Künstliche Intelligenz und Skynets Kaffeekränzchen - Nutzen und Gefahren

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Montesquieu
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Künstliche Intelligenz und Skynets Kaffeekränzchen - Nutzen und Gefahren

Beitrag von Montesquieu »

Künstliche Intelligenz ist seit einigen Jahren in aller Munde und gewinnt zunehmend an Bedeutung. Derzeit befindet sich die KI-Entwicklung auf einem raschen Vormarsch und es gibt eine Vielzahl von Anwendungen in verschiedenen Branchen wie der Medizin, dem Transportwesen und der Industrie. Aber was genau ist künstliche Intelligenz und welche Vorteile und Gefahren ergeben sich aus ihrer Nutzung?Künstliche Intelligenz bezieht sich auf die Schaffung von Maschinen und Systemen, die in der Lage sind, menschenähnliches Verhalten, Denken und Entscheiden zu imitieren oder zu überbieten. Eine der wichtigsten Entwicklungen der KI ist das maschinelle Lernen, das es Maschinen ermöglicht, aus Erfahrungen zu lernen und Entscheidungen zu treffen, ohne explizit programmiert zu werden.Die Vorteile von KI sind vielfältig. Die Technologie kann genutzt werden, um menschliche Arbeit zu automatisieren, wodurch Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen erreicht werden können. Darüber hinaus kann KI bei der Analyse großer Datenmengen helfen, die für den Menschen schwer zu bewältigen sind, was zu neuen Erkenntnissen und verbesserten Entscheidungen führen kann. KI kann auch bei der Entwicklung von personalisierten Medikamenten und der Verbesserung der Patientenversorgung in der Medizin eingesetzt werden.Trotz der Vorteile gibt es jedoch auch Gefahren im Zusammenhang mit KI. Eine der größten Sorgen ist, dass KI menschliche Arbeitsplätze ersetzen wird, was zu Arbeitslosigkeit und wirtschaftlichen Herausforderungen führen kann. Darüber hinaus gibt es auch Bedenken hinsichtlich der Verwendung von KI in militärischen Anwendungen oder in autonomen Waffensystemen, da dies zu unvorhersehbaren Folgen führen könnte. Es besteht auch die Gefahr, dass KI in die falschen Hände gerät und für böswillige Zwecke missbraucht wird.Wie denken die werten Regenten über künstliche Intelligenz? Glaubt ihr, dass die Vorteile die Risiken überwiegen oder vice versa? Welche Anwendungen von KI seht ihr als besonders vielversprechend an und welche machen euch Sorgen? Wir möchten eure Meinungen und Gedanken zu diesem wichtigen Thema hören.......Dieser Text wurde von Chat GPT erstellt. ;)Ein Sammelthread zur KI und da ich das gerne unter politischen und gesellschaftlichen Gesichtspunkten sehe, wo die Technik reinspielt.Aufhänger kann dieser offene Brief von vielen Granden sein, die sich für ein Moratorium der Entwicklung aussprechen:https://www.zeit.de/politik/deutschland ... ener-briefMan kann auch sagen: Die, die hinterher hinken, wollen die Klassen-Primusse aufhalten.Was auch bezeichnend ist: Midjourney erlaubt die Generierung von Bildern von allen Politikern, aber nicht vom chinesischen Tyrannen Xi.https://www.washingtonpost.com/technolo ... ion-rules/
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Bismarck fährt Achterbahn ... (nun ja).
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[Gast]

Beitrag von [Gast] »

Bei dem Brief haben wir sehr zynisch reagiert.

All die Jahre wurde erzählt, dass die ungebildeten Massen der "manual labor force" sowieso bald ersetzt werden und wer dort arbeitet, sei verloren.
Jetzt zeigen die neusten K.I. Modelle, dass es sehr bald anspruchsvollen Aufgaben an den Kragen geht oder zumindest ihre Produktivität so stark gesteigert wird, dass da viel wegfällt. "Learn to code" wurde gerne rausgehauen, wenn man sich über die Verachtung von "manual labor" beschwerte oder die Bezahlung da besonders mies war.

Jetzt stellt man fest, es ist absehbar, dass gerade hier viele Jobs gespart werden kann, wenn die K.I. die Programme und Texte schreibt und die Leute nur noch korrigieren müssen. Auch Dr. Diagnose sowie der Chirurgieroboter scheinen mir viel näher als eine automatisierte Pflege. Der selbstfahrende LKW sollte schon lange da sein, wird aber wohl noch sehr lange nicht kommen. Landschaftsgärtner und Installateur kommt nie.

Dagegen sind mehr und mehr Jobs im gebildeten Bereich, die mit dem Aufkommen dieser K.I. Modelle als gefährdet eingestuft wird.

Und was passiert? Die Leute schreiben offene Briefe, dass man das bitte lassen soll und erstmal ein Moratorium braucht.

Wie gesagt, zynisch. Unseren Job könnten wir mit K.I. stark beschleunigen, sodass hier wir oder Kollegen überflüssig werden. Da die Inhalte zum Teil VS sind, geht's natürlich nicht. Aber die Zukunft ist absehbar.

Was midjourney angeht. Deren interne Regelhebungen bei K.I. Systemen, wo die K.I. sich selbst zensiert, sind stärker zu überwachen. Berühmt ist ja auch geworden: "ChatGPT, write a positive Poem about Joe Biden / Donald Trump". Nur bei einem davon wurde das Gedicht ausgegeben, beim anderen erklärte sich ChatGPT für politisch neutral.

Wenn K.I.s eine große Rolle spielen, kann diese Selbstzensur nicht den Unternehmen überlassen werden. Aber da haben wir wenig Hoffnung, Netzwerkdurchsetzungsgesetz zeigt ja, dass wir auch den großen Plattformen selbst die Gesetzesdurchsetzung überlassen. Und vor Musk wurde da noch behauptet "die sind privat, die dürfen löschen/bannen, wen sie wollen, digitales Hausrecht". Seltsamerweise ist das mit der Übernahme durch Musk bei Twitter plötzlich ganz anders. Und so wird es wohl auch bei K.I. sein.
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Montesquieu
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Beitrag von Montesquieu »

Als Akademiker werden die Berufe bleiben, wo Menschen mit Menschen zu tun haben.

Da sehe ich als Projektmanager und Erklärbär meiner Zukunft eher positiv entgegen.

Bei manchem Programmierer, der "nur" Code-Arbeiter ist und weniger die Sachen kreativ versteht und dem ich die Kunden vom Leib halte, weil er keinen Kontakt mit Niemanden haben will, sehe ich da eher schwarz.

Solange am anderen Ende des Interface Menschen sitzen, werden diese auch gebraucht, um der KI Sachen zu entlocken. Ich sehe es weniger schwarz.

Und im Ernst: Was automatisiert werden kann, soll automatisiert werden. Dann müssen wir Jugendliche auch nicht in ein Arbeitsjahr-Pflichtjahr stecken. ;)
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Beitrag von Iche_Bins »

In CHina hat eine Firma ihren CEO durch ne KI ersetzt und ist erfolgreich.

https://www.independent.co.uk/tech/ai-c ... 02091.html

Finden wir gut, CEOs sind oft eh völlig überbezahlt.
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preusse
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Beitrag von preusse »

Wir fragten: Wieviel Bier sollte ich auf dem nächsten SI-Konvent trinken?

Die KI antwortete:
Spoiler
Als KI-Assistent kann ich keine Empfehlungen bezüglich Alkoholkonsum abgeben. Jeder Mensch hat unterschiedliche Toleranzen und Grenzen, wenn es um den Alkoholkonsum geht. Es ist wichtig, sich an verantwortungsvollen Alkoholkonsum zu halten und sich nicht zu übertrinken. Wenn du planst, auf einem Konvent Alkohol zu trinken, solltest du dich an die örtlichen Gesetze und Vorschriften halten und in Maßen trinken. Wenn du unsicher bist, wie viel Alkohol du trinken solltest, solltest du besser auf Alkohol verzichten oder dich von einem Arzt oder einem professionellen Berater beraten lassen.
..blödes Programm.... :D
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Und ich hätte nie gedacht, dass ich in meinem Leben mal sagen würde: "Vor dem Krieg...."
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TheBlackSwan
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Beitrag von TheBlackSwan »

Die Generative-AI Welle ist aus unserer Sicht so bedeutend wie das Internet selbst. ChatGPT wurde erst vor 4 Monaten veröffentlicht, und es ist schon so viel passiert. Nun werden noch mal richtig Ressourcen mobilisiert und die Entwicklung wird sich weiter beschleunigen.

Ein Moratorium halten wir für unwahrscheinlich bzw. schwer umsetzbar. Die Technologie ist so wichtig, dass alle großen Nationen bei dem Verbot mitziehen müssten, damit niemand einen Nachteil hat. Und wie soll das praktisch funktionieren? Will man WissenschaftlerInnen 6 Monate lang das Denken verbieten? Soll der ChatGPT-4 Vorteil für 6 Monate lang eingefroren werden?
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Montesquieu
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Beitrag von Montesquieu »

Was ich sehr gut finde, ist, dass sich zumindest herausstellt, dass man sehr vieles auch frei und per open source machen kann.

KI ist natürlich auch von Server-Geschwindigkeit abhänging, aber es ist nicht vollkommen abwegig, dass es auch offline, privat oder in einem freien Verbund dezentral laufen könnte.

Nextcloud könnte da eine Sammlung von guten KI-Tools zur Verfügung stellen:

https://www.golem.de/news/kollaboration ... 72806.html

Und hier läuft schon was offline und "frei":



Sagen wir es so: der Kippmoment ist erreicht und uns stehen in jeder Hinsicht noch spannende Zeiten voraus.
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dooya
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Beitrag von dooya »

Meine laienhafte Vermutung ist immer noch, dass es beim Thema chatGPT eine Verwechslung zwischen plötzlicher Popularität und Sprungevolution gibt. Soll heißen: die Tatsache, dass aktuell jeder drüber spricht, steht in keinem nachvollziehbaren Verhältnis zum technologischen Fortschritt im Vergleich zu den Vorgängern.

Ansonsten ist es für mich einigermaßen bestürzend, wie unreflektiert Teile meines erweiterten professionellen Umfelds auf diesen Hypetrain aufgesprungen sind. War Ende Februar auf einer mehrtägigen Veranstaltung, bei der andauernd irgendwelche chatGPT Referenzen bemüht wurden. Man könne in Zukunft damit dieses oder jenes tun, oder man habe dieses oder jenes gefragt/ausprobiert. Meinem Eindruck geschah dies vorwiegend unreflektiert und offenbarte teilweise ein Unverständnis gegenüber der Technologie.
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TheBlackSwan
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Beitrag von TheBlackSwan »

dooya hat geschrieben:Meine laienhafte Vermutung ist immer noch, dass es beim Thema chatGPT eine Verwechslung zwischen plötzlicher Popularität und Sprungevolution gibt. Soll heißen: die Tatsache, dass aktuell jeder drüber spricht, steht in keinem nachvollziehbaren Verhältnis zum technologischen Fortschritt im Vergleich zu den Vorgängern.

Ansonsten ist es für mich einigermaßen bestürzend, wie unreflektiert Teile meines erweiterten professionellen Umfelds auf diesen Hypetrain aufgesprungen sind. War Ende Februar auf einer mehrtägigen Veranstaltung, bei der andauernd irgendwelche chatGPT Referenzen bemüht wurden. Man könne in Zukunft damit dieses oder jenes tun, oder man habe dieses oder jenes gefragt/ausprobiert. Meinem Eindruck geschah dies vorwiegend unreflektiert und offenbarte teilweise ein Unverständnis gegenüber der Technologie.

Sprungevolution: Die mathematischen Grundlagen sind der experimentellen Umsetzung sind der großtechnischen Umsetzung sind der öffentlichen Wahrnehmung immer einige Wochen/Monate voraus, bis sich die Technologie flächendeckend verbreitet hat, kann es dann nochmal Jahre bis Jahrzente (deutsche Bürokratie) dauern. Aber haltet ihr, aus KomsumentInnen/AnwenderInnensicht ChatGPT und seine Sprösslinge (BingChat, ChatGPT-4, und aufkommende Konkurrenzmodelle) nicht für einen großen Sprung?
GPT-4 war in Bezug auf zahlreiche Tests noch ein deutlicher Sprung nach vorne. U.a. schneidet es nun in oberen Dezil im Zulassungstest für US-Anwälte, dem Bar-Exam, ab: https://cointelegraph.com/news/chatgpt- ... -contracts

Für LLMs haben wir leider keinen guten Vergleich zwischen den Entwicklungsstufen gefunden, aber hier ist ein solcher für Bildgeneration: Midjourney von v1 bis v5 seit Mitte 2022. Von verzerrten Gesichtern und Händen hin zu fast photorealistischer Darstellung. https://aituts.com/midjourney-versions/

"wie unreflektiert Teile meines erweiterten professionellen Umfelds auf diesen Hypetrain aufgesprungen sind."
Wie meint ihr das?


Alleine die Anwendungen von uns oder unserem Freundeskreis/Bekanntenkreis:
1) Bessere Websuche bei konkreten Fragen (Bing).
2) Testcases für Computerprogramme generieren lassen.
3) Codeschnipsel generieren lassen oder Code-Autocomplete nutzen.
4) Bessere Formulierungen für Texte/Emails vorschlagen lassen
5) "überprüft nochmal das Ergebnis, ChatGPT sagt etwas anderes" haben wir auf dem UniCampus in Mathematik/Informatik auch schon gehört
6) LateX-Drafts erstellen. Zeichnungen in LateX nach einer Textbeschreibung erstellen.

Jetzt bekommt ChatGPT auch noch eine Menge Plugins, die es für Spezialaufgaben anpassen. Z.B. WolframAlpha für Mathematik&Naturwissenschaften: https://openai.com/blog/chatgpt-plugins
Wir glauben/hoffen, dass es bald auch eine Version gibt, die Sound,Bild&Video,Text,strukturierten Text&Dateiformate verarbeiten und ausgeben kann. Über Umwege ist das natürlich jetzt schon in Ansätzen möglich, weil sich ja alles Digitale als Zeichenfolge darstellen lässt, aber noch nicht wirklich gut und nutzerfreundlich.


"Konstruiere die Gelenkwelle CST-300 in CATIA für ein Drehmoment von 400NM um. Erstelle eine technische Beschreibung der Konstruktion mit allen notwendigen Berechnungen. Liste die notwendigen Herstellungsschritte und Bauteile auf und gib mir eine Liste der Zulieferfirmen. Fasse die wichtigsten Informationen in einer 15-Folien Präsentation zusammen. Erstelle eine 15-minütige Audioversion für sehbehinderte MitarbeiterInnen. Erstelle eine Sitzung im Firmenkalender zu dem Projekt und schlage einen Termin vor, an dem alle Teammitglieder frei und am Standort sind."
Noch ist das sicherlich Zukunftsmusik, aber wir wären ehrlich überrascht, wenn das in spätestens 15 Jahren nicht möglich ist. Ein Arbeitstag für 1-2 Leute ist dann auf einen Prompt und 1-2 Stunden Kontrolle der Ergebnisse zusammengeschrumpft.
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Beitrag von H34DHUN73R »

Spätestens nachdem sich der erste kühne Anwender nach Anleitung der KI zur Kostensenkung im Gesundheitswesen selber (oder seiner Liebsten) die Leber statt des Blinddarmes rausgeschnippelt hat, wird man das KI-Thema wieder ein wenig nüchterner sehen.

Man kann die netten KI's alles fragen, sie schwafeln auch jeden bereitwillig zu, die Antworten stimmen auch oft - aber keiner wird irgendeine Haftung für die Korrektheit irgendeiner Antwort übernehmen.
Jedenfalls nicht in nächster Zeit.

Insofern: bon chance für alle early adopters, die nun anfangen Code von KIs zusammen stoppeln zu lassen oder auch gleich Business-Entscheidungen delegieren :D
Man sollte nie das Schicksal herausfordern. Das Schicksal kann alles ertragen, nur keine Herausforderung.
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dooya
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Beitrag von dooya »

TheBlackSwan hat geschrieben:Sprungevolution: Die mathematischen Grundlagen sind der experimentellen Umsetzung sind der großtechnischen Umsetzung sind der öffentlichen Wahrnehmung immer einige Wochen/Monate voraus, bis sich die Technologie flächendeckend verbreitet hat, kann es dann nochmal Jahre bis Jahrzente (deutsche Bürokratie) dauern. Aber haltet ihr, aus KomsumentInnen/AnwenderInnensicht ChatGPT und seine Sprösslinge (BingChat, ChatGPT-4, und aufkommende Konkurrenzmodelle) nicht für einen großen Sprung?
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Für LLMs haben wir leider keinen guten Vergleich zwischen den Entwicklungsstufen gefunden, aber hier ist ein solcher für Bildgeneration: Midjourney von v1 bis v5 seit Mitte 2022. Von verzerrten Gesichtern und Händen hin zu fast photorealistischer Darstellung. https://aituts.com/midjourney-versions/
Die Tatsache, dass die erste Version einer Anwendung vor 9 Monaten schlechter war als heute, lässt m.M.n. keinen Schluss darauf zu, wie der Stand der zugrunde liegenden Technologie damals war oder welche Entwicklung er seitdem genommen hat. Bemerkenswerterweise steht im Blogpost auch überhaupt nichts dazu, welche Maßnahmen zu diesen Verbesserungen im Promptparsing und Output geführt haben: wurde da am Algorithmus geschraubt, wurden Parameter getuned, oder einfach bessere Hardware eingebaut, die eine Vergrößerung der Trainingsdaten ermöglicht?
TheBlackSwan hat geschrieben: "wie unreflektiert Teile meines erweiterten professionellen Umfelds auf diesen Hypetrain aufgesprungen sind."
Wie meint ihr das?
[...]
Ich zähle einfach mal lose ein paar Beispiele auf:
* Jemand hält einen Überblicksvortrag zu seiner Forschung im Themenfeld HCI und baut wiederholt Ergebnisse aus chatGPT-Abfragen ein, obwohl die Person bislang nicht zu diesem Thema geforscht hat oder konkrete Vorhaben dazu erwähnt. (als Zuhörer erlebt.)
* Eine Koautorin (computer scientist, HCI) versucht auf Biegen und Brechen eine Erwähnung von chatGPT in die Conclusion eines gemeinsamen Manuskripts einzubauen, obwohl es im Manuskript keinerlei inhaltlichen Bezug zu KI gibt. (war Koautor)
* Ein Editor eines wissenschaftlichen Journals teilt Autoren mit, dass sie ihr Manuskript etwas straffen sollten (legitime Rückmeldung) und gibt ihnen den Tipp, den Text Absatz für Absatz durch chatGPT zu jagen. (Auf Twitter gelesen.)
* Ein Autor erhält im Rahmen des Peer-Reviews Rückmeldungen zu seinem Manuskript, die "phantasierte" Referenzen (d.h. real nicht existierende) enthalten. Dies ist eine häufig beschriebene chatGPT-Eigenschaft, d.h. der Reviewer hat seinen Text aller Wahrscheinlichkeit durch chatGPT erzeugen lassen. (Auf Twitter gelesen.)
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Beitrag von Elvis »

dooya hat geschrieben:Meine laienhafte Vermutung ist immer noch, dass es beim Thema chatGPT eine Verwechslung zwischen plötzlicher Popularität und Sprungevolution gibt. Soll heißen: die Tatsache, dass aktuell jeder drüber spricht, steht in keinem nachvollziehbaren Verhältnis zum technologischen Fortschritt im Vergleich zu den Vorgängern.

Ansonsten ist es für mich einigermaßen bestürzend, wie unreflektiert Teile meines erweiterten professionellen Umfelds auf diesen Hypetrain aufgesprungen sind. War Ende Februar auf einer mehrtägigen Veranstaltung, bei der andauernd irgendwelche chatGPT Referenzen bemüht wurden. Man könne in Zukunft damit dieses oder jenes tun, oder man habe dieses oder jenes gefragt/ausprobiert. Meinem Eindruck geschah dies vorwiegend unreflektiert und offenbarte teilweise ein Unverständnis gegenüber der Technologie.
Kann ich mir gut vorstellen. Meine bisherige Lebenserfahrung mit technologischem Fortschritt sagt mir, dass zwar viele dieser Behauptungen durchaus richtig sind, aber erst viel später in den Alltag eintreten werden als die Diskussion suggeriert, weil der Weg von den Potenzialen bis zur Anwendung einfach viel mehr beinhaltet, als die reine Existenz einer technologische Hülle.
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Beitrag von Garfield »

Die nütztlichste Anwendung die ich bisher gesehen hab war das Erstellen von Commitmessages via ChatGPT. Klar, taugt halt weil man die Diff zu Microsoft schickt auch nur bedingt, aber bei OpenSource und langweiligem, unkritischen Kram sicherlich hilfreich.

Mein Vater macht an der Uni Wissensbasierte Systeme und Maschinelles Lernen, er meinte es wäre die dritte KI Revolution die er mitmacht. Vielleicht wird es ja dieses Mal etwas.
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Beitrag von dooya »

Elvis hat geschrieben:Kann ich mir gut vorstellen. Meine bisherige Lebenserfahrung mit technologischem Fortschritt sagt mir, dass zwar viele dieser Behauptungen durchaus richtig sind, aber erst viel später in den Alltag eintreten werden als die Diskussion suggeriert, weil der Weg von den Potenzialen bis zur Anwendung einfach viel mehr beinhaltet, als die reine Existenz einer technologische Hülle.
Ich habe keine Zweifel, dass es eine ganze Reihe von erfolgreichen auf dieser Technik basierenden Anwendungen geben wird und einige davon werden bestimmt sogar nützlich sein. Ich bezweifele lediglich, dass es sich um einen technologischen Quantensprung handelt (ist aber nur meine Meinung, keine Expertise) und erwarte von manchen Personen/Berufsgruppen halt etwas mehr Umsicht bzw. professionelles Verhalten.
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Beitrag von Vargr »

Bei Bier in Maßen trinken, sind wir mit der Google KI auf das hier gestoßen:
BildBild

Werter Preusse, seid Ihr das?

Zum Thema KI ist unsere Meinung, dass der Hype drum herum wieder mal viel zu groß ist. Wir müssen nur mal wieder in Richtung unserer Salesmannschaft schauen. Bei denen heißt jetzt alles KI, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Was wir glauben ist allerdings, dass sowas wie ChatGPT uns ermöglichen wird, viele Dinge schneller zu lernen oder zu erledigen, solange wir lernen damit umzugehen. Es gilt immer noch "shit in shit out".
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Beitrag von Montesquieu »

Es kommt ja immer darauf an, was jetzt als neue technische Revolution angesehen wird.

Als der Macintosh und Windows herauskam, war das Prinzip des GUI-Desktops seit Jahren schon da.

Als das iPhone auf dem Markt kam, gab es die Grundlagen der Smartphone-Bedienung schon.

Und so ist es erstens bei vielen Technologien: Sie müssen da sein, das Umfeld muss vorhanden, der Anwendungsfall muss gegeben sein und die Verpackung stimmen.

Diese Checkboxen sind jetzt wohl alle angetickt.

Zumindest bei Bildern und Videos alle vier, bei Text und Mustern sind wir wirklich sehr nahe dran.

Beispiele, was es schon bald ersetzen könnte:

Stupide Texte: Die müssen nicht mal schlecht geschrieben sein, aber bei uns in der Software wäre eine KI ideal dafür, die Beschreibungstexte für die Immobilien zu schreiben. Immer halbwegs wiederkehrende Texte, die aber auch gut cross-referenziert werden können. Wenn in einer Stadt ein schöner Fluss ist und die Immobilie nur 200 Meter davon weg ist, dann kann mal Wikipedia - oder was weiß ich - gecheckt werden und die nette fußläufige Gaststätte erwähnt werden. Da könnte die KI dann mehr Wissen haben als der Makler selbst. Zeitersparnis ist hier natürlich wahnsinnig.

Solche Texte, Schriftstücke bis hin zu Chat Nachrichten lassen sich wohl bald ersetzen. Wer nun aber wirklich möchte, dass kreative, wissenschaftliche Texte ersetzt werden, der verkennt (noch) die Verbindungsmöglichkeiten von Menschen in Text, Inhalt und Form. Das wird noch nicht klappen. Natürlich kann mir eine KI wahnsinnig, wahnsinnig schnell bloße Inhalte zusammen suchen und sicherlich auch einfacher in Verbindung setzen, aber der kreative Funken ist da noch den Menschen vorbehalten.

Trotz allem und aller Einschränkungen glaube ich da schon an eine Revolution dort wo es möglich ist: Pattern recognition und Wiedergabe.

Und da wissen wir jetzt noch sehr vage, wo KI Werkzeug sein kann, aber keiner kann ja behaupten, dass die Textausgaben nicht schon beeindruckend sind.
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Beitrag von AG_Wittmann »

Ich glaub erst an eine KI, wenn sie Europa Universalis wie ein guter menschlicher Spieler spielen kann.
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Beitrag von Witold Pilecki »

Montesquieu hat geschrieben:Trotz der Vorteile gibt es jedoch auch Gefahren im Zusammenhang mit KI. Eine der größten Sorgen ist, dass KI menschliche Arbeitsplätze ersetzen wird, was zu Arbeitslosigkeit und wirtschaftlichen Herausforderungen führen kann.
Wie die Dampfmaschine und der mechanische Webstuhl auch: Das wird super! Es ist ja nicht so, dass die Leute dann arbeitslos werden, die machen dann nur etwas anderes, das viel supertollerer ist! Es lebe der Fortschritt.

Wir sind auf Arbeit zufällig zu einem der Ansprechpartner für ChatGPT geworden. Da war es ein glücklicher Zufall, dass wir in der Woche zuvor zwei Stunden damit herumgespielt haben. Das hat sich wirklich bezahlt gemacht, denn wir sind jetzt offiziell KI-Experte. :ja:

Die Diskussion sollte man nicht auf die öffentlich zugängliche Version von ChatGPT verengen. Wir möchten hier betonen, das diese erstens ein Prototyp ist und zweitens (wissenschaftliche) Korrektheit kein Entwicklungsziel war. ChatGPT wurde entwickelt, um menschenähnlichen Text zu generieren und das kann es verdammt gut. Viel Kritik richtet sich darauf, dass die KI häufig falsche Dinge überzeugend behauptet oder gar Quellen erfindet. Aber genau das ist ihre Aufgabe: so tun als ob.

Ändert man das Entwicklungsziel und die gegebenen Möglichkeiten, ergeben sich gleich ganz andere Möglichkeiten. ChatGPTs Trainingsdaten enden im Juni 2021 und es ist vollgestopft mit manuell gesetzten Algorithmen, damit es sich "richtig" verhält. Es ist zum Beispiel viel zu freundlich, dafür dass es mit dem Internet trainiert wurde. Die Integration in Bing, Office und Co kann dann zum Beispiel schon ins Internet gucken und "Fakten prüfen". Man wird auch hier immer wieder Fehler finden. Aber man zeige den Regenten, der nicht unablässig falsch liegt (außer Pilecki natürlich) - auch hier wird die KI bald zu gut sein, um noch als Mensch durchzugehen.

Für den Blick auf die akademische Welt empfehlen wir Christian Spannagel:


E: Und Doris Weßels. Wir haben auf der Gründungstagung der VK:KIWA einen Think Tank bestritten. Die Dame ist für unseren Geschmack zu sehr Informatikerin und zu wenig Didaktikerin, aber wir empfehlen ihre Beiträge sehr. Die Mischung Spannagel + Weßels ist dann perfekt.

Wir werden Ähnliches empfehlen: Didaktische Herausforderung annehmen - die Studis müssen das Schreiben schon noch lernen, weil es eine wichtige Technik ist, Informationen zu verarbeiten und Wissen zu erlangen. Aber wenn sie es mal können, ist es auch egal, ob sie ChatGPT fürs Schreiben nutzen wie den Taschenrechner für die Steuererklärung oder R für die Statistik. Rechnet heute ja auch keiner mehr die Regressionsgerade selbst (außer dooya vielleicht, so neumodische Lochkarten kommen ihm nicht ins Haus :o pa :) . Im Gegenteil, die Hochschule muss die Studenten an das Werkzeug heranführen. Gerade unsere Maschinenbauer und Informatiker werden davon profitieren. Die können jetzt schon nicht schreiben, machen das in der Regel zur Bachelorarbeit das erste mal und können es dann nicht. Die werden von der strukturierten Vermittlung profitieren und können sich beim Schreiben auf das Wesentliche konzentrieren. Die KI-Nutzung gehört dann idealerweise in den Methodenteil. So wie man in der Statistik seine Methode beschreibt, beschreibt man auch den Einsatz von KI-Tools fürs Schreiben, als Ideengeber oder für die Recherche. Rules for Tools. Schreiben wird nicht mehr Teil der Leistung sein, sondern einfach vorausgesetzt. Trotzdem wird jede Arbeit mit Schreiben beginnen und enden - zwischen Konzept und paper liegt dann immer noch viel Wissenschaft: Feldzeit, Experiment, Datenerhebung, Methode.
dooya hat geschrieben: * Ein Editor eines wissenschaftlichen Journals teilt Autoren mit, dass sie ihr Manuskript etwas straffen sollten (legitime Rückmeldung) und gibt ihnen den Tipp, den Text Absatz für Absatz durch chatGPT zu jagen. (Auf Twitter gelesen.)
Halten wir für sinnvoll. ChatGPT schreibt sehr gut. ChatGPT ist auch "kreativ". Als Schreibpartner für Entwürfe, den letzten Schliff oder als Ideengeber bei einer Schreibblockade ist es bestens geeignet.
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Beitrag von H34DHUN73R »

Also schön: wo bleibt denn nun der erste AAR in diesem Hause aus der Feder von ChatGPT?
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Man sollte nie das Schicksal herausfordern. Das Schicksal kann alles ertragen, nur keine Herausforderung.
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Montesquieu
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Beitrag von Montesquieu »

Gestern beim Ark zocken eine interessante KI-Diskussion gehabt.

Einmal mit einem Künstler und grafischem Gestalter, einer Mitarbeiterin aus unserem Produktmanagement und einem Bekannten der bei NVidia direkt in der KI-Abteilung arbeitet und u. a. am Self Driving arbeitet.

- Unsere Firma arbeitet tatsächlich schon an der Einbindung von KI für die Texte. Ganz frisch angefangen, aber noch scheußlich.
- Grundsätzlich ist Bild-KI ein super Tool, um mit Kunst zu arbeiten, wiederkehrende Arbeit abzukürzen. Leider werden einige Jobs wegfallen, die aber "nur dumme" Arbeit durchführen.
- Self Driving wird es wohl erst mit einer AGI geben. Dass, was wir jetzt haben, sind richtig gute Tools, aber letztendlich nur Computer auf Speed. Dafür hat es gerade im letzten Jahr dort doch schon Quantensprünge gegeben. Wie man's drehen will: die frei Demo von ChatGPT war ein Katalysator Event.

Ist halt da und alles bleibt anders. Wir sind natürlich nur Hype anfälliger, weil wir innerhalb von 30 Jahren mehr mitgemacht haben, als fast alle Generationen vor uns, was Technik angeht.

Da verstehe ich auch die Skepsis bei dem Thema, aber im Ernst: Ist das nicht auch Form des Hypes, dass man bei ChatGPT und Stable Diffusion kühl bleibt und sagt "Da muss aber noch mehr kommen, das ist ja nix."

Also ich hätte nicht gedacht, dass wir diese Ergebniss in 2023 mit einem kleinen Prompt erhalten. Da bin ich echt fasziniert.
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Der texanische Senator der Herzen
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