Ukrainekrieg-Prognosen

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Beitrag von Taurus »

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Taurus
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Zuzüglich Artillerie und Raketenwerfer, da sollte schon einiges noch zusammenkommen. Aber Logistik scheint ja eher Hexenwerk zu sein, könnte dauern alles an die Front zu bringen.

Beitrag von Montesquieu »

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Montesquieu
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Artillerie hat Russland genug überall. An Mannkraft fehlt es.
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Beitrag von Ruprecht I. »

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Ruprecht I.
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Montesquieu hat geschrieben:An Manneskraft fehlt es.
Und das im Machismo-Land!
Liefert Pfizer noch nach Russland?


Und die Ari wird auch bedauerlicherweise versorgt, wie man jeden Tag auf der Lagekarte sehen kann.
Außer in Izium, latürnich.
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Beitrag von TheBlackSwan »

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TheBlackSwan
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H34DHUN73R hat geschrieben:Wie Ihr eine Verbindung zwischen Kursk '43 und Ukraine heute herleitet, erschließt sich Uns nicht.
Zur Zeit des Kursker Bogens hatte die Rote Armee an der gesamten Front mindestens die dreifache Übermacht und der Angriff der Wehrmacht hat die letzten mobilen Truppen ohne Ergebnis verschließen.
Heute hat die russische Armee die Übermacht, woran sich auch so schnell nichts ändern wird.

Für die Ukraine wäre es immer noch ein Erfolg, die Linie in etwa zu halten.
Wir gehen immer noch von einem langsamen Zurückweichen notfalls bis Dnipro aus.

Kursk=letzte strategische Offensive der Wehrmacht im Osten. Danach nur noch operationelle und taktische Offensiven, in der Regel reaktiv. Wir glauben, dass das die Zukunft für die Russen ist.

Weitere Parallelen sind, dass die Kursker' und die russische Offensive gegen einen Frontbogen an vorhersagbarer Stelle gegen einen vorbereiteten, befestigten Gegner erfolgten und sich nach unbedeutenden Anfangserfolgen festgefressen haben (so ist unser Eindruck der russischen Offensive).

Heute hat die russische Armee die Übermacht, woran sich auch so schnell nichts ändern wird.
Woher leitet ihr das ab? Die Front steht seit Wochen weitgehend still, die russischen Verluste bleiben hoch. Russischen geringen Gebietsgewinnen im Slavyansk-Bogen stehen Gebietsverluste bei Charkov gegenüber.

Insgesamt haben wir den Eindruck, dass die Russen gegenwärtig nur leichte Kampfkraftvorteile haben, die sich schnell auflösen können, wenn die artilleristische Überlegenheit verloren geht und es an Präzisionswaffen zu mangeln beginnt (sie setzen wohl schon Anti-Schiffs-Raketen gegen Landziele ein).
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Beitrag von Iche_Bins »

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Theoretisch sind die Russen zumindest leicht überlegen.

https://twitter.com/HN_Schlottman/statu ... 9296350209

Bild

Eine Brigade sollte ungefähr 2-3 BTGs entsprechen.
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Beitrag von Alith Anar »

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Krieg ist halt nicht nur zahlen.

Due Moral der Ukrainer dürfte höher sein. Ausrüstungstechnisch stehen Sie den Russen (zumindest am Boden) auch nicht unbedingt nach und taktisch und ausbildungstechnisch halte ich Sie für überlegen.
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Beitrag von Setsches »

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Setsches
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Die große Frage im Moment ist für mich, wieviel Infrastruktur die RUs mit ihren CMs noch zerstören können und wie sehr es die Versorgung stört/stören kann. die letzten Tage hatten Züge im Westen der Ukraine bis zu 12 Stunden verspätung, wobei da nur von zivilen Zügen gesprochen wurde. Evtl. werden da bewusst Falschinformationen gestreut, um die RUs in Sicherheit zu wiegen. Kennt man ja von den Aktionen der Marine. Erst hat man nichts und dann liegt ein RU Pott auf dem Grund des schwarzen Meeres. ;)

Sollte RU nicht mehr offensiv agieren können, wie lange sind sie bereit zu verteidigen bzw. wie lange können sie? Außerdem wieviele größere Komplexe gibt es noch in Russland, die durch spontane Selbstentzündung oder Klatschen verloren gehen können. ;)
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Beitrag von TheBlackSwan »

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Setsches hat geschrieben:Die große Frage im Moment ist für mich, wieviel Infrastruktur die RUs mit ihren CMs noch zerstören können und wie sehr es die Versorgung stört/stören kann. die letzten Tage hatten Züge im Westen der Ukraine bis zu 12 Stunden verspätung, wobei da nur von zivilen Zügen gesprochen wurde. Evtl. werden da bewusst Falschinformationen gestreut, um die RUs in Sicherheit zu wiegen. Kennt man ja von den Aktionen der Marine. Erst hat man nichts und dann liegt ein RU Pott auf dem Grund des schwarzen Meeres. ;)

Sollte RU nicht mehr offensiv agieren können, wie lange sind sie bereit zu verteidigen bzw. wie lange können sie? Außerdem wieviele größere Komplexe gibt es noch in Russland, die durch spontane Selbstentzündung oder Klatschen verloren gehen können. ;)


Infrastrukturangriffe sind der wohl letzte Trumpf, den die Russen konventionell noch haben.
Es ist uns vollständig unverständlich, warum das nicht viel mehr gemacht wurde. Stattdessen beschießen sie mit Cruise Missiles militärisch wertlose Wohngebiete.

Als russischer Kommandeur hätten wir, in dieser Reihenfolge
1) Umspannwerke, Bottlenecks in den Stromleitungen
2) Eisenbahnbrücken
3) Treibstoff- und Munitionsdepots, Tarnung
4) Straßenbrücken ohne Alternativrouten
5) Statt Wohngebieten besser Fernwärmekraftwerke
angegriffen.
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Beitrag von Setsches »

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Aber in 3 Tagen soll doch alles vorbei gewesen sein. Wer sollte sich denn darauf vorbereiten? zumal die Werke auf den Karten von 1975 nicht verzeichnet sind. Ich glaube, es liegt wie immer am russischen Befehlskleinklein. Einer hat die Idee und gibt sie weiter, ein anderer vergisst es wieder oder traut sich nicht, es nach oben zu geben, weil die es eigentlich wissen müssten. Man weiß es einfach nicht, was im russischen Generalstab los ist. ;)
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Beitrag von [Gast] »

[Gast]

Du zerstörst kein Land, dass du übernehmen willst.
Und man plant eine solche Zerstörung ja auch nicht. Weil man ja nicht scheitert.

Wohngebiete wussten sie, wo die sind. Wir glauben bis heute haben die noch nicht ganz die volle Eroberung abgeschrieben, also warum Brücke und zerstören, wenn man sie noch braucht? Hier gab es ja auch den Glaube an den Endsieg, wer weiß wie die Führung in Russland tickt.

Beitrag von TheBlackSwan »

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Da habt ihr recht. Die russiche Armee ist einfach ohne viel Initiative und scheint hirntot.

Dennoch: Es gibt etwa 25 Dneprübergänge in der Ukraine. 3-4 über Staumauern und schwer nachhaltig zu zerstören, aber sicherlich störbar.

Der Dbepr teil das Kampfgebiet und Millionen von Menschen vom Rest der Welt ab, denn im Norden liegt Weißrussland und im Süden kontrolliert Russland die Dneprmündung.

Wenn Russland diese Verbindungen zerschlägt, ist die ukrainische Armee ohne Nacschub.

Nun sind große Brücken nicht so einfach zu zerstören, mann muss eine Anzahl an Raketen einsetzen. Aber 10/Brücke sollten ausreichen, für viele Objekte kann Rissland auch noch die Luftwaffe einsetzen.
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Beitrag von [Gast] »

[Gast]

Staumauern zu zerstören ist eines der schwersten Kriegsverbrechen überhaupt, neben Angriffe auf Atomkraftwerke. Sie sind als besonders zu schützende Infrastruktur nicht mit schweren Waffen anzugreifen.

Wir glauben, dass selbst die Russen das nicht machen würden. Den Staudamm bei Kiev zu zerstören und damit die Dnper Kaskade auszulösen, wäre schlimmer als der Einsatz taktischer Atomwaffen. Danach wäre kein Russe mehr sicher, nirgendwo.

Beitrag von TheBlackSwan »

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@clone: Wenn die Russen ihren Realismus nicht völlig verloren haben, dann sollte ihnen klar sein, dass sie fast alles westlich des Dnepr abschreiben können. Also kann man das auch zerstören. Es geht für sie ja nicht mehr nur um die Gröse des Siwges, sondern um das "ob" des Sieges.

Die Dneprstaumauern sind Gewichtsstaumauern/Bogengewichtsstaumauern, also recht resistent gegenüber Beschuss

Zur Staumauer: Komplette Zerstörung wäre in der Tat sinnlos, auch weil ja Kherson etc. betroffen wären.
Man kann aber versuchen, nur die Fahrbahn mit kleinen Raketen zu zerstören/degradieren.
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Beitrag von Iche_Bins »

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Iche_Bins hat geschrieben:Wir können uns nicht vorstellen dass es in den nächsten zwei Wochen schon größere Gegenoffensiven der Ukraine geben wird.
Die werden sicherlich irgendwann kommen (Wenn Russland nicht durch Mobilmachung zu erfolgreich ist), aber bestimmt nicht vor Juni.
Iche_Bins hat geschrieben: Wir fragen uns, ob wir überhaupt noch große offensiven von einer der beiden Seiten sehen werden


Sachen gibts...
Bild


hmmm sollten wir es probieren?


Wir können uns nicht vorstellen dass Russland in den nächsten zwei Wochen kapitulieren wird.


probieren kann man es ja mal
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Beitrag von Ruprecht I. »

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Mal ein Zwischenstand:
1) Schwere Waffen aus Deutschland: Check
2) Kampfflugzeuge: Kommen recht sicher aus der Slovakei,.Check unter Vorbehalt
3) Chemiewaffen: Unklar.
4)Keine Generalmobilmachung: Check
5) Frontverlauf: Noch zu früh, das festzustellen, Prognose sollte aber einigermaßen passen
6) Die anderen Prognosen haben ein Datum in der Zukunft.
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Beitrag von TheBlackSwan »

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Prognose 12.05: Bis zum 30.06 ist Izyum durch die Ukraine zurückerobert.
Edit: Ursprünglich haben wir Juli vorausgesagt, aber wir wollen mal was wagen.
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Beitrag von Setsches »

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Die russische Armee ist so eine Wundertüte, die kann morgen den Hammer auspacken oder packt komplett ein, wer weiß das schon. Die wissen es ja scheinbar selbst nicht. :D
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Wenn das die Elite ist, wischen die Ukrainer mit den Russen bald den Boden auf. Das ist doch... ich hab keine Ahnung. 0 Moral und 0 Kampfgeist. :facepalm:
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Scheinbar ist hier zwischenzeitlich ein wenig Realität eingekehrt - wie angenommen rücken die Russen langsam mit gewaltigem Artillerieeinsatz vor, vermutlich stark behindert durch die zerschossene Infrastruktur und mangelnde Nachschub-Transportmöglichkeiten über selbige hinweg.
Verzögert die Sache aber nur, da die Ukrainer nicht zu Gegenoffensiven in der Lage sind.
Das Tempo im Osten wird alleine von den Russen bestimmt, auch Ort und Zeitpunkt von Kämpfen.
Natürlich kommen die Russen nicht so schnell voran, wie sie es gerne hätten, aber sie kommen halt leider voran.

Apropos ukrainische Gegenoffensive: niente, außer großen Ankündigungen nix gewesen.
Nun will man 1 Mio Mann dafür bereit stellen - glauben Wir gerne, dummerweise brauchen die aber auch Waffen, vorzugsweise schwere und nein, ein paar HIMARS-Systeme und die lächerlichen 12 Pz.Haubitzen werden dafür nicht reichen.

Ein Rückzug der Ukrainischen Truppen bis Dnipro ist Unseres Erachtens noch nicht vom Tisch, man hat in Luhansk viel zu viel knappes Material in eine aussichtslose Verteidigung investiert, nun sind die Truppen in dem Raum schwer angeschlagen und ständig in der Gefahr überrannt zu werden.
Das Gerede über eine Gegenoffensive im Süden dient denn wohl auch eher dem Zweck, russische Truppen von der wackeligen Front im Osten abzuziehen.
Die beste Option für die Ukrainer wäre wohl ein starker Ausbau der Partisanen-Aktivitäten hinter der Front im Süden, die durchaus ziemlich löchrig sein dürfte.

Ein Aspekt, der bisher in diesem Forum Unseres Wissens noch gar keine Erwähnung fand, ist die nachlassende Moral auf der ukrainischen Seite.
Die Auftakt-Euphorie ist verschwunden, die bittere Realität der Verwüstungen und der steil steigenden Verluste wird die Risse in der Gesellschaft deutlich verbreitern.
Das dürfte bereits geschehen sein, wenn man sich die Säuberungswellen ansieht, die man in Verwaltung und Geheimdiensten fährt.

Eine z.Zt. immerhin denkbare Einigung in Fragen des Weizenexportes könnte ein erster Vorbote für neue diplomatische Sondierungen sein.
Auf beiden Seiten dürfte die Erkenntnis wachsen, dass der Krieg noch jahrelang unentschieden weiter gehen könnte, bei stetig wachsenden Verlusten und Verwüstungen auf beiden Seiten.

Eine diplomatische Lösung ist nur möglich, wenn beide Seiten sich keine hinreichenden Chancen mehr auf einen Sieg ausrechnen.
Sobald eine Seite glaubt, auf dem Schlachtfeld gewinnen zu können, hat die Diplomatie Pause.
Da ein vollständiger Sieg der Ukraine praktisch ausgeschlossen ist und ein vollständiger russischer Sieg sehr unwahrscheinlich, könnte man erwarten, dass man langsam anfängt, nach Lösungen zu suchen.
Aber da müssen wohl noch einige zehntausend Soldaten und Zivilisten sterben, bevor es endgültig so weit ist, da beide Seiten ja gegenwärtig durchaus noch weiter kämpfen können.
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Man sollte nie das Schicksal herausfordern. Das Schicksal kann alles ertragen, nur keine Herausforderung.
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