur lächelnd neben van Buyten und harrte mit dem Geschäftsmann aus Übersee der Dinge.
"Wir entwickeln zur Zeit einen neuen Luftschifftyp, der wohl erst in ein paar Jahren die komplette Transatlantikstrecke fahren kann. Daher planen wir einen mit Zwischenstationen gelegten Weg über Island, Grönland nach Kanada. Dabei wollen wir vor allem zunächst einen transamerikanischen Flugverkehr eröffnen, der uns hier neues Kapital bringt und auch die Luftschifffahrt in den USA und Kanada populär macht. Hierfür suchen wir dringend einen Stützpunkt in Kanada von dem wir zukünftig den Transatlantikverkehr, als auch diverse Kooperationen in die USA ausführen können.
Wir erhoffen uns daher von der kanadischen Regierung Hilfe für einen geeigneten Standort an der Küste und der entsprechenden Erschließung."
Lenßen saß nur lächelnd neben van Buyten und harrte mit dem Geschäftsmann aus Übersee der Dinge.
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Hesse
Van Buyten strich durch seinen Bart:
"Wir hofften, daß uns die kanadische Regierung da entsprechende Standorte vorschlagen könnte, immerhin kenne wir die hiesigen Regionen nicht so gut, wie die Kanadier selbst.
Anforderungen wären sicherlich eine Anschluß an eine entsprechende Infrastruktur. So sollte man zumindest einen Anschluß an den Schienenverkehr haben, damit Güter und Personen schnellstmöglich transportiert bzw. reisen können. Eventuell sollte zumindest die Erschließung durch die Eisenbahn im Bereich des Möglichen liegen. Der Bahnanschluß sollte eine direkte Verbindung zu einem Zentrum in Kanada oder den USA haben, wobei natürlich besser wäre, je näher man an ein bereits vorhandenes Zentrum bauen könnte.
Im Auge dürfte wohl die Großregion um Quebec liegen, da Neufundland und Labrador ja im britischen Besitz sind."
Van Buyten blickte scharf zu Lenßen hinüber. Lenßen begann leicht zu schwitzen. Er war überrascht, daß Kanada sich anscheinend keinerlei Gedanken über dieses Projekt zu haben schien. Würden die Verhandlungen scheitern, stand nun auch sein Posten auf dem Spiel.
"Wir hofften, daß uns die kanadische Regierung da entsprechende Standorte vorschlagen könnte, immerhin kenne wir die hiesigen Regionen nicht so gut, wie die Kanadier selbst.
Anforderungen wären sicherlich eine Anschluß an eine entsprechende Infrastruktur. So sollte man zumindest einen Anschluß an den Schienenverkehr haben, damit Güter und Personen schnellstmöglich transportiert bzw. reisen können. Eventuell sollte zumindest die Erschließung durch die Eisenbahn im Bereich des Möglichen liegen. Der Bahnanschluß sollte eine direkte Verbindung zu einem Zentrum in Kanada oder den USA haben, wobei natürlich besser wäre, je näher man an ein bereits vorhandenes Zentrum bauen könnte.
Im Auge dürfte wohl die Großregion um Quebec liegen, da Neufundland und Labrador ja im britischen Besitz sind."
Van Buyten blickte scharf zu Lenßen hinüber. Lenßen begann leicht zu schwitzen. Er war überrascht, daß Kanada sich anscheinend keinerlei Gedanken über dieses Projekt zu haben schien. Würden die Verhandlungen scheitern, stand nun auch sein Posten auf dem Spiel.