Es zeichnet sich derzeit nicht ab, dass zu viele in dem Sinne krank sind (oder bald sein könnte), als dass sie ihren Job nicht mehr ausüben könnten. Das Problem in diesem Zusammenhang sind eher die Quarantäneregeln für Infizierte (aber nicht zwingend Kranke) und deren Kontaktpersonen. Und doch, die schwer bis tödlich Erkrankten Geimpften und Geboosterten sind keine Einzelfälle, aber statistisch doch wenig relevant, siehe bspw. hier: https://www.welt.de/wissenschaft/article236220408/DIVI-Daten-Ungeimpfte-machen-Mehrheit-aller-Covid-19-Faelle-auf-Intensivstationen-aus.html: Von den Intdensivpatienten der letzten Wochen waren ca. 2/3 Ungeimpfte und nur etwas über 1/4 vollständig Geimpfte (ca. 6 % Geboosterte fallen in diese Gruppe bei Anteil der Geboosterten an der Bevölkerung von mittlerweile ca. 45 %). Bei etwas über 70 % Anteil der Geimpften an der Bevölkerung müssen Wir das nicht einmal exakt rechnen, es ist aus diesen Zahlen schon deutlich: Wären alle Geimpft, würde sich der Anteil der Intensivpatienten (selbst den dann wohl hinzutretenden Faktor einer etwas verlangsamten Ausbreitung des Virus mal außer Acht gelassen) massiv verringern, nochmal eklatant deutlicher, wenn alle darüber hinaus geboostert wären.Performer hat geschrieben:So sehr ich vielem, was der werte Kardinalinfant sagt, sogar zustimme: Bisher musste die Politik jedesmal, wenn die Zahl zu krass wurden, eine Kehrtwendung machen. Je-des-mal. Und so wird es, wenn es dumm läuft, auch dieses Mal sein.
Es geht ja auch nicht nur um die "bedauernwerten Einzelfälle". Es geht auch um die Gesellschaft als ganzes: Wenn zuviele Bürger gleichzeitig krank sind, ist das eben auch eine Bedrohung. Energie ("Blackout"), Polizei, Transport wären dann plötzlich gleichzeitig getroffen. Wollen wir alle besser nicht erleben.
Ergo: Das ist der Schlüssel zur Normalisierung der Lage die dann auch mit dem Wegfall der Beschränkungen einhergehen muss. Denn nochmal: Weder ist wirtschaftlich auf die Dauer verkraftbar, einen Teil der Bevölkerung wirtschaftlich ganz oder teilweise lahmzulegen, noch ist bei dann auf ein gesundheitliches Restrisiko ohne Gefahr gesamtgesellschaftlicher Auswirkungen hin zumutbar, weiterhin durchaus massiv in Grundrechte einzugreifen. Erledigt sich die Pandemie durch Omikron nicht überwiegend von selbst, stellt sich im Spätsommer letztlich die Abwägungsfrage: Einschränkungen für alle (möglicherweise ad infinitum) bei durchaus zweifelhaftem Nutzen oder kalkulierbare Eingriffe in die körperliche Unversehrtheit derjenigen, die sich einer Impfung grundlos (selbstverständlich nicht, wer dies aus zwingenden oder doch gut nachvollziehbaren medizinischen Gründen nicht tun kann) verweigern. Unser Abwägungsergebnis stünde fest. Warten Wir mal auf die Entwicklung im Frühling und Sommer.
