Johannes Ebblwoi öffnete die Tür und mußte leicht würgen als ihm der süssliche, nach Verwesung stinkende Geruch in die Nase stieg. Mühsam unterdrückte er ein Erbrechen und abermals würgte er heftig als er die hässliche Fratze in der Tür ansah. Mühsam stütze er sich am Türrahmen ab und wendete für kurze Zeit seinen Blick von der Kräuterhexe ab. Der ätzende Geschmack von Galle füllte seinen Mund und er mußte seine ganze Kraft zusammennehmen, um überhaupt ein Wort über seine Lippen kommen zu lassen, ohne daß er der Frau ins Gesicht erbrach.
"Mein Gott, gute Frau", würgte er heraus, "wenn Ihr Euch auf die Kunst der Vertreibung gar hässlicher Auswüchse menschlichen Gebrechens versteht, warum wendet Ihr es nicht in Eurem Gesicht an?". Mühsam schaffte er es der Frau wieder ins Gesicht zu blicken. "Oder ist es gar das Ergebnis Eurer Behandlung?", dann kramte er in seiner Tasche und brachte einen Taler zum Vorschein. "Mein Gesäß plagt mich seit längerem mit einer eitrigen Pustel, so gebt mir eine Salbe, schlimmer kann es nun wirklich nicht werden", abermals wurde er von einem Anfall heftigen Brechreizes übermannt und er bemühte sich mit vorgehaltener Hand den mittaglichen Labskaus bei sich zu behalten.