Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen (gen. Wilhelm II.) von Gottes Gnaden König von Preußen,Markgraf zu Brandenburg, Burggraf zu Nürnberg, Graf zu Hohenzollern,Souveräner und oberster Herzog von Schlesien wie auch der Grafschaft Glatz,Großherzog vom Niederrhein und Posen,Herzog zu Sachsen, Westfalen und Engern, zu Pommern, Lüneburg, Holstein und Schleswig, zu Magdeburg, Bremen, Geldern, Cleve, Jülich und Berg, sowie auch der Wenden und Kaschuben, zu Krossen, Lauenburg, Mecklenburg,Landgraf zu Hessen und Thüringen, Markgraf der Ober- und Niederlausitz, Prinz von Oranien,Fürst zu Rügen, zu Ostfriesland, zu Paderborn und Pyrmont, zu Halberstadt, Münster, Minden, Osnabrück, Hildesheim, zu Verden, Kammin, Fulda, Nassau und Mörs, gefürsteter Graf zu Henneberg, Graf der Mark und zu Ravensberg, zu Hohenstein, Tecklenburg und Lingen, zu Mansfeld, Sigmaringen und Veringen, Herr zu Frankfurt.Deutscher Kaiser und König von Preußen, das Staatsoberhaupt
Theobald von Bethman-Hollweg, Reichskanzler
Gottlieb von Jagow, Staatssekretär im Auswärtigen Amt
Clemens von Delbrück, Staatssekretär im Reichamt des Inneren
Alfred von Tirpitz, Staatssekretär im Reichsmarineamt
Helmuth von Moltke, Chef des Generalstabes der Armee
Oberst Walter Nicolai, Leiter des Nachrichtendienstes (Sektion IIIb)
Reinhold Kraetke, Staatssekretär des Reichspostamtes
Der Form halber wird das deutsche Aussenministerium um Anerkennung des neuen japanischen Botschafters Ito Hitoshi ersucht. Die entsprechenden Papiere gibt ein Laufbursche beim Pförtner des deutschen Aussenministeriums ab.
Der Wanderer muß nicht nur den Weg, sondern auch den Horizont dahinter sehen.
Der Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika James Cameron überreicht eine Liste der neuen Botschaftsangehörigen und bittet diese zu akkredetieren. Zudem bittet er darum die formalen Beziehungen auf einen Neutralen Status zu setzen.
Praesis ut prosis, non ut imperes
Träger des Stauffenbergkreuzes I. Klasse
To support an involuntary union is tyranny.
Seine Majestät, Gheorghe I. von Rumänien etc. pp., entsenden - mit besten Grüßen an die illustre Verwandschaft aus dem Hause Hohenzollern - Nikolaus Ernstadt als Botschafter in die Reichshauptstadt. Der gebürtige Siebenbürger ist für seine neue Aufgabe als Vertreter rumänischer Angebote und Ansprüche auf dem Balkan prädestiniert.
Österreich-Ungarns Botschafter Frederic, Graf Thun-Hohenstein stattet dem deutschen Kanzler seinen Antrittsbesuch ab.
Und bringt die Einladung des österreichischen Kaisers an SM Kaiser Wilhelm II, Österreich einen Staaatsbesuch abzustatten.
"Handle recht, nichts fürchte; Dein Ziel sei immer Ziel auch deines Landes, Wie deines Gottes und der Wahrheit."
Heinrich VIII
Theobald von Bethman-Hollweg war verwundert, als der neue Botschafter Österreich-Ungarns plötzlich in seinem Büro stand. Zum einen war er gerade intensiv in Gedanken über neue Pläne zur Durchbrechung der bestehenden Blockbildung der Großmächte versunken, zum anderen war für die Akkreditierung von ausländischen Botschaftern und der Abwicklung der Außenpolitik sein Staatssekretär von Jaglow zuständig.
Die Krönung war jedoch, daß Graf von Thun-Hohenstein anscheinend durch sämtliche Sicherheitsvorkehrungen geschlüpft war.
Prompt leitete Bethman-Hollweg die Einladung an seine kaiserliche Majestät ins Schloss weiter. Dann schickte er Graf von Thun-Hohenstein ins Auswärtige Amt zu Staatssekretär von Jaglow, der den neuen Botschafter Österreich-Ungarns akkreditierte.
Zu guter Letzt rief er den Offizier der Wache zu sich. Ernsthaft hatte er überlegt, ob er die alte Tradition des "Spießrutenlaufens" für diesen Fauxpas einführen sollte, schließlich beließ er es mit einer Degradierung zum einfachen Soldaten und einer Versetzung zu den Schutztruppen ins östlichste Kamerun.
Dann konnte sich der Reichskanzler endlich wieder seiner Regierungsarbeit widmen, wobei er schmerzlich an die Mehrheit der SPD im Reichstag dachte.
Der Botschfter will noch einige Worte an den Kanzler richten:
Wir bitten wegen dieses Vorgehens um Verzeihung. Aber angesichts der engen Bande, die unsere Staaten verbinden, schien ein etwas "persönlicheres" Vorgehen angebracht. Also rehabilitiert den Offizier und lasst es gut sein. Mann muss es mit Gründlichkeit,Disziplin und Ordnung ja nicht übertreiben.
"Handle recht, nichts fürchte; Dein Ziel sei immer Ziel auch deines Landes, Wie deines Gottes und der Wahrheit."
Heinrich VIII
Der Reichskanzler schnappte gerade noch die Worte des österreichischen Botschafters auf. In einer Note an von Jaglow hielt er hierzu eine Antwort fest.
Von Jaglow akkreditierte prompt den serbischen Gesandten. Danach begab er sich in die österreichische Botschaft, wo er folgende Stellungnahme des Reichskanzlers abgab:
"Werter Graf-Thun-Hohenstein,
sicherlich sind unsere Staaten sehr eng verbunden und wie der Kaiser es ja schon zu früheren Zeitpunkten betonte, verbindet unsere Staaten mehr als bloße Vertragswerke.
Dennoch gibt es in einem Staat feste hierachische Ordnungen und Prnizipien, ohne die der Staat in ein absloutes Chaos sinken würde. Wir selbst haben nicht umsonst einen Staatssekretär im Auswärtigen Amt eingesetzt, damit wir uns nicht persönlich um diverse Akkreditierungen kümmern müssen. Sicherlich nimmt Österreich-Ungarn eine Sonderrolle unter den vertretenden Staaten hier in Berlin ein, dennoch wäre es ein schlechtes Zeichen innerhalb meiner Regierung, wenn wichtige Amtsgeschäfte wegen ein paar Formalitäten zurückstehen müßten.
Der Umstand der Degradierung des besagten Offiziers ist jedoch nicht der Fakt, daß Ihr Euch mit der Akkreditierung an uns gewandt habt, sondern vielmehr ist es der Umstand, daß er Euch ohne Vorankündigung und ohne ordnungsgemäße Überprüfung in unser Büro gelassen hat. Es mag eine Nachlässigkeit angesichts Eurer Herkunft und bevorstehenden Aufgabe sein, vielleicht seid Ihr auch zu flink und überzeugend gewesen. Wie es auch ist, können wir solche Nachlässigkeiten bei einem Wachoffizier nicht dulden. Ansonsten könnte jeder Pöbel mit einer Pistole bewaffnet in unser Büro marschieren, besonders, das soll kein Vorwurf an Euch sein, wenn er aus dem Ausland stammt.
Nein, bei uns herrschen noch die deutschen Tugenden, Fleiß, Ordnung, Diziplin und Sitte. Daher ist es nur recht, wenn der Offizier zukünftig sich als Gefreite in Ostkamerun bewähren kann.
Wir halten dieses Thema für erledigt und möchten Euch in aller Form nochmals in Berlin, in Preußen, im Deutschen Reich willkommen heißen.
gez.
Reichskanzler Theobald Bethman-Hollweg
PS.: Die Einladung seiner kaiserlichen Majestät aus Wien haben wir unserer kaiserlichen Majestät überbracht und Ihr werdet sicherlich bald Antwort aus dem Berliner Schloss erhalten."
Der Vertreter des Botschafters der Vereinigten Staaten von Amerika wird im Auswärtigen Amt vorstellig und ersucht höflichst um eine Unterredung zwischen dem Botschafter der Vereinigten Staaten James Cameron und dem Staatssekretär Gottlieb von Jagow im Auswärtigen Amt.
Praesis ut prosis, non ut imperes
Träger des Stauffenbergkreuzes I. Klasse
To support an involuntary union is tyranny.
Von Jagow empfängt mit den üblichen Formalitäten des Protokolls den us-amerikanischen Botschafter im Auswärtigen Amt: "Ich grüße Sie, Mr. Cameron, was kann ich für Sie tun?"