Wir sind nicht erst, aber insbesondere auch durch die Diskussion der letzten Tage in der Stammkneipe (siehe hier und in den Folgebeiträgen) etwas ins Grübeln geraten, ob das Projekt SI-United noch fortgeführt werden soll und wenn ja unter welchen Bedingungen.
Zunächst wollen Wir Uns für Unseren möglicherweise etwas schroffen Grundton in der zurückliegenden Diskussion entschuldigen. Wir waren/sind einerseits mit einem grippalen Infekt angeschlagen und daher gereizt (evtl. sollten Wir in dem Zustand einfach nichts schreiben) und fühlen Uns vielleicht andererseits auch etwas "angepisst", wenn man an SI-United Kritik übt, da es "Unser Baby" ist, dessen Regeln Wir - mit wenigen Anregungen durch die Regentenschar - im Prinzip selbst entworfen haben (wenn Wir auch ausdrücklich sagen wollen, dass es das Projekt ohne die hilfreichen Tools des werten Preussen, an denen Wir keinen Anteil haben, wohl jetzt schon nicht mehr gäbe). Wir wollen daher, dass es funktioniert, aber - natürlich - vor allem auch Spaß macht.
Aber tut es das noch? Zunächst für Uns selbst gesprochen: Ja! Wir wollen nicht verhehlen, dass es Momente gab/gibt, wo Wir denken "oh nein, jetzt noch auswerten
Nach der ein oder anderen Wortmeldung, die Uns jüngst, teils aber auch schon früher erreicht hat, trifft das nicht uneingeschränkt auf die anderen Manager zu. Vorab wollen Wir dazu sagen: Es ist - wie ausgeführt - "Unser Baby", aber Wir gehen nicht daran zu Grunde, wenn es nicht fortgeführt werden soll. Man möge nicht den Gedanken haben "ach komm, Wir können doch den Cardinal nicht hängen lassen, also machen Wir weiter", auch wenn man das eigentlich nicht mehr möchte.
Zur gegenwärtigen Problemstellung:
Es kommt zunehmend der Punkt, wo das Management-System des Spieles gnadenlos zuschlägt, weil immer mehr Vereine gezwungen sind, sportlich deutlich abzuspecken, wenn sie nicht wirtschaftlich komplett vor die Wand fahren wollen. Es war seit jeher abzusehen, dass der Punkt kommen wird und Wir sind offen gesprochen davon überrascht, dass es doch so lange (ge)dauert (hat). Die Kosten eigentlich jedes Vereins, selbst der schlechteren Teams mit Gehalts- und vor allem auch Vertragsverlängerungskosten sind mit den geringen Einnahmen nicht annähernd gedeckt und die Schuldenaufnahmekapazität ist eben gedeckelt, dies um so mehr, wenn die Kaderwerte durch Alterung deutlich sinken. Daher ist man zu sportlich schmerzhaften Verkäufen gezwungen. Und ja, manchen wird das knüppelhart treffen! Faustregel: Je länger man damit zuwartet um so härter muss der Schnitt ausfallen. Wobei Wir schon noch anmerken wollen: Es wird eben nicht nur ein oder zwei Teams treffen, sondern (aus Unserer Warte als Spielleiter geschätzt) mindestens 4 oder 5 Teams, die in ähnlichem Umfang vorübergehend "abstürzen" werden. Keiner ist also alleine (so wie es ein Stück weit der werte Montesquieu ist, der der Musik im Moment komplett hinterherspielt, dafür Respekt an dieser Stelle, dass er dies klaglos tut).
Wir könnten einfach umsteuern und das System wirtschaftlich deutlich vereinfachen, es gibt aber zwei Gründe, weshalb Uns das schwer fällt:
1. Das System ist genau so intendiert, wie es wirkt. Vielleicht nicht ganz in der Schärfe (Wir haben nicht etwa Uns einen Plan zurechtgelegt und danach die Regeln gebastelt, sondern die Regeln haben Wir Pi mal Daumen ausbaldowert und erst dann Unseren persönlichen Vereinsplan geschmiedet (und bereits mehrfach angepasst/verändert)), aber im Grundsatz eben doch. Es soll so sein, dass es kein grenzenloses Wachstum gibt und es soll so sein, dass es schwer bis unmöglich ist, dauerhaft einen Spitzenkader zu unterhalten. Uns ging es dabei genau darum, den Spielspaß langfristig zu unterhalten: Zum einen kann niemand einen Startvorteil, den er durch (instinktive oder planerisch) richtig getroffene Anfangsentscheidungen hatte für immer behalten ("Bayern-München-Effekt") und zum anderen, mal ehrlich, macht das Sinn, wenn über kurz oder lang jedes Team der Liga aus 11 Spielern mit jeweils 10 SP besteht? Genau dahin ging es letzte Saison bei den besten 4 oder 5 Teams der Liga und Wir sind froh, dass das bereits jetzt rückläufig ist.
2. Es gibt und gab Teams, die bisher die Nachteile des Systems auf sich genommen haben und genau jetzt langsam die Früchte ihres bisherigen Tuns ernten würden. Da sind einmal die Cardinals, die Wir aber bewusst nur einmal und jetzt nicht mehr erwähnen wollen, denn um Uns geht es Uns dabei weniger (und zudem waren Wir auch bislang schon sportlich ziemlich erfolgreich, wenn auch nicht mit letztem Erfolg). Wir denken eher an den VAR, der sehr trübe gestartet ist und jetzt endlich ein Spitzenteam der Liga geformt hat (u.E.) oder auch den Haudanehm, der erst in der letzten Sommerpause umgesteuert hat und die Früchte noch nicht jetzt erntet, aber vermutlich nächste oder übernächste Saison. Demgegenüber standen Teams, die bislang nur die Sonnenseite kannten: Exemplarisch (er möge sich nicht an den Pranger gestellt fühlen) die Preussen: Bewusst hat der werte Preusse das Startbudget genutzt, um einen älteren, damit je SP billigeren und damit insgesamt stärkeren Startkader hinzustellen. Über die Mehrreinnahmen an TP durch den sportlichen Erfolg (na ja
Andererseits - und das ist Uns bewusst - das Ding soll Spaß machen und evtl. ist Unsere "Gnadenlosigkeit" in dieser Frage nicht gerade fördernd dafür.
Wir sehen Uns da wirklich in einer Zwickmühle/einem Dilemma und stehen der Lage gefühlt hilflos gegenüber. Die Problematik wurde zudem - da hat der werte Ammann in der Stammkneipe nicht unrecht - bereits mehrfach diskutiert und an sich immer (und da wähnten Wir Uns in der Meinungsmehrheit) zu Gunsten der im Wesentlichen unveränderten Fortführung entschieden.
Zudem vermuten Wir, dass das Grundproblem sogar tiefer liegt, nämlich in einem differierenden Verständnis davon, was hier genau Spaß macht/machen soll:
- Unser Ding ist tatsächlich die Management Komponente. Daher sehen Wir einen Mehrwert darin, dass die knackig schwer ist, es eine Herausforderung ist, den Verein dauerhaft erfolgreich zu führen und dazu auch die Regeln bis zum letzten auszunutzen.
- Wir kommen mehr und mehr darauf, dass das bei den wenigsten anderen der Fall ist. Bei einigen steht der sportliche Erfolg im Vordergrund.
- Bei anderen rein das Flachsen in der Kneipe (was ja auch Uns gefällt, so ist es nicht).
- etc. pp.
Wenn das so differiert, werden Wir nicht jeden zufriedenstellen und damit auch langfsitig "bei der Stange" halten können.
Was nun tun? Es gibt aus Unserer Sicht (ggf. bitte ergänzen) folgende Alternativen:
- Man beerdigt das Projekt in toto, wäre schade, aber vielleicht funktioniert es tatsächlich nicht dauerhaft.
- Man macht genau so weiter wie bisher, mit der Folge, dass es tatsächlich für den ein oder anderen vorübergehend etwas weniger Erfolg und Spaß geben wird und der ein oder andere dann vermutlich auch abspringt.
- Man macht weiter, modifiziert aber die Regeln dahingehend, dass es leichter wird, wirtschaftlich zu bestehen (das ein oder anderen fiele Uns da schon ein).
- Man macht mit unveränderten Regeln weiter, allerdings erhält jeder Verein (ob er es benötigt oder nicht) einmalig eine erhebliche Finanzspritze, um bisher begangene wirtschaftliche Fehler auszugleichen.
- Man macht die beiden zuletzt genannten Dinge kumulativ.
- Man startet (die werte Sappho hatte das angeregt und auch Wir hatten darüber schon nachgedacht) komplett neu (mit gleichen oder etwas angepassten Regeln). Jetzt weiß ja jeder wie der Hase läuft und wiederholt die gemachten Fehler vielleicht nicht wieder.
Jede dieser Lösungen hat Vorteile aber auch erhebliche Pferdefüße. Wir hätten einen Favoriten, benennen ihn aber absichtlich nicht, weil Wir tatsächlich diesmal der Meinung der Manager den Vorzug vor Unserer "Ordre per Mufti" als Spielleiter geben wollen. Wenn es also eine klare Mehrheit für eine Variante gibt, wird die umgesetzt, egal was Wir davon halten.
Da es diesmal nicht um irgendeinen Regelfirlefanz geht, sondern um das Große Ganze, wären Wir wirklich daran interessiert, dass möglichst jeder hier seinen Senf dazu gibt.