Es heißt in den Schriften der Weisen: Du sollst die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat.
Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein gewaltiger Drache wird, so wie aus einem einzigen Mann eine ganze Armee werden kann.
Wir geben eine Runde Glühwein aus. Wer will, darf auch Glühbier und andere, glühende Flüssigkeiten wählen.
Der Dezember, der Dezember,
etwas dunkler noch, als der November,
viel schöner aber,
als der Februar.
Doch eins ist wie im April,
der Dezember weiß nicht, was er will.
Erst Frost und Schnee
- ach war das schee -
dann sechs Grad und Regen,
da haben wir was gegen!
Wie man es auch dreht und wendet,
der Reim ist nun beendet.
Wir nehmen auch 'nen glühenden Wein,
und laden alle mit drauf ein.
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Da die Weihnachtszeit auch die Zeit des Wünschens ist, hier eine passende, auch zum Nachdenken anregende Geschichte.
Drei Wünsche
von Erika Täuber
Der Spatz auf der Tenne hörte, wie Hans und Grete sich etwas zu Weihnachten wünschten. Da darf ich auch nicht zurückstehen, dachte er und begab sich zum Herrgott.
"Na was möchtest du denn?" fragte der hohe Herr und schmunzelte.
"Ich möchte ein Adler sein; denn der ist der König der Lüfte!"
"Gut" sagte der Herrgott. "Weil bald Weihnachten ist, will ich dir deinen Wunsch erfüllen. Flieg dort zum Felsenriff!"
Ach, das war ein herrliches Leben! Der Adler war der Sonne am nächsten und hatte keine Feinde. Doch bald merkte er, dass alle Tiere sich vor ihm fürchteten. Mit niemandem konnte er schwatzen, Neuigkeiten austauschen oder sich herumbalgen. Es war sterbenslangweilig.
"Wenn ich das vorher gewusst hätte", rief er aus, "Wäre ich doch lieber Zaunkönig geworden. Ich bin ja sooo traurig!"
"Na, weil Weihnachtszeit ist", sagte der Herrgott, "will ich dir diesen Wunsch erfüllen!"
Und er setzte ihn in die Weißdornhecke.
"König bin ich!" rief der Kleine den ganzen Tag. Er fand eine liebe Frau und bald hatten sie drei kleine Königskinder.
"So gefällt mir das Leben!" rief der Vogel vergnügt und schleppte Futter herbei. Spater merkten sie aber, dass der Kuckuck ihnen ein Kuckucksei ins Nest gelegt hatte. Nun schrie das gefräßige Kuckucksjunge den ganzen Tag, warf seine Geschwister aus dem Nest und wurde nie satt.
"Das halte ich einfach nicht aus, ich muss mich ja zu Tode schuften!" jammerte er.
" Ja hattest du dir das anders vorgestellt?" fragte der Herrgott. "Aber du hast noch einen Wunsch frei!"
" Ach lieber Herr, ich möchte wohl eine Nachtigall sein und dir zu Ehren Tag und Nacht jubilieren."
"Gut", sagte der Herr. Vorsichtig setzte er ihn ins Weidengebüsch am Bach. Dort sang und tirilirte er. Es waren die schönsten Melodien. Doch alle Menschen liefen achtlos vorbei. Niemand blieb stehen und lauschte dem Gesang. Zuletzt schwieg der Vogel in tiefer Trauer. So fand ihn der Herrgott.
" Na, magst du nicht mehr singen?"
"Ach lieber Herr, kein Mensch hört mich. Alle sind so laut und jagen anderen Dingen nach."
"Ja hast du das denn nicht gewusst? Nur alle hundert Jahre einmal lauscht ein Mensch deinen Melodien. Zuletzt war es der Märchendichter Andersen!"
"Was, so lange soll ich noch warten? Das halte ich nicht aus. Viel lieber wollte ich wieder ein Spatz sein!"
Er hatte den Satz kaum ausgesprochen, da hockte er auf der Tenne. Die alte Magd streute dem Federvieh reichlich Körnerfutter. Da ließ der Spatz sich nicht lange bitten. Die Tür zur Diele stand offen. Hans und Grete, und alle die dazu gehörten waren um den Tannenbaum versammelt.
Draußen fielen dicke Flocken; aber auf der Tenne war es warm. "Schiep!, Schiep!, Schiep! Ich hab euch lieb!" piepste der Spatz.
So dankt er den Menschen dadurch, dass er auch im bitterkalten Winter bei ihnen bleibt und allzeit vergnügt ist.
Und niemals vergisst er, dass der Herrgott ihm an Weihnachten drei Wünsche gewährt hat.
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Oh fröhliche Weihnachtszeit,
Im Forum macht sich Unsereins zwar nur noch selten breit,
Doch schätzen Wir nach wie vor diesen Ort!
Ein Kleinod sonderlgeichen!
Dem Zaren möge man das Biere reichen!
Und jaget alle Abstinenzler fort!
Alle Regenten heben die Gläser!
Genießet die gesegnete Zeit
Trinket aus und schenket ein
So soll es immer sein
Mit Alkohol im Blut
Schöpft so mancher neuen Mut
Zu edler Tat begeistert uns der Trank
So wie es sonst nur der Kaiser kann!
Frohe Weihnachtszeit!
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Eine etwas andere Weihnachststory.
Aus dem realen Leben?
Eventuell...
Zumindest verstehe ich den Typen - echt jetzt, weil mir geht es jeden Winter so - äh- ähnlich.
8. Dezember 18:00
Es hat angefangen zu schneien.
Der erste Schnee in diesem Jahr.
Meine Frau und ich haben unsere Cocktails genommen und stundenlang am Fenster gesessen und zugesehen wie riesige, weiße Flocken vom Himmel herunter schweben.
Es sah aus wie im Märchen. So romantisch - wir fühlten uns wie frisch verheiratet. Ich liebe Schnee.
9. Dezember
Als wir wach wurden, hatte eine riesige, wunderschöne Decke aus weißem Schnee jeden Zentimeter der Landschaft zugedeckt.
Was für ein fantastischer Anblick! Kann es einen schöneren Platz auf der Welt geben?
Hierher zu ziehen war die beste Idee, die ich je in meinem Leben hatte.
Habe zum ersten Mal seit Jahren wieder Schnee geschaufelt und fühlte mich wieder wie ein kleiner Junge.
Habe die Einfahrt und den Bürgersteig freigeschaufelt.
Heute Nachmittag kam der Schneepflug vorbei und hat den Bürgersteig und die Einfahrt wieder zugeschoben, also holte ich die Schaufel wieder raus.
Was für ein tolles Leben !
12. Dezember
Die Sonne hat unseren ganzen schönen Schnee geschmolzen. Was für eine Enttäuschung.
Mein Nachbar sagt, dass ich mir keine Sorgen machen soll, wir werden definitiv eine weiße Weihnacht haben.
Kein Schnee zu Weihnachten wäre schrecklich!
Bob sagt, dass wir bis zum Jahresende so viel Schnee haben werden, dass ich nie wieder Schnee sehen will.
Ich glaube nicht, dass das moeglich ist. Bob ist sehr nett - ich bin froh, dass er unser Nachbar ist.
14. Dezember
Schnee, wundervoller Schnee! 30 cm letzte Nacht. Die Temperatur ist auf -20 Grad gesunken.
Die Kälte lässt alles glitzern. Der Wind nahm mir den Atem, aber ich habe mich beim Schaufeln aufgewärmt.
Das ist das Leben!
Der Schneepflug kam heute nachmittag zurück und hat wieder alles zugeschoben.
Mir war nicht klar, dass ich soviel würde schaufeln muessen, aber so komme ich wieder in Form.
Ich wünschte ich würde nicht so Pusten und Schnaufen.
15. Dezember
60 cm Vorhersage. Habe meinen Kombi verscheuert und einen Jeep gekauft.
Und Winterreifen für das Auto meiner Frau und zwei Extra-Schaufeln.
Habe den Kühlschrank aufgefüllt.
Meine Frau will einen Holzofen, falls der Strom ausfällt.
Das ist lächerlich - schließlich sind wir nicht in Alaska.
16. Dezember
Eissturm heute Morgen.
Bin in der Einfahrt auf den Arsch gefallen, als ich Salz streuen wollte.
Tut höllisch weh.
Meine Frau hat eine Stunde gelacht.
Das finde ich ziemlich grausam.
17. Dezember
Immer noch weit unter Null.
Die Straßen sind zu vereist, um irgendwohin zu kommen.
Der Strom war 5 Stunden weg.
Musste mich in Decken wickeln, um nicht zu erfrieren.
Kein Fernseher.
Nichts zu tun als meine Frau anzustarren und zu versuchen, sie zu irritieren.
Glaube, wir hätten einen Holzofen kaufen sollen würde das aber nie zugeben.
Ich hasse es, wenn sie recht hat!
Ich hasse es, in meinen eigenen Wohnzimmer zu erfrieren!
20. Dezember
Der Strom ist wieder da, aber noch mal 40 cm von dem verdammten Zeug letzte Nacht!
Noch mehr schaufeln.
Hat den ganzen Tag gedauert.
Der beschissene Schneepflug kam zweimal vorbei.
Habe versucht eines der Nachbarskinder zum Schaufeln zu überreden.
Aber die sagen, sie hätten keine Zeit, weil sie Hockey spielen müssen.
Ich glaube, dass die lügen.
Wollte eine Schneefräse im Baumarkt kaufen.
Die hatten keine mehr.
Kriegen erst im März wieder welche rein.
Ich glaube, dass die lügen.
Bob sagt, dass ich schaufeln muss oder die Stadt macht es und schickt mir die Rechnung.
Ich glaube, dass er lügt.
22. Dezember
Bob hatte recht mit weißer Weihnacht, weil heute Nacht noch mal 30 cm von dem weißen Zeug gefallen ist und es ist so kalt,
dass es bis August nicht schmelzen wird.
Es hat 45 Minuten gedauert, bis ich fertig angezogen war zum Schaufeln und dann musste ich pinkeln.
Als ich mich schließlich ausgezogen, gepinkelt und wieder angezogen hatte, war ich zu müde zum Schaufeln.
Habe versucht für den Rest des Winters Bob anzuheuern, der eine Schneefräse an seinem Lastwagen hat, aber er sagt, dass er zu viel zu tun hat.
Ich glaube, dass der Wichser lügt.
23. Dezember
Nur 10 cm Schnee heute.
Und es hat sich auf 0 Grad erwärmt.
Meine Frau wollte, dass ich heute das Haus dekoriere.
Ist die bekloppt?
Ich habe keine Zeit - ich muss SCHAUFELN !!!
Warum hat sie es mir nicht schon vor einem Monat gesagt?
Sie sagt, sie hat, aber ich glaube, dass sie lügt.
24. Dezember
20 Zentimeter.
Der Schnee ist vom Schneepflug so fest zusammengeschoben, dass ich die Schaufel abgebrochen habe.
Dachte ich kriege einen Herzanfall.
Falls ich jemals den Arsch kriege, der den Schneepflug führt, ziehe ich ihn an seinen Eiern durch den Schnee.
Ich weiss genau, dass er sich hinter der Ecke versteckt und wartet bis ich mit dem Schaufeln fertig bin.
Und dann kommt er mit 150 km/h die Strasse runtergerast und wirft tonnenweise Schnee auf die Stelle, wo ich gerade war.
Heute Nacht wollte meine Frau mit mir Weihnachtslieder singen und Geschenke auspacken, aber ich hatte keine Zeit.
Musste nach dem Schneepflug Ausschau halten.
25. Dezember
Frohe Weihnachten.
60 Zentimeter mehr von der Scheiße.
Eingeschneit.
Der Gedanke an Schneeschaufeln lässt mein Blut kochen.
Gott, ich hasse Schnee!
Dann kam der Schneepflugfahrer vorbei und hat nach einer Spende gefragt.
Ich hab ihm meine Schaufel über den Kopf gezogen.
Meine Frau sagt, dass ich schlechte Manieren habe.
Ich glaube, dass sie eine Idiotin ist.
Wenn ich mir noch einmal Wolfgang Petry anhören muss, werde ich sie umbringen.
26. Dezember
Immer noch eingeschneit.
Warum um alles in der Welt sind wir hierher gezogen?
Es war alles IHRE Idee.
Sie geht mir echt auf die Nerven.
27. Dezember
Die Temperatur ist auf -30 Grad gefallen und die Wasserrohre sind eingefroren.
28. Dezember
Es hat sich auf -5 Grad erwärmt.
Immer noch eingeschneit.
DIE ALTE MACHT MICH VERRÜCKT !!!
29. Dezember
Noch mal 30 Zentimeter.
Bob sagt, dass ich das Dach freischaufeln muss, oder es wird einstürzen.
Das ist das Dämlichste was ich je gehört habe.
Für wie blöd hält der mich eigentlich ?
30. Dezember
Das Dach ist eingestürzt.
Der Schneepflugfahrer verklagt mich auf 50.000 Euro Schmerzensgeld.
Meine Frau ist zu ihrer Mutter gefahren.
25 Zentimeter vorhergesagt.
31. Dezember
Habe den Rest vom Haus angesteckt.
Nie mehr Schaufeln.
8. Januar
Mir geht es gut.
Ich mag die kleinen Pillen, die sie mir dauernd geben.
Warum bin ich an das Bett gefesselt?
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Heute, an unserem eigenen Feiertag, werden wir die versammelten Regenten nicht mit dem berühmten Gedicht von Bernhard-Victor Christoph-Carl von Bülow (alias "Loriot") beglücken, sondern mit einer kleinen Geschichte, bei der wohl nur die Wenigsten spontan an den Nikolaustag denken würden (wir selbst haben es jedenfalls nicht getan):
Uhlenspiegel als Weihnachsbäcker
Uhlenspiegel kam einst nach Braunschweig und ging in die Bäckerherberge, da wohnte ein Bäcker nahe dabei. Der rief ihn in sein Haus und fragte ihn, was er für ein Geselle wäre. Er sprach: " ich bin ein Bäckerknecht." Da sprach der Brotbäcker: " Ich habe eben keinen Gesellen, willst du mir dienen?" Uhlenspiegel sagte zu.
Als er nun zwei Tage bei ihm gewesen war, da hies ihn der Bäcker allein backen auf den Abend, denn er konnte ihm nicht helfen bis zum Morgen. Uhlenspiegel sprach:" Ja, was soll ich aber backen?" Der Bäcker war ein witziger Mann und erwiederte im Spott: " Bist du ein Bäckerknecht und fragst erst, was du backen sollst? Was pflegt man zu backen? Was sonst als Eulen oder Meerkatzen!" und damit ging er schlafen.
Da ging Uhlenspiegel in die Backstube und machte aus dem Teig lauter Eulen und Meerkatzen, die ganze Backstube voll, und buk sie. Des Morgens stand der Meister auf und wollte ihm helfen. Da er nun in die Backstube kam fand er weder Wecken noch Semmeln, sondern Eulen und Meerkatzen.
Da ward der Meister zornig und sprach:" Den Teufel auch, was hast du gebacken?" Antwortet Uhlenspiegel:" Was ihr mich geheißen habt, Eulen und Meerkatzen!" Der Bäcker sprach: " Was soll ich nun mit der Narretei anfangen? Solch Brot ist mir zu gar nichts nütze, das kann ich nicht zu Geld machen", und ergriff ihn am Halse und sprach: " Bezahle mir meinen Teig!" Uhlenspiegel sagte: " Ja, wenn ich euch den Teig bezahle, soll dann die Ware mein sein, die davon gebacken ist?" Antwortet der Bäcker: " Was frage ich nach solcher Ware? Mit Eulen und Meerkatzen kann ich kein Geschäft machen."
Also bezahlte ihm Uhlenspiegel seinen Teig, packte die gebackenen Eulen und Meerkatzen in einen Korb und trug sie in die Herberge zum wilden Mann. Uhlenspiegel gedachte nämlich bei sich selber:" du hast oft gehört, man könne nichts so seltsames nach Braunschweig bringen, daß man nicht Geld daraus löse."
Nun war es gerade am Tage von St. Niklaus. Da ging Uhlenspiegel und stellte sich vor die Kirche mit seiner Ware und verkaufte die Eulen und Meerkatzen all und löste viel mehr Geld daraus, als er dem Bäcker für den Teig gegeben hatte.
Das ward dem Bäcker kundgetan; den verdross es, und er lief vor die St. Niklauskirche und wollte von ihm die Kosten für das Holz, die Dinger zu backen. Da war Uhlenspiegel gerade hinweg mit dem Geld, und der Bäcker hatte das Nachsehen.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Cyrano für den Beitrag (Insgesamt 3):
"Rund um die St. Johannis-Kathedrale tobt eine Schlacht, wie sie seit 1109, seit der Erstürmung der Höcklager Senke durch den Hunnenprinzen Bernward der Schlächter, in dieser Gegend nicht mehr erlebt wurde"
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Sappho für den Beitrag (Insgesamt 3):
Württemberg hat geschrieben:Oh fröhliche Weihnachtszeit,
Im Forum macht sich Unsereins zwar nur noch selten breit,
Doch schätzen Wir nach wie vor diesen Ort!
Ein Kleinod sonderlgeichen!
Dem Zaren möge man das Biere reichen!
Und jaget alle Abstinenzler fort!
Alle Regenten heben die Gläser!
Genießet die gesegnete Zeit
Trinket aus und schenket ein
So soll es immer sein
Mit Alkohol im Blut
Schöpft so mancher neuen Mut
Zu edler Tat begeistert uns der Trank
So wie es sonst nur der Kaiser kann!
Frohe Weihnachtszeit!
Württemberg ist der Gruft entstiegen!
Ein herzliches Willkommen zurück, lieber Saufkumpan! Was waren das für Zeiten!
Allen einen schönen 2. Advent!
ChatGPD Weihnachtsgedicht vom Kyffhäuser:
Der Kyffhäuser in des Winters Glanz,
Mit Schnee bedeckt, im stillen Tanz,
Die Bäume tragen weiße Last,
Und alles ruht, in Frieden fast.
Der Barbarossa, tief im Berg,
Schlief lange Zeit, so still und stark,
Er träumt von längst vergangenen Tagen,
Wo Dörfer leuchtend festlich jagen.
Im Weihnachtslicht erstrahlt der Schnee,
Die Glocken klingen weit und weh,
Vom Kyffhäuser zieht der Wind,
Der Frieden singt, wo wir nun sind.
Die Lichter glänzen, fern und nah,
Erinnern uns an das, was war.
Und in der Nacht, bei festlichem Glanz,
Erwacht der Berg im Weihnachtskranz.
Die Märchen singen, die der Wind erzählt,
Vom König, der im Berge lebt.
Er wacht, er träumt, in dieser Zeit,
Vom Frieden und der Weihnachtsfreud.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Setsches für den Beitrag (Insgesamt 2):
Zu Ehren unseres Wilhelm Ruprecht hier ein klassisches Gedicht, angepasst an die moderne Zeit:
Ruprechts Knecht
eingesandt von Torty
Von drinn' vom Kaufhaus komm ich her,
Ich muß euch sagen, es schweihnachtet sehr!
Allüberall auf den Dekorationen
Sah ich deftige Preise thronen;
Und ringsum, an den klingelnden Kassen,
Drängelten, schubsten sich die Massen,
Und wie ich so auf der Rolltreppe stand,
Da packt' mich auf einmal von hinten 'ne Hand.
"Ruprecht Knecht", rief der Boß, "alter Gesell,
Hebe die Beine und spute dich schnell!
Jetzt wird es höchste Eisenbahn!
Die Portemonnaies sind zwar aufgetan
Doch Alt' und Junge sollten nun
Für die Gabentischen noch mehr tun;
Drum schick sie zur Hausbank, dort gibt es Kredite;
Das ist fürn Umsatz die ganze Miete!"
Ich sprach: "Na, gut, Boß, das läßt sich machen.
Wie ich seh', gibt's ja noch reichlich Sachen,
Ich wollte nur gerade mal schnell aufs Klo,
Bei Streß geht mir das immer so."
"Hast denn das Säcklin auch bei dir?"
Ich sprach: "Natürlich, das ist hier.
Denn Computerspiel' und Video
Machen die dümmsten Kinder froh."
"Hast denn die Rute auch bei dir?"
Ich sprach: "Die Rute, die ist hier;
Doch für Leut' nur, die nicht parieren,
Die bring' ich so zum Konsumieren."
Der Boß sprach froh: "So ist es recht!
Mach weiter Umsatz, treuer Knecht!"
Von drinn' vom Kaufhaus komm ich her;
Ich muß euch sagen, es schweihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie steht's hier mit den Gaben?
Möcht' vielleicht noch wer was haben?
Einen schönen 2. Adventssonntag allen Regenten!
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Cyrano für den Beitrag:
Die Früchte unserer vormittäglichen Schwarzarbeit auf dem Bau...
SpoilerDie Zuckergussfiguren und Zuckergusslebkuchen sind gekauft. Bei der Backhauserweiterung habe ich mich von einem im Internet verfügbaren Bauplan inspirieren lassen.Einen geruhsamen zweiten Advent allerseits.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor dooya für den Beitrag (Insgesamt 9):
dooya hat geschrieben:Die Früchte unserer vormittäglichen Schwarzarbeit auf dem Bau...SpoilerDie Zuckergussfiguren und Zuckergusslebkuchen sind gekauft. Bei der Backhauserweiterung habe ich mich von einem im Internet verfügbaren Bauplan inspirieren lassen.Einen geruhsamen zweiten Advent allerseits.
Herzlichen Dank für diesen wunderbaren kulinarischen Beitrag, werter dooya!
Sappho hat geschrieben:Ich kann nur eine Sorte Plätzchen. Ich bekäme sowas nie hin.
Solange die Kinder klein waren, haben wir immer Fertighäuser gekauft und um eigenes Dekomaterial ergänzt. Erst seit drei Jahren backe ich die Pfefferkuchen selbst und das war dank eines einfachen Rezepts weniger aufwendig als befürchtet. Allerdings sehen die Bauteile deutlich schiefer aus als in den gekauften Bausätzen.
Sappho hat geschrieben:
Aber das Bauordnungsamt war sehr bestechlich und/oder der Statiker hatte zu viel Glühwein.
Dieser Statiker kann auch nüchtern pfuschen.
Sappho hat geschrieben:
(Der Backofen ist ja mal cool!)
Die Haribo-Kohlen waren der Auslöser für den nachträglichen Einbau der Innenbeleuchtung (damit sie zur Geltung kommen).
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor dooya für den Beitrag (Insgesamt 2):
Ein beschwingter Zar erhofft sich zu später Stunde an der Sternenschänke noch einen Punsch zum Abschluß eines denkwürdigen Wochenendes ordern zu dürfen...mit Erfolg.
Gestern Treffen mit Schulfreunden. Das war so fidel, daß es am Ende Freigetränke am Glühstand gab.
Heute Kim Wilde Konzert. Deswegen beschwingt. War klasse.
Einen schönen Ausklang des 2. Advents!
Kaiserliche Grüße an alle Regenten
Es heißt in den Schriften der Weisen: Du sollst die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat.
Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein gewaltiger Drache wird, so wie aus einem einzigen Mann eine ganze Armee werden kann.
Der Zarewitsch hat geschrieben:Ein beschwingter Zar erhofft sich zu später Stunde an der Sternenschänke noch einen Punsch zum Abschluß eines denkwürdigen Wochenendes ordern zu dürfen...mit Erfolg.
Gestern Treffen mit Schulfreunden. Das war so fidel, daß es am Ende Freigetränke am Glühstand gab.
Heute Kim Wilde Konzert. Deswegen beschwingt. War klasse.
Einen schönen Ausklang des 2. Advents!
Wir schließen uns dem hochverehrten Zaren an und genehmigen uns noch einen Glühwein.
Auf die SI-Gemeinschaft!
Dann wollen wir mal dafür sorgen, dass der Weihnachtsmarkt auch heute wenigstens einmal besucht wurde.
Wirt, gebe er uns eine Schlummertrunk, und den edlen Regenten, die sich dazugesellen, was immer sie wünschen. Nein, wir müssen uns korrigieren: gebe er ihnen nur Getränke.
Na sowas, es ist so leer.
treibt es außer uns niemanden her?
Mehr Reim kriegen wir heute nicht hin. Der Tag war lang, das Auto allein heute so weit gefahren wie die Regentin etwa in 2-3 Monaten. Und zu allem Überfluss ist das Ordnungsamt nun um ein Bild von uns reicher, und wir wenn es dumm läuft um einen Punkt in Flensburg.
Wir fahren immer mit Tempomat, immer. Und immer brav unterhalb der Blitzerauslöseschwelle. Was werden wir in Autobahnen von LKWs belästigt, weil wir nicht wie bescheuert durch die 60 rasen. Und dann passt man einmal einen Moment nicht auf, wenn man von der BAB auf die Bundesstraße fährt
Wirt, wir nehmen ein Bier und das große Auskotz-Paket.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Wilhelm Klink für den Beitrag:
Wir geben unserem geschätzten Wilhelm Ruprecht einen Glühwein mit einem ordentlichen Schuss aus, um dem Ärger herunterzuspülen.
Und für alle eine kleine Geschichte zum Nachdenken:
Gibt es einen Weihnachtsmann ?
Der folgende Briefwechsel zwischen Virginia O 'Hanlon und Francis P. Church stammt aus dem Jahr 1897. Er wurde über ein halbes Jahrhundert - bis zur Einstellung der "Sun" 1950 - alle Jahre wieder zur Weihnachtszeit auf der Titelseite der Zeitung gedruckt.
Die achtjährige Virginia aus New York wollte es ganz genau wissen. Darum schrieb Sie an die Tageszeitung "Sun" einen Brief: Ich bin 8 Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, es gibt keinen Weihnachtsmann. Papa sagt, was in der "Sun" steht, ist immer war. Bitte, sagen Sie mir: Gibt es einen Weihnachtsmann?
Die Sache war dem Chefredakteur Francis Church so wichtig, das er selber antwortete - auf der Titelseite der "Sun":
"Virginia, Deine kleinen Freunde haben nicht recht. Sie glauben nur was sie sehen; sie glauben, dass es nicht geben kann, was sie mit Ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt.
Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Es gibt ihn so gewiß wie die Liebe und Großherzigkeit und Treue. Weil es all das gibt, kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe! Es gäbe dann auch keine Virginia, keinen Glauben, keine Poesie - gar nichts, was das Leben erst erträglich machte. Ein Flackerrest an sichtbarem Schönen bliebe übrig. Aber das Licht der Kindheit, das die Welt ausstrahlt, müsste verlöschen. Es gibt einen Weihnachtsmann, sonst könntest Du auch den Märchen nicht glauben.
Gewiss, Du könntest deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, den Weihnachtsmann zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme den Weihnachtsmann zu Gesicht - was würde das beweisen? Kein Mensch sieht ihn einfach so. Das beweist gar nichts.
Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. Die Elfen zum Beispiel, wenn sie auf Mondwiesen tanzen. Trotzdem gibt es sie. All die Wunder zu denken - geschweige denn sie zu sehen -, das vermag nicht der Klügste auf der Welt. Was Du auch siehst, Du siehst nie alles. Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönsten Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter. Warum? Weil es einen Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal die Gewalt auf der Welt zerreißen kann. Nur Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann werden die Schönheit und Herrlichkeit dahinter zu erkennen sein.
"Ist das denn auch wahr?" kannst Du fragen. Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist wahrer und nichts beständiger.
Der Weihnachtsmann lebt, und er wird ewig leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird er da sein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen. Frohe Weihnacht, Virginia".
Dein Francis Church.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Cyrano für den Beitrag (Insgesamt 2):