Geschlecht und Verdienst/Prämien im Sport

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Montesquieu
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Ajax hat geschrieben:Klar ist das Killefitz (was ist das eigentlich) :D . Dann also doch getrennte Ligen und damit eben auch getrennte Gehälter. Frauen sollten lieber da Gleichberechtigung fordern, wo eine Gleichberechtigung auch Sinn machen würde. Da wo Frauen schlechter bezahlt sind aber eben auch die selbe Leistung wie ihre männlichne Kollegen bringen z.B. Kochen oder so. Es gibt ja umgekehrt auch Sportarten, in denen Frauen besser sind als Männer, z.B Dressurreiten, Militaryreiten. Da haben Frauen wegen ihrem leichteren Körper und ihrer Einfühlsamkeit Vorteile gegenüber den Männern. Fordern da die schlechteren Männer etwa gleiche Prämien oder gar ein Quote? Manche Dinge (Unterschiede), die die Natur gemacht hat, sollte man einfach akzeptieren lernen.
Noch einmal nachgefragt:

Wird irgendwo überhaupt ernsthaft eine Gleichstellung auf Vereinsebene gefordert?

Dass Nationalmannschaften das gleiche Verdienen und den gleichen Zugriff auf Trainingsgelegenheiten, Nachwuchsförderung etc. von DFB-Seite aus haben, sehe ich im Sinne der Gleichberechtigung und eines modernen Landes als ein "Luxus" an, den wir uns ohne Probleme leisten sollten. Auch wenn Popp-Trikots 30 x weniger verkauft werden, als von Goretzka,
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Beitrag von dooya »

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Witold Pilecki hat geschrieben:Brauchte denn der Herrenfußball eine äußere Intervention, um sich zu professionalisieren (also hauptberuflich betrieben zu werden)? Wir erinnern uns, dass die frühen Fußballgrößen (deren Namen wir nicht kennen :D ) nebenberuflich bzw. später hauptberuflich in der Gehaltsklasse normaler Handwerksberufe spielten und sich die Megagehälter erst nach und nach entwickelten. Worauf wir hinaus wollen: Ist es ein Henne-Ei-Problem oder ein innere Dynamik, die eben existiert oder nicht (aus welchen Gründen auch immer, siehe zum Beispiel das Nischendasein deutlich aufregender [gefährlich, sexualisiert] Sportarten wie Rugby, MMA oder Beach-Volleyball).
Es gab eine äußere Intervention, die die Professionalisierung des Frauenfußballs in Deutschland aktiv unterband: Frauenfußball-Verbot in Vereinen durch den DFB ab Mitte der 1950er Jahre

Davon abgesehen muss man natürlich auch hier auf die gesellschaftliche Rolle der Frau und den daraus resultierenden Verhaltensregeln in der Vergangenheit achten. Wäre sicher mal interessant zu schauen, ob in Sportarten, die schon sehr viel früher als "schicklich" galten (Tennis?), die geschlechtsbezogene Attraktivitätslücke mglw. kleiner ist.
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Witold Pilecki hat geschrieben:Diese Art der Argumentation hatte der werte Kardinalinfant kürzlich gerügt. Wir finden das Argument des werten Ajax nicht schlecht genug, um es einfach so beiseite zu wischen. Angenommen es kommt die gleiche Bezahlung. Mit welchem Argument hält man die Spieler des FC Teltow aus den politisch geschaffenen Fleischtöpfen der Frauennationalmanschaft raus? Etwa wegen des Geschlechts? Dann hätte man ja nur eine vermeintliche Diskriminierung durch eine handfeste ersetzt. So wie in der SPD mit ihrer Quote für Parteiämter halt auch.
Wie geht man damit um, wenn ein Spieler des FC Teltow erklärt, seine Geschlechtsidentität ist von nun an trans_Frau? Gab doch bei den Grünen mal so einen Fall.
Und im Gegenzug finde ich das jetzt nur "intellektuell konstruiert" genauso wie Ajax zugegeben hat, dass es kein Argument war, sondern nur rethorisch reinhauen sollte. Also war ich mit dem Killefitz genau richtig. :ja:

Nein, Frauen und Männer trennt nun einmal die körperliche Leistung im Sport. So isses in dem Fall halt mit x und y Chromosomen. Wenn man allerdings wirklich herausfinden kann, dass eine Transfrau nach Transistion weniger Testosteron hat und auf dem Leistungsniveau von normalen Frauen ist, soll sie bei denen mitmachen. Ansonsten halt nicht.

Der Vergleich mit den Parteiämtern zieht nicht, nur wenn ihr sagt: Frauen haben weniger geistige Leistungsfähigkeit.

Und noch einmal: Wann und wie und wo soll die gleiche Bezahlung kommen? Leute, jetzt vermischt doch nicht immer Sachen, die nicht vermischt gehören.
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Cyrano hat geschrieben:Wir denken dabei vor allem an die finanzielle Förderung der Sport-Dachverbände. Der professionelle (Männer-)Fußball hat diese in der Regel nicht nötig, da handelt es schließlich um ein Milliardengeschäft. Bei anderen Sportarten sieht das wohl teilweise anders aus. Da sollte dann die höhe der jeweiligen Förderung davon abhängig sein, wie der jeweilige Verband und die Vereine arbeiten (unabhängig vom Geschlecht).
Uns liegen keine Zahlen über die Förderung der verschiedenen Verbände vor, es liegt aber für Uns auf der Hand, dass die Ausschüttungen an die Spitzensportler weniger hieraus, als aus erwirtschafteten Einnahmen (bspw. für Fernsehübertragungen, Werbeverträge etc.) kommen. Die politische Förderung wird im Wesentlichen im Breitensport ankommen, wo sie - unabhängig von der Sportart - gut und richtig angelegt ist und wo es keinen Unterschied zwischen Fußball und Hockey (und anderen) geben sollte. Ihr schreibt Unseres Erachtens auch am eigentlichen Problem vorbei, denn es ist für die Sportler kaum von Belang, was vom Verband kommt, als was von den Vereinen kommt, für die sie spielen. Olympia oder WM ist Ausnahme, dafür gibt es ein paar Prämien (im Fußball ein paar mehr, weil der DFB dafür eben mehr umsetzt), aber entscheidend ist doch der Alltag. Durchschnittsspieler A bekommt eben von seinem Bundesligisten im Jahr 700.000 € brutto überwiesen (k.A., ob das das Durchschnittsgehalt ist, gegriffene Zahl) und davon lebt er sehr gut, wenn er es richtig macht, muss er nach 12 oder 14 Profijahren nie wieder arbeiten. Gewinnt er die WM und bekommt dafür von seinem verband einmalig 300.000 überweisen, nimmt er das mit, das entscheidet aber nicht über sein wirtschaftliches Wohl und Wehe. Und Volleyballbundesligistin V bekommt von ihrem Verein eben nur laufend eine Aufwandsentschädigung von Unseretwegen 2.000 € bezahlt. Genug, um davon eher karg zu leben, aber nicht, um dafür auf eine normale Berufskarriere mit besseren Verdienstmöglichkeiten zu verzichten. Daran ändern auch die 12.000, die sie für ein gutes Abschneiden bei Olympia einmalig vom Volleyballverband bekommt, nichts.
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Beitrag von Thomasius »

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Wir verstehen die ganze Diskussion nicht. Es geht doch bei dem was Scholz sagt lediglich um gleiche Prämien für die Frauennationalfrauschaft und die Herrennationalmannschaft durch den DFB. Mehr kann der DFB doch gar nicht regeln.
Wir sehen dabei lediglich ein Problem: Die Prämien der Männer sind für die Männer lediglich ein besseres Taschengeld. Vergleichbare Prämien für Frauen, würden im Frauenfußball der derzeitigen Rahmen völlig sprengen.

Beitrag von Kardinalinfant »

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Montesquieu hat geschrieben:Dass Nationalmannschaften das gleiche Verdienen und den gleichen Zugriff auf Trainingsgelegenheiten, Nachwuchsförderung etc. von DFB-Seite aus haben, sehe ich im Sinne der Gleichberechtigung und eines modernen Landes als ein "Luxus" an, den wir uns ohne Probleme leisten sollten. Auch wenn Popp-Trikots 30 x weniger verkauft werden, als von Goretzka,
Wir würden da aber differenzieren. Gleichberechtigung bei den Bedingungen ist für Uns ein nicht diskutables muss. Trainingsbedingungen (personell wie von der Infrastruktur her) etc. müssen für beide gleich sein, damit die gleichen Ausgangsbedingungen herrschen. In die gleiche Richtung geht auch die von Uns stark kritisierte Anstoßzeit für das Frauen-Finale bei dieser EM. Warum nicht (wie es bei den Männern wäre) Primetime?

Gleiche Bezahlung (auch was Prämien im Verband angeht) gehört für Uns nicht dazu, denn die werden eben letztlich durch den verband erwirtschaftet und das mit beiden "Produkten" höchst unterschiedlich. Wenn die Ausgangsbedingungen gleich sind, spricht wenig dagegen, das unterschiedliche Ergebnis auch entsprechend durchzureichen. Da ist der Konsument gefragt, das zu ändern. Etwas anderes wäre, wenn die Männer für sich entscheiden: "Leute, wir finden es nicht mehr angebracht, dass wir vom verband viel mehr bekommen als die Frauen. Wir zeigen doch auch in anderen Bereichen gesellschaftlich Flagge. Wir verzichten hiermit auf einen solchen Teil unserer Prämien, der es ermöglicht, die Frauen künftig mit ebenso hohen Prämien auszustatten." Dann wäre das Unseres Erachtens ok. Muss das sein? Nein, allerdings - wie angesprochen - auch sonst gerieren sich die Nationalspieler gerne als politisch wahnsinnig korrekt, warum dann nicht auch da, das fragen Wir Uns dann doch.
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Montesquieu hat geschrieben:Der Vergleich mit den Parteiämtern zieht nicht, nur wenn ihr sagt: Frauen haben weniger geistige Leistungsfähigkeit.

Und noch einmal: Wann und wie und wo soll die gleiche Bezahlung kommen? Leute, jetzt vermischt doch nicht immer Sachen, die nicht vermischt gehören.
Wir meinen, dass die Biologie Unterschiede bei Interessen und Fähigkeiten mit sich bringt. Mal kurz weg vom Geschlecht, um den Punkt neutral zu illustrieren: Jüngere sind risikobereiter (Interesse), schneller und stärker (Fähigkeiten) als Ältere. Das Militär wirbt deshalb bevorzugt Jüngere an.
Zurück zum Geschlecht: Frauen und Männer unterscheiden sich in ihren körperlichen und geistigen Eigenschaften und wenn ihr so wollt, sind je nach Merkmal Frauen oder Männer leistungsfähiger. Google eins, zwei drei: These cognitive attributes are different in males and females. Generally, females show advantages in verbal fluency, perceptual speed, accuracy and fine motor skills, while males outperform females in spatial, working memory and mathematical abilities.

Selbst wenn man gleiche Fähigkeiten unterstellt, reicht ein Unterschied der Neigungen, um eine Ungleichverteilung zu erreichen. Gehen 8/10 politisch begabter Männer und 9/10 der Frauen Abends lieber Kegeln als zu Parteiveranstaltungen, sitzen im Parlament halt mehr Männer.

Wer und wo: offenbar Scholz beim DFB.
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Tjoa, leider ist es beim Sport und bei den körperlichen Unterschieden aber viel, viel einfacher messbar und der Unterschied auch größer, als bei jeder geistigen Eigenschaft, auch wenn alle zusammen genommen werden.

Und ihr sagt also: Frauenligen abschaffen, wenn es Quoten gibt?

C'Mon, also für so eine Hirnakrobatik darf ich wirklich schlonzig und gemein werden, Witold. Das meine ich mit: Intellektuell konstruiert,
Witold Pilecki hat geschrieben: Wer und wo: offenbar Scholz beim DFB.
Und was das mit Vereinen zu tun? :???:
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Montesquieu hat geschrieben:Und ihr sagt also: Frauenligen abschaffen, wenn es Quoten gibt?

Und was das mit Vereinen zu tun? :???:
Nein sagen wir nicht, wir sehen nur weder die Notwendigkeit, noch die Angemessenheit einer Intervention des Bundeskanzlers (!) bei den Gehaltsbedingungen von Spitzensportlern. Gleichberechtigung ist uns wichtig, Gleichstellung ist das Gegenteil davon. Deshalb stößt uns das sauer auf, zumal der Kanzler wohl wichtigere Dinge zu tun hat, z. B. sich an Gesprächsinhalte mit der Warburg Bank zu erinnern.
Mit Vereinen hat das wenig zu tun, wir reden auch gar nicht über Vereine, sondern die Nationalmannschaft.

Beitrag von dooya »

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Witold Pilecki hat geschrieben:[...]Google eins, zwei drei: These cognitive attributes are different in males and females. Generally, females show advantages in verbal fluency, perceptual speed, accuracy and fine motor skills, while males outperform females in spatial, working memory and mathematical abilities.
[...]
Offtopic:
"Google eins, zwei drei" ist mit Vorsicht zu genießen. Euer Zitat wird im Paper mit zwei Quellen belegt und in keiner der beiden geht es inhaltlich um die Aussagen im Zitat (Sherwin 2003 behandelt die Beziehung zwischen Östrogenzyklus und kognitiven Funktionen und macht keine Geschlechtervergleiche und Zaidi 2010 ist zwar ein Geschlechtervergleich, aber eine anatomische Studie). Widerlegt die Aussage nicht, ist aber kein guter Beleg.

Gibt aber einen recht ausführlichen Wikipedia Artikel zum Thema: Sex differences in cognition
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Beitrag von Montesquieu »

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Witold Pilecki hat geschrieben:Nein sagen wir nicht, wir sehen nur weder die Notwendigkeit, noch die Angemessenheit einer Intervention des Bundeskanzlers (!) bei den Gehaltsbedingungen von Spitzensportlern. Gleichberechtigung ist uns wichtig, Gleichstellung ist das Gegenteil davon. Deshalb stößt uns das sauer auf, zumal der Kanzler wohl wichtigere Dinge zu tun hat, z. B. sich an Gesprächsinhalte mit der Warburg Bank zu erinnern.
Mit Vereinen hat das wenig zu tun, wir reden auch gar nicht über Vereine, sondern die Nationalmannschaft.
Ihr habt oben als Beispiel einen Verein genannt ...

Über Sinn und Zweck einer Intervention des Kanzlers lässt sich sicherlich streiten. Das wirkt 100 Mal nach PR nicht nach Sinn. Trotz allem bin ich, wie weiter oben der Meinung, dass auf Verbands- und Sportebene gerade Gleichstellung angemessen ist.

Das ist auch eigentlich immer das ungeschriebene und teilweise geschriebene Gesetz des Sports:

Männer laufen schneller, springen und werfen weiter, sind kräftiger, aber der Sinn und die Leistung IST immer gleichwertig. Das haben sich die Verbände auf die Fahnen geschrieben und sollten auch danach handeln. Deswegen halte ich eine Anpassung der Prämien für richtig und wichtig.
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Beitrag von Witold Pilecki »

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Montesquieu hat geschrieben:Ihr habt oben als Beispiel einen Verein genannt ...
In 6535? Das war ein Bezug zur Nationalmannschaft mit dem Beispiel aus dem von Ajax verlinkten Artikel. Da ging es um männliche Spieler des FC Teltow, die die Spitzendamen aus Potsdam geschlagen haben. Dabei ging es uns darum, dass auch die Leistung dieser Männer anerkannt und gratifiziert werden müsste, wenn sie doch ihrer selbst Willen als wertvoll einzustufen ist (wie bei den Nationalfrauen halt auch in der Diskussion stehend). Macht man das nicht, kriegen die Frauen halt Geld, einfach weil sie Frauen sind. Das ist unserer Meinung nach sexistisch und aus der Zeit und der Verfassung (womit wir wieder beim Bundeskanzler wären) gefallen.
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Witold Pilecki hat geschrieben:In 6535? Das war ein Bezug zur Nationalmannschaft mit dem Beispiel aus dem von Ajax verlinkten Artikel. Da ging es um männliche Spieler des FC Teltow, die die Spitzendamen aus Potsdam geschlagen haben. Dabei ging es uns darum, dass auch die Leistung dieser Männer anerkannt und gratifiziert werden müsste, wenn sie doch ihrer selbst Willen als wertvoll einzustufen ist (wie bei den Nationalfrauen halt auch in der Diskussion stehend). Macht man das nicht, kriegen die Frauen halt Geld, einfach weil sie Frauen sind. Das ist unserer Meinung nach sexistisch und aus der Zeit und der Verfassung (womit wir wieder beim Bundeskanzler wären) gefallen.
Ja, dann aber wieder nicht die immanente Grundlage des Sports verstanden, wie ich es dargelegt habe:

Komplett gleich in aller Unterschiedlichkeit.

Oder anders: Es geht nicht um die blanke Leistung.

Die Männer können ja Nationalspieler werden und werden dann wie Nationalspieler bezahlt.

Die Frauen sind Nationalspielerinnen und werden wie Nationalspielerinnen bezahlt.

Sport ist Sport - Die Trennlinie ist das Geschlecht. So ist es und das ist gar nicht aus der Zeit gefallen.
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Montesquieu hat geschrieben:Welches Einkommen bringt denn die Fuballnationalmannschaft?

Fernsehgelder und Merchandise? Bringen die Spiele Geld?

Oder bezahlt da der DFB drauf?

Wenn Letzteres: Joa, bei den Nationalmannschaften wäre equal pay ok, bei Vereinen ist es natürlich Schwachsinn.

BTW: Verband ist halt was anderes, als eine Firma. Da sollte man anders an die Sache rangehen als mit kapitalistischen Überbasisgrundzügen.
Der DFB finanziert sich durch Werbeeinnahmen und Mitgliedsbeiträge der Vereine.
Frauenfußball bringt da entsprechend weniger ein.
Am Ende des Tages ist der DFB durchaus eine Firma.

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Elvis hat geschrieben:Der DFB finanziert sich durch Werbeeinnahmen und Mitgliedsbeiträge der Vereine.
Frauenfußball bringt da entsprechend weniger ein.
Am Ende des Tages ist der DFB durchaus eine Firma.
Nein, sind sie nicht.

Verbände - wie Vereine - dürfen keinen Gewinn erwirtschaften.

Es gibt allerdings noch sogenannte Marketinggesellschaften, die dann im Falle des DFBs bspw. die Vermarktung der dritten Liga übernehmen. (Und alle wirtschaftlichen Aktivitäten, so darf der DFB direkt auch keine Bücher verkaufen, mit dem Zweck, damit Geld zu erwirtschaften).

Diese haben aber Sonderpflichten, dass z. B. alle Gewinne direkt dem Verband zulaufen, der dann wieder direkt investieren muss.

Ich sage nicht, dass hier nicht auch nach marktwirtschaftlichen Maßgaben gehandelt wird (ich habe es ja selbst erlebt), aber es ist ein ganz anderes Spiel, als in einer "normalen" Firma.

In dem Sinne sollte aber alles Geld dem Wohle des Sports zulaufen, wie auch immer dieser aussieht. Und da sind wir wieder an dem Punkt das hier drunter auch eine gleiche Bezahlung der Nationalmannschaften fallen kann.
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Beitrag von Elvis »

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Und deswegen müssten die Gehälter nicht bei den Männern verdient werden?
Darum geht es doch. Die Frauen erwirtschaften einfach nicht vergleichbare Gehälter. Gewinnabsicht hin oder her.
Man mag es natürlich fördern wollen wie eine Kunstausstellung oder Theaterhäuser.
Aber ich hätte dafür wenig Verständnis. Fußball ist krin vom Aussterben bedrohtes Kulturgut.
Der DFB kann es entscheiden wie er will. Aber die Politik hat in dieser Entscheidung rein gar nichts drin verloren.
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Elvis hat geschrieben:Und deswegen müssten die Gehälter nicht bei den Männern verdient werden?
Darum geht es doch. Die Frauen erwirtschaften einfach nicht vergleichbare Gehälter. Gewinnabsicht hin oder her.
Man mag es natürlich fördern wollen wie eine Kunstausstellung oder Theaterhäuser.
Aber ich hätte dafür wenig Verständnis. Fußball ist krin vom Aussterben bedrohtes Kulturgut.
Der DFB kann es entscheiden wie er will. Aber die Politik hat in dieser Entscheidung rein gar nichts drin verloren.
Und wieder ein großes Jein. Ihr seht das alles zu sehr unter wirtschaftlichen Aspekten.

Die Verbandsstruktur in Deutschland ist sehr politisch und es gibt immer eine gegenseitige Beeinflussung.

Präsidenten und Geschäftsführer in Deutschland sind bspw. immer Politiker (mit Sportlern auf den Ebenen darunter) in Amerika bspw. immer Manager.

Das macht den DFB natürlich zum Entscheider über Wohl und Wehe und Gehälter, aber der DFB hat auch einen sportlichen, gesellschaftlichen und auch ethischen Auftrag, den er sich auch selbst gegeben hat.

Gerne hier einmal auf der Seite des DFBs bei den Satzungen und insbesondere im Ethik-Kodex schmökern: https://www.dfb.de/verbandsservice/verb ... ordnungen/

Und auf der anderen Seite geht ein Verband IMMER eine Allianz mit der öffentlichen Seite ein, das geht bei der Pflege des Rasenplatz in der Gemeinde oder dem Terminplan in der Schule los und gipfelt in der Organisation der Weltmeisterschaft und/oder Olympischer Spiele, die eine riesige Aufgabe für jede Gesellschaft sind.

Das macht Scholz nicht zum Chef des DFB, aber natürlich kann ein Kanzler auch eine politische Agenda bzw. ein gesellschaftliches Anliegen an einen Sportverband herantragen. Darüber entscheiden wird aber nun einmal der DFB und ich denke, nicht einmal positiv aus mehreren Gründen.

Aber wenn er es macht, ist es aus der "unwirtschaftlichkeit" des Ziels (Sport), verbunden mit dem immer zelebrierten öffentlichen Sinn der Sportverbände vollkommen legitim, wenn Frauen genau so viel Geld wie Männer bekommen, auch wenn die Männerseite mehr erwirtschaftet.
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Montesquieu hat geschrieben:Und wieder ein großes Jein. Ihr seht das alles zu sehr unter wirtschaftlichen Aspekten.

Die Verbandsstruktur in Deutschland ist sehr politisch und es gibt immer eine gegenseitige Beeinflussung.

Präsidenten und Geschäftsführer in Deutschland sind bspw. immer Politiker (mit Sportlern auf den Ebenen darunter) in Amerika bspw. immer Manager.

Das macht den DFB natürlich zum Entscheider über Wohl und Wehe und Gehälter, aber der DFB hat auch einen sportlichen, gesellschaftlichen und auch ethischen Auftrag, den er sich auch selbst gegeben hat.

Gerne hier einmal auf in der Seite des DFBs bei den Satzungen und insbesondere dem Ethik-Kodex: https://www.dfb.de/verbandsservice/verb ... ordnungen/

Und auf der anderen Seite geht ein Verband IMMER eine Allianz mit der öffentlichen Seite ein, das geht bei der Pflege des Rasenplatz in der Gemeinde oder dem Terminplan in der Schule los und gipfelt in der Organisation der Weltmeisterschaft und/oder Olympischer Spiele, die eine riesige Aufgabe für jede Gesellschaft sind.

Das macht Scholz nicht zum Chef des DFB, aber natürlich kann ein Kanzler auch eine politische Agenda bzw. ein gesellschaftliches Anliegen an einen Sportverband herantragen. Darüber entscheiden wird aber nun einmal der DFB und ich denke, nicht einmal positiv aus mehreren Gründen.

Aber wenn er es macht, ist es aus der "unwirtschaftlichkeit" des Ziels (Sport), verbunden mit dem immer zelebrierten öffentlichen Sinn der Sportverbände vollkommen legitim, wenn Frauen genau so viel Geld wie Männer bekommen, auch wenn die Männerseite mehr erwirtschaftet.
Zunächst: Ja, die öffentliche Hand hilft dem Sport. Das ist, was Wir weiter ausgeführt haben: Gemeinde fördert den Rasenplatz und damit den Breitensport. Damit ist für Uns die Verpflichtung der Vereine (und Verbände) verbunden, dass auch die Mädchen- und Frauenmannschaften auf dem Rasenplatz trainieren dürfen und nicht nur die Herrenmannschaft, während die Frauen auf den Hartplatz ausweichen müssen (leider ist das wohl te8ilweise immer noch so und das geht einfach nicht).

Aber die Prämien für die Spitzenspieler (Nationalelf) sind eine ganz andere Nummer. Da geht es nicht mehr um die Sportförderung als solche. Diese Beträge müssen erstens erwirtschaftet werden und - um mal eine weitere Facette in die Diskussion zu bringen - ihnen steht ein Aufwand und vor allem ein Risiko der Spieler gegenüber. Verletzt sich ein Spieler während eines Einsatzes für die Nationalelf schwer, sind damit für ihn erhebliche Auswirkungen verbunden. Er wird in aller Regel gegen die Sportinvalidität versichert sein, er fällt nicht ins Nichts, dennoch, können (zumindest bei einem hypothetisch gedachten Optimalverlauf der Karriere) damit erhebliche finanzielle Verluste verbunden sein von ideellen Werten ganz zu schweigen (wenn einem 23-jährigen der weitere Karriereverlauf versaut wird, auf den er nach dem bislang erreichten vertrauen konnte). Ja, einer Frau würde das auch versaut, es ist aber wohl etwas anderes, von einem extrem prominenten Männer-Fußball-Job ins Nichts zu stürtzen, als von einem allenfalls regional prominenten Frauenfußball-Job. Wir wollen jetzt nicht "oh, der arme Fußballprofi" anstimmen, aber zumindest mal ins Gespräch bringen, warum da eine unterschiedliche Behandlung neben dem Erzielen der Einkünfte noch gerechtfertigt sein könnte.
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Elvis hat geschrieben:Und deswegen müssten die Gehälter nicht bei den Männern verdient werden?
Darum geht es doch. Die Frauen erwirtschaften einfach nicht vergleichbare Gehälter. Gewinnabsicht hin oder her.
Man mag es natürlich fördern wollen wie eine Kunstausstellung oder Theaterhäuser.
Aber ich hätte dafür wenig Verständnis. Fußball ist krin vom Aussterben bedrohtes Kulturgut.
Der DFB kann es entscheiden wie er will. Aber die Politik hat in dieser Entscheidung rein gar nichts drin verloren.
Naja. Der DFB fördert ja auch Amateursport oder Jugendsport (tut er doch, oder - werte Fußballfans?) - vielleicht auch Behindertensport(?). Da kann man auch sagen "Pah, die sind doch viel schlechter als die Profis von den Bayern!", aber wenns um bestmögliche Förderung geht sind marktwirtschaftliche Prinzipien halt vielleicht auch nicht der Weisheit letzter Schluss.

(Witold widerspricht in 3... 2... 1... ;) )

Also, ja: Wir sind ja auch so fies, dass wir sagen würden "Warum verdienen die Damen weniger?" "Weils quälend langsamer Amateursport ist, den abgesehen von Verwandten, Freunden und ein paar feministischer Idealisten und ein paar Dödeln, die alles gucken wo 'Schlaaaaaand gewinnt Titel' draufsteht, keiner anschaut."

Aber bei einem Verband kann man da durchaus trotzdem eine Diskussion aufmachen. Dessen Zeil ist ja nicht primär die Geldmacherei (ja, wir hören das schallende Lachen im Hintergund schon), sondern die Förderung des Sportes. Und der Sport wird schon irgendwie besser gefördert, wenn mehr Leute mitmachen und das kann man u.a. damit verbessern indem man Spitzenanreize setzt. Ob das der beste Ansatz ist - wir denken nicht.
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Ioelet
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Kardinalinfant hat geschrieben:Wir wollen jetzt nicht "oh, der arme Fußballprofi" anstimmen,
Schade - es wäre (ohne Ironie) mal wohltuend gewesen, wenn politische Empathie nicht immer nur(!) in Richtung der "Schwächeren" kommuniziert würde. Den Advocatus Diaboli, der drauf hinweist, dass man die Interessen der "Stärkeren" auch nicht einfach immer wegbügeln sollte, spielen wir viel zu oft alleine.

Denn ja: Natürlich jammert ein Fußballprofi, der sich mit Anfang 20 und 3 Mio. auf dem Konto zur Ruhe setzen muss auf hohem Niveau - aber nichtsdetotrotz aus unserer Sicht absolut verständlich. Wenn man da jedesmal den "aber der ist reich"-Disclaimer ranpacken muss, dann sollten wir sowieso allesamt mit unseren First World Problems die Klappe halten.
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Kardinalinfant
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