
Reichstag in Innsbruck
Kaiser Friedrich Rotbart war vor seinen
Schöpfer getreten, oder, wie manch einer
später behaupten sollte, hatte sich im
Kyffhäuser zur Ruhe gebettet. Wie dem
auch sei, dass Reich war ohne König, dass
Schwert des Herrschers lag ohne Herrn
da und die Fürsten waren aufgerufen, aus
ihren Reihen einen Neuen zu erwählen.
In Innsbruck, der Reichsstadt und alten
Residenz des verblichenen Staufers, sollten
sie zusammentreffen und Reichstag halten,
um zu beratschlagen und zu ermitteln, wer
denn nun werde Rex Teutonicorum, Rex
Romanorum, Oberhaupt des Reiches.
Wahlmodalitäten:
"Die Kandidaten mögen vortreten und ihre Namen in jene Liste eintragen, oder aber ihre Namen mögen von einem Gönner ihrer Sache eingetragen werden; Und sie mögen dies tun bis zum Ende eines jenen Jahres anno 1192"
"Und ein Jeder Graf und ein jeder des Reichs solle eine Stimme bei der Wahl zum König des Reichs haben, und jene, die den Titel Herzog tragen, sollen derer Stimmen zwei abgeben dürfen; in geheimer Wahl, zu der aufgerufen werde zu bestimmter Zeit"