Montesquieu hat geschrieben:Jetzt mal Doofi in Großfinanzdingen:
Kann man die Anleihen denn so einfach veräußern?
Sind die nicht festgeschrieben?
Und wenn ich eine 100 € Anleihe für 98 € verkaufe, dann wechselt doch nur der Besitzer, die Anleihe läuft doch "normal" weiter? Dürfte das der Bank dann nicht egal sein ob jetzt Elvis oder Ioelet auf 0%-Anleihen sitzen?
Klar, im Verhältnis zum neuen möglichen sinkt ja der Wert ganz extrem, aber ohne ein exit, wo die Bank dann Anleger auszahlen müsste, sehe ich gerade nicht, wie das der Bank schadet.
Klar, irgendwie wird das schon so sein.
Oder ist das unter Punkt 3 von Witold abgehandelt: Banken haben miese Anlagen in 0%-Zeiten gemacht und dadurch Verluste gemacht und können nichts mehr geben, da sie nix haben?
Anleihen sind Wertpapiere, die genau wie Aktien börsentäglich gehandelt werden können.
Allerdings muss schon ein regelmäßiger Handel stattfinden, damit sich auch aussagekräftige Kurse bilden.
Das ist bei Staatsanleihen aber auch in der Regel der Fall. Bei Anleihen von Bundesländern und Kommunen, kann es aber durchaus schwierig werden zu jeder Zeit einen angemessenen Kurs zu bekomme.
Die Bank erleidet in ihren Büchern nicht nur Verlust, wenn sie die Anleihen verkauft, sondern der Wert der Anleihe muss zum jeweiligen Marktwert bilanziert werden. Also dem Börsenkurs. Und der fällt bei Anleihen eben, wenn die Zinsen steigen.
Das die Bank diesen Verlust einfach aussitzen könnte, indem sie die Anleihe bis zur Fälligkeit hält, hilft ihr in der Bilanz nicht. Ihren Verbindlichkeiten stehen in der Momentaufnahme dann ggf. einfach nicht genügend Werte gegenüber und damit ist man insolvent. Das wäre auch dann der Fall, selbst wenn die Bank vollkommen liquide ist.