Mast und Schottbruch – ein SH III Onealex AAR

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DaFlou
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Ingesamt ist der Mod als historisch genau angepriesen.
Der größte Dorn in unserem Auge sind allerdings immer noch die Englischen Funksprüche, die auf deutsch nicht verfügbar sind.
Hintergrund ist, dass sehr viele der Funksprüche nicht aus dem Hauptspiel kommen und einfachh nicht übersetzt sind.
Vielleicht setzen wir uns demnächst mal dran die 11k Funksprüche halbwegs automatisiert zu übersetzen.

- - - - - - - - - - AUTOMATISCHE ZUSAMMENFÜHRUNG - - - - - - - - - -

24. Januar 1942

19:15

Wir stehen 300 Kilometer vor der amerikanischen Ostküste und beginnen das Einladen der externen Torpedos ins Innere.
Wenn alles glattläuft, sollten wir in guten sechs Stunden fertig sein und noch in der Nacht wieder im Einsatzgebiet stehen.

Wir hätten bestimmt auch direkt vor der Küste nachladen können, allerdings war mir das Risiko zu groß, dass die US-Marine doch noch aus Ihrem Schlaf erwacht.
Innerhalb von fünf Tagen haben wir vier Schiffe versenkt, ohne eine Antwort.
Wir haben weder Flugzeuge noch Zerstörer oder andere Sicherungsschiffe gesehen, außer einen einzelnen Zerstörer bevor wir den Angriffsbefehl erhalten haben.

Um kurz nach Mitternacht sind wir mit dem verladen fertig.
Das schwere Gestellt wird wieder verstaut und mit kleiner Fahrt laufen wir wieder gegen Westen, an die Küste.

27. Januar 1942

13:30

Wir stehen am Kartentisch und besprechen unser weiteres Vorgehen.
Ich und Hauschildt sind der Überzeugung, dass die Amerikaner ihre Schiffe um uns herum leiten.

Kohler will trotzdem vor Mayport bleiben, da schließlich alle Schiffe, die in den Hafen wollen von uns vorbeimüssen.
Ich habe allerdings eine andere Engstelle im Blick: Die Meerenge zwischen Miami und den Bahamas.

Nach etwas Überzeugungsarbeit ist Kohler auch an Bord.
Der Schiffsverkehr aus dem Golf von Mexiko muss hier durch, wenn sie irgendwo zur Westküste wollen.
Weiter können die Schiffe nicht um uns herum geleitet werden, da der Umweg durch die verschiedenen Inseln der Bahamas größer ist als das Umleiten durch die offeneren Gewässer des Atlantik vor Mayport.

Eine Kursänderungen später zeigt unser Bug Richtung Süden - mit 10 Knoten geht es nach Miami.

28. Januar 1942

12:41

Mastspitze voraus!

kommt die Meldung vom Ausguck.

Wie Mastspitze? Eine Einzelne? frage ich etwas verwirrt nach oben während ich über die Leiter auf den Turm klettere.

Segelschiff Herr Kaleun! meldet II WO Schmalz, der aktuell die Wache hat.
Wäre perfekt für etwas Deckgeschützübung!

Ich bin auf dem Turm angekommen und schaue mit dem Fernglas in die mir gezeigte Richtung.
Das Segelschiff ist eine kleine Schaluppe mit vielleicht 20 Tonnen.

Nichts da IIWO.
Das ist einfach ne kleine Yacht, die lassen wir wieder ziehen.
Das Schiff selbst ist wahrscheinlich weniger Wert als der Diesel und Munition, die wir aufbrauchen, wenn wir ran gehen.


Aber Herr Kaleun, n Ziel ist ein Ziel!

Nicht alle IIWO. Wir hatten diese Unterhaltung bereits.
Wir drehen ab, Kurs 90° Backbord, 2 Stunden halten, dann weiter wie bisher


Schmalz protestiert noch etwas, gibt sich dann aber meiner Entscheidung hin.
Ich will keine zivilen Schiffe versenken, die dem Feind im Krieg sowieso nicht helfen werden.
Und diese kleine Segelyacht ist ein gutes Beispiel dafür.

21:22

Schiff in Sicht!

Nicht einmal 12 Stunden nach der Segeljacht also ein neues Ziel.
Diesmal tatsächlich etwas Größeres.
Das Überholen wird etwas länger dauern, da wir ein Stück hinter dem Frachter stehen.

29. Januar 1942

00:00

Wir stehen in Position.
Langsam kommt der kleine Tanker mit guten 5000 BRT vor uns auf.
Mit guten 700 Metern Entfernung können wir fast nicht verfehlen.

Zwei Minuten später folgen die tödlichen Befehle

Rohr I und III Bereit?
.
.
.
Bereit!
.
.
.
Rohr I und III... LOS!

Zischend verlassen die beiden Aale unser Boot.
Jetzt heißt es für uns warten.
Nur über das Hydrofon kann Karl Oesten, unser Horcher, den Lauf der Torpedos verfolgen.

Aale laufen gerade
.
.
.
Kommen langsam in Deckung
.
.
.
Deckung
.
.
.
Jetzt müssten sie gleich...


Weiter kommt er nicht, da bereits ein Jubelschrei durchs Boot geht.
Zwei scharfe Explosionen verkünden unserer Treffer.
Wenige Sekunden später ist wieder Ruhe im Boot.
Aktuell ist es ungefährlich, wenn lautstark gefeiert wird, aber in einem Geleit muss absolute Ruhe bleiben.
Ich fahre den Spargel wieder aus, um mir anzusehen, in welchem Zustand der Frachter ist.
Er ist stark mitgenommen. Brennend von Bug bis Heck und in zwei Teile gespalten liegt er vor uns im Wasser.
Der ist Weg.
Das Heck sinkt bereits mit dem vorderen Teil ins Wasser, während sich der Bug noch auf ebenem Kiel über Wasser hält.
Ich lasse auftauchen und nach Überlebenden suchen.
Eine geschlagene Stunde später müssen wir die Suche allerdings aufgeben.
Der Bug ist nur wenige Minuten nach dem Heck versunken und in der Dunkelheit können wir keine Rettungsboote oder im Wasser treibende Personen ausmachen.
Mit kleiner Fahrt geht es für uns weiter auf unser bekanntes Suchmuster.





Bild

Kurs zurück zur Küste






Bild

Frachter voraus






Bild

Getroffen






Bild

Frachter sinkt in zwei Teilen




05:40

Warschau, Kommandant kommt auf Turm!

warne ich kurz die Männer auf dem Turm, dass ich nach oben komme.
Vor wenigen Minuten wurde ein kleines Schiff voraus gemeldet.
II WO Schmalz ist bereits wieder dran, mit dem Geschütz angreifen zu wollen.
Und tatsächlich ist das Boot ein kleiner Schlepper mit vielleicht 100 Tonnen.

Der ist für den Feind aber nicht ganz unnütz!
wirft Schmalz ein als wir darüber reden, ob wir angreifen sollten.

Er will auf meine Ausrede hinaus, dass eine Segelyacht ja für den Feind im Krieg nichts bringt.
Und Unrecht hat er auch nicht ganz. So ein Schlepper kann in den Küstengewässern bestimmt den einen oder anderen getroffenen Frachter in die sicheren Häfen ziehen.

Na dann II WO. Klar zum Überwassergefecht! Klar bei Deckgeschütz!

Mit einem breiten grinsen im Gesicht gibt Schmalz die Befehle weiter.
Wenige Minuten später sind wir gefechtsbereit.
Das Geschütz ist entsichert und bereit zu feuern, Reservemunition ist herangebracht und eine Menschenkette steht bereit, um mehr aus dem Inneren des Bootes zum Geschütz zu bringen.

Ich habe das Boot in der Zeit näher an den Schlepper gebracht und als wir das Feuer eröffnen, stehen wir noch gute zwei Kilometer entfernt.
Die ersten beiden Schuss gehen daneben, der dritte sitzt und entfacht direkt ein Feuer im kleinen Führerhaus.
Der Schlepper antwortet promt: Sein Suchscheinwerfer wird auf uns gerichtet.
Wir jagen Granate um Granate in die Richtung des Schleppers während wir mit halber Fahrt die Distanz kürzer machen.
Trotz des kleinen Ziels schlagen immer mehr Granaten in den Rumpf des Bootes ein, bis fünf Minuten später eine dumpfe Explosionen das Ende des Schleppers verkündet.
Wir haben offenbar den Benzintank getroffen.
Ein paar Minuten später versinkt der 100-BRT leichte Schlepper im Wasser.

Wir haben inzwischen sechs Schiffe versenkt.
Die amerikanische Küste wird mit den Erfolgen Hardegens und den anderen Booten ein reines Blutbad.
Und wir sind noch nicht am Ende. Solange wir noch Torpedos, Diesel und Deckgeschützmunition haben bleiben wir hier.

Mit kleiner Fahrt geht unser Suchmuster weiter.





Bild

Schlepper kommt auf






Bild

Schlepper in Flammen






Bild

Benzinexplosion nach Treffer




Fortsetzung folgt...

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DaFlou
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31. Januar 1942

17:21

Keine 48h später die nächste Meldung.
Wir haben Rauchfahnen in Sicht, Steuerbord voraus.
Nicht ganz zwei Stunden später gehen wir auf Sehrohrtiefe und arbeiten uns langsam in Schussposition.
Das Wasser ist ruhig, Wellengang ist nicht wirklich vorhanden. Perfektes Wetter um unser Sehrohr zu entdecken.
Entsprechende Vorsicht am Sehrohr ist also geboten. Weiter haben wir nur noch T1 Torpedos geladen, die eine Blasenspur hinterlassen.
Um dem Frachter nur so wenig Zeit wie möglich zum Ausweichen zu geben, lasse ich die Torpedos auf 44 Knoten stellen, ihre schnellste Stufe.
Normalerweise vermeide ich diese Einstellung, da Versager öfter vorkommen.
Ein Risiko, dass ich in dieser Situation aber gerne eingehe.

Der aufkommende Tanker fliegt ebenso wie alle anderen, die wir bisher versenkt haben, die amerikanische Flagge.
Mit 5000 BRT ein beachtlicher Brocken.
Ich lasse Rohre I und III vorbereiten.
Zwar sind wir mit 1200 Meter Entfernung etwas weit weg, aber durch die 44 Knoten sind die Aale trotzdem nur 50 Sekunden unterwegs.

19:21

Exakt zwei Stunden nach der ersten Sichtmeldung ist es so weit.
Mit einem dumpfen Schlag gefolgt von dem Zischen der Druckluft werden die beiden Aale auf ihren Weg geschickt.
Langsam zählen die Sekunden hoch, immer näher an die Fünfzig-Sekunden Marke

10
.
.
.
20
.
.
.
30
.
.
.
40
.
.
48
49


Nach fast genau fünfzig Sekunden finden beide Torpedos das Ziel.
Zwei riesige Wasserfontänen umhüllen das Schiff. Ein Treffer Mitschiffs und ein weiterer Achtern sollten das Ende des Frachters bedeuten.
Langsam drehe ich das Boot und folge dem verwundeten Schiff auf Sehrohrtiefe.
Die Entfernung wird nach und nach über den Verlauf der nächsten 10 Minuten größer, jedoch liegt der Tanker bereits sehr viel Tiefer im Wasser.
Weitere fünf Minuten später senkt sich merklich der Bug, er sinkt.

Wir tauchen auf und drehen ab.
Während wir auf Entfernung gehen, lasse ich die Männer nach und nach auf den Turm, um einen Blick darauf zu werfen, was wir hier vor der Küste anrichten.
Die meisten staunen einfach nur, als der Frachter immer tiefer sinkt, andere freuen sich darüber, wie erfolgreich wir hier sind, und wieder andere haben abgewehrt einen Blick auf den sinkenden Frachter zu werfen.
Sie tun lediglich Ihre Pflicht, auch wenn sie kein Leben nehmen wollen.






Bild

Rauchfahnen am Horizont






Bild

Torpedos vor dem Tanker






Bild

Torpedotreffer






Bild

Heck bleibt in der Luft





Nicht einmal zwei weitere Stunden später wir allerdings Ihr Gewissen weiter belastet.
Das nächste Schiff kommt in Sicht.
Und auch wenn ich es mir am Anfang des Krieges nicht vorstellen konnte, freue ich mich mittlerweile zumindest ein bisschen darüber, wenn wir einen neuen Frachter finden.
Ich würde zwar liebend gerne die Besatzung des Frachters warnen, damit sie Ihr Schiff verlassen können bevor wir sie Versenken, mit der verstärkten Bewaffnung der Frachter ist das ganze jedoch zunehmend unmöglich.
Umso mehr Tonnen ich mit meinen Männern auf den Grund des Meeres befördere, umso weiter rücken die Menschen an Bord in den Hintergrund.
Mir macht es Angst, dass es mir immer mehr so geht, wie sich die Admiräle und Generäle fühlen müssen, wenn sie tausende Menschen in den Tod schicken.
Nicht gleichgültig, aber ausgeblendet und auf ein anderes Ziel gerichtet. In deren Fällen das Einnehmen verschiedener Ziele, das Zerstören einen Flottenverbands.
In meinem Fall das Versenken von mehr Tonnage.
Vielleicht ist es auch einfach mein Weg, mit diesem Stress und der Belastung umzugehen.
Ich kann allerdings nicht viel Länger darüber nachdenken, da ich auf den Turm muss.
Ich richte mich von meiner Koje auf und mache mich auf den Weg.

Unser Tag heute, was? wirft III WO Wockel vom Kartentisch ein, als ich vorbeigehe.

Allerdings III WO, mal sehen, was wir diesmal haben.

5000 Mindestens würd ich wetten Herr Kaleun, was sagen sie?

Fragen sie den LI, der geht die Wette bestimmt ein.

Wockel scheint die Idee gut zu finden, und macht sich auf den Weg in die Offiziersmesse, an der Hauschildt aktuell sitzt.
Ich klettere den Turm hoch.
Oben angekommen blicke ich durch mein Fernglas auf den aufkommenden Frachter.
Immer größer wird der Schornstein des Frachters. Er läuft direkt auf uns zu.
Kurz bleiben wir noch oben, dann geht es auf Sehrohrtiefe, wo wir auf den Frachter warten.

45 Minuten später kommt er langsam vor uns auf.
Gute 5000 BRT schätze ich wieder, ähnlich wie der vorherige Frachter.
Rohre II und IV werden vorbereitet.

22:25

Ziemlich genau drei Stunden nach den letzten beiden Torpedos ist es so weit.
Mit einem lauten

II und IV... LOS!

sind auch diese beiden Torpedos auf dem Weg gegen Ihr Ziel.
35 Sekunde sollen sie auf Ihrem Weg sein.
III WO Wockel, inzwischen eine Runde im Offizierskasino in Lorient reicher, steht am Kartentisch und startet seine Uhr.


10
.
.
.
20
.
.
.
30
.
.
33
34
35
36
37
38
39
40
.
.
.
Die sind daneben Herr Kaleun!


Sofort lasse ich Rohr III fluten.
Eine Minute nach den beiden anderen Rohren schicke ich Rohr III ebenso noch auf den Weg in die Richtung des Frachters.
Diesmal mit mehr Erfolg.
Eine Wassersäule umhüllt das achtere Drittel des Frachters.
Über die nächsten Minuten wird allerdings klar, dass ein Treffer nicht ausreicht.
Wir folgen dem Frachter getaucht auf einem Parallelkurs.
In der Nacht will ich auftauchen und nachstoßen.

23:43

Dann mal auf meine Herren.
Beide Maschinen große Fahrt!
Auftauchen!


Der Bug hebt sich langsam aus dem Wasser und U-115 jagt mit großer Bugwelle dem getroffenen Frachter hinterher.

01. Februar 1942

00:44

Eine Stunde später haben wir den Frachter überholt und stehen in 500 Metern Entfernung in Schussposition.
Ein gezielter Schuss aus Rohr VI schlägt Mittschiffs, direkt unter dem Schornstein in den Frachter ein.
Ein paar Minuten kämpft er noch an der Oberfläche, bis sich die Steuerbordseite immer weiter ins Wasser legt.
Langsam kippt er auf 70° und versinkt anschließend langsam über das Heck.
Zwei Frachter innerhalb von sechs Stunden sollte ein neuer Rekord sein!

Wir haben jetzt noch sechs Torpedos dabei.
Jeweils drei T1 in den vorderen Rohren und drei in den achteren Rohren.
Wir gehen wieder auf unser Suchmuster.






Bild

Torpedotreffer






Bild

Fangschuss sitzt






Bild

Frachter rollt und sinkt





03:49

Lesen sie mal Herr Kaleun, ist grad reingekommen
meint Emil zu mir und drückt mir zwei Funksprüche in die Hand.
Während ich lese fast er ihn nochmal kurz zusammen.

U-333, Cremer, hat gestern einen norwegischen Frachter auf Zickzack-Kurs mit zwei Torpedos versenkt.
Sie haben noch ein SOS losbekommen und sich als die 'Britanny' identifiziert.
Soweit so gut. Vor ner Minute kam allerdings diese Nachricht vom BDU.


er zeigt auf den zweiten Funkspruch, den ich in der Hand halte.

Guter Gott, sage ich geschockt, unser eigenes Schiff versenkt.
Natürlich auch ein weg seine Feindfahrt vorzeitig zu beenden.


Emil nickt finster.

Das SOS habe ich leider nicht abgefangen, und sonst auch keine Meldung von der Besatzung des Frachters.
Bleibt nur zu hoffen, dass sie überlebt haben.


20:21

Herr Kaleun? Können Sie sich das mal anschauen? fragt LI Hausschildt vorsichtig.

Gerne, was gibts denn?

Ich habe gerade die Dieselreserve noch einmal überprüft. Lange haben wir hier nicht mehr.
48 Stunden, wenn wir mit einer kleinen Reserve rechnen, 72 Stunden höchstens.
Dann darf uns aber auch kein Sturm beim Rückmarsch dazwischenkommen.
Und wir müssen Fahrten mit Großer Fahrt komplett vermeiden.
Jede Minute mit vielen Umdrehungen kostet uns wertvolle Seemeilen auf dem Rückmarsch.


Ich behalts im Kopf, danke LI.
Dann bleiben wir noch zwei Tage und kehren dann nach Lorient zurück.
Unsere Ausbeute kann sich so oder so ganz schön sehen lassen.



Fortsetzung folgt...

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Hatte sich die von Cremer versenkte Spreewald nicht als britisches Schiff getarnt?
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DaFlou
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Tatsächlich schwierig zu sagen nach kurzer Recherche. Im Text haben wir den Funkspruch referenziert, den wir im Laufe des Spiels empfangen haben.

Im Internet finden wir mehrere Versionen:

1. Quelle: http://www.ubootarchiv.de/ubootwiki/index.php/Spreewald :
"2. Eindeutig englischen Dampfer-Typ [...] wie englische Frachter in Norwegen."
und
"5. Keine Flagge."


2. Quelle: https://www.uboat.net/allies/merchants/ships/1305.html :
"he could not identify the Spreewald as own ship because she was camouflaged as Norwegian Elg and after the first hit they sent an open emergency call with the name Britanny"


3. "Quelle": https://de.wikipedia.org/wiki/Spreewald ... note-Gan-1
"Als Blockadebrecher, getarnt als norwegischer Dampfer Elg, sollte sie versuchen, Frankreich zu erreichen."


Unseres Wissens nach stützt sich der Mod stark auf uboat.net, wir denken das daher der norweger kommt.
So wie sich die Quellen lesen, sollte die Tarnung allerdings norwegisch sein, Cremer konnte allerdings keine genaue Nationalität feststellen.
Lediglich irgendetwas englisch-norwegisches wenn wir insbesondere die Einträge auf ubootarchiv richtig interpretieren.

Beitrag von Cyrano »

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Dass die Spreewald sich auch als norwegisches Schiff "Elg" getarnt hat, war uns auch bekannt.
Gerade erst haben wir nach längerer Zeit wieder in dem in eurer 3. "Quelle" genannten Buch von Michael Gannon über die Operation Paukenschlag (hauptsächlich über U 123) gelesen, dort wird erwähnt, dass die Spreewald nach der Torpedierung einen Notruf als britisches Schiff "Brittany" abgesetzt habe - Folge sei unter anderem Verwirrung bei den Briten gewesen.
Unsere Nachfrage sollte auch keine grundsätzliche Kritik an eurem sehr spannenden AAR sein, sondern lediglich unsere Verwirrung zum Ausdruck bringen, eben weil wir vor kurzer Zeit darüber gelesen haben - sonst wäre uns wohl auch nichts aufgefallen, schließlich kann man sich nicht in jeder Einzelheit auskennen.
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Beitrag von DaFlou »

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Kein Problem, wir sind nur selbst sehr interessiert solche Fragen zu klären und sie nicht als "Im Spiel war es XY" abzustempeln :)

Beitrag von Bigfish »

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Dieser AAR ist für die Wahl zum AAR des Quartal IV/2024 nominiert!


Abmarsch ins Wahllokal!!!


https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=31710

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Vielen Dank für die Nominierung!
Wir sind aktuell privat etwas eingespannt, es soll aber bald auch wieder weitergehen.

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+ + +


Wir danken für die Teilnahme bei der Wahl zum AAR des Quartal IV/2024: https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=31710


+ + +

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02. Februar 1942

01:16

Wir haben einen Schatten vor uns.
Die Nacht ist stockdunkel, wir haben Neumond.
In der Zentrale ist alles in rotes Licht gehüllt, um die Männer auf der Brücke nicht zu blenden, wenn jemand auf den Turm steigt, so wie ich gerade.
Ich sehe trotzdem nichts und brauche ein paar Minuten bis ich die Umrisse des Frachters vor uns ausmachen kann.

Ich lasse die Distanz noch etwas schließen. In der Dunkelheit sind wir noch schwerer zu sehen als er.
Ein paar weitere Minuten später ist der Frachter gut zu erkennen. Mit wahrscheinlich rund 3000 BRT ein relativ kleiner Fang, verglichen mit unseren letzten Versenkungen.
Leider aber auch, genau wie die anderen bisher, mit einem Geschütz auf dem Achterdeck.

Ein Angriff mit dem Deckgeschütz ist zwar möglich, aber nicht ohne Risiko.
Vor allem ist der Frachter klein genug, dass er, selbst wenn wir perfekt vor ihm Stehen, einfach drehen kann, um das Feuer zu erwidern.
Wir überholen ihn also und gehen altbekannt auf Sehrohrtiefe. Zwar sollte ein Überwasserschuss kein Problem sein, aber für den Fall, dass die Besatzung etwas auf Zack ist, will ich kein Risiko eingehen.

02:06

Eine dreiviertel Stunde nach der ersten Sichtmeldung stehen wir in Position.
Rohr I wird vorbereitet und auf den 30 Sekunden lagen Weg geschickt.

Eine Explosion bleibt aber aus. Daneben.
Sofort lasse ich Rohr III vorbereiten.
Eine Minute später folgt der zweite Schuss.
Auf eine Entfernung von 500 Metern muss dieser zweite Schuss treffen.

Exakt 35 Sekunden später die Erlösung: Eine Explosion halt durch das Wasser, als die Nase des Torpedos in die stählerne Hülle des Frachters gedrückt wird und den Zündmechanismus auslöst.
Nur einen Bruchteil einer Sekunde später explodiert der 280 kg schwere Sprengkopf an der Hülle des Bootes und reißt an klaffendes Loch in seine Seitenwand.
Wir haben perfekt mittschiffs getroffen.
Die entstehende Wassersäule ist höher als der Frachter lang und hüllt in fast komplett ein.
Sofort verliert er merklich an Geschwindigkeit, als das kalte Wasser des Atlantik in sein inneres strömt.

02:44

40 Minuten später ist der Überlebenskampf des Frachters zu Ende. Er sinkt.
Die Besatzung konnte in der Zeit über die Rettungsboote ihr Schiff sicher verlassen.







Bild

Schatten voraus






Bild

In Schussposition





Bild

Frachter getroffen






19:20

Wir haben über den Tag unser Suchmuster fortgesetzt.
Die Dieselreserve wird langsam kritisch. Wir haben jetzt noch einen guten Tag vor der Küste bevor wir den Rückmarsch antreten müssen.
Noch haben wir vier Torpedos an Bord.
Jedoch sollen wir bald noch ein paar Aale loswerden.
Vor 10 Minuten haben wir erneut Rauchfahnen gesichtet und arbeiten uns nun in Schussposition.
Da wir in den vorderen Rohren nur noch einen Schuss haben und die achteren Rohre geladen sind und noch einen in Reserve haben, werden wir die Heckrohre verschießen.

20:12

Eine Stunde nach der ersten Sichtung sind wir in Position.
Ich überprüfe mehrmals unsere Ziellösung, um den 6000-Tonner nicht zu verfehlen.

Rohr V und VI bereit?
.
.
.
Bereit!
.
.
.
Rohr V und VI... LOS!


Auf 550 Meter sind die beiden Aale wieder nur gute 30 Sekunden unterwegs.
Außerdem ist es auf diese Entfernung fast unmöglich zu verfehlen.
Ein Treffer Mittschiffs und einer unter dem Heck, kurz vor den Schrauben und dem Ruder, bereiten dem Frachter ein schnelles Ende.
10 Minuten später zeugt nur noch der Eintrag in unser Kriegstagebuch und paar wenige Trümmer, die an der Oberfläche schwimmen.

Der Frachter ist nun das zehnte Schiff, das wir auf unserer Fahrt versenkt haben.
Insgesamt haben wir bereits über 50.000 BRT auf den Grund geschickt und wir haben noch zwei Torpedos und laut LI Hauschildt noch 24h.
Mal sehen, was wir noch so finden.
Nur der nächste, und wahrscheinlich letzte Schuss der Fahrt wird der schwerste: Wenn wir beide Torpedos loswerden wollen, muss ich den vorderen schießen, das Boot wenden, und dann erst den achteren schießen.




Bild

Noch ein Frachter getroffen





Bild

Zweiter Treffer auf Frachter





Bild

Frachter sinkt





03. Februar 1942

19:46

Nur 15 Minuten bevor Hauschildt und ich unsere Grenze gesetzt haben, kommt ein Ruf vom Ausguck.

Rauchfahnen Herr Kaleun!

Sofort begebe ich mich auf den Turm.
Die See hat etwas zugenommen über die letzten Tage, aber nicht so stark, dass ein Torpedoangriff unmöglich ist.
Für das Deckgeschütz sind die Wellen allerdings zu hoch.

Ich lasse das Boot auf einen Parallelkurs drehen und wir arbeiten uns vor das Schiff.
45 Minuten später stehen wir in Schussposition auf Sehrohrtiefe.

Langsam kommt der Tanker auf.
Es handelt sich um einen größeren Tanker, um die 10.000 BRT, ein krönender Abschluss für unsere Fahrt.

Um 20:23 ist es so weit.

Rohr IV... LOS!

Beide Maschinen AK!

Ruder hart Steuerbord!


Mit einem sanften Ruck erwachen die E-Maschinen zum Leben und treiben uns mit sechs Knoten durch das Wasser.
Während unserer Drehung zählt Wockel wie gewohnt die Sekunden.


10
.
.
.
20
.
.
.
30
.
.
.
38
39
40


Wir haben unsere Drehung halb vollendet, als neben uns eine Explosion durch das Wasser halt.
Treffer.
Nach Vollenden unserer Wendung fahre ich den Spargel wieder aus.
Eine riesige Rauchfahne hüllt das Heck des Frachters ein und ein Feuer brennt auf seinem Achterdeck.
Ich lasse Rohr VI vorbereiten und will den Tanker so schnell es geht auf den Grund befördern.
Die Amerikaner müssen mittlerweile wissen, dass wir hier sind, und die Rauchfahne dient nur zu gut als Aushängschild.

Rohr VI... Bereit?

Bereit!

Rohr VI... LOS!

Nur drei Minuten nach unserem ersten Aal folgt der zweite in die Richtung des Tankers.
Auch dieser soll nur 40 Sekunden laufen.
Eine Explosion bleibt allerdings aus. Wir haben verfehlt.

Der Tanker senkt sich unterdessen etwas weiter ins Wasser und verliert an Fahrt.
Ich entschließe mich dazu, ihm getaucht eine Zeit lang zu folgen. Vielleicht sinkt er in den kommenden Stunden.

23:45

Seit einige Stunden folgen wir ihm nun, noch schwimmt er.
Seine Position ist in der Nacht gut auszumachen, dass Feuer auf seinem Deck brennt nach wie vor.
Ich habe die Hoffnung, dass das Feuer noch außer Kontrolle gerät und den Tanker doch noch sinkt.




Bild

Rauchfahne am Horizont





Bild

Tanker getroffen





Bild

Feuerschein in der Nacht




Fortsetzung folgt...

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Cyrano
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Schön, wieder von euch zu hören!
Ist der Seegang zu stark, um den Tanker nachts mit dem Deckgeschütz zu versenken?
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Dankeschön! Privat ist es bei uns jetzt wieder um einiges Entspannter, wir haben also wieder Zeit zu schreiben :)

Der Seegang ist aktuell leider noch zu viel, als dass sich die Geschützmannschaft aufs Deck trauen würde.
Die Wellen werden aber zunehmend ruhiger :D

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DaFlou
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04. Februar 1942

04:21

Seit über sieben Stunden folgen wir dem Tanker.
Seine Fahrt geht fast gegen null.
Mit lediglich zwei Knoten kriecht er vor uns her, immer noch das Feuer bekämpfend.
Ich habe die Entfernung etwas größer werden lassen, der Feuerschein ist in der Nacht gut zu erkennen und leuchtet uns Wortwörtlich den Weg aus.
Das Wetter ist um einige besser geworden über die letzten Stunden und der Seegang geht inzwischen fast gegen null.
Entsprechend darf II WO Schmalz noch einmal mit dem Geschütz ran.
Um unser Risiko zu verringern werden wir uns vor den Frachter stellen, da der Tanker ist nur auf dem Heck bewaffnet ist.
Bei der langsamen Fahrt des Tankers wird er nicht schnell drehen können, um seine Geschütze zum Einsatz zu bekommen.

05:21

Eine Stunde später haben wir den Frachter wieder überholt und stehen vor ihm in Position.

Frage Feuererlaubnis Herr Kaleun?
ruft II WO Schmalz vom Vordeck.

Feuererlaubnis erteilt IIWO. Heizen sie ihm ein!

Der erste Schuss unserer 10,5 cm Kanone ist auf dem Weg in die Richtung des Tankers.
Seine Bugwelle, wenn auf kleiner, ist gut auszumachen in der Nacht.
Granate um Granate senden wir in die Richtung des Frachters.
Zwei Minuten nachdem wir das Feuer eröffnet haben, bricht ein weiteres Feuer an Bord aus und hüllt auch das Vordeck in Flammen.

Sollen wir Weiterschießen? Der brennt jetzt schon ganz schön! fragt Schmalz nach, als das Feuer an Bord auflodert.

Weiterschießen IIWO! Der soll endlich untergehen, ich will nach Hause! entgegne ich. Der Tanker kann nicht schnell genug untergehen.

Aus guten 700 Metern Entfernung jagen wir Geschoss um Geschoss in Seine Hülle.
Zwei weitere Minuten und 14 Granaten später trifft wieder eine unserer Granaten, wie die zuvor auch.
Sie schlägt in die Hülle des Tankers, der inzwischen dreht, seitlich ein.
Eine kleine Explosion belohnt unseren Treffer und schlägt ein Loch in den Rumpf.
Der Lichtblitz der Explosion erlischt, und eine sanfte, blaue Flamme steht an Ihrer Stelle.
Durch meine Ferngläser sieht es aus, als ob jemand einen Schweißbrenner durch das Loch nach draußen hält.

Feuer einstellen! Alle man in Deckung! rufe ich sofort.

Es kann nur eines bedeuten: Das Feuer, dass seit Stunden an Bord des Tankers lodert, hat seine Ladung so stark erhitzt, dass aus dem flüssigem Treibstoff Gas entstanden ist, welches sich im Schiff verteilt hat.
Und wir haben nun genau eine Stellung getroffen, welche voll mit Gas ist, welches nur nach einer Zündquelle gesucht hat.
Die Geschützmannschaft rennt hinter den Turm, und keine Sekunde zu spät.
Die blaue Flamme lässt langsam an Intensität nach und nähert sich der Hülle des Tankers.
Sie erlischt. Einen kurzen Moment ist es ruhig, bis eine wahnsinnige Explosion die stählerne Seitenwand zerreißt.
Kurzzeitig sieht es so aus, als hätten wir gerade 12 Uhr Mittag.
Eine gewaltige Schockwelle schießt über uns hinüber und bringt die Trommelfelle aller an Deck fast zum Platzen.
Einige Sekunden später beginnen einzelne Splitter auf uns zu regnen und um uns ins Wasser zu fallen.
Als nach fast einer halben Minute der Metallregen nachlässt, ist der Tanker verschwunden.
Nur ein kleiner Teil des Hecks und Bugs schwimmen noch für ein paar Sekunden, bevor auch diese im Wasser verschwinden.
Die Explosion hat den Tanker in zwei gerissen.

Donnerwetter, das hat man auch nicht alle Tage! ruft II WO Schmalz voller Adrenalin.

Allerdings II WO, Allerdings.
Deckgeschütz sichern, Wegtreten von Gefechtsstationen!


Während die Geschosshülsen verstaut und das Geschütz gesichert wird, gehe ich wieder in die Zentrale.
Meine Hände zittern leicht nach der riesigen Explosion.

Das war es mit unserem Amerika-Ausflug meine Herren.
Wir treten den Rückmarsch nach Lorient an.


Kurs ist bereits gesteckt Herr Kaleun! , meldet III WO Wockel, Am 25. Februar rum sollten wir einlaufen, wenn alles glattläuft. 9600 Kilometer sind ungefähr.

Mit 10 Knoten haben wir eine Reichweite von 10700 Kilometern, sollte sich also ausgehen wirft Hausschildt von der Seite ein.





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Stehen vor dem qualmendem Frachter





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Feuer eröffnet





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Sinkt nach Explosion





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Kurs nach Lorient




08. Februar 1942

20:53

Ein Viertel der Dieselreserve übrig ist der Kriegstagebucheintrag des Tages.
Wir werden mit einer minimalen Dieselreserve einlaufen, aber wie wenig es genau sein wird, bleibt zu sehen.

10. Februar 1942

23:00

Jetzt wurde Brest schon wieder bombardiert. Es scheint als kommen wieder mehr Luftangriffe rein meint I WO Kohler beim Abendessen in der Offiziersmesse.
Das unsere Luftwaffe die Angriffe nicht abwehren kann? Haben wir uns doch so stark im Osten übernommen?
Wir haben zuvor einen Funkmeldung darüber erhalten.

Auch was, wirft II WO Schmalz dagegen, Das sind lediglich die Bomberverbände die übrig bleiben!
Die Luftwaffe würde uns hier nicht im Stich lassen.


Deswegen steht im Funkspruch auch, dass der Feind die Luftüberlegenheit in Brest hat. entgegnet Kohler leicht genervt.

Welchen Funkspruch? Zeig her! aufgeregt reißt er Emil den Funkspruch aus der Hand, als er ihn herüberreicht.
Er überfliegt in kurz, knüllt den Zettel zusammen und schmeißt ihn weg.
Ach was, reine Überreaktion verkündet er eingeschnappt.

Das kann ja noch was werden mit unserem IIWO, wenn sich nicht bald etwas ändert, denk ich mir.

19. Februar 1942

07:37

Nach einem Sturm die letzten Tage haben wir noch gut ein Zehntel unserer Dieselreserve über.
Wir stehen aktuell nördlich der Azoren und haben noch 3000 Seemeilen übrig.
Sicherheitshalber gehen wir, bis wir die Biskaya erreichen, auf kleine Fahrt.
So brauchen wir zwar ein oder zwei Tage länger, sparen aber Diesel und können dann mit großer Fahrt durch die Biskaya laufen, um der Gefahr aus der Luft so wenig wie möglich ausgesetzt zu sein.

26. Februar 1942

16:59

Wir haben soeben 10° West passiert.
Die letzten 900 Kilometer werden wir mit 12 Knoten Fahrt überwinden, was uns eine Reserve von 400 Kilometern bringen sollte.

28. Februar 1942

08:20

In den Morgenstunden des letzten Tages im Februar kommt vor uns Land in Sicht und damit auch ein Sperrbrecher, der auf unsere Ankunft wartet.
Die Biskaya konnten wir komplett ungehindert durchqueren.
Zwar war das Wetter hervorragend und wir auch am Tage aufgetaucht, aber trotzdem wurden wir von keinem einzigen Bomber überrascht.
Jetzt laufen wir unter dem Flak-Schutz des Sperrbrechers und unserer eigenen Kanonen in Lorient ein.
Die Feindfahrt war so erfolgreich, dass uns Karl Dönitz persönlich beim Festmachen am Pier begrüßt.
Es ist kurz nach 11, als die Mannschaft auf dem Oberdeck angetreten ist und unser Sehrohr ausgefahren mit allen 11 unserer Wimpel im Wind weht.
Jeder einzelne steht für ein versenktes Schiff auf unserer Unternehmung.
Gesamt haben wir fast 65.000 BRT auf den Grund des Meeres geschickt.
Genug, um Dönitz dazu zu bringen, jedem einzelnen Mann an Bord das EK II auszuhändigen, und allen, die es bereits haben, ein EK I.
Als er bei mir ankommt, hält er kurz inne bevor er fortfährt mit seiner nun einigen Minuten andauernden Rede

Weiter verleihe ich hiermit dem Ritterkreuzträger Manfred Eppen, das Eichenlaub zum Ritterkreuz.
Für die Versenkung von über 60.000 Registertonnen auf einer einzelnen Feindfahrt.
Herzlichen Glückwunsch Herr Kaleun


Damit hatte ich wahrlich nicht gerechnet.
Als ich noch II WO unter Bachmann war, wurden die Auszeichnungen noch nicht an Tonnage gekoppelt vergeben.
Ich hatte mitbekommen, dass er, ähnlich wie Kretschmer, inzwischen das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz erhalten hatte, allerdings wusste ich nicht, wie genau die Vorgaben sind.
Aber so ziert nun, keine halbes Jahr nach dem Erhalt des Ritterkreuzes für 100.000 BRT versenkten Schiffsraum, das Eichenlaub auch noch meinen Hals.




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U-115 im Kielwasser des Sperrbrechers





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Wir laufen ein





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Zusammenfassung der Fahrt





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Erfolge Teil I





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Erfolge Teil II



Fortsetzung folgt...

Beitrag von Taurus »

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Wo soll das noch enden? Anfang 1942 schon Eichenlaub am Hals, wenn es halbwegs so weitergeht, seid ihr demnächst irgendwo in einem Marinestab und schiebt Fähnchen auf einer Karte hin und her. Zu wertvoll, um später noch den Hals zu riskieren.

Beitrag von DaFlou »

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Früher oder später wirds ne Lösung brauchen. Aktuell ist Eppen denke ich noch gerechtfertigt auf See, mit 5 Feindfahrten unter seinem Kommando und 167'000 BRT versenken Schiffsraum. Da haben wir trotz der Auszeichnungen noch etwas Zeit, bis wir zu komplett irsinnigen Zahlen wie 20 Feindfahrten als Kommandant und 500'000 versenkten BRT kommen.

Beitrag von IsorokuYamamoto »

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DaFlou hat geschrieben:Früher oder später wirds ne Lösung brauchen. Aktuell ist Eppen denke ich noch gerechtfertigt auf See, mit 5 Feindfahrten unter seinem Kommando und 167'000 BRT versenken Schiffsraum. Da haben wir trotz der Auszeichnungen noch etwas Zeit, bis wir zu komplett irsinnigen Zahlen wie 20 Feindfahrten als Kommandant und 500'000 versenkten BRT kommen.
Wieso "irrsinnige 500.000 BRT"?

Ein gewisser Lothar von Arnauld de la Perière hat im Ersten Weltkrieg doch auch über 450.000 BRT geschafft.

Irrsinnig/ahistorisch ist dann eher Silent Hunter 4, wenn man auf einer einzigen Feindfahrt 200.000 bis 250.000 BRT versenken kann. Egal ob mit den Amis oder mit den Deutschen. :D
z.B. eignet sich das Seegebiet um Midway Anfang Juni 1942 sehr gut dazu um einen japanischen Verband um 3-4 Flugzeugträger plus schwere Eskorte zu erleichtern. ;)

Beitrag von Wilhelm Klink »

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IsorokuYamamoto hat geschrieben: Irrsinnig/ahistorisch ist dann eher Silent Hunter 4, wenn man auf einer einzigen Feindfahrt 200.000 bis 250.000 BRT versenken kann. Egal ob mit den Amis oder mit den Deutschen. :D
z.B. eignet sich das Seegebiet um Midway Anfang Juni 1942 sehr gut dazu um einen japanischen Verband um 3-4 Flugzeugträger plus schwere Eskorte zu erleichtern. ;)
Spielt Ihr SH4 noch? Wir haben es vor ein paar Jahren mal versucht, aber über kurz oder lang stürzte immer unser PC ab. Soll wohl an Win10 gelegen haben. Seitdem haben wir keinen neuen Anlauf versucht.

Beitrag von Cyrano »

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IsorokuYamamoto hat geschrieben:Wieso "irrsinnige 500.000 BRT"?

Ein gewisser Lothar von Arnauld de la Perière hat im Ersten Weltkrieg doch auch über 450.000 BRT geschafft.
Wir ihr ganz richtig sagt, werter IsorokuYamamoto, war das im ersten Weltkrieg.
Da waren zum einen die Abwehrmöglickeiten gegen U-Boote deutlich eingeschränkter als 25 Jahre später, und die Versenkung von Schiffen mit Torpedos (was die Anzhl von Versenkungen pro Fahrt begrenzt) war noch relativ selten, Schiffe wurden häufiger mit Geschützfeuer oder von Enterkommandos mit Sprengladungen versenkt - zwei Faktoren, die die Zahl der möglichen Versenkungen deutlich in die Höhe schrauben dürften.
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Beitrag von IsorokuYamamoto »

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Wilhelm Klink hat geschrieben:Spielt Ihr SH4 noch? Wir haben es vor ein paar Jahren mal versucht, aber über kurz oder lang stürzte immer unser PC ab. Soll wohl an Win10 gelegen haben. Seitdem haben wir keinen neuen Anlauf versucht.
Wir haben es bis vor einigen Jahren auf unserem alten PC (Windows 7) noch gespielt. Zuletzt mit dem Fall of the Rising Sun-Mod.

Habe das Spiel gerade über die alte, sekundäre Festplatte unter Windows 10 gestartet und es funktioniert auf den ersten Blick einwandfrei. Direkt erstmal vor Samar die Yamato versenkt. :D

Die alten Saves waren natürlich nicht da, aber die wurden beim PC-Tausch evtl. auf einem USB-Stick gespeichert, müssten wir mal genauer nachschauen.

Es gibt das Spiel aber auch für ein paar Euro bei Steam, da sollte es ja auf jeden Fall funktionieren.

Cyrano hat geschrieben:Wir ihr ganz richtig sagt, werter IsorokuYamamoto, war das im ersten Weltkrieg.
Da waren zum einen die Abwehrmöglickeiten gegen U-Boote deutlich eingeschränkter als 25 Jahre später, und die Versenkung von Schiffen mit Torpedos (was die Anzhl von Versenkungen pro Fahrt begrenzt) war noch relativ selten, Schiffe wurden häufiger mit Geschützfeuer oder von Enterkommandos mit Sprengladungen versenkt - zwei Faktoren, die die Zahl der möglichen Versenkungen deutlich in die Höhe schrauben dürften.
Schon klar, aber die Technik der U-Boote hat sich zum Zweiten Weltkrieg ja auch verbessert. Im ersten Weltkrieg waren das ja eher Tauchboote die nur kurz unter Wasser bleiben konnten.

Dass es im Zweiten Weltkrieg keine Kommandanten mit so hohen Versenkungszahlen gab lag auch mit daran, dass die großen U-Boot-Asse früh verloren gingen.
Otto Kretschmer hat in anderthalb Jahren Krieg ja auch rund 275.000 BRT versenkt. Wäre er nicht in Gefangenschaft geraten hätte er noch 2 Jahre weiterjagen können bis die Zeit der U-Boote zu Ende war.

Und das auf einem VII-Typ. Man stelle sich vor, was gewesen wäre wenn man wie in Silent Hunter 3/4 Zugriff auf die den XXI-Typ oder noch besser auf den XVIII-Typ gehabt hätte.

Beitrag von DaFlou »

DaFlou
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15. März 1942

14:00

Kurz nach unserer Ankunft im Hafen hat U-115 im Luftschutzbunker festgemacht und das Werftpersonal begann ihre Arbeit.
Anschließend habe ich das Boot an meinen IWO übergeben und nahm zwei Wochen Fronturlaub.
Jetzt bin ich gerade aus meinem Urlaub zurück und hatte gerade mein bescheidenes Zimmer an Land bezogen, als ich, noch bevor ich zu U-115 gehen konnte, zu Korvettenkapitän Victor Schütze, ins Büro gerufen werde.

Was gibts Herr Kommandant? frage ich den Flotillenkommandanten beim Eintreten in sein Büro.
Gibts endlich ein neues Boot?

Fast Manfred, fast. Ich muss dich leider Vertrösten.
Eine letzte Fahrt muss U-115 noch durchhalten, bevor die alte Stahlbüchse aus dem Fronteinsatz gezogen wird.


Meine Miene verfinstere sich.

Ich weiß, Ich weiß, versucht er sich zu verteidigen.
U-115 ist am Ende. Daher lasse ich sie auch nicht ohne jegliche Hilfe auslaufen.
Während sie unterwegs waren, haben die Männer der Werft begonnen, Ihren Turm umzubauen.
Statt der 3,7 cm Kanone auf dem Achterdeck erhalten sie nun eine zweite 2 cm Doppellafette auf dem neuen Wintergarten.
Was sagen sie dazu?


Erst einmal nicht viel. Die Kanonen verwenden wir ja sowieso nur in allerletzter Not.
Aber die Menge an Geschossen, die wir dem Feind damit entgegenbringen können, könnte doch einen Unterschied machen.


Ich wusste, Sie würden die Neuerung begrüßen. fuhr er fort.
Das ist allerdings noch nicht alles. Wir haben bei Ihnen an Bord außerdem eine nagelneue Abwehrmaßnahme installiert.
Den sogenannten Bold. Es ist ein kleiner Kanister, welcher am Heck des Bootes nach außen gedrückt werden kann.
Bei Kontakt mit Wasser beginnt er anschließend, Millionen von kleinen Gasblasen unter Wasser zu erzeugen.
Diese Gasblasen reflektieren das ASDIC ähnlich wie eines unserer Boote.
Sie wissen, worauf ich hinaus will?


Ich denke schon. Wir können ihn einsetzen, um die Zerstörer von uns abzulenken und Ihnen ein zweites Ziel zu geben, während wir uns davonschleichen!

Ich sehe schon, wir haben gut daran getan den Bold bevorzugt in Ihr Boot einzubauen, wenn auch nur für eine Fahrt.
Wir müssen unseren besten Assen schließlich die besten Möglichkeiten geben.


Nach meinen Erfolgen mit U-115 vor der US-Küste hat sich mein Name endgültig in der Liste der deutschen U-Boot Asse gefestigt.
Auch Zuhause hatte ich keine Ruhe davon.
Sogar in Bayern bei meinen Eltern war die Nachricht angekommen, dass ich nur wenige Tage zuvor das Eichenlaub zum Ritterkreuz erhalten hatte und mit fast 65.000 Versenkten Tonnen das erfolgreichste "Amerikaboot", wie sie unsere sechs Boote nun nannten, war.
Meine Eltern konnte ich nach einigen kurzen Erzählungen abwimmeln, aber viele der Bedienungen und Verkäuferinnen in den Geschäften, Cafés und Bäckereien erkannten mich aufgrund des ausgestrahlten Wehrmachtberichts trotzdem.
Immer wieder musste ich erklären, dass ich lediglich meiner Pflicht nachgehe, was aber den wenigsten als Antwort genügte.

Außerdem fährt Schütze fort und reißt mich aus meinen Gedanken, kann ich Ihnen ein Angebot machen.
Wir haben gerade zwei Boote im Bau, für die gerade die Crews zusammengestellt werden.
Eines wäre ein neues, Typ IX C40 Boot. Es wäre noch ein kleines bisschen größer als ihr aktuelles Typ IX B.
Ihre wahrscheinlichen Einsatzgebiete sind wie bisher, ab von den Geleitzügen und auf weiter entfernte Ziele gerichtet.
Alternativ kann ich Ihnen aktuell ein neues Typ VII C anbieten. Kleiner und wendiger, dafür kürzere Feindfahrten.

Ich habe ihnen die Unterlagen für die beiden Boote hier zusammengefasst.

Er reicht mir zwei rote Umschläge.
[/b] Ihr Auslaufen ist aktuell auf den 26. März datiert. Bis dahin müsste ich Ihre Entscheidung Wissen, welches Boot sie gerne hätten.
Noch irgendwelche Fragen?[/b]

Nein Herr Kommandant. Ich schaue mir die Unterlagen an und gebe Bescheid.

Als ich aus dem Büro draußen bin, muss ich erst einmal kurz durchatmen.
Ich kenne niemanden, der bisher eine solche Entscheidung selbst treffen durfte und nicht durch die Führung einfach auf ein Boot gesteckt worden war.
Zurück in meinem Zimmer lege ich die Unterlagen auf meinen Tisch.
Bevor ich mir die beiden Boote ansehe, mache ich mich auf den Weg zum Liegeplatz.
Ich will mir den neuen Turm und unsere Flak ansehen.
Welches Boot ich in Zukunft fahren will sehe ich mir später an.

U-115 liegt festgezurrt in einem der freien Hafenbecken.
Der Großteil der Mannschaft ist noch im Landurlaub, da sie zurückgeblieben sind, zusammen mit meinem IWO um die Umbauten zu begleiten.
In ungefähr einer Woche sollten sie wieder eintreffen, nachdem sie gestern abgereist sind. Wir werden dann auch mit dem Verladen der Torpedos, Verpflegung und Übernahme von Dieselöl beginnen.

Herr Kaleun! grüßt mich einer der Maschinisten, Georg Fischer, als ich gerade auf dem Weg zum Boot bin.

Na Georg, wie siehts aus? Die Auszeit an Land genossen? frage ich ihn.

Durchaus Herr Kaleun, hab meine Eltern in Berlin besucht.
Dort ists aktuell fast wie im Frieden. Klar ein paar Rationierungen hier und dort, aber insgesamt recht ruhig.
Seit November fiel keine Bombe mehr auf Berlin, unsre Abwehr scheint Wirkung zu zeigen.


Des ist doch schön, wenn die Luftabwehr hält, sage ich, um nicht zu pessimistisch zu wirken.

Wir plaudern noch etwas, bevor ich weiter zum Liegeplatz von U-115 laufe und an Bord gehe.
Der neue Turm ist wesentlich größer als der alte. Mir gefällt er sehr gut.
Wir haben zusätzlich zur 2-cm Flak auf dem Turm selbst, eine weitere Plattform achtern und etwas nach unten versetzt erhalten, den Wintergarten.
Im Wintergarten ist eine weitere 2-cm Doppellafette angebracht.

Dafür wurde unsere 3,7cm-Kanone demontiert, was aber für mich keinen großen Verlust darstellt.
Wir haben immer ewig gebraucht um hinzukommen und selbst wenn man dort war musste jeder Schuss einzeln geladen werden, was zu einer unglaublich geringen Feuerrate geführt hat.
Mit Glück wurde man zwei, vielleicht drei Schüsse los, bevor das Flugzeug über einen darüber schoss.
Auch können wir jetzt viel schneller die Geschütze sichern und wegtauchen, schon alleine, weil der Weg für die Flak-Mannschaft um Welten kürzer ist.

Ich gehe einmal um den neuen Turm herum.
Sieht schön aus. Der Wintergarten ragt fast schon majestätisch aufs Achterdeck.

Im Inneren des Bootes begebe ich mich gleich in den Heckraum, welcher unseren neuen Bold beherbergt.
Ein gut 40 cm langer Zylinder mit einem Durchmesser von 15 cm ragt nun ins Innere des Bootes.
Das Ende konnte geöffnet werden, um mehr Kanister nachzuladen, während auf der Außenseite ein Ventil das Ausstoßen des Täuschkörpers ermöglicht.
Ich bin gespannt darauf, wie gut er funktioniert.
Einige Tests sollen angeblich schon erfolgt sein letztes Jahr, das Ding scheint also nicht komplett nutzlos zu sein.

20:00

Am Abend kehre ich in meine kleine Stube zurück und lehne mich über die technischen Unterlagen zu den beiden Booten, die mir zur Auswahl stehen.

U-115 ist vom Typ IX-B, welcher sich insgesamt nur minimal von dem mir angebotenen Typ IX-C40 unterscheidet.
Das Boot hätte statt 1430 Tonnen 1545 Tonnen, wäre ein paar Zentimeter länger und Breiter, mit wenigen Zentimetern weniger Tiefgang.

Die Tauchtiefen wären gleich, genauso wie die vorhergesagte Tauchzeit in Fahrt.
Unser Boot wäre allerdings zusätzlich mit einer sogenannten "Schnelltauchback" ausgerüstet, welche die Menge an Luft, welche unter dem Vorderdeck gefangen wird, beim Tauchen minimieren soll.
2-3 Sekunden Tauchzeit sollte das ganze nochmal herausschlagen.

Die Diesel wären die gleichen wie in U-115, genauso wie die E-Maschinen.
Trotz des etwas größeren Bootes sollten sich unsere Höchstgeschwindigkeiten über und unter Wasser nur geringfügig ändern.

Die eingebauten Batteriezellen wären etwas moderner und sollten uns mehr Reichweite unter Wasser bescheren.
Ähnlich wäre der Hauptunterschied zwischen den beiden Booten: Statt 12.400 Seemeilen maximale Reichweite hätten wir 16.800 Seemeilen, ein Zuwachs von über 30%.
Wir könnten damit problemlos bis in den Südatlantik vorstoßen ohne Treibstoffprobleme befürchten zu müssen.
Auch Aufenthalte vor der US-Küste könnten bedeutend länger sein.

Weiter würden wir eines der Sehrohre verlieren, von welchen wir bisher drei hatten, zwei im Turm und eines in der Zentrale.
Das Typ IX-C40 hat nur noch zwei im Turm.

An der Stelle macht es allerdings keinen Unterschied, für welches der Boote ich mich entscheide, da auch das VII-C nur zwei hat, aufgeteilt zwischen Zentrale und Turm.
Das VII-C Boot unterscheidet sich dafür technisch stark von den Typ IX Booten.

Zehn Meter kürzer, einen Meter schmaler und damit nur gute 1000 Tonnen Verdrängung macht das Boot um Hausecken wendiger.
Alarmtauchen geht grundsätzlich in 30 Sekunden, eine Zeit, welche selbst mit der Schnelltauchback auf dem IX-C40 unerreichbar ist.
Die Diesel wären etwas schwächer und unsere Höchstgeschwindigkeiten wäre dadurch etwas kleiner.
Die E-Maschinen sind auch andere, durch die geringere Größe kommt der Typ VII aber trotzdem auf eine höhere Unterwasser-Geschwindigkeit und geringfügig größere Reichweite getaucht.

Die Reichweite mit den Dieseln ist allerdings bedeutend geringer. Statt 16.800 Seemeilen lediglich 9.700 Seemeilen.

Auch bei unserer Bewaffnung müssten wir Abstriche machen.
Statt 22 Torpedos mit sechs Rohren würden wir nur 14 Torpedos in fünf Rohren mitführen.
Das Deckgeschütz wäre auch etwas kleiner, lediglich eine 8,8 cm Kanone statt der 10,5 cm.
Zwar kommt das Geschütz nicht mehr oft zum Einsatz, aber die zusätzliche Menge Sprengstoff in der Granate ist nicht zu vernachlässigen.
In der Vergangenheit gab es zwar einige Probleme mit der 10,5 cm Kanone, allerdings hat man schon lange Zeit nichts mehr davon gehört.

Beide Optionen haben vor und Nachteile.
Auf der einen Seite ist der Typ VII viel kleiner und wendiger, wir würden aber auch im Nordatlantik bleiben und primär Geleitzugschlachten führen.
Dafür wären die Feindfahrten kürzer.
Mit dem Typ IX-C40 könnten wir in viel weiter entfernte Gewässer mit weniger Abwehrmaßnahmen - so wie die letzte Fahrt an der US-Küste.

Meine Besatzung, so wurde mir zugesichert, wird zumindest ungefähr zur Hälfte gleich bleiben.
Einige Leute müsste ich mit beiden Booten abgeben, da viele für Lehrgänge bestimmt sind oder auf andere Boote sollen, um mit Ihrer Erfahrung neuen Besatzungen zu helfen.
Offiziere bleiben ebenso.

12 Tage bleiben mir für die Entscheidung.




Bild

Blaupause Typ IX-C40 (Leider nur eine sehr späte mit Schnorchel, eine aktuellere haben wir nicht gefunden)





Bild

Blaupause Typ VII-C (Leider auch hier nur eine sehr späte mit Schnorchel, eine aktuellere haben wir nicht gefunden)




Fortsetzung folgt...
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