Russland und alles was dazu gehört

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Arminus
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Beitrag von Arminus »

Taurus hat geschrieben:Verstaatlichung von Konzernen durch die Hintertür?

Die Begründung ist zumindest sehr abenteuerlich, es hätte ja auch nichts groß geändert, der "Staat" ist genau so unfähig, Drohnen abzuwehren.


https://taz.de/Russische-Kriegswirtschaft/!6208476/
Um während eines Krieges im Inneren an Macht zu gewinnen, muss man diesen nicht unbedingt gewinnen. Man schaue sich das Deutsche Reich und die Rolle der OHL 1916 - 1918 an. In total zu verlieren, ist in dem Kontext natürlich nicht so gut, man schaue sich die OHL 1919 an.
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X_MasterDave_X
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Beitrag von X_MasterDave_X »

Putins Motivation ähnlich, wie es sich die meisten eh schon gedacht haben:
„Sie werden mich hängen“: Laut Analyse könnte Putins Angst Ukraine-Krieg weiter eskalieren

Das Blatt verweist auf einen Insider, dem zufolge der Kremlchef ein Ende des Krieges ohne wenigstens die vollständige Einnahme des Donbass als persönliche Gefahr betrachten könnte. „Sie werden mich hängen“, soll Putin während des Krieges einmal zu Vertrauten gesagt haben.
https://www.merkur.de/politik/sie-werde ... wtab-de-de
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TheBlackSwan
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Beitrag von TheBlackSwan »

Wir gehen davon aus, dass Putin morgen den Krieg für beendet erklären und auf den Vorkriegszustand zurückgehen könnte, ohne seine Macht zu verlieren. Gegebenfalls mit einem zeitgleichen Schlag gegen einige Fraktionen, die tatsächlich hinter dem Krieg stehen.
Wer sollte ihn stürzen, und warum dafür?
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Azrael
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Beitrag von Azrael »

Wenn Putin den Krieg beenden würde, würde er sich damit sogar eher wieder Unterstützung unter den Oligarchen sichern, die nur verloren haben durch den Krieg und nie ideologisch hinter diesem Krieg standen.

Die wollen sich korrupt bereichern und Russland ausplündern, nicht von der Welt sanktioniert werden und in Russland festsitzen, weil sie nicht mehr durch die Welt reisen können. Putins großrussische Fantasien sind Denen komplett egal.
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Beitrag von X_MasterDave_X »

Ich glaube nicht dass Putin so denkt. Der ist sicher paranoid und geht davon aus, dass er nur siegen oder sterben kann.
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Azrael
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Beitrag von Azrael »

Ich denke es auch nicht, dass er aktuell so denkt. Man kann ja aber versuchen, z.B. über die Betonung der Ursache der Sanktionen gegen Russland, ihn dahin zu bringen, das zu kapieren, dass er diese Ausfahrt hat.

Es muss nicht zwingend auf Putin am Galgen, Dritter Weltkrieg o.ä. Extreme zwingend hinauslaufen.
Einfach raus aus der Ukraine, zurück hinter die Grenzen von 1991, Waffenstillstand.

Dann enden nicht nur die ukrainischen Angriffe auf Russland, was sofortige Entlastung schafft, dann kann man auch darüber reden, zumindest manche Sanktionen zu lockern. Putin kann dann in Ruhe, ohne den Kriegsstress, seinen Abgang regeln und in Ruhestand gehen, irgendein anderer Oligarchenjüngling übernimmt.
Das ist hypothethisch jederzeit und sofort möglich, die russische Seite muss es nur anordnen und durchführen.

Und im Zweifel ist es denke ich allen in der Ukraine und im Westen egal, ob Putin dies tut oder ein Nachfolge-Zar, weil Putin abgesetzt wurde.
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Alith Anar
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Beitrag von Alith Anar »

Zumal es ja auch derzeit Putin schafft auch nicht mit seiner eigenen Politik in verbindung gebracht zu werden (zumindest in Russland).
Irgendwie scheint sich niemand dran zu erinnern, das er die militärische Spezialoperation zum "Sturz des Naziregimes" in Kyiv zum Schutz der Brüder und Schwestern angeordnet hat.
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Beitrag von X_MasterDave_X »

Ich glaube das passt nicht zur Denkweise in Russland. Dort hat es lange Tradition dass Mißerfolge schlimmste Strafen nach sich ziehen. Immerhin hat Putin den größten europäischen Krieg seit dem 2. Weltkrieg begonnen, in dem nun bereits hundertausende russischer junger Männer gefallen oder schwerst verletzt wurden. Da wird es kein zurück zu vorher geben mit dem selben Herrscher. Das wäre schon in Demokratien schwierig, in einem Land wie Russland das mehr einer Mafia-Organisation ähnelt als einem Staat ist dies vermutlich beinahe unmöglich. Sollte der Krieg enden mit einem in Russlands Augen unvorteilhaften Frieden ist die Machtbasis Putins massivst in Gefahr. Und einen regulären Rücktritt mit einem neuen Präsidenten würde mit hoher Wahrscheinlichkeit auch dazu führen dass Putin zumindest ins Exil fliehen müsste...nur wohin. Alternativ wird ihm vermutlich wirklich der Prozess in Russland gemacht, vor allem wenn die nächste Regierung demokratisch wäre. Und bei einer neuen Mafia-Regierung wäre ein Rübe ab eher noch wahrscheinlicher.

So gesehen kann ich Putins Ängste gut nachvollziehen. Und selbst wenn es anders kommen könnte, darauf wird er nicht vertrauen. Hitler oder Stalin wären auch nicht einfach zurück getreten, denen war allen klar dass dies einem Todesurteil gleichkommt. Vor allem da sie zuvor massenhaft Gegener ermorden ließen. Da gäbe es genügend die sich an dem Diktator rächen wollen.


Achja, hab gerade die Gemini-KI gefragt was sie über das Thema denkt:
Frage: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dass Putin aufgeben und zurück treten könnte? Würde er das überhaupt in Betracht ziehen? Wie hoch wären seine Überlebenschancen danach?



Die Wahrscheinlichkeit, dass Wladimir Putin freiwillig aufgibt und zurücktritt, wird von Politologen, Militärexperten und Geheimdiensten als nahezu Null eingeschätzt.
War on the Rocks

Ein freiwilliger Rücktritt widerspricht sowohl der Funktionsweise seines Machtsystems als auch seiner persönlichen Lebensrealität.
European Council on Foreign Relations
1. Würde er einen Rücktritt überhaupt in Betracht ziehen?

Nein, höchstwahrscheinlich nicht. Es gibt drei zentrale Gründe, warum ein Rücktritt für Putin keine denkbare Option ist:
www.frstrategie.org

Das System der „Machtvertikale“: Putin hat das politische System Russlands so konstruiert, dass alle Machtfäden, Eliten und Sicherheitsapparate (die sog. Silowiki) ausschließlich auf seine Person ausgerichtet sind. In einem personalisierten autoritären Regime gibt es keine Institutionen, die eine geordnete Machtübergabe garantieren.
Foreign Policy Research Institute+ 2

Keine Nachfolge-Sicherheit: Selbst wenn er einen loyalen Nachfolger benennen würde, könnte er diesem nicht vertrauen. Sobald ein Nachfolger im Amt ist, hat dieser das Monopol über die Machtmittel und das Bedürfnis, sich vom Vorgänger zu distanzieren oder ihn als Sündenbock für wirtschaftliche/militärische Misserfolge zu nutzen.
War on the Rocks+ 1

Gefangener des eigenen Narrativs: Putin hat die Invasion der Ukraine und den Konflikt mit dem Westen zu einer existenziellen Frage für Russland aufgewertet. Ein Rücktritt – erst recht ein Eingeständnis von Niederlage – würde dieses Narrativ zerstören und seine historische Legitimität vernichten.
www.frstrategie.org+ 2



2. Wie hoch wären seine Überlebenschancen danach?

Sollte er die Macht abgeben (sei es durch einen gezwungenen Rücktritt, einen internen Coup oder eine „Freiwilligkeit“ unter enormem Druck der Eliten), wären seine Überlebenschancen äußerst gering.
European Council on Foreign Relations

Dafür gibt es drei Hauptszenarien bezüglich seiner Sicherheit:
A. Die physische Gefahr (Sehr hoch)
GIS Reports

In autokratischen Regimen gilt der Grundsatz: Ein entmachteter Diktator ist eine Bedrohung für seinen Nachfolger.
www.frstrategie.org

Solange Putin lebt, bleibt er ein potenzieller Kristallisationspunkt für Loyalisten oder Rivalen.
GIS Reports

Die russische Geschichte zeigt, dass Machtwechsel an der Spitze selten friedlich mit einem ruhigen Ruhestand enden (außer bei Boris Jelzin, der allerdings eine funktionierende Abmachung mit Putin traf, und Nikita Chruschtschow, der jedoch unter Hausarrest gestellt wurde).
The Guardian

Nachfolger oder Eliten im Kreml hätten ein starkes Eigeninteresse, ihn physisch zu neutralisieren („Herzversagen“, Unfall, Vergiftung), um das alte Kapitel endgültig abzuschließen.

B. Juristische Verfolgung / Internationaler Haftbefehl

Gegen Putin liegt ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag vor.

Wenn eine neue Führung in Moskau die Sanktionen des Westens aufheben und die internationalen Beziehungen normalisieren wollte, wäre die Auslieferung Putins nach Den Haag ein naheliegendes und wertvolles Verhandlungspfand.

C. Papier-Garantien nützen nichts
www.frstrategie.org

Zwar wurden in Russland Gesetze verabschiedet, die Ex-Präsidenten lebenslange Immunität garantieren, doch Putin weiß als ehemaliger KGB-Offizier am besten, wie wertlos solche Gesetze nach einem Machtwechsel sind. Wer die Macht hat, schreibt die Regeln neu.
European Council on Foreign Relations+ 1
Fazit
The Guardian

Wladimir Putin steckt in der „Autokraten-Falle“: Seine Macht schützt sein Leben, und sein Leben hängt an der Macht. Ein geordneter Rücktritt mit der Aussicht auf einen friedlichen Lebensabend existiert für ihn nicht mehr.
European Council on Foreign Relations+ 1

Aus diesem Grund wird er versuchen, das Amt bis zu seinem Lebensende oder bis zu einer Unfähigkeit zur Amtsausführung auszuüben. Ein Machtwechsel wird daher aller Voraussicht nach erst durch sein Ableben oder durch ein unvorhersehbares, gewaltsames Ereignis (Coup der Eliten/Sicherheitsdienste) eintreten.
www.frstrategie.org+ 1
Möchtest du genauer wissen, unter welchen Bedingungen ein Kreml-Coup entstehen könnte?

Dann habe ich noch weiter gefragt:
Könnte er dann versuchen den Krieg unvorteilhaft für Russland zu beenden um die Sanktionen des Westens zu beenden. Wie hoch wären seine Chancen dauerhaft an der Macht zu bleiben in Russland?


Die Wahrscheinlichkeit, dass Putin den Krieg bewusst unvorteilhaft für Russland beendet, um die westlichen Sanktionen aufzuheben, ist praktisch null.

Ein solcher Schritt würde nicht sein Überleben sichern, sondern seinen Absturz und womöglich seinen physischen Untergang im Kreml massiv beschleunigen.
1. Warum Putin den Krieg nicht unvorteilhaft beenden kann

In einem totalitären Machtgefüge wie dem heutigen Russland hängt die Herrschaft des Diktators an der Schilderung von Stärke. Putin hat den Krieg in der Ukraine nicht als regionalen Konflikt inszeniert, sondern als existenziellen Überlebenskampf Russlands gegen die NATO.

Sollte er nun einen Frieden akzeptieren, den die russische Öffentlichkeit und vor allem die elitären Machtzirkel als Niederlage werten (z. B. der Rückzug aus besetzten Gebieten, Reparationszahlungen oder die Preisgabe des Ziels der Ukraine-Unterwerfung), bricht das Fundament seiner Herrschaft zusammen:

Der Gesichtsverlust bei den Silowiki: Die mächtigsten Männer im Kreml (Geheimdienstler, Militärs, ultranationalistische Eliten) haben gewaltige Ressourcen und Hunderttausende Menschenleben geopfert. Ein unvorteilhaftes Ende würde ihnen zeigen: „Der Mann an der Spitze ist schwach und hat das Vaterland umsonst verbluten lassen.“

Das Scheitern des Narrativs: Er kann den Rückzug nicht als „Geste des guten Willens“ verkaufen, wenn zehntausende russische Familien Gefallene zu beklagen haben und die Wirtschaft ramponiert ist.

Sanktionen werden sowieso nicht sofort aufgehoben: Selbst wenn Putin morgen kapituliert, würden die westlichen Hauptsanktionen (Exportkontrollen, eingefrorene Währungsreserven, Energie-Boykotte) keineswegs über Nacht verschwinden. Der Westen würde Garantien und Reparationen verlangen. Er stünde also mit leeren Händen und weiterhin gelähmter Wirtschaft da.



2. Wie hoch wären seine Chancen, danach an der Macht zu bleiben?

Sollte er diesen Weg dennoch wählen, wären seine Chancen, dauerhaft an der Macht zu bleiben, extrem gering (schätzungsweise unter 10–20 %).

Dafür gibt es zwei zentrale Bedrohungsszenarien aus dem Inneren:
A. Der Coup von „Rechts“ (Die Hardliner)

Die größte Gefahr für Putin in Russland droht nicht von liberalen Pro-Westen-Kräften (diese sind inhaftiert, im Exil oder mundtot), sondern von den ultranationalistischen Kräften und den Sicherheitsdiensten (FSB, Militär).

Wenn diese Gruppierungen erkennen, dass Putin einen „faulen Frieden“ schließt, der Russland demütigt, würden sie ihn als Verräter brandmarken.

Ein Coup aus den eigenen Reihen – sei es durch die Armee oder Teile des Geheimdienstes – wäre die unmittelbare Folge, um das Regime zu „retten“ und einen noch radikaleren Kurs einzuschlagen.

B. Die Verfeindung der Wirtschafts-Eliten (Oligarchen)

Die Wirtschafteuropäer und Oligarchen haben das Kriegsszenario bisher zähneknirschend mitgetragen, weil Putin Härte und Stabilität garantierte. Wenn er ihnen jedoch weder den Sieg noch die sofortige Aufhebung der Sanktionen liefern kann, verliert er auch bei den geldigen Eliten jede Daseinsberechtigung.



3. Putins reale Überlebensstrategie: Der „Ewige Krieg“

Weil ein unvorteilhaftes Ende sein Todesurteil wäre, ist Putins rationalste Strategie (aus Sicht seines eigenen Machterhalts) das genaue Gegenteil: Der permanente Dauerkrieg.

Krieg als Systemzustand: Der Krieg dient als Vorwand, um jegliche Opposition im Keim zu ersticken, die Gesellschaft lückenlos zu kontrollieren und die Wirtschaft auf Militärproduktion umzustellen.

Hoffen auf Erschöpfung des Westens: Putin setzt darauf, den Westen durch einen langen Abnutzungskrieg mürbe zu machen, bis im Westen politisch die Bereitschaft bröckelt, die Ukraine weiter im bisherigen Umfang zu unterstützen.

Ergebnis ist wichtiger als Tempo: Ihm ist es egal, wie lange der Krieg dauert – solange er nicht als Verlierer vom Feld geht.

Fazit

Wladimir Putin kann sich einen verlorenen oder unvorteilhaften Krieg nicht leisten. Er ist in seiner eigenen Logik gefangen: Weiterkämpfen garantiert ihm das Überleben von Tag zu Tag – Aufgeben bedeutet das Ende seiner Macht und seines Lebens.
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deltadagger
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Beitrag von deltadagger »

Ganz ehrlich?
Ich bin mittlerweile pessimistisch.
Wir als DE, EU, Nato schlittern allmählich in einen ungewollten Krieg mit Russland rein.
Lösung?
Keine Ahnung, seh Keine, außer vorbereiten.
Wir haben die Erde nicht von unseren Vorfahren geerbt, wir haben sie von unseren Kindern geliehen.
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Beitrag von X_MasterDave_X »

Ganz genau werter Deltadagger, das sieht die Gemini KI genauso, siehe mein Post über Eurem.


Und wieder mal spielt Putins Polit Clown den Bad Cop


Russische Ex-Präsident Medwedew: Deutschland verdient direkte Angriffe

Der Vizechef des russischen nationalen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, droht Deutschland wegen der Sanktionen nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Halle/Leipzig mit Bestrafung. "Sie verdienen einen direkten Schlag gegen alle deutschen Produktionsstätten für Militärtechnik", schrieb der für seine scharfen Äußerungen bekannte Kremlpolitiker bei Telegram. Gemeint seien Rüstungsbetriebe, die für die Ukraine arbeiten - und "durchaus auch einige andere Orte in Berlin".

https://web.de/magazine/politik/russlan ... e-42679078
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Thomasius
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Beitrag von Thomasius »

deltadagger hat geschrieben:Ganz ehrlich?
Ich bin mittlerweile pessimistisch.
Wir als DE, EU, Nato schlittern allmählich in einen ungewollten Krieg mit Russland rein.
Lösung?
Keine Ahnung, seh Keine, außer vorbereiten.
Als Lösung würden wir erwarten, dass die Ukraine stärker unterstützt wird. Wenn Russland mehr Ressourcen für die Ukraine benötigt, haben sie weniger für anderen Mist.
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Beitrag von deltadagger »

Thomasius hat geschrieben:Als Lösung würden wir erwarten, dass die Ukraine stärker unterstützt wird. Wenn Russland mehr Ressourcen für die Ukraine benötigt, haben sie weniger für anderen Mist.
Ich glaube (bedeutet, ich weiss es nicht), dass es so oder so, früher oder später zum Schlagabtausch kommt.
Intentsiviert man die Unterstützung = böser Feind, muss man angreifen
Reduziert man die Unterstützung = schwacher Feind, muss man angreifen
Es ist gerade egal, so fürchte ich.
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Beitrag von Azrael »

Mit Verlaub, was eine KI sagt, darauf gebe ich nichts, daher ignoriere ich das.

Was Putins Chancen auf Verbleib im Amt angeht:
Der Mann lässt Stalin verherrlichen und Stalin prägte den Spruch, dass die Macht aus den Gewehrläufen kommt.

Das ist eine Weisheit, die jeder "weise" Diktator beherzigt hat, die Sicherheitskräfte wohl gesonnen halten, dann bleibt man auch Diktator.
Es ist für den eigenen Machterhalt unmittelbar erst mal egal, ob da jetzt Tausende oder Hunderttausende Männer in der Ukraine gefallen oder schwerst verwundet und traumatisiert wurden.
Brenzlig wird es erst, wenn die eigene Wirtschaft so sehr leidet und der eigene Geldhahn immer mehr versiegt, dass man den Sicherheitsapparat nicht mehr wohl gesonnen halten kann.

Ich halte es daher für durchaus möglich, rein hypothethisch, dass Putin einen Rückzug komplett aus der Ukraine hinter die Grenzen von 1991 überleben kann.

Umgekehrt nachgedacht, was wäre nötig, damit er gehängt werden würde, wie er befürchtet?
Dann müsste jemand einen Coup gegen ihn anzetteln, er hat aber systematisch immer wieder Gegner verfolgt und ausgeschaltet, er ist umgeben von Ja-Sagern.
Es müsste also jemand plötzlich sich zur internen Bedrohung wandeln, Netzwerke schaffen, über genügend Geld verfügen etc. um einen erfolgreichen Coup gegen Putin auf die Beine zu stellen.
Das ist zwar potenziell möglich, wenn sich irgendein ambitionierter russischer Politiker der jungen Garde (für Politikerverhältnisse, also in seinen 50ern) die Unterstützung mehrerer Oligarchen heimlich sichert. Aber Putin ist paranoid und ehemaliger Geheimdienstler, das ist ein enormes Risiko für die Oligarchen.
Er hat schon mit Leuten wie Chodorkowski vorgemacht, dass selbst ein Oligarch sämtliche Macht in Russland durch seine Hand verlieren kann und Chodorkowski ist wohl nur mit dem Leben davon gekommen, weil das noch die Frühphase des Putin-Regimes war und Putin da noch nicht regelmäßig so weit ging, eine Liquidation anzuordnen. Da hat es gereicht, die Leute einzusperren und zu enteignen.

Ich halte in Summe es sowohl für möglich, dass es einen Palastputsch gegen Putin gibt als aber auch, dass er im Sattel bleibt.
Hingegen halte ich eine demokratische Revolution, die das Regime und seinen Apparat komplett stürzt, weiterhin für unwahrscheinlich, ob mit oder ohne Putin am Ruder.
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Beitrag von Bigfish »

Was kann Putin schon machen? Atomkrieg? Dann isses eh alles egal und konventionell kann er die NATO selbst ohne die USA nicht fertig machen. Er setzt auf Aufstände in der Bevölkerung, wenn hier die Strom- und Wasserversorgung zusammenbricht, weil ein paar gut platzierte Marschflugkörper ihre Ziele finden. Das klappt in Deutschland, vielleicht auch Frankreich. Das klappt nicht in Polen, Schweden, Finnland und alleine ein Schlagabtausch mit diesen drei Ländern dürfte Russland in der aktuellen Situation den Rest geben. Also bleibt nur Atomschlag, dann isses eh egal...

Er treibt den Preis aktuell weit nach oben und eskaliert immer schlimmer. Bedeutet für Uns übersetzt - Russland ist kurz vor fertig!
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Beitrag von Thomasius »

deltadagger hat geschrieben:Ich glaube (bedeutet, ich weiss es nicht), dass es so oder so, früher oder später zum Schlagabtausch kommt.
Intentsiviert man die Unterstützung = böser Feind, muss man angreifen
Reduziert man die Unterstützung = schwacher Feind, muss man angreifen
Es ist gerade egal, so fürchte ich.
Auch unter diesen Prämissen, wäre eine stärkere Unterstützung der Ukraine für Deutschland der bessere Weg, weil es russische Ressourcen bindet, die nicht gegen uns eingesetzt werden können.
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Beitrag von Azrael »

Bigfish hat geschrieben:Was kann Putin schon machen? Atomkrieg? Dann isses eh alles egal und konventionell kann er die NATO selbst ohne die USA nicht fertig machen. Er setzt auf Aufstände in der Bevölkerung, wenn hier die Strom- und Wasserversorgung zusammenbricht, weil ein paar gut platzierte Marschflugkörper ihre Ziele finden. Das klappt in Deutschland, vielleicht auch Frankreich. Das klappt nicht in Polen, Schweden, Finnland und alleine ein Schlagabtausch mit diesen drei Ländern dürfte Russland in der aktuellen Situation den Rest geben. Also bleibt nur Atomschlag, dann isses eh egal...

Er treibt den Preis aktuell weit nach oben und eskaliert immer schlimmer. Bedeutet für Uns übersetzt - Russland ist kurz vor fertig!
Richtig, da sehe ich es ähnlich wie deltadagger:

Es ist egal, was wir machen (außer wir würden komplett die Ukraine-Unterstützung aufgeben, was AfD und BSW wollen), die Russen hassen uns so oder so und wollen uns auf den Deckel geben.
Ob sie es tatsächlich tun können oder nicht, das hängt an uns und da bin ich bei Bigfish und Thomasius => Die Ukraine unterstützen, so lang wie nötig, mit allem was nötig ist, damit sie gewinnt. Das bindet und vernichtet russische Ressourcen und im besten Fall heilt es die Russen von dieser imperialistischen Kriegslust komplett.
Gleichzeitig die so gewonnene Zeit zur Aufrüstung nutzen, damit wir im besten Fall komplett so die Russen abschrecken und im schlimmsten Fall können wir einen NATO-Russland-Krieg dann konventionell für uns entscheiden.
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Beitrag von X_MasterDave_X »

Azrael hat geschrieben:Mit Verlaub, was eine KI sagt, darauf gebe ich nichts, daher ignoriere ich das.
Die KI sagt ja erstmal gar nix, sondern fasst nur zusammen was sie im Netz von halbwegs verlässlichen Quellen findet. Im Original (weiß gar nicht ob dies beim Kopieren mitkam), gibts Links zu seinen Quellen. Und da wurde zb oft folgende Seite genannt:

https://www.frstrategie.org/

Das ist laut Google Auskunft:
Hinter frstrategie.org verbirgt sich die Fondation pour la recherche stratégique (FRS) (Stiftung für strategische Forschung).Hier sind die wichtigsten Fakten zu der Organisation:Was es ist: Das französische Zentrum für strategische Forschung ist das wichtigste und größte unabhängige französische Think-Tank (Denkfabrik) für internationale Sicherheits- und Verteidigungsfragen.
Oder auch oft als Link genannt:
War on the Rocks ist eine US-amerikanische Online-Plattform für Analysen, Kommentare und Debatten zu den Themen Außenpolitik, nationale Sicherheit, Konflikte und Militär.Wichtige MerkmaleFokus auf Praxiserfahrung: Die Artikel und Podcasts stammen oft von Autoren, die direkt in Krisengebieten gedient, Verträge ausgehandelt oder militärische Einheiten geführt haben.

So gesehen werden einfach nur Fach-Meinungen zusammen gefasst. Das ist per se ja nicht verkehrt und hat mit Sicherheit mehr Hintergrundwissen und Analyse-Fähigkeit als wir ganzen Hobby-Strategen hier auf SI-Games zusammen...denk ich mal. ;)

Hier nur ein paar Links:

https://warontherocks.com/putin-is-not- ... 20suggests.

https://ecfr.eu/article/the-trouble-wit ... 20power%3F

https://www.frstrategie.org/en/publicat ... government.

https://www.theguardian.com/world/2021/ ... wer%20grab.




Von daher habe ich keine so schlechte Meinung von KI Abfragen wie viele andere hier anscheinend. Ja sicherlich manchmal erzählt die KI auch Bullshit, aber nach meinen Recherchen der letzten 6 Monate kam dabei oft auch sehr viel echt Brauchbares dabei heraus. Die KI scheint zumeist sehr genau zu wissen was sie wo abfragen muss, um thematisch gute Antworten zu liefern. Man muss halt auch gegenchecken ob es Sinn macht. Und manchmal habe ich die KI auch davon überzeugt dass sie falsch lag. Sie nahm die Korrektur dann auch gerne an. Es kommt halt auch immer darauf an genug Kontext zu liefern.
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Beitrag von Taurus »

Vor den bevorstehenden Duma-"Wahlen" hat der Zar nochmal allen versichert, das alles Supertollmegainordnung ist. Erstaunlich, das er da auf Schönwetter macht, eine Opposition existiert ja nicht, die ihm in den Wodka spucken könnte.


https://www.deutschlandfunk.de/putin-versucht-sorgen-um-russische-wirtschaft-zu-zerstreuen-und-bezeichnet-ukrainische-blockade-des--100.html


Ach ja, am Ende gab es noch was zu lachen. Er bezichtigt die Ukraine des Staats-Terrorismus, weil sie andere Fluggesellschaften davor warnt, das der rozzische Luftraum wegen vieler Drohneneinflüge nicht sicher sei.

Über eigenen, permanent ausgeübten Staats-Terrorismus sagte er nichts.....
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Beitrag von Cyrano »

"You may fire when you are ready, Gridley"
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JETZT erst? :rolleyes:
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