Handbuch der kontrafaktischen Geschichte
Band 37: Der Sezessionskrieg
Vorgeschichte
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Ursachen
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Ausbruch
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Verlauf
Kapitel 1: Das erste Jahr, von den Anfängen bis zur ersten Schlacht von Richmond
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Kapitel 2: 1862 Teil 1, Shenandoah und Kentucky
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Kapitel 3: 1862 Teil 2, Die Doppelschlacht von Richmond und die Schlacht von Port Wilmington
Während in den Weiten des Westens zunächst wieder Ruhe eintrat nachdem sich jede Seite auf ihre Ausgangsstellung zurückgezogen hatte,...
...unternahm Grant den nunmehr dritten Anlauf, die Nord-Virginia-Armee zu besiegen und Richmond einzunehmen.
Doch erneut erwies sich Lee in der offenen Feldschlacht als deutlich überlegen und konnte Grant im August - nur wenige Kilometer vom Ort der ersten Schlacht um Richmond entfernt - eine erneute demütigende Niederlage zufügen.
Grant durfte noch den Rückzug in Richtung Washington führen, der ihm erneut gelang,...
...aber seine Karriere überlebte diese erneute Niederlage nicht:
[Die Karte ganz unten links; Eine dieser vielen kleinen Gemeinheiten im Kartendeck der Konföderation, die sich erst auf den zweiten Blick offenbaren. Ohne Grant kann die Union im Prinzip aufgeben, denn die Schlachten sind nicht zu gewinnen. Auch aus dem Grund dieser Karte sollte man als menschlicher Spieler mit der Union Schlachten, die man unter der Leitung Grants schlägt, gewinnen oder eben gar nicht erst schlagen]
Die Union musste aufgrund der erlittenen Verluste nun alles auf eine Karte setzen und den Westen entblößen, um in Virginia zahlenmäßig noch auf Augenhöhe mit der Nord-Virginia-Armee und damit handlungsfähig zu bleiben. Dies entging den kavalleristisch gut aufgestellten Südstaaten nicht, umgehend wurde eine starke Offensive von Memphis ausgehend gen St. Louis befohlen.
In Virginia versammelte sich die Union derweil bei Manassas zur erneuten Offensive gegen Richmond
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Wir haben den mauszeiger blöd platziert, man erkennt die Stärke der ehemaligen Armee Grants in Manassas leider nicht. es dürften aber in etwa die verbliebenden 11 Brigaden sein, zu denen 17 weitere aus dem Bereich Washington zu Hilfe eilen.]
Beide Seiten wussten, dass hier nun der Bruderkrieg entschieden werden würde und die Union rief nun - eingedenk der bisherigen Erfahrungen mit Lees Nord-Virginia-Armee -
alles in den Bereich Virginia.
Der damit quasi aufgegebene Westen wurden von zwei starken Abteilungen der Konföderation entlang der zur Versorgung erforderlichen Bahnlinien gestürmt. Sowohl St. Louis, als auch Louisville standen den Angreifern ungedeckt gegenüber und nur der bald aufziehende Winter konnte die Einnahme beider Städte noch verhindern.
Dem Norden gelang Ende November in der nunmehr dritten Schlacht von Richmond ein Achtungserfolg, konnte man dem Süden doch nahezu ebenso hohe Verluste abtrotzen, als man sie selber erlitt
Das Feld behaupten und den Sieg für sich reklamieren konnte allerdings erneut die unbesiegbare Nord-Virginia-Armee unter Lees Führung. Die Hoffnung der Union, die Verluste an Raum im Westen durch einen doch noch erfolgreichen Vorstoß nach Richmond ausgleichen zu können, zerstob im Schnee des nun aufziehenden Winters, der einzig das sofortige Kriegsende durch eine kurze Atempause für die hart bedrängte Union noch abwendete.
Im Westen zeichnete sich diese allerdings überdeutlich ab, konnte die Konföderation ihre Augen doch sogar schon auf Chicago und die großen Seen richten.
Doch selbst so kurz vor Jahresende und nach so vielen Rückschlägen sollten Lincoln im weißen Haus weitere Hiobsbotschaften nicht erspart bleiben. Hatte bislang auf Seiten der Union noch Hoffnung bestanden, die erstaunlich kampfkräftigen Konföderierten förmlich erdrücken zu können, sobald die Seeblockade endlich vollständig geschlossen werden könnte, versank diese Hoffnung Ende Dezember im eisigen Atlantik. Das ganze Jahr über hatten Konföderation und Union sich ein Wettrüsten zur See geliefert. Sechs Panzerschiffe konnte die Konföderation schließlich bei Wilmington massieren, während die Union bei New York deren sieben sammelte und nach Wilmington entsandte, doch nur vier von ihnen sollten zurückkehren, während die Konföderation den Hafen von Wilmington um den Preis lediglich eines Panzerschiffes weiterhin offen halten konnte.
Ein erneuter Blick in das Zahlenwerk der militärgeschichtlichen Abteilung des konföderierten Heeres zum großen amerikanischen Krieg für den Dezember 1862 macht das Ausmaß des Debakels des Jahres 1862 für die Union deutlich:
Von hier aus schien es nur noch ein kleiner Schritt für den Süden bis zum endgültigen Sieg zu sein, aber er wurde länger, als alle Beteiligten hofften...