Gestern gelang der Polizei von Thessaloniki ein erfolgreicher Schlag gegen das organisierte Verbrechen.
Nach monatelangen Ermittlungen konnte letztendlich der Schlupfwinkel einer organisierten Bande ausgemacht und neutralisiert werden, der verschiedene Einbrüche und Schutzgelderpressungen zugeschrieben werden.
Nach Aussagen der eingesetzten Beamten bestand die Bande fast ausschließlich aus "Bürgern" bulgarischer Herkunft.
Diese hatten sich der Verhaftung mit Schußwaffen zu erwehren gesucht; allerdings waren die Polizeikräfte darauf vorbereitet.
Leider konnte nach der allgemeinen Schießerei nur der Anführer der Bande, ein gewisser Petko Stoilow, lebend abgeführt werden.
Tendenziöse Aussagen gewisser in der Nähe wohnender Augenzeugen ebenfalls bulgarischer Herkunft, die Polizisten hätten bei bereits festgenommenen Bandenmitgliedern gezielt "Fangschüsse" eingesetzt, werden hiermit energisch dementiert!
Stoilow war in den letzten Jahren von den bulgarischen Medien eine Zeitlang als "Freiheitskämpfer" hochgejubelt worden, denn er hatte zur Zeit des ersten Balkankrieges eine Insurgententruppe gegen die türkischen Besatzer Mazedoniens angeführt (siehe Archivbild).
Es scheint leider, als sei aus dem gefeierten Rebellen mittlerweile ein ganz gewöhnlicher Verbrecher geworden.
Der Prozeß gegen Stoilow beginnt, sobald die Beweisaufnahme abgeschlossen ist.