Ukrainekrieg-Prognosen

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Montesquieu
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Beitrag von Montesquieu »

Hmm,

die Ukraine hat grob über den Daumen gepeilt, wenn die russischen schweren Waffen einsatzbereit gemacht werden, gerade um die 600 "Panzer" zusätzlich zur Verfügung. Ich gehe stark davon aus, dass noch altes Material aus BW-Beständen kommen wird, auch wenn es jetzt gerade Trubel gibt.

Flugzeuge werden auch geliefert, Manpower hat Ukraine gerade einen deutlichen Vorteil, die USA verlegen irgendwie gefühlt jede Woche 800 Millionen an Equipment nach Ost-Europa.

Ich sag, wie es ist: Russland kann nur durch menschlichen Wellen (Generalmobilmachung) ausgerüstet mit basalen Waffen und unterstützt durch Artillerie das noch wuppen. Die gehen jetzt auch im Donbass unter, darauf wette ich.
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Elvis
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Beitrag von Elvis »

Mir fehlt zwar noch die Phantasie, das die Russen die Materialüberlegenheit am Boden verlieren, aber sollte es so kommen haben sie doch bereits verloren.
Für die menschlichen Wellen reichen die Menschen nicht und für alles andere können sie mit der Kampfmoral der Ukrainer nicht mithalten.
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[B@W] Abominus
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Beitrag von [B@W] Abominus »

Wie hoch sind denn die über Generalmobilmachung verfügbaren Soldaten bei Russland?
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Elvis
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Beitrag von Elvis »

[B@W] Abominus;1274417 hat geschrieben: Abominus;1274417"]Wie hoch sind denn die über Generalmobilmachung verfügbaren Soldaten bei Russland?
Ist halt die Frage was du drunter verstehst. Nur mit Wehrpflichtige und Reservisten müssten sie irgendwo zwischen 2-3 Mio liegen.
Wenn es in Richtung großer vaterländischer Krieg geht bist du so bei 15 Mio.

Aber ich glaube nicht, dass es zu diesen Dimensionen kommen kann. Aber das geräuschlose einziehen von 60.000 Reservisten ist ja schonmal eine Ansage. Die ziehen allerdings ja jetzt schon mit Gummistiefeln in den Krieg. Ich habe darüber aber nach wie vor keine Details gelesen, was es mit den Reservisten und der rechtlichen Situation dabei auf sich hat.

Edit: Ich lese aber immer wieder, das eine drohende Niederlage Russlands als existenzielle Bedrohung von der russischen Führung betrachtet wird. Wenn natürlich Götterdämmerung im Kreml herrscht ist alles möglich.
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Beitrag von Montesquieu »

Elvis hat geschrieben:Mir fehlt zwar noch die Phantasie, das die Russen die Materialüberlegenheit am Boden verlieren, aber sollte es so kommen haben sie doch bereits verloren.
Für die menschlichen Wellen reichen die Menschen nicht und für alles andere können sie mit der Kampfmoral der Ukrainer nicht mithalten.
Ja, ich will es auch nicht letztendlich eingestehen, aber Tendenz sagt mir: Das ist tatsächlich so.

Noch können die Russen - trotz allem - ihre Luftüberlegenheit noch nutzen. Zudem hat natürlich die Ukraine Probleme, gut ausgebildete "Panzerfahrer" en masse zu bekommen. Am Material scheitert es da mittelfristig nicht.

Wie schon gesagt und es bleibt dabei: Auch wenn Russland die Front verkürzt hat, so ist diese immer noch länger als Deutschland "hoch". An BTGs mit nicht gerade Top-Material haben die nicht 200.000 Mann, sondern mit Separisten-Truppen noch um die 50.000 - 60.000 Mann dort unten. Ukraine potenziell auf jeden Fall deutlich mehr an Soldaten.

Sollte Putin den Fehler machen und wie doof angreifen, wird er tatsächlich und wahrscheinlich das Debakel aus dem Norden wieder erleben. Es scheint aber wieder zu Kämpfen zu kommen bzw. die Russen fangen wieder an ordentlich zu verlieren.

Ich rede ja immer von den berühmten "IF"s:

- Wenn das russische Material noch tauglich ist;
- Wenn die Führung durchgängig besser wird;
- Wenn die ukrainische Moral bricht;
- Wenn die westlichen Waffenlieferungen stoppen;
- Wenn die Russen genug Nachschub produzieren können;
- Wenn die Russen die Luftüberlegenheit dauerhaft halten können;
- Wenn genügend Soldaten nachkommen,

dann sehe ich eine Chance, wie die Russen das eroberte Gebiet halten können. Ansonsten: Zu lange Front und zu wenig an allem und scharf.
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Mantikor
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Beitrag von Mantikor »

Das sich die Ukraine so gut halten kann liegt unter anderem auch daran das sich die Kriegsführung geändert hat. In der Vergangenheit wäre das Fehlen der Luftüberlegenheit ein schwerer Nachteil gewesen der dazu geführt hätte dass der Gegner alles aufklären, seine eigenen Bewegungen verschleiern und überraschende Angriffe starten kann. Durch die ganze Satelliten und Drohnen ist die Ukraine jedoch trotz der fehlenden eigenen Luftwaffe bestens über den Feind informiert. Große Überraschungsangriffe gibt es nicht mehr. Die Ukrainische Artillerie ist extrem genau, weil sie mit Drohnen Feuerleitunterstützung gibt und der Panzer ist auch nicht mehr was er war. Durch die ganzen modernen Panzerabwehrwaffen sind die Panzer viel einfacher ausschaltbar als früher.

Dazu kommt noch das die Russen bevorzugt auf den einzigen gut befahrbaren Straßen fahren, und daher Angriffe gut vorher zu sehen sind, und das sie wegen der niedrigen Moral kaum Infanterie einsetzen. Nur mit Panzern und Flugzeugen können sie die Ukraine nicht erobern. Dazu brauchen sie auch massenweise Infanterie, und da scheint glücklicherweise eine Rekrutierungsproblem zu bestehen.
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Beitrag von H34DHUN73R »

Naja, mit Panzern könnte man schon einiges anfangen, wenn man sie denn richtig einsetzt.
Alleine in ein Dorf rein zu fahren ist doof, eine Panzerkolonne in ein Dorf rein zu fahren und durch eine Straßensperre aufgehalten zu werden und dabei noch zu vergessen, die Flanken mit Infanterie zu sichern ist, nun, sagen wir mal unprofessionell.

Ein Panzer schießt halt sehr weit und sehr genau, sollte man in einem flachen Land eigentlich auszunutzen wissen.
Aber der Inkompetenz sind keine natürlichen Grenzen gesetzt und ein Idiot kriegt schlicht alles kaputt.
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Beitrag von TheBlackSwan »

Prognose 29.04: In den nächsten beiden Wochen finden die letzen größeren Gebietsgewinne der Russen statt. Ab dem 14.05 reden wir nur noch über ukrainische Offensiven und russische Gegenoffensiven.
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Beitrag von Longstreet »

Ihr meint so "große" Gewinne wie seit Beginn der einleitenden Offensivtätigkeiten vor ein paar Tagen?

Aber: man darf auch nicht unterschätzen. Meine Prognose geht dahin, dass die russische Moral so lange keine Rolle spielen wird, bis ggf. ukrainische Truppen russischen Boden betreten. Dann wird sich dieser Faktor deutlich wandeln. (Ich gehe allerdings nicht davon aus, dass die Ukrainer da ein Interesse dran haben.)
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Beitrag von Alith Anar »

Hab schon bei FB geschrieben:

Wenn man sich die Plünderungen anschaut, vielleicht sollten wir mal 1-2 Monatslieferungen von Mediamarkt an Waschmaschinen und Co an die Frontlinie liefern. Dann lösen sich auch die letzten russischen russischen Verbände innerhalb von 1-2 Stunden auf ;)
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Beitrag von Longstreet »

Vielleicht würden einige auch die Kadyrowtruppen für einen Sack Kartoffeln und nen Beutel Zwiebeln zusammenschießen. #nichtstrifftpräziseralsKugelnausdeneigenenReihen.
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Beitrag von TheBlackSwan »

Longstreet hat geschrieben:Ihr meint so "große" Gewinne wie seit Beginn der einleitenden Offensivtätigkeiten vor ein paar Tagen?

Aber: man darf auch nicht unterschätzen. Meine Prognose geht dahin, dass die russische Moral so lange keine Rolle spielen wird, bis ggf. ukrainische Truppen russischen Boden betreten. Dann wird sich dieser Faktor deutlich wandeln. (Ich gehe allerdings nicht davon aus, dass die Ukrainer da ein Interesse dran haben.)
Präzisierung: Wir meinen, dass es danach nur noch ukrainische Gebietsgewinne und russische Gegenoffensiven gibt. Also eine Situation wie nach Kursk 1943, als die letzte strategische Offensive der Wehrmacht im Osten gescheitert war und sie sich dann nur noch zurückzog und höchstens operationelle und taktische Offensiven durchführte.

Die Russen haben in den letzen beiden Wochen um Izyum herum langsame Fortschritte gemacht. Wir prognostizieren nun, dass das höchstens zwei Wochen weitergeht und dann einfriert/zurückgeht.
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Beitrag von TheBlackSwan »

Prognose 04.05: Putin eird am 09.05 keine Generalmobilmachung verkünden.
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Beitrag von Iche_Bins »

Wir können uns nicht vorstellen dass es in den nächsten zwei Wochen schon größere Gegenoffensiven der Ukraine geben wird.
Die werden sicherlich irgendwann kommen (Wenn Russland nicht durch Mobilmachung zu erfolgreich ist), aber bestimmt nicht vor Juni.
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Beitrag von Montesquieu »

Iche_Bins hat geschrieben:Wir können uns nicht vorstellen dass es in den nächsten zwei Wochen schon größere Gegenoffensiven der Ukraine geben wird.
Die werden sicherlich irgendwann kommen (Wenn Russland nicht durch Mobilmachung zu erfolgreich ist), aber bestimmt nicht vor Juni.
Kommt drauf an, was die Haubitzen und die Artillerie der westlichen Lieferanten tatsächlich erreichen kann und ob diese ein Game Changer ist.

Bitte beachten, eine Generalmobilmachung würde Russland bestenfalls erst Anfang Juni helfen. Und das würde für die Reservisten gelten, wenn diese überhaupt trainiert werden können, von eingezogenen Wehrpflichtigen ganz zu schweigen. Denn, wie schon drüben im Schwesternthread geschrieben, sind ja nicht mal die 60.000 Reservisten aus (Anfang?) April an der Donbas-Front.
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Beitrag von TheBlackSwan »

@Ich Bins: Bezieht bsich eure Aussage auf eine unserer Prognosen? Denn zum Beginn ukrainischer Offensiven/großer Geländegewinne haben wir nichts gesagt, nur zu dem Ende der Russischen.

Als Voraussetzung für schnelle Landgewinne der Ukraine in den nächsten Wochen sehen wir einen russischen Moralkollaps an, etwas anderes gibt das Kräfteverhältnis (noch) nicht her.
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Beitrag von H34DHUN73R »

TheBlackSwan hat geschrieben:Präzisierung: Wir meinen, dass es danach nur noch ukrainische Gebietsgewinne und russische Gegenoffensiven gibt. Also eine Situation wie nach Kursk 1943, als die letzte strategische Offensive der Wehrmacht im Osten gescheitert war und sie sich dann nur noch zurückzog und höchstens operationelle und taktische Offensiven durchführte.

Die Russen haben in den letzen beiden Wochen um Izyum herum langsame Fortschritte gemacht. Wir prognostizieren nun, dass das höchstens zwei Wochen weitergeht und dann einfriert/zurückgeht.
Wie Ihr eine Verbindung zwischen Kursk '43 und Ukraine heute herleitet, erschließt sich Uns nicht.
Zur Zeit des Kursker Bogens hatte die Rote Armee an der gesamten Front mindestens die dreifache Übermacht und der Angriff der Wehrmacht hat die letzten mobilen Truppen ohne Ergebnis verschließen.
Heute hat die russische Armee die Übermacht, woran sich auch so schnell nichts ändern wird.

Für die Ukraine wäre es immer noch ein Erfolg, die Linie in etwa zu halten.
Wir gehen immer noch von einem langsamen Zurückweichen notfalls bis Dnipro aus.
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Beitrag von Taurus »

Der nächste Knackpunkt wird sein, wenn Asovstal fällt und die dort gebundenen russischen Einheiten frei werden. In Erholungsurlaub werden sie wohl eher nicht geschickt.

Aber wer weiß? Vielleicht unterläuft ihnen ja doch mal einer ihrer ganz seltenen taktischen Fehler und es bewegt sich.....nichts
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Beitrag von Iche_Bins »

Dann haben wir das falsch interpretiert.

Wir fragen uns, ob wir überhaupt noch große offensiven von einer der beiden Seiten sehen werden
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Beitrag von Montesquieu »

Taurus hat geschrieben:Der nächste Knackpunkt wird sein, wenn Asovstal fällt und die dort gebundenen russischen Einheiten frei werden. In Erholungsurlaub werden sie wohl eher nicht geschickt.

Aber wer weiß? Vielleicht unterläuft ihnen ja doch mal einer ihrer ganz seltenen taktischen Fehler und es bewegt sich.....nichts
Nein, das wird nicht viel sein.

Vor einer halben Stunde haben US-Militärs gesagt, dass es sich hier um 12 BTGs handelt.

Wie viel das in Material und Menschen ist, ist fraglich. Nach den harten Kämpfen könnten das eher so 5.000 - 8.000 man sein. Und die sind fertig.

Das kann punktuell was bringen, aber strategisch nichts verschieben.
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