Alternative für Deutschland - oder nicht?

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dooya
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Beitrag von dooya »

Azrael hat geschrieben:Das sehe ich anders, man kann zumindest kurze Lösungsansätze liefern. Das ist selbstverständlich kein ausführlich ausgearbeitetes, politisches Positionspapier, aber es ist immerhin ein konstruktives Element, ein Ansatz. Gute kabarettistische und satirische Sendungen und Autoren kriegen das auch hin.[...]
Ich glaube, dass Ihr in diesem Punkt Unrecht habt und mir fällt im Stand auch kein Kabarettist ein, der typischerweise Lösungsvorschläge im Programm hat. (Kenne aber natürlich nur einen Bruchteil aller Kabarettisten.)

Ansonsten: laut Duden ist Kabarett:
Kleinkunst (1) in Form von Sketchen und Chansons, die in parodistischer, witziger Weise politische Zustände oder aktuelle Ereignisse kritisieren
Da steht nichts von Lösungen und ich habe auch noch nie gehört, dass das zum Kabarett gehören würde.
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Azrael
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Beitrag von Azrael »

Werter dooya, da argumentiert ihr sehr dünn, dass es verschiedene Formen der Kritik gibt, das sollte euch bekannt sein.

Natürlich gibt es Satiriker und Kabarettisten, die konstruktiv kritisieren. Last Week Tonight mit John Oliver ist sehr bekannt dafür, da werden aktuelle Missstände, meist in den USA, beleuchtet und regelmäßig ist ein Abschnitt "So what can we do about it?" am Ende dabei, wo er konstruktiv Lösungsansätze nennt.
Die Daily Show mit Jon Stewart operiert auch ähnlich, da werden zumindest in kurzen Stichworten auch entsprechend konstruktiv Verbesserungsvorschläge mal eingebaut in die Kritik.

Dass es das absolut nicht gäbe, da kann ich euch wiederum absolut nicht zustimmen. Man kann sich höchstens Fragen, da ich hauptsächlich englisch-sprachige, US-amerikanische Formate da kenne, ob das ein USA vs. Deutschland Ding ist und das hierzulande vielleicht nicht so üblich ist.
Wenn dem so sein sollte, verpasse ich auch nichts, weil destruktives Kritisieren, auch in Satire- bzw. Kabarett-Form mir schlicht zu langweilig und zu stupide ist. Würde aber zum Land der ewigen Nörgler und 80 Millionen Möchtegern-Fußballtrainer/Anwälte/Bundeskanzler passen...

Ich meine aber auch schon von hier ansässigen Kabarettisten und Satirikern entsprechend das auch gesehen zu haben. Ich weiß aber natürlich nicht, was ihr alles konsumiert oder nicht konsumiert, unser Beider Erfahrungshorizont kann entsprechend weit auseinanderliegen.
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Montesquieu
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Beitrag von Montesquieu »

Ach, Quark, eine gute Vernichtung kann humorös auch absolut bezaubernd wirken.

Hach, war Serdar Somuncu mal gut!

Kunst ist Kunst, da muss man doch nicht unbedingt sowas abliefern.

Azrael, Mönsch, da schafft ihr es, ein oberlehrhaftes Komödchen-Genre mit eurer Forderung noch spießiger machen zu wollen! Wer will, macht, aber so etwas unbedingt als Forderung an eine Comedy-Unterart zu stellen ...

Aber jedem Tierchen sein Pläsierchen.
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Azrael
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Beitrag von Azrael »

Auch ein Serdar Somuncu hat auch hier und da mal konstruktive Kritik eingebaut.

Und offensichtlich kennen hier einige z.B. eben Last Week Tonight nicht, wenn hier das als "spießig" oder synonymisch als "unlustig" abgetan wird.
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Montesquieu
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Beitrag von Montesquieu »

Azrael hat geschrieben:Auch ein Serdar Somuncu hat auch hier und da mal konstruktive Kritik eingebaut.

Und offensichtlich kennen hier einige z.B. eben Last Week Tonight nicht, wenn hier das als "spießig" oder synonymisch als "unlustig" abgetan wird.
Das ist doch kein Kabarett, Azrael! :P
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dooya
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Beitrag von dooya »

Azrael hat geschrieben:Werter dooya, da argumentiert ihr sehr dünn, dass es verschiedene Formen der Kritik gibt, das sollte euch bekannt sein.

Natürlich gibt es Satiriker und Kabarettisten, die konstruktiv kritisieren. Last Week Tonight mit John Oliver ist sehr bekannt dafür, da werden aktuelle Missstände, meist in den USA, beleuchtet und regelmäßig ist ein Abschnitt "So what can we do about it?" am Ende dabei, wo er konstruktiv Lösungsansätze nennt.
Die Daily Show mit Jon Stewart operiert auch ähnlich, da werden zumindest in kurzen Stichworten auch entsprechend konstruktiv Verbesserungsvorschläge mal eingebaut in die Kritik.

Dass es das absolut nicht gäbe, da kann ich euch wiederum absolut nicht zustimmen. Man kann sich höchstens Fragen, da ich hauptsächlich englisch-sprachige, US-amerikanische Formate da kenne, ob das ein USA vs. Deutschland Ding ist und das hierzulande vielleicht nicht so üblich ist.
Wenn dem so sein sollte, verpasse ich auch nichts, weil destruktives Kritisieren, auch in Satire- bzw. Kabarett-Form mir schlicht zu langweilig und zu stupide ist. Würde aber zum Land der ewigen Nörgler und 80 Millionen Möchtegern-Fußballtrainer/Anwälte/Bundeskanzler passen...

Ich meine aber auch schon von hier ansässigen Kabarettisten und Satirikern entsprechend das auch gesehen zu haben. Ich weiß aber natürlich nicht, was ihr alles konsumiert oder nicht konsumiert, unser Beider Erfahrungshorizont kann entsprechend weit auseinanderliegen.
Es tut mir leid, wenn ich kleinlich wirke, aber Eure Ausführungen hinken in dreierlei Hinsicht.

Zum einen hattet Ihr behauptet, dass die Präsentation von Lösungen typisch für das politischen Kabarett wären. Das Aufzählen von vereinzelten Beispielen wäre kein Beleg für diese Hypothese. Aus der Existenz von Matthias Deutschmann würde man ja auch nicht folgern, dass Kabarettisten grundsätzlich mit Cello auftreten.

Zum anderen sind Steward und Oliver als political comedians Vertreter der political satire. Das deutsche Kabarett ist zwar eine Form der political satire, aber umgekehrt ist nicht jeder political satirist ein Kabarettist. Wenn Ihr auf wikipedia den Artikel zu political satire anschaut, findet Ihr unter Germany den Verweis zu Kabarett und dort steht
Unlike comedians who make fun of all kinds of things, Kabarett artists (German: Kabarettisten) pride themselves as dedicated almost completely to political and social topics of more serious nature which they criticize using techniques like cynicism, sarcasm and irony.
Schließlich sind gerade Steward und Oliver auch aus anderen Gründen eher schlechte Beispiele. Beide machen nicht nur politische Satire, sondern stehen mit einem Bein im Comedy-Genre (Oliver mehr als Steward). John Oliver betreibt in seiner Sendung in der Tat auch Bildungsfernsehen. Er erklärt dort Zusammenhänge und ja, diskutiert auch Lösungsansätze, aber das ist keineswegs typisch für politische Satire oder gar Kabarett. John Steward macht in The Daily Show das Gleiche wie die Heute Show in Deutschland. Das ist kein Kabarett. Außerdem ist er nicht nur politischer Comedian sondern auch politischer Aktivist und das mag auch Einfluss auf seine Sendungen zu haben.
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Beitrag von Azrael »

dooya hat geschrieben:Es tut mir leid, wenn ich kleinlich wirke, aber Eure Ausführungen hinken in dreierlei Hinsicht.

Zum einen hattet Ihr behauptet, dass die Präsentation von Lösungen typisch für das politischen Kabarett wären. Das Aufzählen von vereinzelten Beispielen wäre kein Beleg für diese Hypothese. Aus der Existenz von Matthias Deutschmann würde man ja auch nicht folgern, dass Kabarettisten grundsätzlich mit Cello auftreten.

Zum anderen sind Steward und Oliver als political comedians Vertreter der political satire. Das deutsche Kabarett ist zwar eine Form der political satire, aber umgekehrt ist nicht jeder political satirist ein Kabarettist. Wenn Ihr auf wikipedia den Artikel zu political satire anschaut, findet Ihr unter Germany den Verweis zu Kabarett und dort steht



Schließlich sind gerade Steward und Oliver auch aus anderen Gründen eher schlechte Beispiele. Beide machen nicht nur politische Satire, sondern stehen mit einem Bein im Comedy-Genre (Oliver mehr als Steward). John Oliver betreibt in seiner Sendung in der Tat auch Bildungsfernsehen. Er erklärt dort Zusammenhänge und ja, diskutiert auch Lösungsansätze, aber das ist keineswegs typisch für politische Satire oder gar Kabarett. John Steward macht in The Daily Show das Gleiche wie die Heute Show in Deutschland. Das ist kein Kabarett. Außerdem ist er nicht nur politischer Comedian sondern auch politischer Aktivist und das mag auch Einfluss auf seine Sendungen zu haben.
Ihr missversteht hier was, ihr habt behauptet, es käme GRUNDSÄTZLICH nicht vor, dass Kabarettisten konstruktive Kritik leisten. Die Grenzen zwischen "Kabarett" und "Satire" und "Comedy" sind heutzutage so fließend, ich halte es für müßig, das groß auseinanderhalten zu wollen und halte es für sinnvoller, dies in die politischen und apolitischen Felder zu spalten, da lässt sich deutlicher und sauberer eine Grenze erkennen.

Ich habe euch Beispiele genannt, dass es sehr wohl vorkommt, dass Kabarettisten, Satiriker und Comedians durchaus auch konstruktiv Kritik leisten und mir Pispers da negativ auffällt durch Mangel.
Und jetzt soll MEINE Argumentation hinken, weil ich euer Argument widerlegt habe, dass das angeblich niemals vorkäme? Ich habe übrigens keinerlei Aussage getroffen, dass das TYPISCH vorkäme im Kabarett, Pispers ist ja ein Beispiel, dass das nicht immer der Fall ist. Aber die Aussage, es käme niemals im Kabarett vor, dass konstruktive Kritik auch mal geäußert würde, die ist halt falsch.

Mit Verlaub, da dreht ihr schneller Pirouetten als ein professioneller Ballett-Tänzer.


Lange Rede kurzer Sinn, offensichtlich haben wir unterschiedliche Geschmäcker und über die kann man bekanntlich streiten. Ich halte von Pispers aus genannten Gründen absolut nichts und vermisse ihn nicht und halte auch nichts davon, ihn irgendwie zu idealisieren. Aber das beurteilt jeder für sich anders.
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dooya
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Beitrag von dooya »

Azrael hat geschrieben:Ihr missversteht hier was, ihr habt behauptet, es käme GRUNDSÄTZLICH nicht vor, dass Kabarettisten konstruktive Kritik leisten. [...]
Diese Aussage habe ich nicht getätigt. Hier mal der Ablauf dieser Unterhaltung:
Thomasius hat geschrieben:Die Aufgabe von Kabarettisten ist es humoristisch den Finger in Wunden zu legen. Durchdachte Lösungsvorschläge zu liefern gehört nicht zu ihren Aufgaben. [...]
Azrael hat geschrieben:Das sehe ich anders, man kann zumindest kurze Lösungsansätze liefern. Das ist selbstverständlich kein ausführlich ausgearbeitetes, politisches Positionspapier, aber es ist immerhin ein konstruktives Element, ein Ansatz. Gute kabarettistische und satirische Sendungen und Autoren kriegen das auch hin. Pispers ist eben nie ein guter gewesen meiner Meinung nach. Aber über Geschmäcker kann man sich bekanntlich streiten...
dooya hat geschrieben:Ich glaube, dass Ihr in diesem Punkt Unrecht habt und mir fällt im Stand auch kein Kabarettist ein, der typischerweise Lösungsvorschläge im Programm hat. (Kenne aber natürlich nur einen Bruchteil aller Kabarettisten.)

Ansonsten: laut Duden ist Kabarett:

Da steht nichts von Lösungen und ich habe auch noch nie gehört, dass das zum Kabarett gehören würde.
Kurzgefasst: Thomasius sagt, Lösungen gehören nicht zu den Aufgaben -meinem Verständnis nach im Sinne eines notwendigen Elements- eines Kabarettisten, Ihr sagt, dass Ihr das anders seht, ich sage, dass ich glaube, dass Ihr Unrecht habt.

Ich habe auch nicht geschrieben, dass es "GRUNDSÄTZLICH nicht vor"-käme, dass Kabarettisten konstruktive Kritik leisten, sondern das mir im Stand kein Vertreter einfällt der dies tut und sogar noch einschränkend angefügt, dass ich auch nur einen Bruchteil kenne. Ansonsten habe ich noch zwei Definitionen zitiert, in denen Kritik als zentrales Element des Genres genannt wird, aber Lösungsvorschläge nicht erwähnt werden. Daraus kann man jedoch nicht folgern, dass Kabarett keine Lösungsvorschläge enthalten darf und das habe ich auch nicht behauptet.

Azrael hat geschrieben:[...]
Ich habe euch Beispiele genannt, dass es sehr wohl vorkommt, dass Kabarettisten, Satiriker und Comedians durchaus auch konstruktiv Kritik leisten und mir Pispers da negativ auffällt durch Mangel.
Und jetzt soll MEINE Argumentation hinken, weil ich euer Argument widerlegt habe, dass das angeblich niemals vorkäme? Ich habe übrigens keinerlei Aussage getroffen, dass das TYPISCH vorkäme im Kabarett, Pispers ist ja ein Beispiel, dass das nicht immer der Fall ist. Aber die Aussage, es käme niemals im Kabarett vor, dass konstruktive Kritik auch mal geäußert würde, die ist halt falsch.[...]
Wie erwähnt sind die Beispiele die Ihr nanntet keine politischen Kabarettisten und ich habe an keiner Stelle behauptet, es käme nicht vor, dass politisches Kabarett Lösungsvorschläge enthält, sondern, dass sie kein notwendiges Element sind und meiner Wahrnehmung nach auch nicht typisch für das Genre.

Nebenbei, wenn ich mir jetzt die Mühe machen würde, Pispers alte Programme durchzuhören, fände ich sicherlich auch diverse Passagen mit "kurze Lösungsansätze[n]". Ich käme aber nicht auf den Gedanken, anhand solcher Beispiele zu behaupten, dass Lösungsvorschläge typischerweise zu Pispers Programmen gehören.
Azrael hat geschrieben:[...]
Lange Rede kurzer Sinn, offensichtlich haben wir unterschiedliche Geschmäcker und über die kann man bekanntlich streiten. Ich halte von Pispers aus genannten Gründen absolut nichts und vermisse ihn nicht und halte auch nichts davon, ihn irgendwie zu idealisieren. Aber das beurteilt jeder für sich anders.
Ich habe mich nicht zu Eurem Geschmack geäußert und auch nicht zu Eurer Haltung zu Pispers. Es ging lediglich um die Frage, ob es eine Aufgabe von Kabarettisten sei, in ihren Programmen neben Kritik auch Lösungsvorschläge zu präsentieren.
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Beitrag von Montesquieu »

Wer sich einmal gruseln möchte:



Aber was man für diesen Diskurs rausziehen kann:

- Demokratischer Wille vor Recht und Gesetz.
- Behörden sind immer politisch getrieben, was schlecht ist.
- Skandale und Vorwürfe sind alels Konstruktionen der Medien.

Das ganze natürlich ohne Beispiele oder Nachweise. Ganz klar das typische populistische Spiel aus der epistemischen Hölle geliefert.

(Gut ist, dass Ronzheimer ihn vor allem wegen Putin und der FPÖ grillt, allerdings wird natürlich auch mit und mit die Brnadmauer sturmrei geschossen.)
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Beitrag von deltadagger »

Montesquieu hat geschrieben:Wer sich einmal gruseln möchte:
:D
Ein gängiges Sprichwort in Austria lautet:
Der Balkan fängt hinter Salzburg an...
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Beitrag von X_MasterDave_X »

Das haben zumindest Bayern, Österreicher und sogar Slowenen gemeinsam.
Jeder behauptet der Balkan beginne gleich hinter seiner Südostgrenze.
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Beitrag von sato »

X_MasterDave_X hat geschrieben:Das haben zumindest Bayern, Österreicher und sogar Slowenen gemeinsam.
Jeder behauptet der Balkan beginne gleich hinter seiner Südostgrenze.
Ist Salzburg Südostösterreich? :D
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Beitrag von deltadagger »

X_MasterDave_X hat geschrieben:Das haben zumindest Bayern, Österreicher und sogar Slowenen gemeinsam.
Jeder behauptet der Balkan beginne gleich hinter seiner Südostgrenze.
Das ist in Ösiland anders gemeint.
Beginnt hinter Salzburg bedeutet, Vorarlberg und Triol fühlen sich im Korruptionsindex näher bei den Guten, während alles östlicher tendenziell "balkanesisch" agiert.
Wien ist so was ähnliches wie Bagdad, sowohl in der Höhe der üblichen Zuwendungen für additive Serviceleistungen wie auch dem Straßenbild in der Fußgängerzone.
Klar, oder?
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Beitrag von X_MasterDave_X »

Ähnliches konnte ich auch jahrzehntelang im alten Jugoslawien beobachten, als wir bei der Durchfahrt nach Griechenland die einzelnen Teilrepubliken sahen.

Während Slowenien und selbst Kroatien noch sehr österreichisch aussahen und auch mentalitätsmäßig waren, wurde es ab Serbien und dann Mazedonien zunehmend slawischer bzw "balkanesischer".

Übrigens sehen sich auch die Griechen nicht als Balkanland. Für die ist alles Balkan nördlich und nordwestlich von Ihnen. Und der Nachbar im Osten war schon immer feindliches Muselmanen-Land.
So sahen sich die Griechen immer schon als Teil des europäischen Abendlandes, während sie den Balkan und alles slawische sowie muslemische ebenfalls verabscheuen.

Aber gut das hatte bei den Griechen schon immer Tradition. Die nannten schon in der Antike jedes nichtgriechische Volk "Barbaren" -> Varvari
Exklusiv ausgenommen hiervon nahm man später nur die Römer...nachdem man von denen erobert wurde, und diese große Teile der eigenen Kultur schlicht übernommen hatten.
Man sehe sich nur mal die beiden Götter-Pantheons an: Zeus -> Jupiter; Aphrodite -> Venus usw usw.
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Beitrag von Cyrano »

Die AfD geht offenbar weiter gegen ihr missliebige Lehrer vor:
https://www.tagesschau.de/investigativ/kontraste/afd-schulen-einflussnahme-100.html

Dass der Unterricht politisch ausgewogen sein soll, ist natürlich vollkommen richtig, bedeutet aber eben nicht, populistische und extremistische politische Ansichten unkommentiert zu lassen und nicht einzuordnen.
Die Schulen haben eben auch einen bildungspolitischen Auftrag.
Und der Vorstoß in Sachsen-Anhalt, Lehrer sollten überhaupt keine politischen Äußerungen im Unterricht abgeben dürfen, würde de facto wohl auf eine Abschaffung des Politikunterrichts hinauslaufen.
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Beitrag von Azrael »

Imho sollten alle Demokraten, egal welcher Parteifarbe, hinter dem derzeitigen Bildungsauftrag stehen, dass politische Bildung in Schulen auf dem Boden des Grundgesetzes steht. Das schließt automatisch alles aus, was vom Verfassungsschutz mindestens beobachtet wird.
Für die Demokratie sollen Lehrer immer werben dürfen.

Und selbst wenn ein Lehrer in einer Partei aktiv ist, ist das nicht unbedingt ein Tabu. Mein damaliger Gemeinschaftskundelehrer war und ist immer noch in der CDU aktives Mitglied. Der hat nie aktiv für die CDU geworben, hat sich also immer an die entsprechenden pädagogischen Grundsätze in der Richtung gehalten. Dafür hatte er aber immer lustige Geschichten von CDU-Parteitagen zu erzählen ;)
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Beitrag von Setsches »

ist wieder da! :eek: :D
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Beitrag von Azrael »

Ich frag mich grad nur: Wer? Hitler? Goebbels? Eine unheilige Kreuzung der Beiden?

Da sind Redner-Gesten irgendwie von beiden drin, grad mit den Händen.
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Setsches
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Beitrag von Setsches »

Azrael hat geschrieben:Ich frag mich grad nur: Wer? Hitler? Goebbels? Eine unheilige Kreuzung der Beiden?

Da sind Redner-Gesten irgendwie von beiden drin, grad mit den Händen.
Dachte ich mir auch. War vermutlich ein Spaßvogel, der sich unter dem Namen Alexander Eichwald im November dieses Jahres in die AFD Fraktion der Stadt Herford geschmuggelt und darüber zum Parteitag gekommen ist. Erinnert sehr an Christian Ulmens Kunstfigur Alexander von Eich. Allein, dass so jemand in den Saal gekommen und sich zur Wahl hat stellen lassen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie... :lach:
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Beitrag von Greenhorn »

-> https://www.sueddeutsche.de/politik/afd ... 930-359322
Süddeutsche Zeitung hat geschrieben:Aus dem Saal kam anschließend scharfe Kritik. Eichwald wurde unter großem Beifall gefragt, ob er ein V-Mann des Verfassungsschutzes sei. Sein rollendes „R“ erklärte er damit, Russlanddeutscher zu sein. Gemutmaßt wurde auch, ob der Auftritt Teil einer Comedy-Aktion sein könnte, um der AfD zu schaden. Auf die Frage, ob sein Auftritt ernst gewesen sei, sagte Eichwald beim Verlassen der Tagungshalle zu dpa nur kurz „Ja“.
"Oh, ihr Menschen, wisset, dass ihr große Sünden begangen habt. (...) Hättet ihr keine großen Sünden begangen, hätte Gott keine Strafe wie mich über euch gebracht." - Dschingis Khan
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