Ein Gesandter namens Herbert von Stetten aus dem fränkischen Würzburg traf am Hofe des Kurfürsten Georg I. ein. Was er dort wollte war offensichtlich. Er wurde von seinem Herren dem Fürstbischof Johann Philipp von Greiffenclau-Vollraths entsand um an dem Hofe des Kurfürsten die Interessen Würzburgs zu vertreten.
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Bierkönig von Ochsenfurt AD 2004 Durch Gottes Gnaden und Unseren Gaumen
Trajan hat geschrieben:Ein Gesandter namens Herbert von Stetten aus dem fränkischen Würzburg traf am Hofe des Kurfürsten Georg I. ein. Was er dort wollte war offensichtlich. Er wurde von seinem Herren dem Fürstbischof Johann Philipp von Greiffenclau-Vollraths entsand um an dem Hofe des Kurfürsten die Interessen Würzburgs zu vertreten.
Da der Kurfürst dafür bekannt ist, die Staatsangelegenheiten selten nach der Etikette zu erledigen, empfing Georg I. den Abgesandten aus Würzburg während seines Mittagmahls.
Zwischen Wachteln, Kraut und Wein wurde sich über Krieg, Frieden und Gott unterhalten.
Und ich hätte nie gedacht, dass ich in meinem Leben mal sagen würde: "Vor dem Krieg...."
Ein Bote aus Kassel überbringt an den Hof des Kurfürsten folgendes Schreiben:
"Werter Georg I., Kurfürst von Hannover, es grüßt Euch Karl, Landgraf von Hessen-Kassel!
Wir betrachten Euer Kurfürstentum als einen wohlwollenden Nachbarn und wir sind im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation vereint. Daher ist es unser Wunsch, mit Euch in diplomatische Beziehungen treten. Wir bitten Euch den Überbringer unseres Sendschreibens, Freiherr Johann von Romrod, an Eurem Hofe als permanenten Gesandten in unseren Angelegenheiten aufzunehmen.
Nach dem Mittagsmahl wollte sich der Kurfürst seinen wohlverdienten Mittagsschlaf hingeben. Als ihm jedoch die Nachricht überbracht wurde, daß ein Abgesandter aus Hessen eingetroffen wäre ließ er sich 3 Kissen unter seinen Kopf legen. Aufrecht sitzend im Bett ließ er den Hessen zu sich bitten.
Das Gespräch war den Umständen entsprechend kurz und der Abgesandte des nachbarlichen Landgrafen wurde willkommen geheißen und ihm einen angenehmen Aufenthalt in Hannover gewüscht.
Und ich hätte nie gedacht, dass ich in meinem Leben mal sagen würde: "Vor dem Krieg...."
Nach beschwerlicher Reise erreicht der österreichische Gesandte Theodor Graf von Uhlen das Kurfürstliche Hannover. Gemäßg dem spanischen Hofzeremoniell schreitet der Graf vor die zuständige Instanz, auf das er alsbald als Botschafter des Kaisers akkreditiert werde.
General Wallenstein Carl the Great:Gegen einen launischen Wallenstein ist es schwer zu bestehen, gegen einen launigen unmöglich.
"Des Habsburger Botschafter ist eingetroffen, Eure Majestät!" Mit diesen Worten wurde Georg I. aus seinem Mittagsschlaf geweckt.
"Ein Gesandter aus Wien?!! Kammerdiener!!! Meine Kleider!" Nachdem der Schall dieser Worte gerade am Ausklingen war, kamen 10 Bedienstete des Kurfürsten in sein Schlafgemach, um seine welfische Hoheit einzukleiden.
Sicher war der Kurfürst für seine spezielle Art bekannt aber einen erwarteten Botschafter der Habsburger, so wußte auch er, empfängt man lieber halbwegs nach dem Protokoll.
Theodor Graf von Uhlen war ein wenig verstört, ob dieser offenen Handhabung der Etikette. War er doch anderes aus Wien gewöhnt. Jedoch mußte er festellen, daß die Leichtigkeit des Kurfürsten wie er ihn in Hannover als Botschafter willkommen hieß und ihm eine angemessene Unterkunft anbot auch seine Vorteile hatte.
Und ich hätte nie gedacht, dass ich in meinem Leben mal sagen würde: "Vor dem Krieg...."
Ein Bote es Kaisers erreicht den Hofe von Hannover und verliest die Verlautbarung Ihrer Majestät.
Verkündung der Reichsacht
Hiermit erklären Wir, Leopold von Habsburg, durch Gottes Gnaden Römischer Kaiser, König von Ungarn, König von Böhmen, König von Kroatien und Slawonien und Erzherzog von Österreich, die Reichsacht über die Person, die Gebiete und den Besitz des Kurfürsten Maximilian II. Emanuel von Bayern, als auch des Kurfürsten Joseph Clemens von Köln.
In Folge dieser Verkündung gehen besagte Fürsten unmittelbar all Ihrer Titel und Ihres Standes verlustigt und gelten fortan als Friedlose, ohne jewede Rechte und den Schutz durch Uns, den Kaiser.
Somit sei es eines jeden loyalen Reichsfürsten zugestandenes Recht, jenen niederen Verrätern an der heiligen Institution des Kaisers und somit des Reiches selbst, den Kriege zu erklären und diesen ohne Zurückhaltung zu führen. Sollte im Verlaufe dieser Reichsacht die Person eines oder beider Entehrten zu Schaden oder gar zu Tode gelangen, so wird hierfür niemand getadelt oder gar zur Rechenschaft gezogen werden. Jedwede Gebiete besagter Ausgestoßener welche ferner im Verlaufe dieser heiligen Pflicht durch die loyalen Reichsfürsten erobert werden, sollen auf Unser Geheiß dem jeweiligen Reichsfürsten selbst zur Hoheit fallen.
Das Sein der Gnädigkeit lässt Uns jedoch ebenso verlautbaren, dass ein jeder der besagten Fürsten, sowohl Maximilian II. Emanuel, als auch Joseph Clemens als reuige Sünder vor Uns treten mögen und in einem strikten Prozedere welches mit dem neuerlichen Treueschwur auf Reich und Kaiser endet, ihre Ehre und Ehrschaften zurückerlangen können.
Sollten besagte Friedlose jedoch ihren Verrate noch weiter betreiben und gar ihr Schwert gegen jedweden loyalen Reichsfürsten oder gar Uns, den Kaiser selbst erheben, ist auch dieses letzte Mildtum verwirkt."
Im Namen Gottes und zum Wohle des Reiches
Leopold I. von Österreich
Römischer Kaiser
König von Ungarn
König von Böhmen
König von Kroatien und Slawonien
Erzherzog von Österreich
General Wallenstein Carl the Great:Gegen einen launischen Wallenstein ist es schwer zu bestehen, gegen einen launigen unmöglich.
Edler Kurfürst,
wie allgemein bekannt führt Ihr ja Krieg gegen mächtige Feinde.
Obwohl wir als Bank bekanntlich neutral bleiben, bieten wir Euch einen Kredit in einer Höhe und einer Laufzeit eurer Wahl an.
Auch möchten wir Euch darauf hinweisen, dass Ihr Geld anlegen könnt, damit es sich vermehre.
Egal was ihr gedenkt zu tun, es sei Euch gesagt, dass die Transaktionsdaten geheim bleiben.
gezeichnet
Graf Theo von Oppeln
Geschäftsführer des Bankhauses zu Berlin
Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen
Vertrauter des Kaisers
One Vision! One Purpose! Peace through Power!
Kurze Posts wurden nur oberflächlich, lange gar nicht gelesen. Wir richteten uns danach! In Memoriam Stauffenberg (*20.09.1972 †23.01.2008)
Geschwächt trat der hannoveranische Kurfürst in sein Arbeitszimmer ein. Hatte er doch eine familiäre Tragödie zu überwinden gehabt.
Viel war wärend seiner 1 monatigen Abwesenheit passiert. Der Verteidigungskrieg gegen Polen hatte zwar viele Freunde inspiriert auf der freiheitlichen, protestantischen-christlichen Seite mitzukämpfen.
Anhalt wurde durch hannoveranische Truppen vom windigem August befreit.
Dennoch konnte Dresden nur durch den Verrat des Würzburger Fürstbischof nicht befreit werden.
eine harte Zeit stand bevor!
Und ich hätte nie gedacht, dass ich in meinem Leben mal sagen würde: "Vor dem Krieg...."
Erlass zum allgegenwärtigen Reichsfrieden ...auf Geheiß von Leopold I. von Österreich, Römischer Kaiser
Hiermit verkündet Leopold I., Römischer Kaiser, König von Ungarn, König von Böhmen, König von Kroatien und Slawonien, Erzherzog von Österreich und Fürst von Moldawien durch Kaiserlichen Erlass einen allgegenwärtigen Reichsfrieden zwischen den Reichsfürsten und ihren Reichslanden gemäß der nachfolgenden Bestimmungen:
1. Mit sofortiger Wirkung verkündet Ihre Kaiserliche Majestät, Leopold I. von Österreich im Februar anno 1701 (3) den allgegenwärtigen Reichsfrieden.
2. Hiermit ist jedweder kriegerischer Akt zwischen den Reichsfürsten untereinander innerhalb der Grenzen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation als zu unterlassende Handlung zu erachten.
3. Da einige Reichsfürsten auch außerhalb dieser Grenzen über Gebiete verfügen, bzw. ausländische Fürsten durch Besitz von Gebieten innerhalb des Reiches den Status eines Reichsfürsten inne haben, bezieht sich der Reichsfrieden somit nur auf die Titel und Ländereien bezüglich und innerhalb der Reichsgrenzen. (siehe angefügte Karte) Kriegerische Akte außerhalb der territorialen und titularen Grenzen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation fallen somit nicht unter den Reichsfrieden.
4. Mit der Verlautbarung des Reichsfrieden tritt ebenso ein schwebender, territorialer Status Quo (anno Februar 1701) in Kraft.
5. Im Zuge durchzuführender Beratungen innerhalb des Reichstages sind alsbald Beschlüsse zu fassen, welche einen stabilen politischen und terrtorialen Status nach sich ziehen sollen.
6. Jedweder Reichsfürst, als auch jedweder ausländische Fürst im Besitz von Gebieten innerhalb des Reiches welcher nicht gemäß diese Bestimmungen handelt, zieht unmittelbar die Reichsacht auf sich, welche entsprechende Folgen mit sich bringt.
Zum Wohle des Reiches und seiner Fürsten
[X] Kaiser Leopold I. von Österreich
General Wallenstein Carl the Great:Gegen einen launischen Wallenstein ist es schwer zu bestehen, gegen einen launigen unmöglich.
Eine Depesche aus Sachsen kommt an, Sie ist peinlich kurz:
"Bin bereit frieden zu schließen, fordere nur die Rückgabe Anhalts.
Gezeichnet,
August II., Kurfürst von Sachsen, König von Polen"
Eine Botschaft des Kurfürsten Georg I. von Hannover wird an das sächsische Volk in Anhalt über öffentliche Bekanntmachungen und Plakate verbreitet.
"Edelmänner, Bürger und Bauern Anhalts!
Wir, Georg I. von Hannover, versichern Euch nochmals, Euer Land nicht annektieren zu wollen. Wir betrachten Anhalt und seine Bürger nicht als Eigentum Hannovers. Wir sind gekommen, um euch vom polnischem-wikingischem Einfluß zu befreien.
Solange der polnische König und mit ihm seine antideutsche Allianz sich im Angriffskrieg mit den Verteidigern der holsteinischen, protestantischen Brüdern und Schwestern befindet, solange sorgen wir, Kurfürst Georg I. von Hannover, um eure Sicherheit und das Recht euren Glauben frei auszuüben.
Georg I.
Kurfürst
von Hannover"
Und ich hätte nie gedacht, dass ich in meinem Leben mal sagen würde: "Vor dem Krieg...."
Es war früh am Morgen als die kurfürstliche Garde samt Georg I. aus dem Winterquartier der hannov. Armee in Anhalt in der Residenz zu Hannover ankam.
Einen erschöpften Anblick bot der Kurfürst seinen Bediensteten. Die Dienerschaft wußte nicht ganz, ob diese Erschöpfung dem langen Ritt oder dem nur mäßigen Erfolg in Sachsen zuzuschreiben war.
Als Georg seine Gemächer betrat wollte dieser seine Gemahlin begrüßen und mußte feststellen das Sophie Dorothea sich seit 3 Tagen im Schloß zu Braunschweig aufhielt.
Beim Nachdenken was die Kurfürstin wohl in Braunschweig machte ließ sich Georg eines dieser in Mode gekommenen, exotischen Getränke bringen.
Mit diesem Kakao ließe sich bestimmt viel Geld machen dachte sich seine Majestät und tagträumte eine Phantasie von hannoveranischen Kolonien in der neuen Welt.
Und ich hätte nie gedacht, dass ich in meinem Leben mal sagen würde: "Vor dem Krieg...."
Etwas gelangweilt saß der Kurfürst vor seinen Staatsgeschäften. "Immer diese ewigen Gesetzesvorlagen unterschreiben. Himmel ich will einen Kakao!" Bei dem Wort 'Kakao' stand auch schon des Kurfürsten Kammerdiener im Zimmer. In der Hand ein Tablett mit einer Tasse Kakao.
Nachdem Georg I. seinen warmen Koloniedrunk geleert hatte stand Freiherr von Stade im Staatszimmer, um dem Hannoveraner Souverän die Geschehnisse aus Regensburg zu berichten.
Nach einem 2 stündigen Gespräch wurde der Freiherr v.Stade wieder nach Regensburg entlassen und dem Kurfürst dürstete nach einem weiterem Kakao!
Und ich hätte nie gedacht, dass ich in meinem Leben mal sagen würde: "Vor dem Krieg...."
Am 12.März des Jahres 1701 wird in Braunschweig ein Buch veröffentlicht mit dem Namen "Des Grafen lila Frau" .
In diesem wunderbar geschriebenen Roman werden die Lieb- und Seilschaften der Kurfürstin Sophie Dorothea, natürlich unter Verwendung falscher Namen, Zahlen und Orte, beschrieben.
Da, das Volk und der Adel solche Geschichten aus dem Herrscherhause förmlich aufsaugt wie ein Vampir das Blut, wird der Ruf der Kurfürstin von Tag zu Tag schlechter und der Kurfürst wird abwechselnd belächelt und bemitleidet ob seiner treulosen Ehefrau.
Spät sollte der Kurfürst mitbekommen, daß der Graf aus "Des Grafen lila Frau" , welches er selbst begeistert unzählige Male las, er selbst war.
Doch sein Verbot zur weiteren Publizierung kam viel zu spät und der Roman sorgte schon in Restdeutschland ja sogar in Frankreich für nicht enden wollenden Gesprächstoff in den Lesezirkeln.
Und ich hätte nie gedacht, dass ich in meinem Leben mal sagen würde: "Vor dem Krieg...."