Ganz grob:Bigfish hat geschrieben:Ja das Tempelhofer Feld ist vermutlich das beste Beispiel dafür, dass Berlin seine Wohnungsnot nicht lösen will.
Andere Frage an @deltadagger. Wenn wir jetzt mal das Thema zweiter Rettungsweg anders beleuchten - hatten wir das nicht sogar schon mal? - Wo liegt denn dann die derzeitige Effizienz Vollgeschosszahl im Wohnungsbau? Wenn man höher bauen kann, bekommt man eben mehr Volk/m² unter. Sprich würden man die Feuerwehren flächendeckend mit modernen Großleitern ausrüsten sollte man doch sicher 2-4 Geschosse mehr hinbekommen und Drehleitern dürften günstiger sein, als ein betonierter zweiter Fluchtweg? So Hausfassadentreppen wie in den USA wird hier halt keiner haben wollen?
Ab Hochhausgrenze (= Fußboden der obersten Wohnung liegt höher als 22 m über der Geländoberkante)
führt kein Weg am 2. Treppenhaus als 2. Rettungsweg in der EU vorbei.
Wir bauen i. d. R. acht Vollgeschosse unterhalb der Hochhausgrenze, Baustoff ist egal, machen wir aus Holz mit Betonkern (Holzhybrid),
geht aber auch als Vollholz, druckfesten Ziegel oder KSL oder eben Beton oder Stahl.
Technisch ist bei Feuerwehrdrehleitern auf KfZ bei 23 m meist Schluss.
Es gibt sicherlich Längere, aber eben nur in den USA und nicht hier, die bekommt hier keiner um eine deutsche Hausecke herum.
Ab der besagten Hochhausgrenze wohnen nicht umsonst nur Kunden, die Geld haben (Anwaltskanzleien, Yuppies etc.).
Der technische Aufwand ist enorm, Steigleitungen für Drucklöschwasser, Treppenhäuser F90+ etc..
Die Bauvorschriften bei Hochhäusern sind im Übrigen weltweit und überwiegend ähnlich streng.
Das ist OK für mich.
Bemerkenswert:
USA sind da echt sehr streng, nach 9/11 noch strenger, gefolgt von den Golfstaaten/Malaysia/Singapur/Südkorea/Taiwan/Japan und danach kommt gleich die EU + Resteuropa inkl. GB.
Ich möchte jedoch nicht in einem Hochhaus in Saudi-Arabien, China oder Indien arbeiten oder wohnen...
Kurzum:
M. E. machen höhere Gebäude als 8 Vollgeschosse im sozialen Wohnungsbau keinen Sinn, die werden dann schlicht unbezahlbar.