Historische Titel

Moderator: ulysses

Beitrag von Der Zarewitsch »

Der Zarewitsch
Rang 18
Beiträge: 9670
Registriert: Do 08.11.2001, 12:00
Hat sich bedankt: 25 Mal
Danksagung erhalten: 320 Mal
SI-VerdienstkreuzGroßkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungGroßkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+34

Historische Titel

Viele Titel aus der Geschichte sind uns geläufig und meist glauben wir ihre Bedeutung und ihren Ursprung zu kennen.

Doch sicher ist sicher! ;)

Aus diesem Grunde dieser thread zur Erklärung historischer Titel.
Kaiserliche Grüße an alle Regenten

Es heißt in den Schriften der Weisen: Du sollst die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat.
Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein gewaltiger Drache wird, so wie aus einem einzigen Mann eine ganze Armee werden kann.

Beitrag von Der Zarewitsch »

Der Zarewitsch
Rang 18
Beiträge: 9670
Registriert: Do 08.11.2001, 12:00
Hat sich bedankt: 25 Mal
Danksagung erhalten: 320 Mal
SI-VerdienstkreuzGroßkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungGroßkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+34

Kaiser

Kaiser

Der deutsche Begriff Kaiser und das russische bzw. slawische Wort Zar, beide abgeleitet vom lateinischen Eigennamen Caesar, stellten in Europa die höchsten Titulaturen für Monarchen dar. Analog wurde der Titel Kaiser auch auf die Herrscher Persiens, Äthiopiens, Chinas, Japans, Koreas und Annams (Vietnams) angewandt.

Entwicklung des Titels Kaiser
Der Wandel des Eigennamens Caesar zum Herrschertitel erfolgte in einem fast 100 Jahre dauernden Prozess vom Tod Gaius Julius Caesars 44 v. Chr. bis zum Amtsantritt des Kaisers Claudius im Jahr 41. Zur vollen römischen Herrschertitulatur gehörten seit Augustus die drei Bestandteile Imperator, Caesar und Augustus.

In der Folge wurde einer von ihnen zur Bezeichnung für den höchsten Herrschertitel schlechthin, wobei aber je nach Zeit und Sprache ein anderer Bestandteil gewählt wurde.

Nach dem Ende der Antike übernahmen die meisten germanischen Sprachen die griechische Form von Caesar, Kaisaros, als Bezeichnung für die höchste Herrschergewalt, woraus sich dt. Kaiser entwickelt hat.

In den romanischen Sprachen bezeichnet dagegen ein von Imperator entlehntes Wort, vgl. franz. empereur, ital. imperatore, den Kaiser. Dasselbe gilt für das albanische Wort mbret "König"; das englische emperor ist hingegen aus dem Französischen entlehnt.


Entstehung des Kaisertitels im antiken Rom
Nachdem Gaius Julius Caesar in den Jahren 49-45 v. Chr. im Bürgerkrieg die Alleinherrschaft über Rom errungen hatte , wagte er es nicht, sich den bei den Römern verpönten Königstitel zuzulegen. Da die frühe Römische Republik aber für Notzeiten das außerordentliche Amt des Diktators gekannt hatte, ließ sich Caesar vom Senat zum Dictator perpetuus ("Diktator auf Lebenszeit") wählen. Zudem trug er den Titel Imperator, der sich von dem Begriff imperium herleitete und ursprünglich die militärische Befehlsgewalt über eine Legion bezeichnete. Zur Zeit der Republik konnte jeder Befehlshaber einer Legion von seinen Truppen zum Imperator ausgerufen werden. Später blieb der Titel allein den Kaisern vorbehalten. Er bezeichnete die tatsächliche Quelle ihrer Macht, die Militärgewalt.

Als erster Kaiser der Geschichte gilt aber nicht Caesar, sondern sein Großneffe Gaius Octavius, der spätere Augustus. Dieser nahm nach Caesars Ermordung 44 v. Chr. dessen Namen an, da der Diktator ihn testamentarisch adoptiert hatte. Er nannte sich von 42 v. Chr. bis 38 v. Chr. Gaius Julius divi filius Caesar (also "... Sohn des Vergöttlichten..."), dann bis 27 v. Chr. Imperator Caesar divi filius.

Nachdem auch er alle Konkurrenten um die Macht ausgeschaltet hatte, verschleierte er seine faktisch königsgleiche Stellung durch den bescheiden klingenden Titel princeps, was ursprünglich "wer als erster (von der Kriegsbeute) nimmt" bedeutet hatte, nun aber den "Ersten Bürger" bezeichnete. (Daraus ging das französische Wort prince "Fürst" hervor; aus diesem wiederum das deutsche "Prinz".) Für die angebliche "Wiederherstellung der Republik" verlieh ihm der Senat 27 v. Chr. den Ehrentitel Augustus, der "Erhabene", unter dem er in die Geschichte eingegangen ist. Nicht nur seine Beinamen Caesar und Augustus sowie sein Titel Imperator, sondern auch seine Staatsämter, die höchsten in Rom, wurden in seiner Familie erblich, so dass der Prinzipat de facto eine Monarchie darstellte.

Seit Kaiser Claudius wurde der Name Caesar endgültig zum Bestandteil der römischen Herrschertitulatur.


Sonderbedeutungen des Titels "Caesar"
Seit der Zeit von Kaiser Hadrian wurde der Titel Caesar auf den designierten Nachfolger des Herrschers angewendet. Die Reichsreform unter Kaiser Diokletian sah eine Vierherrschaft (Tetrarchie) von jeweils zwei Seniorkaiser (Augusti) und zwei diesen untergeordneten Juniorkaisern (Caesares) vor. Valentinian I. erhob seinen Sohn Gratian gleich zum Augustus.

Im byzantinischen Reich blieb Caesar Teil der offiziellen Kaisertitulatur bis Justinian II.. Anschließend taucht er weiterhin als besonderer Ehrentitel auf, fast ausschließlich innerhalb der kaiserlichen Familie. Unter Alexios I. Komnenos verliert der Titel diese Bedeutung und wird später zu einem Ehrentitel abgewertet.


Sakrale Stellung des Kaisertums
Zu den höchsten Staatsämtern im antiken Rom hatte auch das des Oberpriesters, des Pontifex Maximus gehört, das schon Caesar innegehabt hatte. Es verlieh seinen und Augustus' Nachfolgern neben ihrer säkularen auch eine sakrale Würde. Nach der Christianisierung unter Konstantin dem Großen, übertrugen die Kaiser diesen eigentlich heidnischen Titel auf den Papst als Bischof von Rom.

Gleichwohl leiteten später die byzantinischen Kaiser, die russischen Zaren und die Kaiser des Heiligen Römischen Reichs aus dieser sakralen Würde eine priestergleiche Stellung ab sowie den Anspruch, weltliche Oberhäupter der Kirche, wenn nicht der gesamten Christenheit zu sein. Dies führte im Abendland im 11. Jahrhundert zu einem schweren Konflikt zwischen deutschem Kaisertum und römischem Papsttum, dem Investiturstreit, in dem letzteres sich weitgehend durchsetzte. Im Osten - sowohl in Byzanz als auch in Russland - gelang es den Kaisern und den Zaren dagegen stets, den Vorrang vor den Patriarchen ihrer jeweiligen orthodoxen Kirchen zu wahren.


Der Kaisertitel im Fränkischen Reich und in Deutschland
Nach dem Untergang des Weströmischen Reichs und der Absetzung seines letzten Kaisers Romulus Augustulus im Jahr 476 riss die Kaisertradition im Westen zunächst ab. Die Kaiserkrönung des Frankenkönigs Karls des Großen am Weihnachtstag des Jahres 800 in Rom wurde von seinen Zeitgenossen aber als Wiederherstellung des Römischen Reichs (restauratio imperii) betrachtet. Im Jahre 812 erlangte Karl der Große schließlich die Anerkennung der Gleichrangigkeit seines Kaisertitels auch vom byzantinischen Kaiser. Karl nannte sich serenissimus Augustus a deo coronatus magnus, pacificus, imperator romanum gubernans imperium, qui et per misericordiam dei rex Francorum et Langobardorum, "allergnädigster, erhabener, von Gott gekrönter, großer, Friede bringender Kaiser, der das römische Reich regiert, durch Gottes Barmherzigkeit auch König der Franken und Langobarden". Danach brach die Tradition des karolingischen Kaisertums nicht mehr ab. 813 krönte Karl seinen Sohn Ludwig I. zum Kaiser und 816 wiederholte der Papst diese Krönung mit der Krone Konstantins des Großen. 817 krönte Ludwig wiederum seinen Sohn Lothar in Aachen zum Kaiser. Nach Ludwigs Tod erhält dessen Sohn Ludwig II. die Kaiserkrone. Nach einem Zwischenspiel, in dem die Kaiserkrone wieder mit Karl dem Kahlen an das westfränkische Reich fällt, gewinnt Karl der Dicke die Kaiserkrone wieder für das ostfränkische Reich, für das Arnulf von Kärnten im Jahre 896 vom Papst zum Kaiser gekrönt wird.

In dieser Tradition des römischen und des Ostfrankenreichs sah auch der deutsche König Otto der Große seine Kaiserkrönung mit der Reichskrone im Jahr 962. Daher betrachteten sich alle deutschen Herrscher bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation im Jahr 1806 als Nachfolger der römischen Caesaren und als weltliche Oberhäupter der Christenheit. Zwischen ihrer Wahl und ihrer Krönung zum deutschen König trugen sie den Titel "Römischer König". Dies war daher auch der Titel der Thronfolger, sofern sie schon zu Lebzeiten ihres Vorgängers gewählt worden waren. Zum "Römischen Kaiser" machte sie ursprünglich erst die Krönung durch den Papst in Rom. Bis auf Karl V. verzichteten allerdings seit Maximilian I. alle Kaiser auf den Romzug und nannten sich nach der Krönung in Frankfurt am Main "Erwählter Römischer Kaiser".

Auch der Titel "Augustus" ("Erhabener") blieb den Herrschern des Heiligen Römischen Reichs erhalten. Allerdings leitete man im Mittelalter, das Wort von seiner ursprünglichen lateinischen Verbform augere (für vermehren, vergrößern) her. Daher wird der Titelbestandteil "Semper Augustus" der römisch-deutschen Kaiser im Mittelalter in der Regel mit "Allzeit Mehrer des Reichs" übersetzt, in der Neuzeit auch mit "Allzeit erhabener Kaiser .


Der Titel "Deutscher Kaiser"
Einen "Deutschen Kaiser" hat es dem Titel nach im 1806 untergegangenen Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation nie gegeben. Erst König Wilhelm I. von Preußen nahm 1871 als Oberhaupt des neu gegründeten Deutschen Reichs diese Titulatur an. Nur der Kaisertitel stellte gegenüber den Königen von Bayern, Sachsen und Württemberg eine Rangerhöhung dar, die diese akzeptieren konnten.

Zwischen Wilhelm I. und seinem Ministerpräsidenten Otto von Bismarck kam es noch unmittelbar vor der Kaiserproklamation in Versailles am 18. Januar 1871 zu einer schweren Auseinandersetzung um den genauen Titel. Da der König sich weniger als Deutscher sondern als Preuße verstand, bevorzugte er den Titel "Kaiser von Deutschland". Dies hätte aber als Anspruch auf nicht zum Reich gehörige, deutschsprachige Gebiete - etwa Österreichs - ausgelegt werden können. Um dieses mögliche Konfliktpotenzial von vorneherein auszuschalten, bestand Bismarck auf die Titulatur "Deutscher Kaiser und König von Preußen".

Ergänzt wurde dieser Titel in dem von Bismarck entworfenen Manifest zur Kaiserproklamation durch einen Rückgriff auf die mittelalterliche Form des "Semper Augustus". Der neue Kaiser wurde darin bezeichnet als Allzeit Mehrer des deutschen Reiches, nicht an kriegerischen Eroberungen, sondern an den Gütern und Gaben des Friedens auf dem Gebiete nationaler Wohlfahrt, Freiheit und Gesittung.

Der letzte Deutsche Kaiser war Wilhelm II., der am Ende des 1. Weltkriegs abdanken musste.


Der Kaisertitel in Byzanz
Im Oströmischen oder Byzantinischen Reich bestand die Kaisertradition nach dem Ende der Antike nahezu ununterbrochen noch rund 1000 Jahre fort - bis zur Eroberung Konstantinopels durch die Türken im Jahr 1453. Unter Herakleios wird anstatt dem lateinischen Augustus Imperator der griechische Titel Basileus eingeführt, was jedoch nur der stärker werdenden Gräzisierung des Reiches Rechnung trug. Den staatsrechtlich begründeten Anspruch, Rechtsnachfolger der antiken römischen Kaiser zu sein, gaben sie nie auf. Mit der seit 812 erweiterten Titulatur Basileus ton Rhomaion, "Herrscher der Römer", machten die Kaiser in Konstantinopel diesen Anspruch noch einmal deutlich, eventuell in besonderer Abgrenzung zum westlichen Kaisertum (in der Forschung umstritten). Titel der Hauptkaisers war auch Autokrator, während Basileus auch an Mitkaiser vergeben wurde (wohl seit dem 10. Jahrhundert).

Während der Kreuzzüge wurde Konstantinopel auf betreiben Venedigs von den Kreuzfahrerheeren eingenommen. Es entstanden 3 Kaiserreiche: Das Lateinische Kaiserreich Konstantinopel war ein von Rom und Venedig kontrollierter Kreuzfahrerstaat. Als Nachfolger des Byzantinischen Kaiserreiches bildeten sich das Kaiserreich Nikäa sowie das Kaiserreich Trapezunt. Während ausgehend von Nikäa, das Byzantinische Reich restituiert werden konnte, wurde aus Trapezunt ein Vasallenstaat des Sultanats Ikonium und spielte für die weitere byzantinische Geschichte keine Rolle mehr.


Kaisertitel in Russland
So wie sich zunächst die fränkischen und später die deutschen Könige als Nachfolger der Weströmischen Kaiser sahen, so betrachteten sich die Großfürsten von Moskau seit dem Fall von Konstantinopel als rechtmäßige Erben des oströmischen Kaisertums. Sie waren nun die angesehensten Herrscher orthodoxen Glaubens, und Großfürst Iwan III. hatte 1472 Sofia (Zoe), eine Nichte des letzten Kaisers von Byzanz Konstantin XI. Paläologos geheiratet. Im Jahr 1547 nahm Großfürst Iwan IV. der Schreckliche offiziell den Titel Zar von ganz Russland an, den seine Nachfolger bis zum Sturz des letzten Herrschers aus dem Haus Romanow, Nikolaus' II., im Jahr 1917 trugen.


Das französische und das österreichische Kaisertum
Im Jahr 1804 versuchte Napoléon Bonaparte, bis dahin 1. Konsul der Französischen Republik, eine eigene monarchische Tradition zu begründen, indem er sich in der Kirche Notre Dame in Paris im Beisein - aber ohne Mitwirkung - des Papstes Pius VII. mit eigener Hand zum Kaiser der Franzosen krönte. Unter seinem Neffen Karl Louis Bonaparte, der sich Napoléon III. nannte, kam es nach dem Ende des bourbonischen Königtums und der 2. Französischen Republik zu einer Restauration des bonapartistischen Kaisertums. Das 2. Kaiserreich endete mit Frankreichs Niederlage im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71.

Um zu verhindern, dass Napoleon I. 1804 zu seiner Krönung die Insignien des Heiligen Römischen Reichs benutzte und sich so in dessen altehrwürdige Tradition stellte, hatte Kaiser Franz II. die Reichskleinodien von Nürnberg nach Wien überführen lassen, wo sie - abgesehen von einer Unterbrechung während der Nazi-Zeit, als sie kurzfristig nach Nürnberg zurückkehrten - bis heute in der Schatzkammer der Hofburg aufbewahrt werden. Kaiser Franz II. selbst legte 1806 die Krone des Heiligen Römischen Reiches nieder und erklärte es für aufgelöst. Da er protokollarisch nicht hinter Napoleon und dem russischen Zaren zurück stehen wollte, nahm er, angesichts des zerfallenden Heiligen Römischen Reiches, schon im Jahr 1804 den Titel eines Kaisers von Österreich an. Dessen letzter Träger, Karl I., dankte 1918 ab.


Kaiser außerhalb Europas
Seit der frühen Neuzeit hat es sich in Europa eingebürgert, auch die Herrscher bedeutender außereuropäischer Reiche als Kaiser zu bezeichnen: so den chinesischen Sohn des Himmels, den japanischen Tenno, den indischen Großmogul, den Schah von Persien und den Negus Negesti (König der Könige) von Äthiopien, aber auch die Herrscher von Korea und Annam. Die englischen Könige trugen von 1878 bis 1948 den Titel "Kaiser von Indien".

Daneben gab es von 1822 bis 1889 zwei aufeinanderfolgende Kaiser von Brasilien, die auf das portugiesische Königshaus zurückgingen, sowie das kurzlebige Kaiserreich von Mexiko unter dem Bruder von Kaiser Franz Joseph I. von Österreich, deren Kaisertitel durchaus auf europäische Traditionen aufbauten und von anderen Monarchen anerkannt wurden.

Das kurzlebige Kaiserreich in der Zentralafrikanischen Republik (1977-1979) wurde von keiner anderen Monarchie anerkannt und konnte auch nicht aufgrund irgendeiner Tradition auf den Kaisertitel Anspruch erheben. Ähnlich verhielt es sich im 19. Jahrhundert mit den ebenfalls kurzlebigen Kaisern von Haiti.

Das einzige heute noch bestehende Kaiserreich ist Japan.


Liste der Kaiserreiche

Europäische Kaiserreiche:
Rom
Byzanz
Heiliges Römisches Reich deutscher Nation
Deutsches Reich
Österreich
Russland
1. Französisches Kaiserreich
2. Französisches Kaiserreich

Außereuropäische Kaiserreiche:
China
Japan
Indisches Mogulreich
Brasilien
Persien
Äthiopien
Annam (heute Vietnam)
Korea
Mexiko

Nicht anerkannte Kaiserreiche:
Haiti
Zentralafrika
Kaiserliche Grüße an alle Regenten

Es heißt in den Schriften der Weisen: Du sollst die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat.
Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein gewaltiger Drache wird, so wie aus einem einzigen Mann eine ganze Armee werden kann.

Beitrag von Der Zarewitsch »

Der Zarewitsch
Rang 18
Beiträge: 9670
Registriert: Do 08.11.2001, 12:00
Hat sich bedankt: 25 Mal
Danksagung erhalten: 320 Mal
SI-VerdienstkreuzGroßkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungGroßkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+34

Herzog

Herzog

Herzog, von althochdeutsch: herizogo "der vor dem Heer zieht", ist ein Adelstitel.

- Ursprünglich waren Herzöge germanische Heerführer, die für die Dauer eines Kriegszuges von Stammesfürsten durch Wahl oder durch Los bestimmt wurden.

- In der Merowingerzeit waren Herzöge königliche Amtsträger mit vorwiegend militärischen Aufgaben, denen der König ein Herzogtum mit Oberhoheit über Land- und ggf. Markgrafschaften verliehen hatte.

- Im Frühmittelalter entstanden im Raum des fränkischen Reiches erbliche Stammesherzogtümer, die von den Karolingern aufgehoben wurden, mit dem Niedergang der königlichen Zentralgewalt Ende des 9. Jahrhunderts aber wieder auflebten. Die Stammesherzöge im Ostfrankenreich zu Zeiten Heinrichs I. waren Erben bestimmter Herrscher-Dynastien.

- Unter der Politik der Kaiser im Heiligen Römischen Reich wandelten sich im 12. und 13. Jahrhundert die Stammesherzogtümer zunehmend in Territorial- und Titular-Herzogtümer. Ein Herzog war danach Herrscher über bestimmte ggf. räumlich zerrissene Territorien oder Träger des vom König verliehenen Adelstitels. Die Herzogswürde wurde vom König als Lehen vergeben und konnte auch wieder entzogen werden (siehe Heinrich der Löwe, 1180).

Auf diese Weise wurde der ursprünglich auf ein Stammesgebiet bezogene Titel eines "Herzogs von Sachsen" nach 1180 aufgespalten und regional völlig neu zugeordnet, indem die Erzbischöfe von Köln den Titel eines "Herzogs von Westfalen" (einer bis dahin zu Sachsen gehörigen Region, quasi West-Sachsen) erhielten, während das Fürstenhaus der Askanier den Titel eines "Herzogs von Sachsen" für den Ostteil des bisherigen Herzogtums erhielt (seit 1356 auch als Kurfürsten von Sachsen mit Sitz in Wittenberg). Durch Aussterben der Wittenberger Askanier 1423 ging der Kurfürsten- und sächsische Herzogstitel an die viel weiter östlich sitzenden Markgrafen von Meißen über, wodurch der ursprünglich auf das heutige "Niedersachsen" zentrierte Herzogstitel und Landesnahme in das heutige "Land Sachsen" geriet, mit dem er bis dahin überhaupt nichts zu tun hatte.

Während sich in Bayern der stammesbezogene Herzogstitel seit 1180 auf die Ländereien der Wittelsbacher beschränkte, die ihn seither führten, kam der schwäbische Herzogstitel völlig außer Gebrauch, und der fränkische führte als eher bedeutungsloser Ehrentitel der Fürstbischöfe von Würzburg ein Schattendasein bis 1802/03.

Zugleich aber traten im Spätmittelalter durch Rangerhebungen verschiedener Fürsten neue Herzogtümer hinzu: Den Anfang machten die 1180 der von ihnen besetzten Stammesherzogtümer Sachsen und Bayern verlustig gegangenen Welfen, die im 13. Jahrhundert für ihre Erbbesitzungen in Norddeutschland den Titel eines "Herzogs von Braunschweig" erhielten. Im 14. Jahrhundert wurden z.B. die Fürsten von Mecklenburg, im 15. Jahrhundert der Graf von Württemberg vom Kaiser zu Herzögen "befördert". In der Frühen Neuzeit ebbte diese Form der Rangerhöhung ab; statt dessen versuchten nun etliche Herzöge, den noch höherwertigen Kurfürsten-Titel (mit dem Recht der Teilnahme an der Kaiserwahl) zu erlangen, was dem Herzog von Braunschweig-Lüneburg 1692 gelang, dem konkurrierenden Herzog von Württemberg jedoch erst 1803.

Mit der Zerschlagung des "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation" zwischen 1803 und 1806 und der Herrschaft Napoleons I. über Deutschland erfolgte eine weitere Folge von Rangerhöhungen für anpassungsbereite deutsche Fürsten: Bisherige Herzöge wurden - wie der von Württemberg - erst zu Kurfürsten, dann zu Königen befördert, bisherige Fürsten - wie die diversen von Anhalt - stiegen zu Herzögen auf. Nach dem Sieg über Napoleon führte der Wiener Kongreß der Siegermächte zu einer weiteren, letzten Welle solcher Rangerhöhungen. Meist bedingt durch Verwandtschaft mit mächtigen Monarchen Europas, insbesondere mit dem russischen Kaiser oder dem König von Preußen, stiegen in Deutschland bisherige Herzöge 1815 zu "Großherzögen" auf (Sachsen-Weimar-Eisenach, Oldenburg, Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz, Luxemburg).

Regierende Herzöge in Deutschland (mit dem Prädikat "Hoheit") waren zwischen 1815 und 1918 nur noch: der Herzog von Braunschweig (Linie Wolfenbüttel bis 1886, Linie Hannover ab 1913), der Herzog von Anhalt (ab 1863, davor zwei bzw. drei Teilherzogtümer), der nur bis 1866 regierende Herzog von Nassau, der bis 1864 als Herzog von Schleswig und Holstein regierende König von Dänemark sowie die (in dieser Dreier-Kombination ab 1826 in Thüringen herrschenden) Herzöge von Sachsen-Coburg-Gotha, Sachsen-Meiningen und Sachsen-Altenburg.

Innerhalb Europas existierten ab 1815 souveräne Herzogtümer lediglich noch innerhalb Italiens (Modena, Parma und zeitweilig Lucca), die 1859/60 im Zuge der italienischen Einigung verschwanden.
Kaiserliche Grüße an alle Regenten

Es heißt in den Schriften der Weisen: Du sollst die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat.
Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein gewaltiger Drache wird, so wie aus einem einzigen Mann eine ganze Armee werden kann.

Beitrag von Der Zarewitsch »

Der Zarewitsch
Rang 18
Beiträge: 9670
Registriert: Do 08.11.2001, 12:00
Hat sich bedankt: 25 Mal
Danksagung erhalten: 320 Mal
SI-VerdienstkreuzGroßkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungGroßkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+34

Graf

Graf

Graf war ein (deutscher) Adelstitel (von althochdeutsch grafio, gravo, vielleicht von griechisch grapheus, „Schreiber“), lateinisch comes, französisch comte. Zu römischer Zeit war Comes die Bezeichnung eines hohen Offiziersrangs der römischen Legionen.

Der Graf ist Stellvertreter eines Königs an der Spitze einer bestimmten Verwaltungseinheit im Merowinger- und Frankenreich (Grafschaft, Gau). Der Graf war zunächst mit Wehrhoheit, im Frankenreich auch mit Gerichtsbarkeit, Finanz- und Verwaltungshoheit ausgestattet. Die Grafschaftsverfassung des Frankenreichs wurde von England (county), Frankreich, Spanien, Italien und Ungarn (Komitat) übernommen.

Der deutsche Adel teilte sich früher in zwei Klassen, den Hohen und Niederen Adel. Grafen waren die niedrigsten Mitglieder des Hohen Adels. Die Nachfahren von Grafen erhielten ebenfalls den Titel "Graf" oder "Gräfin". Im Allgemeinen wurden Grafen mit "Eure Erlaucht" angeredet.

Es gab auch den Grafentitel "zweiter Klasse". Nur der Besitzer eines Fideikommisses kam in den Grafenstand, seine Kinder blieben Freiherren bzw. Freiinnen. Nach dem Tod des Grafen folgte meistens der älteste Sohn, der dann Graf wurde, seine Geschwister blieben im Freiherrenstand. Nach 1919 ging somit bei einigen freiherrlichen Familien der Grafentitel verloren, da die Titel als Bestandteile des Namens festgeschrieben wurden.

Seit 1919 ist in Deutschland der Grafentitel nur noch Bestandteil eines Familiennamens.


Landgraf

Landgraf (lat. comes magnus, comes principalis) war der Adelstitel königlicher bzw. kaiserlicher Amtsträger, die Territorien bzw. Stammesgebiet innerhalb des Reiches zum Lehen hatten. Landgrafen waren für die regionale Verwaltung innerhalb der Landesgrenzen zuständig, während Markgrafen die Grenzgebiete gegen äußere Feinde zu sichern und zu verteidigen hatten. Bekannt ist der Titel z. B. durch die Landgrafen von Thüringen. Der Chef des Hauses Hessen ist Moritz Landgraf von Hessen. Weitere Landgrafschaften: Baar, Breisgau, Hegau, Heiligenberg, Leuchtenberg, Nellenburg, Stühlingen Der Landgraf ist im HRR dem Rang nach den Herzögen gleich gestellt.

Markgraf

Markgraf (engl.: Marquess, frz.: Marquis, nl.:Markies, Markgraaf, it.:Marchese, pt.: Marquês, sp.:Marqués) war der Adelstitel königlicher bzw. kaiserlicher Amtsträger, die eine Mark zum Lehen hatten. Als Mark wurde ein Grenzland im Fränkischen Reich und im Ostfrankenreich bezeichnet (z. B. Mark Brandenburg).

Das Amt des Markgrafen wurde von Kaiser Karl dem Großen um 800 eingeführt und von seinen Nachfolgern lange Zeit beibehalten. Karls Ziel war es, die Grenzen des in z. T. blutigen und langen Kriegen (siehe auch Sachsen (Volk)) erweiterten Reiches gegen Angriffe von außen zu sichern.

Zur Erfüllung dieser risikoreichen Aufgabe erhielten die Markgrafen diese Gebiete vom Kaiser direkt als Lehen. Die Markgrafen hatten besondere Befugnisse: Sie konnten selbst den Heerbann aufbieten und erhielten eine größere Zahl an fränkischen Vasallen zur Unterstützung zugewiesen. Wehrhafte Bauern wurden im ganzen Frankenreich zur Ansiedlung in den Marken angeworben, so dass die Markgrafen über z. T. beträchtliche Heere verfügen konnten. Die Markgrafen wurden vom Kaiser durch besondere Sendboten kontrolliert.

Zahlreiche Markgrafen, die ursprünglich aus einfacheren Adelsverhältnissen kamen, konnten sich in den Marken eine mächtige Position aufbauen, die später auch für machtpolitischen Einfluss innerhalb des Reiches genutzt wurde. Dementsprechend stammen einige Königshäuser von Markgrafen ab, z. B.

- die Wettiner (Markgrafschaft Meißen)
- die Hohenzollern (Markgrafschaft Brandenburg)

Vom 12. Jahrhundert an wurden die meisten Markgrafschaften in Reichsfürstentümer umgewandelt. Im deutschen Sprachraum blieb der Titel des Markgrafen regierenden (aber auch nicht regierenden)1 Fürsten vorbehalten (z. B. den Markgrafen von Baden, den preußischen Königen als Markgrafen von Brandenburg, dem österreichischen Kaiser als Markgraf von Mähren2). In anderen Ländern wurde der Markgraf (im Rang zwischen Graf und Fürst) auch als bloßer Adelstitel vergeben. Ausländische Adlige werden im Deutschen mit dem französischen Titel Marquis bezeichnet: z. B. Marquis von Salisbury, Marquis von Pombal; literarisch: Marquis von Posa, Marquis von Keith).

Seit 1385 ist Marquess der zweithöchste Rang im englischen Adel.

Pfalzgraf

Die Pfalzgrafen (lat. palatinus: "der im Palast bzw. bei Hofe") waren Amtsträger und Vertreter des Königs. Sie standen dem Hofgericht vor und hatten eine leitende Funktion allgemeiner Art inne. Außerdem fungierten sie auch als Verbindungsmann zwischen Bittstellern aus dem Reich und dem König.

In der Merowinger- und Karolingerzeit waren Pfalzgrafen leitende königliche Amtsträger bei Hofe mit vorwiegend administrativen und richterlichen Aufgaben. Mit dem Amt wurde Pfalzgrafen oft auch die Herrschaft über eine Königs- bzw. Kaiserpfalz mit Gefolge und zugehörigen Gütern verliehen. Diese burgähnlichen Pfalzen bzw. Königshöfe lagen verstreut über das Königreich in unterschiedlichen Herzogtümern.

In den Stammesherzogtümern des Ostfrankenreichs erhielten die Pfalzgrafen sehr weitgehende königliche Sonderrechte um den Zusammenhalt des Königtums politisch zu sichern und die mächtigen Herzöge in Schach zu halten. Dazu gehörte u. a. das Privileg der Königswahl.

Ende des 10. Jahrhunderts gab es in den Stammesherzogtümern Sachsen, Bayern, Schwaben und Lothringen Stammes-Pfalzgrafen als Vertreter und Wahrer der königlichen Rechte. Der mächtigste unter ihnen war Stellvertreter des Königs im Hofgericht, Reichsvikar bei Thronvakanzen und sogar Richter über den König.

Eine strikte Ämtertrennung z. B. zwischen Pfalzgrafen einerseits und anderen Fürstenämtern gab es nicht. Mächtige Pfalzgrafen waren oft auch Land- oder Markgrafen, Herzöge oder auch kirchliche Fürsten. Damit wuchs dem Herrschaftsbegriff Pfalz im Heiligen Römischen Reich eine neue Bedeutung zu. Pfalz bezeichnete danach nicht nur befestigte Königshöfe, sondern auch von Pfalzgrafen bzw. Kurfürsten beherrschte Territorien.

Später wurde die Bezeichnung zu einem erblichen Titel in verschiedenen deutschen Fürstenhäusern.

Der Pfalzgraf bei Rhein als Herrscher der Kurpfalz war einer der sieben Kurfürsten und während der Abwesenheit des Königs dessen Vertreter. Seit 1198 gehörte er dem Kurfürstenkollegium an, das den König wählte.

Burggraf

Der Burggraf (lat. praefectus oder castellanus) ist ein Amt aus dem Lehnswesen des Mittelalters. Es unterschied sich vom Grafen nur dadurch, dass der Amtsbezirk typischerweise kleiner war und an einem festen oder sonstwie bedeutenden Ort hing.

Die Befugnisse wechselten sehr oft im Verlaufe der mittelalterlichen Geschichte. Jedenfalls war der Burggraf zuständig für die Verwaltung und die Gerichtsbarkeit. Zunächst war es ein Reichsamt, später wurden auch kirchliche Würdenträger (z. B. Bischöfe) Burggrafen.

Wie die anderen Ämter des Lehnsstaats wurde auch der Burggraf bald erblich. Besonders bekannt sind die Burggrafen von Mainz, Meißen und Magdeburg sowie die von Nürnberg (Hohenzollern).

Freigraf

Der Freigraf ist der durch den Gerichtsherrn (Stuhlherrn) eingesetzte Vorsitzende eines Femegerichts.

Raugraf, Wildgraf

Raugraf war im Mittelalter der Name eines reichsgräflichen Geschlechts im Nahegau, das seinen Ursprung von den alten Gaugrafen ableitete. Graf Emichs VI. vom Nahegau Söhne Konrad und Emich (1140-60) teilten die Besitzungen des Geschlechts; ersterer nannte sich Wildgraf (comes silvester), letzterer nach der rauhen, gebirgigen Beschaffenheit seiner Herrschafften (Altenbaumberg, Ruwenberg, Stolzenberg) Raugraf (comes hirsutus).

Nachdem diese Besitzungen nach Erlöschen des raugräflichen Geschlechts an die Pfalz gekommen waren, erhob Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz (1648-1680) 1667 seine ihm 1658 morganatisch angetraute Gemahlin Marie Luise von Degenfeld (1634-1677) zur Raugräfin; deren dreizehn Kinder erhielten den gleichen Titel.
Kaiserliche Grüße an alle Regenten

Es heißt in den Schriften der Weisen: Du sollst die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat.
Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein gewaltiger Drache wird, so wie aus einem einzigen Mann eine ganze Armee werden kann.

Beitrag von Der Zarewitsch »

Der Zarewitsch
Rang 18
Beiträge: 9670
Registriert: Do 08.11.2001, 12:00
Hat sich bedankt: 25 Mal
Danksagung erhalten: 320 Mal
SI-VerdienstkreuzGroßkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungGroßkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+34

Sultan

Sultan

Sultan (arab. sultân = Herrschaft, Herrscher; auch Personenname) ist ein islamischer Herrschertitel, der in verschiedenen Epochen der Zeitgeschichte und in verschiedenen Gegenden der Welt benutzt wurde, z.B. in Indien oder im Osmanischen Reich. Der Titel beinhaltet sowohl moralisches Gewicht als auch religiöse Autorität, so wie die Rolle des Herrschers im Koran definiert ist, allerdings war der Sultan kein religiöser Lehrer.

Im byzantinischen Reich und im orthodoxen Christentum wurde eine vergleichbare Einheit von Kirche und Staat in der Person des Herrschers als Cäsaropapismus bezeichnet. Der letzte Herrscher in einer westlichen Kultur mit vergleichbarer Autorität war Nikolaus II., der letzte Zar von Russland.

Der erste, der diesen Titel trug, war der türkische Herrscher Mahmud von Gazna (998 bis 1030) in Nordwestindien. Später wurde Sultan der übliche Titel der seldschukischen und osmanischen Herrscher in der Türkei und der ayyubidischen und mameluckischen Herrscher in Ägypten. In der Türkei 1922 abgeschafft. Heute sind Oman und Brunei die einzigen souveränen Staaten, deren Oberhäupter noch den Titel "Sultan" tragen. Der Sultan von Marokko wandelte seinen Titel 1956 in "König" (arab. Malik) um. In Ostafrika wurde der Titel früher auch für Dorfhäuptlinge gebraucht
Kaiserliche Grüße an alle Regenten

Es heißt in den Schriften der Weisen: Du sollst die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat.
Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein gewaltiger Drache wird, so wie aus einem einzigen Mann eine ganze Armee werden kann.

Beitrag von Der Zarewitsch »

Der Zarewitsch
Rang 18
Beiträge: 9670
Registriert: Do 08.11.2001, 12:00
Hat sich bedankt: 25 Mal
Danksagung erhalten: 320 Mal
SI-VerdienstkreuzGroßkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungGroßkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+34

Wesir

Wesir

Der Ausdruck Wesir bezeichnet ein seit der Antike bis zu den Osmanen bestehendes Regierungsamt.

In Ägypten gab es schon im Alten Reich das Amt des tjite. Er stammte aus der Schreiberkaste und war erster und oberster Beamter nach dem Pharao. In der Neuzeit wurde für dieses Amt der Begriff Wesir verwendet. Im antiken Alten und im Mittleren Reich Ägyptens gab es einen Wesir. Im Neuen Reich gab es für die Reichsteile Oberägypten und Unterägypten jeweils einen Wesir.

Die Urform des Wortes Wesir ist Wazir, ein aus dem Arabischen kommendes Wort und eine ebenfalls aus dem Arabischen kommende Bezeichnung. Der Wazir war ein Helfer aber auch Repräsentant des Kalifen, der aus der sich im Kalifat bildenden Schreiberkaste hervorging. Diese Schreiberkaste bestand hauptsächlich aus Iranern und Fremden. Sie übten die weltliche Verwaltung und Gerichtsbarkeit im Namen des Kalifen aus und bildeten damit die Ergänzung der überwiegend durch den Islam geregelten Rechtsprechung. Der Wesir übernahm immer mehr Regierungsämter und übte damit im Laufe der Zeit ein mächtiges Hofamt aus. An der Wende vom 9. zum 10. Jahrhundert war der Wesir bereits der mächtigste Mann im Kalifenstaat und drängte den Kalifen in die Position des ausschließlichen geistlichen Oberhauptes. Die mächtige iranische Wesirfamilie der Barmakiden wurde erst von Harun ar-Raschid (786-809) im Jahre 803 entmachtet und aus den wichtigsten Ämtern entfernt.

In der osmanischen Türkei war der Großwesir der zweite Mann im Staate. In der Türkei wurde der Titel 1922 nach der Abschaffung des Sultanats durch den "Ministerpräsidenten" ersetzt.
Kaiserliche Grüße an alle Regenten

Es heißt in den Schriften der Weisen: Du sollst die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat.
Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein gewaltiger Drache wird, so wie aus einem einzigen Mann eine ganze Armee werden kann.

Beitrag von Der Zarewitsch »

Der Zarewitsch
Rang 18
Beiträge: 9670
Registriert: Do 08.11.2001, 12:00
Hat sich bedankt: 25 Mal
Danksagung erhalten: 320 Mal
SI-VerdienstkreuzGroßkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungGroßkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+34

Emir

Emir

Emir (vom arabischen amīr -امي&#1585 ;) bedeutet Fürst, Gouverneur oder Befehlshaber.

In frühislamischer Zeit befehligte ein Emir eine muslimische Soldatentruppe; nach Eroberungen nahm er dann den Platz des dortigen Gouverneurs ein. Mit zunehmender Macht herrschten später einige Emire mehr oder weniger souverän, strebten aber meist eine Anerkennung durch den Kalifen an.

Die wichtigsten Abwandlungen des Titels Emir sind:

- amīr al-mu’minīn - Befehlshaber der Gläubigen war seit Umar der Ehrentitel der islamischen Kalifen

- amīr al-umarā’ - Befehlshaber der Befehlshaber war unter den Abbasiden der Titel des Oberbefehlshabers. Im Osmanischen Reich mit der Bedeutung des Gouverneurs einer Grossprovinz.

Das deutsche Wort Admiral stammt vom arabischen amir ar-rahl, Befehlshaber der Flotte.
Kaiserliche Grüße an alle Regenten

Es heißt in den Schriften der Weisen: Du sollst die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat.
Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein gewaltiger Drache wird, so wie aus einem einzigen Mann eine ganze Armee werden kann.

Beitrag von Der Zarewitsch »

Der Zarewitsch
Rang 18
Beiträge: 9670
Registriert: Do 08.11.2001, 12:00
Hat sich bedankt: 25 Mal
Danksagung erhalten: 320 Mal
SI-VerdienstkreuzGroßkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungGroßkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+34

Raja

Raja

Ein Raja ist ein muslimischer König (Radscha gesprochen). Die Verwendung des Wortes Raja ist zumeist in Indien und Hinterindien zu finden.

Rajastan / Rajasthan ist ein indischer Bundesstaat im Norden des Subkontinents,ein ehemals muslimisch beherrschtes Gebiet.

Es gab auch weiße Rajas: Die englischstämmigen Brookes herrschten im 19. und 20. Jahrhundert an der Nordküste Borneos, im heutigen malaysischen Bundesstaat Sarawak.

James Brooke bereiste um 1839 als Abenteurer die Küste von Borneo und war dem Sultan von Brunei behilflich, die Unruhen der Eingeborenen-Völker an der Küste zu befrieden. Als Brooke in vielen Verhandlungen und nach großer Akzeptanz durch die Küstenbewohner Erfolg hatte, machte ihn der Sultan zu seinem Lehnsmann. Die Brookes verwalteten daraufhin den Nordteil von Borneo (mit Ausnahme von Brunei selbst) praktisch eigenständig in drei Generationen. Sie wurden die weißen Rajas von Borneo genannt.
Kaiserliche Grüße an alle Regenten

Es heißt in den Schriften der Weisen: Du sollst die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat.
Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein gewaltiger Drache wird, so wie aus einem einzigen Mann eine ganze Armee werden kann.

Beitrag von Der Zarewitsch »

Der Zarewitsch
Rang 18
Beiträge: 9670
Registriert: Do 08.11.2001, 12:00
Hat sich bedankt: 25 Mal
Danksagung erhalten: 320 Mal
SI-VerdienstkreuzGroßkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungGroßkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+34

Schah

Schah

Schah (m.) ist ein

- persischer Herrschertitel. Er wurde im heutigen Iran seit dem 16. Jahrhundert bis zur Abschaffung der Monarchie 1979 verwendet ("Der Schah von Persien").

- afghanischer Herrschertitel im 18. und frühen 19. Jahrhundert und wiederum im 20. Jahrhundert wurde der "Schah"-Titel (von 1926 bis zum Sturz im Jahre 1973) geführt
Kaiserliche Grüße an alle Regenten

Es heißt in den Schriften der Weisen: Du sollst die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat.
Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein gewaltiger Drache wird, so wie aus einem einzigen Mann eine ganze Armee werden kann.

Beitrag von Der Zarewitsch »

Der Zarewitsch
Rang 18
Beiträge: 9670
Registriert: Do 08.11.2001, 12:00
Hat sich bedankt: 25 Mal
Danksagung erhalten: 320 Mal
SI-VerdienstkreuzGroßkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungGroßkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+34

Baron

Baron

Baron (althochdeutsch (liber) baro "(freier) Mann") ist ein Titel mancher Freiherren, vor allem Balten; als Anrede wird der "Baron" aber auch in Österreich, Bayern und im katholischen Westfalen gebraucht. Baron ist kein selbstständiger Adelstitel wie zum Beispiel Graf, sondern lediglich die lateinische und kürzere Form für Freiherr. Daher heißt es:

- Baronin, Gemahlin der Freiherren (Freifrau).
- Baroness, Tochter des Freiherren (Freiin).

Der Begriff "Baron" wird seit dem 13. Jahrhundert in Frankreich verwendet. Nach England kam der Titel im 14. Jahrhundert. Später wurde auch die Bezeichnung Baronet eingefügt. Seit dem 16. Jahrhundert gibt es diese Bezeichnung auch in Deutschland. Wenn der deutsche Kaiser eine Familie in den Freiherrenstand berief, durfte sie sich "Reichsfreiherr" nennen. Andere Landesfürsten konnten "nur" den Freiherrentitel vergeben.

Einige bekannte Titelträger:

- Baron Münchhausen (eigentlich Hieronymus Freiherr von M.)
- Charles de Secondat, Baron de Montesquieu
- Pierre de Coubertin (Begründer der Olympischen Spiele)
- Friedrich de la Motte Fouqué (Baron Fouqué; dt. Dichter)
- Roter Baron
Kaiserliche Grüße an alle Regenten

Es heißt in den Schriften der Weisen: Du sollst die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat.
Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein gewaltiger Drache wird, so wie aus einem einzigen Mann eine ganze Armee werden kann.

Beitrag von Der Zarewitsch »

Der Zarewitsch
Rang 18
Beiträge: 9670
Registriert: Do 08.11.2001, 12:00
Hat sich bedankt: 25 Mal
Danksagung erhalten: 320 Mal
SI-VerdienstkreuzGroßkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungGroßkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+34

Pharao

Pharao

Mit dem Wort Pharao wird in der Bibel und von den griechisch-römischen Schriftstellern der Herrscher Ägyptens bezeichnet. Dies ist auf eine Fehlinterpretation des ägyptischen Wortes "Per aa" (wörtl. "großes Haus") zurückzuführen, was aber weder ein Herrschertitel war, noch (wie es in der Bibel verstanden wird) ein Eigenname, sondern vielmehr die Bezeichnung für den Palast. Das „große Haus“ war zuständig für die Erhebung von Steuern von den kleineren „Häusern“ (perw) wie Tempelländereien und privaten Landgütern.

Die Bezeichnung Pharao für die Person des Königs kam erst ab Thutmosis III. auf. Als Titel von dem Herrschernamen ab Scheschonq I., die Schreibung in der Kartusche seit der 22. Dyn.. Der eigentliche Titel des Herrschers lautete "Nesut" oder "Nisut". Das bedeutet: Der von der Binse, bezeichnete allerdings nur den Herrscher Oberägyptens, also Südägyptens. Der Titel des Pharaos von Unterägypten war "Biti", das heißt: Der, von der Biene. Dennoch hielt sich die Bezeichnung "Pharao" in den meisten Sprachen bis heute.

In der Frühzeit und im frühen Alten Reich besaß der Pharao vermutlich göttlichen Status; in der 5. Dynastie tritt hier ein offensichtlicher Ideologiewandel ein: der Pharao galt nur noch als Sohn der Götter, zum Gott wurde er erst wieder nach seinem Tod. Erst viel später versuchten einzelne Pharaonen (Amenophis III., Ramses II.) sich wieder bereits zu Lebzeiten als Gott verehren zu lassen.

Die Verwaltung des Alten Reiches war nach modernen Maßstäben noch recht primitiv; innerhalb eines noch stark nach Stammesverbänden gegliederten Reiches wurden durch die Zentraladministration lediglich in regelmäßigen Abständen Abgaben und Arbeitsleistungen eingetrieben. Viele Forscher betrachten daher das Alte Reich noch nicht als Staat. Unabhängig davon fallen in diese Zeit die großen Pyramidenbauer, unter ihnen die bekanntesten wie Cheops, Chephren (eigentlich Cha-ef-Rê) und Mykerinos (Men-kau-Hor).

Erst ab dem Mittleren Reich wurde die Macht der Regionalfürsten zugunsten der Zentralmacht eingeschränkt, die dadurch einen viel höheren zivilen wie militärischen Organisationsgrad erlangen konnte. Dies zeigt sich in großangelegten Landgewinnungsmaßnahmen, dauerhaften Eroberungen angrenzender Länder, Festungsbau und militärischer Grenzsicherung sowie der Etablierung regelmäßiger see- und landgestützter Verkehrsverbindungen in die Staaten Vorderasiens.

Im Neuen Reich stieg Ägypten zeitweise (insbesondere unter Thutmosis III. und Ramses II.) zur Großmacht auf; dieser Status wurde jedoch durch zahlreiche innere Unruhen, besonders in der zweiten Hälfte der 18. Dynastie, wieder zunichte gemacht.

Die weitaus meisten Pharaonen Ägyptens waren männlichen Geschlechts, jedoch gab es in jeder Periode der ägyptischen Geschichte auch immer wieder weibliche Herrscher. Die bekannteste ist die Königin Hatschepsut aus der 18. Dynastie. In der Spätzeit Ägyptens bestiegen zahlreiche Ausländer den Thron der Pharaonen. Ab der 22. Dynastie bekämpften sich mehrere Familien libyscher Söldnerführer um die Krone; erst die Eroberung Ägyptens durch die Nubier, die anschließend die 25. Dynastie begründeten, brachte Ägypten die Einigkeit zurück. Nach der Eroberung Ägyptens durch Alexander den Großen von Makedonien herrschten die griechischen Ptolemäer als Fremdherrscher über das Land, deren bekannteste Vertreterin sicherlich Kleopatra VII. war.
Kaiserliche Grüße an alle Regenten

Es heißt in den Schriften der Weisen: Du sollst die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat.
Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein gewaltiger Drache wird, so wie aus einem einzigen Mann eine ganze Armee werden kann.

Beitrag von Der Zarewitsch »

Der Zarewitsch
Rang 18
Beiträge: 9670
Registriert: Do 08.11.2001, 12:00
Hat sich bedankt: 25 Mal
Danksagung erhalten: 320 Mal
SI-VerdienstkreuzGroßkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungGroßkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+34

Basileus

Basileus

Basileus (Basileios, Basileos) war der Titel der späten oströmischen (byzantinischen) Kaiser nach der Reichstrennung. Altgriechisch 'Gesalbter Herrscher' bzw. Herrscher in Gottes Auftrag. Der Basileus musste purpurgeboren, also herrschaftlicher Abstammung sein.

Kaiser Herakleios war der erste oströmische Herrscher, der diesen Titel wählte. Er zeigte damit sowohl eine Zuwendung zur griechischen Kultur, die sein Herrschaftsgebiet dominierte als auch eine Abkehr von der römischen Tradition. Durch ständige Eingriffe sowohl der Germanen als auch der oströmischen Herren waren die traditionellen römischen Herrschertitel wie Caesar, Imperator und Augustus entwertet und wurden inflationär gebraucht, zuletzt als reine Höflichkeitsbezeichnungen für Hochgestellte Familien.

Mit dem Titel Basileus meldete der Herrscher auch einen religiösen Führungsanspruch an, wie das die Staufer im Deutschen Reich taten. Im Gegensatz zum Investiturstreit blieb die religiöse Komponente des Amtes im Osten relativ unbeschadet. Der Titel Basileus wurde auch nach dem Fall von Byzanz in verschiedenen orthodoxen Nationalkirchen verwendet.

In der Blüte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation wurde der Titel auch von den deutschen Kaisern getragen. Otto der Große wurde vom byzantinischen Kaiser Phokas als 'Mit-Basileus' anerkannt, nachdem dessen Sohn Otto II. Theophanu, die Nichte des Basileus geheiratet hatte.
Kaiserliche Grüße an alle Regenten

Es heißt in den Schriften der Weisen: Du sollst die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat.
Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein gewaltiger Drache wird, so wie aus einem einzigen Mann eine ganze Armee werden kann.

Beitrag von Der Zarewitsch »

Der Zarewitsch
Rang 18
Beiträge: 9670
Registriert: Do 08.11.2001, 12:00
Hat sich bedankt: 25 Mal
Danksagung erhalten: 320 Mal
SI-VerdienstkreuzGroßkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungGroßkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+34

Fürst

Fürst

Fürst (lat. princeps = der Erste, davon engl. u. franz. prince) ist in der hierarchischen Ordnung des Adelssystems im Alten Reich der höchste Titel, unter dem auch Herzöge und Landgrafen inbegriffen waren. Ethymologisch ist das deutsche Wort Fürst mit dem engl. the first = "der Erste" verwandt.

In den fränkischen Königreichen und später im Heiligen Römischen Reich (HRR) waren Fürsten die Landesherren nach dem König bzw. Kaiser, das heißt königliche Amtsträger mit teils erblicher Hoheit über einen weltlichen und ggf. auch kirchlichen Herrschaftsbereich.

Zum Fürstenstand zählten im Spätmittelalter Herzöge, Land-, Mark- und Pfalzgrafen. Als geistliche Fürsten wurden Erzbischöfe, Bischöfe und manche Äbte bezeichnet. Im Hochmittelalter wählten die Fürsten den König, später war dieses Recht den sieben Kurfürsten vorbehalten.

Mit dem Ende des Alten Reiches wurden viele deutsche Fürsten souveräne Herrscher ihres Landes. Die anderen, deren Territorium unter die Herrschaft eines anderen Staates kam, behielten den Fürstentitel als Ehrenprädikat.

Heute werden in Europa noch die beiden Kleinstaaten Monaco und Liechtenstein von Fürsten regiert.
Kaiserliche Grüße an alle Regenten

Es heißt in den Schriften der Weisen: Du sollst die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat.
Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein gewaltiger Drache wird, so wie aus einem einzigen Mann eine ganze Armee werden kann.

Beitrag von Der Zarewitsch »

Der Zarewitsch
Rang 18
Beiträge: 9670
Registriert: Do 08.11.2001, 12:00
Hat sich bedankt: 25 Mal
Danksagung erhalten: 320 Mal
SI-VerdienstkreuzGroßkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungGroßkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+34

Dauphin

Dauphin

Der Dauphin war der älteste Sohn (Kronprinz) des französischen Königs und Erbe des französischen Throns unter den Dynastien der Valois und Bourbonen.

Guy VIII., Graf von Vienne hatte einen Delfin als Wappen und bekam dadurch den Spitznamen le Dauphin (französisch für Delfin). Dieser Titel wurde in seiner Familie bis 1349 immer weitervererbt, bis Humbert II. das Emblem, Dauphiné genannt, an König Philipp VI. unter der Bedingung verkaufte, dass der Erbe Frankreichs den Titel le Dauphin annahm.

Der erste französische Kronprinz, der le Dauphin genannt wurde, war Johann II., der Philipp auf den Thron folgte. Der letzte war der Duc d'Angoulême, Sohn von Karl X., der 1830 auf den Titel verzichtete.
Kaiserliche Grüße an alle Regenten

Es heißt in den Schriften der Weisen: Du sollst die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat.
Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein gewaltiger Drache wird, so wie aus einem einzigen Mann eine ganze Armee werden kann.

Beitrag von Der Zarewitsch »

Der Zarewitsch
Rang 18
Beiträge: 9670
Registriert: Do 08.11.2001, 12:00
Hat sich bedankt: 25 Mal
Danksagung erhalten: 320 Mal
SI-VerdienstkreuzGroßkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungGroßkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+34

Infant

Infant

Infant (span./port. Infante (männlich) bzw. Infanta (weiblich)) ist der Titel, der ab dem 13. Jahrhundert von den Kindern der spanischen bzw. portugiesischen Monarchen getragen wurde. Der König konnte den Titel zudem an andere Mitglieder der königlichen Familie verleihen.

Der Titel leitet sich vom Lateinischen Infans ("Kind") ab.

Seit der Herrschaft von Johann I. von Kastilien (1379-90) wurde der älteste Sohn des spanischen Herrschers Príncipe de Asturias (Fürst von Asturien) und nicht Infante genannt.
Kaiserliche Grüße an alle Regenten

Es heißt in den Schriften der Weisen: Du sollst die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat.
Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein gewaltiger Drache wird, so wie aus einem einzigen Mann eine ganze Armee werden kann.

Beitrag von Der Zarewitsch »

Der Zarewitsch
Rang 18
Beiträge: 9670
Registriert: Do 08.11.2001, 12:00
Hat sich bedankt: 25 Mal
Danksagung erhalten: 320 Mal
SI-VerdienstkreuzGroßkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungGroßkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+34

Prinz

Prinz

Prinz ist ein Titel nicht regierender Glieder souveräner fürstlicher Königshäuser (z.B. der Kinder des Königs).

- Ein Prinzgemahl ist der Ehemann einer regierenden Fürstin.
- Ein Prinzregent nimmt die Regierung anstelle eines Monarchen wahr, z.B. wenn dieser für unmündig erklärt wurde.

Das deutsche Wort Prinz ist aus dem französischen prince "Fürst" entlehnt; dieses wiederum geht auf lateinisch princeps "Der Erste" zurück. Dieses wurde besonders von Kaiser Augustus als Herrscherbezeichnung verwendet.

Auch die weibliche deutsche Form, Prinzessin, geht auf das Französische zurück,vgl. princesse.

Der Prinz ist außerdem eine Figur aus dem Dreigestirn des Kölner Karnevals. :tongue:
Kaiserliche Grüße an alle Regenten

Es heißt in den Schriften der Weisen: Du sollst die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat.
Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein gewaltiger Drache wird, so wie aus einem einzigen Mann eine ganze Armee werden kann.

Beitrag von Der Zarewitsch »

Der Zarewitsch
Rang 18
Beiträge: 9670
Registriert: Do 08.11.2001, 12:00
Hat sich bedankt: 25 Mal
Danksagung erhalten: 320 Mal
SI-VerdienstkreuzGroßkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungGroßkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+34

Woiwode

Woiwode

Woiwode (aus dem Slawischen; zusammengesetzt aus vojska Heer und vodja Führer) war ein slawischer Adelsrang unterhalb dem eines Fürsten (Knjas). Er bezeichnet einen Heerführer oder Militärstatthalter und ist in etwa vergleichbar mit dem germanischen Rang Herzog.
Der Titel Woiwode/Wojewode/Voivode wurde in Russland (inkl. Weißrussland und der Ukraine), Polen, Moldawien, Rumänien, Serbien, Kroatien und teilweise auch in Bulgarien und Ungarn verwendet.

In Polen ist der Woiwode (Wojewoda) seit dem späten Mittelalter bis heute der Titel des obersten Chefs der Verwaltung einer Woiwodschaft, etwa "Landeshauptmann". Der Woiwode wird vom Staat nominiert.
Kaiserliche Grüße an alle Regenten

Es heißt in den Schriften der Weisen: Du sollst die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat.
Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein gewaltiger Drache wird, so wie aus einem einzigen Mann eine ganze Armee werden kann.

Beitrag von Der Zarewitsch »

Der Zarewitsch
Rang 18
Beiträge: 9670
Registriert: Do 08.11.2001, 12:00
Hat sich bedankt: 25 Mal
Danksagung erhalten: 320 Mal
SI-VerdienstkreuzGroßkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungGroßkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+34

Ataman

Ataman

Ataman (vom turkotatarischen Nomen Ata = "Vater" und dem Suffix -man =
"-schaft"; vgl. hierzu auch türkisch: Otaman) bzw. Hetman (einem deutschen "Hauptmann" entsprechend) bezeichnet einen militärischen Rang der Kosaken, auch deren frei gewähltes Oberhaupt (Von Katharina II. von Russland abgeschafft).

Ataman ist der höchste Rang bei den russischen Kosaken, er entspricht dem Rang eines Hetmans bei ukrainischen Kosaken.

In Polen (bis 1795) als Großer Kronen-Hetman Oberbefehlshaber der königlichen Reiterei, Heerführer, sein Vertreter hieß Kronen-Feldhetman. (polnisch: Hetman Wielki/Hetman Polny Koronny). In Litauen während der Union mit Polen, (bis 1792): Großhetman und Feldhetman von Litauen. (Hetman Wielki/Hetman Polny Litewski).
Kaiserliche Grüße an alle Regenten

Es heißt in den Schriften der Weisen: Du sollst die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat.
Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein gewaltiger Drache wird, so wie aus einem einzigen Mann eine ganze Armee werden kann.

Beitrag von Der Zarewitsch »

Der Zarewitsch
Rang 18
Beiträge: 9670
Registriert: Do 08.11.2001, 12:00
Hat sich bedankt: 25 Mal
Danksagung erhalten: 320 Mal
SI-VerdienstkreuzGroßkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungGroßkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+34

Shōgun

Shōgun

Shōgun (jap., vollständiger Titel:Seii Taishōgun, in etwa Großer General und Besieger der Barbaren) war ein japanischer Militärtitel für Anführer aus der Kriegerkaste der Samurai. Ursprünglich entsprach ein Shogun ungefähr einem europäischen Herzog, im Laufe der Zeit wurde er jedoch zum eigentlichen Herrscher Japans, der anstelle des Kaisers (Tenn&#333 ;) die Macht innehatte.

Das Shogunat bezeichnete zunächst nur den Haushalt, später auch den Verwaltungsapparat des Shogun. Auf japanisch wurde es bakufu genannt (wörtl. Zeltregierung im Sinne von „Militäradministration“).
Kaiserliche Grüße an alle Regenten

Es heißt in den Schriften der Weisen: Du sollst die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat.
Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein gewaltiger Drache wird, so wie aus einem einzigen Mann eine ganze Armee werden kann.

Beitrag von Der Zarewitsch »

Der Zarewitsch
Rang 18
Beiträge: 9670
Registriert: Do 08.11.2001, 12:00
Hat sich bedankt: 25 Mal
Danksagung erhalten: 320 Mal
SI-VerdienstkreuzGroßkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungGroßkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+34

Daimyō

Daimyō

Daimyō ist ein japanisches Wort und bedeutete am Anfang diejenigen, die ihren Einfluß geltend auf dem Land machten. Seit um 12. Jahrhundert wurde das Wort nach und nach eine Bezeichnung für eine Position innerhalb der Samurai. Während der Muromachi-Zeit erschienen Syugo-Daimyō als Beamte des Ashikaga-Shogunates und während der Sengoku-Zeit Sengoku-Daimyo, die auf die Vereinheitlichung Japans zielten.

Nach dem Anfang der Edo-Zeit wurde das Wort eine Bezeichnung für einen Samurai, der Lehnsmann Shoguns ist, und auch dessen Reiseinkommen mehr als 10.000 Koku ist.

Daimyō in der Edo-Zeit wurden nach den folgenden Faktoren klassifiziert.

1. Kakaku: Klasse der Familie
2. Kan'i: Amtsrang im Kaiserhof
3. Kokudaka: Reiseinkommen
4. Yakushoku: Stelle im Edo-Shogunat

Zum Beispiel wurden Samurai in Zusammenhang mit der Familie Tokugawa folgend klassifiziert.

1. Shimpan: Verwandte
2. Fudai-Daimyō: Diejenigen, die vor der Schlacht von Sekigahara Vasallen wurden.
3.Tozama-Daimyō: Diejenigen, die nach der Schlacht von Sekigahara Vasallen wurden.

Die Daimyō wurden durch strenge Gesetze von Edo-Shogunat kontrolliert. Etwa 300 Daimyō waren in der Edo-Zeit. Das Land Daimyōs wurde Han genannt.

Ein Daimyō ist ein feudaler Fürst in der Feudalstruktur des japanischen Mittelalters. Der japanische Adel setzte sich aus Hofadligen, dem Schwertadel (Samurai) und den Feudalfürsten in ihren Provinzen zusammen. Die Kriegerkaste der Samurai unterteilte sich selber wieder in mehrere unterschiedliche Ränge. Ein Daimyo stand einer Provinz vor, hatte viele Samurai als Untergebene und konnte aus eigener Machtfülle Bürgerliche in den Stand des Samurai erheben. Über dem Daimyō stand an sich nur der Kaiser (Tenno), von dem alle weltliche und geistliche Macht ausging, allerdings regierte ein starker Shōgun, der selber an sich nur ein Daimyō war, durch seine größere Macht im Namen des Kaisers seine Kollegen.

Nach Edo-Shogunate aufgehoben wurde, in der frühen Meiji-zeit 1869 hat die Regierung den Daimyō empfehlen, ihre Regierungsrecht über Land und Leuten dem Hof zurückzugeben. Jeder Daimyō folgten diese Empfehlung und danach wurde Chihanji (Govourner des Hans). 1871 sich entschied die Regierung Han abzuschaffen, und am 17. Juli machte sie Chihanji in Tokyo sammeln und zeigte ihnen die Ordnung Kaisers, dass Han abgeschaffen wurde und dastatt Präfekturen gegründet wurde. Zu damaligen Daimyō gab die Regierung den Rand von Kazoku den Edelstatus folgend die Größe jeder damaligen Land.
Kaiserliche Grüße an alle Regenten

Es heißt in den Schriften der Weisen: Du sollst die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat.
Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein gewaltiger Drache wird, so wie aus einem einzigen Mann eine ganze Armee werden kann.
Antworten

Zurück zu „Geschichte“