Bundestagswahl 2025

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GN. Kuribayashi
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Beitrag von GN. Kuribayashi »

Als Schweizer hab ich eine Frage wenn die Cdu 30% erreicht und die afd 22% wàre dann nicht eine koalition aus diesen parteien der wille des Volkes mit mehrheit? mir ist klar eine afd ist bei weitem extremer als die SVP hier ja sogar als die fpö in österreich
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TheBlackSwan
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Beitrag von TheBlackSwan »

Nein. Wenn z.B. alle anderen WählerInnen die AfD ablehnen, dann ist der Auftrag, eine Koalition ohne diese Partei zu bauen. Die AfD ist in Umfragen die am meisten polarisierende Partei, in der Regel sind die Leute entweder dafür oder dagegen, selten "ok, nicht mein Erstwunsch, aber als Koalitionspartner geht es schon".

Wie sich das in der Zukunft entwickelt, wird man sehen. Hängt auch davon ab, wohin die AfD steuert, welchen Erfolg Verbotsversuche haben und wie erfolgreich oder frustrierend die Koalition mit Links für die CDU/CSU wird. Die nächsten Jahre werden politisch eine Zerreißprobe.
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Elvis
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Beitrag von Elvis »

TheBlackSwan hat geschrieben: Wie sich das in der Zukunft entwickelt, wird man sehen. Hängt auch davon ab, wohin die AfD steuert, welchen Erfolg Verbotsversuche haben und wie erfolgreich oder frustrierend die Koalition mit Links für die CDU/CSU wird. Die nächsten Jahre werden politisch eine Zerreißprobe.
Die AfD ist auch um Welten besser in der Ansprache junger Leute. Insbesondere in den Sozialen Medien. Oft mit verdeckter Parteienwerbung.
Bei den jungen Menschen gibt es weit weniger das Empfinden der AfD als etwas "unwählbares". Zudem sind junge Menschen weit intensiver in Schule und Freizeit mit den Problemen von Migration konfrontiert, als wir Alten in unseren Wohlstandsghettos.
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TheBlackSwan
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Beitrag von TheBlackSwan »

Elvis hat geschrieben:Die AfD ist auch um Welten besser in der Ansprache junger Leute. Insbesondere in den Sozialen Medien. Oft mit verdeckter Parteienwerbung.
Bei den jungen Menschen gibt es weit weniger das Empfinden der AfD als etwas "unwählbares". Zudem sind junge Menschen weit intensiver in Schule und Freizeit mit den Problemen von Migration konfrontiert, als wir Alten in unseren Wohlstandsghettos.
Ja. Die etablierten Parteien müssen die nächsten 4 Jahre wirklich was schaffen, sonst ist 2029 alles möglich.
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Beitrag von Cyrano »

Da habt ihr wohl recht, allerdings hat die AfD - wie schon gesagt - auch keine Lösungen anzubieten.
Die Frage ist, wie man den jüngeren Menschen, die politisch noch nicht so gefestigt sind wie vieleicht wir in diesem Forum hier, klarmacht, wie die AfD tickt und welche Folgen eine Regierungsbeteiligung haben könnte. Ein Vorschlag von vielen wäre vermutlich mehr politische Bildung in den Schulen, wobei da sofort die Frage aufkäme, wie die Schulen ads ezitlich und personell leisten sollten.
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Beitrag von habakuk »

Cyrano hat geschrieben:[...] wie die AfD tickt und welche Folgen eine Regierungsbeteiligung haben könnte. [...]
Es wird erst recht schwierig, wenn diese Folgen nicht mehr negativ betrachtet werden. Man sieht das ja in den USA: Wenn erst mal genug Leute überzeugt sind, dass dieser Staat so verrotet ist, dass man ihn am besten zerstört, dann ist die Aussicht auf Zerstörung keine Abschreckung mehr. Im Gegenteil.

Deshalb versuchen die Rechten ja überall, die Mär zu verbreiten, dass längst schon alles den Bach runtergeht.
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Cyrano
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Beitrag von Cyrano »

Genau das meinen wir.
Daher bleibt die zentrale Frage zu diesem Thema, wie die politische Bildung sinnvoll gestaltet wird, eine Patentlösung haben wir leider nicht.
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habakuk
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Beitrag von habakuk »

Ja, es ist ein Dilemma. Denn eigentlich bedeutet das ja, dass man gegen die AfD vor allem damit argumentieren muss, dass bestehende Probleme keineswegs bedeuten, dass "das System" nicht mehr funktioniert. Wenn man das tut, wird einem aber allzu leicht vorgeworfen, dass man die Probleme leugnen würde.
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Beitrag von VigaBrand »

Cyrano hat geschrieben:Da habt ihr wohl recht, allerdings hat die AfD - wie schon gesagt - auch keine Lösungen anzubieten.
Die Frage ist, wie man den jüngeren Menschen, die politisch noch nicht so gefestigt sind wie vieleicht wir in diesem Forum hier, klarmacht, wie die AfD tickt und welche Folgen eine Regierungsbeteiligung haben könnte. Ein Vorschlag von vielen wäre vermutlich mehr politische Bildung in den Schulen, wobei da sofort die Frage aufkäme, wie die Schulen ads ezitlich und personell leisten sollten.
Wenn die Schüler nicht zu hören, weil es sie nicht interessiert oder sie innerlich mit ihrer Bürgergeld-"Karriere" liebäugeln, da kannst Du so viel politische Bildung machen, wie du willst, der Output ist gering.
Du musst die Eltern bilden, die haben einen recht großen Einfluss auf ihre Kinder. Man könnte den Eltern auch mal beibringen, wie man Kinder erzieht. Immerhin trauen die meisten sich ja zu, dass sie den Lehrer sagen, wie es geht, man schaut sich aber die Kinder von denen an und weiß, dass ....
Genug ausgekotzt.
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Vargr
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Beitrag von Vargr »

Das Spannende ist halt, dass auch Eltern mit Migrationshintergrund die AFD wählen.
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Beitrag von [B@W] Abominus »

Na ja, AfD heißt ja auch Ausländer für Deutschland.
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DerGraf
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Beitrag von DerGraf »

An unserer Schule haben wir schon von Schülern gehört, dass sie die AfD unterstützen würden, sobald sie alt genug sind.
Unser Einwand, dass sie doch einen Migratiinshintergrund hätten, wurde mit der Aussage gekontert, der Schüler und die Familie hätten einen deutschen Pass, also könne ja nichts passieren.

Der Einwand unserer Kollegin, den hätten 1938 auch viele gehabt, ging über den Kopf des Schülers hinweg...
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Cyrano
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Beitrag von Cyrano »

Die Menschen mit Migrationshintergrund haben eben auch das Gefühl (nicht wirklich zu unrecht), das die bisherigen Regierungen zu wenig getan haben, damit sie hier in Deutschland sicher leben und auch arbeiten können.
Dass die AfD auch laut über die Ausweisung von Menschen mit Migrationshintergrund und deutscher Staatsangehörigkeit nachdenkt, wird vermutlich als Wahlkampfgetöse abgetan.
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Bushi
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Beitrag von Bushi »

DerGraf hat geschrieben:An unserer Schule haben wir schon von Schülern gehört, dass sie die AfD unterstützen würden, sobald sie alt genug sind.
Unser Einwand, dass sie doch einen Migratiinshintergrund hätten, wurde mit der Aussage gekontert, der Schüler und die Familie hätten einen deutschen Pass, also könne ja nichts passieren.

Der Einwand unserer Kollegin, den hätten 1938 auch viele gehabt, ging über den Kopf des Schülers hinweg...
Eine ähnliche Problematik erlebe ich auch an meiner Schule (Förderschule emotionale-Entwicklung in einer Kleinstadt mit ca. 60.000 Einwohnern). Wir haben bei uns zwar nur 3/90 Kinder mit (Dieser Förderbedarf ist eher was für Biodeutsche), aber dafür finden viele die AfD super. Zur Europawahl haben vor allem die älteren Schüler einfach wiedergekaut, was die AfD so in Social Media geteilt hat. Wenn man dann mal kritisch nachgefragt hat, habe ich festgestellt, dass da wenig eigene Meinung abseits der Parolen ist. Diese findet man im bildungsfernen Milieu aber gut. Ich würde sogar so weit gehen, dass diese Jugendlichen indoktriniert sind. Ein weiteres Problem ist, dass viele bei uns (vom Noveau der Hauptschule entsprechend) nicht mehr in der Lage sind eine intellektuelle Transferleistung zu vollziehen. Ein Beispiel was ich damit meine: Wenn im Geschichtsunterricht die Aktion T4 thematisiert wird, schnallen diese Jugendlichen nicht, dass sie selbst im dritten Reich im besten Falle sterilisiert oder im schlechtesten ermordet worden wären. Anderes Beispiel: Viele wollen zurück an die Regelschule, was unter einer AfD-Regierung gar nicht möglich wäre. Wenn sie damit konfrontiert werden erreicht man nur bei wenigen ein Verständnis, dass sie davon betroffen wären und selbst keine Regelschule besuchen könnten. Genauso wäre etwa die Hälfte von den Zwangsarbeitsfantasien der AfD für Arbeitslose betroffen. Findet man trotzdem gut. Daher denke ich, dass viele durch Social Media mittlerweile so indoktriniert sind, dass sie ihre eigenen Henker wählen würden.
Kommt man da mit politischer Bildung in der Schule allein an? Ich glaube nicht. Social Media und die Peer Group sind dafür viel zu wirkmächtig, auch quantitativ.

Aus meiner Sicht wäre die einzige Möglichkeit, das Problem mit der Migration zu lösen, bestehende Gesetze umzusetzen. Wir haben bei so ziemlich jeder Messertat ein Behördenversagen, bzw. der Täter war bekannt. Also müsste man analysieren woran das liegt und das abstellen. Da es ja in letzter Zeit psychisch kranke Täter waren: Es müsste viel mehr Plätze in den Kliniken geben, dass diesen Menschen geholfen werden kann. Es kann nicht sein, dass Menschen erst entweder völlig zusammenbrechen oder einen Gewalttat vollziehen müssen, damit ihnen geholfen wird. Allerdings vermute ich, dass das Geld kostet und das ist immer schlecht. Sich vor ein Mikrofon zu stellen und zu sagen, dass man da nichts machen könne oder die Gesetze einfach härter sein müssten kostet nichts.
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Elvis
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Beitrag von Elvis »

Bushi hat geschrieben: Aus meiner Sicht wäre die einzige Möglichkeit, das Problem mit der Migration zu lösen, bestehende Gesetze umzusetzen. Wir haben bei so ziemlich jeder Messertat ein Behördenversagen, bzw. der Täter war bekannt. Also müsste man analysieren woran das liegt und das abstellen.
Ein Anfang wäre es ja mal zu schauen, was die Länder anders machen, in denen es halbwegs läuft. Sie haben eine Gemeinsamkeit. Eine zentrale Migrationsbehörde über die alles läuft. Sämtliche Informationen und Maßnahmen.
Verbesserungspotenziale sind also kein Geheimwissen, dass man erst erforschen muss. Aber so lange wir nicht damit aufhören ein dysfunktionales System reparieren zu wollen, anstatt uns etwas anderes auszudenken, wirds vermutlich nix.
Denn es stimmt ja. Es mangelt nicht an Gesetzen. Es gab haufenweise neue Migrationsgesetze, die alle auf den großen Stapel der anderen Gesetze, die nicht durchgesetzt werden, landen.
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Cyrano
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Beitrag von Cyrano »

Wie schon gesagt: Bevor neue schärfere Regelungen eingeführt werde, sollten die bestehenden Regelungen konsequent umgesetzt werden.
Aber das kostet eben Geld - im Gegensatz zu Forderungen nach strengeren Gesetzen, mit denen man sich profilieren kann, ohne dass man direkt sagen muss, wie sie konkret angewandt werden sollen.
Und an das Gewirr von Kompetenzen und Zuständigkeiten bei Bund, Ländern und Kommunen, das ja mit ein entscheidender Faktor ist für die fehlende Wirksamkeit der bestehenden Regelungen in diesem Bereich ist, wird wohl auch kaum ein Politiker ernsthaft herangehen.
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Elvis
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Beitrag von Elvis »

Cyrano hat geschrieben:Wie schon gesagt: Bevor neue schärfere Regelungen eingeführt werde, sollten die bestehenden Regelungen konsequent umgesetzt werden.
Andere haben gesagt, sie sehen in den Ankündigungen von Merz nur Wahlkampf.
Ich sage, ja, und das ist auch gut so. Die AfD schlachtet die Geschehnisse gerade bis aufs letzte aus.
Ein Kandidat, der sich jetzt hinstellt und nur sagen würde "Wir müssen uns nochmal die Kompetenzverteilung zwischen Bund, Ländern und Kommunen ansehen", würde sich maximal lächerlich machen. Völlig egal wie recht er damit hätte.
Daher finde ich es aktuell völlig richtig, dass dieses Grenzen dicht und Abschiebehaftdiskussion von der CDU eingeworfen wird. Es darf an der Stelle nur nicht dabei bleiben. Denn das unsere Grenzen nicht im Ansatz zuverlässig dicht gemacht werden können, sollte jedem glasklar sein. Und trotzdem halte ich es für richtig das jetzt vor der Wahl, bei dieser Stimmung, einfach mal rauszuhauen.
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Beitrag von dooya »

Elvis hat geschrieben:Andere haben gesagt, sie sehen in den Ankündigungen von Merz nur Wahlkampf.
Ich sage, ja, und das ist auch gut so. Die AfD schlachtet die Geschehnisse gerade bis aufs letzte aus.
Ein Kandidat, der sich jetzt hinstellt und nur sagen würde "Wir müssen uns nochmal die Kompetenzverteilung zwischen Bund, Ländern und Kommunen ansehen", würde sich maximal lächerlich machen. Völlig egal wie recht er damit hätte.
Daher finde ich es aktuell völlig richtig, dass dieses Grenzen dicht und Abschiebehaftdiskussion von der CDU eingeworfen wird. Es darf an der Stelle nur nicht dabei bleiben. Denn das unsere Grenzen nicht im Ansatz zuverlässig dicht gemacht werden können, sollte jedem glasklar sein. Und trotzdem halte ich es für richtig das jetzt vor der Wahl, bei dieser Stimmung, einfach mal rauszuhauen.
Wenn eine Partei wissentlich vor der Wahl Maßnahmen verspricht, die sich nach der Wahl als undurchführbar erweisen werden, wird das das Vertrauen der Bürger in die demokratischen Parteien sicher verbessern. Das ist das typische "wir denken nur bis zur nächsten Wahl"-Verhalten, das uns genau diese Integrationsprobleme, genau diesen Innovationsstau, genau diesen Infrastrukturverfall eingebrockt hat.

Es wird auch in den nächsten vier Jahren keine plötzliche wundersame Lösung für all diese Probleme gefunden werden und wir werden daher wieder vor einem Wahlkampf gegen populistische Parteien stehen. Das sollte man bedenken, bevor man heute Wähler belügt und in vier Jahren jammert, dass sie zu Populisten abwandern.
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Beitrag von Witold Pilecki »

Wir haben im Familienkreis ein Wahlempfehlung für die *schauder* Grünen ausgesprochen. Das lief so:

Familienmitglied: Welche Partei soll ich zur Bundestagswahl wählen?

Pilecki: Was ist dir denn wichtig?

Familienmitglied: Das es nicht zu einem Krieg kommt, das ist das wichtigste, alles andere ist mir egal.

Pilecki: Da musst du wissen, von welcher Richtung du mehr hälst, Frieden durch Stärke oder Beendigung des Krieges, indem der Angegriffene Land hergeben muss.

Familienmitglied: Und was sind da so die Vorteile?

Pilecki: Putin hat 2x Tschetschenien, Georgien, 2014 und 2022 die Ukraine angegriffen. Er hat gesagt, der Zusammenbruch der Sowjetunion wäre die größte Katastrophe des 20. Jahrhunderts und will Russland in den alten Grenzen wiederherstellen. Er bedroht die baltischen Staaten und andere. Für wie realistisch hältst du es, dass er aufhört, wenn wir ihm Land abgeben? Das hat man im 2. Weltkrieg auch mit Nazideutschland versucht. Anschluss Österreichs, Zerschlagung der Tschecheslowakei. Und was hat es gebracht? Einen Weltkrieg.

Familienmitglied: Ja, also Frieden durch Stärke.

Pilecki: Da kommen die Grünen und die FDP in Frage. Die SPD ist da innerparteilich zerrissen und bremst eher. Vielleicht die CDU, aber die hat ein Glaubwürdigkeitsproblem. Merz sagt allen, was sie hören wollen.

Familienmitglied: ...

Pilecki: Was ist dir denn wichtiger: Klimawandel oder das Deutschland keine Schulden macht?

Familienmitglied: Klimawandel.

Pilecki: Das wären dann die Grünen. Ich glaube zwar, dass sie es völlig falsch angehen, aber sie meinen es Ernst. Wenn der Robert Habeck etwas sagt, habe ich das Gefühl, dass er es ernst meint. Das ist ziemlich selten. Die FDP hat das bessere Konzept im Wahlprogramm stehen. Aber die FDP verspricht vieles und tut nichts - sagt dir der Begriff Mövenpickpartei etwas?

Familienmitglied: *Kopfschütteln*

Pilecki: *knappe Erklärung*

Familienmitglied: Und wie ist das mit den Schulden?

Pilecki: Da gibt es leider eigentlich keine Partei, die glaubwürdig für weniger Schulden steht. Die FDP ist die einzige Partei die da etwas fordert, aber als Finanzminister hat Christian Lindner einfach mit Nebenhaushalten gearbeitet. Da müsstest du auf das Prinzip Hoffnung setzen und auf weniger Schulden setzen, dafür kriegst du eine große Glaubwürdigkeitsschwäche beim Klimawandel.

Familienmitglied: Also die Grünen?

Pilecki: Ist wohl das beste. Hauptsache du wählst weder die AfD noch Sarah Wagenknecht - das ist das wichtigste.

Familienmitglied: Kopfnicken.

*schauder* Jetzt müssen wir uns erst mal unsere neoliberalen Zähne putzen.
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Beitrag von Elvis »

dooya hat geschrieben:Wenn eine Partei wissentlich vor der Wahl Maßnahmen verspricht, die sich nach der Wahl als undurchführbar erweisen werden, wird das das Vertrauen der Bürger in die demokratischen Parteien sicher verbessern.
Ist doch Schwarz-Weiß denke. Dasselbe hatten wir auch bei den Grenzkontrollen, wo im Vorfeld ne Trillion bedenkenträger aus den Gebüschen gesprungen sind um zu verkünden, das würde ja alles nix bringen. Es löst das Problem nicht, aber natürlich hat es geholfen. Sowohl die Zuwanderungszahlen gingen runter, und die Aufgriffe und Zurückweisungen hoch.
Das würde auch die Konsequenz der CDU Maßnahmen sein. Es wird das Problem nicht lösen, aber Zahlen produzieren, die man als Fortschritt zeigen kann um der AfD das Wasser abzugraben und zu zeigen, das man agiert.
Und nun wird gejammert, das unbegrenzte Abschiebehaft nicht geht, sondern nur bis 18 Monate, anstatt zu sagen, bis zu 18 Monaten, kann man hier agieren.

Ganz viel "geht nicht weil" und ganz wenig "könnte gehen, wenn", wird auf jeden Fall gar nichts bewirken, außer uns die AfD einzubrocken.

Ich verstehe AfD Wähler durchaus in einem Punkt. Man blickt auf einen Staat der seinen Kernaufgaben offenbar nicht mehr gerecht wird. Nicht bei innerer Sicherheit, nicht bei Verteidigung, nicht bei Bildung, Wirtschaft, Arbeit, Gesundheit, Rente. Nicht einmal wer in dieses Land kommen darf. Stattdessen bekommt man dann in schnörkeligen Worten erklärt, dass man letztlich ja nichts machen kann und weiter gehts dann mit einer abstrakten Klimadiskussion mit anschließender Genderdebatte. Natürlich stellen sich viele dann irgendwann die Frage, was das ganze eigentlich noch soll. Das ist doch der perfekte Cocktail für die Trumps dieser Welt.

Wir müssen dringend aufhören, Öl in dieses Feuer zu gießen.
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