Geschichte
Nach 370jähriger osmanischer Fremdherrschaft brach 1821 in Griechenland der große Volksaufstand für die Unabhängigkeit los, der dem Land (vor allem durch die Unterstützung durch Großbritannien,Frankreich und Rußland) schließlich die Freiheit bescherte. Im Londoner Protokoll von 1830 musste das Osmanische Reich den griechischen Staat anerkennen.
Die Nationalversammlung ernannte den jungen Wittelsbacher Otto I. zum König; dessen Regentschaft wurde 1843 durch einen Volksaufstand beeinträchtigt, der eine Verfassung erzwang, und 1862 schließlich durch seine Absetzung beendet.
1863 wurde der dänische Prinz Wilhelm von Glücksburg-Sonderburg als Georg I. zum König gewählt.
Diesem gelang es, den griechischen Rumpfstaat 1881 um Thessalien (ohne die Stadt Thessaloniki) zu erweitern.
1896 entbrannte auch auf Kreta ein griechischer Aufstand gegen die Osmanen; die Kreter und die unter Kronprinz Konstantin zu deren Hilfe geeilten griechischen Truppen wurden zwar geschlagen, die Insel jedoch in einer internationalen Konferenz für unabhängig erklärt.
Griechenland verband sich im Balkanbund mit Serbien,Montenegro und Bulgarien, mit denen gemeinsam die Osmanen im Ersten Balkankrieg 1913 fast vom ganzen Balkan vertrieben werden konnten.
Die griechischen Truppen, wiederum unter Kronprinz Konstantins Kommando, eroberten Süd-Epirus und vor allem Thessaloniki (einen Tag bevor die Bulgaren eintrafen) von den Osmanen.
Griechenland erhielt im Londoner Vertrag, der den Ersten Balkankrieg beendete, außerdem Teile Makedoniens und vor allem Kreta zugesprochen.
Noch im selben Jahr griff Bulgarien, daß sich bei der Landverteilung benachteiligt gefühlt hatte, die ehemaligen Verbündeten an und wurde von diesen geschlagen.
Das Resultat waren die griechischen Grenzen in ihrem derzeitigen Bestand.