Der Link zur Hufeisentheorie geht (bei mir) leider nicht, gefühlt hängen aber mind. 5 Stück bei mir am Hals.dooya hat geschrieben:Die Einbeziehung der Tierschutzpartei in die links-rechte Dyade wird der Hufeisen[/i]theorie]Hufeisentheorie noch stärkeren Auftrieb verleihen.![]()
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Genauso sieht es bei uns wohl auch aus (VOLT und Grüne gleichauf bei 61%).habakuk hat geschrieben:Uns wurde bei obigem Test auch die örtliche Kandidatin von VOLT empfohlen. Da haben Wir erst gedacht: Ist ja schön und gut, aber gerade diesmal wählen Wir lieber eine Partei, die auch gute Chancen hat, in den Bundestag zu kommen.
Wenn die Vermutungen bezüglich der Prozentzahlen stimmen sollten, wäre das natürlich etwas anders. Aber trotzdem wählen Wir wohl sicherheitshalber grün.
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DD macht bei der nächsten Konvent Anwesenheit, den Pfahl für das Hufeisen werfen?deltadagger hat geschrieben:Der Link zur Hufeisentheorie geht (bei mir) leider nicht, gefühlt hängen aber mind. 5 Stück bei mir am Hals.
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Hab den link repariert. Vielen Dank für den Hinweis.deltadagger hat geschrieben:Der Link zur Hufeisentheorie geht (bei mir) leider nicht, gefühlt hängen aber mind. 5 Stück bei mir am Hals.
Hierhin sollte der Link verweisen: https://en.wikipedia.org/wiki/Horseshoe_theory
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Also bei mir im Kandidatencheck waren keine lokal-fokussierten Fragen, das waren schon diverse, bundespolitische Fragen.
Bei mir kamen zwar Volt, SSW und SPD gleichermaßen auf Platz 1 mit 67% und die Grünen auf Platz 2 mit 61% (und CDU weit abgeschlagen mit 39% auf den hinteren Plätzen), ABER im Unterschied zum Wahl-O-Mat fehlt hier die Möglichkeit, einzelne Thesen zu gewichten.
Wenn es die Möglichkeit gäbe, lägen die Grünen bei mir auch auf Platz 1.
Der Kandidierendencheck hat ja gefragt, ob wir 3% des BIP für Verteidigung ausgeben sollen. Die lokale Kandidatin der Grünen hat dies bejaht, das ist stabil. Die SPD-Kandidatin hat es hingegen verneint. Bestärkt mich in meiner Wahlentscheidung für die Grünen und ich freue mich schon, entsprechend am 23. Februar das Kreuz zu setzen, da ich ganz altmodisch, auch wenn ich noch bei weitem selbst nicht alt bin, liebend gerne ins Wahllokal gehe.
Bei mir kamen zwar Volt, SSW und SPD gleichermaßen auf Platz 1 mit 67% und die Grünen auf Platz 2 mit 61% (und CDU weit abgeschlagen mit 39% auf den hinteren Plätzen), ABER im Unterschied zum Wahl-O-Mat fehlt hier die Möglichkeit, einzelne Thesen zu gewichten.
Wenn es die Möglichkeit gäbe, lägen die Grünen bei mir auch auf Platz 1.
Der Kandidierendencheck hat ja gefragt, ob wir 3% des BIP für Verteidigung ausgeben sollen. Die lokale Kandidatin der Grünen hat dies bejaht, das ist stabil. Die SPD-Kandidatin hat es hingegen verneint. Bestärkt mich in meiner Wahlentscheidung für die Grünen und ich freue mich schon, entsprechend am 23. Februar das Kreuz zu setzen, da ich ganz altmodisch, auch wenn ich noch bei weitem selbst nicht alt bin, liebend gerne ins Wahllokal gehe.
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Ihr seid da viel zu pessimistisch. Zum einen sind die genannten Herausforderungen nicht neu. Mit steigender Lebenserwartung steigt auch das beschäftigungsfähige Alter. Zum anderen sind lebenslanges Lernen und Flexicurity mehr als Schlagworte. Wenn aus dem Fliesenleger mit zwei kaputten Knien kein Vorarbeiter oder Ausbilder wird, dann eben ein Busfahrer, Wachmann, Kartenverkäufer, Telefonist, ... der Bedarf an ungelernter, angelernter oder schnell gelernter Arbeit ist riesig.dooya hat geschrieben:Grundsätzlich richtig, aber im typisch deutschen politischen Klima vermutlich nicht auf vernünftige Weise umsetzbar.
Ich sehe zwei Probleme.
1) In bestimmten Berufen ist die Anhebung des Rentenalters schlicht nicht realistisch, weil selbst der statistische Mittelwert-Rentner körperlich nicht mehr in der Lage ist, sie in höherem Alter weiterhin korrekt auszuführen. Es bräuchte also eine tätigkeitsbezogene Differenzierung, die aber vermutlich Personen in vorwiegend niedrigqualifizierten Berufen zugute käme. "Soziale Geschenke" auf Kosten der "Leistungsträger" haben es typischerweise nicht leicht auf ihrem Weg zur Umsetzung. Außerdem würde jede Anhebung sicher auch zum Inhalt haben, dass in den zusätzlichen Arbeitsjahren auch weiterhin Rentenpunkte gesammelt werden. Personen die nach einer solchen tätigkeitsbezogenen Differenzierung früher in Rente gehen, hätten -sofern es hier keinen Ausgleich gibt- also auch Einbußen im Rentenniveau und dass in Berufen, die vermutlich ohnehin keine Spitzenrenten erwarten lassen.
2) Die Tatsache, dass Renter im Mittel in der Lage sind länger zu arbeiten, vernachlässigt, dass es vermutlich einen nicht unerheblichen Anteil von Personen im gleichen Alter gibt, die dies in Abhängigkeit von ihrer jeweiligen Tätigkeit objektiv nicht können, weil sie altersbezogene körperliche und geistige Einschränkungen aufweisen. Es bräuchte also auch eine individuelle tätigkeitsbezogene Differenzierung des Renteneintritts. Das wäre wohl ohne ein Begutachtungsbürokratiemonster nicht zu bewerkstelligen. Kann keiner bezahlen.
Bliebe noch die Option, dass man Anreize schafft für das freiwillige Arbeiten über das Renteneintrittsalter hinaus. Das würde wohl nur funktionieren, wenn man kräftige Rentenzuschläge damit verbindet, was den ohnehin starken Effekt, dass sozioökomisch starke Gruppen in körperlich leichteren Berufen in der Rente tendenziell besser gestellt sind, noch weiter verstärken würde.
Wichtig ist auch die Flexibilisierung des Renteneintrittsalters und der Hinzuverdienste. Gut ausgebildete Leute (wie der Raffelhüschen) müssen in Rente, obwohl sie weitermachen wollen. Der Partner unserer Tante ist Lkw-Fahrer und wollte gerne in Teilzeit weiterfahren. Es hätte ihm aber nur 400 Euro im Monat mehr gebracht (sagt er) und hat es dann sein lassen.
Nichtstun hilft doch auch nichts. Die Renteneinbußen für Geringverdiener werden ohne entschlossene Reform nur größer ausfallen. Tatsache ist, die heutigen Rentner und die, die kurz vor dem Renteneintritt stehen, haben
1. Ein Umlagesystem mit zu wenigen Kindern,
2. Versorgungssysteme ohne Rücklagen und
3. defizitäre Staatsfinanzen (inklusive der verdeckten impliziten Schulden)
geschaffen / hinterlassen. Wer sollte es ausbaden, wenn nicht die Alten? Das ist einer der wenigen Punkte, wo wir uns für eine Vermögensbesteuerung erwärmen könnten. Eine nachholende, mit dem Alter zunehmende Vermögenssteuer für alle - sagen wir ab 40. Ein Prozent pro Lebensjahr über 40 abzüglich eines Freibetrags?! Dem Prinzip nach jedenfalls. Die Alternative ist eine zunehmende Besteuerung der Erwerbsarbeit. Sozialabgaben statt der Traum vom Eigenheim wie die eigenen Eltern - das klingt für uns nicht nach einer tragfähigen Lösung.
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Lindner möchte übrigens in der FDP einen Antrag einbringen, der eine Koalition mit ... der AfD (Neeeiiin), dem BSW (Neeeiiin), der Linken (Neeeiiin) , sondern mit den Grünen verbietet.
https://www.tagesschau.de/inland/bundes ... e-100.html
Wenn so ein Antrag in der Regierungspartei eingebracht wird, die gefühlt als einzige aktiv die Regierungsarbeit torpediert hat, dann kann man nicht viel falsch gemacht haben in der Regierung.
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Bis zum letzten Absatz hätten Wir zugestimmt, aber dann, Vermögenssteuer, ausgerechnet von Euch?! Wir werfen mal nur exemplarisch ein weiteres Gerechtigkeitsproblem bei Eurem Modell ein: Zwei gleichalte Gutverdiener am Rande des Renteneintritts: Der eine hat vorgesorgt, sich ein hübsches Vermögen in verschiedenen Anlageformen angespart, sich dafür aber während des Berufslebens manches verkniffen (kleines Auto gefahren, Urlaube in bescheidenem Umfang, viel Eigenarbeit im Eigenheim etc. Pp). Der andere hat wenig zurückgelegt und während seines Berufslebens auf großem Fuß gelebt und ein hübsches Leben gelebt. Ersterer soll mit wesentlich höherer (oder überhaupt, der zweite Wir ja den Freibetrag gar nicht reißen) Vermögenssteuer den zweiten querfinanzieren?Witold Pilecki hat geschrieben:Ihr seid da viel zu pessimistisch. Zum einen sind die genannten Herausforderungen nicht neu. Mit steigender Lebenserwartung steigt auch das beschäftigungsfähige Alter. Zum anderen sind lebenslanges Lernen und Flexicurity mehr als Schlagworte. Wenn aus dem Fliesenleger mit zwei kaputten Knien kein Vorarbeiter oder Ausbilder wird, dann eben ein Busfahrer, Wachmann, Kartenverkäufer, Telefonist, ... der Bedarf an ungelernter, angelernter oder schnell gelernter Arbeit ist riesig.
Wichtig ist auch die Flexibilisierung des Renteneintrittsalters und der Hinzuverdienste. Gut ausgebildete Leute (wie der Raffelhüschen) müssen in Rente, obwohl sie weitermachen wollen. Der Partner unserer Tante ist Lkw-Fahrer und wollte gerne in Teilzeit weiterfahren. Es hätte ihm aber nur 400 Euro im Monat mehr gebracht (sagt er) und hat es dann sein lassen.
Nichtstun hilft doch auch nichts. Die Renteneinbußen für Geringverdiener werden ohne entschlossene Reform nur größer ausfallen. Tatsache ist, die heutigen Rentner und die, die kurz vor dem Renteneintritt stehen, haben
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Lindner liefert uns immer mehr Gründe, die FDP nicht zu wählen.Alith Anar hat geschrieben:Lindner möchte übrigens in der FDP einen Antrag einbringen, der eine Koalition mit ... der AfD (Neeeiiin), dem BSW (Neeeiiin), der Linken (Neeeiiin) , sondern mit den Grünen verbietet.
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Wir sind ja wahrlich kein Freund der Vermögenssteuer, unter anderem aus dem genannten Grund. Aber so bringt man die Last auf die Verursacherkohorten. Was könnte denn eine Alternative sein?
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Innerhalb des Systems gibt es 3 Schlüssel: Beitragshöhe, Rentenhöhe, Bezugsdauer (d.h. Renteneintrittsalter, nachdem man am Ende des Bezugs ja nichts tun kann...oder will...Witold Pilecki hat geschrieben:Wir sind ja wahrlich kein Freund der Vermögenssteuer, unter anderem aus dem genannten Grund. Aber so bringt man die Last auf die Verursacherkohorten. Was könnte denn eine Alternative sein?
Außerhalb des Systems gibt es ja noch den nicht ganz geringen Faktor Bundeszuschüsse. Wenn man will, kann man auch da noch etwas machen, um auch nicht versicherungspflichtige Personen (Beamte, Selbständige) sowie Kapitaleinkünfte "mitzahlen" zu lassen.
Wir persönlich würden ja das System radikal abschaffen: Steuerfinanzierte Einheitsrente ab einem Alter X für alle in der gleichen (ziemlich geringen) Höhe, egal wieviel vorher gearbeitet. Wer mehr will, soll privat (oder von Uns aus auch über eine staatliche Zusatzrente) vorsorgen. Nachdem ja die Rentenbeiträge künftig wegfallen würden, wäre das auch für Geringverdiener machbar, aber müsste natürlich auch getan werden, sonst darf man hinterher auch nicht jammern, dass es im Alter nur für kleine Sprünge reicht. Nachdem natürlich diejenigen, die bislang schon in das bisherige System einbezahlt haben, mit ihren Einzahlungen Anwartschaften erworben haben, kann man ihnen einen Bonus auf die Grundrente proportional zu ihren bisherigen Einzahlungen geben. Künftige Einzahlungen gibt es aber nicht mehr, so dass sich diese "Altfälle" (leider über Jahrzehnte, aber das halten Wir für nicht vermeidbar) mit der Zeit ausschleichen würden.
Das wäre Unsere Lösung, die allerdings niemals kommen wird.
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Na das ist doch auch zu sehr pauschalisiert. Der Frugalitst der sich schön was wegspart, ist ganz sicher nicht Schuld am System und auch keine reicher Erbe. Im Gegenteil er könnte durchaus ein Vorbild für viele sein, um einfach mal zu sehen was möglich ist. Man muss es ja nicht direkt so extrem umsetzen.Witold Pilecki hat geschrieben:Wir sind ja wahrlich kein Freund der Vermögenssteuer, unter anderem aus dem genannten Grund. Aber so bringt man die Last auf die Verursacherkohorten. Was könnte denn eine Alternative sein?
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Bin ich? Die ganzen Rentendiskussionen gibt es ja nun nicht erst seit gestern und wenn man sich mal nach viel Hickhack auf einen Schritt in die eine Richtung (Rente mit 67) einigen konnte, gibt es einen in die andere (Rente mit 63 für besonders langjährige Versicherte) ohne das überhaupt die individuelle Situation des Einzelnen berücksichtigt worden ist.Witold Pilecki hat geschrieben:Ihr seid da viel zu pessimistisch.
Das wesentliche Problem ist in meinen Augen, dass man für eine funktionierende und gerechte Lösung ein System schaffen müsste, in dem die Leistungsstarken und Gesunden unter uns freiwillig länger arbeiten, damit die Schwächeren und Kränkeren nicht so lange arbeiten müssen, aber trotzdem im Vergleich nicht deutlich weniger Rente bekommen. Diese Form von Umverteilung ist extrem unpopulär. Außerdem beginnt bei solchen Vorschlägen sofort wieder die Diskussion um die persönliche Verantwortung für den Gesundheitszustand und das Bildungsniveau (höhere Bildung -> weniger körperlich belastender Arbeitsplatz). ("Warum soll ich länger arbeiten und der Typ mit Raucherlunge darf normal in Rente")
Aber genau die ungelernten, angelernten oder schnell gelernten Beschäftigungen sind ja oftmals genau die, die man im Alter nicht mehr so gut ausführen kann, auch wenn Eure Beispiele das nicht so nahelegen. Außerdem werden sie deutlich schlechter entlohnt, d.h. man würde kurz vor der Rente eben mal in den Niedriglohnsektor abgeschoben werden. Das ist für das laufende Haushaltseinkommen fatal und die positiven Auswirkungen für die Rente halten sich auch in Grenzen. Im Grunde ist doch noch nicht einmal klar, ob der Verdienst höher ist, als die Rente, die man erhalten würde, wenn man diesen Job nicht annimmt.Witold Pilecki hat geschrieben:Zum einen sind die genannten Herausforderungen nicht neu. Mit steigender Lebenserwartung steigt auch das beschäftigungsfähige Alter. Zum anderen sind lebenslanges Lernen und Flexicurity mehr als Schlagworte. Wenn aus dem Fliesenleger mit zwei kaputten Knien kein Vorarbeiter oder Ausbilder wird, dann eben ein Busfahrer, Wachmann, Kartenverkäufer, Telefonist, ... der Bedarf an ungelernter, angelernter oder schnell gelernter Arbeit ist riesig.
Außerdem reden hier von den Jobs, die anscheinend ja noch nicht mal die ganzen "faulen Bürgergeldempfänger" übernehmen wollen. Wir belohnen also den fleißigen Fliesenleger damit, dass er die letzten Jahre für kleines Geld Regale einräumen darf? Glaube nicht, dass das auf Begeisterung in der Bevölkerung stößt.
Tut mir leid, aber das klingt für mich mehr nach neoliberaler Fantasie als nach praktikabler Lösung.
Ja, diese Fälle gibt es und denen muss man es auch einfacher machen, länger zu arbeiten. Gleichzeitig kann man diese Optionen aber auch nicht zu sehr vergolden, weil dies die soziale Schieflage im Alter vergrößert.Witold Pilecki hat geschrieben: Wichtig ist auch die Flexibilisierung des Renteneintrittsalters und der Hinzuverdienste. Gut ausgebildete Leute (wie der Raffelhüschen) müssen in Rente, obwohl sie weitermachen wollen. Der Partner unserer Tante ist Lkw-Fahrer und wollte gerne in Teilzeit weiterfahren. Es hätte ihm aber nur 400 Euro im Monat mehr gebracht (sagt er) und hat es dann sein lassen.
Ansonsten gibt aber auch genug andere Fälle. Gerade im letzten Jahr hat ein Kollege von mir die Rente mit 63 in Anspruch genommen: sehr gut bezahlter Akademiker mit stressfreiem Bürojob, meines Wissens auch keine gesundheitliche Einschränkungen. (War aber Langstreckenpendler/Auswärtsschläfer, so dass ich es zumindest etwas nachvollziehen kann.)
Auch sonst habe ich den subjektiven Eindruck, dass es mehr Menschen gibt, die vor dem derzeit geltenden Renteneintrittsalter nicht mehr arbeiten wollen, als umgekehrt.
Ich teile vollkommen Eure Einschätzung, dass es notwendig ist, sich mit diesem Problem zu beschäftigen. Aus den in meinem letzten Beitrag genannten Gründen glaube ich halt nur nicht, dass wir eine vernünftige Lösung bekommen.Witold Pilecki hat geschrieben: Nichtstun hilft doch auch nichts. Die Renteneinbußen für Geringverdiener werden ohne entschlossene Reform nur größer ausfallen. Tatsache ist, die heutigen Rentner und die, die kurz vor dem Renteneintritt stehen, haben
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Ausbaden werden es die Alten -also die aktuell Alten- übrigens vermutlich nicht, denn üblicherweise kommen solche Verschärfungen mit großzügigen Übergangsfristen und Vertrauensschutz. Außerdem haben die heutigen Alten die politische Macht und die beste Lobby. Die werden schon dafür sorgen, dass sie, nachdem sie den Laden während ihres gemütlichen Lebens schön an die Wand gefahren haben, im Rentenalter auch bequem zuschauen können, wie die nachfolgenden Generationen sich im Schlamassel quälen.
Ausbaden werden es also die jetzt Jungen, sowohl wenn sie später alt sind, als auch während des Lebenswegs bis dahin.
(Zur Vermögenssteuer schreibe ich nichts, da ich diesbzgl. mit mir selber uneins bin.)
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Bezugsdauer sehen wir auch als die Stellschraube schlechthin an. Will man zurück zu 10 Jahren Rentenbezug wie in den 1960ern, wären das Renteneintritt mit 68 für Männer und 73 für Frauen. Aktuell liegt der Durchschnitt bei 64,4 Jahren. Dürfte gerade bei den Frauen schwierig werden, dass durchzusetzen.Kardinalinfant hat geschrieben:Innerhalb des Systems gibt es 3 Schlüssel: Beitragshöhe, Rentenhöhe, Bezugsdauer (d.h. Renteneintrittsalter, nachdem man am Ende des Bezugs ja nichts tun kann...oder will...). Wenn man will, könnte man gleichermaßen an allen Schrauben drehen: Beiträge moderat hoch, Rentenhöhe nicht mehr im selben Umfang steigern wie bislang, also ein Stück weit einfrieren und Eintrittsalter moderat (und ggf. schrittweise) erhöhen. Dann wäre die Last auf alle Schultern verteilt.
Das wäre ja faktisch eure Basisrente.Beiträge rauf oder Rentenniveau runter?
Was aber ist nun zu tun? Zwei Dinge stehen zunächst zur Wahl, wenn man das demografisch bedingte Ungleichgewicht ausgleichen will: Man kann die Rentenbeiträge heraufsetzen oder das Rentenniveau und damit die Renten mindern. Für Raffelhüschen führt an sinkenden Renten aber kein Weg vorbei.
Vorausgesetzt: Durch ein Absenken des Rentenniveaus droht zwar Altersarmut für breite Teile der Bevölkerung. So ergab schon eine Studie der Bertelsmann-Stiftung: Ende der 2030er Jahre haben 21,6 Prozent aller Rentner weniger als 60 Prozent des Medianeinkommens der Gesamtbevölkerung zur Verfügung. Beim Medianeinkommen werden Spitzen- aber auch Niedrigverdiener herausgerechnet, um den genauen Mittelwert der Einkommen einer Gesellschaft zu errechnen. Weil das Medianeinkommen gegenüber dem Durchschnittseinkommen als aussagekräftiger gilt, dient es zur Berechnung der Armutsgefährdung (Versicherungsbote berichtete).
Auch mit Blick auf das Rentenniveau errechnete die Stiftung Besorgniserregendes: bei 46,3 Prozent statt bei 48 Prozent würde es in 2029 liegen und später sogar auf 42,6 Prozent sinken.
Für Raffelhüschen aber ist es ein Gebot der Generationengerechtigkeit, dass ins Rentenalter gekommene Babyboomer auch solche Konsequenzen ihres fehlenden Nachwuchses tragen. Sinkende Renten sind für ihn schlicht das gerechtere Übel.
https://www.versicherungsbote.de/id/490 ... er-Kinder/
- Oerty
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Wir sind eindeutig für eine Vermögenssteuer für „Barvorhaben“ über 2.000.000 Euro.
Diese 2 Mio sind steuerfrei und ab dann 3 %-5% im Jahr.
Jeder der sich hier benachteiligt fühlt kann gerne mit mir Tauschen.
Rente soll zusammengelegt werden mit Pensionen. Renten gedeckelt auf die doppelte Mindestrente. Diejenigen die die so viel Rente erarbeiten konnten konnten auch Privat vorsorgen.
Damit sollten sehr viele Probleme zu lösen sein.
Diese 2 Mio sind steuerfrei und ab dann 3 %-5% im Jahr.
Jeder der sich hier benachteiligt fühlt kann gerne mit mir Tauschen.
Rente soll zusammengelegt werden mit Pensionen. Renten gedeckelt auf die doppelte Mindestrente. Diejenigen die die so viel Rente erarbeiten konnten konnten auch Privat vorsorgen.
Damit sollten sehr viele Probleme zu lösen sein.
- Witold Pilecki
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Ja, so sind wir eben. Wir halten es kurz, da wir kaum Dissens sehen und das Baby langsam quengelt. Politisch ist das alles nicht durchsetzbar und die Jungen werden es ausbaden.dooya hat geschrieben: Tut mir leid, aber das klingt für mich mehr nach neoliberaler Fantasie als nach praktikabler Lösung.
Wir sind aber deutlich optimistischer als Ihr, was die Angebotsseite der Gleichung angeht (eben abgesehen von den politischen Mehrheiten im Land). Lebensarbeitszeit rauf gilt natürlich auch für Bürgergeldempfänger - fordern und fördern haben wir schon mal besser hinbekommen, das schaffen wir wieder.
Nachtrag:
Wenn wir es nicht machen, muss es sein Kind tun (oder im Hauptberuf mehr arbeiten).dooya hat geschrieben:Wir belohnen also den fleißigen Fliesenleger damit, dass er die letzten Jahre für kleines Geld Regale einräumen darf? Glaube nicht, dass das auf Begeisterung in der Bevölkerung stößt.
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Die Pensionen werden nicht angerührt werden, das kann ich euch prophezeien.
Jeder Staat braucht Beamte, am besten nicht korrupt. Als Beamter wird man zwar nicht arm, aber auch nicht reich. Wie also den drögen Beamtenjob versüßen? Eben, mit einer sehr guten Altersversorgung, also der Pension.
Was die Debatte rund um das Eintrittsalter angeht, gehe ich davon aus, dass eine pauschale Anhebung aus von dooya genannten Gründen unrealistisch ist.
Ich denke aber, worüber man reden könnte, wären positive Anreize: Wer über den eigentlichen Renteneintritt hinaus arbeitet, erhält pro über den Renteneintritt hinaus gearbeitetes Jahr einen monatlichen Zuschuss auf die Rente, steuerfrei. Wie hoch dieser ausfallen würde oder überhaupt kann, das wäre Gegenstand der politischen Debatte.
Oder, im Sinne der Generationengerechtigkeit, man schränkt dies auf Ausbildertätigkeiten ein, dass ein berufserfahrener Ausbilder noch z.B. bis 70 junge Menschen in seinem Beruf ausbildet und sein Wissen weitergibt, bevor er sich endgültig in die Rente verabschiedet. Dann hat er nicht nur ein paar Jahre Rentenzahlung der Rentenkasse gespart, er hat dann auch die nachkommenden Arbeitergenerationen mit dem eigenem Wissen bereichert.
Aber es ist klar, irgendwas muss hier passieren, weiter wie bisher kann es nicht gehen.
Jeder Staat braucht Beamte, am besten nicht korrupt. Als Beamter wird man zwar nicht arm, aber auch nicht reich. Wie also den drögen Beamtenjob versüßen? Eben, mit einer sehr guten Altersversorgung, also der Pension.
Was die Debatte rund um das Eintrittsalter angeht, gehe ich davon aus, dass eine pauschale Anhebung aus von dooya genannten Gründen unrealistisch ist.
Ich denke aber, worüber man reden könnte, wären positive Anreize: Wer über den eigentlichen Renteneintritt hinaus arbeitet, erhält pro über den Renteneintritt hinaus gearbeitetes Jahr einen monatlichen Zuschuss auf die Rente, steuerfrei. Wie hoch dieser ausfallen würde oder überhaupt kann, das wäre Gegenstand der politischen Debatte.
Oder, im Sinne der Generationengerechtigkeit, man schränkt dies auf Ausbildertätigkeiten ein, dass ein berufserfahrener Ausbilder noch z.B. bis 70 junge Menschen in seinem Beruf ausbildet und sein Wissen weitergibt, bevor er sich endgültig in die Rente verabschiedet. Dann hat er nicht nur ein paar Jahre Rentenzahlung der Rentenkasse gespart, er hat dann auch die nachkommenden Arbeitergenerationen mit dem eigenem Wissen bereichert.
Aber es ist klar, irgendwas muss hier passieren, weiter wie bisher kann es nicht gehen.
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Ja, so kamen wir uns auch verarscht vor, dass wir in unserer Kindheit und Jugend nie Ersparnisse angepackt haben - eben diese Ersparnisse aber dann erstmal im Studium aufbrauchen mussten, bevor wir Bafög bekamen.Kardinalinfant hat geschrieben:Bis zum letzten Absatz hätten Wir zugestimmt, aber dann, Vermögenssteuer, ausgerechnet von Euch?! Wir werfen mal nur exemplarisch ein weiteres Gerechtigkeitsproblem bei Eurem Modell ein: Zwei gleichalte Gutverdiener am Rande des Renteneintritts: Der eine hat vorgesorgt, sich ein hübsches Vermögen in verschiedenen Anlageformen angespart, sich dafür aber während des Berufslebens manches verkniffen (kleines Auto gefahren, Urlaube in bescheidenem Umfang, viel Eigenarbeit im Eigenheim etc. Pp). Der andere hat wenig zurückgelegt und während seines Berufslebens auf großem Fuß gelebt und ein hübsches Leben gelebt. Ersterer soll mit wesentlich höherer (oder überhaupt, der zweite Wir ja den Freibetrag gar nicht reißen) Vermögenssteuer den zweiten querfinanzieren?
Bafög haben wir dann wiederum so lange bezogen, dass wir bzgl. der Rückzahlung beim Höchstbetrag gedeckelt wurden. Anders gesagt: Wir hätten die zusätzlichen Beträge nicht zurückzahlen müssen. Tja... wären wir doch mal lieber zwischen Abi und Studium auf Weltreise gegangen statt zur Bundeswehr... selbst schuld.
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Das hat man vor 3 1/2 Jahren über die Chancen von Scholz auf die Kanzlerschaft auch gesagt. Daher gehen wir in diesem Punkt auf Nummer sicher.Vargr hat geschrieben:Doch genau jetzt. Da besteht überhaupt keine Gefahr, dass sie noch die 5% schaffen.Es sei denn, es gibt eine Partei von der Du wirklich überzeugt bist. Dann musste da natürlich den Haken machen.
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